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Die besten Tablets

Aktualisiert 23. Oktober 2019
Geschrieben von: Janko

Als Apples iPad den Markt revolutionierte, explodierten die Verkaufszahlen und jeder musste unbedingt ein Tablet haben. Das hat sich in den vergangenen Jahren aber wieder spürbar beruhigt, nachdem Convertible-Notebooks mit Tastatur, etwa von Microsoft und Lenovo, immer leichter wurden und dank echtem Windows-Betriebssystem in Konkurrenz traten. Mittlerweile sind die Verkaufszahlen wieder rückläufig, vor allem die Billiganbieter sind unter Druck geraten. Das liegt sicherlich auch daran, dass Smartphones immer größer werden und der Trend zu besonders großen und randlosen Displays immer präsenter wird.

von Apple
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aus 13 Tests (u.a. SFT-Magazin)

Mit dem 2019er iPad Air bringt Apple eine neue Variante der totgesagten Air-Modellreihe auf den Markt, die einige Features der Premium-Tablets aus der Pro-Reihe an Bord hat. Der hauseigene A12 Bionic Chipsatz stammt aus dem iPhone XS und besitzt mehr als genug Kraft für jede erdenkliche Art der Anwendung. Auch grafisch sehr anspruchsvolle 3D-Games werden verlustfrei dargestellt. Neu für ein iPad Air: Sie können den Apple Pencil (1. Gen) sowie das ansteckbare Smart Keyboard verwenden. Selbst die kleinste Speichervariante ist dank 64 GB nicht unbedingt auf eine Speicherkarte angewiesen. Schön: Das Display ist knackscharf, unterstützt Apples True Tone, ist wesentlich heller als beim Vorgänger und kommt wieder mit einer Entspiegelungsschicht. Achtung: Nur die Mobilfunkvarianten besitzen ein GPS-Modul.
Stärken
  • stark verbessertes Display
  • unterstützt Apple Pencil (1. Generation) und Smart Keyboard
  • viel Speicherplatz
  • leicht und dünn
Schwächen
  • GPS nur in Cellular-Varianten
  • Speicher nicht erweiterbar
von Apple
999,00 € 1.099,00 €

aus 14 Tests (u.a. c't)

Es ist mittlerweile Tradition: Jedes Jahr bringt Apple eine neue Variante seiner iPads auf den Markt, und jedes Mal ist das neue Modell angeblich 30 oder 50 % schneller und besser als das vorige. Dieses Mal hat der Hersteller aus Cupertino eine Überarbeitung seines großen Modells iPad Pro 12,9" (2017) angekündigt. Und auch diesmal wird wieder mit Leistungssteigerungen um sich geworfen: Die 2018er-Variante sei im Single-Core-Benchmark 35 % schneller, im Multi-Core – wenn alle Prozessorkerne zusammenarbeiten – sogar satte 90 %. Auch die Grafik-Performance soll kräftig zulegen und Konsolenniveau erreichen. Selbst aufwendige Spiele werden demnach stabil mit 60 fps laufen – für Gamer eine psychologisch wichtige Grenze. Der Unterschied zu den Vorstellungen in den Vorjahren: Diesmal sind diese für den Nutzer erst einmal völlig abstrakten Zahlenspielereien wirklich von Nutzen. Denn ob das ohnehin als Maßstab für eine flüssige Bedienung geltende iPad in den Vorjahren um nochmal 30 % flüssiger lief, war in der Regel egal. Schließlich haben die Apps diese Ressourcen nicht einmal ansatzweise ausgenutzt, um auch auf älteren Modellen noch sauber zu laufen. Dieses Jahr jedoch macht das iPad auch bei der Software einen Sprung: Es richtet sich gezielt an Nutzer, die am Tablet bequem Bilder bearbeiten wollen. Dazu verfügt es über eine angepasste Photoshop-Version, die richtig viel Ressourcen frisst.

