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Die Frau, die vorausgeht [dt./OV]

 (1.021)6,61 Std. 42 Min.201812
Biopic mit Jessica Chastain als Catherine Weldon, die 1889 alleine in den Westen aufbrach, um den legendären Sioux-Häuptling Sitting Bull zu portraitieren. Die Künstlerin und Aktivistin kämpfte für die Rechte der amerikanischen Ureinwohner.
Regie
Susanna White
Hauptdarsteller
Louisa KrauseCiarán HindsJessica Chastain
Genre
WesternAction
Untertitel
Deutsch
Wiedergabesprachen
DeutschEnglish
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Nebendarsteller
Bill CampSam RockwellMichael GreyeyesRulan TangenChaske Spencer
Produzenten
Andrea CalderwoodErika OldeEdward ZwickMarshall HerskovitzRichard Solomon
Studio
Bedford Falls ProductionsBlack Bicycle Entertainment
Inhaltsempfehlung
Gewaltsexuelle InhalteDrogenkonsumSchimpfwörter
Kaufrechte
Direkt streamen Details
Format
Prime Video (Online-Video wird gestreamt)
Geräte
Kann auf unterstützten Geräten angesehen werden

Rezensionen

4,4 von 5 Sternen

1021 Bewertungen aus einem anderen Land

  1. 64% der Bewertungen haben 5 Sterne
  2. 22% der Bewertungen haben 4 Sterne
  3. 10% der Bewertungen haben 3 Sterne
  4. 3% der Bewertungen haben 2 Sterne
  5. 2% der Bewertungen haben 1 Sterne

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Top-Rezensionen aus den Deutschland

MilaAm 6. Dezember 2018 in Deutschland rezensiert
3.0 von 5 Sternen
Romantische Idealisierung
Verifizierter Kauf
Ein ganz netter Film. Er ist merklich auf die Zielgruppe Frauen orientiert: Sitting Bull wird - obwohl auch Negatives nicht ganz verschwiegen wird - doch sehr romantisiert. Der historische Krieger war natürlich weder so jung, noch so gut aussehend wie der Schauspieler, als er die Malerin Caroline Weldon kennenlernte. Weil sie die Love Story wohl stören würden, wurden auch seine früheren und die aktuelle Ehefrau und die Kinder komplett weggelassen. Sitting Bull war außerdem jemand, der nicht zimperlich war dabei, Feinde zu töten - und zwar nicht nur die weißen Eindringlinge, sondern auch Indianer gegnerischer Stämme. Er wird in diesem Film so dargestellt, wie Europäerinnen sich einen „echten Indianer“ eben so vorstellen: Sensibel, weich, schön, von hohen Idealen. Aber auch wenn der Völkermord an den Natives ein himmelschreiendes Unrecht war, so waren auch ihnen schon vor Eintreffen der Europäer weder Mord, Krieg noch Vergewaltigung oder die Versklavung feindlicher Frauen (die im eigenen Stamm lebenslan Arbeitsdienste leisten mussten) fremd. Etwas mehr Bodenhaftung fände ich bei dieser Art Filme authentischer und interessanter.
78 Personen fanden das hilfreich
SyracuseAm 11. Dezember 2018 in Deutschland rezensiert
3.0 von 5 Sternen
Hin- und hergerissen von diesem Film
Verifizierter Kauf
Diesen Film musste ich erst einmal verdauen. Zum einen, weil er (wie hier bereits schon erwähnt wurde) nicht historisch korrekt dargestellt wurde, zum anderen, weil er mich trotzdem abgeholt hat. Ich habe schon viel über Sitting Bull gelesen, kenne Bilder von ihm und auch die Fakten seines Lebens. Deshalb weiß ich auch, dass in diesem Film vieles nicht stimmt. Weder sein Alter, noch die Darstellung seiner Lebensumstände (seine Frauen und Kinder fehlten) und auch die Tatsache, dass Cathrine Weldon allein zu ihm kam (in Wahrheit begleitete sie ihr Sohn). Das ist die eine Seite des Films. Mich ärgert es immer, wenn solche Tatsachen von Hollywood "schöngefilmt" werden, daher auch der Punktabzug. Jetzt kommt das Aber: Berührt hat mich der Film trotzdem. Vermutlich bin ich da zu sehr Frau. Fakt ist, ich bin den rosa Wolken erlegen, die der Film ausströmte. Hätte ich nicht die Wahrheit gekannt, hätte er mich vermutlich voll aus den Socken gehauen. So habe ich mich ein wenig gewehrt, aber entzückte Seufzer konnte man schon hören :) Ich empfehle den Film daher allen, die sich nicht an der Realität stoßen, sondern einfach gut unterhalten werden wollen. Denn das tut dieser Film in jedem Fall!
57 Personen fanden das hilfreich
RayAm 22. Dezember 2018 in Deutschland rezensiert
4.0 von 5 Sternen
Die Begegnung mit Sitting Bull....
Verifizierter Kauf
"Die Frau, die vorausgeht" ist ein Film der britischen Regisseurin Susanna White, der auf einer wahren Begebenheit beruht und die Sicht einer Frau auf diese Ereignisse in den Mittelpunkt der stellt. Mit ihrem Film ernete sie zwar gute Kritiken, weil sie das Westerngenre - ähnlich wie "Hostiles" von von Scott Cooper - mit dem Versuch einer Vergangenheitsbewältigung ausstattet und die amerikanische Geschichte mit dem Schuldanteil der Weißen konfrontiert.

