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Seraphim Falls

 (887)6,71 Std. 47 Min.2007X-Ray16
Wer Wind sät, wird Sturm ernten! Ein epischer und blutiger Actionthriller vor historischem Hintergrund.
Regie
David von Ancken
Hauptdarsteller
Liam NeesonPierce BrosnanAnjelica Huston
Genre
Western
Untertitel
Keine verfügbar
Wiedergabesprachen
Deutsch
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Nebendarsteller
Michael WincottRobert BakerEd LauterJohn Robinson
Produzenten
Bruce DaveyDavid Flynn
Studio
Constantin Film
Kaufrechte
Direkt streamen Details
Format
Prime Video (Online-Video wird gestreamt)
Geräte
Kann auf unterstützten Geräten angesehen werden

Rezensionen

4,0 von 5 Sternen

887 Bewertungen aus einem anderen Land

  1. 48% der Bewertungen haben 5 Sterne
  2. 25% der Bewertungen haben 4 Sterne
  3. 13% der Bewertungen haben 3 Sterne
  4. 6% der Bewertungen haben 2 Sterne
  5. 8% der Bewertungen haben 1 Sterne

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Top-Rezensionen aus den Deutschland

Tita Fürst - KorenAm 22. September 2019 in Deutschland rezensiert
4.0 von 5 Sternen
Wie lange dauert der innere Krieg
Verifizierter Kauf
fragt man sich bei der Geschichte...

PROLOG: David Von Ancken, ein Regisseur, der weitgehend nicht so bekannt ist, hat 2006 einen Film gedreht mit zwei großartigen Schauspielern, die der Story eine besondere Note gegeben haben.
Der Film ist zu Unrecht zu wenig bekannt. Eine Mischung aus dem Western und der Drama zeigt, wie sich Liam Neeson und Pierce Brosnan bekriegen, wobei (nur) der Erste von Anfang an den Grund dafür weiß. Bei dem Zweiten sind wir uns nicht so sicher.

ZU DEM INHALT: Ruby Mountains, Nevada, 1868, es ist Winter, der Schnee liegt tief, die Landschaft ist fast unwirklich, besonders, wenn man einen Mann sieht, der am Feuer sein Essen brät. Der Pferd steht neben ihn/ihm. Auf einmal hört der Mann die Stimmer der Reiter.
Es wird geschossen, der Mann kann fliehen, wird aber in den linken Arm verwundert.
Der Mann, er nennt sich Gideon (Pierce Brosnan), sieht aus wie ein Wilder. Dichter Bart, lange Haare, die Kleider haben schon bessere Zeiten gesehen. Er besitzt nur sehr wenig. Als er fliehen kann, muß er über einen Fluss und fällt dabei hinein. Mit größtem Glück, aber auch Können und Anstrengung gelingt ihm sich aus dem Wasser (auch einen Wasserfall) zu retten. Nun muß er seine Spuren verwischen, sich der Wunde annehmen. Wie er das tut, lässt ahnen, er lebt seit Jahren in der Wildnis, kennt das Leben gut und würde ohne seine Verfolger sogar "gut" überleben.

Wer sind die Männer, die ihm folgen. Der Anführer ist ein Ex-Colonel der Südstaatenarmee, Morsman Carver (Liam Neeson). Er hat vier Männer angeheuert und will den "Wilden" fangen. Töten dürfen ihn die Männer nicht.
Sie erfahren sehr wenig darüber, warum sie ihn jagen, die Bezahlung stimmt und somit ist alles in Ordnung.
Der Bürgerkrieg ist seit mehr als drei Jahre zu Ende. Das Land ist im Umbruch, die Menschen ziehen nach Westen, draußen gelten keine Regeln, die vielen Outlaws machen das Leben gefährlich. Und fast nichts wert, ein Pferd kann schon viel mehr wert sein.

