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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
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TOP 500 REZENSENTam 16. Juli 2014
Wenn ich dazu ansetze Kurt Vonneguts Buch "Breakfast of Champions" als eine Kreuzung zwischen Douglas Adams, Richard Brautigan und Michael Moore (mit einem Schuss Mounty Python) zu bezeichnen, laufe ich natürlich Gefahr, mit einem dieser Namen potenzielle Leser zu vergrämen oder überdosierte Erwartungen zu wecken, die das Buch dann doch nicht im Sinne seiner Vergleichsobjekte erfüllen kann. Dennoch scheint es mir die angemessenste Art zu sein, dieses Buch gleichzeitig zu empfehlen und meine Wertschätzung dafür auszudrücken.

In seinen besten Momenten hat es die brillant Eigenheit und den Zug zum Sinnbildhaften wie eine von den Geschichten aus Per Anhalter durch die Galaxis, es hat in seiner Form und seiner Manier eine große, unterhaltsame Eigenheit, die daherkommt als wäre sie Nachlässigkeit, den Leser aber die ganze Zeit wunderbar in seinen Bann zieht, und einen wohl ausgerichteten Zynismus, der fast immer in Schwarze trifft.

Worum es in diesem Buch geht? Nun, Friedrich Dürrenmatt schrieb einmal, das Rationale am Menschen seien seine Einsichten, das Irrationale, dass er nicht danach handelt. In Vonneguts Kultbuch tut man sich allerdings schon schwer, rationale Einsicht zu finden. Oberflächlich gesehen und aufs Gröbste zusammengefasst ist das Buch eine böse Satire auf den Konsumwahn des Menschen und seine völlige Gleichgültigkeit gegenüber den Zerstörungen und Auswirkungen, die seine Taten mit sich bringen.

Etwas konkreter formuliert, ist es ein aberwitziger, geradezu elegant zwischen Kritik und Parodie balancierender Romanspaß, mit einer schmalen Handlung, vielen gelungenen Abschweifungen und einem großen Lesevergnügen - wollen Sie also dem Irrsinn der Normalität begegnen oder der Normalität des Irrsinns, so lesen sie dieses Buch! Es ist eine satirische Posse voller Anarchie und Weisheit, ein Meilenstein des unterhaltsamen und zugleich ernsten Scherzes - eine wunderbare schräges Plädoyer gegen den Irrsinn.
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am 21. Juli 1999
What makes Vonnegut a true and marvelous master of the human condition and life and everything is his acceptance of the unexplainable. Rather than trying to give reasons and solutions, he simply lays it all out in a vastly entertaining style, and challenges his readers to make something of the mess. Here, with a unspectacular cast of characters whirling around in a lot of nothing, it's really rather amazing how deeply touching and brilliant the story is. Although this has a lot to do with Vonnegut's uncanny ability to poke your mind with subtle points in an obvious fashion, it also has to do with the fact that not everything is glamorous and suspenseful and neat. In fact, very little is. The meeting of Vonnegut and Trout at the end is absolutely classic, I could not stop grinning through the entire encounter, and the book itself is genius. Dare to be cynical with the master.
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...so we must be careful about what we pretend to be" (v). Dieser leitmotivische Satz steht gleich am Beginn vom Kurt Vonneguts Roman "Mother Night" und am Beginn der unglaublichen Lebensgeschichte von Howard W. Campbell, Jr., der zum Zeitpunkt der Aufzeichnung seiner Geschichte 1961 in einem Jerusalemer Gefängnis sitzt und auf seinen Prozess wartet. Er ist angeklagt, da er in Nazideutschland einer der bekanntesten Radiopropagandisten war, berühmt-berüchtigt für seine hasserfüllten Tiraden gegenüber den Juden. Doch nur wenig später folgt der Clou: Campbell behauptet, in Wahrheit die ganze Zeit als Agent für die CIA tätig gewesen zu sein, der im Verlauf seiner Ansprachen verschlüsselte Botschaften an seine Auftraggeber übermittelt habe (vgl. S. 29).

Campbell, der Ich-Erzähler des Romans, sagt, dass er weder Verständnis noch Mitleid für sein Handeln erwarte. Zugleich zeigt er sich aber erstaunt darüber, wie einfach es ihm gefallen sei, die Massen mit seinen Hasspredigten in Verzückung zu versetzen: "I had hoped, as a broadcaster, to be merely ludicrous, but this is a hard world to be ludicrous in, with so many human beings so reluctant to laugh, so incapable of thought, so eager to believe and snarl and hate. So many people wanted to believe me!" (160). Es sind gerade solch allgemein gültigen Beobachtungen wie diese, die einen an den beschränkten Horizont von Fundamentalisten jedweder Coleur denken lassen.

