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Der kleine Bruder: Roman Gebundene Ausgabe – 1. September 2008
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Sven Regener
(Autor)
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Seitenzahl der Print-Ausgabe288 Seiten
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SpracheDeutsch
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HerausgeberEichborn
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Erscheinungstermin1. September 2008
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Abmessungen13.2 x 2.6 x 21.9 cm
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ISBN-10382180744X
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ISBN-13978-3821807447
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Produktinformation
- Herausgeber : Eichborn; 5. Aufl. 2008 Edition (1. September 2008)
- Sprache : Deutsch
- Gebundene Ausgabe : 288 Seiten
- ISBN-10 : 382180744X
- ISBN-13 : 978-3821807447
- Abmessungen : 13.2 x 2.6 x 21.9 cm
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Amazon Bestseller-Rang:
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Produktbeschreibungen
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Zu lachen und zu schmunzeln gibt es viel in Der kleine Bruder. Denn Frank Lehmann trifft nicht auf seinen Bruder, wohl aber auch dessen durchgeknallte WG, auf Hausbesetzer, schräge Musiker -- und, natürlich, auf die Frauen. An Stelle des verschollenen Manfred, der in Berlin aus unerklärlichen Gründen Freddie heißt, wird Lehmann zu einer Krisensitzung abkommandiert. Und der Leser über 40 kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus, woher Sven Regener all seine skurrilen Einfälle hernimmt -- und warum er ihm damit die eigene Vergangenheit derart lebendig wieder vor Augen führt. -- Stefan Kellerer, Literaturanzeiger.de
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
"Irgendwann war es so dunkel, daß Wolli schwieg. Frank Lehmann bemerkte das erst gar nicht, weil er schon lange nicht mehr hinhörte, schon kurz hinter der Grenze bei Helmstedt hatte er die Ohren auf Durchzug gestellt und sich aufs Fahren konzentriert, vor allem darauf, die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h nicht zu überschreiten, denn das war ja schon Wollis Hauptthema zwischen Bremen und Hannover gewesen, daß die einen fertigmachen würden, wenn sie einen dabei erwischten, wie man ihre Geschwindigkeitsbegrenzung von 100 km/h ignorierte, das hatte, allein schon durch die Sturheit, mit der Wolli dieses Thema zwischen Achim und Allertal in einem unaufhörlichen Redefluß wieder und wieder zu Tode geritten hatte, irgendwann dann doch Eindruck auf Frank gemacht, nicht so sehr, daß er Wollis Erzählungen, die immer Erzählungen von Leuten wiedergaben, die Leute kannten, denen das Erzählte einst widerfahren war, und die zusammengefaßt darauf hinausliefen, daß ein allzu sorgloser rechter Fuß sie direkt in den Gulag bringen würde, für wirklich bare Münze genommen hätte, aber erwar immerhin so weit davon eingeschüchtert, daß er um seine Ersparnisse zu fürchten begann, jene paar hundert Mark, die er von seinem Postsparbuch abgehoben hatte, um nach Berlin zu seinem Bruder zu fahren und ein neues Leben anzufangen, denn das war sein Plan. Kein besonders ausgefeilter Plan, dachte er gerade, als Wolli aufhörte zu reden und sie gemeinsam schweigend in das sehr dunkle Dunkel der Transitstrecke durch die DDR starrten, hat ein paar Schönheitsfehler, der Plan, dachte er, aber dann fiel ihm auf, daß Wolli nicht mehr redete, und die Stille hatte, zusammen mit der sie umgebenden Finsternis, eine beruhigende, einlullende Wirkung, der er sich gerne hingab. Scheiß drauf, ob der Plan Schönheitsfehler hat, dachte er, Hauptsache, es ist mal Ruhe im Schiff, und dann sah er nur noch der Straße dabei zu, wie sie sich in das funzlige Licht seiner Scheinwerfer schob wie ein alter, harter Teppich. Leider hatte er keinen Vordermann mehr, dem er folgen konnte, der letzte war vor einer Viertelstunde abgebogen in das Land um sie herum, von dem man nichts sah oder hörte, und Wolli hatte sich danach noch eine Weile darüber ausgelassen, daß das ein Trabant gewesen sei und was das zu bedeuten habe und so weiter und so fort, aber wenigstens war dieser Trabant, wenn es denn einer gewesen war, nicht so schnell gewesen, daß Frank ihn hatte ziehen lassen müssen wie all die anderen Autos, die sie in der Zwischenzeit überholt hatten, der Trabant hatte genau die richtige, risikoarme, von Wolli dringend empfohlene Geschwindigkeit gehabt, und er hatte sie sicher durch die Finsternis geführt. Nun war er fort, aber dafür hielt Wolli mal die Klappe, und das war doch auch schon was, fand Frank."
Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
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Er beschreibt das Leben von Frank Lehmann, der kurz vor der Wende 1989 von Bremen nach Berlin-Kreuzberg umgezogen ist.
Kann man lesen (und als eingefleischter Fan sollte man es auch), aber muss man nicht. Insbesondere sollte man nicht die erzählerische Klasse der anderen beiden Bücher erwarten (wenn man diese nicht kennt macht die Lektüre eh kaum Sinn).
In Berlin angekommen sucht er nach seinem Bruder, kommt in einer WG von Hausbesetzern unter und lernt in seinem neuen Beruf als Kellner in einer Kneipe seinen späteren Freund Karl, der in der Kneipe "Einfall" arbeitet, kennen.
Sven Regener erzählt von dem kleinen Frank genannt auch "Frankie".
Dieser Roman spielt chronologisch vor dem Roman "Herr Lehmann".
Sven Regener ist ein sehr gelungener Nachfolger geglückt. Charaktere sind sicher, Gedanken zerstreut, seine Worte sind treffend, amüsant. Er stellt seine Geschichte sehr nah dar, filmisch wirken die Szenen, der Wahnsinn der Charaktere und der Situationen. Frank Lehmann würde es nicht wollen, aber sein Schöpfer stellt den Leser an seine Rolle, da in diesem Lehmann-Teil der Trilogie Frank eher passiv erscheint und mehr die Rolle des Beobachters der Situationen und des Geschehens einnimmt.
Wir tauchen ein, gönnen uns eine Pause, denken selber darüber nach, was alles passiert. Im Alltag finden wir diese Personen wieder oder können uns auf die Suche machen. Hin und wieder könnte ein jeder sein Nachfragen und die Reaktion gleich des Frank Lehmann als ähnlich provokant empfinden. Mir persönlich ist es mindestens ein Anliegen es zu versuchen, da so viel Witz enthalten ist und der Wunsch Dinge mal klarzustellen, zu hinterfragen, zu korrigieren im Alltag definitiv oft vorkommt.
Was mir jedoch enthalten bleibt, ist das Nachempfinden der damaligen Zeit, die Zeit in den 1980er Jahren, in der das Geschehen spielt. Diese Andersartigkeit der Leute ist heute nicht mehr neu und besonders. Skurril sind dennoch genug Menschen, bei denen ich auf das Glück habe, sie hin und wieder anzutreffen.
Insgesamt macht der zweite Teil wirklich Lust auf mehr. Lediglich das Ende ist mir ein wenig ein Rätsel, das ich jetzt vorenthalte. Mir erscheint es ideenlos, aber es wird sicher thematisch in die damaligen Verhältnisse passen, von denen ich, wie gesagt keine Ahnung habe.
Der nächste Trip nach Berlin ist bereits ein interessanter Gedanke ;)
Das ist die Vorgeschichte zu Herrn Lehmann, als Frank Lehmann nach Berlin der 80er kam und sich langsam in einer Nacht dort zurechtfinden musste. Geil für alle Lehmann Fans.