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Der Unhold

 (41)6,91 Std. 52 Min.199612
Die Geschichte von Abel Tiffauges, einem zärtlichen Riesen, der Kinder liebt und ihre Nähe sucht, weil er selbst ein Kind geblieben ist. Einem, der sie entführt - aber nicht, um sie aufzufressen, wie im Märchen, sondern um sie vor der Gesellschaft der Erwachsenen zu schützen. Abel ist groß, kräftig und von magischer Natur. Ein Außenseiter - jenseits von Gut und Böse.
Regie
Volker Schlöndorff
Hauptdarsteller
John MalkovichArmin Mueller-StahlGottfried John
Genre
Drama
Untertitel
Keine verfügbar
Wiedergabesprachen
Deutsch
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Rezensionen

4,5 von 5 Sternen

41 Bewertungen aus einem anderen Land

  1. 73% der Bewertungen haben 5 Sterne
  2. 15% der Bewertungen haben 4 Sterne
  3. 5% der Bewertungen haben 3 Sterne
  4. 3% der Bewertungen haben 2 Sterne
  5. 5% der Bewertungen haben 1 Sterne

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Top-Rezensionen aus den Deutschland

Beate MichlAm 4. Mai 2016 in Deutschland rezensiert
3.0 von 5 Sternen
Genialer Roman, streckenweise zu flach verfilmt
Verifizierter Kauf
Der Film hat leider gerade am Anfang so viele Längen, dass ich versucht war, ihn auszuschalten. Ab seiner Festnahme in Kriegsgefangenschaft wird er nicht nur spannend- er zeigt die Absurdität und Grausamkeit in den Szenen mit Göring und in der Napola- Schule, die auch im Buch gewürzt sind mit einer Prise schwarzen Humors. Ich habe den Film gekauft, weil ich das Buch überaus beeindruckend finde und neugierig darauf war, wie Schlöndorf da eine Verfilmung gelungen ist. Adornos Satz "Es gibt kein richtiges Leben im falschen" steht in großen Lettern über Michel Tourniers Meisterwerk wie auch im Film. Besonders gut gelungen ist die Schlussszene, in der Abel das jüdische Kind auf seinen Schultern durch das eisige Wasser trägt und sich Vergebung seiner großen Schuld erhofft.
Ralf KatzenmayerAm 7. Dezember 2020 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Geschichte der Nazizeit
Verifizierter Kauf
Ein sehr schöner Film mit bekannten Schauspielern. Schlöndorff erzählt die Geschichte der Nazizeit.
pinkytheoneAm 30. Juli 2001 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Ein Film, der zu denken gibt
Verifizierter Kauf
Eigentlich erschreckend. Vielleicht gerade, weil es einem so realistisch und vor allem aktuell vorkommt. Ein grundguter Mensch, der in seiner Begeisterung für das, was er im Nationalsozialismus sieht, Kinder in ihr Verderben treibt. Eine bessere Besetzung für die Rolle des Abel als John Malkovich kann ich mir nicht vorstellen. Wer ihn in anderen Rollen kennt, wird kaum glauben, daß dieser etwas langsame, zum Sinnieren neigende Malkovich tatsächlich auch der brutale Terrorist oder skrupellose Verführer sein kann, den man aus anderen Filmen kennt. Gerade diese Darstellung ist es, die diesen Film so unwiderstehlich macht, die den Film eigentlich trägt. Und genau diese Darstellung ist es auch, die in mir immer wieder die Frage aufwirft: Wer um Gottes Willen hat Tom Hanks für Forrest Gump einen Oscar gegeben? Er ist ein prima Schauspieler, ohne Zweifel, aber verglichen mit der Darstellugnskraft eines John Malkovich... *kopfschüttel*
3 Personen fanden das hilfreich
B PtrAm 14. Juni 2011 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Spannender Film
Verifizierter Kauf
Ich schaue mir diesen Film gern an, denn es ist eine gute Ergänzung zum Buch. John Malkovich spielt diese Rolle gut.
Eine Person fand das hilfreich
A. WolfAm 9. November 2006 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Von der Verführbarkeit des Menschen
Für Volker Schlöndorffs in der Kritik gescholtenen Film "Der Unhold" muss man definitiv eine Lanze brechen. Der Film gewährt tiefe Einblicke in die Psychologie des Hitlerismus und wie dieser die Jugend verführte. Die literarische Vorlage dazu lieferte der französische Schriftsteller Michel Tournier mit seinem gleichnamigen Roman.