Ist Campbell ein Lügner, der sich doch nur reinwaschen will von den Sünden seiner Vergangenheit oder doch das Opfer einer Agentenintrige, der sich für sein Land opfert? Wie auch immer der Leser diese Frage für sich beantworten mag, bleibt ihm oder ihr überlassen. Was aber auf jeden Fall beeindruckt ist Vonneguts Fähigkeit mit seinem brutal-trockenen Humor den Horror des Krieges und die Abgründe der menschlichen Psyche darzustellen. Alle, die von Slaughterhouse-Five begeistert waren, werden auch an "Mother Night" ihre Freude haben.
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am 2. April 2006
Kilgore Trout, Vonnegut - Lesern wohl bekannt als Verfasser von unzähligen Science Fiction Geschichten, aber trotzdem als Autor den meisten Menschen unbekannt, bekommt von Eliot Rosewater, seinem größten Fan die Einladung zu einem Kulturfestival. Nach langem Zögern entschließt er sich dorthin zu fahren und an dem Festival teilzunehmen, das für ihn einschneidend in seinem Leben sein wird.
Und dann Dwayne Hoover, ein Gebrauchtwagenhändler in Midland City, dessen Leben plötzlich völlig aus der Bahn gerät, der den Sinn des Daseins mit Gewalt finden will und sich in der ihm bekannten Welt nicht mehr zurecht findet.
Und dann noch unzählige andere Nebencharaktere, Wayne Hoover, ein schwarzer Ex-Häftling, der aufgrund seiner Namensähnlichkeit mit Dwayne Hoover einen Job in seinen Geschäften haben will. Oder Rabo Karabekian, der moderne Kunst malt und es versteht, sie zu horrenden Preisen zu verkaufen und den Käufern auch noch weis zu machen, dass sie das Geschäft ihres Leben abgeschlossen haben. Und viele mehr. Unterlegt wird das alles mit akribischen Detailinformationen über Lebensläufe der Personen, Aktivitäten und Talente die sie besitzen, Gebrauch und Aussehen von Kraftfahrzeugen, Abmessungen von menschlichen Körperteilen.
Aber wie soll man Vonnegut rezensieren, der sich an keine Regeln, Vorgaben, Gewohnheiten von Literatur hält? Schließt man aus der Kernaussage des Buches, dann verrät man dem künftigen Leser alles und der Spaß ist dahin. Geht man auf den Inhalt der Geschichte ein, wird man nie jemanden überzeugen können das Buch auch zu lesen. So muss man hoffen, dass immer mehr Leser auf den Geschmack von Vonneguts Büchern kommen, in denen er selbst schaltet und waltet wie er will und dem Leser auf heitere Art vorzeigt, wie nutzlos literarische Kanone sind oder Bestsellerlisten. Vonnegut macht aus der Literatur das, was sie auch sein sollte: der Witz der Sprache, der Spaß am Formulieren mit derselben und den Ideen, die man hat. Deswegen höchste Empfehlungsstufe!
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am 30. Juni 2010
"Breakfast of Champions" wurde 1999 mit Bruce Willis und Nick Nolte verfilmt.Der Film war nicht wirklich erfolgreich, und ich habe ihn bisher (bis auf Ausschnitte) auch nicht gesehen, was aber wahrscheinlich für den Genuss von Vonneguts Erzählkunst von Vorteil ist. Denn der Film konzentriert sich grossteils auf die Handlung des Buches, wobei diese wohl am wenigsten zum Erleben dieses grossartigen, grotesken Meisterwerkes beiträgt.Beim Lesen habe ich mich manchmal gefragt, wie man die ganze Gesellschaftskritik und witzigen Zeichnungen in den Kontext eines Hollywood Movies packen will- es geht scheinbar nicht. Wäre so ähnlich, wie wenn man aus einem Kabarettprogramm einen Film machen will, das hat bisher auch nur bei "Indien" richtig gut funktioniert.
Darum unbedingt das Buch lesen,wer vorher den Film sieht verdirbt sich wahrscheinlich die Freude am für mich besten Buch des 20. Jahrhunderts.
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am 1. August 1999
Kurt Vonnegut, hierzulande leider immer noch viel zu wenig bekannt, genießt in den USA schon lange hohe Anerkennung. „Frühstück für Helden" ist eines seiner bekanntesten Bücher. Es handelt sich um eine an einer Rahmenhandlung aufgehängte aggressive Kritik (voll schwarzen Humors!) an der amerikanischen Konsumgesellschaft, nein, an der amerikanischen Gesellschaft insgesamt, nein, an der gesamten Menschheit! Vonnegut hält uns der Spiegel vor, so daß wir über unsere eigenen lächerlichen Existenzen lachen müssen.
