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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
221
4,2 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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am 27. Mai 2012
Das ich dieses Buch irgendwann lesen würde, war mir schon lange klar. Etliche begeisterte Rezensionen, ein total interessanter Klapptext und dieses unglaublich tolle Cover - wer kann da schon widerstehen? Aber dazu kamen auch die Zweifel... Kann dieses überall gelobte Buch meinen dementsprechend hohen Erwartungen gerecht werden? Diese Frage muss ich im Nachhinein definitiv mit JA beantworten, obwohl es auch kleinere Kritikpunkte gibt.

Ein Grund, dieses Buch zu lieben ist zunächst einmal die unglaublich fesselnde Handlung. Sie ist sowohl spannend, als auch temporeich und oftmals unvorhersehbar. Dabei kann es zuweilen schon recht brutal zugehen, was mich zugleich schockiert, aber auch fasziniert hat. Trotzdem konzentriert sich die Geschichte für meinen Geschmack etwas zu sehr auf Tris' Ausbildung bei den Dauntless, sodass wenig Platz für andere Handlungsstränge bleibt. Da diese aber so spannend und abwechslungsreich geschildert wird, fällt dies kaum ins Gewicht.

Tris selbst hat die Autorin unglaublich authentisch dargestellt. Sie hat sowohl Stärken und positive Eigenschaften als auch Fehler und Schwächen. Insgesamt ist sie eine sehr zwiegespaltene Person, da sie erst herausfinden muss, wer sie eigentlich ist und wohin sie gehört. Obwohl sie mir nicht durchgehend sympathisch war, konnte man ihre Entscheidungen doch immer nachvollziehen.
Auch die anderen Charaktere sind sehr facettenreich. Kaum jemand ist so, wie er auf den ersten Blick erscheint, weshalb man nie weiß, wer zu welchen Taten im Stande sein könnte. Leider bekommt man jedoch zu einigen wichtigen Personen nur wenige Informationen, sodass man sich kein richtiges Bild von ihnen machen kann.

Was das Ende angeht, bin ich zwiegespalten. Einerseits ist es ziemlich spannend und voller unerwarteter Wendungen - andererseits ging mir alles plötzlich viel zu schnell. Die Autorin wollte hier anscheinend so viel Handlung wie möglich, auf möglichst wenige Seiten quetschen...

~~ Fazit ~~

Trotz der Kritikpunkte hat mich das Buch unglaublich fasziniert und mitgerissen. "Divergent" ist unzweifelhaft eine sehr lesenswerte Dystopie, die ich allen Fans dieses Genres und denen, die es noch werden wollen mit gutem Gewissen weiterempfehlen kann.
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am 20. März 2017
Spannend und kurzweilig. Ich habe es gerne in englisch gehört. Kein sehr komplexes Buch, lässt sich leicht verstehen. Trotzdem spannend und interessant.
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am 20. Mai 2014
the first book in the series isn't bad, book 2 gets confused about plotlines and book three culminates in a total loss of credibility as well as being - at least in my opinion - written in a extremely wooden and non fluent style ...
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am 8. November 2012
Das Buch hab ich mir eigentlich nur runtergeladen, weil ich im Urlaub mal wieder etwas mehr lesen wollte. Und dann hab ich es verschlungen, ich konnte es einfach nicht weglegen. Hab lange nichts mehr so Spannendes gelesen.
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am 22. Mai 2014
***Inhalt in eigenen Worten (keine Spoiler!)***
"Divergent" spielt im dystopischen Chicago, wo die Gesellschaft in fünf Fraktionen (Gruppen) eingeteilt ist. Jeder der fünf Gruppen wird eine bestimmte Tugend zugeordnet.
Abnegation (dt.: Altruan): Selbstlosigkeit
Dauntless (dt.: Ferox): Furchtlosigkeit, Mut
Erudite (dt.: Ken): Gelehrtheit, Intelligenz
Candor (dt. Candor): Ehrlichkeit
Amity (dt. Amite): Freundlichkeit
Neben den Tugenden werden den Fraktionen außerdem bestimmte Aufgabenbereiche zugeteilt. Aufgrund Ihrer Selbstlosigkeit stellt Abnegation die Regierung und aufgrund Ihrer Ehrlichkeit stellt Candor Richter und Anwälte. Damit sind jedoch nicht alle zufrieden, weshalb es zu Spannungen zwischen den Fraktionen kommt …
Alle Jugendliche, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, müssen sich einem Eignungstest unterziehen und anschließend entscheiden, ob sie in der Fraktion, in der sie aufgewachsen sind, weiterleben möchten, oder ob sie die Fraktion wechseln möchten. Hier beginnt die Geschichte: der Leser begleitet die 16-jährige Beatrice „Tris“ Prior durch den Eignungstest, ihre Entscheidung und das anschließende Aufnahmeritual.