Dabei wird die Geschichte der Malerin Chaterine Weldon (Jessica Chastain) erzählt, die ein Jahr nach dem Tod ihres Mannes ins Dakota-Territorium reist - sie hat sich vorgenommen den berühmten und berüchtigten Indianerhäuptling Sittling Bull zu portraitieren. Tatsächlich hieß die Malerin nicht Chaterine, sondern Caroline und die malte tatsächlich vier Portrait des Häuptlings. Eines davon hängt in der North Dakota Historical Society in Bismarck, ein weiteres kann man im Historischen Arkansas Museum in Little Rock bewundern.

Vorsicht Spoiler:
Die engagierte Bürgerrechtlicherin wurde wegen ihres Engagements für die Ureinwohner von der Armee und auch von der Bevölkerung gehasst. Sie wurde beschimpft und man schreckte auch nicht vor körperlicher Gewalt zurück, um der Frau zu zeigen, was man von einer "Indianerfreundin" hielt. In den Jahren 1989/1990 saßen die Wunden, die die beiden Kriegsparteien (Rot gegen Weiß) sich gegenseitig antaten, noch sehr tief. Die Indianer erinnerten sich an die Abschlachtungen durch die US-Armee, die weißen Siedler wussten von den Greueltaten der Sioux zu berichten, die ihren Feinden das Herz herausrissen und deren Skalps als Kriegstrophäe einsammelten.
Als Chaterin Weldon am Militärstützpunkt Fort Yates in der Standing Rock Reservation ankommt, wird ihr befohlen ihr Vorhaben sofort aufzugeben - sie soll möglichst schnell wieder in den nächsten Zug nach New York zurückkehren. Dies wird ihr von Silas Groves (Sam Rockwell) vom Militär nahe gelegt, ebenso von James McLaughlin (Ciaran Hinds), dem Chef des Reservats. Doch mit Hilfe des indianischen Polizisten Chaska (Chaske Spencer), der verwandt ist mit Sitting Bull (Michael Greyeyes) findet das Treffen doch statt. Die erste Begegnung ist ernüchternd. Aus dem berüchtigten Krieger ist ein Farmer geworden, der Kartoffeln anpflanzt. Doch das Treffen mit der Malerin inspiriert Sitting Bull wieder für die Rechte seines Volkes zu kämpfen...

