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Der letzte Wunsch Taschenbuch – 1. Juni 2007

4.4 von 5 Sternen 194 Kundenrezensionen

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Womit verdient sich ein Hexer das Brot in der Suppe? Wie heilt man eine menschenfressende Prinzessin von ihrer unappetitlichen Angewohnheit? Und warum ist es anzuraten, das eigene Heim auch gegen magische und übernatürliche Ereignisse versichern zu lassen?

Der Hexer Geralt ist Fachmann, wenn es um die Beseitigung von Monstern, Vampiren und anderen lästigen Ungeheuern geht. Seine besten Freunde sind das Hexerschwert und der Barde Rittersporn, mit dem er auf der Suche nach Aufträgen das Land durchstreift. Doch es wird immer schwieriger Arbeit zu finden, da die Ausbreitung der menschlichen Städte kaum noch Platz lässt für mythische Fabelwesen. Und trotz seines blutigen Berufs ist Hexer Geralt keineswegs der gefühlskalte und gleichgültige Schlächter, für den ihn seine Auftraggeber oft halten. Seine offenbar unerwiderte Liebe zu der Zauberin Yennefer verleiht ihm eine Menschlichkeit, die er sich selbst nicht eingestehen will. Zudem wird ihm immer klarer, dass auch er zu jenem schwindenden Bereich der Fabelwesen gehört.

Mit unwiderstehlichem Humor lässt der polnische Autor Andrzej Sapkowski in seinem episodischen Roman eine Fantasy-Welt der Drachen und Zauberer auferstehen, die scheinbar allen Genre-Klischees entspricht, und er schreckt auch vor Anleihen an bekannte Grimmsche Märchen nicht zurück. Wer hier jedoch Altbewährtes erwartet, wird überrascht sein. Schonungslos schreibt Sapkowski Märchen um und räumt mit einigen Fantasy-Idyllen auf. Seine Romanfiguren sind Charaktere mit Leidenschaften, Marotten und seelischen Tiefen, die den Leser wie durch Magie in ihren Bann ziehen. Die Übersetzung von Erik Simon sorgt dafür, dass Sapkowskis derber Wortwitz auch im Deutschen den richtigen Schliff erhält.

Der Geralt-Zyklus überzeugt durch seine gelungene Mischung aus humorvollen wie spannenden Abenteuern, plastischen Figuren und Szenerien, einem Hauch Erotik und Nachdenklichkeit, wobei es Sapkowski immer wieder gelingt, mit ungewöhnlichen Lösungen zu überraschen. Seine Vielschichtigkeit macht den Roman zu einem wahren Leseabenteuer nicht nur für eingefleischte Fantasyfans. --Sara Schade -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Samuel Weiss lässt eine ausgesprochen gelungene Interpretation entstehen. Seine Stimme schwankt von rauchig-diabolisch zu flüsternd-mystisch, sie peitscht Handlung und Spannung voran - gelungenes Kino für die Ohren." (Musikmarkt) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Format: Taschenbuch
Zum Anlass des baldigen Erscheinens des Computerspiels 'The Witcher' sowie aufgrund des Erfolgs seiner noch nicht vollendeten 'Narrenturm'-Trilogie erschien dieses Jahr endlich Sapkowskis Erstlingswerk 'Der letzte Wunsch' wieder in Deutschland. Warum die Neuauflage dieses bereits 1998 hierzulande schon einmal erschienen Buches ' das bei Ebay und Amazon bereits zu Preisen von über 50€ gehandelt wurde ' so lange gedauert hat, ist mir ein Rätsel.
Als das Buch um den weißhaarigen Hexer Geralt 1993 in Polen erschien, hatten seine Kurzgeschichten es bereits geschafft, das Genre der Fantasy-Romane in Polen zu erneuern. Und das nicht ohne Grund!
'Der letzte Wunsch' enthält sieben von Sapkowskis ersten Kurzgeschichten, die als Erinnerungen des Protagonisten in einen übergeordneten Handlungsstrang eingebaut sind. Der Protagonist der Geschichten ist Geralt von Rivia, der von klein auf zu einem Monsterjäger, einem Hexer, aufgezogen wurde. Den alchemistischen Tränken, die ihm in dieser Zeit verabreicht wurden, hat er nicht nur seine übermenschliche Kräfte zu verdanken, sondern auch seine unnatürliche weiße Haarfarbe. Geralt, ein Meister mit dem Schwert und der Magie, wird jedoch selbst genauso sehr gehasst, wie die Monster, die er jagt, denn auch er ist eben nicht mehr ganz menschlich. In einer düsteren und gerade deshalb so realistischen Fantasy-Welt, die von Intrigen, Korruption und Rassismus geprägt ist, versucht er, seinem eigenem Verhaltenscodex zu folgen, lässt sich aber doch immer wieder von eigenen Gefühlen leiten.
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Format: Taschenbuch
### Zum Inhalt ###
Geralt von Riva, ein Hexer, ein professionelle Ungeheuertöter durchstreift die Lande auf der Suche nach Arbeit und erlebt dabei zahlreiche Begegnungen mit Monstern, nicht selten menschlicher als Menschen oder Menschen, die mehr Monster gleichen...
Dabei ist es mehr als nur ein Beruf. Damit Hexer es mit den Ungeheuern aufnehmen können, werden sie von Kindesbeinen an nicht nur einem harten Training, sondern zahlreichen teils magischen, teils genetischen Veränderungen unterzogen. Geralt erwies sich in dieser Hinsicht als besonders resistent und man unterog ihn einer stärkeren Behandlung, in deren Folge er seine Haarfarbe verlor aber auch über weitaus stärkere Fähigkeiten verfügt als andere Hexer.

