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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
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4,3 von 5 Sternen
Divergent Series Complete Box Set
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:38,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 22. Mai 2015
Immer noch aus Tris‘ Sicht bekommen wir die Ereignisse dargestellt, was natürlich auch bedeutet, dass wir viele Informationen erst bekommen können, wenn sie auch Tris zugänglich werden. Dabei stellt sich nach und nach heraus, dass es zum Einen wesentlich Divergenten gibt, als zunächst ange-nommen und das zum Anderen viel mehr Leute ihre Faktionen gewechselt haben, als dies dien meisten Bewohnern dieses Systems bisher klar gewesen ist – und dabei sind die Faktionslosen noch nicht einmal eingerechnet. Und obwohl ja eigentlich das Prinzip „Faktion vor Blut“ gelten soll, sind die Loyalitäten der meisten Menschen in diesem System nicht wirklich eindeutig festzustellen – oder ihnen auch nicht unbedingt klar. Was die Bündnisse alle ein wenig instabil macht. Sicher ist eigentlich nur, dass die Anführerin der Ken alle Faktionen so gut wie möglich kontrollieren möchte – und dafür ist ihr wirklich jedes Mittel recht. Sogar das Verheimlichen der Hintergründe dieser sehr stark strukturierten Gesellschaft und ihrer verschiedenen Test-und Reglungssystem.

Wie so häufig bei zweiten Teilen einer Trilogie gibt es auch in diesem Band wesentlich mehr persönliche Hintergründe zu den beteiligten Charakteren und die Handlung spitzt sich weiter zu. Man kann nicht sagen, dass es wirklich weniger „Action“ gibt als im ersten Band, nur liegt hier das erzählerische Schwergewicht mehr auf Zusammenhängen und Motivationen. Auf jeden Fall hat mich dieser zweite Band nicht enttäuscht und ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht.
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am 1. Mai 2015
Die inhaltliche Darstellung stelle ich vor dem Hintergrund der vielen bereits existierenden Rezensionen zu diesem Titel mal zurück und komme sofort zru Beurteilung:

Zunächst erscheint die Gesellschaft, die hier beschrieben wird ein wenig zu simplizistisch und psycho- bzw. soziologisch unplausibel. Dieser Eindruck verschwindet aber zunehmend, wenn Tris und damit auch dem Lesenden die deutlich höhere Komplexität dieser Gesellschaft immer klarer wird – und auch die Risse darin, die zunächst nicht so offensichtlich sind.

Mit Beatrice haben wir hier wieder eine junge, intelligente – aber etwas unterinformierte – junge Frau, die im Laufe der Geschichte ihre Welt und deren Fehler erst einmal richtig kennen lernen muss. Aber anderes als in den „Tributen von Panem“ und einigen anderen Vertretern der in den letzten Jahren so verbreiteten Jugenddystopie-Trilogien ist die Reflektionsfigur nicht nur emotional wesentlich reifer, sondern auch sehr lernfähig, was sie deutlich effektiver und sympathischer macht als etwa die egozentrische und wirklich mental sehr unflexible Simplizistin der Hungerspiele. Beatrice ist eine erfreulich komplexe Person, die aus ihren Fehlern in allen Bereichen lernt und daran reift und sich auch von neuen amourösen Erfahrungen nur kurzfristig aus der Bahn werfen lässt und deswegen nicht fortlaufend sich selbst und ihre Umgebung in Gefahr bringt. Zumindest der erste Band dieser Jugenddystopietrilogie ist damit überaus erfreulich und zufriedenstellend und macht richtig Lust auf die Fortsetzung.
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am 22. September 2016
Diese Serie ist extrem spannend und zieht einen in ihren Bann - es fiel mir gelegentlich schwer, wieder aufzutauchen.

Natürlich freut man sich über ein Happy End, aber manchmal würde es verlogen wirken. Ich war aber trotzdem froh, dass ich dank der Rezensionen darauf vorbereitet war, dass es kein "happily ever after" geben würde.

