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Venus im Pelz [dt./OV] 2014

CC
Auf Prime erhältlich

Nach einem langen Tag voller enttäuschender Castings ist der Pariser Theaterregisseur Thomas (Mathieu Amalric) kurz davor alles hinzuwerfen. Keine der Schauspielerinnen, die sich bei ihm vorstellen, entspricht seinen Vorstellungen. Dann taucht Vanda (Emmanuelle Seigner) auf. Vanda scheint all das zu verkörpern, was Thomas zutiefst verabscheut: Sie ist grob, naiv und einfältig, und würde vor nic...

Darsteller:
Emmanuelle Seigner, Mathieu Amalric
Laufzeit:
1 Stunde, 31 Minuten

Verfügbar auf unterstützten Geräten

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Details zu diesem Titel

Genre Drama, International
Regie Roman Polanski
Hauptdarsteller Emmanuelle Seigner, Mathieu Amalric
Studio R.P. Productions/A.S. Films/Monolith Films
Altersfreigabe Freigegeben ab 16 Jahren
Untertitel Deutsch Details
Sprachen Deutsch, Französisch
Rechte nach dem Kauf Sofort streamen Details
Format Amazon Video Streaming

Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Blu-ray Verifizierter Kauf
Achtung dies ist ein Theaterstück. Es spielen lediglich zwei Personen und es gibt keine Verfolgungsjagten, keine Landschaftsaufnahmen, keine Toten...

Für Zuschauer die Erotik mit Pornographie gleichsetzen wird es ebenfalls eine Entäuschung geben. Es gibt nicht viel nackte Haut und keine kopulierende Schauspieler.

Für die Zuschauer bei denen Erotik im eigenen Kopf beginnt, die bereit sind die eigene Phantasie zu bemühen, wird Venus im Pelz einige Überraschungen bereit halten.

Für mich waren die Wandlungen der Personen/Rollen überaus unterhaltsam. So verwandelt sich Emmanuelle Seigner in völlig unterschiedliche Personen. Diese Verwandlung ist der Schauspielerin vielleicht sogar etwas zu gut gelungen. So gibt es Szenen in denen das Tempo der Verwandlungen den Zuschauer fordert. Auch die Dialoge sind nicht gerade langsam und bestimmt ist mir die ein oder andere Anspielung entgangen. Das ist, für mich, ein gutes Argument, dass Stück noch einmal zu sehen.

Dabei geht es in diesem Stück nicht nur um Träume, geheime Wünsche und Erotik sondern auch um Macht und Rollenverteilung, Selbstaufgabe und Verwandlung. Schauspielerisch gelingt Seigner und Amalric eine atemberaubende Darbietung. Mit viel Sarkasmus zeigt Polanski warum der Geschlechterkampf lange schon entschieden ist. Die Gewinnerinnen zieren sich den Sieg anzunehmen. Vielleicht weil die Verlierer nicht fair gekämpft haben oder weil die neue Rolle nicht nur Vorteile hat.