Der Film stellt diesen Parzellierungsvertrag, den die Sioux unterzeichnen sollen, als großen Betrug bloß. Man will die Unterschriften der Indianer durch Hunger erzwingen - vor dem Vertrag werden die Rationen für die Reservate halbiert. Am Ende wird der stolze Häuptling aus dem Hinterhalt erschossen.
Der Film von Susanna White betrachtet die tragischen Ereignisse aus den Augen der Frau. Sie kann am Ende das Attentat nicht verhindern. Der Häuptling sah seinen Tod voraus. Schöne Bilderkompositionen des Kameramannes Mike Eley unterstreichen eine mystische Komponente. Es ist ein wehmütiger Film, die Indianer haben ihr früheres Leben verloren und müssen sich wohl oder übel ihren Eroberern anpassen. Dabei wird im Film einmal über die Bilder der Prärie und der Indianer gesagt, dass sie so lebendig, frei und glücklich wirken und gezeichnet sind, obwohl sie in den Bildern eingefangen sind. Doch dies war einmal. Neben Jessica Chastain imponiert die Darstellung von Michael Greyeyes, der Angehöriger der First Nations der Cree Indianer ist. Seine Darstellung des Sitting Bull ist ein großes Plus, des sehr ruhigen Westerns, der auf leise Töne und auf eine gelungene Atmosphäre setzt.
26 Personen fanden das hilfreich
mario finstererAm 7. Dezember 2018 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Endlich mal ein richtig guter Film.
Verifizierter Kauf
Schade ist hier, dass dieser Film in nur vereinzelten Kinos gezeigt wurde. Hätte ich wirklich gern im Kino angeschaut.
Für mich der ich mich mein halbes Leben mit Indianern beschäftigt habe der wohl Beste Film in all den Jahren.
Respekt an alle die diesen Film so verfilmt haben !! Kein sinnloses Gemetzel und keine Liebesschnulze. Hut ab !!
26 Personen fanden das hilfreich
XxXAm 16. Dezember 2018 in Deutschland rezensiert
2.0 von 5 Sternen
2 von 5...
Verifizierter Kauf
..Und die sind gut gemeint.
Ich bin nicht so bewandert, was historisches der Indianer belangt. Aber man hat gewisse Kenntnisse u die Möglichkeit zu lesen.
Leider stolpert man hier in meinem Augen, über einen romantikstreifen, statt historischen Film.
Auch der Trailer läßt anderes erwarten.
So wird ein letzter Abschnitt eines grossen Mannes in einer seichten Geschichte verklärt, statt wirklich Geschichte zu erzählen.
Für mich hätte man mehr aus diesem Film machen können. Gerade auch deshalb, weil über Jahrhunderte ein Volk vernichtet wird und der weiße man der stetige Held ist. Hier versuchte man etwas Geschichte darzustellen und endet in einer leeren schnulze.

Schade, denn mich hat Enttäuschung statt Berührung hinterlassen.
Aber wie so vieles, Hauptsache Hollywood.
Ein kleines Zitat möchte ich noch anfügen:

Weldon freundete sich mit Sitting Bull an, dem Anführer der Traditionalisten innerhalb der Lakota-Nation. Sie wurde zu dessen Sprachrohr, Sekretärin, Dolmetscherin und Advokatin. Sie zog mit ihrem jungen Sohn Christy ins Lager von Sitting Bull am Grand River auf der Standing Rock Indian Reservation und teilte mit ihm und dessen Familie Haus und Herd.

Allein dieser kleiner Abschnitt soll zeigen, das kasse statt klasse den Film bestimmen.

Egal, denn wem der Film gefallen hat, sei trotzdem Spass gewünscht.
8 Personen fanden das hilfreich
Tita Fürst - KorenAm 3. August 2019 in Deutschland rezensiert
3.0 von 5 Sternen
Die Wahrheit scheint - hier könnte man so vieles machen
Verifizierter Kauf
Die Regisseurin Susanna White hat 2017 den Film über Sitting Bull und Catherine Weldon gedreht (in Wiklichkeit heißt sie Caroline), über zwei Menschen, die sich gekannt, respektiert und vielleicht sogar....haben.