***Meine Meinung (kann wenige Spoiler enthalten)***
Als ich das Buch zum ersten Mal in der Hand hielt, dachte ich mir sofort: The Hunger Games (dt. Die Tribute von Panem) lässt grüßen, denn oberflächlich gibt es unheimlich viele Ähnlichkeiten: es handelt sich um eine Dystopie; die jeweiligen politischen/gesellschaftlichen System sind instabil, d.h. der Eklat ist vorprogrammiert; die Hauptfigur ist die Heldin, hin- und hergerissen zwischen Überlebenstrieb und Moral; die obligatorische Teenagerromanze darf natürlich auch nicht fehlen.
Man merkt an vielen Stellen, dass es sich um einen Jugendroman handelt: die Gesellschaftskritik tritt an vielen Stellen vor alltäglichen Teenagerproblemchen wie Selbstfindung, Emanzipation von der Familie, Freundschaft und Liebe zurück. Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich während des Lesens nicht mehrmals ob der Stereotyphaftigkeit der Geschichte die Augen gerollt habe. Dennoch hat das Buch es geschafft, mich zu fesseln: die erste Hälfte des Buches empfand ich als extrem spannend und wenig vorhersehbar, ich war schon nach wenigen Seiten voll in der Geschichte drin und konnte es da an kaum mehr aus der Hand legen. Danach nimmt die Spannungskurve etwas ab, ab der zweiten Hälfte empfand ich die Story als immer vorhersehbarer. Unterhaltsam war der Roman aber trotzdem bis zum Schluss, sodass ich ihn für meine Verhältnisse relativ zügig ausgelesen habe.
Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, da das Buch flüssig zu lesen ist und nicht, wie es oft bei Jugendromanen der Fall ist, vor Plattitüden strotzt.
Ich denke, dass der Roman vor allem für ältere Jugendliche, aber auch Erwachsene lesenswert ist. Kinder oder Teenager sollten den Roman vielleicht nicht unbedingt lesen, einige Szenen fand ich schon etwas heftig, z.B. wird an mehreren Stellen detailliert beschrieben, wie Jugendliche sich gegenseitig so lange Verprügeln, bis einer bewusstlos ist. Auch extreme Formen von Mobbing werden beschrieben.

