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Kundenrezensionen

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am 17. Mai 2017
Diese Rezension habe ich auch im NEWS-TICKER Nr. 475 vom 11. Mai 2017 beim TITANIC-MUSEUM-GERMANY verfasst und veröffentlicht:

(Zitat:) ,,Dieses Meisterwerk von Roman Polanski entstand gut dreißig Jahre nach seinem okkulten Thriller „Rosemaries Baby“ und ebenso spannend lieferte er dann 1999 „Die neun Pforten“ ab. Johnny Depp spielte darin die Hauptrolle. Im Film geht es darum ein altes historisches Buch aufzutreiben, wovon es nur noch drei Ausgaben gibt. Die drei Bücher sind aber nur auf den ersten Blick identisch und weisen kleine, aber feine Unterschiede auf. Zudem soll eines dieser Bücher vom Teufel selbst geschrieben worden sein … - In rund 128 Minuten wird der Zuschauer Zeuge, welche Mysterien von diesen drei Büchern ausgehen und es scheint fast so, als habe der Teufel selbst seine Hand im Spiel, um die Kräfte des Bösen wieder auf der Erde zu entfesseln. Und so wechseln sich Spannung und Gruseln ab, bis zum überraschenden Ende … + + +"
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am 28. Mai 2017
Heutzutage ist vielleicht mehr Action angesagt, hier geht es um alte Bücher, um eine Reise ins Unbekannte, um "das größte aller Spiele".
Vielleicht zu wenig Action, zu viel Dialog, was ja auch Tarnatino mit Hateful 8vorgeworfen wird, aber ich mag solche Filme, bei denen ich entspannen kann und die trotzdem spannend sind.
Johnny Depp spielt genial, aber er gefällt eben besser heutzutage als seltsamer Pirat - Geschmackssache. ;-)
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am 14. Juni 2017
Die Box der Special Edition ist schön aufgemacht und im Booklet kann man die Abbildungen zu den neun Pforten noch mal anschauen, aber die Extras auf der zweiten DVD sind belanglos. Ein langes Interview mit Roman Polanski (ca.30 min) befasst sich gar nicht mit dem Film und die Kurzinterviews mit den Darstellern sind nichtssagend. Wer Hintergrundinformationen zur Story erwartet hat, wird enttäuscht sein..
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am 24. August 2017
ein packender Film Sex and Crime schaurig düster mit Johnny Depp und Emmanuelle Segneir Super Schauspieler der Spitzenklasse eine echter Klassiger
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am 18. Januar 2016
Es ist teilweise schon fast lächerlich, wenn im gesamten Film ständig in Kette geraucht und Alkohol konsumiert wird. Das hier arg gesponsert wurde, ist mehr als offensichtlich. Ständig steckt der Protagonist sich eine Zigarette nach der anderen an oder öffnet laut irgendwelche Flaschen. Ansonsten sollte man sich nicht die Frage stellen, warum der Protagonist nicht einfach das gesamte Buch scannt, photokopiert oder wichtige Teile abphotographiert und das Buch bei einer Bank deponiert. Ich wundere mich immer wieder, warum der Besitzer so ein Buch überhaupt im Original herausgibt. Das ist nicht die einzige offensichtliche Schwäche des Plots. Überraschenderweise ist der Film trotzdem sehr spannend, wird nie langweilig und ist gut anzusehen; er zählt zu meinen Lieblingsfilmen. Die düstere Atmosphäre, das uralte Thema, das Menschen seit Jahrtausenden beschäftigt und auch die eindrucksvollen Kulissen werden, neben Johnny Depp wohl dafür verantwortlich sein. Vielleicht möchte ich den Film gar nicht zu sehr analysieren, sondern einfach nur wirken lassen. Kaufempfehlung.
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TOP 500 REZENSENTam 2. Juni 2016
Dean Corso ist ein Buch-Detektiv der sich auf das Auffinden, Aufkaufen und Veräußern von Bücher spezialisiert hat.
Das er dabei den ein oder anderen Kunden über den Tisch zieht gehört zum Geschäft....macht aus Dean aber nicht gerade den sympathischsten Menschen.
Nun aber gerät Dean an einen noch größeren Hai als er es Selber ist.
Der Multimillionär Boris Balkan beauftragt ihn das Buch "Die neun Pforten ins Reich der Schatten" auf Echtheit zu überprüfen.
Dazu soll er nach Europa reisen und 2 weitere Exemplare begutachten um herauszufinden welches der 3 Bücher nun das Echte ist.
Von Anfang an merkt Dean das etwas nicht stimmt denn er fühlt sich verfolgt.
In Europa angekommen bestätigt sich sein Verdacht denn eine junge Frau, die ihm schon in den Staaten aufgefallen war, ist ebenfalls dort.
Dean ahnt nicht das er sich bereits im Bann einer unheimlichen Macht befindet und seine Odyssee an den Rand des Fassbaren begonnen hat....

