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Ich mag Regen: Traurige Liebesgeschichten aus meinem Leben Kindle Ausgabe
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SpracheDeutsch
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HerausgeberSatyr Verlag
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Erscheinungstermin23. Januar 2014
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Dateigröße1255 KB
Roman-Neuerscheinung:
"Bis du mich berührst" von Marie Force. Nicht verpassen: Exklusive Amazon-Neuerscheinungen. Jeden Dienstag neue Titel.
Produktbeschreibungen
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Marvin Ruppert, Jahrgang 1985, ist Marburger Autor, Lektor und Psychologe.
Er kann stricken und Schwedisch sprechen und ist zweieinhalbmal hessischer Poetry-Slam-Meister geworden.
Außerdem hat er schöne Haare, zeigt sie aber nicht. Der Autor steht für Lesungen gerne zur Verfügung. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: paperback.
Er kann stricken und Schwedisch sprechen und ist zweieinhalbmal hessischer Poetry-Slam-Meister geworden.
Außerdem hat er schöne Haare, zeigt sie aber nicht. Der Autor steht für Lesungen gerne zur Verfügung. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: paperback.
Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
"Boah, du Arschloch", ruft Marie. Wir spielen Mario Kart, was mit einer Hand echt schwierig ist, und ich habe sie mit einem geflügelten blauen Panzer abgeschossen.
"Du, ich bin ja nicht eifersüchtig", sage ich, "aber ich finde nicht gut, dass du mit dem Schlagzeuger geschlafen hast."
"Was!?"
"Also ich bin ja echt nicht eifersüchtig", sage ich, "aber ich weiß, dass es stimmt, ich hab dein Handy gehackt und deine Kommunikation mit ihm überwacht und euch vom Fenster aus gefilmt, als du bei ihm warst."
"Bist du vollkommen durchgeknallt!?"
"Ach komm schon, mal ehrlich wer noch nie aus Eifersucht jemandem ein bisschen nachspioniert hat, werfe den ersten aua, wo hast du den Stein auf einmal her!?"
Ich blute aus der linken Schläfe, während Marie wutentbrannt den Controller hinwirft und den Raum verlässt.
Ich fahre das Rennen noch schnell zu Ende. Dann laufe ich ihr hinterher - ich werde sie nicht so einfach gehen lassen. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: paperback.
"Du, ich bin ja nicht eifersüchtig", sage ich, "aber ich finde nicht gut, dass du mit dem Schlagzeuger geschlafen hast."
"Was!?"
"Also ich bin ja echt nicht eifersüchtig", sage ich, "aber ich weiß, dass es stimmt, ich hab dein Handy gehackt und deine Kommunikation mit ihm überwacht und euch vom Fenster aus gefilmt, als du bei ihm warst."
"Bist du vollkommen durchgeknallt!?"
"Ach komm schon, mal ehrlich wer noch nie aus Eifersucht jemandem ein bisschen nachspioniert hat, werfe den ersten aua, wo hast du den Stein auf einmal her!?"
Ich blute aus der linken Schläfe, während Marie wutentbrannt den Controller hinwirft und den Raum verlässt.
Ich fahre das Rennen noch schnell zu Ende. Dann laufe ich ihr hinterher - ich werde sie nicht so einfach gehen lassen. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: paperback.
Produktinformation
- ASIN : B00HZRY8VI
- Herausgeber : Satyr Verlag; 3. Edition (23. Januar 2014)
- Sprache : Deutsch
- Dateigröße : 1255 KB
- Text-to-Speech (Vorlesemodus) : Aktiviert
- Screenreader : Unterstützt
- Verbesserter Schriftsatz : Aktiviert
- X-Ray : Nicht aktiviert
- Word Wise : Nicht aktiviert
- Seitenzahl der Print-Ausgabe : 128 Seiten
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Amazon Bestseller-Rang:
Nr. 253,201 in Kindle-Shop (Siehe Top 100 in Kindle-Shop)
- Nr. 57,101 in Belletristik (Kindle-Shop)
- Kundenrezensionen:
Kundenrezensionen
4,5 von 5 Sternen
4,5 von 5
15 globale Bewertungen
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Spitzenrezensionen
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Rezension aus Deutschland vom 1. Juni 2019
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Verifizierter Kauf
Ich mag Marvin Rupperts Art zu schreiben! Wer etwas schrägen Humor mag ist hier genau richtig.
