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am 12. April 2007
Nach "Fever Pitch" von Nick Hornby machte ich mich an die Lektüre von John Kings "The Football Factory" und fand das totale Kontrastprogramm zu Hornbys Werk vor.

Schonungslos führt uns der Autor in das Denken, Fühlen und Handeln des Ich-Erzählers Tom ein. Tom ist Hooligan aus Überzeugung und nutzt seine Freizeit, um sich zu prügeln, um zu saufen und zu f...n (an dieser Stelle ist dieser umgangssprachliche Begriff durchaus angebracht). Die Gefühle anderer Menschen interessieren ihn wenig, Frauen sind einfach nur Sexobjekte. In dem Buch schildert er seine Erlebnisse bei den Heim- und Auswärtsspielen seines Lieblingsvereins Chelsea London. Dass viele Menschen für die Eskapaden englischer Hooligans nur Verachtung übrig haben, kann er nicht nachvollziehen.

Während Hornby zeigt, warum der englische Fußball so viele Menschen in seinen Bann zieht, stellt King seine hässliche Seite vor. Rüde Sprache, sinnlose Dialoge - oftmals ist das Buch einfach nur abstoßend, dennoch nicht weniger faszinierend. Es entsteht ein Einblick in das Leben eines Hooligans, welcher ehrlicher nicht sein könnte.

Aber King will nicht nur schockieren: Jedes zweite Kapitel ist anderen "einfachen" Menschen gewidmet. Wie Tom sind auch sie nicht reich, gehören nicht der High Society an. Dennoch gehen sie ihren Träumen gewaltfrei nach. Sie sind glücklich, ohne sich über andere Menschen zu erheben. Die sog. Unterschicht besteht nicht nur aus saufenden Gewalttätern. Neben dieser Botschaft machen diese Zwischenkapitel das Buch auch wesentlich lesenswerter, da sie dem Leser eine Erholungspause gewähren.

Ergänzend sei gesagt, dass die englische Fassung von "Fever Pitch" wesentlich leicher zu lesen ist als dieses Buch.
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am 1. November 2013
Irvine Welsh hat dieses Buch empfohlen - für mich unverständlich, da hätte er lieber Eigenwerbung machen sollen: Mir drängt sich als großer Welsh-Leser sofort der Vergleich auf, ob ich will oder nicht. Und Welsh gelingt alles besser: Charakterzeichnung, Atmosphäre, Dialoge.

Ist das alles nur in Relation schlecher? Nein, ich konnte das Buch nicht genießen: Die Hooligan-Thematik ist so interessant wie brisant, dennoch gelingt es King nicht, Protagonist Tommy begründen zu lassen, warum er dieses Leben führt. Er reflektiert permanent und wischt doch Einwände mit Plattitüden weg, was die Streams of consciousness überflüssig und repetitiv wirken lassen, so wichtig sie auch - denn das macht das Buch ja aus. Meinetwegen sollen die Charaktere durch und durch bigott und unlogisch handelnd angelegt sein. Aber spätestens, wenn dann genau die verhassten Charaktere auftauchen, die die Hooligans um Tommy so hassen, merkt man, dass die Figuren nicht authentisch sind, sondern funktionell (zumal siefür die Handlung keine Rolle spielen, sondern also wirklich nur die Weltanschauungen weiter festigen sollen, wie es scheint). Stichwortgebend, aufeinander abgestimmt. Genau so komplementär sind die Dialoge: Sie mögen Gedankengänge bei Tommy starten, aber sie sind keine Diskussionen per se. Debatten ficht Tommy nur mir sich selbst aus.

Wie gesagt, das Buch ist interessant. Vielleicht sogar notwendig. Handwerklich wirken essentielle Dinge auf mich aber unausgegoren, und das tut dem LEsegenuss seinen Abbruch.
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am 6. Mai 2001
Wem Kevin Sampsons "Awaydays" und "Feverpitch" von Nick Hornby gefallen hat sollte hier zugreifen. Ein Buch über einen Chelsea Fan dessen Leben aus Gewalt, Arbeitslosigkeit, Alkohol und Fussball besteht. Liest sich sehr spannend und kurzweilig.
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am 14. September 2005
ist besser als das Buch, egal, haben muß mans trotzdem. In Punkto Hools, durchgeknallte Typen usw., sind zwei andere Bücher Pflicht: "Trainspotting" von Irvine Welsh und "No llores, mi querida - Weine nicht, mein Schatz" von André Pilz. Naja eigentlich überhaupt alle von Welsh. "Geil auf Gewalt" von Buford muß man natürlich auch erwähnen. Alles Hämmer, John King kann da leider nicht ganz mithalten.
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