Die Neun Pforten aus dem Jahr 1999 ist meiner Meinung einer der besten Mystery-Thriller überhaupt.
Roman Polanski zeigt mal wieder alle Facetten seines Könnens und erschuf ein kleines Meisterwerk des Genre.
Die bedrohliche Grundstimmung des Films nebst morbider Atmosphäre ist da nur ein kleiner Teil der den Film zu etwas besonderem macht.
Auch die Settings, ob Staaten, Spanien, Portugal oder Frankreich, sind ein Elementarer Punkt.
Die Dialoge sind hervorragend und der Plot schafft es den Zuschauer immer Tiefer in seinen Bann zu ziehen.
Der dezente Soundtrack rundet das Ganze ab.

Für mich persönlich ein Genre Film bei dem Alles stimmt und der über keinen nennenswerten Schwächen verfügt.
Weiß nicht wie oft ich Die Neun Pforten nun schon gesehen habe aber eines ist Sicher: Heute wird nicht das letzte Mal gewesen sein.
Darsteller sind u.a.: Johnny Depp, Emmannuelle Seigner, Frank Langella, James Russo, Lena Olin, Jose Lopez Rodero und Jack Taylor.
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am 6. April 2003
Auch ich habe mir als großer Polanski-Fan den Film damals trotz
eher schlechter Kritik im Kino angesehen und war schon von der herrlich düsteren Atmosphäre des Vorspannes gefesselt.W.Kilar's
Musik lässt einen schon zu Anfang regelrecht durch die neun Pforten schweben und untermalt die Handlung wie es besser nicht hätte passen können.Um so mehr wundert es mich, dass der Film dermaßen geteilte Meinungen hervorruft, steht er doch durchaus in alter Polanski-Tradition.
Von lustloser Verlilmung einer besseren Romanvorlage kann meiner Meinung nach auch kaum die Rede sein, denn tatsächlich greift der Film nur einen von zwei grundverschiedenen Handlungssträngen
des Buches "El Club Dumas" auf, nämlich die Suche nach dem Geheimnis der "Neun Pforten".Hierbei noch den Club Dumas unterzubringen wäre überflüssig und irreführend.
Zugegebenermaßen ist der Film auch so schon nicht besonders leichte Kost, eröffnet aber, je öfter man ihn sieht immer wieder neue Interpretationsmöglichen für Leute, die einen Blick für Details haben. Zum offenen Ende sei gesagt,dass dies der einzig akzeptable Schluss für einen Film dieser Thematik sein kann,
jede Darstellung von dem was sich hinter der neunten Pforte verbirgt wäre zwangsläufig unglaubwürdig.Nein,dieses Ende sollte der Fantasie überlassen bleiben, vorausgesetzt man hat welche.
Gerade der moralisch eher zweifelhafte Schluss macht den besonderen Reiz des Films aus.
Interessant ist auch die Entwicklung der Hauptfigur,dieser gelangweilten, emotions-und skrupellosen Söldnerseele, gespielt von Johnny Depp,zum wahren "Wolf im Schafspelz".(Man beachte zum Beispiel den Blick des kleinen Mädchens am Flughafen , oder den Hund in der Szene vor dem brennenden Haus der Baronin.)
Abschließend sei gesagt, dass dies kein Film für Effekthascher und Actionliebhaber ist,(diese sind mit einem Streifen wie"Armee der Finsternis" besser bedient), sondern für Freunde subtiler, unterschwelliger Spannung.
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am 17. März 2017
Dieser Film ist sehr aufschlussreich und auch sehr lehrreich. Er ist ein meisterliches Beispiel von subtiler Manipulation und deren Folgen.