Nützlich
Rezension aus Deutschland vom 25. Januar 2016
Verifizierter Kauf
Die Texte sind super geschrieben. Marvin Ruppert ist ein genialer Poetry Slamer und sein Buch ist ebenso genial! Texte die mal etwas anders sind.
Rezension aus Deutschland vom 29. Juli 2015
Rezension auf Svenjas BookChallenge
Cover
Ich mag das Cover deshalb, weil die Symbolik sehr gut durchdacht ist. Auf den ersten Blick sieht Ich mag Regen nach gepflegtem Pessimismus aus: Schirme sollen ja eigentlich vor Regen schützen und nicht selbst welchen absondern. Eine andere Bedeutung bekommt die Zeichnung allerdings in Zusammenhang mit dem Titel: Marvin Ruppert MAG Regen und kann daher jeder noch so deprimierenden Situation etwas Positives abgewinnen. Es stimmt also schon gut auf die Geschichten ein.
Meine Meinung
Entweder kann man "Ich mag Regen" häppchenweise lesen, wenn man nach einer gescheiterten Beziehung vielleicht gerade das Gefühl braucht, nicht allein mit dieser Situation zu sein und etwas Aufmunterung braucht (denn offensichtlich geht es noch schlimmer), oder man liest es (so wie ich) in einem Rutsch durch. Möglich ist beides, denn es handelt sich um eine Ansammlung von 21 Kurzgeschichten, wobei "kurz" hier wörtlich und nicht relativ zu verstehen ist, denn einige sind lediglich 3 Seiten lang. Das hat durchaus seine Berechtigung, wie ich finde, denn die Kürze der einzelnen Episoden entspricht damit der kurzen Zeit, die man braucht, um eine Beziehung zu beenden. Gestört hat mich diese Prägnanz nur beim Kapitel "Konglomerat", von dem ich mir gewünscht hätte, es wäre länger. Darin kommt er auf Streittypenkategorien zu sprechen, bei denen er und seine (nun Ex-) Freundin einzelnen Auseinandersetzungen einen Namen zugewiesen haben. Dieser besteht aus Austragungsort und einem Filmfortsetzungstiteln, sodass so schöne Titel zustande kommen wie "Standesamt 2 - Die Kammer des Schreckens". An der Stelle hätte ich wirklich nichts dagegen gehabt, wenn er die einzelnen Szenarien noch etwas ausgeführt hätte.
Auf jeden Fall sind manche Momente ziemlich skurril, sodass man sich berechtigterweise fragen kann, wie viel davon wahr und wie viel der künstlerischen Imagination entsprungen ist. Ich persönlich bete zu Gott, dass er nicht wirklich so ist, wie er sich in dem Buch präsentiert. Zwar habe ich mich gut amüsiert (besonders die Kommentare in den Fußnoten sind herrlich), aber in der Realität hätte ich wohl hilflos den Kopf geschüttelt oder ihm einen gezielten Schlag auf den Hinterkopf versetzt, weil er sich in manchen Situationen extrem dämlich angestellt hat.
Neben den Liebesgeschichten aus seinem eigenen Leben gibt es noch einige Kapitel, die sich mit den Beziehungen seiner Freunde und Familie befassen oder auch mal mit seinem Studentenleben. Besonders da habe ich mich angesprochen gefühlt. Nur zu gut kenne ich das Gefühl, dass so ziemlich alles interessanter erscheint, als das Schreiben seiner Diplom (oder in meinem Fall der Bachelor-) Arbeit - selbst Putzen hat da einen gewissen Reiz. Von mir aus hätte es zu dem Thema noch etwas mehr sein können, aber das würde wohl nicht so recht in den Rahmen passen.