Interessant war es für mich, die Geschichte teilweise auch aus Tobias' Sicht zu lesen (Band 3 bzw 4 (Four), der Ereignisse aus Band 1 betrifft), weil das der Geschichte nochmal einen anderen Dreh gibt. Gerade mit Blick auf den Schluss ein geschickter Trick.
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am 7. Juli 2016
grundsätzlich is ok, vor allem mal ein ende das nicht dem klassischen happy end entspricht sonderen eher dem "realistic happy end". aber ich finde es fehlt das grundverständniß für hmmm wie soll ich sagen, sagen wir genetik?! weil wenn man sich die handlung und den grundgedanken anschaut, dan passt das gar nicht zusammen. genteische vielfalt wird ja durch vermischung unterschiedlicher partner erreicht, und genau das ist wohl das ziel dieses "Experimetns", jedoch wird gerade die divergenz verachtet - ergibt nicht viel sinn was die authorin da erfunden hat....
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am 25. November 2013
"People, I have discovered, are layers and layers of secrets. You believe you know them, that you understand them, but their motives are always hidden from you, buried in their own hearts. You will never know them, but sometimes you decide to trust them." (Kindle Pos. 4781-4783, S. 510)

Inhalt:

Die Dauntless-Fraktion ist gespalten. Einige stehen noch unter dem Einfluß der Erudite, während die anderen auf der Flucht sind - so auch Tris und Four, die bei den Amity Unterschlupf finden. Diese wollen sich in den Konflikt jedoch nicht einmischen und so müssen Tris und Four schauen, wem sie noch Vertrauen können und selbst die beiden haben unterschiedliche Motive. Wird ihre Liebe das überstehen?

Die Buch-Abrechnung:

+/- Rasantes Tempo: Im zweiten Band eilt Veronica Roth von einem Schauplatz zum nächsten, springt von einem Handlungspunkt zum nächsten. Das ist trägt zwar zum einen dazu bei, dass das Tempo fast durchgehend hoch ist (unterbrochen von Tris Selbstzweifeln...), aber andererseits fühlte ich mich beim Lesen etwas gehetzt.

+/- Das Ende: Einerseits ist das Ende insofern gut, dass es einige Fragen aufwirft und man deshalb garantiert wissen will wie es weitergeht. Dennoch muß ich sagen, dass mir die Richtung in die sich das Buch am Ende entwickelt hat, nicht so ganz gefallen hat. Aber mal schauen was die Autorin daraus im Abschlußband macht.

+/- Die Liebesgeschichte: Es ist zwar schön, dass es auch hier wieder keine Dreiecksbeziehung gibt. Dennoch stagniert die Beziehung zwischen Tris und Four. Wenn der Rest passt, ist es durchaus mal in Ordnung, dass die Beziehungsgeschichte in den Hintergrund rückt. Aber das macht sie hier gar nicht. Irgendwie war die Beziehung zwischen Tris und Four mit diesem Band für mich teilweise uninteressant geworden, was vermutlich mit Tris unmöglichem Verhalten (dazu später mehr) zusammenhängt. Wer also auf liebevolle, schöne Momente zwischen den beiden hofft, sollte seine Hoffnungen zurückschrauben...

- Der Einstieg ins Buch: Es geht zwar nahtlos mit dem zweiten Band weiter, jedoch lag es bei mir schon eine gute Weile zurück, dass ich den ersten Band gelesen habe (Oktober 2011) und die Autorin Veronica Roth macht es einem nicht leicht in die Welt zurückzukehren. Das System der Fraktionen war ja so weit noch durchschaubar. Aber es kamen so viele Charaktere - ohne Rückblenden oder Hinweise - vor, dass ich erstmal frustriert war. Wikipedia sei Dank, dass ich dann doch noch den Einstieg geschafft habe (dort gibt es eine komplette Zusammenfassung des ersten Band). Hier hätte sich die Autorin doch etwas mehr Mühe geben können.