Drei Hauptcharaktere: Der Teufel, sein treuester Ergebener (Balkan) und der Hofnarr (Corso). Der Teufel ist der Strippenzieher im Hintergrund, der große Manipulator und Verführer. Er zeigt sich nie persönlich sondern schickt stets seine Mitarbeiter, im Film etwa eine mysteriöse Frau mit grünen Augen und verschiedenfarbigen Socken oder die Ceniza-Zwillinge. Dennoch wirkt er zu jeder Zeit auf einer höheren Ebene. Balkan ist das Bauernopfer, er würde zwar alles tun, um in das Reich des Fürsten der Finsternis einzuziehen, aber er ist nicht dazu bestimmt. Der Teufel bevorzugt den gutmütigen Narren, der sich in dieser Rolle wohl fühlt und den er schließlich in Corso gefunden hat. Ein Trottel, der sich von ihm nach Belieben manipulieren lässt, ohne zu fragen bzw. zu hinterfragen. Seine satanischen Mitarbeiter sorgen dafür, dass Corso immer in der Spur läuft und seinen Weg mit aller Entschlossenheit verfolgt. Obwohl Corso ausgesprochen scharfsinnig ist, versteht er nicht, dass er letztlich freiwillig nur das tut, was von ihm verlangt wird. Er macht von seinem Recht auf Selbstbestimmung keinen Gebrauch und überlässt es anderen. Er ist nicht auf der Suche sondern geht lediglich seinen vorbestimmten Weg. Und dieser Weg ist aussichtslos - es ist ein Irrweg. Im Film wird das sehr schön dargestellt durch den Holzschnitt mit dem Labyrinth, vor dem ein Narr steht. Obwohl in der LCF-Version der Durchgang am Ende des Labyrinths offen ist, legt der Verlauf im Innern nahe, dass es unmöglich ist, zu diesem offenen Durchgang zu gelangen. Der Narr wird also nach allen Regeln der Kunst vom Meister persönlich an der Nase herumgeführt.

Corso täte gut daran, wenn er am Ende vor der neunten Pforte stünde und sagte: Njet! Nicht mit mir!
Leider aber ist das für ihn keine Option. Er ist dem Teufel auf den Leim gegangen.