Im Wesentlichen dienen die Stories aber hauptsächlich dazu, Marvin Rupperts Gefühl für Sprache und seine Erfahrung als Slam Poet herauszustellen, die man ihm auch deutlich anmerkt. Er mag Wortspiele (darauf weist er auch explizit hin) und bei manchen seiner Sätze muss man etwas um die Ecke denken, um die Doppeldeutigkeit oder Tiefgründigkeit dahinter zu sehen.
Mit dem letzten Kapitel, in dem er auf Woyzeck anspielt bzw. Parallelen zu Büchners Werk zieht (ohne Frage eine Überdramatisierung und deswegen selbstverständlich auch nicht ernst zunehmen), lässt er dann auch noch gekonnt seine Affinität zu Literatur bzw. seine Belesenheit, die man als Verleger und Lektor mitbringt (bzw. mitbringen sollte), durchscheinen. Man erweitert also beim Lesen seinen Horizont. Übrigens habe ich ein neues Fremdwort gelernt: "Paruresis". Wer will, kann es gerne mal googlen - in welchem Zusammenhang das mit einer der Geschichten steht, verschweige ich allerdings aus "Spannungsgründen".
Fazit
"Ich mag Regen" eignet sich für einen zeitweiligen Ausbruch aus dem (Lese-) Alltag und ist daher perfekt, wenn man in Bus oder Bahn sitzt und die Zeit überbrücken will, ohne dann an der Haltestelle das Dilemma zu haben, dass man an der spannendsten Stelle unterbrochen wird. Die Geschichten sind kurz und knackig und gut dosiert und triefen vor Selbstironie und Hyperbeln. Noch unterhaltsamer wären sie allerdings bei einem Poetry Slam, weil die Wirkung solcher Texte von der entsprechenden Vortragsweise und der Reaktion des Publikums lebt.
Cover
Ich mag das Cover deshalb, weil die Symbolik sehr gut durchdacht ist. Auf den ersten Blick sieht Ich mag Regen nach gepflegtem Pessimismus aus: Schirme sollen ja eigentlich vor Regen schützen und nicht selbst welchen absondern. Eine andere Bedeutung bekommt die Zeichnung allerdings in Zusammenhang mit dem Titel: Marvin Ruppert MAG Regen und kann daher jeder noch so deprimierenden Situation etwas Positives abgewinnen. Es stimmt also schon gut auf die Geschichten ein.
Meine Meinung
Entweder kann man "Ich mag Regen" häppchenweise lesen, wenn man nach einer gescheiterten Beziehung vielleicht gerade das Gefühl braucht, nicht allein mit dieser Situation zu sein und etwas Aufmunterung braucht (denn offensichtlich geht es noch schlimmer), oder man liest es (so wie ich) in einem Rutsch durch. Möglich ist beides, denn es handelt sich um eine Ansammlung von 21 Kurzgeschichten, wobei "kurz" hier wörtlich und nicht relativ zu verstehen ist, denn einige sind lediglich 3 Seiten lang. Das hat durchaus seine Berechtigung, wie ich finde, denn die Kürze der einzelnen Episoden entspricht damit der kurzen Zeit, die man braucht, um eine Beziehung zu beenden. Gestört hat mich diese Prägnanz nur beim Kapitel "Konglomerat", von dem ich mir gewünscht hätte, es wäre länger. Darin kommt er auf Streittypenkategorien zu sprechen, bei denen er und seine (nun Ex-) Freundin einzelnen Auseinandersetzungen einen Namen zugewiesen haben. Dieser besteht aus Austragungsort und einem Filmfortsetzungstiteln, sodass so schöne Titel zustande kommen wie "Standesamt 2 - Die Kammer des Schreckens". An der Stelle hätte ich wirklich nichts dagegen gehabt, wenn er die einzelnen Szenarien noch etwas ausgeführt hätte.