Gideon kann sich zu einer Hütte retten. Dort bekommt er einen Pferd, er hat ihn bezahlt, in die nahegelegene Stadt kann er nicht gehen. Ob er gesucht wird, weiß man nicht. Doch die Männer sind ihm immer auf den Fersen. Aber der Mann kennt die Landschaft sehr gut, kennt sich mit verschiedenen Arten, wie man einen Menschen "ausschaltet". Bald bleiben nur noch drei Männer. Nach dem ungewollten Treffen mit einigen Räubern sind es nur noch zwei, Carver kann sich dabei auf seinen Kompagnon nur bedingt verlassen.
Aber auch Gideon kommt immer wieder in die Bredouille. So wird er von den Männern, die die Eisenbahn verlegen, als ein Pferdedieb "erkannt". Die Männer wollen ihm ein Prozess machen. So sagen sie Carver nichts über ihren Gast, als er mir seinem Cowboy ins Lager kommt.
Eine schlechte Entscheidung, wie es sich herausstellen wird!

Immer weiter ziehen die drei, bald nur noch die ZWEI. Jetzt erfährt Gideon, wer Carver ist. "Seraphim Falls", sagt der Mann...Gideon darauf - "es war noch Krieg, da gelten andere Gesetze".
In der Rückblende wird gezeigt, warum der Hass so groß ist und warum Carver für Gideon solche Gefahr bedeutet.

In der Wüste treffen beide auf "Charon", der sei Obolus verlangt und ihnen dann etwas gibt. Sie treffen Madame Louise (Anjelica Huston), eine Frau, die mit einem Planwagen unterwegs ist, die auch etwas gibt, aber noch mehr nimmt...
Die Wüste hat ihre eigene Gesetze, das Leben hängt vom Wasser ab...Ob Charon und Madame Louise wirkliche Personen sind, oder ob die Männer ihre eigene Fatamorgana erleben, spielt keine Rolle. Sie sind da und tun ihre Arbeit!
Die Männer, so scheint es, müssen sich einige Male treffen, das Leben (oder der Tod) verlangt das...Und das in einer Umgebung, in der kein Leben existiert.

DER FILM - der Hass als Protagonist, der Hass, den Carver als Rache spürt. Wie lange kann man das tun? Kommt es einmal nicht ein Tag, wo man zwar immer noch schrecklichen Ärger verspürt, aber langsam werden andere Gefühle wahrgenommen...
Die beiden Männer sind sich ähnlicher als sie denken. Bin fast geneigt zu glauben, dass Gideon in Carvers Situation dasselbe getan hätte...
Der Film besticht durch WUNDERBARE Landschaft, die eine große Rolle spielt. Er zeigt zwei Menschen, die in der Vergangenheit stecken geblieben sind...Die Gegenwart ist schlimm, die Zukunft zeigt sich am Rande der Wüste...nur angedeutet.

Ich weiß nicht, warum mir hier der Psalm 23 so präsent ist: "Der HERR ist mein Hirte". Nach dem Film habe ich ihn sofort gelesen - er könnte als Geschichte fungieren, die man aber anders schreiben müsste. Der Mensch tut schlimme Dinge, für manche gibt es KEINE Entschuldigungen, aber VERZEIHEN...wenn man das könnte...ist nur ein Gedanke am Rande eines guten Films, in dem Brosnan für mich besser spielt.

