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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
4
Die Furchtlosen [Blu-ray]
Format: Blu-ray|Ändern
Preis:9,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

am 4. April 2018
“You can always hire fools and drunkards to do something, but when trouble comes, men are hard to find.”

INHALT
Cass Silver (Robert Ryan) ist Marshal in der kleinen Stadt Flat Rock in Kansas, deren Wachstum er mit Besorgnis sieht, denn mehr Menschen bedeuten seiner Erfahrung nach eben auch mehr Ärger. Und die Aussicht auf diesen verdichtet sich mit der Ankunft des Spielcasinobetreibers „Honest“ John Barrett (Robert Middleton). Im Ernst, welcher Mann, der das Adjektiv „Honest“ in seinem Namen führt, wäre jemals vertrauenswürdig gewesen? Barrett ist zudem der Grund dafür, daß Cass an seiner letzten Wirkungsstätte den Sheriffstern abgegeben hat, unter anderem nachdem der Casinobetreiber erfolgreich das Gerücht verbreiten konnte, Cass habe zwei unbewaffnete Männer getötet und ihnen hinterher die Revolver in die Hände gelegt. Der Sohn eines dieser Männer, der junge Thad Anderson (Jeffrey Hunter), ist zufällig auch gerade mit einem Viehtrieb in die Stadt gekommen und möchte mit dem angeblichen Mörder seines Vaters ein Hühnchen rupfen. Kann Cass den jungen Anderson von seiner Unschuld überzeugen, wenn dies doch bedeutet, daß Anderson in seinem Vater einen von Barrett gedungenen Killer erkennen muß? Und wird sich der Marshal, der zudem noch mit wiederkehrenden Anfällen von Sehstörungen zu kämpfen hat, die er vor allen verheimlicht, gegen Barrett und seine Schergen behaupten können?

KURZKRITIK
Auf den ersten Blick scheint es, als habe das Drehbuch eine Menge von Handlungselementen zusammengerührt, die sich nur schwer zu einem stimmigen Ganzen vereinen lassen, aber Robert D. Webbs „The Proud Ones“ ist ein wirklich erstklassiger Western, der vom ersten bis zum letzten Augenblick Spannung bietet. Robert Ryan, der stets gut darin war, von Zorn oder Bitterkeit zerfressene Charaktere zu spielen – wer erinnerte sich nicht an die von ihm verkörperten dämonischen Antagonisten aus unzähligen Films noirs? – darf hier einmal in der Rolle eines Helden glänzen, wobei „glänzen“ nicht wirklich den Nagel auf den Kopf trifft. Denn Cass ist kein strahlender Held, sondern ein Mann, der nicht nur mit seiner Vergangenheit, sondern auch mit einer schleichenden Krankheit zu kämpfen hat, die ihn früher oder später unfähig machen wird, das Amt weiter auszufüllen, das sein Lebensinhalt ist. Zudem muß er erkennen, daß die braven Städter, deren Leben und Besitz er zu schützen bereit ist, moralisch auch nicht viel besser sind als der Schurke, der sich in ihrer Mitte eingenistet hat. In einer glänzenden, ein wenig an „High Noon“ erinnernden Szene liest er den Stadtverordneten, die ihn auf Barretts Betreiben hin seines Postens entheben wollen, die Leviten und macht ihnen deutlich, warum er sein Leben riskiert – nämlich einfach aus dem Bewußtsein heraus, seinen Mann stehen zu müssen für das, was er für richtig hält. In diesem Sinne ist „The Proud Ones“ einer jener geradlinigen, ehrlichen, typisch amerikanischen Western, die sich wohltuend von den gewollt zynischen Vertretern der Gattung abheben und eher an die Filme Fords, Manns und auch Peckinpahs erinnern, indem sie uns Männer präsentierten, die ihre Schwächen und Ecken und Kanten haben, aber dennoch voller Stolz und Ehrgefühl sind. Altmodisch, aber gerade deshalb zeitlos.

Nicht nur Robert Ryan hebt diesen Western in die erste Liga, sondern auch Jeffrey Hunter, der seine Rolle als Suchender – es sollte im Jahre 1956 nicht seine einzige in dieser Sparte sein – sehr überzeugend ausgestaltet. Neben diesen beiden Mimen agieren Walter Brennan als unerschrockener Hilfssheriff Jake, Arthur O’Connell als sein zaghafter Kollege Jim, der irgendwann dem Druck Barretts nachgibt, sowie Virginia Mayo als Cass‘ verläßliche und lebenstüchtige Geliebte Sally. Leider räumt ihr das Drehbuch keine wirklich große Rolle ein, doch ist die Handlung an sich schon spannend und abwechslungsreich genug. Abgerundet wird dieses erstklassige Westernerlebnis noch durch die routinierte Kameraarbeit Lucien Ballards (u.a. „The Wild Bunch“ und „The Marshal“), die stimmige Art Direction Lyle R. Wheelers (u.a. „Gone with the Wind“, „Rebecca“ und „Laura“) sowie einen eingängigen Soundtrack. Hier haben wir einen Western, der in keiner Sammlung fehlen sollte.

ZUR DVD
WVG Medien GmbH bringt den Film im Format 2.35:1 auf einer DVD ohne nennenswerte Extras, doch in einer sehr ordentlichen Bildqualität mit satten Farben und großer Schärfe. Hier gibt es wirklich nichts zu beanstanden.
5 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 20. Juni 2018
Irgendwie kann ich mich nicht erinnern jemals einen schlechten Film mit Robert Ryan gesehen zu haben.
Auch dieser gehört zu seinen Highlights. Für Walter Brennan hätte man sich zwar einen grösseren Part gewünscht
aber man kann nunmal nicht alles haben. Für Fans klassischer Western ein absolutes Muss.
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am 29. April 2018
... diesem Western kommt Robert Ryan mal richtig gut raus !
Der Film wirkt wieder wie gerade abgedreht - TOP Bild !
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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am 19. Dezember 2017
...dass dieser kleine und feine Western aus den 50er Jahren mal als Blu-ray erscheinen würde. Die Geschichte ist ähnlich aufgebaut wie der Howard Hawks-Western RIO BRAVO, der zwei Jahre später entstand. Robert Ryan (großartig) ist der Marshall in einem kleinen Nest irgendwo im Wilden Westen, der sich mit Hilfe eines jungen Revolverhelden (Jeffrey Hunter) und einem alten Hilfssheriff (Walter Brennan, der diese Rolle auch in Rio Bravo spielte) gegen eine Bande von Halunken durchsetzen muss. Habe den Film seit einigen Jahren in der englischen Originalfassung auf DVD. Das Original-CinemaScope Bild ist fantastisch. Ton in Dolby Stereo, was besonders der wunderbaren Musik von Lionel Newman zu gute kommt. Auch wenn die Blu-ray erst im Februar 2018 erscheint, lege ich die DVD als qualitativen Maßstab an, so erwartet den Western-Freund (in) ein ausgezeichneter Film.

Nachtrag 29.03.2018.
Habe heute die Blu-ray erhalten: Wow, was für ein Genuß, phantastisches CinemaScope-Bild, herrliche Farben von Deluxe, sauberer Ton (deutsch Mono, englisch Stereo), tolle Musik von Lionel Newman, dichte Story, klasse Schauspieler...ein wahrer Augen- und Ohrenschmaus. Western-Freunden ist diese Perle unbedingt zu empfehlen.
12 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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