Wer den Film noch nicht gesehen hat, dem empfehle ich ihn ausdrücklich. Von mir fünf Sterne und ich würde gerne noch mehr geben.
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am 19. November 2015
Die neun Pforten - ein Film der einfach 5* verdient. Spannend gemacht - dieser Film gehört einfach in jede DVD Sammlung! Einfach klasse, dafür 5*!!
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am 25. Mai 2017
" Der Mann, der dieses Buch schrieb, tat das in Zusammenarbeit mit dem Teufel und endete dafür auf dem Scheiterhaufen".
Dean Corso, Experte für antiquarische Bücher zuckt bei diesen Worten unwillkürlich zurück. Was hat es mit dem alten in Leder gebundenen und mit goldschimmernden Verzierungen eingefassten Buch auf sich für das Menschen sterben , weil sie es lasen und töten, um in seinen Besitz zu kommen ? Das Reich der dunklen verstaubten Buchreihen in verwinkelten Bibliotheken, in uralten Villen , auf Dachböden und in wurmstichigen Schränken, das literarische Vermächtnis der Generationen, vergilbt in der Ewigkeit der Jahrhunderte und angefüllt mit verborgenem Wissen, mystischen Geheimnissen und weltgeschichtlichen Rätseln, das ist die Welt von Dean Corso ( Johnny Depp) .
Der schlaksige gewiefte Bücherjäger hat schon viel gesehen, aber ein solches Exemplar wie " Die neun Pforten" , dessen Echtheit auf dem Prüfstand steht, hatte er noch nicht in den Händen. Man sagt der Satan selbst hätte dem Schreiber die Feder geführt, wie einst Gott Belsazar die Weisungen aus dem Jenseits -Reich im Kerzenschein an die Wand schrieb. Doch hier handelt es sich um fluchbeladene Botschaften des Bösen der Unterwelt, der sich angeblich in Wort und Bild hier den Menschenkindern offenbarte. Kurz danach wurde der Verfasser Aristide Talchio, der " Die neun Pforten ins Reich der Schatten" schrieb im Jahr 1587 von der Inquisition auf dem Scheiterhaufen als Hexer verbrannt .
Neun Holzschnitte, makaber burlesken Tarotkarten ähnlich, sind in das Werk zu Anfang jedes Kapitels gezeichnet. Der Illustrator ? Nach Überlieferung der Leibhaftige selbst. Totenschädel und Fabelwesen , verkehrt herum aufgehängte Harlekine, leuchtende Burgmauern und Zinnen und darüber die Sterne und das All, zugemauerte Tore , Treppen ins Nirgendwo und goldene Schlüssel. Makabere Holzschnitte , grotesk und beunruhigend zugleich. Die neun Pforten, die zu der einen letzten Erkenntnis in das Reich des Antichristen führen und die Dimension in die Unterwelt aufstoßen. Welch ein Geheimnis , verborgen unter Staub auf porösem Papier in verblichene altertümliche Buchstaben gefasst , das den Erdenkreis vor Furcht erzittern lassen könnte. Wer kann die Zeichen entschlüsseln und der Höllenfürst, wo wartet er in den Ebenen zwischen Wahnsinn und Wirklichkeit ?

" Es gibt Bücher, die gefährlich sind , und die man nicht ungestraft lesen darf". Der sinistere Boris Balkan flüstert diese Worte leise und sein Blick ist kalt und durchdringend wie Eis. Seit Jahrzehnten ist der reiche Mäzen Sammler von satanischen Schriften aus aller Welt. Meterlange Bücherregale in seiner Sammlung haben nur einen Protagonisten, den Teufel. Nun ist ihm die Bibel unter den luziferischen Werken in die Hände gekommen. Gekauft hat er es von dem alten Privatsammler Boris Telfer. Telfer muss hinter das Geheimnis der " Neun Pforten" gekommen sein und nahm sein schauerliches Wissen mit ins Jenseits.
Zu Anfang des Films sehen wir, wie der greise Telfer an seinem Sekretär sitzt, noch ein paar Zeilen schreibt und sich dann in der Zimmermitte seelenruhig erhängt.
Drei Exemplare gibt es von den " Neun Pforten", alle scheinbar bis zum letzten geschwungenen Buchstaben haargenau gleich. Welches ist das Original, das das Tor zür Hölle öffnet ? Mit welchem Exemplar gelingt es den Teufel zu beschwören ? Boris Balkan ist überzeugt, sein Exemplar ist das Original. Der gewiefte Bücherexperte Don Corso soll für eine hohe Summe nun die beiden anderen Ausgaben mit dem vorliegenden vergleichen und bis aufs kleinste Detail überprüfen. Ein zweites Pendant gehört einem reichen Portugiesen , das dritte der zurückgezogen lebenden Baronin Kessler in Paris. Dean Corso wird sich auf die Spuren des Teufels begeben quer durch Europa.
Doch wenn der Leibhaftige im Spiel ist , dass musste schon Harry Angel in " Angel Heart" entsetzt am eigenen Leib feststellen, säumen bald auch Grauen, Blut und Leichen den Weg , und das Gefühl ständig verfolgt und beobachtet zu sein von bösen Augen, huschenden Schatten und von sich nicht sichtbar manifestierenden dämonischen Kräften sorgt mehr und mehr für angstschlotternde Knie und reale Todesgefahr.
Die lasziv ihn umgarnende Witwe eines Toten ( Lena Olin) und eine rätselhafte Unbekannte ( Emanuelle Seigner), wie ein Feenwesen aus einer Zwischenwelt, lassen Dean Corso immer mehr an seinem Verstand zweifeln.
Die merkwürdigen Begegungen, bizarren Situationen verdichten sich zunehmend . Personen sind nicht das was sie scheinen, jeder spielt hier sein eigenes perfides Spiel , wer zuviel weiß stirbt einen grotesken Tod und die Flammen der Hölle, sie lodern aus den sündhaften Abgründen.
Die Wirklichkeit aus langen Zugfahrten, pittoresken europäischen Grossstädten, ungastlichen Hotelzimmern , dunklen Gassen, prachtvollen alten Villen , steinernen Ruinen wird zum Zerrbild, überschattet von Paranoia, Fanatismus, abstrusen Sektenzeremonien und obskurer Parapsychologie. Und am Ende, nachdem Polanskis suggestives Meisterstück uns über zwei Stunden völlig in seinen maliziösen Bann zog, stehen wir tatsächlich mit staunenden Augen da, denn die Wirklichkeit muss dem erhabenen Schrecken weichen. Tief erfasst von der feierlichen Aura des Ungeheuerlichen erschließt sich uns die letzte Wahrheit, verborgen in steinernen Ruinen vor scharlachrot übergossenem Abendhimmel und die letzte Pforte öffnet sich im gleissenden Licht. Dahinter die....

