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Ganz normale Helden (detebe) Broschiert – 26. März 2014

4.6 von 5 Sternen 27 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Anthony McCarten, geboren 1961 in New Plymouth/Neuseeland, schrieb als 25-Jähriger mit Stephen Sinclair den Theaterhit ›Ladies Night‹, in der unautorisierten Filmadaption (›The Full Monty/Ganz oder gar nicht‹) eine der weltweit erfolgreichsten Filmkomödien. Es folgten weitere Theaterstücke, Drehbücher und Romane, von denen mehrere verfilmt wurden. Er lebt in London und München.


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Top-Kundenrezensionen

Von Eskalina TOP 500 REZENSENT am 4. September 2012
Format: Gebundene Ausgabe
Manchmal muss man einen ungewöhnlichen Weg gehen, um etwas wiederzubekommen, das man verloren hat – diese Erfahrung muss Jim Delpe gehen, als er seinem Sohn in das Onlinespiel LoL folgt. Sehr schnell wird er von dieser virtuellen Realität gefangen genommen und erfährt auf der Suche nach seinem Sohn auch sehr viel über sich selbst. McCarten nimmt sich in seinem neuen Roman die Welt des Internets vor. Es geht um ganz normale Menschen, die ihren ganz normalen Alltag leben, in den mittlerweile fast überall das Internet Einzug gehalten hat und einen großen Teil der täglichen Routine beherrscht. McCartens „ganz normalen Helden“, die Familie Delps ist dabei, an der Trauer um den Tod des jüngsten Sohnes zu zerbrechen und schafft sich ihre virtuellen Rückzugsorte. Hier können sie sein, wie sie sind – Jeff wird der große Abenteurer und Held in LoL, Jim, im normalen Leben Anwalt und Kämpfer gegen das Verbrechen ermordet plötzlich Kinder und Renata, Übermutter und Hausfrau, sinniert mit einem Seelsorger über Sünde und Moral.

Es ist der Schreibstil von McCarten, der mich immer wieder so begeistert. Es ist, als würde man zusammen mit seinen Figuren durch die Handlung gehen. Gerade bei diesem Plot gerät man in einen Sog, der einen immer tiefer in die Verwicklungen um die Delps hineinzieht. Man spürt in jeder Zeile mit der er die drei Familienmitglieder beschreibt, ihre Mischung aus Trauer, Wut und Hilflosigkeit und sieht als Leser, wohin die Reise in die Scheinwelt führen kann und möchte sie am liebsten warnen.
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Format: Gebundene Ausgabe
"... doch alle drei kommunizieren schon heftig auf jenen geheimen Kanälen,
auf denen sie für alle Zeit, und was auch immer geschieht, verbunden sind."

So wie Jeff als Merchant of Menace ins Internetspiel entführt wird, so wie Jim als AKI sich auf die Suche nach ihm macht und sich beinahe selbst verliert, so spürt der Leser den Sog dieses Buches und die Genialität eines Autors, selbst zu erzeugen, was er als Abhängigkeit erkennt. Als Leser weigern Sie sich nahezu, dass Buch aus der Hand zu legen.

Anthony McCarten (1961-) gelingt es, in einer brillanten Sprache die Diskrepanz zwischen digital natives und digital immigrants aufzuzeigen. Ihm gelingt es, das Netz zu spinnen, an dem alle hängen. Das familiäre Netz, dass ihre ursprüngliche Kommunikation erzeugt hat und welches nun durch einen Todesfall aus den Fugen geraten ist. So führt es in ein neues Netz der Ablenkung, weil den Hinterbliebenen die Anschlusskommunikation nicht mehr möglich war. Alle gehen ihre Wege, Jeff ins Cyberspiel, Renate, die Mutter, in eine online-Beichte, Jim als Vater und moderner Cowboy begibt sich auf die Suche nach seinem Sohn in eine ihm unbekannte Welt und muss sich dort neu kennenlernen. Sie fliehen aus dem Real Life, weil das virtuelle den Schein eines Halts bietet.

Sich selbst begegnen ist diese zweite Headline, die unterschwellig für jeden mitschwingt. Neue Orientierung über andere Wege wird gesucht, ein Fragen ohne Antworten, ein Vermuten zwischen Leben und Tod, ein Agieren zwischen Virtualität und Realität.
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Von Helga Kurz TOP 500 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 25. August 2012
Format: Gebundene Ausgabe
Wo finden Sie sich wieder?

Wenn Sie (wie der Autor und ich) Kinder haben, die gerade mal so eben erwachsen sind, gehören Sie zu der ersten Elterngeneration überhaupt, zu den „Digital Immigrant“, die ihre Kinder im Computer- und Internetzeitalter großgezogen haben, eine weltumspannende Sache, die Sie erst als Erwachsener kennengelernt haben. Sie haben wahrscheinlich, vielleicht ohne jemals ein Rollenspiel am Computer gespielt zu haben, viele Schlachten geschlagen. Und verloren. Beim Hase- und Igel-Spiel waren Sie meist der oder die mit der hechelnden Zunge, stimmt’s?

Wenn Sie einer dieser jungen Menschen sind, die heute „Digital Natives“ genannt werden, werden Sie vermutlich (wie meine Jungs) nur grinsen, wenn Ihnen von diesem Buch berichtet wird, das Sie vermutlich, wenn überhaupt, nur digital lesen werden. Denn das Lesen haben die meisten von Ihnen ja nicht aufgegeben, nur die Bücherwände Ihrer Eltern sind für Sie ungefähr so kalter Kaffee, wie für uns die selbstgehäkelten Sofaschonerdeckchen unserer Großmütter.

Wenn Sie keine Kinder haben, sind Sie entweder noch jung und werden, was Computer und Internet anbelangt, mit ihren künftigen Kindern, sofern Sie welche haben werden, vielleicht gelassener umgehen, oder Sie sind älter und glauben, dass sich Kindheit und Jugend seit Menschengedenken ähneln. Sie irren sich. Zwischen der Art, wie ich meine Jugend und meine Söhne die ihre verbracht haben, liegen Welten. Virtuelle Welten.

Der Blickwinkel auf dieses Buch kann daher besonders unterschiedlich sein.

Der 18-jährige Jeff, dessen Avatar „Merchant of Menace“ ein erfolgreiches Heldenleben in dem Computerspiel „Life of Lore“, „LoL“ (!
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