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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
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am 25. Juni 2011
An dem Buch habe ich zwei Dinge zu bemängeln: zum einen geht es überwiegend um Farbadjektive. Das ist an sich zwar nicht unbedingt schlecht, allerdings verspricht der Titel eine ausgewogenere Abhandlung. Natürlich werden auch noch ein paar andere Themen angeschnitten, wie z.B. grammatisches Genus in den verschiedenen Sprachen, allerdings sind die meisten dieser Kapitel, in denen es nicht um Farben geht, recht kurz.

Das andere, was ich eigentlich als den weitaus größeren Mangel ansehe, ist, dass Guy Deutscher an ein paar Stellen Dinge behauptet, die z. T. umstritten und abwegig sind. Zudem wertet Deutscher an ein paar Stellen auch. Dies ist mir besonders im Kapitel zu den grammatischen Genera aufgefallen, wo er die englische Sprache als "careless" bezeichnet, da es keine grammatischen Genera mehr hat. Dies ist eigentlich unprofessionell und erinnert an Sprachwissenschaft im 19. Jh., die er, ironischerweise, ja selbst ausführlich abhandelt in seinem Buch.

Da ich nicht wie Deutscher einfach was behaupten möchte, ohne Beispiele anzuführen, gehe ich hier konkret auf einen Punkt ein, wo sich Deutscher irrt: In einem Kapitel, in dem es um die Komplexität von Sprachen geht, behauptet Deutscher, dass Deutsch sowohl morphologisch als auch syntaktisch komplexer als das Englische sei. Während er für die höhere morphologische Komplexität wenigstens noch Beispiele anführt, unterfüttert er seine Behauptung im Bezug auf die Syntax nicht. Kein Wunder! Denn eigentlich ist Englisch syntaktisch komplexer, eben weil es ja weniger Morphologie hat. Der geneigte Leser möchte sich bitte mal die folgenden zwei Sätze ansehen:

"John's refusing the offer." (John weist das Angebot zurück.)
"John's refusing of the offer" (Johns Zurückweisung des Angebots)

Im ersten Satz ist "John's" die Abkürzung für "John is" und "refusing" eine Verbform, die zusammen mit dem Hilfsverb "is" ein present progressive konstituiert. Im zweiten Satz hingegen ist "refusing" ein Substantiv und "John's" ist ein Genetivattribut, das zu diesem Substantiv gehört. Der zweite Satz enthält also gar kein Verb, ist so gesehen also auch kein richtiger Satz, sondern eine Nominalkonstruktion. Doch woher wissen wir das? In den deutschen Entsprechungen weist die Morphologie selbst auf die Unterschiede hin. Man sieht im Deutschen direkt an den Wörtern selbst, dass im ersten Satz ein Verb steht, im zweiten "Satz" keins, sondern ein Substantiv (mit Endung "-ung"). Im Englischen aber wird der Unterschied nur durch das "of" deutlich. Wenn das "of" da steht, dann kann der "Satz" sinnvoll nur als Nominalkonstruktion interpretiert werden. Welcher Wortart "refusing" angehört, wird also nicht am Wort selbst, sondern durch die Syntax gekennzeichnet. Und das ist es, was "syntaktische Komplexität" eigentlich meint. Englisch hat tatsächlich insgesamt gesehen eine komplexere Syntax als das Deutsche (was nicht heißen soll, dass die deutsche Sprache für sich genommen nicht auch eine komplexe Syntax hätte).

Man sieht, dass also ein paar Dinge, die Deutscher schreibt, mit Vorsicht zu genießen sind. Alles in allem enthält das Buch aber natürlich viele interessante Infos, auch zur Wissenschaftsgeschichte. Man kann in jedem Falle einiges lernen, weswegen ich das Buch trotz der einseitigen Fixierung auf Farbadjektive und trotz der sachlich- fachlichen Mängel empfehlen kann.
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am 20. April 2011
This book is not just a collection of anecdotes and descriptions of various experiments in the field of linguistics, it is a journey through the history of a certain area of linguistics starting in the early 19th century up to today.

Guy Deutscher explains how we came to believe what we believe about the influence of language on thinking, and how some of those beliefs are plain wrong. He examines three areas in particular, on which language has had a demonstrable effect:
- perception of color
- perception of spatial directions / spatial memory
- association male/female qualities with objects by speakers of gendered languages

The insights offered here are indeed fascinating, as well as very well explained. Moreover, Mr. Deutscher is also an excellent stylist - which brings us to the major weakness this book displays:

He takes far too long to get to the point. Whilst the history behind the discoveries is never less than brilliantly detailed, the author takes his sweet time to get to the point. The first half of the book, in particular, is pretty much devoid of any statements about language. Instead, by the end of it, you will be an expert on the various ideas about color in the last two centuries.

Cut to about half its length, "Through the Language Glass" would be twice as good.
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am 3. April 2011
This isn't the usual sort of book that I review - Language & Linguistics is a bit more upmarket than the usual romance or vampire novels that I tend to read. However, I was browsing in a bookshop in Berlin and among the 'Englische Bücher' I saw this book featured. It had an endorsement on the front by Stephen Fry so I thought I'd give it a go.