Was für einen verführerisch schillernden Teufelstrank hat Polanski hier gebraut. Ein unbeschreiblich mystisches, ungewöhnliches und atmosphärisch dichtes Schauerepos, das wahrlich nichts mit dem Hollywood Einheitsbrei der Neuzeit zu tun hat.
Schon die Eingangssequenz in der wir zu den dunkel pulsierenden Walzerklängen von Wojciech Kilar losgelöst in schwarzer Nacht durch neun sich öffnende Tore schweben, alle anders ausgestattet, mal prachtvoll, dann verwittert , barock verziert oder aus Holz, lässt uns völlig gebannt von der verwunschenen Schönheit der Bilder sein. Wir stürzen in einen dahingleitenden Nachtmahr voller Ahnungen und überirdischem Flair. Kinomagie, wie sie sehr selten schon in den ersten drei Minuten erzeugt wird.
Regisseur, Produzent und Drehbuchautor ist Roman Polanski, der hier ein weiteres phantastisches Filmjuwel seiner Vita hinzufügt. Hier ist jedes Requisit, jede Ausleuchtung, jeder Blickwinkel auf den Punkt und sorgfältig arrangiert. Ein Ausnahmekünstler, der über Jahrzehnte einen filmischen Meilenstein an den nächsten reihte, der immer noch nicht entsprechend gewürdigt wird, bzw. ,was unfassbar wütend macht, sich sogar noch im hohen Alter mit Strafverfolgung wegen einer verjährten Jugendsünde herumschlagen muß. Eine peinliche Farce, aber dies nur am Rande.
Polanski zeigt sich in " Die neun Pforten" so brillant wie eh und je. Jedes elegante Bild, jede Kamerafahrt im Zusammenspiel mit Musik, Darsteller und perfekt komponierter klassischer Suspense Story ein Hochgenuß für Cineasten.