Im Zentrum des Films steht die Lebensgeschichte des Franzosen Abel (John Malkovich). Sein kindliches und zutiefst naives Gemüt wird ihm ein ums andere Mal zum Verhängnis. Spiegel dieses inneren Kindseins ist seine Liebe zu Kindern, die ihm als Erwachsener schließlich zum Verhängnis wird: Als Pädophiler verhaftet wird er schließlich an die Front berufen, von Deutschen gefangen genommen und per Zug in Richtung Ostpreußen gebracht. An diesem Punkt beginnt Schlöndorffs Film eigentlich erst, der hie und da mit Märchenmotiven spielt. Am "Jägerhof", einem imaginierten Jägerpalast mitten im Wald, lernt Abel gar Göring kennen und steigt in seiner Reputation vom Kriegsgefangenen zum allseits beliebten und geachteten "Mädchen fur alles" mächtig auf. Als sich das Kriegsgeschehen wendet, findet die mondäne Jagd-Gesellschaft ein jähes Ende. Abels letzte Station ist die Burg "Kaltenborn" (die real existierende Marienburg in Masuren), eine alte Ordensburg, in der Hitlerjungen ausgebildet werden.

Man muss sich klarmachen, dass Schlöndorff bewusst auf Wertungen weitgehend verzichtet und das Geschehen in den alten Mauern aus Abels kindlich-naiver Sicht heraus schildert. Die Bilder müssen prächtig, üppig und verfüherisch dargestellt sein, denn nur so wird deutlich, wie und warum das Hitlerregime die Jugend verführte, missbrauchte und mit in den Untergang riss. Die archaischen Paraden, die Feuer und Flammen ziehen Abel in einen Bann, dem er sich nicht widersetzen kann. Nicht aus Pflichtgefühl, sondern aus fester Überzeugung schafft er aus der gesamten Umgebung Knaben heran, sei es mit Gewalt, weil er in Kaltenborn seine eigenen Wunschträume verkörpert sieht. Er glaubt, den Jungen ginge es gut; den Drill der SS-Offiziere nimmt er allenfalls mit Albernheit zur Kenntnis.

Wer Schlöndorff Verherrlichung der NS-Welt vorwirft, der hat den Film nicht in Ansätzen verstanden. Es geht vielmehr darum, die Hintergründe für Mitmachertum und den irrationalen Glauben zu erläutern. Zu diesem Zweck muss auch die Faszination und Suggestionskraft des Regimes aufgezeigt werden.

John Malkovich sticht aus Schlöndorffs Darsteller-Ensemble deutlich hervor. In dem riesenhaften Abel steckt eben doch nur ein unschuldiges Kind, das sich letztlich schuldig macht. Oder doch nicht?

Aber auch Gottfried John vermag in der Rolle des märchenhaften Jägers zu überzeugen, ebenso so wie Dieter Laser in der Rolle des dem Rassenwahn verfallenen "Wissenschaftlers" Professor Blättchen.

Fazit: Schlöndorff ist mit dem "Unhold" eine sehr gelungene Innenansicht des Dritten Reichs gelungen. Da mehr als deutlich klar gemacht wird, wohin diese archaischen Rituale samt des Rassenwahns führen, braucht man dem Film keine Beschönigungen oder gar Verherrlichungen zu unterstellen. Vielmehr ist die mythische Erzählweise, die dezent mit Märchenmotiven spielt, geradezu ideal, aus der Sichtweise eines naiven Kindmenschens die Suggestionskraft der Spektakel zu erläutern.
19 Personen fanden das hilfreich
wzeinert@aol.comAm 20. April 2000 in Deutschland rezensiert
4.0 von 5 Sternen
Spiel mit dem Feuer
Die Verfilmung Michel Tourniers Roman "Der Erlkönig" ist dem Regisseur Volker Schlöndorff gut gelungen. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der kinderliebende Abel Tiffauges, den es in den Wirren des 2. Weltkrieges nach Deutschland verschlägt. Als Kriegsgefangener kann und will sich Abel nicht gegen die verführerischen Inszenierungen des Nazikultes wehren. Mit den exakten Darstellungen über die Mittel der Verführung beginnt Volker Schlöndorff ein Spiel mit dem Feuer, bei dem er sich aber nicht verbrennt. Abel erliegt zwar zu Beginn dem Schein der Jugend, entdeckt aber zum Schluß die Wahrheit. Der Film der "Unhold" lebt größtenteils von seinem Hauptdarsteller. Die Rolle des Abel Tiffauges mit dem charismatischen und faszinierenden John Malkowitch zu besetzen war für Volkler Schlöndorff ein echter Glücksgriff. Die Wandlungsfähigkeit des Hauptdarstellers macht den Film sehenswert.
4 Personen fanden das hilfreich
harald666Am 26. März 2008 in Deutschland rezensiert
4.0 von 5 Sternen
Bildgewaltige, kontroverse Innenansicht des Nazi-Reichs
Nach "Die Blechtrommel" beschäftigt sich Oscar-Preisträger Volker Schlöndorff ein weiteres mal mit dem Zweiten Weltkrieg. Diesmal aus der Perspektive eines einfältigen Mannes, der der Sogkraft des Hitlerregimes hoffnungslos ausgeliefert ist.

In bombastischen Cineascope-Aufnahmen, die wohl illustrieren sollen, wie effektiv die Manipulation durch die "Macht der Bilder" im Nazi-Regime funktionierte, erzählt Schlöndorff die Geschichte eines unkritischen jungen Mannes, der von der Pracht der Innenansicht des Nazi-Reiches schlicht überwältigt wird. Der sich von pompösen Paraden und Masseninszenierungen das Gehirn durchwaschen lässt. Ohne nachzudenken. Ohne zu hinterfragen. Ohne den geringsten Widerstand. Wie Millionen andere auch...
Schlöndorff ist ein Regisseur, der sein Handwerk wahrlich beherrscht. Der Mann denkt in großen Kinobildern - und zaubert selbige auf die Leinwand. Der Ausstattungspomp, der hier betrieben wurde, kann sich wahrlich sehen lassen.

Auch die Schauspieler beeindrucken: John Malkovich, wahrscheinlich einer der wandlungsfähigsten Darsteller unserer Tage, liefert dabei eine beklemmende Performance als naiver Nazi-Handlanger. Und auch der Göring-Darsteller Volker Spengler, dessen Filmographie auch mit einigen Christoph Schlingensief'schen Leinwandexzessen glänzt, bleibt in Erinnerung.

Lediglich das Ende wirkt mit seiner pathetisch-religiösen Erretter-Metaphorik doch etwas berechnend. Das dürfte aber der Literaturvorlage geschuldet sein...

Fazit: Ein ebenso unheimlicher wie bildgewaltiger Film, der anschaulich demonstriert, wie effektiv die Manipulation durch die "Macht der Bilder" im Nazi-Regime funktionierte. Vielleicht etwas zu "bildungsbürgerliches", aber sehens- und diskussionswertes deutsches Vergangenheitsbewältigungskino der spannenden Art.

(Harald L., filmtipps.at)
27 Personen fanden das hilfreich
Martin SchmidlAm 7. Dezember 2008 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
der erlkönig im dritten reich
volker schlöndorff ( u. a. "die blechtrommel" , "tod eines handlungsreisenden" ) versucht sich erneut an einer literaturverfilmung und bringt den roman "le roi des aulnes" - ( deutscher titel : "der erlkönig" )von michel tournier auf die große leinwand.
in zusammenarbeit mit jean claude carriere erarbeitete er neben seiner eigentlichen tätigkeit als regisseur zusätzlich das dem film zugrundeliegende drehbuch und so entstand 1996 unter seiner leitung ein aufwendig gestaltetes epos über die manipulation des volkes durch die macht der bilder im dritten reich.

abel - von john malkovich grandios dargestellt - ein eigentlich herzensguter , jedoch naiver , in seiner entwicklung auf den niveau eines kindes stehender mensch , verschlägt es in eine eliteschule des dritten reichs ( napola ) und er verfällt wie so viele andere auch dem pompösen und effektbeladenem tra ra der machthabenden.
sehr beliebt bei den schülern wird er dort alsbald mit der aufgabe betraut neue lernwillige zu rekrutieren und so zieht er im schwarzem umhang gewandet mit seinem rappen los um auf den umherliegenden gehöften sämtliche bauernsöhne von ihrem vermeintlichen glück zu überzeugen.
hier nimmt schlöndorff symbolisch bezug zur erlkönig figur der goethe ballade - denn genauso lockend und fröhlich wie dieser wirkt auch abel der unhold.

der regisseur hat in meinen augen einen bedrückenden und visuell gewaltigen film geschaffen , der das innenleben des nazi regimes beleuchtet und seine teuflischen verführungskünste offenlegt - ohne dabei unbedingt wertend zu sein , sondern auf die aussagekraft der geschichte und ihrer bilder vertraut.
in seinem entstehungsjahr war dem streifen kein wirklicher erfolg beschieden - er spielte nicht mal seine herstellungskosten ein - heute 12 jahre später gilt er , zu recht wie ich meine , als vielgelobtes meisterwerk.
15 Personen fanden das hilfreich
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