- Tris: Ja, Tris war mir im ersten Band wirklich noch sympathisch! Das hat sich mit dem 2. Band komplett erledigt. Was für eine rücksichtslose Heulboje. In ihrer Verzweiflung tritt sie um sich, begeht eine doofe Tat nach der anderen, verhält sich unlogisch und absolut unsympathisch. Four konnte einem teilweise schon leid tun, auch wenn er sich selbst ebenfalls nicht immer fehlerfrei verhält (dennoch besser als Tris). Und ja, ich weiß, dass Tris schwere Schicksalsschläge im ersten Band wegzustecken hatte. Dennoch kann ich dieses Verhalten absolut nicht nachvollziehen.

- Unlogisch: Wie schon oben beschrieben verhält sich Tris desöfteren unlogisch. So gibt es einige Begebenheiten in dem zweiten Band, die mich einfach nur den Kopf schütteln ließen. Damit meine ich nicht nur Tris Handlungen - auch andere Umstände fand ich teilweise unlogisch. Aus spoilertechnischen Gründen kann ich darauf jedoch nicht näher eingehen.

FAZIT: Diese Buchreihe kann ich mir als Verfilmung deutlich besser vorstellen. Beim Lesen ging mir v.a. die Protagonistin gehörig auf den Keks. Ansich war das Buch schon einigermassen unterhaltsam - aber es gab einige Faktoren, die Insurgent ausgebremst haben. Lediglich das Ende ließ mich zum Folgeband greifen.

Ich vergebe nur selten 5 Sterne (4 Sterne ist bei mir eine gute Bewertung!), deshalb zur Info mein Bewertungssystem:
1 Stern: Finger weg!
2 Sterne: Konnte mich nicht überzeugen.
3 Sterne: Ordentliches Buch. Nicht schlecht, aber auch nicht richtig gut.
4 Sterne: Gutes Buch mit kleinen Schwächen – auf jedenfall lesenswert!
5 Sterne: Lieblingsbuch – muß man gelesen haben <3
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am 8. Oktober 2014
Die 16 jährige Beatrice Prior lebt in einem fiktiven, zukünftigen Chicago, in dem die Bevölkerung in 5 Fraktionen aufgeteilt ist. Diese Fraktionen sind aufgrund ihrer Eigenschaften sortiert und bekommen auch demnach ihre späteren Berufe zugeteilt. Kurz nach ihrem 16. Geburtstag unterziehen sich die Jugendlichen einem Test, der ihnen bei der Entscheidung helfen soll die richtige Fraktion zu wählen. Wenn man sich einmal entschieden hat kann man nicht mehr wechseln. Beatrice ist in der Fraktion Abnegation aufgewachsen. Diese zeichnet sich durch Selbstlosigkeit aus und den Willen, das Wohl Anderer über das eigene zu stellen. Nachdem sie ein ungewöhnliches Testergebnis erhält wechselt sie zu den Dauntless, den Furchtlosen. Hier lernt sie eine ganz neue Welt kennen.

Es fällt mir schwer den Inhalt des Buches zusammenzufassen, ohne zu viel zu verraten, oder zu weit auiszuschweifen. Die Welt, in der Divergent spielt ist wahnsinnig komplex und erschließt sich sogar erst in den Folgebänden vollständig. Ich mochte den Aufbau, den die Autorin hier getroffen hat und fand es interessant mit Beatrice ihre Welt ganz neu zu erkunden. Die Welt ist wirklich sehr aufwendig inszeniert und es wird viel Zeit in diesem ersten Band aufgewendet, um sie zu beschreiben.

Die Liebesgeschichte des Buches, die nur sehr langsam ensteht fand ich besonders gut, da alles nur sehr langsam in Fahrt kommt und keiner sofort von der ewigen und unsterblichen Liebe spricht, diese aber trotzdem intensiv wirkt. Ebenfalls mochte ich den männlichen Hauptcharakter sehr.

Natürlich kommen aufgrund des Alters der Charaktere auch immer wieder Teenagerprobleme durch, die zwischenzeitlich sogar wichtiger wirken, als die wirklichen Probleme der welt, aber ich denke das ist bei einer Gruppe Teenager völlig normal.

Die Nebencharaktere waren gut beschrieben, manche hätten jedoch etwas ausführlichere Rollen bekommen können.