Die Kritiken waren hart, das kann ich verstehen, aber für mich war der Film etwas besonderes. Danke an ALLE Rezensenten, die mehr als drei, vier Sätze geschrieben haben, spoilern kann man da nicht sehr viel.
39 Personen fanden das hilfreich
Stefan RudolfAm 25. Juli 2020 in Deutschland rezensiert
3.0 von 5 Sternen
Rätselhafter Bruch im letzten Drittel.
Verifizierter Kauf
Eigentlich ein Guter Western mit guten Darstellen, famoser Brosnan. Aber Irgendwie hat man das Gefühl, daß der letzte 1/3 Teil von einer komplett anderen - und wahrscheinlich bekifften Crew - fertig gestellt wurde. Dann da kippt der eigentlich sehr geradlinig erzählte Plot in eine semipsychedelische Groteske in der Wüste und aus der Zeit, die man sich eher als Episode in Rango vorstellen kann oder von den Coen-Brüdern.
19 Personen fanden das hilfreich
Philipp LebemannAm 7. Februar 2021 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Gibts nicht mehr oft
Verifizierter Kauf
Seraphim Falls hab ich mir jetzt schon öfters angesehen und ich finde ihn einfach richtig gelungen.
Das liegt zum Großteil an Pierce Brosnan, der halt an sich ein megasympathischer Schauspieler ist und Liam Neeson als sein Gegenüber, der halt einfach er selbst ist.
Letzterer scheint sich ironischerweise auf Rachethriller spezialiert zu haben , und ja auch hier in Seraphim Falls passt die Rolle des gnadenlosen Rächers ganz gut.
Ich werde nicht viel mehr vom Inhalt spoilern.
Mir hatt vor allem diese Atmosphäre des W.Westens gefallen und ja gerade gegen Ende hatt er was von den Coen Brüdern. Mir hatt das gepasst weil man es so nicht erwartet, kann aber auch verstehen wenn man sowas nicht mag.(Das Ende in der Wüste)
Aber der Film an sich ist schon eher geerdet und weit entfernt von einem Tarantino Blutbad , aber ganz ohne ist er auch nicht.
Gutes Glas Whisky ,zurücklehnen ,anmachen und man wird gut unterhalten und wird ihn sicher zu Ende schauen.
Volle Empfehlung
6 Personen fanden das hilfreich
JakobAm 5. April 2021 in Deutschland rezensiert
1.0 von 5 Sternen
Western ohne Sinn und Aussage – überflüssig und langweilig
Verifizierter Kauf
Der Zuschauer wird zunächst zusammenhanglos in eine Verfolgungsjagd in verschneiten Bergen des Wilden Westens hineingeworfen und selbst der Verfolgte weiß offensichtlich nicht, warum er in diese Rolle geraten ist.
So weit, so gut und so weit, so zunächst einmal auch spannend.

Was dann aber folgt, sind eine auf sich warten lassende und dann sehr fade Aufklärung bzw. Auflösung des Rätsels sowie das rapide Abflachen der Spannung. Die nur noch vor sich hinplätschernde Story wartet nur noch mit platten Dialogen (beispielsweise: „Nur die Toten wissen, wann der Krieg vorbei ist.“) auf und lässt jedweden tieferen Sinn vermissen. Stattdessen weist sie etliche logischen Schwächen auf.

Beispielhaft für die bisweilen sinnfreie Handlung und ihre oberflächlichen Dialoge steht, dass der Verfolgte trotz Möglichkeit, das heißt ohne ersichtlichen Grund sein Pferd nicht tränkt, es stattdessen bis zu dessen totaler Erschöpfung und Zusammenbruch reitet, um ihm dann mit den Worten „gut gemacht, tapfer“ und ähnlichem Blödsinn die Kehle aufzuschneiden.
Ein mit pseudoklugen Sprüchen vor sich hin schwadronierender Indianer (Wes Studi) an einer verlassenen Wasserstelle rundet derlei Nonsens dann noch ab.

Wo in diesem Machwerk die von anderen Rezensenten angesprochene Behandlung der Fragen von Schuld und Sühne zu finden sein soll, bleibt deren Geheimnis. Denn letztendlich ist es eine bloße Rachestory ohne weiteren Tiefgang, auch wenn der Film durch seine bemühten „Sinnsprüche“ und aufgesetzt bzw. arg bemüht wirkende Szenenbilder – ziemliche vergeblich - darüber hinweg zu täuschen versucht.

Und diese müde Geschichte kann auch ein zunächst durchaus ansprechend schauspielernder Pierce Brosnan nicht auf Trab bringen, der sich mit zunehmender Dauer des Films dessen sinkenden Niveau anpasst. Demgegenüber bleibt Liam Neeson als verfolgender Rächer von Anfang bis Ende blass und eintönig.

Ein paar nette Landschaftsaufnahmen helfen diesem filmischen Fehlschlag auch nicht auf die Sprünge.