***Fazit***
Der Roman Divergent von Veronica Roth hat mir recht gut gefallen.
Er liest sich durch den angenehmen Sprachstil flüssig, außerdem ist der Roman sehr spannend und unterhaltsam, sodass man ihn kaum aus der Hand legen möchte.
Ein paar Kritikpunkte habe ich jedoch: der Roman enthält viele typische Elemente des Genres Jugendroman (Young Adult Fiction), was bei erwachsenen Lesern sicherlich das ein oder andere Mal zu Augenrollen, Gähnen oder gar Fremdschämen führen wird. Außerdem ist die zweite Hälfte des Romans etwas vorhersehbar und daher nicht ganz so spannend wie die erste Hälfte des Romans.
Übrigens: trotz der oberflächlich Parallelen zwischen The Hunger Games (dt. Die Tribute von Panem) und Divergent habe ich beide Bücher mit großer Begeisterung lesen. Mich stört es daher nicht, dass sich die Bücher oberflächlich ähnlich sind, immerhin sind beide gut und Divergent ist meiner Meinung nach definitiv mehr als nur ein billiger Abklatsch.
Ich vergebe daher 4 von 5 Sternen und empfehle diesen Roman weiter.
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am 6. Januar 2013
In diesem Buch gibt es flache Charaktere, ein unglaubliches Maß an Abstumpfung und Gewaltverherrlichung und das Ganze eingebettet in eine Diktatur, die auf Gewalt ausgerichtet ist. Tragisch ist vor allem die in Stein gemeisselte Unabänderlichkeit des Systems. Nach dem Motto: Füge Dich oder stirb! Was soll denn das bitte? Ich habe die Englische Version gekauft. Absoluter Mist.
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am 16. November 2013
A popular plot device in the Dystopian genre is having humanity divided up into factions where the protagonist is someone who doesn’t neatly fit into the system or is rebelling against it. In this respect Divergent is no different. Humanity has been divided up into the factions Abnegation, Dauntless, Amity and Erudite and Tris does not fit neatly into any of these categories and therefore is labelled Divergent. Along with the popular plot device of factions also comes the overused sequence of plot points: rebel doesn’t neatly fit into faction, rebel unwittingly causes a conflict between the factions and/or tries to stop the conflict, rebel becomes an outcast of society. I was really hoping that Divergent would suddenly depart from this plot structure and carve out some new terriority, but disappointingly, it never did. This isn’t to say that Divergent isn’t an interesting read, but I was hoping the book would be something that it was not, which was my own fault entirely and therefore, I was left unsatisfied by it for this reason alone.

Also, those of you who are romantics are going to dislike me immensely for my next statement, but I really didn’t like the romance between Tris and Four. It felt forced. It is understandable that Tris would have a massive crush on her instructor almost to the point of developing Stockholm Syndrome, but I really didn’t understand Four’s interest in her. The novel makes out that Four is impressed by her bravery, but given they are in Dauntless, this character trait should be something that is expected. Yes, Tris, being the protagonist, is better than everyone else, but to the point that Four would fall for her so quickly? No sorry, just not buying it. The romance would be much more believable if it occurred later on in the series, rather than forcing it to occur in the first book just to please readers who now expect the two main characters to fall in love.

Still, there was much in the Divergent world that I did enjoy. The Dauntless initiation process is brutal and disturbing enough to please The Hunger Games fans (myself included) and it is interesting to see how the different characters undergoing it react and develop. Also, I loved the Dauntless tradition of getting a tattoo to mark a special occassion or overcoming a personal challenge – a part of the culture which those undergoing initiation immediately embrace. The choice of tattoos are an important key to understanding the characters and I am sure in times to come, many English essays will be written about the characters tattoo design choices. The world of Divergent itself appears really well thought out and I’m hoping in the next two books of the series, the world as a whole will be explored more as the first book was quite limited as we are only seeing the world through the eyes of Tris, who is a rather naive and unknowledgable 16 year old girl. Hopefully, as her character gains more knowledge about the world she is now living in, the reader will as well.