Manchmal war mir Trennung in Gut und Böse durch die Autorin etwas zu viel. Es wurde doch recht klar getrennt, dabei sind die eigentlich grauen Bereichen häufig viel interessanter.

Das Buch hat mich an jede Seite gefesselt und intensiv in eine fiktive Welt eintauchen lassen. Die Autorin schafft es diese fremde und fiktive Welt so real zu erzählen, dass man sich mittendrin fühlt.

Empfehlung für alle Fans von Dystopien, die einer Welt etwas zeit zum entwickeln geben können. Am besten direkt Band 2 und 3 danach lesen.
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am 24. Mai 2014
Mit Divergent beliefert und Veronica Roth mit einer weiteren Dystopie - aber was für einer! Ein absolut faszinierendes Konzept, das süchtig nach mehr macht.
Das Grundschema ist dem aus The Hunger Games nicht ganz unähnlich: Irgendwann mal lief alles auf der Erde schief und es hat sich ein neuer Staat gebildet, der strenger reguliert und damit - vorgeblich - sicherer ist. Der Staat ist ebenfalls in verschiedene Sektoren eingeteilt, die hier Factions genannt werden. Jede Faktion hat ihre eigene Aufgabe und trägt somit zum Wohl des ganzen bei. Vor allem aber haben sie alle ihre eigene Philosophie, die bis zum Äußersten ausgelebt wird. Die Factions haben sich danach gebildet, was ihre Bewohner für die optimale Art halten, um ein friedliches und sicheres Leben zu führen. Dabei ist die Zugehörigkeit zu einer Faktion nicht angeboren: Mit sechzehn können sich die Jugendlichen entscheiden, in welcher Faktion sie von nun an leben möchten. Dafür wird ein Test gemacht, der Auskunft darüber gibt, mit wessen Idealen die Jugendlichen am besten identifizieren können.
Bei ihrem eigenen Test stößt Tris auf ein Problem. Denn ihr Test ist nicht aufschlussreich - statt das Ergebnis für eine Faktion zu bekommen, kann Tris zwischen drei verschiedenen wählen. Und das ist äußerst untypisch - und gefährlich. Divergent sind ungern gesehen, denn sie lassen sich in keine Schublade stecken und sind unberechbar.
Um der Eintönigkeit ihrer alten Faktion zu entgehen, entscheidet Tris sich schließlich für Dauntless: eine Faktion in der lebensgefährdendes Verhalten großgeschrieben wird. Die Dauntless werden im Kampf ausgebildet und darin geschult ihre eigenen Ängste zu überwinden. Um endgültig ein Teil der neuen Faktion zu werden, muss Tris zunächst aber die Initiierung überstehen - und die ist alles andere als ein Spaziergang. Tris, klein und zart gebaut, muss hart kämpfen, um gegen ihre Mitstreiter anzukommen. Und dabei darf sie nie vergessen, das Geheimnis ihrer Andersartigkeit zu wahren.

Das Konzept der Faction ist deshalb so faszinierend, weil es absolut nachvollziehbar ist. Die Menschen in Divergent wollen die Gefahr der Unberechenbarkeit ausmerzen und haben daher eine Welt erschaffen, in der alles nach einem Schubladensystem funktioniert. Die jeweiligen Anhänger der fünf Factions sind den Idealen ihrer Faktion treu und damit berechenbar.
Tris mit ihrer Andersartigkeit ist hier nicht nur ein Problem für die Gesellschaft - im größeren Sinne ist sie der Inbegriff des Teenagers, der noch nicht weiß, wohin er gehört, wohin er passt. Sie sucht einen Platz für sich selbst und merkt immer wieder dass sie nicht ganz ins Muster passt. Erst nach und nach lernt sie gerade das zu ihrem Vorteil zu nutzen.
Tris ist ein sehr starker Charakter. Sie ist zu Beginn recht unsicher. Vor allem da sie selbst sehr schmächtig und unscheinbar ist. Ihre Entscheidung für Dautnless beweist Mut und den Wunsch nach Veränderung und Selbstbestimmung. In Dauntless lernt sie sich und ihren Körper zu vertrauen und letztlich sich so zu akzeptieren, wie ist ist. Je mehr Druck auf sie ausgeübt wird, desto stärker zeigt sich ihre Entschlossenheit und ihre Kämpfernatur.