Echtes Photoshop - ohne Kompromisse

Dabei handelt es sich nicht etwa um eine abgespeckte Kompromiss-Version sondern um das echte, original Photoshop mit allen Funktionen. Die Software wurde lediglich clever an die Bedienung auf dem Tablet angepasst. In einer Live-Demo wurde dies anhand eines 3 GB großen Bildes vorgeführt, das mit über 100 Layern und 12.000 x 12.000 Pixeln Auflösung selbst manch einfachen PC an die Kapazitätsgrenze bringen würde. Die Bedienung erfolgt komplett flüssig, der Zoom bis auf die Pixelebene hinein und wieder hinaus ohne den Hauch eines Ruckelns. Das Plus an Leistung wird hier definitiv benötigt und dann auch klug genutzt.

Der zweite Clou: der Apple Pencil

Um das Paket zu vervollkommnen, kommt das iPad Pro 12,9" 2018 mit der Version 2 des beliebten Apple Pencil. Der Stylus erleichtert die Bedienung erheblich und kommt mit neuen Funktionen. So können Sie durch einen zweifachen Finger-Tipp kurz über der Spitze eine zuvor definierte App öffnen, beispielsweise eben Photoshop. Alternativ lassen sich natürlich auch beliebige andere Programme an diesen Befehl koppeln.

Als besonders komfortabel fällt die neue Ladefunktion auf: Der Apple Pencil 2 muss nicht mehr über ein Lightning-Kabel geladen werden. Stattdessen können Sie ihn einfach magnetisch am Gehäuse des iPad Pro 12,9" befestigen und schon lädt er per Induktion auf. Das Tablet ist also die Ladestation des Stiftes. Dazu verstecken sich im Gehäuse des iPad satte 102 Magneten, damit man den Stift wirklich einfach beliebig irgendwo am Gehäuse anstecken kann.

Ist es das wert?

Das neue iPad Pro 12,9" ist nicht nur wirklich innovativ und ein echtes Highlight für Freunde der Tablet-Bildbearbeitung, es wird auch so teuer wie nie zuvor. Für dieses Geld erhält man schnell einen leistungsstarken Convertible der gleichen Größenklasse, auch mit noch mehr Speicher. Apple schafft es immer wieder, einen Meilenstein in der Produktentwicklung mit einem leider noch absurderen Schritt in der Preisgestaltung zu konterkarieren. Das iPad Pro wird damit, so genial es eigentlich ist, für manchen Kunden keine Option darstellen.

Stärken
  • schmalere Displayränder, dünner als ein iPhone
  • erneuter Geschwindigkeitsschub um etwa 35 %
  • USB-C als neuer Standard-Anschluss
  • echtes Photoshop mit Apple-Pencil-Unterstützung
Schwächen
  • extreme Preisgestaltung
von HUAWEI

aus 18 Tests (u.a. Computer Bild)

2,5D-Displays werden im Allgemeinen tatsächlich mit einem randlosen Design in Verbindung gebracht, da in der Smartphone-Welt beide Trends nahezu gleichzeitig aufkamen. Faktisch handelt es sich aber um zwei verschiedene Dinge: Mit 2,5D wird einfach nur die Rundung des Displayglases am Geräterand beschrieben, so dass es zu den Kanten hin elegant abfällt. Da beim MediaPad M5 10.8 jedoch trotzdem unterhalb des Glases ein dicker schwarzer Rand verbleibt, verpufft der optische Effekt allerdings ein wenig. Das scheint auch Huawei bewusst zu sein: Hier verweist man lieber darauf, dass das Tablet dadurch besser in den Händen liege.

Welchen Mehrwert bieten die vier Lautsprecher?

Huawei hat sich in der Vergangenheit mit seiner Kooperation mit dem Audio-Spezialisten Harman/Kardon hervorgetan, wodurch tatsächlich ein spürbar besserer Klang erzielt wurde. Beim neuen M5 10.8 sollen die vier vorhandenen Lautsprecher nun noch dafür sorgen, dass der Klang auch endlich wirklich stereo wahrgenommen wird – also aus verschiedenen Richtungen die Ohren erreicht. Aufgrund des geringen Resonanzkörpers sollte man aber trotz allem keinen Bass wie bei echten externen Lautsprecherboxen erwarten, das ist technisch einfach nicht möglich.

