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am 28. Juni 2017
Mit diesem Werk habe ich definitiv meinen Lieblingsroman gefunden. Ich liebte es. Seit drei Jahren ist dieser Roman auf meiner Wunschliste (beziehungsweise der dringend-bald-lesen-Liste, die - ihr kennt das - immer länger statt kürzer wird) und erst jetzt habe ich es mir vorgenommen und binnen weniger Tage verschlungen.

Jane Eyre (gesprochen wie Air = Luft auf englisch) ist eine atemberaubende Frau der literarischen Zeitgeschichte. In vielen Ansätzen konnte ich mich mit ihr identifizieren, in anderen überraschte mich ihr handeln. Das machte es zu einem perfekten Mix aus Verständnis und Faszination, die ich für sie aufbrachte. Der Schreibstil ist einnehmend und unvergleichbar. Bronte beschreibt die Welt mit solch einer Raffinesse, so liebevoll, so bildlich und poetisch zugleich. Die Entwicklung Ihrer Protagonistin und ihren Charakterzügen, die so von Moral geprägt sind, gar selbstlos, bescheiden und vernünftig, ist eine Wohltat zu verfolgen, nachdem man zuvor von ihrer schweren Kindheit erfahren hat.

Wer denken würde, dass er mit einem historischen Roman oder einem Klassiker, wie diesem, Langeweile hätte, den muss ich eines Besseren belehren. Für den Leser gibt es in diesem Roman viel zu entdecken, man möchte auf die Geheimnisse kommen, die sich vor einem auftun und die Charaktere ergründen, die so vielschichtig und realistisch sind, dass man ihnen nur noch durch das Geschehen folgen möchte. Vor allem aber hat mir die Erzählweise gefallen. In der Ich-Perspektive erfahren wir die Geschichte hautnah. Weiter wendet sich die fiktive Figur Jane Eyre in ihrer Erzählung häufig direkt an den Leser, was ich ungemein sympathisch und lebensecht finde. Dadurch kann man sich, wie selten bei anderen Geschichten oder Autoren, in die Handlung einfinden und wird umgehend gefesselt.

Wahrhaftig ein Meisterwerk, das ich nicht das letzte Mal gelesen haben werde. Dem Ende habe ich gleichermaßen entgegengefiebert, wie ich es befürchtet hatte. Doch allein der Stil des Romans, den ich sehr liebe, macht es zu einem großen Vergnügen, diesen trotz dem Wissen, was geschehen wird, weiterzulesen.

Ich würde 30 Sterne geben, wenn ich könnte.
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am 4. Februar 2018
Ein interessantes Buch, das sich mit einem der für mich interessantesten Zeitalter der britischen Geschichte, der Viktorianischen Era, beschäftigt.
Bröntes Werk zeigt ein interessantes und modernes Frauenbild, das in die damalige patriarchalischen Gesellschaft noch nicht so recht hineinpassen wollte.
Leider war mir nicht bewusst, dass das "Taschenbuch" hier in A4 Größe geliefert wird. Auch wenn es in den Bewertungen kurz angesprochen wird, hatte ich das beim Kauf leider doch übersehen. Aus diesem Grund werde ich das Buch wohl lieber daheim lassen und nicht unterwegs lesen. Schade. Durch dieses Format wirken die Seiten außerdem unübersichtlich und fast unendlich. Mein Lesefluss wird dadurch gestört.
Zum Analysieren und daheim Lesen reicht das Buch dennoch aus und ich werde es behaltet (auch auf Grund des niedrigen Preises).
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am 5. Mai 2016
Erst einmal haben mich die fast 640 Seiten fast erschlagen. Ich als Langsamleserin habe immer wieder Respekt vor solchen dicken Wälzern. Und dann auch noch ein Klassiker. Doch ich wurde schnell eines besseren belehrt. Die Sprache ist extrem modern gehalten für die damalige Zeit. Es macht einfach Spaß aus Janes Sicht die Welt zu entdecken und ihr beim Leben zuzusehen. Auch, wenn sie mir zu Beginn noch leid tat, merkte ich doch sehr schnell, dass sie einen wirklich starken Willen und einen unerschütterlichen Charakter hat. Allerdings ist mir aufgefallen, dass die gute Charlotte wenig Fantasie an den Tag legte, wenn es um Namen ging. Es kommen min. 3 Johns und 2 Marys darin vor. Aber durch die räumliche Abgrenzung kann man sie trotz allem gut auseinander halten.
Ich möchte inhaltlich nicht zu viel verraten, aber Jane hinterlässt einen wirklich großen Eindruck bei mir im Laufe der Geschichte.
Die Charaktere sind wirklich toll gewählt und ausgearbeitet. Ich hatte beim Lesen gleich das Gefühl alle zu kennen und bin vor allem von Mr. Rochester wirklich angetan.
Die einzelnen Stationen ihres Lebens waren immer klar voneinander abgegrenzt, sodass man nie durcheinander geraten konnte und überlegen musste, wo man gerade war. Mich hat beeindruckt wie Jane damit umging, dass sie immer wieder als nicht hübsch angesehen wurde und ihr das auch ständig gesagt wurde. Ich hätte große Probleme mit so etwas.
Ich hatte einige Probleme mit den französischen Sätzen, da sie meinen Lesefluss doch sehr gebremst haben. Allerdings werden sie nach hinten raus weniger. Die Anmerkungen und Übersetzungen am Ende des Buches habe ich nicht genutzt, weil mir das ständige umblättern einfach zu mühsam war.

