flip flip flip Hier klicken Jetzt informieren Books Summer Shop 2017 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More Prime 2018 HI_PROJECT Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle AmazonMusicSonos AmazonMusicUnlimited BundesligaLive

Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
30
Alkatar
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:15,00 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 5. April 2017
Ich war mir längere Zeit nicht sicher, eigentlich immer noch nicht, ob das Genre nicht eher der Fantasy als der SciFi zuzuordnen wäre. Das ist aber wahrscheinlich Definitionsfrage, Ansichts- oder Geschmacksache oder sonstwas und letztendlich auch egal. Anja Fahrner beschreibt sehr empathisch zwei völlig verschiedene Welten und dabei kommt höchstwahrscheinlich ihre eigene Einstellung zum Leben hervor. Ihre Fantasie ist beeindruckend und sie beschreibt sehr gut. Nicht so, dass dem eigenen Kopfkino kein Raum mehr bleibt - gerade richtig. Ich habe das Buch, was bei mir eher selten ist, zu Ende gelesen, also muss es gut sein. Und das auch noch innerhalb kürzester Zeit - also sehr gut. Die Autorin beherrscht die Spielerei auf der Gefühlsklaviatur des Lesers ganz ausgezeichnet. Ich wurde, und das ist sicherlich das höchste Lob, ausgezeichnet unterhalten. Um auf den Inhalt einzugehen: Es wurde die Frage gestellt, ob der Mensch bei einem Neuanfang dieselben Fehler noch einmal begehen würde. Na? Lernt der Mensch aus der Geschichte? Ich lasse die Frage mal so stehen. Ich würde Folgeromane der Autorin ohne zu zögern sofort ordern. Von mir also eine ganz klare Kaufempfehlung. Ich bedanke mich bei der Autorin für die Kurzweil und fordere sie auf, das nächste Buch aufzulegen. Vielen Dank!
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
|0Kommentar|Missbrauch melden
am 19. August 2016
Die Inhaltsangabe verrät bereits, dass die Menschen im Jahr 2030, also in einer nicht ganz fernen Zukunft, die Erde an den Rand einer Katastrophe gebracht haben. Außerhalb unseres Sonnensystems ist diese Entwicklung nicht unbemerkt geblieben, also starten die Laurasier, entfernte Vorfahren der Menschen, eine Rettungsaktion, indem sie Freiwillige von der Erde für ein Projekt rekrutieren. Diese Menschen sollen auf dem Planeten Zadeg, der der Erde ähnlich ist, im Einklang mit der Natur leben, also von vorne anfangen. Es wird ihnen eine zweite Chance für eine Weiterentwicklung geboten, die Alkatar, der Protagonist, ein laurasischer Heerführer und Telepath, überwachen und begleiten soll. Doch schon bald wird er mit den Abgründen der Spezies Mensch konfrontiert. Als ein intergalaktischer Krieg Zadeg von der Außenwelt abschneidet, setzt sich eine dramatische Entwicklung in Gang ...

Der Roman ist in vier Teile aufgebaut. Im ersten Teil "Sumas" beschreibt Anja Fahrner Alkatars Heimatplaneten Sumas. Dessen Bewohnerinnen und Bewohner sind mit telepathischen Fähigkeiten ausgestattet und es herrscht ein Matriarchat. Auf den ersten Blick scheint das Leben auf Sumas archaisch, denn die Jagd und das Handwerk sind der Lebenserwerb und die Gesellschaft wird von einflussreichen Sippen bestimmt. Männer, die körperlich nicht stark genug sind, um in der Wildnis zu jagen und Kinder - vor allem Töchter als "Senderinnen" und "Koordinatorinnen" - zu zeugen, finden in ihnen keinen Platz. So bleibt ihnen wie dem Schmied Marzellus, Mitglied der Sippe der Magari, die Wahl, Handwerker in der Stadt Ousadap zu werden, oder schlimmer noch, dem schmächtigen Henschel, als Heimatloser auf Almosen zu warten.