Inwiefern ist das MediaPad schneller beim Laden? Ich dachte, Schnellladen ist heute normal?

Schnellladen ist leider noch immer eine Eigenschaft, die man vor allem bei Smartphones antrifft. In der Tablet-Szene trifft dies nur auf die Highend-Geräte zu – zu denen das MediaPad M5 10.8 aber sicherlich zählt. Doch selbst innerhalb dieser Gruppe sticht das Gerät mit besonders schnellen Ladezeiten hervor. Bemerkenswert ist vor allem, dass laut Hersteller schon nach nur 20 Minuten wieder genügend Saft für einen kompletten Film vorhanden sein soll. Mit drei Stunden bis zur Volladung ist das Tablet auch in dieser Hinsicht flott unterwegs.

Stärken
  • tolles Display
  • schnelle Reaktionen
  • gute Stereo-Lautsprecher-Ausstattung
  • Schnellladen des Akkus
Schwächen
  • kein Kopfhöreranschluss
  • interner Speicher knapp bemessen
von Apple
Mehr Auswahl von 361,42 €

aus 25 Tests (u.a. SFT-Magazin)

Erstmals bekommt die günstigste iPad-Modellreihe ein Premium-Feature, das sonst nur den iPad-Pro-Modellen vorbehalten war: Das farbstarke IPS-Display unterstützt den Apple Pencil. Damit richtet sich das Tablet vor allem an Nutzer im Bildungsbereich, also Studenten, Schüler oder Seminarteilnehmer. Denn mithilfe des separat erhältlichen Stifts kann man handschriftliche Notizen anfertigen und in iOS als PDF-Dateien zur Verfügung stellen oder ganz einfach mit anderen Nutzern teilen. Im Vergleich zum Vorgänger ist das neue iPad (2018) außerdem leistungsstärker und obendrein günstiger zu haben.
Stärken
  • Display unterstützt Apple Pencil
  • sehr leistungsstark
  • aktuellste Schnittstellen
  • günstiger als der Vorgänger
Schwächen
  • Speicher nicht erweiterbar
von Samsung

aus 24 Tests (u.a. connect)

Betrachtet man die technischen Daten des Tablets, so findet man wenige Überraschungen vor. Wie erwartet verbaut der Hersteller weiterhin einen Prozessor aus der Snapdragon-Reihe von Qualcomm, der mit seinen acht Kernen, von denen bei niedriger Last nur vier aktiv sind, eine Brücke zwischen hoher Rechenleistung und Energieeffizienz schlägt. Qualcomm hat zwar auch noch bessere Chipsätze im Portfolio, aber der hier verwendete mit der Modellnummer 835 zählt bereits zum Besten, was man bei Tablets derzeit bekommen kann. Um einen Mangel an Rechenleistung muss man sich also keine Sorgen machen. Der Arbeitsspeicher ist mit 4 GB ausreichend groß bemessen und gleichauf mit dem Hauptkonkurrenten iPad Pro (10,5"). Allerdings sind bei einem auf Produktivität ausgelegten (Convertible-)Tablet 8 GB RAM durchaus wünschenswert, um Raum für intensives Multitasking und steigende Anforderungen zu haben. Die Akkukapazität wurde gegenüber dem Vorgänger Tab S3 massiv erhöht. Statt 6.000 mAh stehen nun 7.300 mAh zur Verfügung. Die stärkere Hardware und der größere Bildschirm dürften zwar ihren Tribut von dem Plus an Kapazität fordern, insgesamt sind aber trotzdem deutlich gesteigerte Akkulaufzeiten zu erwarten. Austauschbar ist der Akku weiterhin nicht. Als Anschlüsse stehen ein USB-C-Slot mit Schnellladefunktion (ein entsprechendes Netzteil befindet sich im Lieferumfang) sowie der langsam aussterbende 3,5-mm-Klinkenanschluss für Kopfhörer und Co. zur Verfügung. In Hinblick auf die drahtlose Kommunikation werden alle aktuellen Standards mit Ausnahme von NFC geboten. Der Käufer hat zudem die Wahl zwischen einer reinen WiFi-Version und einer teureren inklusive Nano-SIM-Steckplatz und LTE-Modul. Beim Sound kann sich das Tab S4 etwas von der Android-Konkurrenz abheben: Gleich vier Lautsprecher von der für Kopfhörer bekannten Marke AKG wurden verbaut, die mit ihrer Dolby-Atmos-Unterstützung gerade beim Film- und Seriengenuss punkten dürften.

