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The Revenant [DVD]

4.5 4.5 out of 5 stars 15,228 ratings

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DVD
19 May 2016
Standard version
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Genre Action & Adventure/Thrillers
Format Widescreen
Contributor Hardy, Tom, Inarritu, Alejandro Gonzalez, DiCaprio, Leonardo
Language English, German
Runtime 2 hours and 30 minutes

Product description

On an expedition deep in the American wilderness, legendary researcher and adventurer Hugh Glass (Leonardo DiCaprio) is brutally attacked by a bear. His hunting companions, convinced that he is dedicated to death, leave him behind. In his struggle for survival, Glass suffers unbearable torment and must experience that even his closest confidant John Fitzgerald (Tom Hardy) betrays him and lets him down. With superhuman will to survive and driven by love for his family, Glass struggles his way back into life through a relentless winter in the wilderness.

Product details

  • Aspect Ratio ‏ : ‎ Unknown
  • Is Discontinued By Manufacturer ‏ : ‎ No
  • Product Dimensions ‏ : ‎ 19.2 x 13.5 x 1.5 cm; 70 g
  • Manufacturer reference ‏ : ‎ 6470908
  • Director ‏ : ‎ Inarritu, Alejandro Gonzalez
  • Media Format ‏ : ‎ Widescreen
  • Run time ‏ : ‎ 2 hours and 30 minutes
  • Release date ‏ : ‎ 19 May 2016
  • Actors ‏ : ‎ DiCaprio, Leonardo, Hardy, Tom
  • Subtitles: ‏ : ‎ German, English, French
  • Language ‏ : ‎ German (Dolby Digital 5.1), English (Dolby Digital 5.1), French (Dolby Digital 5.1)
  • Studio ‏ : ‎ Walt Disney / LEONINE
  • ASIN ‏ : ‎ B01A71F8C6
  • Number of discs ‏ : ‎ 1
  • Customer reviews:
    4.5 4.5 out of 5 stars 15,228 ratings