Der Thrill und die ständige Bedrohlichkeit , sie entwickeln sich hier nicht durch vordergründige Hektik und Jumpscares, sondern durch die exquisit für Feinschmecker erzeugte Tiefgründigkeit eines wahren Meisters der Suggestion, der mit leisen , versteckten Hinweisen, unterschwelligen Irritationen und mit der versponnenen Magie von Aberglaube und Mystik arbeitet, noch lange Spielraum für eigene Gedanken und Interpretationen lässt und damit das erschafft , was heute so oft im Kino fehlt. Transzendenz , Tiefe und intuitives Erspüren von Dingen hinter den Dingen ohne Sachen tot zu erklären. Beklemmende, intuitive Stimmungen erzeugen statt Hast und ADHS-Hektik. Ein grosses Talent, welches fast ausgestorben ist.
Unvergessen ist Polankis Okkultismus Kultfilm " Rosemarys Baby". Die " Neun Pforten" ist somit sein zweites Rendezvous mit dem Leibhaftigen. Kein unheimliches Kammerspiel in einem Mietshaus mehr sondern eine mystische Abenteuerreise durch ganz Europa mit Zugfahrt, Verfolgung und Femme fatale auch noch mit Hitchcock Flair veredelt, und auf den Spuren eines verfluchten Buches . Damit geht " Neun Pforten" ganz andere Wege steht aber dem sechziger Jahre Klassiker in nichts in Punkto knisternder Spannung nach und nimmt in seiner hypnothischen Intensität ähnlich gefangen.
Polanski ist immer ein eigensinniger und selbstbewusster Filmemacher gewesen, der sich Romanhandlungen als Grundgerüst nahm, aber besonders in Auflösung und Finale sich ganz eigene Interpretationen erlaubte, die oft sogar besser funktionieren als in der literarischen Vorlage. Erwähnt sei da sein Epos " Tess" , oder auch " Macbeth" dessen letzte Bilder das Shakespeare Drama noch einmal um eine intelligente Drehung ergänzen. Auch Arturo Perez -Revertes Romanvorlage zu diesem Satanscocktail mit Namen " Der Club Dumas" wurde von Polanski entscheidend umgearbeitet. " Die neun Pforten" hat ein ganz anderes Ende als die Vorlage " Der Club Dumas". Auch verzichtet Polanski in seinem Film auf die Zusammenhänge zwischen den Teufelsbüchern und dem Leben und Wirken des Romanciers Alexandre Dumas, die im Roman von grosser Bedeutsamkeit sind und interpretiert einige Charaktere anders. Der Roman " Der Club Dumas" sei ebenfalls als hochspannende Lektüre hier auf jeden Fall empfohlen.
Wie in Polanskis " Rosemarys Baby" fasziniert auch in " Die neun Pforten" besonders der beunruhigende und spannende Clash zwischen aufgeklärter Moderne und der lauernden Macht dunkler Mysterien vergangener Jahrhunderte.

Ist es heute noch zu glauben ? Ja, Johnny Depp war lange vor dem tuckigen Piratenquark einmal ein richtig guter Schauspieler. Das bewies er in " Blow"," From Hell"," Astronauts Wife" , in " Sleepy Hollow" und vor allem auch in " Die neun Pforten" . Der schnodderige, schrullige, nicht ganz moralisch blütenweisse Bücherjäger Dean Corso ist ihm wie auf den Leib geschneidert und uns stellen sich selbst die Nackenhaare vor Schaudern auf, geraten wir mit ihm in eine teuflisch gefährliche Situation nach der anderen. Immer ist ihm jemand oder etwas eine Nasenlänge voraus, auf Schritt und Tritt scheint er beobachtet zu werden, und wenn dann die erste Leiche , grausig hindrapiert wie auf den Holzschnitten in dem Teufelsbuch zu beklagen ist, dann sind auch unsere Sinne in höchster Alarmbereitschaft.
Schwarze Magie, Satanskult oder reale Erklärungen ? Polanski findet eine ganz besondere Interpretation, die uns noch lange stumm und völlig geflasht ( um einmal das Neudeutsche zu bemühen) vor dem Bildschirm zurücklässt. Kaum für möglich gehalten hätte man, dass ein derart edel ausstaffierter, geheimnisumwobener und raffinierter Film von einem nur sich und seinen Ideen verpflichteten Regisseur in der Kino Mainstream-Hölle noch ab und zu möglich ist.
Eine okkulte fremde Welt, ein Geheimnis, die Einsamkeit, die Erkenntnis und die Verlockung des Bösen.
Die " Neun Pforten" öffnen sich für Sie.
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