Display mit typischen Samsung-Stärken

Bei der Displaytechnik bleibt Samsung sich treu und verbaut ein kontraststarkes und sehr scharfes AMOLED-Display. Es wurde gegenüber dem Vorgänger um 0,8 Zoll auf insgesamt 10,5 Zoll vergrößert, wobei die Pixeldichte sich nur leicht erhöht hat. Auch das Bildseitenverhältnis hat sich geändert: Statt 4:3 gibt es jetzt das videofreundlichere 16:10-Format. Auch die neue Desktop-Oberfläche profitiert vom breiteren Bildseitenverhältnis. Der Bildrand ist im Vergleich zum Galaxy Tab S3 etwas schmaler, aber immer noch breit genug für sicheren Halt.

Fokus auf Produktivität mit Stift, Tastatur und neuer Oberfläche

Samsung will nun mehr als zuvor Profi-Anwender ansprechen, die das Tablet auch für die Arbeit nutzen möchten. Ein cleverer Bedienstift ist bereits im Lieferumfang enthalten und das leider nur separat erhältliche Tastaturdock wird deutlich besser ins Betriebssystem eingebunden.

Neben der gewohnten Android-Oberfläche gibt es nun auch die sogenannte DeX-Ansicht, die an klassische Desktop-Betriebssysteme wie Windows oder macOS angelehnt ist. Sie wird beim Anschluss des Tastaturdocks automatisch eingeblendet, lässt sich aber auch jederzeit manuell aktivieren. Apps lassen sich dort in mehreren Fenstern gleichzeitig anzeigen und eine Verschiebung von Dateien per Drag & Drop ist ebenfalls möglich. Dies ist ein Segen für Medienbearbeitungsaufgaben und Office-Programme wie Tabellenkalkulationen. Monitore lassen sich einfach per DeX-Kabel anschließen und erweitern die Desktopoberfläche.

Der Profi-Anspruch wird weiterhin durch neue Verschlüsselungsfunktionen unterstrichen: Ein Fingerabdrucksensor fehlt zwar, dafür können aber Gesicht und Iris zum Entsperren genutzt werden. Auch einzelne Dateiordner lassen sich nun gezielt biometrisch sichern.

Jede Menge Software-Schmankerl

Wie gewohnt bei Spitzenmodellen von Samsung, wurde dem Gerät wieder einmal ein ganzer Batzen an neuen Softwarefunktionen spendiert. Mit dem Bedienstift kann man nun auch bei ausgeschaltetem Display handschriftliche Notizen anlegen, was praktisch ist, wenn es mal schnell gehen soll. In Texten kann man mit dem Stylus Textstellen markieren, um sie direkt in die Muttersprache übersetzen zu lassen. Fürs Smarthome steht ein eigenes Dashboard zur Verfügung, von dem aus alle smarten Hausgeräte unkompliziert bedient werden können. Allerdings ist noch unklar, wie breit die Unterstützung für die mannigfaltigen Smarthome-Systeme und -Geräte am Markt ausfallen wird.