Der Held des Buches ist Vonnegut's altbekannter Held Kilgore Trout, ein alternder, drittklassiger Science-Fiction-Schriftsteller, der sich kuriose Geschichten über Außerirdische ausdenkt, die so oder mit geringen Abwandlungen durchaus auf unserer verrückten Erde spielen könnten. Leider blieb Kilgore der kommerzielle Erfolg bisher vorenthalten, denn seine Werke wurden nur in zwielichtigen Porno-Heften veröffentlicht. In „Frühstück für Helden" wird Kilgore zu einem Künstler-Treffen eingeladen, und auf dem Weg dorthin erlebt er allerlei skurrile Sachen. Sein Gegenpart, Dwayne Hoover, ein Autohändler, wird langsam verrückt. Die Geschichte kulminiert in der Begegnung der beiden, in deren Folge schließlich die Katastrophe hereinbricht ...
Vonnegut's Stil ist unnachahnlich: Er nimmt eine äußerst dünne Handlung zum Anlaß, sich über alle möglichen und unmöglichen Facetten der US-Gesellschaft aufzuregen, und sie mit seinem Zynismus und schwarzen Humor lächerlich zu machen. Seine Themen sind Rassismus, Krieg, Gewalt und all die anderen Dinge, über die auch wir uns schon immer aufgeregt haben. Ein sehr unterhaltsames Buch mit wirklich witzigen Zeichnungen des Autors. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 1. Mai 2000
indeed this is the best anything ever (hence best book ever, man). i choose my close friends with this book. i give it to chums and if they like it, they are in, and if they don't, they are decidedly robots full of bad chemicals.
vonnegut tells you to listen: we are all robots. face it. you are a robot! you may say (and i can hear you now) that vonnegut is cynical for suggesting such a thing. but he is just being honest about our preposterous existence, and if you think that facing up to the truth is cynical, then it is you who is looking at reality in a bad light.
vonnegut is probably laughing and laughing about something silly right now. he is a beautiful robot. i wish he was my friend. i don't know if i've mentionned it already, but this is the best anything ever (even better than the anteater's snout). i kid ye not. word.
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am 3. Juli 2000
Wirklich gut an diesem Roman ist nicht eigentlich die Figur Kilgore Trouts, sondern die Hoovers: Ein sich ständig in miesen Werbespots im Lokalfernsehen prostituierender "self made man"; wird von seinen Mitmenschen auf dieses selbst kultivierte Strahlemann-Image reduziert. Nicht Hoover selbst ist aber das Ziel der Kritik und des Spotts, da er sich über den Aberwitz dieser amerikanischen Kleinstadtverhältnisse bewusst ist. Vielmehr sind es seine Angestellten, die Menschen, die ihn (einen fünftklassigen Autohändler) bewundern als "einen aus ihrer Mitte, der es wirklich geschafft hat", die ihn ihm immer nur den Gewinner aus der (ultraschlechten) Werbung sehen.
Ich finde nicht, dass Vonnegut hier die "ganze Welt" kritisiert, sondern vielmehr eine spezifische Form des "amerikanischen Wahnsinns". Dies ist wohl auch der Grund, warum seine Bücher beim US-Bildungsbürgertum so beliebt sind, in Deutschland aber eher unbekannt. Trotzdem ist Breakfast of Champions auch für Europäer lesenswert, besonders aber für solche mit antiamerikanischer Grundhaltung. Meine Empfehlung: Als "Vonnegut-Eignungstest" erstmal Oliver Stones "U-Turn" ansehen.
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am 8. Mai 1999
I read this right after Slaughterhouse Five. What amazed me was how I was putty in Vonnegut's hands. I hated Campbell in Slaughterhouse Five, really didn't want to read a book about him, but loved Vonnegut so tried it. He made me totally sypmpathic to Campbell, which I thought impossible. The man is a grand master!
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am 4. April 2000
Dig it. I do anyways. Maybe you won't. It's entirely up to taste and whatnot. Vonnegut's story is lovely, and so is Vonnegut's storytelling. Vonnegut tells his tale in a condescending manner. He talks to the world as if we're all a bunch of kids, having to show us little pictures of everything. This storytelling is often hilarious, though it can get annoying to some people. The book is about our rotten, lowly existence. Vonnegut condescends because people are (apparently in Vonnegut's eyes) generally idiots, and Vonnegut is god of this story. He even steps into the story (love it of hate it) and chills out in his own creation. All powerful and completely omniscient, he tells you about everyone and everything in the city. Making for wonderful characterization. By the end, Midway City seems to breathe. Some will love this. Others will be completely annoyed by Vonnegut laughing in their face and his madcap style.
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