Lade die kostenlose Kindle-App herunter und lese deine Kindle-Bücher sofort auf deinem Smartphone, Tablet oder Computer – kein Kindle-Gerät erforderlich.
Mit Kindle für Web kannst du sofort in deinem Browser lesen.
Scanne den folgenden Code mit deiner Mobiltelefonkamera und lade die Kindle-App herunter.
Bild nicht verfügbar
Farbe:
-
-
-
- Herunterladen, um dieses Videos wiederzugeben Flash Player
Dem Autor folgen
OK
Der kosmische Volltreffer: Warum wir hier sind und das Universum wie für uns geschaffen ist Gebundene Ausgabe – 3. März 2008
- Seitenzahl der Print-Ausgabe370 Seiten
- SpracheDeutsch
- HerausgeberCampus Verlag
- Erscheinungstermin3. März 2008
- Abmessungen14.9 x 2.8 x 22.4 cm
- ISBN-103593385406
- ISBN-13978-3593385402
Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen
Produktbeschreibungen
Pressestimmen
Als das Universum abkühlte, war es um die Symmetrie geschehen
"Im kosmischen Reiseführer von Paul Davies lässt sich viel über die moderne Physik lernen."
18.03.2008 / Die Welt:
Der komische Volltreffer
"Die Lektüre ist eine spannende Reise an die Grenzen menschlicher Vorstellungskraft."
14.07.2008 / Deutschlandradio:
Suche nach dem Sinn des Universums
"Paul Davies ist einer der führenden Vertreter seines Fachs und hat die seltene Gabe, nicht nur exzellent zu forschen, sondern auch allgemein verständlich davon zu berichten."
25.11.2008 / Süddeutsche Zeitung:
Nahezu unausweichlich
"Der Autor breitet die Theorien der theoretischen Physik gekonnt vor seinen Lesern aus."
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Produktinformation
- Herausgeber : Campus Verlag; 1. Edition (3. März 2008)
- Sprache : Deutsch
- Gebundene Ausgabe : 370 Seiten
- ISBN-10 : 3593385406
- ISBN-13 : 978-3593385402
- Abmessungen : 14.9 x 2.8 x 22.4 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 964,360 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 436 in Kartografie (Bücher)
- Nr. 3,979 in Astronomie (Bücher)
- Nr. 14,071 in Umwelt & Ökologie (Bücher)
- Kundenrezensionen:
Informationen zum Autor

Entdecke mehr Bücher des Autors, sieh dir ähnliche Autoren an, lies Autorenblogs und mehr
Kundenrezensionen
Kundenbewertungen, einschließlich Produkt-Sternebewertungen, helfen Kunden, mehr über das Produkt zu erfahren und zu entscheiden, ob es das richtige Produkt für sie ist.
Um die Gesamtbewertung der Sterne und die prozentuale Aufschlüsselung nach Sternen zu berechnen, verwenden wir keinen einfachen Durchschnitt. Stattdessen berücksichtigt unser System beispielsweise, wie aktuell eine Bewertung ist und ob der Prüfer den Artikel bei Amazon gekauft hat. Es wurden auch Bewertungen analysiert, um die Vertrauenswürdigkeit zu überprüfen.
Erfahren Sie mehr darüber, wie Kundenbewertungen bei Amazon funktionieren.-
Spitzenrezensionen
Spitzenbewertungen aus Deutschland
Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuche es später erneut.
dann bei Paul Davies (auf Empfehlung von HvD). Davis ist ein “weicher” Physiker und ein glänzender, verständlich
schreibender Sachbuchautor.
Er ist “so wissenschaftlich wie möglich”, lässt aber immer die Möglichkeit zu, dass ein Mysterium bleibt, das wir nur
als “göttlich” beschreiben können. Manchmal kommt er mir wie ein “spiritueller Trojaner” unter den Physikern vor.
Wie dem auch sei: Ich liebe seine Bücher!
Wenn ich den groben aktuellen Stand der Kosmologie lesen oder nachlesen will, dann greife ich zuerst zu seinen Büchern.
Sein letztes, deutschsprachig erschienenes Buch, "der kosmische Volltreffer", ist eine gute Zusammenfassung
des aktuellen Standes der Kosmologie und der ewigen Frage: “Warum sind wir hier? Welchen Sinn hat unser Leben –
hier auf einer Erde, die wie für uns geschaffen scheint?” Es geht an den Rand des Denkbaren und darüber hinaus.
