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Mao: Das Leben eines Mannes, das Schicksal eines Volkes Kindle Ausgabe
Es war nicht das Wohl seines Volkes, das Mao Tse-tung, dem Großen Vorsitzenden der Volksrepublik China, am Herzen lag. Es war auch nicht die kommunistische Ideologie, obwohl er ihren weltweiten Sieg anstrebte. Das Motiv von Maos Handeln war ausschließlich und zu jeder Zeit sein absoluter Wille zur Macht. Ob auf persönlicher, auf nationaler, auf internationaler Ebene – sein Machthunger war grenzenlos. Mao Tse-tung hat nicht alle, aber viele seiner Ziele erreicht, und China hat teuer dafür bezahlt: mit dem Leben von 70 Millionen Menschen.
Kein Buch über China hat je mehr Leser und Anhänger gefunden als Jung Changs Erinnerungsbuch WILDE SCHWÄNE, das in 30 Sprachen übersetzt und zehn Millionen Mal verkauft wurde. Jetzt erscheint ihr lang erwartetes neues Werk – eine bahnbrechende Biographie über Mao Tse-tung, den Mann, dem es gelang, sich auf vielfach gewundenen Pfaden zum Alleinherrscher über Hunderte Millionen Menschen aufzuschwingen.
Jung Chang hat die letzten zwölf Jahre damit verbracht, allen Spuren dieses Menschen nachzugehen, der zu den einflussreichsten politischen Gestalten des 20. Jahrhunderts gehörte, dessen Aura Staatsmänner in aller Welt beeindruckte, und dessen Gedanken und Worte in millionenfacher Verbreitung in zahllosen Ländern auf Begeisterung stießen. Doch der Mann, den sie in ihrem Buch für den Leser lebendig werden lässt, weist ganz andere Züge auf – es sind sehr viel hässlichere.
Die jahrelangen Recherchen in allen relevanten Archiven und die zahllosen Gespräche mit Zeitzeugen – mit Politikern in Ost und West, die mit Mao in Berührung gekommen waren, mit unbekannten chinesischen Betroffenen, mit Führungsfiguren aus Maos engsten Zirkeln, die sich nie zuvor geäußert hatten – haben die Autorin in die Lage versetzt, endlich und zum ersten Mal ein wahrheitsgetreues, ein realistisches Bild jener Epoche aufzuzeigen, kein von kommunistischen oder persönlichen Machtinteressen gefärbtes und verbrämtes. Und so gelingt es ihr, die Wahrheit hinter zahlreichen, von den Kommunisten gehegten und gepflegten Mythen ans Licht zu bringen und viele, teils von Mao vorsätzlich und gekonnt verbreitete Falschdarstellungen zu entlarven.
- SpracheDeutsch
- HerausgeberKarl Blessing Verlag
- Erscheinungstermin18. Dezember 2014
- Dateigröße19153 KB
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Klappentext
Der Spiegel
"Nun ist eine Biografie über den 'Großen Steuermann' auf den Markt gekommen, der zuzutrauen ist, was Historiker seit Jahren vergebens versuchen: den Mao-Mythos ein für alle Mal zu zertrümmern. Die fulminante, knapp 1000-seitige Anklageschrift bringt alle Voraussetzungen mit, Maos Bild zumindest im Westen auf breiter Basis neu zu definieren. Sie wurde nämlich nicht im akademischen Elfenbeinturm verfasst, sondern von der Chinesin Jung Chang - eine der erfolgreichsten Autorinnen der Welt."
Der Spiegel
"Dieses Buch rüttelt auf, es verstört. Jeder, der mit China zu tun hat, ob als Politiker oder als Vertreter der Wirtschaft, ob als Student oder als Tourist, sollte dieses Buch lesen."
Die Zeit
Über die Autorenschaft und weitere Mitwirkende
Co-Autor von "Mao" ist der renommierte britische Historiker Jon Halliday, Jung Changs Ehemann, der auch die langjährigen Recherchen mit ihr zusammen durchgeführt hat.
Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Halbherziger Anhänger
Eintritt in die Moderne (1893-1911, 1-17 Jahre)
Mao Tse-tung, der jahrzehntelang absolute Macht ausübte über das Leben eines Viertels der Weltbevölkerung, war verantwortlich für über 70 Millionen Tote in Friedenszeiten - kein anderer politischer Führer des 20. Jahrhunderts reicht hier an ihn heran. Mao wurde als Sohn einer Bauernfamilie geboren, die in der Provinz Hunan in einem Tal namens Shaoshan lebte, mitten im Herzen Chinas. Man schrieb den 26. Dezember 1893. Seine Vorfahren lebten seit 500 Jahren in diesem Tal.
Es war eine Welt uralter Schönheit, ein Landstrich mit einem gemäßigten, feuchten Klima und nebelverhangenen, welligen Hügeln, die seit der Jungsteinzeit besiedelt waren. Die buddhistischen Tempel stammten noch aus der Tang-Dynastie (618-906 n. Chr.), als der Buddhismus nach China kam, und sie wurden immer noch besucht. Ausgedehnte Bergwälder, in denen fast 300 verschiedene Baum- und Straucharten wuchsen, darunter Ahorn, Kampfer, Urwelt-Mammutbäume und der seltene Ginkgo, boten Tigern, Leoparden und Wildschweinen Unterschlupf. (Der letzte Tiger wurde 1957 erlegt.)
Die Berge, in denen es weder Straßen noch schiffbare Flüsse gab, schirmten das Dorf von der Außenwelt ab. Selbst eine Nachricht von so großer Tragweite wie die vom Tod des Kaisers 1908, drang nicht bis in die Bergdörfer vor, und so erfuhr Mao erst zwei Jahre später davon, als er Shaoshan verließ.
Das Tal von Shaoshan misst ungefähr 5 auf 3,5 Kilometer. Die etwa 600 Familien, die dort lebten, bauten Reis, Tee und Bambus an und hielten Wasserbüffel, mit denen sie die Reisfelder bearbeiteten. Schon seit Jahrhunderten hatte so der Alltag ausgesehen. Maos Vater Yi-chang wurde 1870 geboren. Im Alter von zehn Jahren wurde er mit einem 13-jährigen Mädchen aus einem etwa zehn Kilometer entfernten Dorf verlobt, das jenseits eines Passes lag, der »Pass, wo Tiger ruhen« genannt wurde, weil sich dort Tiger sonnten. Trotz der geringen Entfernung sprachen die Dorfbewohner so unterschiedliche Dialekte, dass sie sich untereinander kaum verständigen konnten. Als Mädchen erhielt Maos Mutter keinen Namen; sie war die siebte Tochter in der Familie Wen und hieß daher einfach Siebte Schwester Wen. Gemäß der jahrhundertealten Tradition waren ihr die Zehen gebrochen und die Füße gebunden worden, um sie am Wachsen zu hindern, damit sie dem damaligen Schönheitsideal der »Lotusfüße« entsprachen.
Die Verlobung der Kinder entsprach einer altehrwürdigen Tradition. Sie wurde von den Eltern arrangiert und basierte auf praktischen Überlegungen: Ein Großvater des Mädchens war in Shaoshan begraben, das Grab musste regelmäßig besucht und gepflegt werden, also würde es nützlich sein, eine Verwandte im Dorf zu haben. Siebte Schwester Wen zog nach der Verlobung zu den Maos und wurde 1885 als 18-Jährige mit dem 15-jährigen Yi-chang verheiratet.
Kurz nach der Hochzeit verpflichtete sich Yi-chang als Soldat, um Geld zu verdienen und damit die Schulden der Familie abzubezahlen, was ihm nach einigen Jahren auch gelang. Die chinesischen Bauern waren keine Leibeigenen, sondern frei. Es war allgemein üblich, dass man sich aus rein finanziellen Gründen zum Militär meldete. Yi-chang hatte Glück, er musste nicht im Krieg kämpfen, sondern lernte ein wenig die Welt kennen und schnappte ein paar Geschäftsideen auf. Im Gegensatz zu den meisten Dorfbewohnern konnte Yi-chang lesen und schreiben, und zwar gut genug, um seine Bücher zu führen. Nach seiner Rückkehr züchtete er Schweine und verarbeitete seine Reisernte zu Reis bester Qualität, den er in einem nahe gelegenen Marktstädtchen verkaufte. Er kaufte das Land zurück, das sein Vater verpfändet hatte, erwarb noch Land dazu und wurde zu einem der reichsten Männer im Dorf.