Aber, schon am Beginn: WARUM mußte die Regisseurin mit ihrem Team die belegten historischen Tatsachen anders gestalten? Natürlich hat JEDE Story ihr Recht zur künstlerischen Freiheit, aber hier wäre sie nicht notwenig. ODER, in Sinne - bleiben wir meistens DOCH bei der Wahrheit. Wer die Geschichte des letzten Jahres von Sitting Bull kennt, weiß auch, wie sie endete.

ZU DEM INHALT (nur eine Synopsis):
1889 fährt Katherine (vergessen wir also Caroline) Weldon von New York in das Dakota-Territorium. Sie ist Malerin und hat schon einige Portraits wichtiger Männer gemalt. Sie ist die einzige Frau, die allein reist, und das macht sie auf eine spezielle Weise "interessant".
Der Colonel Silas Groves (Sam Rockwell) sagt ihr sofort, sie solle nach Hause fahren. In der Prärie habe sie nichts zu suchen, schon gar nicht bei den Indianer. Dasselbe sagt ihr der Indianeragent James McLaughlin (Ciarán Hinds), der für die neue Parzellierung zuständig ist. Dabei würden die Indianer noch mehr verlieren und nur noch in den speziellen Gebieten wohnen....
Katherine ist aber eine eigensinnige Frau, die sich nicht fürchtet. Sie bekommt Hilfe von einem Verwandten von Sitting Bull, der sonst als Übersetzer und Gehilfe von McLaughlin arbeitet.
Sie trifft sich mit Sitting Bull und die beiden versuchen einander zu verstehen. Er will sich malen lassen, wenn sie ihm dafür 1000 Dollar bezahlt.
Langsam versteht Katherine, wie die Menschen leben. Wie schwach, fast zerbrechlich der Frieden zwischen den Indianer und den Menschen, die AUCH dort leben, ist. Man erinnert sich noch sehr gut an Little Bighorn, an General Custer, aber auch an Crazy Horse u.a. Das 7. US-Kavallerie-Regiment hat nie vergessen, was damals passiert ist.
Weil man das Land nicht so schnell bekommt, wie man es möchte, sollten die Menschen nur noch die Hälfte der Nahrung bekommen. Wenn sie hungrig sind, werden sie schneller zusagen, so ist der Plan.

Katherine bekommt nun die tausend Dollar zurück um die Nahrung zu kaufen. Sie tut das mutig, obwohl man sie bedroht, sie beschimpft, ihr eine Affäre mit Sitting Bull andichtet. Von Indianer bekommt sie auch einen Namen, "Woman Walks Ahead". Ihre Malerei geht zügig voran. Sie lernt viel von ihren Gastgebern, hört gut zu.
"Sie bewerten die Menschen nach dem, was sie haben, wir nach dem, was sie geben.." soll Sitting Bull zu ihr sagen.
Der Häuptling ist nach den Jahren, in denen er entweder gekämpft hat, oder sich versteckt hielt, wieder in seinem Heimatland. Er will nur die Gerechtigkeit, er ist müde. In seinem Körper "tanzen" die Kugeln, die ihn langsamer machen. Aber er ist immer noch DER MANN, den man nicht übergehen kann. Und ein geistlicher Führer, der die Menschen in seinen Bann ziehen konnte.
Es scheint, als würde die neue Grundstücksteilung scheitern, wenn nicht etwas geschieht.
Im Dezember 1890 hat man Sitting Bull überrascht, bzw. verraten...