Geschrieben wird aus Tris Sicht in Ich-Perspektive. Die Handlung ist durchweg spannend und lässt nie Langeweile aufkommen. Die Balance zwischen Charakter- und Plotentwicklung ist perfekt und sorgt für grenzenloses Lesevergnügen.
Ich warte ungeduldig auf den dritten Teil.
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am 16. Mai 2012
Buchinhalt:

Nachdem die Erudite die Fraktion Dauntless unter Einfluss eines simultiven Serums setzte, somit aus ihnen Killer formierte und den Großteil der Abnegation auslöschte, ist Chicago unter Beschuss. Es war Tris' ursprüngliche Fraktion, bevor sie sich selbst für Dauntless entschied. Sie selbst blieb von den Folgen des Serums unberührt, denn sie ist resistent. Kaum jemand hat die Kraft und Kontrolle über sich selbst, dieser teufeligen Erfindung der Erudite zu entkommen. Kaum jemand, außer der Divergent. Divergents zeichnen sich dadurch aus, das Verhalten und den Charakter der anderen Fraktionen zu verstehen. Und daher sind sie, für die anderen gefährlich. Nun mehr denn je. Denn Tris musste den größten Verlust eines Kindes und einer guten Freundin erleiden. Untröstlich und in tiefer Trauer befindet sie sich mit Four - ihrem ehem. Ausbilder und Freund, ihrem Bruder - einem Erudite, Fours Vater Marcus und Erzfeind Peter auf ungewissem Terrain. Während die einen zu Verrätern werden, suchen die anderen Schutz bei ihnen bisher unbekannten Fraktionen. Pflichtallianzen werden geschlossen. Doch kann die Gruppe um Tris den skrupellosen und gefährlichen Erudite tatsächlich das Handwerk legen? Es herrscht Uneinigkeit, Misstrauen über den Gegenschlag. Zu viele Geheimnisse werden gehütet und gefährden auch die junge Liebe zwischen Tris und Four.

"...inside me is a beast that snarls, and growls, and strains toward freedom, toward Tobias, and, above all, toward life.
And as hard as I try, I cannot kill it. So I snob into my hands instead..."
~ Tris, P. 341 of Insurgent

Persönliche Meinung:

Nachdem ich den ersten Band Divergent" gelesen habe, schraubte ich meine Erwartungen an die Fortsetzung Insurgent" hoch. ZIEMLICH hoch. Denn die Autorin Veronica Roth hat die Messlatte durch ein simples, aber in sich ausgeklügeltes Konzept von Beginn an sehr hoch angelegt. Die Angst derartiger Erwartungen kann beim Autor so groß sein, dass er/sie am Druck scheitert. Es wäre nicht das erste Mal. Im Falle von Veronica Roth scheint es eher, als ob sie jegliche Erwartungen von außen UND an sich selbst einfach hat von sich abprallen lassen.