Obwohl Yi-chang relativ wohlhabend war, arbeitete er sein ganzes Leben lang hart und war sehr sparsam. Die Familie bewohnte sechs Zimmer in einem Flügel eines strohgedeckten Hofes. Später ersetzte Yi-chang das Stroh durch Ziegel, was eine erhebliche Verbesserung bedeutete, die Lehmwände und den Boden aus gestampfter Erde aber beließ er. Die Fenster hatten keine Scheiben, denn Glas war damals noch ein seltener Luxus. Die rechteckigen Fensteröffnungen mit hölzernen Stäben wurden nachts mit Holzläden verschlossen (die Temperatur sank selten unter den Gefrierpunkt). Die Möbel waren einfach: Holzbetten, schlichte Holztische und -bänke. In einem dieser spartanischen Räume, unter einer blauen, selbstgewebten Baumwolldecke und einem blauen Moskitonetz, wurde Mao geboren.
Mao war der dritte Sohn, aber der erste, der das Säuglingsalter überlebte. Das machte seine buddhistische Mutter noch frommer, und sie bat Buddha immer wieder, ihren Sohn zu beschützen. Mao erhielt den zweiteiligen Namen Tse-tung. Tse bedeutet »auf etwas scheinen«; dieser Name wurde allen Familienangehörigen seiner Generation gegeben, denn so hatte es die Familienchronik im 18. Jahrhundert festgelegt. Tung heißt »der Osten«; der ganze Name bedeutet daher »auf den Osten scheinen«. Als 1896 und 1905 zwei weitere Jungen geboren wurden, erhielten sie die Namen Tse-min (min bedeutet »das Volk«) und Tse-tan (tan bezog sich vermutlich auf die Region Xiangtan).
In den Namen spiegelte sich die tief verwurzelte Hoffnung der chinesischen Bauern, dass ihre Söhne im Leben Erfolg haben würden - und die Erwartung, dass dieser Erfolg möglich war. Hohe Ämter standen allen Chinesen offen, vorausgesetzt, sie verfügten über die entsprechende Bildung - die seit Jahrhunderten mit dem Studium der konfuzianischen Klassiker gleichgesetzt wurde. Hervorragende Leistungen ermöglichten es jedem jungen Mann unabhängig von seiner Herkunft, die kaiserlichen Prüfungen zu bestehen und ein Mandarin zu werden - es sogar bis zum Ministerpräsidenten zu bringen. Das Beamtentum war der Schlüssel für eine erfolgreiche Karriere. Die Namen drückten die Erwartungen aus, die in Mao und seine Brüder gesetzt wurden.
Ein großer Name konnte aber auch erdrückend sein und das Schicksal herausfordern, daher erhielten die meisten Kinder einen Kosenamen, der Bescheidenheit oder Härte oder auch beides signalisieren sollte. Mao war »der Junge aus Stein« - Shi san ya-zi. Zu seiner zweiten »Taufe« nahm seine Mutter ihn mit zu einem knapp zweieinhalb Meter hohen Fels, der als magisch galt, weil darunter eine Quelle entsprang. Mao erwies dem Felsen seine Ehrenbezeugungen und machte seine Kotaus. Danach galt er als Schützling des Steins, der Fels hatte ihn »adoptiert«. Mao mochte seinen Kosenamen sehr und benutzte ihn auch noch als Erwachsener. Als er 1959 nach Shaoshan zurückkehrte und die Dorfbewohner zum ersten (und einzigen) Mal als der Große Vorsitzende wiedersah, scherzte er zu Beginn des Essens: »Nun sind alle da, außer meiner steinernen Mutter. Sollen wir auf sie warten?«
Seine richtige Mutter liebte Mao mit einer Intensität wie niemanden sonst. Sie war eine sanfte und tolerante Frau, die, wie er sich erinnerte, nie die Stimme gegen ihn erhob. Von ihr hatte er sein volles Gesicht, die sinnlichen Lippen und die ruhige Selbstbeherrschung in seinem Blick. Sein ganzes Leben lang sprach Mao voller Zuneigung von seiner Mutter. Nach ihrem Vorbild wurde er als Kind Buddhist. Jahre später erzählte er seinem Stab: »Ich verehrte meine Mutter... Ich folgte ihr überallhin... ging zum Tempel, verbrannte Räucherstäbchen und Papiergeld, huldigte Buddha... Weil meine Mutter an Buddha glaubte, glaubte ich auch daran.« Als Jugendlicher wandte er sich jedoch vom Buddhismus ab.