Customer reviews

4.5 out of 5 stars
15,228 global ratings
Ich ziehe meinen Hut vor Leonardo Dicaprio ! Respekt ! Leider ist das Steelbook eher mau !!
4 out of 5 stars
Ich ziehe meinen Hut vor Leonardo Dicaprio ! Respekt ! Leider ist das Steelbook eher mau !!
Ich bin wirklich kein Fan von Cowboy, Indianer oder sonstige Filme die zu dieser Zeit in Amerika spielen, jedoch ist dieser Film wirklich eine Ausnahmeerscheinung den man unbedingt gesehen haben muss.Besonders gut gefallen mir die Kameraeinstellungen, die einen richtig mit in den Film hineinziehen. Man erlebt die grausamen Geschehnisse des Revenant wirklich mit. Deshalb komme ich nun dazu DiCaprio meinen Respeckt zu zollen, denn was er hier schauspielerisch durchmacht ist wirklich hart. Natürlich weiß man, dass wahrscheinlich 20 Meter daneben der beheizte Filmtruck steht, jedoch man kann richtig sehen, wie heftig manche Szenen gewesen sein müssen. Der Oscar war wirklich verdient. Ich schätze das viele diesen Film einfach abgelehnt hätten.Nun zum Film selbst: Es handelt sich um eine Gruppe Pelzjäger, die durch einen Überfall mehrerer Indianer schnell ihr Lager verlassen müssen, und nun ohne Schiff durch die Karge Landschaft nach hause ins Ford finden müssen. Der Revendant, der mit seinem Sohn, der aus einer Beziehung mit einer Indianerin entstanden ist, wird von einem Bären angefallen und sehr schwer verletzt. Die restlichen Jäger endscheinden sich, ihn mit 3 Leuten zurück zu lassen und ihn gegebenenfalls zu begraben wenn er stirbt, doch dann kommt alles ganz anders. Sein Sohn wird erschossen und er lebendig begraben, doch er nimmt alle Kraft zusammen, und macht sich auf den Weg.Man kann sich kauf vorstellen, was der Revenant alles erdulden muss, um durch die Hölle zu kommen und alles ist so toll gemacht, dass man sich wirklich fragt, ob das nun echt ist oder doch getrickst. Alleine der Kampf mit dem Bär ist so echt, dass man sich nicht vorstellen kann das es nicht so ist. Es ist ein Survivaltriller der Extraklasse !Besonders ist mir auch der Ton bzw. die Musik ausgefallen. Z.b. wenn man eine direkte Jagt sieht, bekommt man nicht wie früher schnelle Benjo oder Keyboard Musik zu hören, sondern nur ruhige Musik, die zur Spannung beiträgt. Die Musik ist eh eher selten, was die Einsamkeit und Kargheit der Umgebung unterstreicht. Die Kamera ist wie oben schon erwähnt auch sehr gut denn man ist ständig sehr nah an den Personen und am Geschehen als wäre man selbst mit dabei. Da fällt man auch gleich mit dem Reiter und dem Pferd in einen Abgrund.Schauspielerisch ist nicht nur Dicaprio toll sondern auch alle anderen machen einen sehr guten Job.Nun zum Steelbook:Warum....., Warum ist es jedes mal so, dass die Blockbuster immer in einem so billigen Steelbook daher kommen in Deutschland ??? Da haben sie Millionen in den Film gesteckt und der Film bringt Millionen ein aber beim Steelbook fangen sie an zu sparen ?? Vor kurzem ist ein 80ger Jahre Film herausgekommen "Nummer 5 lebt" und hat ein wunderschönes Steelbook erhalten für gerade mal 16 Euro mit Zusatz DVD mit toll lackiert mit toller Rand und Titelprägung und auch sonst sehr schön gestaltet und hier bekommt man für 24,99 Euro ? Ein karges Steelbook ohne Prägung mit nicht gerade toll designten Cover in seichtem Druck. Mann Steelbookhersteller in Deutschland. Schaut doch mal über den Tellerrand und seht mal wie Steelbook's in anderen Ländern gemacht werden bei Zavvi oder bei asiatischen Herstellern ! Das kann doch nicht so schwer sein gerade bei den Blockbustern ein anständiges Steelbook zu machen ??!Das ist aber alles Jammern auf hohen Niveau denn so schlecht ist es auch nicht, Man hat wenigstens nicht viel störende Schrift auf der Vorderseite außer, dass sie die Schauspielernamen weglassen hätten können. Auch der darüber liegende Schriftzug vo, "Ein Film by" ist auf einem Steelbook eher kontraproduktiv ! Auch hinten fehlen die typischen Schriftzüge von Fox nicht. Der Druck selbst ist eher sehr schwach und nicht gut zu erkennen.Innen hat man jedoch einen schönen Farbigen Druck genommen vom Revenant am Lagerfeuer.Schade denn das wird kein Glanzstück einer Steelbooksammlung.Fazit: Ein Film, der die Oskars wirklich verdient hat !!! Decaprio macht eine tolle arbeit, und man nimmt ihm die Pein richtig ab !! Ton und Kamera sind Referenz. Leider hat man wie oft bei Blockbustern am Steelbook gespart !!!
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Reviewed in Germany on 9 July 2016
Inhalt: In den 1820ern zieht der legendäre Trapper Hugh Glass (Leonardo DiCaprio) durch die Weiten der USA, wo er mit einer von Captain Andrew Henry (Domhnall Gleeson) angeführten Expedition dabei ist, den Missouri River zu erforschen. Am Fluss hat er einen unachtsamen Moment - den ein Grizzly ausnutzt, ihn übel zuzurichten. Glass schwebt in Lebensgefahr. Seine Begleiter, unter ihnen der raubeinige John Fitzgerald (Tom Hardy) und der junge Jim Bridger (Will Poulter), glauben nicht, dass er den Vorfall überleben wird und als sie dann Ureinwohner in der Nähe ihres Lagers erspähen, fackeln sie nicht lange. Sie nehmen dem Schwerverwundeten Gewehr, Messer und seine weitere Ausrüstung ab und überlassen ihn sich selbst. Aber überraschend überlebt Glass doch – und schwört allen Begleitern Rache, die ihn zurückgelassen haben. Auf der Suche nach ihnen schleppt sich der verletzte Abenteurer durch die eisige Bergwelt...