Auf mich macht der Film den Eindruck, als habe man versucht, an die Tradition der Italowestern anzuknüpfen, was auch einige surreal anmutende Szenen (zum Beispiel in der Wüste mit einer plötzlich als Händlerin auftauchenden und vermeintlich tiefschürfende Sprüche absondernden Anjelica Huston) erklären würde, ohne jedoch deren eigentümlichen Stil und die von ihnen erzeugte Stimmung auch nur annähernd zu erreichen. Der Versuch wäre jedenfalls auf ganzer Linie gescheitert, was nun wirklich nicht nur an der fehlenden Klasse der Filmmusik liegt.

Fazit: ein ziemlich überflüssiger, da sinnfreier und somit nicht sehenswerter Western
2 Personen fanden das hilfreich
PeggyAm 14. April 2019 in Deutschland rezensiert
3.0 von 5 Sternen
Schade...
Verifizierter Kauf
Diese 3 Sterne Bewertung soll diesen Film / Werk nicht abwerten sondern lediglich dazu beitragen, dass man diesen Film mit Bescheidenheit genießen muss.
Brosnan & Neeson werden im Laufe des Films ihre Charaktere synchron eintauschen, dramaturgisch interessant aber leider schlecht umgesetzt, mir fehlt mindestens 1 Szene die das klar deklariert.
Es wird lediglich auf das gemeinsame Trauma hingewiesen und deren gemeinsamen Vergangenheit. Leider auch hier bei diesen Schlüssel-Moment leidet es an klare und detaillierte Umsetzung.
In diesem Western-Drama prägen die 2 Hauptdarsteller jedes Bild und genau das ist es was mich an diesem Film stört.
Man spürt die Angst / Unsicherheit des Regisseurs & Produzenten zugleich fehlt es an Schlüssel-Szenen, wie so oft Logik-Löcher.
Fazit: Schade...
Darsteller-Leistung: 5 Sterne (Brosnan), 4 Sterne (Neeson)
Regie: 2 Sterne
Drehbuch: 2 Sterne
Story: 4 Sterne
Bildqualität: 4 Sterne
7 Personen fanden das hilfreich
ramiAm 1. März 2021 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Unglaublich guter Film, der seinesgleichen sucht
Verifizierter Kauf
Ein überaus spannendes Rache- und Verfolgungsepos, bei dem lange unklar bleibt, was den Verfolger antreibt und wer nun eigentlich der Gute und wer der Böse ist. Einige der Reszensenten hier sind anscheinend irritiert durch einen gewissen Bruch zum Ende des Films hin. Ja, es wird tatsächlich irgendwie irrational, aber nicht unplausibel. Die lange, brutale Verfolgungsjagd hat die Wüste erreicht, deren unbarmherzige Hitze Körper und Geist malträtiert. Die Wüste mit ihrer Einsamkeit und Unwirtlichkeit galt in vielen alten Kulturen als Rückzugsort der Wahrheitssuchenden, der Reinigung und der Erkenntnis. Sind die gleichsam aus dem Nichts auftauchenden Personen – der indianische Hüter der Quelle etwa oder die fahrende Quacksalberin nun real oder nur Gaukeleien des erschöpften Geistes? Ihre symbolhaften und irgendwie weise wirkenden Handlungen scheinen darauf abzuzielen, das finale Aufeinandertreffen der Todfeinde zu fördern, um endlich eine Lösung zu forcieren, wie immer sie auch ausfallen mag. Angelica Houston als Marketenderin wirft dem Verfolgten, der eine Patrone gegen ein Pferd getauscht hat, eine Flasche „Wundermittel“ hinterher, die wie ein weiterer symbolischer Akt auf einem Felsen zerschellt. Die Erlösung kann eben nicht von aussen, sondern nur im Innern der Kontrahenten stattfinden. Und so geschieht es am Ende auch. Nachdem sie bis zur äussersten Erschöpfung miteinander gerungen haben, haben sie zugleich das Fegefeuer durchlebt, dass offenbar den Hass verbrannt hat, so dass sie eine Art seelischen „Reset“ erleben und endlich in der Lage sind, zu verzeihen. Sie torkeln erschöpft einer unklaren Zukunft entgegen. Man weiss nicht, ob sie überleben werden. Aber sie sind frei.