Teures, aber praktisches Zubehör

Wie bereits erwähnt, muss das Tastaturdock separat dazu bestellt werden. Samsung veranschlagt für das praktische Utensil einen enormen Aufpreis. Einzig Vorbesteller erhalten es gratis zum Tablet. Interessant ist auch die Ladestation Pogo, die das Tablet nicht nur mit Strom versorgt, sondern aus dem Gerät auch direkt eine Art digitalen Bilderrahmen macht. Im Ladedock wird außerdem ein Dashboard mit tagesaktuellen Infos wie Wetter und Nachrichten aktiviert. Das Pogo-Dock ist noch recht erschwinglich.

Fazit

In Sachen Technik und Funktionalität hat das S4 einen merklichen Sprung hingelegt, der sich aber leider auch im Preis widerspiegelt. Es ist dem offensichtlich anvisierten Hauptkonkurrenten iPad Pro 10,5" zumindest auf dem Papier ebenbürtig und kann sich mit dem optional erhältlichen, aber teuren Zubehör sogar noch etwas absetzen. Wenn man eine Alternative zum Apple-Profitablet oder einfach ein vielseitiges Gerät mit Produktivitätstalenten sucht, wird man hier auf jeden Fall fündig. Wer aber eher ein hochwertiges Entertainment-Tablet sucht, sollte eher zum deutlich günstigeren Vorgänger, dem MediaPad M5 von Huawei oder Apples iPad (2018) greifen.

Stärken
  • sehr scharfes AMOLED-Display
  • Bedienstift im Lieferumfang
  • Desktopmodus für Office-Anwendungen
  • vier Lautsprecher mit Dolby Atmos
Schwächen
  • kein Fingerabdrucksensor
  • Tastaturdock nicht im Lieferumfang
  • deutlich teurer als Vorgänger
von Apple

aus 11 Tests (u.a. c't)

Während Apple auf seinen Keynotes der letzten Jahre die iPad-Tablets ausschließlich technisch auf Vordermann gebracht hat, geht der Hersteller 2018 nun den Schritt und wagt ein komplettes Redesign des beliebten Profi-iPads. Ganz wie das iPhone X im Jahr 2017 die Apple-Smartphone-Bedienung komplett veränderte, schlägt nun auch das iPad Pro 11" (2018) in diese Kerbe. Mit stark verschmälerten und auf allen Seiten gleich großen Displayrändern sowie ohne Home-Button bedienen Sie iOS vollständig durch Gesten auf dem Touchscreen. Langjährige iPad-Nutzer benötigen dafür erfahrungsgemäß eine kurze Eingewöhnung. Genau wie das iPhone X besitzt nun auch das iPad die Gesichtsentsperrung Face ID, die Sie zum Entsperren des Geräts, zum Bestätigen von Logins oder iTunes-Käufen oder in Zukunft zum bargeldlosen Bezahlen via Apple Pay nutzen können. Das Gehäuse ist im Vergleich zum Vorgänger kantiger, aber durchaus flacher und handlicher geworden. Zudem sorgen die verkleinerten Displayränder dafür, dass man den Bildschirm vergrößern konnte, ohne dabei das iPad an sich vergrößern zu müssen. Anstatt der sonst üblichen 10,5 Zoll misst die Diagonale nun nämlich 11 Zoll. Damit ist das iPad Pro 11" (2018) das erste iPad, das sowohl optisch als auch in puncto Bedienung wirklich neu ist. Eine sehr interessante Neuerung ist das Fehlen des üblichen Lightning-Anschlusses. Damit verabschiedet sich Apple endgültig von seinem proprietären Anschluss und geht mit USB-C den Weg der Vielseitigkeit. Darüber können Sie Ihr iPad aufladen, ein externes Display anschließen oder andere Geräte über den iPad-Akku mit Strom versorgen – etwa eine Kamera oder ein Smartphone.