Mao hatte eine sorgenfreie Kindheit. Bis zum Alter von acht Jahren lebte er bei der Familie seiner Mutter, den Wens, in ihrem Dorf, weil seine Mutter sich lieber bei ihren Leuten aufhielt. Seine Großmutter mütterlicherseits liebte ihn abgöttisch. Seine beiden Onkel und deren Frauen behandelten ihn wie ihren eigenen Sohn, und einer von ihnen wurde zu seinem »adoptierten Vater«, der chinesischen Entsprechung des Taufpaten. Mao verrichtete leichte Arbeiten auf dem...
Produktinformation
- ASIN : B00NYYJ36Q
- Herausgeber : Karl Blessing Verlag; 5. Edition (18. Dezember 2014)
- Sprache : Deutsch
- Dateigröße : 19153 KB
- Text-to-Speech (Vorlesemodus) : Aktiviert
- Screenreader : Unterstützt
- Verbesserter Schriftsatz : Aktiviert
- X-Ray : Nicht aktiviert
- Word Wise : Nicht aktiviert
- Seitenzahl der Print-Ausgabe : 1008 Seiten
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 126.315 in Kindle-Shop (Siehe Top 100 in Kindle-Shop)
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- Bewertet in Deutschland am 23. Januar 2023Das Buch ist der Hammer. Extrem gründlich und umfassend recherchiert, voll mit unbekannten Fakten. Die Lektüre extrem packend. Danach sieht man die Welt mit anderen Augen. Eines der mitreissendsten Bücher, die ich je gelesen habe. Nicht nur für China-Interessenten ein Muss, eigentlich für alle, die an Geschichte und Politik interessiert sind. Während so manche andere Biographie, die auch über 900 Seiten hat, häufig Längen aufweist, bleibt es hier durchweg nicht nur spannend, sondern ist einfach durchweg atemberaubend.
- Bewertet in Deutschland am 5. Februar 2022Das Buch gibt einen detaillierten Überblick über Mao's verbrecherische Persönlichkeit. Er steht damit in keinster Weise den anderen beiden Massenmördern des 20. Jahrhunderts, nämlich Hitler und und Stalin, in Brutalität und Menschenverachtung nach. Wer nach Lektüre dieses Buches sich noch immer zum Maoismus bekennt, dem darf mit Fug und Recht mit tiefster Verachtung begegnet werden.
Die Hintergründe und Dynamik der Kulturrevolution wird in dem Buch nur sehr vage beschrieben.
- Bewertet in Deutschland am 6. Mai 2020Das Buch kam in tadellosen Zustand und sehr gut verpackt. Der Preis pinuts!
Immer wieder. Aber es ist kein Sensationsschinken, sondern bis ins kleinste Detail recherchiert. Für Interessierte ein Muß!
- Bewertet in Deutschland am 21. Juni 2012Jung Chang hat einen subjektiven Bezug zum großen Vorsitzenden Mao. Das ist völlig klar, es ist keine bloße Ansammlung von Fakten und deren sachliche Analyse, es zeichnet vielmehr ein lebendiges Bild, das Bild welches die Autoren sich von Mao gemacht haben.
Dies ist offensichtlich, und so habe ich als kritischer Leser niemals das Gefühl, durch ein "Propagandamachwerk" manipuliert zu werden. Das Buch liefert viele Fakten, Zusammenhänge und Zitate, aus denen sich problemlos eine eigene Meinung herauskristallisieren kann.
Ob man über eine Persönlichkeit wie Mao mit einem streng wissenschaftlichen Werk besser berichten könnte, ob man als Leser dadurch mehr erfassen und verstehen könnte, wage ich zu bezweifeln.
Objektivität ist bei Biografien doch sowieso meist eine Illusion. Wenn man China verstehen will, ist dieses Buch sicher lesenswert. Gerade weil es von einer Chinesin in dieser lebendigen Art geschrieben wurde.
- Bewertet in Deutschland am 20. August 2012dass dieses Buch drei Sterne verdient hat.