*** Das Nachwort als Vorwort lesen ***
Das Nachwort ist eine großartige Zusammenfassung des Buches. Es nimmt keineswegs die Spannung aus dem Buch,
wenn man gleich am Anfang liest, was dabei heraus kommt. Das ganze Buch ist eine argumentativ sehr differenzierte
Hinleitung dann zu dieser “Conklusion”. Mit dem Wissen um die Zusammenfassung fällt es leichter zu erkennen, worauf
jeder einzelne argumentative Schritt hinaus läuft. Ich beschränke mich bei der Buchbesprechung auf die Zusammenfassung:
Sieben bis acht Varianten der zeitgenössischen Kosmologie
>> Variante 1 (A): Das absurde Universum
“Absurd” heißt, es gibt keinen Sinn und Zweck des Ganzen. Es gibt keinen Gott, keinen Designer, kein “Schicksal”,
kein teleologisches (zielgerichtetes) Prinzip. Alles ist purer Zufall und die Existenz des Menschen im ansonsten
toten Universum eine unbedeutende Randerscheinung.
Diese Absurdität (im wahrsten, nicht wertenden Sinne) ist wohl die Weltanschauung der meisten Wissenschaftler.
>> Variante 2 (B): Das eine, einzige und einmalige Universum
Diese Version wird von einer Avantgarde der Kosmologen vertreten, die auf der Suche nach der EINEN Weltformel sind
(String/M-Theorie oder Ähnliches). Diese “Theorie von Allem” beruht auf mathematischen Prinzipien, die keinen Raum
für Anpassungen oder Feinabstimmungen lässt.
Unser Universum existiert NOTWENDIGERWEISE so, wie es ist. Wenn (!) es Gott gibt, ist er seit dem Big-Bang “arbeitslos”.
ER hat die Weltformel erschaffen, dem Ganzen Leben eingehaucht – und nun läuft alles von selbst.
>> Variante 3 (C): Das Multiversum
Wenn man Gott nicht als Verursacher unterstellen will, ist die Frage nahe liegend: Was war vor dem “Urknall”?
Die wachsende Minderheit der Kosmologen gehen davon aus, dass “unser (beobachtbares) Universum” nur eines
von vielen ist, ein “Taschen-Universum”, selbst nur Kind eines Mutter-Universums. Dabei können die physikalischen Gesetze
“von einer kosmischenm Region zur anderen” variieren. Die meisten der anderen Universen sind steril (ohne Leben),
die Existenz von Leben in “unserem Universum” wieder nur reiner Zufall, weil die Anfangsbedingungen beim Urknall Leben
in Konsequenz zufällig möglich gemacht haben.
Hier bleibt die Frage auf einer höheren Ebene unbeantwortet: Und was war VOR dem Mutter-Universum?
Und hat das Mutter-Universum diese einzigartigen Anfangsbedingungen unseres Universums bewusst gewählt?
>> Variante 4 (D): Intelligentes Design
Hierunter wird die Sicht der klassischen Religionen zusammen gefasst. Gott, der Schöpfer ist der Designer. Aber auch
jede Vorstellung, eine “Superintelligenz” steuert alles, fällt unter die Kategorie “intelligentes Design”.
Es lässt die Frage offen, wie und warum “der Designer” das alles erschaffen hat. (Kindlich-Göttlicher Spiel-Trieb oder
gar Spielsucht eines teuflisch-intelligenten Freaks? JS)
>> Variante 5 (E): Das Lebensprinzip
Das Lebensprinzip nimmt die offensichtliche Tatsache ernst, dass unser Universum Leben und Geist (selbstreflektierendes
Bewusstsein) hervorgebracht hat. Es postuliert, dass es NEBEN den phsikalischen Urprinzipien (die physikalischen Gesetze)
auch ein Lebensprinzip integriert war: das ZIEL (Thelos) von Leben und Geist schon von Anbeginn “eingeschrieben” war.
>> Variante 6 (F): Das sich selbst erklärende Universum
Alle bisherigen Varianten waren irgendwie “linear” in einem “Zeitstrahl von Anfang bis Ende” – mit der ewig ungelösten Frage:
Ja, und was war davor?
“Das sich selbst erklärende Universum” bezieht sich nun in einer “kausalen Schleife” auf sich selbst. Die Kausalität ist
noch gewahrt, aber auch rückwärts möglich (wie es die Quantenphysik erlaubt). Das Universum erschafft sich auch
rückbezüglich selbst: Es verursacht auch seine Vergangenheit – wie in den Film “Und täglich grüßt das Murmeltier”.
Es experimentiert mit sich selbst bis alles (einigermaßen) vollkommen ist.
>> Variante 7 (G): Das simulierte Universum
Das simulierte Universum geht (ähnlich der Trilogie MATRIX) davon aus, dass nichts real ist, sondern alles nur
eine “künstliche, virtuelle Reality-Show”. Diese Variante konsequent zu Ende gedacht heißt, dass es wahrscheinlich
mehr simulierte und reale Universen gibt – und wir selbst wahrscheinlicher in einem simulierten als realen Universum leben.