My overall impression of this book is mixed. It was interesting and enjoyable enough that I will keep reading the rest of the series admittedly because I want to know how this all plays out, but there were many elements that just didn’t feel right or have been overused in previous Dystopian books.
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am 3. Juni 2017
I had rather high expectations upon starting Divergent. After all, I had already heard a lot about it, and there’s quite a hype around the book, frequently comparing it to Hunger Games which I absolutely love. So, upon first starting, Divergent seemed to live up to those expectations. The world was nicely built up and promised some interesting story to follow. After all, a world in which everyone is allowed to only live out his one dominant personality trait - that truly sounded creepy to me. I also liked Tris as the heroine. Her character works well to show how she diverges from the rule, and her struggle with that. So at this point I assumed I’d be in for a very good read.
However, the longer I read the more dissatisfied I felt. Roth builds up this really interesting society and introduces it beautifully, but just when you really want to get deeper into its intricate workings, she starts to destroy it. I would have preferred to have more time exploring this society before everything crashes down. I generally felt the closer the novel got to the ending, the more rushed the plot became. While in the beginning Roth spends a lot of time creating her world and the characters that inhibit it, she suddenly chases the reader through a series of events leading to the big showdown, without worrying anymore about sufficiently explaining people’s motives. Additionally, the plot turns in the latter part of the novel become rather predictable. None of them really took me by surprise. As a consequence, I failed to truly connect to the characters, even those that I had liked before, and it left me feeling unmoved to read about their trials and losses.
On top of that there were a few logical errors in the story. For example Tris’ mother warns her not to be too exceptional in her training, but then this conversation is never mentioned again. If Tris had consciously decided not to heed to her mother’s words, that would be another thing. But it seems like she, or rather Roth, has completely forgotten that it was ever uttered. There are some other examples similar to this, but I won’t list them all here to avoid spoilers. The point is that I didn’t mind so much when I came upon the first error, or the second. In the beginning I also still assumed they would be explained later. But when these flaws started to accumulate without being explained, I couldn’t ignore them anymore.
Divergent is certainly not a bad novel. I enjoyed it for the most part, as the basic idea is very good and Roth manages to come up with some interesting characters. However, towards the end the story loses some of its originality, and it gets increasingly difficult to overlook its flaws.
The second book was better in a lot of ways than the first. The story developed more naturally, not feeling as rushed, and therefore was much more powerful. I liked how despite the fact that Tris' world is shattered, we still learn so much about it. I finally started to truly care about the characters' fate, the way it should be in a good book.
Unfortunately, all these positive tendencies are lost in Allegiant. The third book is certainly the weakest, with an unbelievable plot line and an unsatisfying ending.
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am 16. April 2014
„Divergent“ ist der erste Band einer Dystopie – Trilogie, in deren Mittelpunkt die Jugendliche Beatrice / Tris steht. An ihrem 16. Geburtstag muss sie sich entscheiden, welche Werte ihr Leben in Zukunft bestimmen sollen. Dafür absolviert sie einen Test, der festlegen soll, mit welcher der fünf Fraktionen, in die die Gesellschaft unterteilt ist, sie am ehesten konform geht: Dauntless, Abnegation, Candor, Erudite oder Amity. Doch Tris‘ Testergebnis ist nicht eindeutig; es stellt sich heraus, dass sie „divergent“ ist. Sie wird davor gewarnt, dieses Resultat jemals jemandem mitzuteilen und entscheidet sich für einen Fraktionswechsel. Sie wird eine Initiantin der Dauntless und verlässt ihre Abnegation – Familie. In ihrer neuen Fraktion muss Tris nun drei Phasen der Initiation durchlaufen, an deren Ende sie entweder zu einem vollwertigen Mitglied wird oder fraktionslos ist. Während sie mit der Überwindung ihrer Ängste kämpft, findet sie heraus, dass hinter der Tatsache, dass sie „divergent“ ist, mehr steckt, als sie dachte. Ein gefährliches Geheimnis umringt diese Eigenschaft, das scheinbar mit den politischen Beziehungen zwischen den Fraktionen zusammenhängt. Tris versucht das Rätsel zu lösen und deckt dabei eine haarsträubende Intrige auf.

