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Kundenrezension

8. September 2014
Bücher, die sich kritisch mit dem Thema "Homo-Ehe" auseinandersetzen, stammen meistens von evangelikalen Christen, die ihre Argumente vorwiegend oder ausschliesslich auf der Heiligen Schrift aufbauen. Dieser Art von Kritik kann man leicht den Boden entziehen, indem man die Prämisse zurückweist: wer nicht an die Bibel glaubt, glaubt eben nicht an sie. Punkt, Schluss.

Ganz anders das vorliegende Buch von Robert R. Reilly, das Schritt für Schritt mit zwingender Rationalität die Argumente seziert, die heutzutage in Amerika und Europa zugunsten einer Neudefinition der Ehe ins Treffen geführt werden. Wie sich zeigt, Geht es hier nicht um ein punktuelles Gleichbehandlungsthema, sondern um eine bizarre Ideologie, die die westliche Zivilisation im Kern zerstört. Die Gleichsetzung der (ihrer Natur nach sterilen) Sodomie mit dem (seiner Natur nach fruchtbaren) ehelichen Akt bedingt zunächst eine selbstgewählte Unfähigkeit bzw. den Unwillen, die natürlichen Gegebenheiten zur Kenntnis zu nehmen. Sie impliziert, dass der Mensch unfähig sei, die Realität zu erkennen und entsprechend zu handeln. Aus dieser Zurückweisung der Realität folgt als nächster Schritt der Anspruch, das eigene Handeln nicht an der objektiven Wirklichkeit, sondern allein an den subjektiven Wünschen auszurichten. Wenn es kein der Vernunft zugängliches Naturrecht gibt, dann gibt es (auch in einer Demokratie) letztlich nur noch das Recht des Stärkeren. Rationale Debatten über Richtig und Falsch können nicht mehr geführt werden, sondern das politische Handeln verkommt zum permanenten "culture war".

Am Beispiel der Vereinigten Staaten zeigt Reilly auf, wie dieser Kulturkampf innerhalb kürzester Zeit nicht nur die politische und soziale Ordnung, sondern auch die Forschung, das Erziehungswesen, und die Justiz von innen heraus zerstören kann. Eine Gesellschaft, die die Homo-Ehe akzeptiert, akzeptiert ihren eigenen Untergang.

Dieses Buch ist Pflichtlektüre für alle juristisch und politisch Interessierten - welchen Standpunkt auch immer sie in dieser und anderen "Kulturkampf-Fragen" einnehmen. Es ist ein Ruf zur Ordnung, ein flammender Aufruf zu mehr Ehrlichkeit und Rationalität in einer Diskussion, die uns alle betrifft.
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