DIE FAKTEN: Caroline Weldon (4.12. 1844 - 15. 03. 1921) war eine Malerin. Sie hatte einen unehelichen Sohn, Christy, mit dem sie nach Dakota gefahren ist. Sie wohnte bei der FAMILIE von Sitting Bull. Sie war schon vor der Reise als Bürgerrechtlerin bekannt und wollte mit den Portraits (vier sind es geworden) an die "Vergessenen" hinweisen.
In Film versteht sie die Sprache nicht, aus der Geschichte erfahren wir, dass sie als Dolmetscherin tätig war. So musste sie wenigstens eine von den Sprachen beherrschen.
Weiter zeigt der Film Caroline Weldon und Sitting Bull wie zwei junge Verliebte (die Liebe konnte da sein...), dabei waren beide 1890 etwas älter, besonders für das 19. Jhr. Die Bilder, die Dakota zeigen, sind wie aus einem Malbuch...,wunderbar, aber sie zeigen nur die Schönheit der Natur.
Wie die Menschen in der kargen Gegend lebten, das wurde fast vergessen. Sitting Bull baut Kartoffeln an, schön und gut, aber die meisten hatten nur noch Sand, keine Erde. Die Büffel gibt es nicht mehr, ihre weißen Knochen sind die Spitzen der Berge (so erklärt Sitting Bull im Film, dass auf den Bergen eigentlich kein Schnee zu sehen ist). Ein Philosoph, ein Denker, das war er sicher!
Aber trotzdem; wegen der Differenzen zwischen Kunst und Wahrheit wirkt im Film alles irgendwie zu märchenhaft, zu vorhersehbar.

Jessica Chastain spielt gut, ihre Rolle ist eben so, aber als wirkliche Caroline Weldon würde sie nicht bestehen. Sie ist zu jung. Auch Michael Greyeyes als Sitting Bull kann nicht anders spielen. Sam Rockwell spielt wieder perfekt (ich mag ihn sehr, er hat nie leichte Rollen), über ihn wissen wir aus der Geschichte ja nichts!

Für mich ein Film, der viele gute Ansätze hat, der mit Dialogen punkten kann. Und natürlich mit der Sprache. Mir imponierte, dass man die Sätze, die Wörter in Lakota nicht übersetzt hat. So bleibt jedem überlassen, was genau die Männer und auch Frauen gesagt haben. Nebenbei, die Ehefrau von Indianeragenten ist selbst Indianerin, sie übersetzt - nicht immer und nicht alles.
4 Sterne könnten werden, aber die Geschichte war anders.
5 Personen fanden das hilfreich
IshtaraAm 7. März 2019 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Sehenswert!
Verifizierter Kauf
Sehr berührender Film, der einem die groteske Situation der Besatzung Amerikas durch die weißen Einwanderer nochmals so richtig vor die Augen führt und zeigt was es war: Völkermord! Bis heute ungesühnt ... und die verbliebenen Indianer leben heute in erbärmlichen Reservaten, wo sie ihre Kultur nicht mehr leben und sich selbst versorgen können- Indianer lebten im Einklang mit der Natur. Was man von den weißen Eroberern nicht sagen kann! Heute kämpfen die Indianer mit Depressionen, Alkoholismus und Armut... dank den europäischen Eindringlingen, die sich auf ihre Kosten bereichert haben. Durch Mord, Vertreibung und Landraub.
America: Land of the free.... - ?!?!
5 Personen fanden das hilfreich
AmadisAm 16. Mai 2021 in Deutschland rezensiert
4.0 von 5 Sternen
«Sie ist aus New York gekommen um Indianer zu malen...»
Verifizierter Kauf
Story (4,5)
Auch wenn wir es hier mit einer US-Produktion zu tun haben, ist es kein Zufall, dass praktisch die gesamte Crew hinter der Kamera aus Grossbritannien stammt – den US-Amerikanern fällt es immer noch leidlich schwer, ihre Vergangenheit historisch aufzuarbeiten.