Geralts Beruf wird im Land nicht sonderlich geachtet. Die Leute schätzen zwar seine Dienste, fürchten sich aber vor den Hexern, da sie genetisch manipulierte Menschen sind, die übernatürliche Fähigkeiten besitzen. Aus diesem Grund gerät Geralt immer wieder in Konfrontationen, die durch seine Fremdartigkeit ausgelöst werden.

### Kritik ###
Streng inhaltlich gesehen handelt es sich bei diesem Buch um eine Sammlung von sieben Kurzgeschichten, die durch kleinere Zwischenkapitel mehr oder weniger lose in Zusammenhang gebracht werden.

Ethik spielt eine sehr große Rolle. Geralt, durch seine Mutationen übermenschlich stark, kann weder Mensch noch Monster sein und muss die Erfahrung machen, dass er in der Gesellschaft mehr geduldet, als respektiert wird.
Die Welt, in der das Buch spielt, ist durchzogen von Rassenhass und Fremdenfeindlichkeit, von brutalen Despoten und Skalverei.
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
'Der letzte Wunsch' ist eine Sammlung von Kurznovellen aus dem Leben des Hexers Geralt von Riva, professioneller Monsterjäger im ewig vergeblichen Ringen um die eigene Neutralität in einer Welt voll gleichgültiger Niedertracht. Diese Geschichten sind in eine Rahmenhandlung gefasst, die sie in einen größeren Kontext und eine Reihenfolge rücken und ihnen auch tiefere Bedeutung verleihen.
Ich habe diese Sammlung vor einigen Jahren schon gelesen, damals gleich mehrfach, weil dieser Humor so köstlich düster, die Handlung so spannend und zugleich tiefgründig und die Charaktere einfach überaus faszinierend sind, so dass man sich ihrem Sog kaum entziehen kann und einfach immer wieder dieses Erlebnis wiederholen möchte. Danach habe ich alle anderen Bücher gelesen, die ganze wuchtige Saga um Geralt von Riva und Ciri und alle anderen tragischen Gestalten in ihrem Bannkreis, und ich habe die beiden Spiele gespielt, die mit einer wunderbar-atmosphärischen Interpretation des von Andrzej Sapkowski entworfenen Universums aufwarten. Und jetzt lese ich 'Der letzte Wunsch' erneut, und es ist, als wären die Geschichten noch einmal gereift wie guter Wein, und hätten an Tiefe, Köstlichkeit und Aroma gewonnen.
Sie haben mir wieder einzigartigen Lesegenuß beschert, der nun, nach Kenntnis der ganzen übrigen Verwicklungen, nur noch intensiver geworden ist.

Geralt von Riva ist ein überaus faszinierender und schillernder Held, und in den Kurzgeschichten wird das komprimiert deutlich wie kaum irgendwo sonst in den Büchern.
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