Technisch weiterhin das Maß aller Dinge

Apple stattet sein neues iPad Pro mit neuen Chips sowie einem überarbeiteten Display aus. Während in den neuen Smartphones iPhone XS, iPhone XS Max und iPhone XR der A12-Bionic-Chip verbaut wurde, werkelt im neuen iPad Pro 11" (2018) der Apple A12X Bionic. Dieser besitzt 8 Rechenkerne, die einen zusätzlichen Geschwindigkeitsschub gegenüber dem A12-Chip bringen sollen. Eigenständig arbeitende Rechenkerne, die als sog. neural engine fungieren, verbessern maschinelles Lernen und die Einbindung und Nutzung von Augmented-Reality-Inhalten. Die verbaute Kamera unterstützt so beispielsweise das neue Smart HDR – ist diese Funktion aktiviert, schießt die Kamera ohne Verzögerung mehrere Fotos mit verschiedenen Belichtungszeiten. Hier kommt der smarte Bionic-Chip ins Spiel: Dieser durchsucht diese Bild-Varianten und entscheidet selbstständig, welche die besten Motive sind, ehe sie zum Erreichen des HDR-Effekts übereinander gelegt werden.

Das Display ist iPad-typisch weiterhin auf IPS-Basis und verzichtet auf die Verwendung eines OLED-Panels. Das Panel hat Apple jedoch in puncto Farbwiedergabe und Helligkeit weiter verbessert. Dank 120-Hz-Technologie wirken Animationen im Betriebssystem und Videos ausgesprochen flüssig und sanft. Auch die Laminierung der Bildschirmoberfläche zur Verminderung von Fingerabdrücken und Spiegelungen ist wie beim Vorgänger an Bord.

Das iPad Pro 11" (2018) als Werkzeug für kreative Köpfe

Das Apple iPad Pro 11" (2018) ist neben 64 GB, 256 GB und 512 GB nun erstmals in einer 1-TB-Variante erhältlich. Derart üppige Festspeicherausstattungen machen Speicherkarten obsolet – dadurch fällt das Fehlen eines Speicherkartensteckplatzes überhaupt nicht mehr auf. Allerdings ist der Aufpreis dafür drastisch: Die Variante mit 1 TB schlägt wahnsinnig hoch zu Buche – möchte man dazu noch die LTE-Mobilfunk-Variante, muss man tief in die Tasche greifen. Mit einem so großen Speicher sind Sie perfekt gerüstet, um alle Aufgaben auf einem Gerät zu erledigen. Mithilfe des überarbeiteten Apple Pencil (2. Generation), der leider nicht im Lieferumfang enthalten ist, können Sie noch einfacher Zeichen-Apps verwenden und handschriftliche Notizen anfertigen. Wenn Sie lediglich Wert auf die Unterstützung eines digitalen Stifts legen, dann müssen Sie nicht zu diesem Modell greifen. Das weitaus günstigere Apple iPad (2018) versteht sich auch hervorragend mit dem Apple Pencil, allerdings nur der ersten Generation.

Stärken
  • randloses Display mit Face ID
  • extrem leistungsstarkes System
  • USB-C
  • bis zu 1 TB Speicher
Schwächen
  • extrem teuer

Tablets haben harte Konkurrenz bekommen – und werden dadurch besser

Als Apples iPad den Markt revolutionierte, explodierten die Verkaufszahlen und jeder musste unbedingt ein Tablet haben. Das hat sich in den vergangenen Jahren aber wieder spürbar beruhigt, nachdem Convertible-Notebooks mit Tastatur, etwa von Microsoft und Lenovo, immer leichter wurden und dank echtem Windows-Betriebssystem in Konkurrenz traten. Mittlerweile sind die Verkaufszahlen wieder rückläufig, vor allem die Billiganbieter sind unter Druck geraten. Das liegt sicherlich auch daran, dass Smartphones immer größer werden und der Trend zu besonders großen und randlosen Displays immer präsenter wird.