Absurder geht es kaum. Was, wenn diese “Superspieler” morgen schon den Stecker ihrer “Super-Computer” ziehen,
weil sie keinen Bock mehr auf das Spiel haben? Oder es plötzlich einfach nur einen “Stromausfall” gibt?
>> Variante 8 (H): Nichts von alledem
Paul Davies konstatiert, dass es noch weitere Varianten geben könnte: “Habe ich etwas vergessen?” (S. 336).
Er selbst macht keinen Hel daraus, dass er die Varianten E und F favorisiert. “Inzwischen muss man zugeben,
dass die meisten Wissenschaftler der Position A oder dergleichen zuneigen, ansonsten weiter ihre Arbeit machen
(da gibt es ja sicher auch Hypotheken abzutragen, JS) und die großen Fragen den Priestern und Philosophen überlassen.”
(letzter Satz S. 337)
Mein Fazit:
“Nichts von alledem” ist allerdings auch meine “kosmische Weltanschauung”. Mir macht das Buch deutlicher denn je,
dass die Kosmologie in einer Sackgasse steckt, “das Problem des Ursprungs” nicht mit den Mitteln der Physik erklärt
werden kann. Grob gesagt: PHYSIK kann nicht Leben und Geist erklären, sondern umgekehrt: LEBEN UND GEIST
können “die Physik des Anfangs und der Kosmologie” erklären. Ich gehe dabei stillschweigend davon aus, dass diese
hochkarätigen Kosmos-Physiker Leben und Geist besitzen.
Gerade weil das Buch auch einen wissenschaftlichen Laien mit den Ambitionen eines kosmischen Bewusstseins
an die Grenzen der physikalischen Kosmologie führt, kann ich das Buch nur wärmstens empfehlen.
Die Ausführungen erinnern mich an Hans Vaihingers „Philosophie des Als Ob“.
Gleichzeitig fiel mir auf, dass Davies den erkennenden Menschen – das Subjekt, den Beobachter – nur im Kapitel 10 (Sein oder Nichtsein) in seinen Gegebenheiten, Möglichkeiten und Einschränkungen der bewussten Wahrnehmung, Interpretation und daraus abgeleiteter Handlung berücksichtigt, sonst meist nur als Störung der Abläufe durch den Beobachtungsprozess wahrnimmt. So behandelt er auch „letzte Fragen“.
Kognitive Konstrukte zur Beschreibung von Sachverhalten – wie Begriffe – gewinnen ein Eigenleben; Ihnen werden vom menschlichen Betrachter Eigenschaften zugeschrieben, „als ob“ es sich um eigenständige Entitäten handelt, die sich evolutionär entwickeln, wobei scheinbar neue, emergente Eigenschaften entstehen.
Solche Vorstellungen lassen sich bis zu Platon zurückverfolgen.
Naturgesetze werden von Menschen in der Sprache der Mathematik formuliert, durch Codierung und Symbolik abstrahiert und von Menschen kommuniziert.
Davies setzt sich mit Scheinproblemen („Qualia“) auseinander, die sich aus dem methodischen Ansatz einer objektiven Beschreibung von Sachverhalten durch einen unbeteiligten Beobachters ergeben: Kein Wunder, dass Gaarder von diesem „spirituellen Trojaner“ unter den Physikern - wie ihn Jürgen Schröter in seiner Rezension m.E. zu Recht charakterisiert – begeistert ist, denn so bleibt das klassische Mysterium gewahrt.
Sachlich beschreibt Davies das aktuelle physikalischen Weltbild bzw. die inhaltlichen Diskussionen der Physiker differenziert, korrekt und allgemein verständlich, wenn auch durch die Brille seines Weltbildes bzw. seiner durch Erziehung implementierten kulturellen Prägung. So kommt er zu der von mir geteilten Vermutung: „Die uralten Fragen unserer Existenz könnten … sich als nichts mehr als die konfusen Grübeleien biologischer Wesen erweisen, die in ihrer mentalen Zwangsjacke gefangen sind, die sich den Zufällen der Evolution verdankt.“ (p.326)
Die Hoffnung auf eine alles klärende Offenbarung halte ich für einen Wunschtraum, vielmehr meine ich, dass neue Erkenntnisse in Bezug auf Wahrnehmung, Erkenntnis und „Geist“ – wie im radikalen Konstruktivismus in systemischem, rückgekoppelten Zusammenspiel von Körper und „geistiger“ Informationsverarbeitung - zu neuen Sichtweisen und echtem Verstehen führen.
Deshalb und wegen der fehlenden erkenntnistheoretischen Einbindung empfehle ich einen kritischen Umgang mit den Aussagen des Autors und vergebe nur vier Punkte.
Das Buch habe ich dennoch mit Interesse und Gewinn gelesen – und werde dies gelegentlich wiederholen.