Das es Polanski gelingt dem Zuschauer viel Freiraum für eigene Sichtweisen und Interpretationen zu lassen, hat mir sehr gut gefallen.
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Von zopmar am 8. Januar 2014
Format: DVD
Polanski hat wieder einmal bewiesen, dass er einer der größten lebenden Regisseure ist. Was er hier mit den beiden Hauptdarstellern Emmanuelle Seigner (Vanda) und Mathieu Amalric (Thomas) in diesem Kammerspiel sich vor der Kamera abspielen lässt, ist Arthouse at its best, ist ein Blick in menschliche Abgründe. Ausgehend von Regisseur und Vorsprechtussi schlüpfen beide probeweise in zwei Rollen eines historischen Theaterstücks, das zu einer Reise in ihr jeweiliges Innenleben wird. Hier glänzt vor allem die Seigner, die von jetzt auf gleich in Tonfall und Habitus von einer kaugummikauenden, plollhaften Nachwuchsschauspielerein zu einer mondänen Dame der Gesellschaft des vorigen Jahrhunderts mutiert. Blitzschnell wechseln die Realitäten der Akteure mit den Dialogen des Stückes, ganz persönliches mit dem üblichen Theaterdonner. Und indem Vanda sich zur Domina und Göttin steigert und Thomas zum servilen Hündchen und Füßeküsser wird deutlich, dass es neben dem Lustgewinn beim Sex vor allem um Macht geht. Das macht der Rollentausch der Geschlechter deutlich, die völlige Selbstaufgabe geht mit der Unterwerfung bis zur totalen Verleugnung der eigenen Existenz. Und das bei witzig spritzigen Dialogen. (‘Und abends schaust du Arte und gehst schlafen und stirbst…‘) oder es wird mehrfach ‘Ambivalenz‘ mit ‘Ambiguität‘ verwechselt. Klar ist, dass bei Polanski die Frau als Siegerin die Manege verlässt. Selten ist ein Abspann so interessant wie hier, nachdem sich die Kamera zurückzieht d.h. die Anfangssequenz rückwärts läuft. Ein Geniestreich ohne den das Kino etwas ärmer wäre.
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Format: DVD Verifizierter Kauf
Ich habe den Film bei Love-Film ausgeliehen ohne mich vorher genauer zu informieren, was mich da erwartet. Ausschlaggebend war der Regisseur, das Cover und die Notwendigkeit einen Film auf die Leihliste zu bringen.
Um so mehr war ich erstaunt, was ich zu sehen bekam und das von Minute zu Minute mehr. Der Inhalt des Filmes wurde in diversen Rezensionen beschrieben, daher gebe ich das hier nicht wieder. Was mich beeindruckt hat war die Verwandlungsfähigkeit der Protagonisten, die wohltuende Langsamkeit und die immer wieder auftauchenden Irritationen, wenn mal wieder nicht klar war um was es gerade geht, um das Stück oder die entstehende "Beziehung" zwischen den beiden Akteuren. Auf jeden Fall ein Film der die Möglichkeit eröffnet selbst über die "Untiefen" in den Beziehungen zwischen Mann und Frau nachzudenken, ohne dass man zu stark von einer Betrachtungsweise beeinflusst wird. Gelungen finde ich auch das Ende des Films.
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Format: DVD Verifizierter Kauf
... deklamiert Wanda(Emmanuelle Seigner) für sich. Aber kann man sich da noch sicher sein? Es wird jedenfalls schwierig. Wanda erscheint wie aus dem Nichts, als der Regisseur Thomas(Mathieu Amalric) ein Casting mit 35 Frauen in einem kleinen Theater beendet hat. Keine davon entsprach auch nur ansatzweise seinen Vorstellungen der Wanda, aus dem Stück -Venus im Pelz-, das er von dem österreichischen Schriftsteller Leopold von Sacher-Masoch adaptiert hat. Das spielt 1870, ist ziemlich gewagt und befasst sich mit Macht und Spiel in der Liebe. Eigentlich will Thomas nach Hause, doch dann erscheint diese seltsame Wanda. Sie kennt das Skript, hat den Text auf Tasche, schafft es Thomas ein paar Sätze vorzuspielen und überzeugt ihn komplett. Thomas bleibt im Theater und spielt das Stück mit Wanda durch. Die interpretiert den Stoff, ändert die Charaktere, setzt neue Akzente und sorgt dafür, dass bald nicht mehr klar ist, was ist hier eigentlich Theater und was Realität. Die Grenzen verschwimmen und Thomas verliert die Kontrolle. Ein Spiel zwischen Frau und Mann beginnt...

Einfach war das nicht. Gar keine Frage. Es geht vor allem um die Figur der Venus und das Stück von Sacher-Masoch, das es tatsächlich gibt. Man braucht schon ein wenig Zeit, um da reinzukommen und das Ende der Verfilmung erschließt sich dem Zuschauer auch nicht sofort. Roman Polanski hat in jedem Fall zwei brillante Akteure auf die Theaterbühne gestellt, die sich die lasziven Bälle der Story hervorragend zuspielen. Wie Emmanuelle Seigner ihren Charakter geradezu im Sekundentakt ändert, das hat schon was. -Venus im Pelz- unterhält auf der Theaterbühne, aber auch im Film kann der Stoff überzeugen. Für Freunde von anspruchsvollen Stücken, starken Dialogen und gutem Schauspiel ist der Film in jedem Fall sehenswert.
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