Was mir als Erstes in „Divergent“ auffiel, war, dass die Geschichte dieser Trilogie wohl von Anfang an auf mehrere Bände ausgelegt war. Veronica Roth lässt sich dementsprechend im ersten Band viel Zeit, bevor die Handlung wirklich Fahrt aufnimmt. In einem angenehm ruhigen Erzählstil vermittelt sie ihren LeserInnen erst einmal einen Eindruck von Tris‘ Charakter und den Umständen in den Fraktionen, wobei die Dauntless natürlich im Fokus stehen. Mir gefiel das sehr gut, obwohl es ein wenig Geduld und Vertrauen erfordert, für die ich meiner Meinung nach aber belohnt wurde, denn in der zweiten Hälfte des Buches steigt der Spannungsbogen rasant an.
Die Idee der Fraktionen an sich fand ich sehr interessant; ich habe jedoch eine Weile gebraucht, um eine Theorie zu entwickeln, die den Gedanken hinter diesem System möglicherweise erklären kann. Ich glaube, Veronica Roth wollte durch die Fraktionen verdeutlichen, wie sehr Menschen dazu neigen, zu kategorisieren und wie unsinnig diese Tendenz im Grunde ist, da Menschen oft viel facettenreicher und vielschichtiger sind, als dass ein System wie das des „Divergent“ – Universums es erfassen könnte. Dafür spricht unter anderem auch Tris‘ Entwicklung, denn sie erkennt im Laufe ihrer Erfahrungen bei den Dauntless, dass Mut, Intelligenz, Ehrlichkeit, Freundschaft und Selbstlosigkeit viel dichter bei einander liegen, als es ihr beigebracht wurde und dass keiner dieser Werte einen anderen ausschließt. Ihr eigener Status als „divergent“ ist in diesem Sinne eine Kritik am gesamten herrschenden Gesellschaftssystem in der Trilogie, denn sie führt den Anspruch der Kategorisierung ad absurdum. So sehr mir die Idee der Fraktionen gefällt, kritisieren muss ich trotzdem die Erklärung, warum diese sich überhaupt gebildet haben. Laut dieser ging es den Fraktionen darum, die eine Eigenschaft zu bekämpfen, die sie jeweils als Geißel der Menschheit ansehen. Bei Dauntless ist das beispielsweise Feigheit, bei Abnegation Egoismus. Das ist in meinen Augen unlogisch. Eine zwangsmäßige Arbeitsaufteilung, aus der sich fraktionstypische Werte entwickelt hätten, wäre wesentlich überzeugender. Insgesamt bin ich noch nicht zufrieden mit den Hintergründen von Roth‘ Dystopie. Bisher fehlt jegliche Erläuterung, wie es zu den aktuellen Umständen kam; ich bin jedoch zuversichtlich, dass diese noch folgt.
Bei „Divergent“ handelt es sich im Untergenre um einen Vertreter der Young Adult Literatur, es ist daher nicht verwunderlich, dass die Charaktere leicht stereotype Eigenschaften und Verhaltensweisen aufweisen. Ich finde jedoch, dass Roth sich erfolgreich bemüht hat, diese nicht zu klischeehaft werden zu lassen, indem sie sie mit immer neuen Herausforderungen konfrontiert. Unvermeidlich war sicher auch die Liebesgeschichte zwischen Tris‘ und Four; ich muss hier aber gestehen, dass ich diese Form jugendlicher Romantik wirklich mag, weil sie so unschuldig und rein ist.

„Divergent“ ist meines Erachtens nach ein starker Start in eine spannende Dystopie – Trilogie, die neben bereits bekannten Elementen einige neue Ideen aufweist. Ich hoffe darauf, dass im Laufe der nächsten beiden Bände offene Fragen geklärt werden; vor allem, was es mit der Eigenschaft „divergent“ wirklich auf sich hat, denn bis jetzt erscheint mir Roth‘ Auslegung unvollständig.
Ich denke, „Divergent“ ist eine Lektüre für LeserInnen, die sowohl Dystopien als auch Young Adult Literatur mögen und ein wenig Geduld aufbringen können, da nicht alle losen Fäden sofort zusammen geführt werden.
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am 17. April 2013
Nach dem überraschenden Angriff der Ken, bei dem sie ferngesteuerte Ferox - ohne dass diese sich dagegen wehren konnten - dazu benutzt haben unzählige Altruan zu ermorden, haben sich Tris, Tobias und einige Altruan zu den Amite geflüchtet um sich in Ruhe ihre nächsten Schritte zu überlegen. Lange können sie dort jedoch nicht bleiben, denn bei den friedfertigen Amite, die sich aus allem völlig heraus halten und den Konflikt lieber tot schweigen wollen, weil sie befürchten sonst ihre Freundschaft mit den Ken zu gefährden, sind sie nicht sicher.