Grosses Lob an die Protagonisten Liam Neeson und Pierce Brosnan. Letzteren kannte ich nur als Darsteller eleganter, geschmeidiger Rollen. Seine hier bewiesene Wandelbarkeit beeindruckt und zeugt von schauspielerischer Größe.
Eine Person fand das hilfreich
H. OberriederAm 21. Juni 2019 in Deutschland rezensiert
3.0 von 5 Sternen
Echt gut, bis auf das Ende
Verifizierter Kauf
Ich habe mich auf diesen Film gefreut, zwei meiner Lieblingsschauspieler in einem Western, perfekt! Hätte Brosnan zwar nicht besetzt, war aber angenehm überrascht. Leider kann ich hier nicht erklären warum nur 3 Sterne ohne über das Ende zu schreiben. Denn das ist unglaubwürdig und könnte aus dem Wort zum Sonntag sein. Ein Mann jagt 3 Jahre einen anderen Mann, tötet dabei zig Menschen.... um dann im entscheidenen Augenblick.... die Christen grüßen!
7 Personen fanden das hilfreich
E. WolfAm 16. Februar 2021 in Deutschland rezensiert
4.0 von 5 Sternen
Rache und Vergebung
Verifizierter Kauf
Seraphim Falls beginnt als spannender Western in atemberaubenden Landschaften und erzählt von Rache und einer Menschenjagd, die von den verschneiten Berghängen der Sierra Nevada bis zur Wüste reicht, die durchquert werden muss, um Kalifornien zu erreichen. Die dargestellte Härte des Überlebens im "Wilden Westen" erinnert an The Revenant, der zeitlich weit vor Seraphim Falls spielt. Erst im letzten Drittel erfährt der Zuschauer, weshalb einer der Männer derart erbittert Jagd auf den anderen macht. Der Spannungsbogen ist eindeutig gelungen und hält den Zuschauer gebannt. Im letzten Drittel jedoch wird der Film stark metaphysisch und symbolhaft, was nicht nach jedermanns Geschmack ist und auch mich nicht vollends überzeugt hat. Wer den Film genießen will, sollte ab hier aufhören zu lesen und sich selbst ein Urteil bilden. Denn sehenswert ist Seraphine Falls in jedem Fall.

Die beiden Schauspieler Liam Neeson und Pierce Brosnan spielen ihre Rollen überzeugend und glaubwürdig. Nebencharakter sind tatächlich nicht von Belang, denn es geht einzig und allein um diese beiden Männer, die das Schicksal miteinander verbunden hat in einem Krieg, der für beide nie zu Ende gegangen ist. Neeson verkörpert einen ehemaligen Südstaatenoberst, der kurz vor Ende des Bürgerkriegs desertierte und auf seine Farm zu Frau und Kindern zurückgekehrt ist. Doch der Krieg holt ihn ein, denn er wird von einer Kavallerieabteilung der Nordstaaten gesucht, angeführt von einem Hauptmann, der von Pierce Brosnan gespielt wird. Die Farm Seraphine Falls des Südstaatenoberst wird von den Nordstaatlern angezündet, wobei Frau und Kinder umkommen. Nach dem Krieg setzt der ehemalige Oberst alles daran, den Nordstaatenhauptmann zur Strecke zu bringen, um Rache zu nehmen für seine Frau und Kinder. Brosnan flieht nicht nur vor seinem Rächer wie es scheint, sondern auch vor seiner Vergangenheit immer weiter nach Westen. Der Showdown findet letztendlich am Ende aller Kräfte in der lebensfeindlichen Wüste statt, die Kalifornien von Nevada trennt. An dieser Stelle im Film gibt es einen klaren Bruch, der den Charakter des Films ändert und ihm eine ganz andere Wendung gibt. Was als harter Western begonnen hat, wird zum symbolträchtig aufgeladenen Lehrstück über Absolution und Neubeginn. Für mich war dieser Bruch im Film nicht glaubwürdig genug und vor allem die eher absurden Begegnungen in der Wüste passen nicht zum Großteil des restlichen Films, der bis dahin Wert auf Realismus legte. Dennoch hat mich der Film eindeutig unterhalten und ich kann ihn guten Gewissens weiterempfehlen.
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