Ab Seite 1 des Folgebandes Insurgent" erkannte ich die Veronica Roth wieder, die "Divergent" schrieb. Ich fühlte mich unmittelbar ins dystopische Chicago zurückversetzt und im Geschehen integriert. Die Zeitspanne beträgt in der Handlung nämlich nur wenige Augenblicke. Bereits mit dem Ende des Trilogie-Auftaktes kristallisierte sich heraus, dass Protagonistin Beatrice Prior aka Tris durch ganz harte Zeiten gehen könnte. Denn ihre alte Faction Abnegation ist unwiderruflich zerschlagen. Die Mehrheit dieses Gesellschaftsteils wurde getötet. Die Erudite hat sich, Dank der Manipulation vieler Dauntless - ihrer neu gewählten Fraktion - eine gefährliche Stellung gesichert. Doch die 16-jährige Tris ist trotz ihrer folglich selbstlosen, ja wahrlich lebensmüden Handlungen, nicht zu einer übermenschlich selbstbewussten Kampfmaschine mutiert. Tris ist traumatisiert, fühlt sich leer und emotional überfordert. Sie hat die ihr zwei wichtigsten Menschen verloren und einen liebgewonnenen Menschen erschießen müssen. Und obwohl ihr Bruder Caleb - ein Erudite - bei ihr ist, sind sie durch den Kampf ihrer Fraktionen einander nicht mehr so nahe. Tris' Leiden begleitet sie wie ein dunkler Schatten, und beeinflusst ihr Denken und Handeln stark. Veronica Roth macht dem Leser durch ihre Protagonistin klar, wie tief verwurzelt der Verlust sitzt und wie sehr dieser Entscheidungen beeinflussen kann. Das sich Tris dadurch permanent zum Märtyrer macht, bringt wiederum Komplikationen mit sich. Plötzlich sieht sie sich Konflikten mit ihrem einzigen, bisherigen Vertrauten ,Four` ausgesetzt. Denn ,Four` - ihr ehemaliger Ausbilder aus der Dauntless Fraktion und auch Freund - sieht Tris nach wie vor (trotz seines Wissens) als eine Dauntless. Und in diesem Zuge hat sie auch so zu agieren. Das Tris als Divergent sich aber auch in Mitglieder der anderen Fraktionen hereinversetzen kann, interessiert ihn nicht. In der Fortsetzung wird dies sehr deutlich.

Während ich Tris` Zerrissenheit, die Trauer und dem daraus resultierendem Verhalten wirklich gut nachvollziehen konnte, hat mich Four oftmals frustriert. Von Feingefühl hat der Herr offensichtlich noch nichts gehört. Er setzte voraus, dass Tris sich anpasste und natürlich die schwierige Situation, auch zu seinem Vater Marcus, versteht. Wenn es aber aufs Ganze ging, verschloß er sich ihr gegenüber.

Nachdem Tris, ihr Bruder Caleb, Four, sein Vater Marcus und Peter zunächst bei Amity Unterschlupf gefunden haben, muss entschieden werden wie es weitergeht. Denn sicher fühlen sie sich auch bei Amity, aufgrund derer Aufenthaltsauflagen, nicht lang. Und so bekommen sie und der Leser nicht nur einen Einblick in das Amity Quartier. Wir machen uns mit Tris & Co. auf den Weg in das Versteck der Fraktionslosen und erleben dort eine Überraschung. Mir gefielen diese Einblicke, die Veronica Roth ihren Lesern in die einzelnen Fraktionen gewährte.

In vielen Sequels einer Trilogie greift der Autor viel zu oft zur sicheren Methode: der Dreiecksklamauck (nenne ich einfach mal so). Aus Konflikt entsteht eine Trennung des Paares, einer der beiden tröstet sich ohne loslassen zu können mit jemanden anderen, es entwickelt sich eine komplizierte Dreiecksbeziehung. Doch hier sei erwähnt, dass wir uns damit nicht runschlagen müssen. Veronica beweist: es geht auch anders. Was für ein Segen! Probleme, Geheimnisse gibt es zwischen Tris und Four nämlich zur Genüge. Da noch eine Dreiecksbeziehung zu platzieren, hätte den Rahmen gesprengt.

Dennoch habe ich hier noch einen Kritikpunkt. In komplizierten Handlungssträngen schlichen sich bei mir kleine Sinn- und Zeitfehler rein. Nichts weltbewegendes, aber dennoch führte es dazu, dass ich einige Male wieder zurückblättern musste, nochmals las und feststellte, dass da etwas nicht ganz `Koscher' war. Solche Fehler können zu Verwirrungen führen. Es störte leider meinen Leserhythmus. Wenn die Autorin deartige Fehler übersieht, was selbst nach mehrfacher Durchsicht durchaus vorkommen kann, sollte doch der Lektor `Schadensbegrenzung' betreiben. Es ist ein bisschen schade, denn es hat sich auf meine Bewertung ausgewirkt. Nichts desto trotz ist diese Fortsetzung stark. Während anderen Autoren nach einem starken Auftakt beim zweiten Teil schon die Puste ausgeht, lässt Veronica Roth den Leser hier wieder kaum Luft holen. Für mich persönlich war das Ende eine absolute Überraschung, was mir den generellen Punktabzug auch schwer gemacht hat.