Außerdem bleibt immer noch die Frage offen, aus welchem Grund die Ken zu so drastischen Mitteln gegriffen haben. Und warum gerade jetzt? Marcus, der als einziger Anführer der Altruan noch am Leben ist, scheint die Antwort genau zu kennen. Er will sie Tris natürlich nicht einfach verraten, aber sie ist fest entschlossen die Wahrheit herauszufinden, ob nun mit oder ohne seine Hilfe ...

Insurgent ist eine großartige Fortsetzung, die noch mitreißender als ihr Vorgänger ist und daher auf keinen Fall nur als Lückenbüßer dient. Veronica Roth ist es gelungen ihr ohnehin schon sehr hohes Niveau auch beim zweiten Band zu halten, wenn sie sich nicht sogar noch einmal gesteigert hat. Den Titel ,Pageturner' hat das Buch jedenfalls verdient, denn schon gleich zu Beginn ist man wieder vollkommen von der Geschichte gefesselt und liest sie in einem Rutsch durch, weil sie durchgehend spannend bleibt.

Nach dem plötzlichen Angriff der Ken weiß niemand so genau, wie es nun weiter gehen soll und was das alles zu bedeuten hatte. Die Gesellschaft ist zusammen gebrochen und die nicht direkt involvierten Fraktionen, also Candor und Amite, müssen sich - mehr oder weniger - für eine Seite entscheiden bzw. festlegen, wie sie sich verhalten wollen. Dadurch erfährt man etwas mehr über die Fraktionen, die man im ersten Band noch nicht so gut kennen gelernt hat. Sowohl die Amite als auch die Candor kann man für ihre extreme Feigheit allerdings nur verachten. Sie halten sich heraus anstatt Stellung zu beziehen, obwohl die Ken scheinbar grundlos unzählige Menschen umgebracht haben, und lassen sich lieber freiwillig zu Marionetten machen.
Das gleiche gilt für die Ferox, die nach dem Ende der Simulation bei den Ken geblieben bzw. zu ihnen gegangen sind und nun für sie arbeiten. Sowohl für die Protagonisten als auch für den Leser ist dieses Verhalten völlig unverständlich und man kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, was gerade Mitglieder der Ferox dazu gebracht hat bei der Fraktion zu bleiben, die willenlose Sklaven aus ihnen gemacht hat, während einige Ken ihre eigene Fraktion wegen des gnadenlosen Angriffs auf die Altruan sogar verlassen.

In der Fortsetzung rücken die Unbestimmten weiter in den Mittelpunkt und es gibt weitaus mehr von ihnen, selbst unter den schon bekannten Figuren, als man bisher angenommen hat. Viele ,normale' Fraktionsmitglieder haben aus unerfindlichen Gründen sogar Angst vor ihnen oder werfen ihnen Illoyalität vor, weil sie für mehrere Fraktionen geeignet sind und vertrauen ihnen deshalb nicht. Dabei scheinen sie vollkommen zu verkennen, wie viel besser ein unabhängiger Geist ist und dass die Unbestimmten die einzigen sind, die Jeanine Matthews, die gewissenlose Anführerin der Ken, nicht zu ihren Marionetten machen kann, solange sie noch kein neues, umfassenderes Serum entwickelt hat.

Neben den Unbestimmten werden aber vor allem die Fraktionslosen besonders wichtig für den Krieg zwischen den Fraktionen. Es gibt mehr von ihnen als ursprünglich gedacht und sie sind auch wesentlich stärker. Es stellt sich also die Frage, auf wessen Seite sie sich stellen werden und ob man ihnen trauen kann. Zusammen mit den Fraktionslosen rückt zudem eine bisher tot geglaubte Figur in den Vordergrund, bei der man sich aber nicht sicher ist, wie vertrauenswürdig sie wirklich ist.