Alkatar soll sich nach seiner Initation in Ousadap einer Sippe anschließen, doch im wahrsten Sinne des Wortes verschläft er den Anschluss. Nach einem Überfall Heimatloser wird er von Marzellus aufgepäppelt. Doch Marzellus macht ihm klar, Alkatar muss für ihn in der Schmiede arbeiten. Für den jungen Sumarer, der zum Jäger bestimmt ist, nicht leicht. Zu ungeduldig verrichtet er seine Aufgaben. Es ist auch die Rede vom Interplanetaren Bund, über den Marzellus ähnlich verständnislos schimpft wie bei uns die EU-Verdrossenen. So aber erfährt Alkatar, dass es außerhalb Sumas' noch mehr geben muss. Mit Henschel schließt er eine tiefe Freundschaft und bewegt ihn dazu, sich als Seelsorger beim Interplanetaren Bund zu bewerben. Beim Vorstellungsgespräch bei der Senderin Onida hört Alkatar außerdem, dass es Gleichberechtigung und eine fortschrittliche Gesellschaftsform gibt und wird neugierig.

Doch für Alkatar ist vorerst etwas anderes bestimmt: Er wird von der Sippe der Magari aufgenommen. Dort wird er angesehener Jäger, muss aber auch mit der herrischen Rachil eine Tochter zeugen, während seine Gefühle der sanften Meisha gelten, dessen Sohnes Vater er wird. In der Hierarchie der Sippe aber sind Gefühle und Liebe unerwünscht. Nach einem Jagdunfall verlässt Alkatar die Magari und wird Heerführer beim Interplanetaren Bund.

Der zweite und damit der kürzeste Teil ist der Erde gewidmet. Wenn die derzeitige Entwicklung, öknomisch, politisch und gesellschaftlich so weitergeht, könnte das Szenario, das die Autorin für das Jahr 2030 ansetzt, durchaus realistisch sein. Arbeitslose durchziehen das Land in Gruppen, um nach Essen zu suchen - stellt sich die Frage, ob nicht das kapitalistische System archaischer ist? Nur wer Arbeit und sozialen Status hat, gilt etwas. In Frankreich ist es zu Unfällen in Kernkraftwerken gekommen, die Strahlung hat viele Menschen krank gemacht. Es gibt kaum noch Wälder und mit dem Auto zu fahren, wird aufgrund der knappen Ressourcen unbezahlbar.

In dieser Gegenwart leben die Geschwister Stefa und der Neurobiologe Heinrich, bis sie den Aufruf erhalten, sich als Freiwillige für eine geheime Mission zu melden. Stefa ist eine zurückhaltende, schüchterne und introvertierte junge Frau. Sie flüchtet sich in eine Fantasy-Welt und sucht Trost bei ihrer einzigen Freundin und ihrem Kaninchen. Heinrich ist sehr dominant, nimmt ihr Entscheidungen ab und nennt sie "Stefchen". Die Mutter ist durch die Strahlung schwer krank und der Vater arbeitet schwer, am Feierabend hat er nur noch Interesse daran, sich vom Fernsehprogramm berieseln zu lassen. Stefa leistet ihr freiwilliges soziales Jahr in einem Krankenhaus und lernt bei ihren Patienten Einsamkeit, Krankheiten psychischer und physischer Art als Folge eines Systems kennen, in dem der Mensch nur noch mehr arbeiten muss, um noch mehr konsumieren zu können ...

Schließlich melden sich Stefa, Heinrich und dessen elitäre Freundin, die Chemikerin Ulrike zur Mission.