Auf jeden Fall sind manche Momente ziemlich skurril, sodass man sich berechtigterweise fragen kann, wie viel davon wahr und wie viel der künstlerischen Imagination entsprungen ist. Ich persönlich bete zu Gott, dass er nicht wirklich so ist, wie er sich in dem Buch präsentiert. Zwar habe ich mich gut amüsiert (besonders die Kommentare in den Fußnoten sind herrlich), aber in der Realität hätte ich wohl hilflos den Kopf geschüttelt oder ihm einen gezielten Schlag auf den Hinterkopf versetzt, weil er sich in manchen Situationen extrem dämlich angestellt hat.
Neben den Liebesgeschichten aus seinem eigenen Leben gibt es noch einige Kapitel, die sich mit den Beziehungen seiner Freunde und Familie befassen oder auch mal mit seinem Studentenleben. Besonders da habe ich mich angesprochen gefühlt. Nur zu gut kenne ich das Gefühl, dass so ziemlich alles interessanter erscheint, als das Schreiben seiner Diplom (oder in meinem Fall der Bachelor-) Arbeit - selbst Putzen hat da einen gewissen Reiz. Von mir aus hätte es zu dem Thema noch etwas mehr sein können, aber das würde wohl nicht so recht in den Rahmen passen.
Im Wesentlichen dienen die Stories aber hauptsächlich dazu, Marvin Rupperts Gefühl für Sprache und seine Erfahrung als Slam Poet herauszustellen, die man ihm auch deutlich anmerkt. Er mag Wortspiele (darauf weist er auch explizit hin) und bei manchen seiner Sätze muss man etwas um die Ecke denken, um die Doppeldeutigkeit oder Tiefgründigkeit dahinter zu sehen.
Mit dem letzten Kapitel, in dem er auf Woyzeck anspielt bzw. Parallelen zu Büchners Werk zieht (ohne Frage eine Überdramatisierung und deswegen selbstverständlich auch nicht ernst zunehmen), lässt er dann auch noch gekonnt seine Affinität zu Literatur bzw. seine Belesenheit, die man als Verleger und Lektor mitbringt (bzw. mitbringen sollte), durchscheinen. Man erweitert also beim Lesen seinen Horizont. Übrigens habe ich ein neues Fremdwort gelernt: "Paruresis". Wer will, kann es gerne mal googlen - in welchem Zusammenhang das mit einer der Geschichten steht, verschweige ich allerdings aus "Spannungsgründen".
Fazit
"Ich mag Regen" eignet sich für einen zeitweiligen Ausbruch aus dem (Lese-) Alltag und ist daher perfekt, wenn man in Bus oder Bahn sitzt und die Zeit überbrücken will, ohne dann an der Haltestelle das Dilemma zu haben, dass man an der spannendsten Stelle unterbrochen wird. Die Geschichten sind kurz und knackig und gut dosiert und triefen vor Selbstironie und Hyperbeln. Noch unterhaltsamer wären sie allerdings bei einem Poetry Slam, weil die Wirkung solcher Texte von der entsprechenden Vortragsweise und der Reaktion des Publikums lebt.
Rezension aus Deutschland vom 14. Mai 2014
Der Marburger Poetry Slammer Marvin Ruppert ist unter die Autoren gegangen! Und hat seine 21 besten Kurzgeschichten zu einem kleinen Büchlein zusammengefasst.
Wobei der Begriff „kleines Büchlein“ sich wirklich nur auf das praktische Handtaschenformat des Buchs bezieht und nicht auf den Inhalt.
Ruppert, der bereits seit Jahren die hessische Poetry Slam- Szene entscheidend mitprägt, ist auf der Bühne vor allem durch seine lustigen, aber doch auch irgendwie traurigen Geschichten bekannt, die man nun auch in diesem Buch findet.