Und so konzentriert sich der Markt Testberichten zufolge zunehmend auf die obere Mittelklasse und Topgeräte, wobei erstaunlich viele Geräte in den Vergleichen ähnlich gute Noten abstauben. Das spricht dafür, dass die Geräte mehr oder weniger ausgereift sind. In den Tests findet sich denn auch immer wieder der Hinweis, dass kaum noch neue technologische Impulse gesetzt werden. Trotzdem gibt es natürlich Ausreißer – und die finden sich meist in den Bereichen Display-Qualität und Speicherausstattung.

Das Display im Test: Die großen Zwei – doch der Rest hat aufgeschlossen

Am Markt gibt es genau zwei Platzhirsche - Apple und Samsung. Beide stellen auch die Geräte her, denen man die besten Displays nachsagt. Tatsächlich ist es bei den beiden Herstellern aber das Gesamtpaket, das sehr gut aussieht.

Betrachten Sie dagegen nur die Qualität des Displays, können auch andere überzeugen. So sind zuletzt auch Huawei und Amazon mit tollen Displays im Test positiv aufgefallen: Beide nutzen Panels mit guter Blickwinkelstabilität, sehr scharfer Auflösung und guter Farbdarstellung. Wichtig ist bei einem Tablet aber vor allem die Helligkeit - schließlich soll man es auch im Sonnenlicht unterwegs ablesen können. Hier sind einige Mitbewerber sogar schon besser als die großen Zwei.

Die Tablets mit den besten Displays:

Die Frage, welche Auflösung Ihr künftiges Tablet haben sollte, ist dabei schnell beantwortet: Mit Full HD sind Sie eigentlich immer auf der sicheren Seite. Sowohl bei den kleinen Modellen mit 7 oder 8 Zoll Bilddiagonale als auch bei den großen Couch-Tablets mit 10 Zoll wirkt Full HD angenehm scharf, Schriften werden ohne hässliche Treppchenbildung dargestellt. Selbst auf den großen Geräten ist daher eigentlich eine höhere Auflösung überflüssig, da die Bildschärfe im typischen Abstand einer Armeslänge die Auflösungsfähigkeit des menschlichen Auges übersteigt. Das ändert sich natürlich ein wenig, wenn Sie das Tablet regelmäßig sehr nah ans Gesicht halten. Umgekehrt empfehlen wir aber auch keine niedrigere Auflösung, denn selbst bei den kleinen Modellen sieht einfaches HD zumindest bei näherer Betrachtung der Schriften nicht mehr sauber aus.

Speicher: Häufigster Kritikpunkt im Test

Erstaunlich ist, dass selbst Tablets der Oberklasse immer wieder mit diesem Nachteil zu leben haben: Speicher wird nur äußerst geizig verbaut. Das iPad oder die Galaxy Tabs der S-Klasse sind von dieser Kritik zwar ausgenommen, bei den restlichen Geräten findet sich dieser Punkt aber umso öfter. Da werden Modelle mit Speichergrößen von 32 GB an den Markt geschickt - eigentlich unfassbar.

Entsprechend harsch fällt die Kritik aus. Denn hier ruhen sich die Unternehmen bewusst darauf aus, dass Sie ja selbst über eine Speicherkarte für die Erweiterung sorgen können. Dabei wird nur gern verschwiegen, das längst nicht alle Geräte die Installation von Apps auf Speicherkarten erlauben.

Die Prozessorleistung spielt nur noch eine kleine Rolle

Hinsichtlich der Leistung ist es ebenfalls der Speicher, der eine größere Rolle spielt. Er sollte bei mindestens 2 GB für eine flüssige Alltagsbedienung liegen. Besser sind aber Geräte mit 4 GB, weil dann selbst das Surfen auf grafiklastigen Seiten sowie der fließende Wechsel zwischen vielen parallel geöffneten Apps möglich sind. Die Leistung des Prozessors dagegen spielt nur eine untergeordnete Rolle. Selbst die technikaffinen Testmagazine kommen zunehmend von dem reinen Bewerten der Alltagsleistung anhand von Benchmarks ab. Denn de facto bieten Ihnen heute selbst einfache Chipsätze genügend Power für die flüssige Bedienung.