Bis zum dritten Teil vergehen 70 Jahre im Kälteschlaf, bis die Siedler den erdähnlichen Planeten Zadeg erreichen. Henschel kümmert sich um die Erde und auch fürs Erste um die Neuankömmlinge, während Alkatar ihnen als Wächter zur Seite steht. Die Einwohner Zadegs, die liebenswerten Wallnas, helfen den Menschen, einfache Hütten zu errichten. Ziel ist es, der Menschheit eine zweite Chance und der folgenden Generation die Rückkehr auf die Erde zu ermöglichen, wenn sie lernen, im Einklang mit der Natur und der Überwindung des Klassensystems zu leben. Nur zögerlich schließt Stefa Freundschaften, vor allem mit den Wallnas. Sie verehrt Alkatar und sieht in ihm den Helden ihrer Fantasy-Geschichten.

Heinrich und Ulrike dagegen nutzen Stefa dazu aus, die Hütte sauber zu halten und zu kochen, während sie - unerlaubterweise - das den Menschen zugewiesene Tal für Expeditionen verlassen. Allmählich beginnen sich die beiden von den anderen Menschen abzuheben, beispielsweise durch ihre Kleidung und andere Abtrünnige gegen Alkatar zu finden. Sie verlassen die Siedlung und errichten eine neue, die sie "Gloria" nennen und jedem, der ihnen folgt, bessere Lebensbedingungen versprechen. Bald aber reicht Heinrich "Gloria" nicht mehr aus. Er und seine Anhänger beziehen die verlassene Festung Malatomb und benehmen sich wie die Herrscher, spielen mit Erbgut und greifen damit in die Schöpfung ein, was Alkatar zu seinem erbitterten Feind macht.

Durch die Freundschaft zu Alkatar verändert sich Stefa und wird mutiger und selbstbewusster. Etwas Besonderes kommt in der schüchternen Außenseiterin zu Tage ...

Im vierten Teil züchtet sich Heinrich eine neue Spezies, die "Simplen", die für ihn und seine Gesellschaft arbeiten sollen. Hier kommt sehr schön die Kritik an den Spielereien mit der Genetik und an einem System herüber, das Abhängige schafft und sie arm hält, damit sie sich nicht auflehnen. Die Zustände, so wie sie 2030 auf der Erde waren, sind unter Heinrich die gleichen, wenn nicht noch schlimmere geworden.

Jetzt gilt es, diese Entwicklung zu beenden, und für Alkatar ist klar, er muss Heinrich und seine Kreaturen beseitigen. In diesem Teil des Buches ist so klar herauszulesen, wie Alkatar der Bruch mit seinen Werten zusetzt, dass sich seine Sinne einschränken und er sich selbst fast aufgibt. Wird das ihm und Stefa gelingen, Heinrichs und Ulrikes Spiel zu beenden?

Mein Fazit: "Alkatar" ist ein mitreißend und wunderschön geschriebener Roman. Ein großes Lob an Anja Fahrners bildhaften und lebendigen Schreibstil, dem es zu verdanken ist, dass ich das Buch fast in einem Zug durchgelesen habe. "Alkatar" unterscheidet sich aufgrund seiner Tiefgründigkeit und treffenden Kritik von den meisten Werken des Genres. Sätze wie "Die Spezialisierung würde eure Gemeinschaft töten, noch bevor sie wachsen konnte. Sie hat in euren unvollkommenen Gesellschaftssystemen zu einer Zweiklassengesellschaft geführt, zu einer Beschränkung der schöpferischen Kraft durch Zwang zu einseitigen, oft stumpfsinnigen oder sinnlosen Aufgaben bis hin zu einer Verkrüppelung ethischer und moralischer Werte. Hier in Tamyras wird sich keiner über den anderen erheben, weil er sich zu Höherem berufen fühlt. Ihr seid alle gleichgestellt." sind wahre Worte und sollten den einen oder anderen zum Nachdenken anregen.