Fazit:
Diese Liebesgeschichte ist einfach wunderbar. Sie zeigt eine junge Frau, die genau weiß was sie will und für die damalige Zeit unglaublich modern war. Sie geht ihren Weg und liebt wen und wie sie will. Das hat mich sehr beeindruckt. Auch wenn es hier und da einige Längen gab, ist es ein wirklich lesenswertes Buch und absolut zu empfehlen, wenn man Freude hat an guten, klassischen Liebesgeschichten!
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am 1. Mai 2016
Die Erzählerin und Hauptperson Jane Eyre ist ein armes Waisenkind. Die ersten Kapitel handeln vom Verlauf ihrer freudlosen Kindheit. Reiche Verwandte hatten versprochen, sich nach dem Tode ihrer Eltern um sie zu kümmern. Doch Janes verwitwete angeheiratete Tante mütterlicherseits, Mrs. Reed, und ihre drei verwöhnten Kinder behandeln Jane schlecht und lassen sie deutlich spüren, dass sie auf einer tieferen sozialen Stufe steht. Jane ist ein einfaches, ruhiges und intelligentes Mädchen mit einer leidenschaftlichen Seele und der Neigung zu Direktheit und zu Zornesausbrüchen, die sie überkommen, wenn sie sich ungerecht behandelt fühlt. Zusammen mit dem Umstand, dass sie manchmal sehr lebhafte Träume hat, fast Visionen, entfremdet sie sich von ihrer Pflegefamilie noch mehr.

Die Spannungen auf Gateshead eskalieren, und Jane wird in das Internat Lowood geschickt, das von dem heuchlerischen Geistlichen Mr. Brocklehurst geführt wird. Aus einem nichtigen Anlass wird Jane von ihm als Lügnerin bezeichnet, worunter sie noch mehr leidet als unter schlechter Ernährung und Kälte. Bald findet sie aber eine Vertraute in Miss Temple, der verehrten Schulleiterin, und gewinnt eine ältere Schülerin, Helen Burns, als Freundin. Helen Burns ist gebildet, intelligent und sehr fromm. Sie erträgt die schwierigen Verhältnisse im Internat beinahe stoisch, während Jane ihrer Wut manchmal nur schlecht Einhalt gebieten kann. Dazu passt die ruhige Ergebung, mit der sich die an Tuberkulose leidende Helen Burns in ihr Schicksal ergibt, sie stirbt in Janes Armen, während viele andere Mädchen des Internats einer Typhus-Epidemie zum Opfer fallen.

Nach dieser Epidemie und nachdem Mr. Brocklehurst wegen ruchbar gewordener Verfehlungen von der Leitung des Instituts entbunden worden ist, verbessern sich die Verhältnisse dort. Jane erarbeitet sich durch ihren Fleiß eine Vertrauensposition und bleibt nach dem Ende ihrer eigenen Schulzeit als Lehrerin in Lowood, das sie seit ihrer Kindheit nicht verlassen hat. Erst als Miss Temple heiratet und Lowood verlässt, hält auch sie dort nichts mehr: Sie gibt ein Inserat auf und tritt eine Stellung als Gouvernante für ein französisches Mädchen auf Thornfield Hall an.

