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In guter Gesellschaft Gebundene Ausgabe – 4. Januar 2006

2.3 von 5 Sternen 8 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

„Schwedens bester Kriminalautor legt einmal mehr einen Thriller der Meisterklasse vor.“ (Passauer Neue Presse) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch.

Klappentext

"Ich habe diesen Roman aus zwei Gründen geschrieben. Zum einen wollte ich ein Prinzip beschreiben. Zum anderen wollte ich den Leuten eins auswischen, die zu den unerfreulichsten Menschen zählen, die mir während meiner langjährigen Erfahrung im Rechtssystem begegnet sind. Für mich ist das als Motiv völlig ausreichend."
Leif GW Persson

"Leif GW Persson hat sich zu einem wahren Meister entwickelt, was die Beschreibung von Routineprozeduren bei der Polizei angeht. Wer fürchtet, das sei langweilig, hat sich getäuscht. Nie war man wacher als beim lesen dieses Buches."
Sydsvenska Dagbladet

"Leif GW Persson hat eine spannende, hieb - und stichfeste Intrige konstruiert, die ein vielschichtes Bild von der Gesellschaft zeichnet, in der wir leben."
Dagens Nyheter -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch.

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Kundenrezensionen

2.3 von 5 Sternen

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch
Leif GW Persson, geboren 1945 in Stockholm, ist Professor der Kriminologie, Berater der obersten Polizeibehörde, Medienexperte ' und einer der führenden Krimiautoren Schwedens, obwohl er erst wenige Bücher veröffentlicht hat. Ein charismatischer, kantiger, schillernder Mann, der weiß, worüber erschreibt. Seine Romane um Kriminaldirektor Lars M. Johansson und die Stockholmer Polizeibehörden zählen zu den erfolgreichsten des Landes.

"In guter Gesellschaft" wurde 1982 zu seinem dritten Bestseller, nachdem er in 'Grisfesten ( noch nicht übersetzt) die Geschichte seiner Entlassung aus dem Polizeidienst nacherzählt hatte. Bei btb liegen im Augenblick noch vor "Die Profiteure", sein zweites Buch , das 1979 veröffentlicht wurde und sein sensationelles Comeback nach über 20 Jahren Schreibpause mit 'Zwischen den Sehnsucht des Sommers und der Kälte des Winters', in dem er über den bis heute nicht aufgeklärten Mord an Olof Palme schreibt.

Leif GW Perssons Stil ist eigen. Hier in diesem Buch mischt er in die Geschichte eines in der Arrestzelle zu Tode gekommenen stadtbekannten Alkoholikers und den Versuch von Lars Johannsen, seines Zeichens Kriminaldirektor, diesen Fall von offensichtlichem polizeilichen Mißbrauch aufzuklären, immer wieder kriminologische Reflexionen und grundsätzliche Überlegungen zur Polizeiarbeit im Allgemeinen und zur speziellen Situation in Stockholm und in Schweden im Besonderen.

Aufgrund seiner internen Kenntnisse des Polizeiapparates schildert er die Arbeit der ermittelnden Beamten nüchterner, ehrlicher, noch weniger spektakulär als andere Autoren seines Genres.
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Format: Taschenbuch
In diesem Kriminalroman geht es um eine polizeiinterne Ermittlung: Ein alter Mann wurde nachts betrunken aufgegriffen und erst mal in eine Ausnüchterungszelle verfrachtet. Während der nächtlichen Kontrolle fällt dem Wärter plötzlich auf, dass der Mann schwere Verletzungen aufweist. Angeblich seien diese Verletzungen bei dessen Verhaftung noch nicht da gewesen. Wo kommen sie also her? Der Fall erregt großen Interesse bei den Medien: Haben etwa irgendwelche Polizisten den armen alten Mann verprügelt? Einfach so? Da der Mann kurz darauf verstirbt, kann man ihn nicht befragen und die Polizei sieht sich gezwungen, umfangreiche Ermittlungen einzuleiten. Dies tut sie auch, unter der Schirmherrschaft eines gewissen Johannson. Zunächst scheint es, als stecke nichts hinter den Vorwürfen der Öffentlichkeit, doch dann kommen mehr und mehr Ungereimtheiten ans Licht.