I'm really glad I did as reading this book opened up a whole new way of looking at things. Guy Deutscher looks in detail at how the language we speak may colour our view of the world - focusing on colour and how we name/see it (from the Greek Iliad and the wine-dark sea to how Russians react to different shades of blue) and how position of objects can be described in different ways depending on how your culture marks out place. There was so much packed into this book that I found myself hooked, reading it until late in the night and going back to read some sections again.

The language examples are from a vast array of languages - modern European ones with which we may be familiar to some of the much less well-known tongues from the antipodes and further. Although the author is an academic this book was fun, engaging, warm and in no way dry and dusty.

I also think it worth mentioning that the quality of the writing was absolutely excellent. Deutscher's English is lovely, with a great turn of phrase. All the more amazing when you discover that his mother tongue is Hebrew and so English is a second language to him. I was really impressed by the way that he could express himself in English whilst explaining how something may seem to him as someone who sees the world through a Hebrew mind.

I heartily recommend this book to anyone with the faintest of interest in language, linguistics, colours and more.
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am 13. Februar 2011
Guy Deutscher hat das perfekte Sachbuch geschrieben. Plastisch, fesselnd und bisweilen zum Krähen komisch beschreibt er die gewundenen Pfade und Sackgassen, in denen - seit im 19. Jahrhundert die Farbschwäche der alten Griechen entdeckt wurde - Forscher dem Zusammenhang zwischen Sprache und Welterfahrung nachgespürt haben. Was bestimmt, wie bunt unsere Welt ist? Nature or nurture: die Anatomie des Auges oder die Farbwörter, die uns unsere Kultur zur Verfügung stellt?

Im Detail sind es drei Zusammenhänge, die Deutscher modellhaft beleuchtet: Farbensehen und Farbwörter, Orientierung und Ortsangaben, natürliches Geschlecht und grammatisches Geschlecht (im Deutschen beispielsweise, das er gerne zur Illustration heranzieht, bilden Herr Löffel und Frau Gabel mit dem neutralen Messer eine seltsame grammatische Familie). Am Ende erweist sich, dass Sprache tatsächlich die Art beeinflusst, wie wir die Welt sehen, wenn auch ganz anders, als es sich der Mann am Stammtisch, der sich über die angebliche Sexualscheu der Engländer amüsiert (bei denen DER, DIE, DAS durch THE ersetzt ist), vorgestellt hat.

Fast nebenbei ist dies auch noch eine brillante Abhandlung über Zeitgeist und Forschung geworden: während für den Kolonialisten "primitive" Eingeborene primitive Sprachen haben und deshalb unfähig sind, komplexe Sachverhalte zu erfassen, darf es im Zeitalter der politischen Korrektheit plötzlich überhaupt keine Unterschiede mehr geben: alle Sprachen der Welt, so wird behauptet, hätten "so ungefähr" denselben Grad an Komplexität. Wie Deutscher dieses Dogma moderner Sprachwissenschaft als sinnleeres Gerede entlarvt und zugleich demonstriert, dass auch folgerichtiges Denken mitnichten zurück in den Rassismus führt - das ist einer der Höhepunkte dieses durchweg faszinierenden Werkes. Lesen!
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am 7. August 2011
Die amerikanisch geprägte akademische Welt hat der deutschen eindeutig voraus, dass selbst akademische Texte unterhaltsam zu lesen sind. Und genau das trifft auf Deutschers Buch zu! Im englischen Original ist sein geschliffener Stil einfach herrlich, und seine Darstellungsweise reißt selbst bei drögen Themen mit.

In seinem Buch zeigt Deutscher zum einen, dass Sprachen Regeln haben können, die den Rahmen europäisch geprägter Sprachvorstellungen locker sprengen. Diese zum Teil nur sehr kurzen Exkurse (z.B. über die Anzahl der Laute namibianischer Sprachen oder die epistemologischen Varianten von Amazonassprachen) fand ich äußerst lehrreich. Zum anderen möchte Deutscher untersuchen, wie Sprache das Denken beeinflusst. Hierzu greift er sich einige Themen heraus:

Die erste Hälfte des Buches widmet sich der Entwicklung der Farben über die Zeiten und Kulturen hinweg. Die Erkenntnis, dass schwarz und weiß (und hell und dunkel) in alten Texten dominieren, solange sich Farbe noch nicht von ihrem Untergrund lösen konnte (d.h. als man noch nicht Stoffe färben konnte), ist schnell gewonnen; auch dass als erste Farbe rot und als letzte blau eine sprachliche Bezeichnung finden, ist schnelles Fazit. Doch Deutscher schildert die Geschichte der sprachwissenschaftlichen Entwicklung für diesen Aspekt m.E. beispielhaft für die Entwicklung in der Disziplin der Sprachgeschichte selbst; für mich war diese Historisierung sehr erhellend mit all ihren Fort- und Rückschritten seit 1850 - in vielen Punkten spiegelt sie damit die Geschichte der gesamten Sprachwissenschaft wider.