Ihr Leben auf Thornfield beginnt sehr ruhig. Neben ihrer Arbeit als Lehrerin und Erzieherin der kleinen Adéle verbringt Jane die meiste Zeit mit der alten Hauswirtschafterin, Mrs. Fairfax. Von Letzterer erfährt sie bald, dass Janes Schülerin nicht etwa die Tochter, sondern das Mündel des Hausherrn Mr. Rochester ist. Das ruhige, für Jane allmählich als eintönig empfundene Leben auf Thornfield ändert sich abrupt, als dieser Hausherr auf seinem Anwesen eintrifft. Jane wird an den Abenden immer öfter von ihm eingeladen, ihm Gesellschaft zu leisten. Die beiden unterhalten sich angeregt und lernen einander besser kennen. Rochester erkennt bald, dass Jane auf Grund ihrer Unverdorbenheit und Aufrichtigkeit ein außergewöhnlicher Mensch ist, der ihm so vorher noch nie begegnet ist. Auch Jane, die bis dahin nie viel Kontakt zu Männern gehabt hatte, merkt ihrerseits, dass Mr. Rochester ihr auf Grund seiner Erfahrungen um Längen voraus ist und viel Verbitterung und Reue in sich trägt, er jedoch im Grunde ein guter und faszinierender Mann ist. Es stellt sich heraus, dass die kleine Adèle von Rochesters französischer Geliebten Céline Varens abstammt, die ihn mit einem Offizier betrogen hat, woraufhin er sich von ihr trennte. Einige Jahre später ließ sie ihr Kind, von dem sie vor dem Betrug behauptet hatte, es sei Rochesters Tochter, allein in Paris zurück. Rochester brachte es nicht übers Herz, Adèle ihrem Schicksal zu überlassen, obwohl er sich sicher ist, nicht der echte Vater zu sein. Während Jane und Rochester also mehr und mehr über die Lebensgeschichte des anderen erfahren, gewinnen sie schnell Respekt voreinander. Unterdessen spielen sich in manchen Nächten sonderbare Ereignisse ab, in deren Verlauf mehrere Personen, darunter Mr. Rochester selbst, verletzt werden. Der Leser bleibt hinsichtlich der Hintergründe ebenso im Dunkeln wie Jane Eyre. Während mehrerer Besuche von bekannten Aristokraten aus der Nachbarschaft, unter ihnen die unverheiratete Schönheit aus reichem Hause, Miss Blanche Ingram, veranstaltet Mr. Rochester ein umfangreiches Verwirrspiel mit Jane, in dem er vorgibt, um die Hand von Miss Ingram zu werben. Unter anderem gibt er sich als Wahrsagerin aus, die Jane bezüglich ihrer Gefühle für Mr. Rochester ausfragt. Jane, die sich langsam über ihre Liebe zu Rochester klar geworden ist, erträgt dies zunächst schweigend, hält das aber nicht lange aus. Sie will sich zwar damit abfinden, Thornfield zu verlassen, wenn das Paar dort einzieht, hält aber irgendwann das Warten nicht mehr aus, da offensichtlich keine Hochzeitsvorbereitungen getroffen werden. Unterdessen bekommt sie Besuch von einem Angestellten des Hauses ihrer Tante Reed, der berichtet, dass diese im Sterben liege und nach Jane gefragt habe. Sie fährt mit ihm und möchte am Sterbebett mit ihrer Tante Frieden schließen, doch diese zeigt sich weiter verbittert und unversöhnlich. Jedoch ist sie Jane gegenüber ehrlich, als sie dieser einen drei Jahre zuvor geschriebenen Brief von deren Onkel (wohnhaft auf der Insel Madeira) offenbart, in dem er den Wunsch äußert, Jane zu adoptieren und ihr nach seinem Tod seinen gesamten Besitz zu vermachen. Als Tante Reed ihr beichtet, besagtem Onkel von Janes angeblichen Tod berichtet zu haben, zeigt sich Jane dennoch versöhnlich und verzeiht ihr sofort. Zurück in Thornfield macht Rochester beleidigte Bemerkungen über Janes lange Abwesenheit, und Jane ist froh, wieder zu Hause zu sein, was sie ihm in einer ebenso spontanen wie kurzen Ansprache auch mitteilt. Doch bald holt sie der unangenehme Gedanke an Mr.Rochesters bevorstehende Heirat wieder ein, und so macht sie denn eines Tages auch Andeutungen, dass sie bald nach einer neuen Stelle als Gouvernante suchen müsse.