Als ich das Buch beendet hatte, musste ich, um mit Alkatar zu sprechen, noch einige Zeit lang nachspüren. Aber lest es selbst ...
3 Personen fanden diese Informationen hilfreich
|0Kommentar|Missbrauch melden
am 12. September 2017
Alkatar ist ein außergewöhnliches Science Fiction Buch. Die Stärken der Autorin sind die wortreiche Bildsprache und das Erschaffen einer fantastischen Welt. Dabei hat mir vor allem das erste Drittel gefallen, in dem die Handlung auf einem fremdartigen Planeten stattfindet. Fremd, aber dennoch irgendwie vertraut. In dieser Phase des Wälzers wirkt die Geschichte wie eine Mischung aus Karl Mays „Durch die Wüste“ und Atlans Erzählungen im Perryversum. Jede Zeile war wie eine Liebkosung, die ich in Büchern nur noch selten erlebe. Die Exaktheit der Beschreibungen, die präzise, teils altmodische Sprache unterstreicht hier besonders das „aus einer anderen Welt“ Gefühl.
Im zweiten Drittel gibt es leider einen unschönen Bruch. Es gibt einen Zeitsprung in die nahe Zukunft der Menschen und alles wirkt, als hätte eine zweite Person das Buch weiter geschrieben. Ich habe hier wirklich einige Kapitel gebraucht um mit der neuen Art und den neuen Charakteren klar zu kommen. Je weiter die Handlung voranschritt, umso eher kam die ursprüngliche Qualität zum vorschein. Mit jedem Kapitel wurde die Geschichte interessanter und am Ende fügt sich jede Ungereimtheit perfekt ineinander und das in einer Perfektion, wie man es nur selten erlebt. Selbst Weltliteratur hat hier manchmal seine Schwierigkeiten damit, aber die Autorin scheint dies mit einer Leichtigkeit zu meistern.
Dabei will Alkatar mehr sein als eine Geschichte mit ihren Charakteren und Wendungen. Die Gesellschaftskritik steht im Zentrum des Buches. Die Handlung und Charaktere schaffen es, dass man zumindest über einige Punkte der aktuellen Entwicklung der Menschheit nachdenkt. Ob man mit den dargebotenen Alternativen einverstanden ist, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Immerhin wird – meiner Meinung nach – auf ein klares schwarz/weiß verzichtet und selbst der im Buch propagierte „Königsweg“ erscheint, im Zusammenhang der Rahmenhandlung, doch nicht als die beste Lösung.
Fazit: Das Buch hat ganz klar fünf Sterne verdient. Vor allem das erste Drittel ist mit das Beste, was ich je schmökern durfte und das sehr gut gemachte Ende – mit all seiner Dramatik und Tragik – macht den etwas schwachen Übergang wett. Ein Buch, das nicht nur Science Fiction Fans lesen sollten!
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
|0Kommentar|Missbrauch melden
am 11. Juni 2017
Das Buch hat sich wunderbar gelesen, bezaubernde Fantasie.
Der erste Teil erzählt die Geschichte von Alkatar auf seinem Heimatplaneten Suma, und seiner Suche nach dem richtigen Leben für ihn. Ein paar Ideen sind nicht neu, haben mich an Hamilton's „Träumende Leere“ erinnert.