Ich habe diese Biografie erworben um mich kompakt und dennoch kompetent mit dem Phänomen "Mao" zu beschäftigen.
Jemandem, der sich bisher noch nicht intensiv mit diesem Thema beschäftigt hat, fällt dennoch auf, dass der Charakter von Mao tse-Tung recht eindimensional beschrieben wird. Ein Mensch wird nicht als Diktator geboren, es sind viele unterschiedliche Umstände, die einen Menschen dazu bringen, die Schwelle zum Bösen hin zu überschreiten. Welche Aspekte haben Mao zu dem gemacht, was er geworden ist? Woher kommt seine Menschenverachtung? Woher dieser Hang zur Brutalität? Was hat ausgerechnet Mao, aus Millionen von Chinesen ähnlicher Herkunft, dazu befähigt, sich zum Diktator eines ganzen Volkes aufzuschwingen?
Desweiteren fehlt mir durch die komplette Herrschaft das "Große Bild" des Vorsitzenden. Soll heißen, dass für meinen Geschmack die Aktivitäten von Mao zu wenig im Kontext des weltpolitischen Geschehens dieser Zeit dargestellt werden. China und UdSSR, China und Tibet, Mao und Stalin, Breschnew, Moa und die Funktionäre der KPC.
Die Autoren geben sehr umfangreiche Quellen an, die für einen "Normalsterblichen" kaum nachvollziehbar sind. Mir ist beim Lesen des Buches dennoch aufgefallen, dass sehr viele Zitate unheimlich stark gekürzt wiedergegeben werden, so dass sie in jedem Fall die Meinung der Autoren widerspiegeln. Es muss doch auch Menschen in China gegeben haben, die freiwillig und aus innerer Überzeugung heraus Teil dieses Regimes gewesen sind. Und weil kein einziger dieser Befürworter in diesem Buch zu Wort kommt, erscheint mir diese Biografie sehr eindimensional. Hierbei möchte ich betonen, dass mir nichts ferner liegt, als die Diktatur Maos zu verharmlosen. Meiner Meinung nach hätte die Meinung der Befürworter des Regimes ein kompletteres Bild des Vorsitzenden Maos ergeben.
Fazit: Hat das Buch seinen Zweck bei mir erfüllt? Zu 50% hat es das. Es bildet einen guten Einstieg in die Thematik. Ist es auch kompetent? Nicht wirklich, denn es ist sehr einseitig geschrieben. Dennoch hat es mein Interesse an dieser Epoche noch verstärkt, ich benötige allerdings weitere Perspektiven, um mir ein besseres, und vor allen Dingen vollständigeres, Bild zu mache. In jedem Fall führt es zu weiteren Buchkäufen, z. B. über Stalin, Tibet und weiteren Mitgliedern der KPC und der Nationalisten.
- Bewertet in Deutschland am 27. Juni 2022Ein aus unzähligen Quellen zusammengesetztes Monumentalwerk über das Leben und (grausame) Schaffen des Mao Zedong. Für jeden mit einem Interesse für Chinas Bürgerkriege, die KPC und China während und nach dem Zweiten Weltkrieg interessant.
- Bewertet in Deutschland am 8. Februar 2008Was diesem Buch fehlt ist die Wissenschaftlichkeit. Es erfolgt nicht mal ansatzweise eine Quellenkritik. Das was dem Leser dargeboten wird, wird so dargestellt als wäre es unwiderlegbar. Der Schreibstil ähnelt eher einem Beitrag in einer Boulevardzeitschrift als an eine objektiv, wissenschaftliche Biographie. Die Übersetzung ist teilweise derart schlecht, das man das Gefühl bekommen könnte, man lese den Aufsatz einer 10-Jährigen. Für historisch Interessierte ist dieses Buch nichts, denn es wird fast grundsätzlich von der subjektiven Haltung der Autoren gekennzeichnet.
- Bewertet in Deutschland am 31. Juli 2020Es ist erschütternd was dieser perverse Verbrecher in seinem Land mit seinem Volk angerichtet hat.
Adolf ist dagegen ein freundl. Dorfpfarrer.Aber es zeigt auch was i.d. Politik möglich war u.ist.Die Biographie ist umfassend . Viel mehr muß man darüber nicht wissen.
MfG