"The Revenant - Der Rückkehrer" ist ohne Zweifel eines der einzigartigsten Filmerlebnisse, die das Kino seit ewigen Zeiten zu bieten hat. Ein mit prachtvollen Bildern durchzogener Film, der streckenweise unglaublicher Spannung aufkommen lässt und eine der besten darstellerischen Leistungen seiner Darsteller innehat. So bewegend, aufregend, emotional und oft auch kaum zu ertragen. Irgendwie auch einzigartig in seiner Gesamtheit. Auch ein handwerklich großartiger Film, der in seinen Actionszenen packend ist (der Kampf mit dem Grizzlybär ist wohl einmalig), leider aber auch in der Anfangsphase an seiner eigenen Geschichte krankt. Die Hauptfigur wird zum Tragöden, noch bevor der Zuschauer Zeit hat sie lieb zu gewinnen, ebenso gehen viele andere interessante Charaktere in Gewalt und Schneegestöber unter. In Erinnerung bleibt hier lediglich das beeindruckende steinerne Gesicht des alten Indianerhäuptlings.

Nur selten wurden Bilder in der freien Natur so wunderbar und beeindruckend eingefangen und mit solch trostloser Schönheit in eine Geschichte eingefügt. Immer und immer wieder verblüfft Regisseur Alejandro González Iñárritu mit Bildern von Landschaften, die den Zuschauer einfach ehrfürchtig staunen lassen. Die Kamera dringt an unglaubliche Orte. Völlig zurecht wurde Kameramann Emmanuel Lubezki für einen Oscar in der Kategorie "Best Cinematography" nominiert. Er bewegt die Kamera fließend um die Gesichter herum und dringt immer wieder so nahe an die Schauspieler heran das der Hauch des Atem oder etwa die Tropfen des Schmelzwassers auf der Linse zu sehen sind. In Kampfszenen ist die Kamera so nahe, dass die Schauspieler immer mal wieder gegen diese anstoßen. Fast spürt man selbst die Kälte und die schier unfassbaren Schmerzen, die Leonardo DiCaprios Alter Ego Hugh Glass durchmacht, selbst. Fast schmeckt man das Blut und spürt die Wunden auf seinen eigenen Körper. Dann aber folgt die Leere, mit der ein einsamer Trapper zu kämpfen hat, die schiere Verzweiflung. Das harte Gegenüber von Geist und hilfloser Physis, das hart Existentielle eines wortkargen Films. Nur fragmentarisch werden dabei Hintergründe gezeigt, nur vorsichtig werden Protagonist und Antagonist mittels Parallelmontage gegenübergestellt.

So tief geht der Film, so echt fühlt er sich auch an. Vor allem hängt der Film aber im Wald, am Leib Hughs. Sicher, man könnte jetzt argumentieren, dass dem Film in der einen oder anderen Szene eine Kürzung gut getan hätte, denn wenn Glass sich das fünfte Mal ächzend und stöhnend über die zwölfte Anhöhe schleppt, dann drosselt dies sicher noch mehr das Tempo des ohnehin ruhigen Streifens. Aber gerade auch diese Ruhe ist es, die „The Revenant“ ausmacht. Es ist eben kein Actionfilm, es ist ein Survival-Thriller und die auf dem Papier simpel klingende Story ist in Wirklichkeit ein Epos über Leben, Mut, Stärke, Einsamkeit, Familie, Liebe, Hass, Rache all die fundamentalen Themen des Lebens, eingefangen in dieser Geschichte. Wenn der Film seine stillen, emotionalen Momente hat, ist man als Zuschauer gefesselt. Und dies wird nur durch den gezielt und perfekt gesetzten Soundtrack verstärkt.

Die beiden Hauptfiguren in diesem Film tragen eine Rivalität aus und es ist klar, dass es nur einen Sieger geben kann. Auch wenn man mehr als erahnen kann, wie die Geschichte ausgehen wird, so ist der Weg das Ziel: alle müssen für sich leiden und kämpfen. Hugh Glass der Mann, der mit der Natur und so um sein nacktes Überleben kämpft; John Fitzgerald (ebenfalls ganz großartig: Tom Hardy) ist der Mensch, der Glass zurück lässt um seine eigene Haut zu rettet und dennoch auch ein Mann der im Verlaufe des Films mit seinen eigenen Ängsten, Minderwertigkeitsgefühlen und seiner eigenen Schwäche kämpft. Und dem bewusst ist, dass er niemals einem Mann wie Glass das Wasser reichen kann. Hardy bringt seiner Figur John Fitzgerald vor allem Tiefe und Glaubwürdigkeit durch sein grandioses Spiel. Und vielleicht sogar etwas Verständnis beim Zuschauer. Lässt aber auch keinen Zweifel daran, dass Fitzgerald ein kaltherziger und im Grunde grausamer Mann ist.