Der mittlere Teil gibt einen Abriss über das Leben auf der Erde im Jahr 2030, und beschreibt die Situation der menschlichen Hauptfiguren Stefa und ihren Bruder Heinrich. Frau Fahrner 's düstere Zukunftsprognose ist leider nicht so unrealistisch, wenn sich nicht so Einiges ändert.
Im Abschließenden Hauptteil evakuiert der interplanetare Bund eine Anzahl von Menschen auf mehrere bewohnbare Welten, um diese auf ein Steinzeit-ähnliches Leben vorzubereiten, um dann die Erde neu zu bevölkern. Das ist Alkatar's Aufgabe auf dem Planeten Zadek mit der Gruppe um Stefa und Heinrich. Aber es geht gründlich schief.
Zurück in die Steinzeit kann keine Zukunft sein! Auf der einen Seite betreibt der interplanetare Bund Raumfahrt und auf der anderen Seite soll ein Leben als Jäger und Sammler geführt werden. Ein Widerspruch in sich. Haben nicht die frühen Besiedlungen von Amerika oder Neuseeland viele Tierarten verschwinden lassen, auch ohne moderne Technik?
Auch Frau Fahrner verstrickt sich in Widersprüche. Für Alkatar's Genesung steht ein hochtechnologischer Gesundheitstank zur Verfügung. Nur für Privilegierte und die anderen sollen ihre Krankheiten mit Kräutern heilen?
Ich kann mir nur eine Zukunft und den Schutz der Natur durch Technik vorstellen.
Aber trotz der Kritik gebe ich 4 Sterne, weil ich gut unterhalten wurde.
|0Kommentar|Missbrauch melden
am 21. November 2016
Mir hat dieses Werk sehr gut gefallen, alleine schon wegen der Kombination der beiden Generes Fantasy und SciFi. Fesselnd zu lesen war der erste Teil des Romans, welcher eine spannende Fantasy-Story liefert.
Der zweite Teil, welcher sich auf der Erde abspielte und eine doch eher düstere Zukunft der Menschheit schildert, war auch ganz in Ordnung, konnte aber nicht ganz mit dem ersten und letzten Abschnitt des Buches mithalten.
Highlight für mich war der dritte und letzte Abschnitt des Romans, welcher sich auf der Siedlungswelt abspielte, da dieser anfangs noch sehr gemütlich begann, ein wenig die soziale Schwäche der Hauptdarstellerin sich in eine Gruppe einzugliedern aufzeigte, die Probleme der einzelnen Individuen in einer Gruppe aufzeigte, eine Liebesgeschichte beinhaltet, genügend Konfliktpotential bietet und am Schluss ein doch überraschendes Ende aufweist.
Alles in allem war das ein sehr flüssig und spannendes Werk zum Lesen und ich hoffe die Autorin hat schon eine neues Projekt in Arbei.
|0Kommentar|Missbrauch melden
am 29. Juni 2018
VORAB: Ich rezensiere aus Prinzip NUR Bücher, denen ich aus Überzeugung volle Sternchenzahl geben kann, also bitte nicht wundern, dass ich "immer 5 Sterne" gebe, sondern freuen, dass ich hier nur Bücher empfehle, die ich als 1-A Lektüre ansehe! :)