Ein weiterer Teil der Handlung dreht sich um ein Geheimnis bzw. eine Wahrheit, die viele Altruan versuchten mit ihrem Leben zu schützen und die wohl der wahre Grund für den heftigen Angriff der Ken war. Marcus scheint sie zu kennen, gibt sie aber nicht Preis, weshalb man fast bis zur letzten Seite auf ihre Enthüllung warten muss. Was sich tatsächlich dahinter verbirgt, trifft einen dann völlig unerwartet. Das Ende ist somit ein wenig verwirrend und wirft unzählige neue Fragen auf, die es im dritten Band zu beantworten gilt.

Ferner tun sich noch einige Abgründe auf und manche Charaktere zeigen ganz neue Seiten von sich, die leider nicht immer positiv sind. Verrat ist dabei schon fast an der Tagesordnung, doch während der Verrat mancher Figuren nicht besonders überraschend kommt oder einen nicht sonderlich kümmert, ist der Verrat einer bestimmten Person unheimlich erschütternd. Er kommt völlig unerwartet und schockiert einen zutiefst. Lange Zeit kann man es gar nicht wirklich fassen und hofft inständig sich zu irren; dass sich alles noch einmal wendet, denn ertragen kann man ihn noch weniger. Der Verrat wiegt umso schwerer, weil der Tod einer geliebten Figur, die eigentlich auch dem Verräter sehr nahe steht, untrennbar damit verbunden ist und man den Überläufer bis dahin sehr mochte, während dieser sein Handeln, inklusive aller Konsequenzen, nicht einmal zu bereuen scheint.

Tris und Tobias sind dagegen - zum Glück! - nach wie vor zwei sehr interessante und sympathische Charaktere. Man fiebert mit ihnen mit, vor allem natürlich mit Tris als Erzählerin, und wünscht ihnen nur das Beste.
Im Verlauf der Handlung stellt Veronica Roth ihre gemeinsame Beziehung vor einige Höhen und Tiefen, was ihre Gefühle füreinander sehr glaubwürdig macht. Es gibt Probleme, die sie nur gemeinsam lösen können und indem sie zusammen halten, was sie erst einmal erkennen müssen.
Tobias ist manchmal noch sehr schwer zu durchschauen und ziemlich geheimnisvoll, weshalb man - genau wie Tris - manchmal Schwierigkeiten hat ihm zu vertrauen. Er hat genauso viele Geheimnisse vor Tris wie sie vor ihm und er muss lernen, dass er Ehrlichkeit nur von ihr fordern kann, wenn er im Gegenzug genauso offen zu ihr ist.
Tris macht ihm zweiten Teil erneut eine große Entwicklung durch, die zumindest was den Ausgang betrifft schön zu beobachten ist. Am Anfang des Buches wird sie von Schuldgefühlen zerfressen, sowohl wegen Will als auch wegen ihrer Eltern, und ist regelrecht lebensmüde - im wahrsten Sinne des Wortes. Sie begibt sich unnötig in Gefahr, weil ihr ihr eigenes Leben nicht mehr wichtig ist, was nichts mehr mit Mut oder Tapferkeit zu tun hat, sondern einfach nur unverantwortlich und dumm ist. Später findet sie jedoch zu ihrer inneren Stärke zurück, unter anderem Dank der Unterstützung ihrer Freunde, und begreift, dass sie noch nicht bereit ist zu sterben und ihre Eltern oder Will garantiert nicht wollen würden, dass sie sich schon zu ihnen gesellt.

*FAZIT*
Insurgent ist eine überaus gelungene Fortsetzung, die ihren Vorgänger vielleicht sogar übertrifft und definitiv wieder genauso zu fesseln vermag wie der erste Teil. Vieles kommt ganz anders als gedacht und überraschende Wendungen werfen einen immer wieder aus der Bahn. Man fiebert mit Tris sowie Tobias mit und möchte das Buch am liebsten ohne Pause verschlingen.

Nach dem Aufhänger am Ende kann der letzte Teil gar nicht schnell genug erscheinen und die Warterei darauf wird garantiert nahezu unerträglich sein.
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