Ja und dann ist dann noch die Hauptfigur, gespielt von Leonardo DiCaprio. Auch er ist völlig zurecht für einen Oscar nominiert. Ohne Zweifel ist DiCaprio mittlerweile einer der besten Schauspieler seiner Generation und vielleicht sogar schon darüber hinaus. Mit "The Revenant - Der Rückkehrer" hat er nun ein weiteres Meisterstück abgeliefert. Diese Hingabe, diese Bandbreite an Emotionen, Brillanz in seiner Darstellung und der Verschmelzung mit seinen Figuren, es ist unmöglich sich Filmfan zu nennen und DiCaprios Brillanz nicht anzuerkennen. Oscar hin oder her - solch eine Darstellung kann keine goldene Statue der Welt gebührend ehren. Und in ein paar Jahren wird man mit Sicherheit DiCaprio ohne Zögern in einer Reihe mit Brando, Pacino, DeNiro oder Hoffman nennen. Die Schmerzen, Qualen, Ängste und Emotionen, die die Figur Hugh Glass durchmacht, werden durch DiCaprio so echt und real wie es nur geht. Und das ist mitreißend, spannend und schlicht und ergreifend unglaublich.

Regisseur Alejandro González Iñárritus, der mit "21 Gramm", "Babel" oder "Birdman" schon großartige Filme schuf, legt seine ganze schöpferische Kraft und Fähigkeit, eine epische Geschichte zu erzählen in die Waagschale und schafft mit "The Revenant" einen anderen Film, einen besonderen Film. Ruhig, besonnen, dann wieder ausbrechend und laut, brachial und sogar schmerzhaft, blutig und dann wieder still, bedächtig, einsam, kalt. Leider zu vorhersehbar in der Handlung und zu gewollt in den Rückblenden, in denen auf bekannte Art und Weise mit dem Protagonisten mitgefühlt werden soll. Erst gegen Ende spitzt sich die Narration zu, nimmt sogar etwas zu viel Dramaturgie auf, lässt den Film fast genretypisch werden, nur um schließlich doch dem Moralischen und Metaphysischen Wert zu zollen. Denn darum geht es Iñárritu doch immer wieder: Um Gerechtigkeit, Schicksal. Das wirkt am Ende sehr kahl, einfach, passend zum reduzierten Setting, aber auch nicht besonders aufregend. Vor allem stiftet es kaum zur weiteren Beschäftigung an. Und so spaltet Iñárritu die Masse an Zuschauern: die einen erleben den Film, leiden und staunen mit, die anderen langweilen sich und verlassen sicher enttäuscht das Kino.
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Reviewed in Germany on 15 June 2016
[Vorsicht, starke Spoiler!]

Mit diesen Worten unterstützte der Scout Hugh Glass (Leonardo DiCaprio) einst seinen verwundeten Sohn Hawk (Forrest Goodluck), als dieser um sein Leben kämpfte, und wahrscheinlich werden sie auch sein eigenes Mantra, als er sich schwerverletzt, erschöpft und verzweifelt, doch von bitteren Rachegelüsten getrieben, durch die Wildnis Dakotas kämpft.

Verschiedentlich hat man Alejandro G. Iñárritus Western „The Revenant“, der Ende letzten Jahres in die Kinos kam, vorgeworfen, er warte zwar mit überwältigenden Bildern auf, erzähle aber doch letztlich eine sehr dünne Story, in der sich auch die Charaktere nur unwesentlich entwickeln könnten. Dieses Urteil mag der Rezensent beileibe nicht teilen und empfiehlt allen Skeptikern statt dessen, sich „The Revenant“ unbedingt zwei oder drei Male anzusehen, denn erst bei einer wiederholten Sichtung erschließen sich die leisen Hintergrundtöne und Querverweise, die zuvor durch die Macht der brachialen Handlungen und der atemberaubenden Bilder ein wenig in den Hintergrund gedrängt werden.