Der Autor versucht einen Blick hinter die Fassade der schwedischen Polizei zu werfen, in dem er interne Ermittlungen beschreibt. Ob das alles so stimmt oder sein kann, was er da erzählt, weiß ich natürlich nicht. Ich kann nur hoffen, dass es so nicht wirklich aussieht bei der Polizei. Da es in diesem Buch eben nur um eine interne Ermittlung geht, bei der weder erwartet noch gehofft wird, dass groß etwas gerauskommt, liest sich das Buch relativ langweilig und ist insgesamt nicht sonderlich spannend. Es war zum Teil allerdings schon ganz interessant und das Ende war gar nicht so schlecht. Nochmal lesen würde ich es aber nicht.
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Format: Gebundene Ausgabe
An manchen Stellen merkt man schon, dass dieser Roman 25 Jahre auf dem Buckel hat. Wo gibt es heute noch eine Kriminalgeschichte ohne Mord?

Dieser Roman kommt zwar nicht ohne Tote, aber tatsächlich ohne ein einziges Kapitalverbrechen aus. Statt dessen präsentiert er eine luzide und stellenweise satirische Beobachtung des Polizeialltags im Stockholmer Landeskrim, seiner "Kunden" sowie einen exakten Blick auf den Alltag der Ermittlungsarbeit. Auch das ermittelnde Personal gewinnt am Ende der Geschichte eine Präsenz, die dem Roman Nachwirkung verleiht.

Eine eindringlichere Studie der Polizeiarbeit wird man kaum finden. Erkauft wird dies allerdings mit einem äußerst schwachen Start und erheblichen stilistischen Mängeln.

Persson schaltet immer wieder einen "Erzähler" zwischen, der mit satirisch spitzem Blick seine Hauptpersonen kommentiert. Das schafft Distanz zu den Personen, die einen erst gegen Ende mit diesen warm werden lässt. Die Qualitäten des Romans werden so auch erst im letzten Drittel recht deutlich.

Vorher droht der Geschichte einige Male die Luft auszugehen.

Man braucht auch einige Konzentration, um den Faden bei mehrmaligem Lesen nicht zu verlieren. Dies ist kein Roman, den man an einem Stück durchliest. Dafür bleibt die Atmosphäre nach dem Lesen einige Zeit präsent.
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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Diese Ausgabe des Buches befindet sich in guter Gesellschaft in der Stern-Krimi-Bibliothek, ist aber leider das schwächste aller von mir goutierten Werke der Reihe (und da sind absolute Perlen dabei...). Sicher ist es richtig, dass der Leser hier einiges erfährt über die Innenwelt des schwedischen Polizeiapparates Anfang der Achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Allerdings gerät der "Fall" des im Polizeigewahrsam zu Tode gekommenen Obdachlosen dabei völlig in den Hintergrund. Man liest sich ein, kennt bald die Charaktere der verschiedensten Polizeibeamten auf unterschiedlichsten Ebenen und wartet gespannt, dass endlich irgendwas passiert oder die Geschichte vorangeht. Tut sie aber nicht. Die Story tritt auf der Stelle.

Nun mag man einwenden, dass die Story hier nicht die Hauptsache ist und es dem Autor eben mehr um die Beschreibung der Zustände geht. Okay, aber warum um Himmels Willen hat er die dann nicht etwas besser verpackt??? Die Erzählweise führt nämlich auch nicht gerade dazu, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen mag. Man hat im Gegenteil Schwierigkeiten, den roten Faden zu entdecken und zu verfolgen. Schließlich zwingt man sich, auch noch die letzten 80 Seiten zu lesen, obwohl man schon fast sicher weiss: da passiert auch nix mehr.

Wie man Krimis mit sozial- und gesellschaftskritischem Hintergrund politisch machen und trotzdem spannenden Lesestoff bereitstellen kann, das kann man immer noch am besten bei den Klassiker Sjöwall/Wahlöö nachlesen - von denen ist Leif GW Persson Lichtjahre entfernt.

Fazit: Fade, öde, trocken
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