Alkatar fesselt und berührt, Du nimmst intensiv und hoffnungsvoll Anteil am Schicksal der Handelnden ... und vergisst zwischendurch beinahe, dass es eine Dystopie ist, nur um dann plötzlich wieder der schonungslosen Dramatik der Geschichte in's Auge zu sehen!

Für mich eine der intensivsten und Lektüren seit über einem Jahr. :)

Starke Empfehlung für Menschen, die ungewöhnliche SciFi-Geschichten lieben und damit klar kommen, dass das Leben manchmal grausam ist!
|0Kommentar|Missbrauch melden
am 15. Februar 2017
Eintauchen in vermeintlich fremde Welten. Sich einhüllen lassen von der Besonderheit der Sprache und Begriffe. Ahnen, wie eine Welt aussehen könnte. Spüren, dass wir mit unserem derzeitigen Sein in eine höchst ungewisse Zukunft tappen. All das klingt an in Anja Fahrners Geschichte, die sich wie Realität anfühlt. Eine Geschichte, die uns aufzeigt, wie Leben in bester Form möglich wäre. Eine Geschichte, die man jedem, der das Wort Krieg in den Mund nimmt, hinhalten möchte, um zu zeigen, es gibt noch andere Möglichkeiten als die Wahl der Waffen. Anja deutet diese Optionen an, lebenswerte Sichtweisen, wie eine gute Welt sein könnte...ohne zu moralisieren, mit dem tiefen inneren Wissen und der Hoffnung auf eine Zukunft, die lebenswert erscheint. Ich möchte jedem, der dieses Buch liest, empfehlen, es mehrmals in die Hand zu nehmen. Hier zeigt sich auf vielfältige und sprachlich wunderbare Weise ein Weg für ein besseres, schöneres und glücklicheres Miteinander. Mehr kann man von einem intelligenten und zugleich höchst unterhaltsamen Buch nicht erwarten. Ich freue mich schon jetzt auf die nächsten Geistesblitze und außergewöhnlichen Denkansätze dieser Autorin.
|0Kommentar|Missbrauch melden
am 18. April 2017
Alkatar
... liebe Anja Fahrner. Deshalb werde ich mich jetzt auch nicht einreihen in die ausführlichen Rezensionen, sondern schlicht eine Kaufempfehlung aussprechen. Es ist ein großartiges Buch, und ich hoffe, dass wir von der Autorin bald wieder etwas lesen dürfen.
Alkatar jedenfalls hat mein Herz gewonnen.
|0Kommentar|Missbrauch melden
am 23. Oktober 2016
Ich bin 80 Jahre alt, weiblich und wollte Alkatar in Ruhe lesen. Aber nach 30 Seiten hat sich das geändert und ich habe ihn in einer Woche verschlungen. Er ist sehr spannend geschrieben, und ich habe mit Alkatar gelitten. Am Ende hatte ich mit den Gegnern kein Mitleid, und ich kann ihn auch älteren Menschen ans Herz legen. Was mir gefehlt hat war die Beschreibung von seinem tierischen Freund. Ich bin von diesem Buch begeistert und freue mich schon auf die Fortsetzung, und hoffe daß das Buch genau so gut wird wie Alkatar. Ich gebe ihm 5 Sterne.
|0Kommentar|Missbrauch melden
am 28. Juni 2016
Die Autorin warf ihr phantastisches Buch in die Lese-Manege mit dem Anspruch, kapitalismuskritisch und "mainstream-frei" zu schreiben (eine Geschichte fern von gängigen Muster, eine neue, ganz eigene Welt, also abseits der Themen, die dem Massengeschmack entsprechen). Dies machte mich sehr neugierig. Fazit: Im Großen und Ganzen wurde sie ihrem Anspruch gerecht. Mich empfing eine sehr spannende und originelle Geschichte mit einem starken Anfang (könnte als eigene Kurzgeschichte einen Preis gewinnen), einem sprunghaften Mittelteil (ein paar Fragen zur Verklammerung des langen Prologs mit der Hauptgeschichte bleiben offen) und einem ergreifenden Finale. Sehr ideenreich und plastisch wird man schnell in die fantastische Welt von Alkatar eingeführt und möchte wissen, wie das Experiment ausgeht. Um nicht zu spoilern, will ich auf Details nicht weiter eingehen. Nur soviel: der Roman erinnert mich ein wenig an manche utopischen Romane aus der DDR-Zeit, von denen ich viele gelesen habe. Im positiven Sinn: Idealismus und Gesellschaftskritik, wie ich es mag. Kleiner Wermutstropfen: auch die vorliegende Utopie kommt nicht ohne Gewalt und Krieg aus, das wäre wirklich abseits vom Mainstream, aber Jammern auf hohem Niveau, da anscheinend ohne Blut und Tod der Realismus nicht darstellbar ist. ... Das Schicksal der Hauptprotagonisten ging mir jedenfalls zu Herzen. Sehr angenehm fand ich übrigens den flüssigen, intelligenten Schreibstil. Man merkt sofort, dass die Autorin keine Anfängerin ist und ein gutes Lektorat hinter sich hatte. Mehr davon: deutsche Science Fiction von Frauen.
6 Personen fanden diese Informationen hilfreich
|22 Kommentare|Missbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen


Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken