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Für Elise

 (47)6,21 Std. 38 Min.201212
Seit dem Tod ihres Vaters lebt Elise (15) allein mit ihrer Mutter Betty (38). Als Krankenschwester rettet Betty (Christina Große) auf der Intensivstation die Leben anderer, doch ihr eigenes liegt in Scherben. Ihre Suche nach einem neuen Mann führt immer wieder zu Enttäuschungen, die sie versucht mit Alkohol, Parties und One-Night-Stands zu überwinden...
Regie
Wolfgang Dinslage
Hauptdarsteller
Jasna Fritzi BauerChristian GroßeLotte Ohm
Genre
Drama
Untertitel
Keine verfügbar
Wiedergabesprachen
Deutsch
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Nebendarsteller
Lucas ReiberAxel Schreiber
Produzenten
Marcel LenzGuido Schwab
Studio
SWR
Kaufrechte
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Format
Prime Video (Online-Video wird gestreamt)
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Rezensionen

4,6 von 5 Sternen

47 Bewertungen aus einem anderen Land

  1. 74% der Bewertungen haben 5 Sterne
  2. 13% der Bewertungen haben 4 Sterne
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Top-Rezensionen aus den Deutschland

RUMBURAKAm 16. Oktober 2017 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
In mir klingt ein Lied vom Elend des Daseins und den zarten Blüten der Hoffnung !
Verifizierter Kauf
" Mama, das sind alles Mahnungen und Rechnungen. Die ganze Kiste voll.."
Leben in Verzweifelung , Aussichtslosigkeit und Hilflosigkeit. Die sechzehnjährige Elise steht bittend vor ihrer völlig desolaten Mutter. In der Hand den Haufen zerknüllter Schreiben von Ämtern und Gläubigern. " Du kannst einem aber auch den ganzen Abend verderben", lallt mit schwerer Zunge die vielleicht fünfundvierzigjährige Frau, die zusammengesunken im Halbdunkel der Wohnung sitzt.
Das Mädchen Elise ist wie immer im wahrsten Worte mutterseelenallein, muß auf ihren zarten schwachen Schultern den Vollrausch ihrer Mama nebst die Verlorenheit ihres jungen Lebens und die Angst um die Zukunft tragen. Aus dem Briefkasten heraus wird von der alleinerziehenden Mutter direkt jedes offizielle Schriftstück ungeöffnet in einer kleinen Kiste im Wohnzimmer verstaut, als wäre es damit nicht mehr existent. Verleugnen von Realitäten , Kapitulation und Resignation vor den nicht mehr bewältigbaren Anforderungen von außen. Wohnung als Ort des Verkriechens, Abschottens, nichts mehr Sehen -und Hörenwollens.
Mutter Betty trinkt. Jeden Tag und weit über jedes Maß bis zum Kontrollverlust. Ihre Arbeit als Krankenschwester ist in Gefahr , für ihre Tochter Elise hat sie kaum mehr tiefere Gefühlsregungen übrig. Der Tod des Vaters, der bis zuletzt noch der Familie Rückhalt gab, hat jedwede Orientierung und Hoffnung im Dunstkreis von Trauer und Alkohol verschwimmen lassen. Mutter und Tochter auf gefährlicher Abwärtspirale in den Untergang und es ist besonders herzzereissend zu sehen, wie mühselig, oft bis zur letzten Kraft die Chimäre von einem dann doch glückenden und kontrollierbaren bürgerlichen Leben nach außen aufrechterhalten werden soll.

" Für Eise" das Regiedebüt von Regisseur Wolfgang Dinslage ist ein tieftrauriger, so wundervoll in zarten bis erschütternd niederschmetternden Momenten beobachteter Film,der in die Gefühle schneidet ganz ohne Kitsch, Heuchelei und herbeigezwungener Betroffenheit , sondern so bitter, ungerecht, vielleicht am Ende auch mit einem zarten Hoffnungsstrahl wie das Leben selbst, in dem das Straucheln, Stolpern und Fallen seelisch verletzter, aufgewühlter, angstvoller Menschen suchend nach Sinn, Liebe, Geborgenheit im Hamsterrad des Daseins betrachtet wird und das so gänsehauterregend authentisch wie möglich.
Tief geht das unter die Haut, lässt nahe und völlig empathisch in der Situation sein und Tränen fließen, denn so dicht kommen wir den erfühlbaren Charakteren , und hier besonders natürlich der fulminant spielenden Jasna Fritzi Bauer als Elise.
Welch ein einsames, bestürzendes Schicksal eines jungen Mädchens, das uns völlig in den Bann schlägt. Trostloses Dilemma, verzagen, auflehnen und wieder in Agonie zurückfallen. Kindsein schon früh ausgetrieben und der, für die zarte junge Seele viel zu frühen und brutalen Desillusionierung gewichen . Erwachsen agieren, Entscheidungen für die trinkende unzurechnungsfähige Mutter treffen MÜSSEN und doch so sehr selbst noch bedürftig sein nach Schutz , Aufrichtigkeit und Zuneigung. Das heimliche Hoffen und Sehnen der Heranwachsenden , die inneren Verletzungen, Enttäuschungen und Herabsetzungen , das lastende unmenschliche Sich Verantwortlich Fühlen und ein kleiner Traum von Erlösung und Glück mit zart geschwungener, bittersüßer Partitur und viel Gespür in jeder Nuance hinreissend inszeniert und gespielt, das ist " Für Elise".
Die Vielfalt der Emotionen , die unausgesprochen hinter der Stirn und in den Tiefen der Seele wühlen, die sich oft nur durch einen sekundenlangen Blick, eine feine unmerkliche Geste , eine Veränderung des Zuges um die Mundwinkel offenbaren und in aller unaussprechlichen empathischen Ausdruckskraft sofort intuitiv mitfühlen lassen; sie sind die glasklaren , minimalistisch genauen und präzise beobachteten Momente voller Kostbarkeit, die jede Szene von " Für Elise" so vielschichtig und packend werden lassen.
Elise , der man vom ersten Augenaufschlag völlig fasziniert und bewegt durch jede Szene folgt ( denn Jasna Fritzi Bauer spielt nicht mehr , sie verkörpert völlig ihre jeweiligen Rollen so brillant und eindringlich, wie kaum ein andereres junges Schauspieltalent), hat zumindest eine Zufluchtstätte, einen Zauber in der allumgebenden Tristesse, der sie hinfortträgt in ein anderes schöneres Land. Das ist die Musik .
Das weltentrückende Spiel auf dem Klavier, das auch eine letzte Erinnerung an ihren Vater ist. " Pour Elise" war seine liebste Komposition. Nun verachtet sie das Stück, und hinter diesem Groll steht die Sehnsucht , das Alleinesein und die Ohnmacht, denn der Vater kehrt nie mehr zurück.

" Wie wär es , wenn du nicht wieder den nächsten Termin beim Elternabend vergisst..." Es ist tief erschüttternd anzusehen, wie Elise stets die zerrüttete Mutter wieder in ein normales Sein im Alltag einbinden will, wie sie um Normalität und Anerkennung kämpft und fast an der Lieblosigkeit der alkoholkranken Frau zerbricht, wie peinlich berührt sie von den Eskapaden der Mama ist, und wie die Tochter dann doch für sie einsteht, ihr beispringt, sie von der Strasse aufsammelt, so zierlich wie sie ist bei Saufparties den " Freunden" ihrer Mutter die Stirn bietet und die Betrunkene stützt und nach Hause bringt.
Ein zermürbender Teufelskreis familiärer Loyalitäten, des sich aufstauenden Ekels , Haßes, der Kälte und des Schmerzes und dennoch verbunden mit der erdrückenden Überzeugung füreinander einstehen zu müssen. Wer ist hier noch Kind oder Erwachsener und wer erzieht und kontrolliert bzw. lässt sich völlig gehen und verliert jede Würde ?! Der Alkohol hat die Rollen tauschen lassen.
Elise, der musisch begabte Teenager, der schon so früh einen emotionalen Schutzpanzer aufbauen muss, der Selbstsicherheit gepaart mit Misstrauen hinter stoischer Mimik ausstrahlt , Selbstbehauptung verinnerlicht hat und dahinter fast an der Last des kaputten Daseins zu zerbrechen droht, leidet dabei still und keiner hört ihren indirekten Hilferuf, weil kaum jemand noch ihren emotionalen Panzer durchbrechen kann.
Lebensgefängnis, dumpfe, seelenzerfleischende Hölle und ein zarter junger Mensch, selbst noch im Reifeprozess und voller Illusionen , dessen Jugendlichsein und Entfaltungsmöglichkeiten eingeschränkt oder gar zerstört sind . "Alltägliche" Tragödie angesiedelt irgendwo in der Provinz. Ein menschliches Verzweifelungsdrama , das wohl tausendfach jeden Tag unbemerkt unter deutschen Dächern stattfindet .

" Ist denn alles in Ordnung bei euch zu Hause? " Wieviel Überwindung und Selbstdisziplin gehört wohl dazu , um mit festem Blick und Stimme auf eine solche Frage von Lehrern oder Verwandten mit einem " Ja, alles okay" zu antworten. Elise schultert das Elend der Welt und der Film braucht dazu keine aufgesetzt dramatischen Winkelzüge oder Anflüge von Sentimentalität. Er beobachtet die Konstellationen und zieht uns damit völlig unvoreingenommen soghaft in eine glaubwürdige Charakter-und Sozialstudie.
Und dann gibt es den alles entscheidenden Einschnitt, der das taumelnde Menschen Mobilee' völlig aus dem Gleichgewicht bringt. Betty, die schon öfter neue Männerbekanntschaften suchte, lernt den smarten sympathischen Ludwig kennen. Auch er ist alleinerziehend , auch er ist hinter der scheinbar gefestigten Persönlichkeit ein Gestrauchelter , von misslungener Partnerschaft und zerstörten Illusionen im Leben Gezeichneter.
Als Mutter Betty den " Neuen" ihrer Tochter vorstellt, ist Elises Abneigung groß, und doch fühlt auch sie sich mehr und mehr von dem herzlichen und offenen Fremden angezogen. Und während sich Mutter Betty Ludwig in fast unangenehmer Weise an den Hals schmeißt ( sehr schnell, ist auch vor Ludwig ihre Alkoholsucht nicht mehr zu vertuschen) und ihn schon zum neuen Anker in ihrem tristen Dasein auserkoren hat, hegt auch Elise leise Hoffnungen , die zu einer zarten Schwärmerei und einer Liebesprojektion werden, die das minderjährige Mädchen tatsächlich mehr und mehr zu einer Konkurrentin um die Liebe des fürsorglichen Ludwig werden lassen, der für beide , Mutter und Tochter , auf einmal die mögliche Lichtgestalt wird, die einen Ausweg aus dem emotionalen und offenkundigen Elend verspricht.
Gebrochene Herzen in einer schicksalshaften Zuspitzung , die vor Ahnung des Verhängnisses den Atem stocken lässt. Denn dass bei aller wehmütigen , zarten Annäherung zwischen Elise und dem erwachsenen Mann, diese Schwärmerei in einer weiteren emotionalen Katastrophe enden muß, das macht den Film so bittertraurig und beklemmend. So sehr würde man Elise einmal ein Hauch von Glück in ihrem Leben wünschen.

Die Mutter, die in Ludwig schon den neuen Partner sieht, der sie aus ihrem Lebensdesaster befreit, die Tochter, die gleiches so sehr beginnt heimlich zu hoffen und unterschwellig den neuen Mann einerseits als vermisste Vaterfigur annimmt und andererseits in pubertärer Lolitahaftigkeit auch erotisch unschuldig beginnt zu begehren; das ist ein Gefühlsspiel in einem Trio Infernale , welches erzittern lässt vor schwelendem Verhängnis.
Das sowieso schon angespannte , weidlich durch den Alkohol ruinierte Mutter / Tochter Verhältnis wird vollends zu einem herzzereissenden Martyrium , als beide nun ganz subtil dann immer vehementer beginnen , um die Gunst des neuen Mannes jede auf ihre Art zu buhlen.
Ludwig, dem übrigens in dieser verqueren Situation meine volle Sympathie gehört, und der ebenfalls seine eigene Stärke überschätzt, kann mit diesem emotionalen Spinnennetz aus Schwärmerei, Eifersucht, Verlustangst und Liebesprojektion trotz hehrer Absichten nur überfordert sein.
Wie es nachvollziehbar ist, versucht er sein Bestes, zu vermitteln, begeht dabei grosse Fehler und anstelle sich komplett aus diesem unfreiwillig erzeugten Gefühlswirrwarr in der Dreieckskonstellation herauszuziehen , begünstigt er eine Situation in der er selbst als der Schuldige, Gebrandmarkte wie ein Häuflein Elend auf der Strecke bleibt. Absolution gewährt ihm der Film nicht.
Hier gibt es durchaus Anlaß zur Kritik, diesbezüglich wie " Für Elise" diese männliche Figur plötzlich als ( typisch männlichen ) Sündenbock aus der Dramaturgie ohne weitere Hintergründe herauskatapultiert. Diese Unreflektiertheit und zu kurz gegriffene Stigmatisierung in Richtung " ..die bösen Männer mal wieder, die sich nicht beherrschen können ", ist mir zu einfach kalkuliert, erklärt sich nicht aus der so sorgsam aufgebauten psychologischen Innenschau auf Elises Gefühlschaos zwischen Kindheitserleben und erwachender Sexualität und hätte dem Film in dieser erbarmungslosen, leider zeitgemäßen Fingerzeig Mentalität auf den " bösen triebhaften Mann " fast den fünften Stern gekostet. Da Regisseur Dinslage doch sonst das Scheitern und die Fehlbarkeit aller anderen Figuren sehr differenziert betrachtet, an Hintergründen und Motiven interessiert ist, hätte eine entsprechende Ausgewogenheit in der Beurteilung auch im Nachhinein diesem Charakter gutgetan. Doch dies ist im besten Sinne diskussionswert.

" Für Elise" ist ein derart bravourös und mitreissend inszeniertes Seelendrama , das Substanz für drei weitere Filme hätte. Staunend und gebannt lässt uns der Film nicht mehr aus seiner Sogkraft , begeistert neben der begnadeten Jasna Fritzi Bauer mit Christina Große und Hendrik Duryn und schafft es in hoher Intensität tiefste Gefühle, Abgründe und Sehnsüchte für neunzig Minuten zu den unseren zu machen . Der aufwühlende und fesselnde Film ist vor allem auch eine Studie über Trauerbewältigung und Sucht, die immer ihre Wurzeln in Suchen, Leere , Angst und Verzweifelung hat und wie die Krankheit jedes Wirklichkeitsempfinden verzerrt, wie sie ebenfalls die Familie , die Kinder und das Umfeld in zerstörerische Geiselhaft nimmt , wie tief ein derartiger desaströser , unberechenbarer Zustand von Müttern und Vätern schwer heilende Wunden in Kinderseelen schlägt und wie doch das rätselhafte Sein , das sich Leben nennt, plötzlich immer wieder auch Hoffnung und Zuversicht bereithält, einen kurzen , hellen Moment von Poesie und Glück, der zeigt , es wird weitergehen.
Ein Auf und ab, werden und verklingen wie in einem klassischen Klavierstück, dessen Klänge sich sanft um die Herzen legen und in dem bis zum letzten Ton die Musik des Lebens in jedem Moment neu ersteht und uns weit fortträgt . In Dur oder in Moll und meist in beiden Schattierungen zur gleichen Zeit, gehen wir jeden weiteren Tag auf unbekannte Reise und hinterlassen unsere Spuren.
10 Personen fanden das hilfreich
KönigDickbauchAm 21. Juni 2017 in Deutschland rezensiert
4.0 von 5 Sternen
Jasna, ach Jasna...
Verifizierter Kauf
Jede Hauptrolle, die Jasna Fritzi Bauer anpackt, wird zu Gold. Erst die bemitleidenswerte süße Maus in "Ein Tick anders", später die herrlich zickige Miesepetra in "About a Girl". Und dazwischen dieses ästhetische Kunstwerk mit schön fotographierten Bildern und stimmungsvoller klassischer Musik. Und hier ist sie wie ein schöner Traum. Und trotz der vorzüglichen Darstellung ihrer trunksüchtigen Mutter durch Christina Große stemmt Jasna diesen Film - wie schon ihr Debüt "Ein Tick anders" - weitgehend alleine. Welche Nachwuchsschauspielerin schafft so etwas schon? Tatsächlich wäre dieser Film ohne sie - bei allem Respekt vor der Inszenierung - nur halb so sehenswert. Sie ist es, die ihn sehenswert macht. Mein Tip: Abends, wenn es dunkel ist, edlen roten Wein eingießen, es sich bequem machen, DVD einschalten und genießen - zum einen die Hauptfigur, zum anderen die Musik.
8 Personen fanden das hilfreich
MKAm 4. Mai 2016 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
"Du machst immer alles kaputt" oder verkehrte Rollen
Verifizierter Kauf
Zunächst sieht vieles an "Für Elise" wie Klischeeschilderung aus, sogar der Titel des Films. Aber Klischees bilden in vielerlei Hinsicht die Realität ab und verdeutlichen sie durch Überspitzung. Darum und wegen der sehr guten schauspielerischen Darbietung stört dieser stereotype Ansatz nicht im Geringsten.

Elise lebt allein mit ihrer Mutter Betty, die als Krankenschwester arbeitet. Ihr Vater ist bei einem Unfall ums Leben gekommen. Beiden setzt der Verlust noch immer stark zu. Betty sucht verzweifelt nach einem neuen Mann, feiert Partys und unternimmt ausufernde Shoppingtouren, um sich zu betäuben. Regelmäßig ertränkt sie ihren Schmerz im Alkohol. Sie ist zunehmend der Realität nicht mehr gewachsen, weshalb sich Elise trotz eigener Probleme darum kümmert, die Fäden des Alltags in der Hand zu halten. Sie verarbeitet ihre Trauer um den verlorenen Vater, indem sie auf dem Klavier spielt, das ein Geschenk ihres Vaters ist.
Eines Tages lernt Betty Ludwig kennen, einen Redakteur bei einem Radiosender, der zwei kleine Kinder allein erzieht. In ihm sieht sie ihren neuen Partner. Doch der ist sich nicht sicher und kommt außerdem Elise näher.

Alle drei Schauspieler der Hauptrollen füllen ihre Rollen fein differenziert aus und umschiffen die bei dem Stoff existente Gefahr, zu chargieren.

Christina Große spielt die Mutter Betty großartig als rücksichtslose Egozentrikerin, die sich albern wie ein Backfisch benimmt und aufgrund ihres Alkoholkonsums oft abstürzt, die Tochter in peinliche Situationen und mehr bringt und ihr ungerechte Vorwürfe macht. Gleichzeitig gelingt es ihr, die Verzweiflung und Zerbrechlichkeit der verletzten, leeren Seele auszudrücken.

Jasna Fritzi Bauer gibt Elise als die eigentlich Erwachsene, Vernünftige, Ernsthafte, übernimmt Verantwortung und lässt durch ihr feines, allerbasterartig transparentes Spiel doch klar erkennen, dass ihre Figur noch lang nicht reif dafür ist, all die sich vor ihr auftürmenden Probleme zu lösen und sich nach Schutz und Hilfe sehnt.

Hendrik Duryns Ludwig ist wie Betty auf der Suche nach einer Beziehung. Gegenüber Elise empfindet er väterliche Gefühle, die jedoch wegen seiner Einsamkeit, der gemeinsamen Erfahrungen und Elises erwachsenen Ausstrahlung zu mehr tendieren. Ludwigs Irritation über sich selbst und seinen inneren Kampf vermag Duryn allein mit seinen Blicken und seiner Körpersprache auszudrücken.

Der Titel "Für Elise" verweist nicht von ungefähr auf das Musikstück, denn klassische Musik, vor allem Klaviermusik ist von Bedeutung.

Für mich ist "Für Elise" ein starker, stimmiger Film, der tief in die Seelen seiner Protagonisten blicken lässt, zum Teil schonungslos drastisch, aber auch gefühlvoll und romantisch, kurz: ungeschönt realistisch. Insbesondere die Wendung zum "altersgerecht Normalen" gegen Schluss gefällt mir diesbezüglich und macht "Für Elise" zu einem Film, der sich wohltuend aus der Masse heraushebt. Sehr zu empfehlen für psychologisch Interessierte, die sich gern beim Anschauen eines Films "etwas zumuten".
5 Personen fanden das hilfreich
Peter BrinkmannAm 29. April 2021 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Für Freunde der Arthaus-Filme absolut sehenswert
Verifizierter Kauf
Beeindruckende und überzeugende Leistung der Hauptdarsteller, stimmungsvolle und passende musikalische Begleitung durch den ganzen Film. Deutsches Arthaus - Juwel, das niemanden unberührt lassen wird. Keine leichte Unterhaltung , aber unbedingt sehenswert.
Amazon KundeAm 22. Februar 2018 in Deutschland rezensiert
4.0 von 5 Sternen
Guter Film
Verifizierter Kauf
Guter Film mit interessanten Schauspielern und guter Handlung. Sehr gutes Thema das teilweise auch der Realität entspricht. Den Film kann ich nur empfehlen !!!
Eine Person fand das hilfreich
Andreas HepperleAm 30. April 2020 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Sehr gut gespieltes Drama
Verifizierter Kauf
Sehr guter Film, sehr gute Darsteller
Kaufempfehlung

Andreas Hepperle
Jim BeeAm 3. Januar 2021 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Absolut realistische Darstellung von Alkoholexzessen
Verifizierter Kauf
Spannend, realistisch
Anke PetersAm 21. Februar 2021 in Deutschland rezensiert
5.0 von 5 Sternen
Prima
Verifizierter Kauf
Super gelaufen.
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