Passend zu dem Motto „Traurige Liebesgeschichten aus meinem Leben“ haut er alle Kuriositäten und Dramen raus, die er mit seinen (wie es scheint sehr zahlreichen) Ex- Freundinnen erlebt hat. Manchmal erkennt man in den Geschichten aber auch die ein oder andere Dame wieder, ebenso wie Mitbewohner Nils mit flämischem Akzent, wodurch man zusätzlich den Eindruck gewinnt, dass man es hier mit erschreckend wahrheitsgetreuen Geschichten zu tun haben könnte.
Dabei bewegt sich Ruppert in allen Lebenssituationen, die man sich so vorstellen kann: In der eigenen WG, in Cafés, an der Lahn, auf Festivals, auf Bühnen, in fremden und eigenen Betten. Und über allem schwebt die Frage: Was ist eigentlich Liebe und warum braucht man sie?
Da die Geschichten sehr kurz sind, ist „Ich mag Regen“ ein gutes Buch für zwischendurch. Man holt sich mal eben schnell seine Portion Liebe ab und dann gehts auch wieder hinein in den grauen Alltag. Dabei kommt der Humor natürlich nie zu kurz! Bei manchen Geschichten muss man schmunzeln, bei anderen richtig lachen, humortechnisch ist definitiv für jeden etwas dabei!
Meine Lieblingsgeschichte ist übrigens „Looking for freedom“, die schon mit dem besten Gag des Buches beginnt und mit einer nicht vergessenen Schildkröte endet, was alleine schon so absurd ist, dass es schon wieder gut ist.
Auch wirklich großartig ist der umgeschriebene Woyzeck à la Marvin Ruppert, bei dem alles mit einem Schnick- Schnack- Schnuck- Trinkspiel begann…
Und wenn man das Buch ganz bis zum Ende schafft (was nicht besonders schwer ist), bekommt man sogar noch einen Bonus- Hidden- Track (Text) als Belohnung, üblicherweise performt vom Poetry Slam Team „Steffis Vorschlag“ (Marvin Ruppert gemeinsam mit Alex Burkhard), der wirklich zum Schreien komisch ist.
Das Fazit fällt (überraschenderweise) natürlich sehr gut aus. Überraschend gut sogar für mich, denn normalerweise lese ich nicht so gerne Bücher, in denen reine Slam- Texte gesammelt sind, da ich sie mir lieber persönlich auf der Bühne anschaue.
Aber bei Marvin Rupperts Texten funktioniert auch das Lesen überraschend gut!
Wer sich also schon lange mal wieder an Kurzgeschichten wagen und/ oder Slammerbücher kaufen wollte, wird mit diesem Buch gut versorgt.
Wobei der Begriff „kleines Büchlein“ sich wirklich nur auf das praktische Handtaschenformat des Buchs bezieht und nicht auf den Inhalt.
Ruppert, der bereits seit Jahren die hessische Poetry Slam- Szene entscheidend mitprägt, ist auf der Bühne vor allem durch seine lustigen, aber doch auch irgendwie traurigen Geschichten bekannt, die man nun auch in diesem Buch findet.
Passend zu dem Motto „Traurige Liebesgeschichten aus meinem Leben“ haut er alle Kuriositäten und Dramen raus, die er mit seinen (wie es scheint sehr zahlreichen) Ex- Freundinnen erlebt hat. Manchmal erkennt man in den Geschichten aber auch die ein oder andere Dame wieder, ebenso wie Mitbewohner Nils mit flämischem Akzent, wodurch man zusätzlich den Eindruck gewinnt, dass man es hier mit erschreckend wahrheitsgetreuen Geschichten zu tun haben könnte.
Dabei bewegt sich Ruppert in allen Lebenssituationen, die man sich so vorstellen kann: In der eigenen WG, in Cafés, an der Lahn, auf Festivals, auf Bühnen, in fremden und eigenen Betten. Und über allem schwebt die Frage: Was ist eigentlich Liebe und warum braucht man sie?