Die Handlung läßt sich in der Tat sehr kurz umreißen: Als der Scout Glass zusammen mit seinem Sohn im Jahre 1823 eine Gruppe von Pelzjägern unter Leitung Captain Andrew Henrys (Domhnall Gleeson) durch die Wildnis des Dakota-Territoriums führt, wird der Trupp kurz vor seiner geplanten Heimkehr von den Arikara-Indianern überfallen, wobei nur ein knappes Dutzend Männer entkommen und ein Bruchteil der erjagten Pelze gerettet werden können. Auf Anraten Glass‘ gibt Henry den Befehl, alsbald das Boot, auf dem sie den Missouri entlangfahren zu verlassen, und auf dem Landweg nach Fort Kiowa zurückzukehren. Einer der Trapper, John Fitzgerald, (Tom Hardy) ist mit diesem Vorschlag ganz und gar nicht einverstanden, vor allem weil er sich dagegen sperrt, die Felle, für die er hart gearbeitet und sein Leben riskiert hat, in einem Versteck zurückzulassen, und weil er Glass und dessen Sohn mißtraut. Hawk ist nämlich zur Hälfte ein Pawnee, und somit gelten er und sein Vater Fitzgerald als Menschen, denen nicht zu trauen ist. Als Glass dann wenig später von einem Grizzlybären – müßte der nicht eigentlich Winterschlaf halten? – schwer verletzt wird und Captain Henry schließlich Hawk, den jungen Bridger (Will Poulter) sowie Fitzgerald als Freiwillige bei Glass zurückläßt, nimmt das Verhängnis seinen Lauf. In der Überzeugung, Glass werde ohnehin sterben und jede weitere Minute des Ausharrens vergrößere die Gefahr, sie in die Hände der Arikara fallen zu lassen, versucht Fitzgerald schließlich, den verhaßten Glass zu töten, wobei er allerdings von Hawk überrascht wird. In Anwesenheit des wehrlosen Vaters ersticht der Trapper den aufgebrachten Sohn und bringt später den nichtsahnenden Bridger dazu, sich aus Angst vor vermeintlich in der Nähe befindlichen Indianern mit ihm abzusetzen. Glass allerdings, für dem Tode geweiht zurückgelassen, sammelt neue Kräfte und macht sich auf nach Fort Kiowa, um Rache zu nehmen.

Wer aufgrund dieser Synopse allerdings annimmt, es handele sich bei „The Revenant“ um einen blutrünstigen Rache-Thriller, wird diesem beeindruckenden Film Unrecht tun, denn das Rachemotiv tritt gegenüber dem Überlebenskampf des Protagonisten mehr oder minder in den Hintergrund. In erhabenen Bildern – wie die Säulen einer Kathedrale ragen beispielsweise die von der Kamera eingefangenen Baumstämme vor dem Hintergrund eines winterkalten Himmels in die Luft – läßt Iñárritu die ehrfurchtgebietende Schönheit der kanadischen Wildnis [1] sich vor den Augen des Zuschauers entfalten, und der so oft für Filme dieses Genres bemühte Satz, die Natur sei der eigentliche Hauptdarsteller des Filmes, kann für „The Revenant“ auf jeden Fall seine Geltung beanspruchen. Gleichzeitig unterstreichen die immer wiederkehrenden Bilder standfester Baumstämme sicher auch die Worte seiner toten Frau, deren Glass des öfteren gedenkt: „When there is a storm and you stand in front of a tree, if you look at its branches, you swear it will fall. But if you watch the trunk, you will see its stability.“ Wenngleich auch der Kampf zwischen Mensch und Natur zum Thema wird – nirgends wohl so augenfällig wie in der berühmten Szene, in der Glass sich gegen die Bärenmutter behaupten muß –, läßt dieser Film doch keinen Zweifel daran, daß der bitterste Feind des Menschen wohl der Mensch ist. Dies wird bereits zu Beginn des Filmes deutlich, wenn wir in assoziativ aneinandergereihten Bildern in einer Rückblende sehen, wie dereinst Glass‘ Familienglück von amerikanischen Soldaten zerstört wurde und wie er um das Leben seines Sohnes kämpfte. Gleich darauf zeigt uns Iñárritu einen Strom, der sich über eine mit Bäumen bewachsene Ebene ergießt – sanft gleitet das Auge der Kamera mit dem rauschenden, klaren Wasser voran, bis plötzlich ein Gewehrlauf ins Bild ragt und wir beim Menschen angekommen sind. Hier haben wir Glass vor uns, vermeintlich am „smarter end“ der Waffe, wie er später sagen wird, der für Nahrung für die Trapper jagt, die ihrerseits gekommen sind, um die Natur rücksichtslos auszubeuten. „You have stolen everything from us. Everything! The land, the animals!“ wird später der Arikara Elk Dog (Duane Howard) zu den französischen Pelzjägern entgegenbringen und den aus dem Hinterhalt erfolgenden Angriff, den wir kurz darauf über die amerikanischen Trapper hereinbrechen sehen, im nachhinein in einem anderen Licht erscheinen lassen – nämlich als einen Akt der Selbstbehauptung, der Verteidigung der eigenen Lebensgrundlagen.