Dann diskutiert Deutscher egozentrische versus geographische Systeme der Orientierung; statt rechts/links verwenden manche australische Sprachen ausschließlich Nord/Süd/West/Ost. Danach folgt ein Exkurs zum natürlichen und grammatischen Geschlecht; hier blieb Deutscher für mich zu sehr auf oberflächliche Effekte aus, die ganz klar die englischen Muttersprachler als hauptsächliche Leser im Visier haben - das Englische kennt nur das natürliche Geschlecht, wohingegen zum Beispiel das Deutsche nur das grammatische Geschlecht kennt, was für englische Muttersprachler ein Graus beim Erlernen der deutschen Sprache ist. Hier blieb Deutscher hinter meinen Erwartungen zurück; bei dem bisschen Sprachgeschichte, das ich während des Studiums gelernt hatte, habe ich mehr über den Hintergrund des Geschlechts in Sprachen erfahren als in diesem Buch.

Insgesamt erschien mir, dass Deutscher in diesem Band mehrere akademische Arbeiten unterschiedlicher Tiefe zusammengespannt hat; ein sehr ausführlicher erster Teil hat eher die Tiefe einer Magisterarbeit oder Zusammenfassung einer Dissertation, wohingegen die anderen Teile eher von Tiefe und Volumen her an Aufsätze für Fachzeitschriften erinnern. Daher kann ich den Vorwurf mancher Rezensenten verstehen, dass das Buch zusammengeschustert wirkt. Auch bin ich mir nicht sicher, ob Deutscher wirklich gezeigt hat, ob Sprache das Denken beeinflusst - mir erschien es zumeist umgekehrt. Weil es dennoch unterhaltsam und lehrreich ist, 4 Sterne!
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am 25. April 2011
The title of the book promises too much!

The prologue keeps on referring to the connections between language and culture. But that's not what we get in the actual book. More than half of it is about how the language influences ones color perception. This could be an interesting topic, but it is certainly much less than we were promised.

The results actually presented in the book are interesting.
I did have a problem with the writing style though. The main point of the book is introduced in the second chapter. The later chapters are interesting, but the author expects the reader to have the same aha-response every time, which for me at least wasn't there.

So, three stars from me, minus one for the discrepancy between advertised and actual topic and minus one for the prolonged writing.
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am 29. Dezember 2011
This book is an absolute "must" for anybody interested in languages and how they develop. Deutscher manages to write what I'd call a thriller about this topic, so make sure you got time on your hands, the book is 'unputdownable' (a word Deutscher might have to say something about). By comparing different languages, their structure and the way they express reality, Deutscher gives a very balanced picture of why the world might actually look different (or not) in different languages. I especially appreciated the fact that he weighs the arguments for and against this thesis very objectively. Deutscher writes entertaining and funny prose, about a subject that is certainly not easy to explain and that might be dry, but that he manages to turn into a delightful detective story. This is just simply a perfect read. (Deutscher's other book also comes highly recommended.)
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am 7. Januar 2013
This is a very personal rating, because my expectations were only partially met. The author dwells intensely on historical views and errors, which makes it occasinally tiresome to follow him on all excusions. This said, it is an interesting book for a non-linguist who, being famiiiar with four languages, sometimes wondered, in which different ways certain ideas are expressed in these languages.
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am 4. Dezember 2012
Ich habe es bis heute noch nicht geschafft, das Buch zu Ende zu lesen. Ich muss zugeben, ich hatte mir Stories gewünscht, die die populäre Ansicht, dass Sprache unsere Weltsicht beinflusst, bestätigen. Das wurde leider bereits schon in der Einführung entkräftet als etwas, das nicht mehr Stand der Wissenschaft ist.

Stattdessen ging es dann die ersten 40% des Buches darum, wie sich die Begriffe für Farben erst mit der Zeit entwickelt haben, und zu diesem Zeitpunkt ist da noch immer kein Ende abzusehen.

Ich finde, man hätte das ganze in zwei Sätzen zusammenfassen können: Die Bezeichnungen für Farben haben sich erst nach und nach entwickelt, was nichts mit evolutionären Entwicklung unserer Sehfähigkeit zu tun hat noch damit, dass unsere Vorfahren alle zu blöd waren Farben zu unterscheiden - es hat sie wahrscheinlich einfach nur nicht interessiert, genausowenig wie ich in der Lage war nach dem x-ten Durchhecheln dieser Story noch zu folgen. Dieses Buch wird ungelesen bleiben.

Ärgerlich finde ich, dass der Titel etwas anderes verspricht als sich dann tatsächlich dahinter verbirgt.
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am 10. November 2011
I am not a linguist, but I really enjoyed this book. It gives some historical information about linguistics, some information on how our brain and eyes work and a lot of information about different languages. It is quite easy to read (not too technical) and very entertaining. I'm not qualified to say if his theories are right or wrong, but I had a very good time reading the book and learnt something about different languages and cultures.
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