Da die Geschichten sehr kurz sind, ist „Ich mag Regen“ ein gutes Buch für zwischendurch. Man holt sich mal eben schnell seine Portion Liebe ab und dann gehts auch wieder hinein in den grauen Alltag. Dabei kommt der Humor natürlich nie zu kurz! Bei manchen Geschichten muss man schmunzeln, bei anderen richtig lachen, humortechnisch ist definitiv für jeden etwas dabei!
Meine Lieblingsgeschichte ist übrigens „Looking for freedom“, die schon mit dem besten Gag des Buches beginnt und mit einer nicht vergessenen Schildkröte endet, was alleine schon so absurd ist, dass es schon wieder gut ist.
Auch wirklich großartig ist der umgeschriebene Woyzeck à la Marvin Ruppert, bei dem alles mit einem Schnick- Schnack- Schnuck- Trinkspiel begann…
Und wenn man das Buch ganz bis zum Ende schafft (was nicht besonders schwer ist), bekommt man sogar noch einen Bonus- Hidden- Track (Text) als Belohnung, üblicherweise performt vom Poetry Slam Team „Steffis Vorschlag“ (Marvin Ruppert gemeinsam mit Alex Burkhard), der wirklich zum Schreien komisch ist.
Das Fazit fällt (überraschenderweise) natürlich sehr gut aus. Überraschend gut sogar für mich, denn normalerweise lese ich nicht so gerne Bücher, in denen reine Slam- Texte gesammelt sind, da ich sie mir lieber persönlich auf der Bühne anschaue.
Aber bei Marvin Rupperts Texten funktioniert auch das Lesen überraschend gut!
Wer sich also schon lange mal wieder an Kurzgeschichten wagen und/ oder Slammerbücher kaufen wollte, wird mit diesem Buch gut versorgt.
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Rezension aus Deutschland vom 8. Februar 2014
"Ich mag Regen" ist eine urkomische Gefühlsachterbahnfahrt, mit Lebkuchenherz um den Hals gebunden, ohne ukrainische Rummelboxer, aber mit der obligatorischen Rose am Schießstand trotz verzogenem Gewehrlauf. Marvin Ruppert schafft es mit seinem Anti-Helden ein Konstrukt aus tollpatschigem Herzchaos zu bauen, mit allen Fettnäpfchen und unhappy-Ends. Der Protagonist stolpert von einem Gefühlseklat in den nächsten, ist wunderbar ehrlich und naiv, verträumt und schafft es mit subtilem Humor, Ironie und einer Brise Sarkasmus dem Leser ein uns andere Mal ein Lachen ins Gesicht zu zaubern. Ich habe das Buch im Zug verschlungen. Aber Obacht: plötzliche Lachanfälle Können im Abteil zu allgemeiner Unsicherheit fühlen. "Ich mag Regen" ist perfekt für die Hosentasche und sollte zu jederzeit Jahreszeit gelesen werden. Hatschi.
3 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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Rezension aus Deutschland vom 11. Februar 2014
Marvin Ruppert, Slamkünstler aus Marburg, erzählt in ganz wunderbaren Tönen kleine Geschichten. Mit viel Herz, Witz und Spontanität sind sie erzählt und lesen sich mit einem Schmunzeln auf dem Gesicht. Schön!
Das Kapitel "Aufwachen" findet man unter anderem auch bei Youtube und kann so ja schon einmal hineinhören in die Sammlung "Trauriger Liebesgeschichten".
Das Büchlein ist außerdem wunderbar illustriert (Tanja M. Gleiser), sodass es sich als Geschenk wunderbar macht (ich habe ein Exemplar gleich meiner besten und auch Slamfreundin geschenkt).
Weiter so, Marvin Ruppert!
Das Kapitel "Aufwachen" findet man unter anderem auch bei Youtube und kann so ja schon einmal hineinhören in die Sammlung "Trauriger Liebesgeschichten".
Das Büchlein ist außerdem wunderbar illustriert (Tanja M. Gleiser), sodass es sich als Geschenk wunderbar macht (ich habe ein Exemplar gleich meiner besten und auch Slamfreundin geschenkt).
Weiter so, Marvin Ruppert!
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