Das Cover ist eine Augenweide. Ja, an diesem kann man sich vorstellen wie der Amity Baum ausschaut. Absolut phänomale Arbeit und steht dem Cover zum Erstling in nichts nach. Auf das finale Buchcover bin ich umso mehr gespannt. Genau wie auf den Titel, natürlich.

"...We both have war inside of us. Sometimes it keeps us alive. Sometimes it threatens to destroy us."
~ Tris, P. 242 of Insurgent

Fazit: Insurgent" hat den Fluch der mittelmäßigen (bis gar schlechten) Fortsetzungen gebrochen. Veronica Roth beweist dem Leser wirklich, dass es möglich ist das Level beizubehalten. Verlust, Trauer, Geheimnisse und Misstrauen dominieren in der Geschichte. Es werden Blut und Tränen vergossen. Protagonistin Tris hat keinerlei Symphatiepunkte bei mir einbüßen müssen. Einen minimalen Punktabzug gibt es von meinerseits leider aufgrund kleiner Fehler. Das gesamte Stimmungsgefühl hat darunter aber sonst nicht gelitten. Der finale Band kann also nicht schnell genug fertiggestellt werden, Missüs Roth!
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am 3. Januar 2016
Dieses Genre boomt ja bereits seit einiger Zeit. Dystopien unter den Jugendbüchern sind gerade der Renner, und irgendwie sind die Reihen (meist Trilogien, oft mit Prequel) alle ähnlich. Wer gerne so etwas liest, ist bei Divergent sehr gut aufgehoben. Es ist eine Mischung aus Hunger Games und Maze Runner.

Die Heldin ist sehr sympathisch und auch die anderen Charaktere sind recht glaubwürdig. Mir hat besonders das Ende gefallen, das irgendwie überraschend, aber zugleich nur logisch und somit glaubhaft ist. Wenn man genau darüber nachdenkt, ist es vielleicht sogar vorhersehbar, aber ich sage ganz ehrlich, dass ich nicht wirklich damit gerechnet hatte, weil es anders ist als in den anderen oben genannten Jugendbüchern.

Die Filme sind übrigens mal wieder ganz anders. Also wer die Bücher nur lesen will, weil er die Filme cool findet, sollte sich auf einige Unterschiede einstellen.
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am 16. April 2014
„Divergent“ ist der erste Band einer Dystopie – Trilogie, in deren Mittelpunkt die Jugendliche Beatrice / Tris steht. An ihrem 16. Geburtstag muss sie sich entscheiden, welche Werte ihr Leben in Zukunft bestimmen sollen. Dafür absolviert sie einen Test, der festlegen soll, mit welcher der fünf Fraktionen, in die die Gesellschaft unterteilt ist, sie am ehesten konform geht: Dauntless, Abnegation, Candor, Erudite oder Amity. Doch Tris‘ Testergebnis ist nicht eindeutig; es stellt sich heraus, dass sie „divergent“ ist. Sie wird davor gewarnt, dieses Resultat jemals jemandem mitzuteilen und entscheidet sich für einen Fraktionswechsel. Sie wird eine Initiantin der Dauntless und verlässt ihre Abnegation – Familie. In ihrer neuen Fraktion muss Tris nun drei Phasen der Initiation durchlaufen, an deren Ende sie entweder zu einem vollwertigen Mitglied wird oder fraktionslos ist. Während sie mit der Überwindung ihrer Ängste kämpft, findet sie heraus, dass hinter der Tatsache, dass sie „divergent“ ist, mehr steckt, als sie dachte. Ein gefährliches Geheimnis umringt diese Eigenschaft, das scheinbar mit den politischen Beziehungen zwischen den Fraktionen zusammenhängt. Tris versucht das Rätsel zu lösen und deckt dabei eine haarsträubende Intrige auf.

