Lade die kostenlose Kindle-App herunter und lese deine Kindle-Bücher sofort auf deinem Smartphone, Tablet oder Computer – kein Kindle-Gerät erforderlich.
Mit Kindle für Web kannst du sofort in deinem Browser lesen.
Scanne den folgenden Code mit deiner Mobiltelefonkamera und lade die Kindle-App herunter.
Bild nicht verfügbar
Farbe:
-
-
-
- Herunterladen, um dieses Videos wiederzugeben Flash Player
Die Beharrlichkeit der Philosophen Broschiert
- Seitenzahl der Print-Ausgabe100 Seiten
- SpracheDeutsch
- HerausgeberBooks on Demand
- ISBN-103831134537
- ISBN-13978-3831134533
Produktbeschreibungen
Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
dem will sich frizztext anschließen. die themen, die für wichtig gehalten werden, sind wenige - was aufgezeigt werden soll - leicht zu merken:
der mut, trotz großer sozialer unterdrückung oder trotz körperlicher oder seelischer handicaps am eigenen denken-dürfen und denken-können beharrlich weiterzustricken und unterwegs nicht aufzugeben, was immer sich entgegenstellen mag. die verpflichtung zur identität, die ernsthaftigkeit, sich nicht übertünchen oder zerspalten zu lassen: umzingelt von andersmeinenden waren zumeist alle philosophen und nicht wenige schriftsteller - ja das hat sie uns nachfahren ja geradezu interessant gemacht: ihre fähigkeit, eine zeitlang beharrlich gegen den strom zu schwimmen und nicht sofort unterzugehen oder wieder umzudrehen.
die form, die mit hartnäckigkeit und lästigkeit eingehalten werden wird, ist die der kleinschreibung. es gilt, den beweis zu erbringen, dass auch trotz konsequenter kleinschreibung sinn vermittelt werden kann.
"die großen aphoristiker lesen sich so, als ob sie alle einander gut gekannt hätten..." schreibt canetti an anderer stelle. nun, das ist bei den philosophen nicht anders. es wird eine überschaubare zahl von namen auftauchen: kant und sein zeitgenosse lichtenberg, epikur und seneca, schopenhauer und nietzsche, jaspers und heidegger, sokrates oder sloterdijk.
und weil dieses buch online entstanden ist, war es zuweilen so, dass die einwürfe meiner webfreunde den fortgang nicht unerheblich beeinflusst haben...
Produktinformation
- Sprache : Deutsch
- Broschiert : 100 Seiten
- ISBN-10 : 3831134537
- ISBN-13 : 978-3831134533
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 5,406,721 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Kundenrezensionen:
Kundenrezensionen
Kundenbewertungen, einschließlich Produkt-Sternebewertungen, helfen Kunden, mehr über das Produkt zu erfahren und zu entscheiden, ob es das richtige Produkt für sie ist.
Um die Gesamtbewertung der Sterne und die prozentuale Aufschlüsselung nach Sternen zu berechnen, verwenden wir keinen einfachen Durchschnitt. Stattdessen berücksichtigt unser System beispielsweise, wie aktuell eine Bewertung ist und ob der Prüfer den Artikel bei Amazon gekauft hat. Es wurden auch Bewertungen analysiert, um die Vertrauenswürdigkeit zu überprüfen.
Erfahren Sie mehr darüber, wie Kundenbewertungen bei Amazon funktionieren.-
Spitzenrezensionen
Spitzenbewertungen aus Deutschland
Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuche es später erneut.
nur einen einwand gibt es gegen dieses buch: menschen, die sich bisher nicht mit philosophie beschäftigt haben, tun sich schwer damit. zumindest grundkenntnisse der autobiographie und der wichtigsten schriften der vorgestellten herren werden vorausgesetzt. wer epikurs überlieferte texte oder kiergegaards gedanken nie im zusamenhang gelesen hat, kann verständnisschwierigkeiten bekommen. >die beharrlichkeit der philosophen< gibt aber auch dem laien interessante denkanstöße: selbst wenn er sich mit dem lesen der fett gedruckten zitate begnügt, bekommt er reichlich interessante, manchmal sogar amüsante anregungen zu privaten philosophiestunden.
Weder aufgesetzte Geistreichelei eines überkandidelten Philosophenhirns noch pseudophilosophisch verbrämtes Geschwätz kann man Fritze vorwerfen. Im Gegenteil, Dietmar Fritze versteht es meisterlich - mit souverän geführter Feder - auch beim philosophisch nicht vorgebildeten Leser das Interesse für die Philosophie wachzukitzeln.
Allein sein unkonventioneller Ansatz, einem Leser die Beschäftigung mit der Philosophie nahezulegen, ist bemerkenswert und verdient wohlwollende Beachtung. Mit einer gewinnenden Liebenswürdigkeit bringt Dietmar Fritze uns die 27 Denker und ihre Beharrlichkeit näher, beleuchtet auch teils wenig bekannte Details und beschäftigt sich überdies eingehend mit der persönlichen, der menschlichen Seite des jeweiligen Philosophen. Dies alles geschieht konzis und prägnant, mit wohlabgemessener Dosierung läßt der Autor die in seinem Buch porträtierten Philosophen durch gelegentliches Einfügen klug ausgewählter Zitate auch selbst zu Wort kommen.
Originalität und konzeptive Kraft kennzeichnen die Art und Weise, in der Fritze uns die 27 ausgewählten Denker präsentiert, die sich oft nicht darum geschert haben, ob die von ihnen gepflegte Tugend der Beharrlichkeit für sie auch Zinsen tragen wird. Eine wirklich ersprießliche Methode, auch jemand in philosophischer Hinsicht mehr oder weniger Unbedarften, wie beispielsweise den Rezensenten, an die Philosophie heranzuführen; die Lust in ihm zu wecken, sich ausführlicher mit dem Gedankengut der hier Vorgestellten zu beschäftigen. (Als erstes werde ich mir wohl den Epikur vornehmen).
Fritzes Formulierungen sind von sprachlicher Delikatesse und individuell geprägter Ausdrucksform, durchgeistigt von einem stets präsenten hintergründigen Humor, aus seinen Zeilen spricht der reflektorische Intellekt eines belesenen Denkers. Sollte ich einen Satz aus dem kleinen Werk besonders hervorheben müssen, würde ich wählen: „umsomehr sind denker nötig, die humor als anthropologisches fundament begreifen können." (original frizztext)
Bei der „Beharrlichkeit der Philosophen" handelt es sich also um ein Buch, das (fast) jedermanns Geist befruchten sollte, wenn er es denn liest, was ich ihm hiermit nahe legen möchte. Sein Nährwert für den Leser ist trotz oder auch gerade wegen seiner relativen Kürze sehr hoch, es ist wie zwei Pfund Speck in einer Ein-Pfund-Packung. Auch die beharrlich durchgehaltene Minuskelschrift vermag nicht zu verhindern, daß vieles von dem Gelesenen in meiner Erinnerung in Großbuchstaben haften bleiben wird.
Schlußwort Epikur: „man muß erfassen, daß eine lange und eine kurze Darlegung auf dasselbe abzielen."
Schlußwort frizztext: „ob eine kurze darlegung aber genauso wirkt? wir wollen es hoffen ..."
Schlußwort Rezensent: In diesem besonderen Falle hat die Hoffnung einmal nicht getrogen.