Dennoch läßt sich Iñárritu nicht von den Erzählmustern des Öko-Westerns umtreiben und enthält sich jeglicher gesinnungsorthopädischer Winke mit dem Zaunpfahl. Nicht einmal die von Liebe getragene Beziehung zwischen Glass und seinem Sohn will Iñárritu sentimentalisieren, wodurch diese beiden Figuren auf die mit dem billigen Kitsch amerikanischer Mainstreamfilme gemästeten Mainstreamzuschauer wohl seltsam fremd und distanziert wirken dürften. Abgesehen von den französischen Jägern werden darüber hinaus alle Figuren sehr differenziert gezeichnet: So fühlt sich Glass zwar stark von dem Durst nach Rache beseelt – so stark, daß man dafür argumentieren kann, daß es letztlich auch der Rachedurst ist, der ihm die Kraft zum Überleben leiht –, doch muß auch er am Ende erkennen, daß es sich hierbei um eine Leidenschaft handelt, die sein Leben zwar gegen alle Widrigkeiten erhalten, ihm letztlich jedoch keinen Sinn verleihen kann. Auch Fitzgerald, der in vielen Situationen wohl am ehesten der Definition eines Bösewichtes entsprechen dürfte, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als eine gebrochene Figur, ist doch sein Versuch, Glass zu töten, nur zum Teil auf seine Ablehnung des Scouts zurückzuführen. Viel eher dürfte die Angst, den Arikara in die Hände zu fallen, sein grausames Handeln erklären – und diese Angst wiederum läßt sich zurückführen auf die schlimmen Erfahrungen, die er vor den hier geschilderten Ereignissen mit den Ureinwohnern machte und von denen sein halbskalpierter Schädel immer noch ein grimmes Zeugnis ablegt. [2] Allerdings erscheint denn auch die Grausamkeit der Indianer gegenüber den weißen Eindringlingen anhand der Worte Elk Dogs nachvollziehbar.

Moralische Verstrickungen dieser Art durchziehen die an der Oberfläche so simple Handlung von „The Revenant“ vom Anfang bis zum Ende des Filmes und weisen damit über die Oberfläche eines Survival-Westerns hinaus, indem sie uns letztlich die Frage nach dem Sinn unseres Daseins stellen lassen. Gewiß, die Welt, die uns in „The Revenant“ vorgestellt wird, läßt uns an den Ausspruch Thomas Hobbes‘ denken, nach dem das menschliche Leben „solitary, poor, nasty, brutish, and short“ sei, und man mag sich den Kopf darüber zerbrechen, warum denn Glass seinen Sohn in einer Welt, in der Gott sich als ein verzehrbares fettes Eichhörnchen denken läßt, unbedingt überleben lassen wollte. Allerdings gibt es auch in der grausamen und widrigen Welt von „The Revenant“ Momente des Glücks und der Mitmenschlichkeit, und vielleicht mag der Verweis auf solche Momente – beispielsweise die aufkeimende Freundschaft zwischen Glass und dem Pawnee Hikuc (Arthur RedCloud), die einen ihrer berührendsten Augenblicke erlebt, wenn die zwei Männer unter einem Baum sitzen und wie Kinder mit ihren Zungen Regentropfen auffangen, oder wenn Bridger einer Indianerin in einem niedergebrannten Dorf verstohlen seine Essensration überläßt – dazu hinreichen, diese Frage zu beantworten. Sei dem, wie es wolle – „The Revenant“ ist eine beeindruckende Ode an das Leben, [3] ohne überbordenden Optimismus zu verströmen, und so visualisiert Iñárritu denn auch Glass‘ Worte, nach denen man kämpfe, solange man atme, wiederholt dadurch, daß er Glass‘ Atem die Linse der Kamera beschlagen läßt, als könne er auf diese Weise den Drang zum Leben sichtbar werden lassen.