Was mir als Erstes in „Divergent“ auffiel, war, dass die Geschichte dieser Trilogie wohl von Anfang an auf mehrere Bände ausgelegt war. Veronica Roth lässt sich dementsprechend im ersten Band viel Zeit, bevor die Handlung wirklich Fahrt aufnimmt. In einem angenehm ruhigen Erzählstil vermittelt sie ihren LeserInnen erst einmal einen Eindruck von Tris‘ Charakter und den Umständen in den Fraktionen, wobei die Dauntless natürlich im Fokus stehen. Mir gefiel das sehr gut, obwohl es ein wenig Geduld und Vertrauen erfordert, für die ich meiner Meinung nach aber belohnt wurde, denn in der zweiten Hälfte des Buches steigt der Spannungsbogen rasant an.
Die Idee der Fraktionen an sich fand ich sehr interessant; ich habe jedoch eine Weile gebraucht, um eine Theorie zu entwickeln, die den Gedanken hinter diesem System möglicherweise erklären kann. Ich glaube, Veronica Roth wollte durch die Fraktionen verdeutlichen, wie sehr Menschen dazu neigen, zu kategorisieren und wie unsinnig diese Tendenz im Grunde ist, da Menschen oft viel facettenreicher und vielschichtiger sind, als dass ein System wie das des „Divergent“ – Universums es erfassen könnte. Dafür spricht unter anderem auch Tris‘ Entwicklung, denn sie erkennt im Laufe ihrer Erfahrungen bei den Dauntless, dass Mut, Intelligenz, Ehrlichkeit, Freundschaft und Selbstlosigkeit viel dichter bei einander liegen, als es ihr beigebracht wurde und dass keiner dieser Werte einen anderen ausschließt. Ihr eigener Status als „divergent“ ist in diesem Sinne eine Kritik am gesamten herrschenden Gesellschaftssystem in der Trilogie, denn sie führt den Anspruch der Kategorisierung ad absurdum. So sehr mir die Idee der Fraktionen gefällt, kritisieren muss ich trotzdem die Erklärung, warum diese sich überhaupt gebildet haben. Laut dieser ging es den Fraktionen darum, die eine Eigenschaft zu bekämpfen, die sie jeweils als Geißel der Menschheit ansehen. Bei Dauntless ist das beispielsweise Feigheit, bei Abnegation Egoismus. Das ist in meinen Augen unlogisch. Eine zwangsmäßige Arbeitsaufteilung, aus der sich fraktionstypische Werte entwickelt hätten, wäre wesentlich überzeugender. Insgesamt bin ich noch nicht zufrieden mit den Hintergründen von Roth‘ Dystopie. Bisher fehlt jegliche Erläuterung, wie es zu den aktuellen Umständen kam; ich bin jedoch zuversichtlich, dass diese noch folgt.
Bei „Divergent“ handelt es sich im Untergenre um einen Vertreter der Young Adult Literatur, es ist daher nicht verwunderlich, dass die Charaktere leicht stereotype Eigenschaften und Verhaltensweisen aufweisen. Ich finde jedoch, dass Roth sich erfolgreich bemüht hat, diese nicht zu klischeehaft werden zu lassen, indem sie sie mit immer neuen Herausforderungen konfrontiert. Unvermeidlich war sicher auch die Liebesgeschichte zwischen Tris‘ und Four; ich muss hier aber gestehen, dass ich diese Form jugendlicher Romantik wirklich mag, weil sie so unschuldig und rein ist.

„Divergent“ ist meines Erachtens nach ein starker Start in eine spannende Dystopie – Trilogie, die neben bereits bekannten Elementen einige neue Ideen aufweist. Ich hoffe darauf, dass im Laufe der nächsten beiden Bände offene Fragen geklärt werden; vor allem, was es mit der Eigenschaft „divergent“ wirklich auf sich hat, denn bis jetzt erscheint mir Roth‘ Auslegung unvollständig.
Ich denke, „Divergent“ ist eine Lektüre für LeserInnen, die sowohl Dystopien als auch Young Adult Literatur mögen und ein wenig Geduld aufbringen können, da nicht alle losen Fäden sofort zusammen geführt werden.
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