In einer stürmischen Nacht kündigt Mr. Rochester ihr an, dass es bald Zeit für sie sei, aufzubrechen, und dass er eine neue Stelle in Irland für sie gefunden habe. Daraufhin gesteht Jane ihm, dass sie es nicht würde ertragen können, von Thronfield und von ihm wegzugehen. Mr. Rochester, der auf dieses Liebesgeständnis gewartet hatte, leugnet nun, dass er je Interesse an Miss Ingram gehegt habe, und gesteht Jane ebenfalls seine Liebe. Diese ist zunächst skeptisch, glaubt ihm aber nach mehreren Nachfragen ihrerseits und Beteuerungen seinerseits bald. Er hält um ihre Hand an, sie willigt ein, und während ein Gewitter hereinbricht und der Baum, unter dem sich diese Szene abgespielt hatte, vom Blitz getroffen wird, laufen sie zurück ins Haus. In den folgenden Tagen gesteht Rochester Jane, dass er mit seinen vermeintlichen Verlobungsversuchen mit Ms. Ingram nur ihre Eifersucht habe wecken wollen und dass es nur sie sei, die er liebe. Noch einmal gibt es einen seltsamen Zwischenfall, als Jane eines Nachts in ihrem eigenen Schlafzimmer von einer Gestalt geweckt wird, die ihren Brautschleier zerreißt. Mr. Rochester tut dies wenig überzeugend als Einbildung ab. Die ca. einen Monat später stattfindende Hochzeit wird in einer dramatischen Szene durch einen Anwalt unterbrochen, der verkündet, Mr. Rochester sei bereits verheiratet. Seine geistesgestörte Frau sei Bertha Mason, eine Kreolin aus Jamaika, die versteckt auf Thornfield Hall lebe. Damit werden die mysteriösen Ereignisse der Zwischenzeit im Rückblick nachvollziehbar. Die Heirat zwischen Jane und Rochester wäre somit illegal, und nachdem Rochester den Anwesenden seine wahnsinnige Ehefrau (bewacht von der Bediensteten Grace Poole) im Nordturm vorgeführt hat, zieht sich Jane Eyre allein auf ihr Zimmer zurück. Als sie Wasser holen möchte, fängt Rochester sie vor ihrer Tür ab, und in der nächtlichen Szene, die darauf folgt, bittet er Jane, mit ihm in seine Villa am Mittelmeer zu ziehen und wie Mann und Frau mit ihm zu leben. Aber Jane ist nicht bereit, ihre moralischen Grundsätze und Selbstachtung zu opfern und als Geliebte Rochesters zu leben. Obwohl Rochester sie anfleht und erklärt, nicht ohne sie leben zu können, bleibt Jane bei ihrer Haltung. Sie flieht mitten in der Nacht und fast mittellos von Thornfield, ohne zu wissen, wohin sie sich wenden soll.
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am 19. März 2016
Der 1847 erschienene Roman "Jane Eyre, die Waise von Lowood" erzählt die Geschichte der verwaisten Titelheldin die im Alter von 10 Jahren von ihrem weiblichen Vormund, der verwitweten und verbitterten Mrs. Reed, die das ungeliebte Erzeugnis einer als gesellschaftlich verwerflichen Mesalliance zwischen ihrer Schwägerin aus gutem Hause und einem mittellosen Wanderprediger angesehenen Heirat in das Waiseninternat von Lowood abgeschoben wird und in einer eher freudlosen Umgebung zu einer gebildeten, selbstbewussten und realistisch-moralisch denkenden jungen Frau heranwächst.
Im Alter von 18 Jahren, nach zwei Jahren als Hilfslehrerin in Lowood, beschließt Jane schließlich ihre alte Schule zu verlassen und sich fortan als Gouvernante zu verdingen. Sie bekommt schließlich eine Stelle in Thornfield Hall, dem abgelegenen Landsitz von Edward Rochester, angeboten. Der einsam lebende "Junggeselle" Rochester fasst schließlich, aufgrund ihrer charakterlichen Tiefe, eine immer tiefer gehende Zuneigung zu seiner jungen Bediensteten, deren Erfüllung aber noch ein sorgsam gehütetes Geheimnis im Wege steht.