Besonders das Ende dieses ergreifenden Films bringt diesen Gesang auf das Leben ohne billigen Candide-Optimismus auf den Punkt: Nachdem er alles verloren hat und aus mehreren Wunden blutet, blickt Hugh Glass einen Augenblick lang in die Kamera, so daß er den Zuschauer beinahe unvermittelt anzusehen scheint, und alles, was wir hören, nachdem die Bilder uns längst verlassen haben, ist der Atem dieses Mannes. Wird er weiteratmen, oder wird er dem Gesicht seiner toten Frau folgen, die er in diesem Moment zum ersten Male wieder lächeln sieht? Für mich ist die Sache klar, aber dies muß wohl jeder Zuschauer für sich selbst entscheiden.

[1] Der finale Kampf zwischen Glass und Fitzgerald wurde freilich wegen eintretender Schneeschmelze im argentinischen Feuerland gedreht.

[2] Interessanterweise ist der halbskalpierte Fitzgerald, der von seinen Feinden beinahe getötet wurde, wohl ebenso ein „Revenant“ wie Hugh Glass, und die Parallelen zwischen beiden dürften hiermit nicht enden.

[3] Wohl nicht zufällig lassen sich drei Situationen, die Glass überstehen muß, als symbolische Wiedergeburten deuten – da wäre zum einen sein Wiederauftauchen aus dem seichten Grab, das Fitzgerald dem noch lebenden Scout gräbt, zum anderen seine Nacht in dem behelfsmäßigen Verschlag, den ihm Hikuc baut, um seine zahlreichen Wunden zu desinfizieren, und zu guter Letzt seine Nacht in dem ausgeweideten Pferdeleib, in dem er vor der Kälte Zuflucht sucht. Auch die Szene, in der ein gewaltiger Baum Glass‘ Sturz mitsamt dem Pferd von einem Felsvorsprung bremst, dürfte wohl mehr als die schamlose Anleihe aus Ted Kotcheffs „First Blood“ (1982) sein, als die sie mein entrüsteter Kinobegleiter seinerzeit identifiziert hat. Denn daß ein Baum Glass‘ Leben rettet, dürfte vor dem Hintergrund der oben zitierten Worte seiner verstorbenen Frau innerhalb der Erzählung durchaus einen tieferen Sinn haben.
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Carrie Wellar
5.0 out of 5 stars Clear picture
Reviewed in Canada on 28 August 2024
Great movie
Victor
5.0 out of 5 stars Buena pelicula te entretiene bastante
Reviewed in Mexico on 19 May 2024
Esta pelicula me encanta como se ve las tomas en angulo y el HDR ayuda mucho
Gilbert Faes
5.0 out of 5 stars Aankoop The Revenant ( Blu-Ray )
Reviewed in Belgium on 4 October 2023
100% OK Goede verzending en besteld item beantwoorde volledig aan de beschrijving
van de verkoper ( uiterst tevreden )
:-):-):-)
M.A.
5.0 out of 5 stars Exceptionnel !
Reviewed in France on 23 November 2020
Je ne vais pas ici commenter le film qui est excellent mais la qualité du support BR 4K. C'est simplement le meilleur disque 4K que j'ai jamais eu. L'image est bluffante de réalisme, qualité parfaite sur un TV OLED, et la bande son est magnifique. le DTS HD 7.1 nous plonge dans une atmosphère glacée, sauvage et sans pitié ni répit. Remarquez que meme le Bluray full HD est dejà de tres bonne facture, mais le 4K ajoute une dimension notamment la scène préférée où Glass (DiCaprio) marche au milieu de montagnes enneigées... La magie Inarritù mixée à la haute technologie... TOP!!!
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JOSE JESUS IBAÑEZ FERRER
5.0 out of 5 stars JJIF
Reviewed in Spain on 10 February 2018
Cómo soy un buen aficionado a la montaña y a la aventura y caza, este tipo de temas me encantan y el precio muy especial.
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