Regisseurin Susanna White kennt man von Regiearbeiten bei Dickens- oder Jane-Austen-Verfilmungen. Dies im Hinterkopf zu haben, ist nicht ganz unwichtig, bei der Beurteilung dieses bemerkenswerten Filmes.
Die Inszenierung ist denn auch sehr bedächtig und fast schon anti-hollywoodmässig unspektakulär ausgefallen, was jedoch nicht heissen soll, dass der Film etwa langweilig oder gar ereignislos wäre… Vielmehr findet ein beachtlicher Teil des Filmes nonverbal statt.

Obwohl der Film auf realen historischen Begebenheiten beruht, hält sich das Drehbuch in vielen Details nicht an die historischen Vorgaben – etwas negativ ausgedrückt, könnte man von romantisierter Handlung sprechen. Das habe ich jedoch nicht als schlecht empfunden, zumal die Grenze zum Kitsch nie überschritten wird und auch sehr subtil mit Klischees gearbeitet wird.

Die schauspielerische Umsetzung, sowohl vom Sitting Bull-Darsteller Michael Greyeyes, wie auch von Jessica Chastain, welche Cahterine Weldon verkörpert, halte ich für sehr gelungen und glaubhaft.
Die Kameraführung besticht durch wunderschöne Bilder, die zuweilen tatsächlich an Gemälde erinnern. Ebenso schön sind die Landschaftsaufnahmen, wenn ich es auch etwas schade finde, dass nicht an den originalen Schauplätzen in North Dakota gedreht wurde, sondern in New Mexico…

Die im Film erzählte Geschichte ist ein ganz kleines Puzzle-Teilchen der Geschichte – aber wie jedes Puzzle-Teilchen, hat auch dieses die Eigenschaft dazu beizutragen, dass auf einem unübersichtlichen Flickenteppich schlussendlich das Grosse Ganze zu erkennen ist.

Das Zeitalter der frei herumziehenden indigenen Nationen neigte sich seinem Ende zu. Nach der Ermordung Sitting Bulls und dem daraus resultierenden Massaker von Wounded Knee begann für die Lakotas (Sioux) endgültig das Zeitalter des Reservationslebens, welches bis heute andauert...

Ein ruhiger, eindrücklicher und bildtechnisch wunderbar umgesetzter „Indianerfilm“, den ich Ihnen gerne weiterempfehle…

BLU-RAY-BILD (4,5)
Das Bildseitenformat liegt in 2.35:1 (21:9 - Neues CinemaScope-Format) vor.

Wir haben es mit einer sehr ansprechenden Bildumsetzung zu tun, die vor allem mit sauberen und scharfen Nahaufnahmen punkten kann. Bei Totalen wirkt das Bild etwas weicher. Die Farbgebung ist sehr natürlich ausgefallen. Der Schwarzwert bewegt sich im oberen Mittelmass, und die Kontraste sind sehr gut.

BLU-RAY-TON (3,5)
Das Tonformat liegt in Deutsch DTS-HD Master 5.1 vor.

Die Tonumsetzung ist leider äusserst zurückhaltend. Bei diesem Genre kann natürlich auch kein tontechnisches Feuerwerk erwartet werden, die hier vorliegende Umsetzung ist aber schon ausgesprochen frontlastig. Ausser vereinzelten Soundtrack-Passagen, verirrt sich kaum ein Ton auf die Surround-Lautsprecher. Vor allem bei Naturgeräuschen wäre hier mehr zu erwarten gewesen.
Die Dialogverständlichkeit ist jederzeit sehr gut. Ebenfalls gut ausgefallen ist die Tonbalance.

Extras

Gibt es ausser wenigen Interviews keine. Ein WendeCover ist vorhanden.

FAZIT

Indianerfilme spielen heute kaum noch eine Rolle in den Kinos. Umso erfreulicher, dass wir hier einen richtig guten Vertreter diese Genres haben.

Die Blu-ray-Umsetzung kann vor allem mit einem sehr gutes Bild aufwarten, während die deutsche Tonumsetzung etwas hinter den Möglichkeiten zurückbleibt…

Prädikat: Sehr sehenswert!
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