Insgesamt entwirft der Roman ein sehr stimmungsvolles Bild vom englischen Landleben, möglichst natürlich in einem überdimensionierten Herrenhaus mit unzähligen Zimmern und Kammern und einer sehr dünn gesäten Nachbarschaft, der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und weist typische schauervolle und fantastische Merkmale der damals allseits beliebten Gothic Novel, die sich auch in den zeitgenössischen Werken von Charles Dickens, Wilkie Collins oder Edgar Allan Poes finden, auf.
Gleichzeitig wird das Idealbild einer selbstbewussten und vernunftbegabten Frau entworfen, die ihre Entscheidungen und Urteile nach ihrem eigenen moralischen Kompass fällen kann und dadurch auch in der Lage ist als eigenständiges Individuum verantwortlich zu handeln und die eigene Zukunft selbst zu bestimmen und nicht das bloße unmündige Anhängsel eines Mannes oder eines Verwandeten zu sein.

Die kostenlose Kindle-Edition ist bis auf einige Fehler bei denen einzelne Buchstaben falsch sind oder ganz fehlen eigentlich ganz gut geraten.
Extras wie ein Nachwort, Glossar usw. fehlen gänzlich.
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am 14. Oktober 2013
Was soll man zu so einem bekannten, schon oft rezensierten Buch noch schreiben?
Ich persönlich frage mich nach dem lesen, warum ich nicht schon eher auf dieses tolle Buch zurück gegriffen habe?
Die ganze Geschichte ist so fesselnd und packend geschrieben, man kommt kaum dazu, dass Buch aus der Hand zu legen.
Es gab zwar ab und an Stellen in der Geschichte, wo es ein wenig langatmig wurde, aber diese Stellen waren selten und kurz.
Auffallend schön fand ich besonders, mit welcher bildhaften Sprache die Autorin hier arbeitet.
Es ist mir bis jetzt noch kein Buch untergekommen, in welchem so bildgewaltig und farbenfroh die Landschaft und besonders die Liebe beschrieben wurde.
So romantisch, zärtlich und leise, aber trotzdem gewaltig und kraftvoll.

Heutzutage ist Liebe meist Rot. Bei "Jane Eyre" ist sie bunt wie der Regenbogen.
Von den Anfängen des sich Näherns, des Erkennens der Verliebtheit ohne dass die Protagonisten anfangs wissen, wie ihnen geschieht.
Da sagt man nicht einfach nur: Ich liebe dich! Das geschieht hier in einer Zartheit, die unserer Zeit leider schon lange abhanden gekommen ist.

Für mich hat dieser Roman noch lange nichts von seiner Aktualität verloren und verdient meine absolute Leseempfehlung!
Die schönste Liebesgeschichte, die ich je gelesen habe!
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am 7. September 2013
Das Waisenkind Jane Eyre lebt im 19. Jahrhundert im englischen Hause Gateshead bei ihrer strengen, sie oftmals ohne schwerwiegenden Grund bestrafenden Tante Mrs. Reed. Jane wird ebenfalls von ihrem Vetter John geschlagen und beschimpft. Mrs. Reed entschließt sich Jane in das Waisenhaus Lowood von Mr. Brocklehurst abzugeben, der Jane zukünftig als Lügnerin ansieht. Jane wächst zu einer sittsamen jungen Frau und Lehrerin heran und wird schließlich Erzieherin in Thornfield Hall. Dort befindet sich der Hausherr Mr. Rochester, den sie sehr bald lieben lernt. Doch Mr. Rochester hält ein menschliches Geheimnis in seinem Herrenhaus versteckt und nach Monaten der Enttäuschung kehrt Jane doch zu Mr. Rochester zurück, der von einem Brand nahezu erblindet ist...