Ein Übermaß an Leistung hat nur eine Folge: Trotz stromsparender Technik wird am Ende der Akku unnötig belastet, was das Hauptmerkmal eines Tablets belastet - die Mobilität. Die App-Entwickler orientieren sich viel stärker an Smartphones, weil hier die Bandbreite viel größer ist. Und kein Entwickler möchte, dass seine App auf dem klassischen Einsteiger-Smartphone nicht zumindest grafisch abgespeckt läuft. Somit sind Highend-Chipsätze nur dann interessant, wenn man explizit 3D-Gaming betreiben möchte.

Es gibt noch einen Grund für einen ordentlichen Arbeitsspeicher: Gerade Android besitzt ein eigenes, automatisiertes Speichermanagement, auf das Sie als Nutzer zunächst keinen Einfluss haben. Das sorgt zwar einerseits dafür, dass der Speicher intelligent unter den gestarteten und parallel genutzten Apps verteilt wird – der Anwender kann ihn aber nicht irgendwie selbst zuweisen. Werden zu viele Apps nacheinander gestartet, geht die Leistung immer weiter in den Keller. Entsprechend wird für eine flüssige Bedienung primär richtig viel RAM benötigt.

Die Mobilität im Test

Natürlich hängt die Mobilität eines Tablets maßgeblich von seiner Ausdauer ab. Da jedoch jeder Nutzer ein komplett eigenes Nutzungsverhalten besitzt, sind harte Zahlen an dieser Stelle schwer zu nennen. Was beim einen für einen Tag reicht, kann bei sparsamer Nutzung dem nächsten zwei Tage Akkulaufzeit bringen. Daher behelfen sich die Magazine mit standardisierten Tests, bei denen zum Beispiel bei aktiviertem WLAN in bestimmter Reihenfolge Videos abgespielt, Websites geöffnet und Apps aktiviert werden. Doch nur im Vergleich mehrerer Geräte im selben Test bringt ein solches Verfahren Mehrwert.

Außerdem vergessen viele, wie wichtig zum Beispiel ein LTE-Modul für die Mobilität ist - nur so gelangen Sie unterwegs online. Das Tablet kann so mit einer eingelegten SIM-Karte auf das LTE-Netz eines Netzbetreibers zugreifen, Sie sind also nicht nur auf WLAN-Hotspots angewiesen. Auch das Gewicht spielt eine wichtige Rolle - denn einen Backstein hat wohl niemand gerne dabei.

Das Tablet als Smart-Home-Steuerung

Im Grunde ist es egal, ob Sie sich ein Apple iPad mit dem iOS-Betriebssystem oder ein Android-Tablet zulegen – wenn Sie ein Smart-Home-System der großen Hersteller wie Innogy, Devolo oder Bosch erwerben, finde Sie Apps für beide Betriebssysteme. So können Sie einfach Ihre Haushaltsgeräte auf dem Sofa mit Ihrem Tablet steuern. Vor allem für die Nutzung einer smarten Überwachungskamera sind Tablets durch ihre größeren Bildschirme besser geeignet als Smartphones. Sie können viel mehr auf dem Display erkennen und so besser einschätzen, was sich vor der Linse der Überwachungskamera tatsächlich abspielt.

Grafiktabletts: Alternative für Kreative

Dank guter Bedienstifte inklusive präziser Druckstufenerkennung, ist ein Tablet-PC auch ein nicht zu verachtendes Gerät für kreatives Zeichnen. Die Ergebnisse sind sofort auf dem Display sichtbar, aber die Handhabung ist oftmals unbequem. So kann zum Beispiel der Handballen nicht auf dem Touchscreen auflegen. Eine bessere Alternative sind hier Grafiktabletts, die zwar oftmals ohne Bildschirm auskommen, dafür aber in Kombination mit einem Notebook oder PC maximalen Komfort beim Zeichnen gewähren.


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