Der Roman Jane Eyre schwankt zwischen Trivialroman und wichtiger englischer Literatur, denn die Handlung alleine besticht nicht in diesem Roman, sie gleicht eher einem Wunschtraum von Charlotte Bronte, denn die Autorin selbst hat viele Stationen verlebt, die sie ihrer Figur Jane mitgibt: Nahezu Waisenkind, der Tod der Schwester(n) (bei Jane eine Freundin aus Lowood), Erzieherin werden und von einem letzten Verwandten träumen, an dessen Tür man klopfen kann und bei dem man erfährt, man sei reich. Der Charakter der Jane Eyre ist jedoch viel stärker als die Handlung des Romans, sie ist eine Mischung aus rachsüchtiger, schüchterner und doch selbstbewusster, avantgardistischer und die Moral durchbrechende Figur, die mit viel Offenheit und Bewusstsein des eigenen Tuns beim Leser punktet und nicht etwa hölzern wirkt. Charlotte Brontes Roman ist stilistisch gesehen viel einfacher zu lesen als die Romane Jane Austens, jedoch fehlen dafür hier etwas die Ironie, der Witz, die unerträglichen Situationen, die man nur mit Ende des Romans als gelöst sieht, jedes Kapitel ist hier ein Buch für sich, das sich in sich abschließt. Jane Eyre kann man also lesen, interessiert man sich aber eher fürs Filme schauen als fürs Lesen, sollte man zu dieser BBC-Verfilmung greifen, die meiner Meinung nach die Beste bisher ist mit wirklich miteinander harmonisierenden Hauptdarstellern und einer Buchverfilmung würdigen Version ohne große Abweichungen: Charlotte Brontes Jane Eyre (2006) (2 Disc Set).

~Bücher-Liebhaberin~
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am 17. Mai 2017
Jane Eyre ist ein klassiker von Charlotte Bronte. Es ist eine wunderschöne Story und Sie hält den Leser durchgehend in ihrem Bann! Ich kann dieses Buch nur weiter empfehlen. Zusätzlich empfiehlt es sich natürlich auch die Bücher der anderen beiden Bronte-Schwestern zu lesen (Emily; Wuthering Heights und Anne; The Tenant of Wildfell Hall).
Dieses Buch ist eine sehr günstige Version, allerdings ist auch viel auf eine Seite "gequetscht". Es bietet sich also für weitsichtige Personen weniger an, denn die Schrift ist sehr klein. Nichtsdestotrotz 5 Sterne für dieses grandiose Werk und die günstige Bereitstellung.
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am 5. Juli 2016
Eine Vorbemerkung: die angebotene Hörprobe wird nicht von Susan Ericksen gelesen sondern von Emma Messenger.

Ich liebe das Buch und auch die Filme (ich empfehle die langen Fassungen der BBC im englischen Original !).
Leider sind die Filme immer gekürzt und können auch nur unvollkommen all die wunderbaren Beschreibungen und Gedanken der Erzählerin wiedergeben.
Deshalb ist diese ungekürzte Audio-Fassung von Jane Eyre mein absoluter Favorit. Susan Ericksen gibt allen Personen ihren ganz eigenen Charakter und liest mit sehr viel Einfühlungsvermögen. Man spürt alle Emotionen, all das Glück, die Verzweiflung, Hoffnung und Hoffnungslosigkeit und auch die Wandlungen, die die Personen im Laufe der Erzählung durchmachen. Ich bin immer wieder bewegt, wenn ich diese Fassung höre. Unbedingt anhören!
Wenn es ginge, würde ich dieser Fassung mehr als 5 Punkte geben.
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am 27. März 2015
Jane Eyre – ein zeitloser Klassiker der Literatur und eine der tragischsten "Liebesgeschichten" die ich je gelesen habe. Jane Eyre ist Vollwaise und muss ihre jungen Jahren unter dem Dach ihrer Tante verbringen. Sie ist in ihrer eigenen Familie eine Außenseiterin und wird von ihrem Cousin verbal und körperlich misshandelt, doch ihre Tante, die sie beschützen sollte, glaubt ihr nicht, da ihr Sohn, ihr Liebling ist. Stattdessen wird Jane in ein Mädchen Internat gesteckt und das war wahrscheinlich auch das beste. Doch der Schulalltag ist hart und doch schafft sie es und reift zu einer gebildeten, eigenständige Frau heran. Nachdem sie zwei Jahre als Lehrerin in ihrer Schule gearbeitet hat, sehnt sie sich nach einer Stelle außerhalb des Internats. Ihr Wunsch wird erhört und sie bricht mit Vorfreude in ein neues Kapitel ihres Lebens auf. Natürlich fängt an diesem Punkt der Plot erst richtig an, aber alles weitere wäre mehr oder weniger spoiler und ich will keinem dem Spaß am lesen nehmen. Das einzige was ich sagen kann, ist, das Charlotte Bronte hat einen sehr schönen Schreibstil und ich fand es auch nicht zu langatmig.
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