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Amokspiel: Psychothriller | Packender Nervenkitzel vom Meister seines Fachs Kindle Edition
Ein packender Psychothriller bis zur letzten Seite
»Romane, die man wegen ihrer Spannung nicht aus der Hand legen kann [...] nennt man Reißer. Sebastian Fitzeks 'Amokspiel' ist ein solches Buch - packend in jedem Kapitel.« Focus Online
Heute ist ein guter Tag zum Sterben: Dieser Tag soll ihr letzter sein. Die Kriminalpsychologin Ira Samin hat ihren Selbstmord sorgfältig vorbereitet – zu schwer lastet der Tod ihrer Tochter auf ihrem Gewissen. Doch dann wird sie in einen Radiosender gerufen, zu einem brutalen Geiseldrama: Ein Psychopath spielt ein makabres Spiel: er legt das Leben der Geiseln in die Hände wahllos angerufener Zuhörer. Und er verlangt, dass seine Verlobte zu ihm ins Studio kommt – doch die ist seit Monaten tot. Ira beginnt mit einer aussichtslosen Verhandlung, bei der ihr Millionen Menschen zuhören …
Überraschende Wendungen und Suspense vom Feinsten
In seinem zweiten Buch »Amokspiel« lässt Sebastian Fitzek die Leser gemeinsam mit Ira Samin immer tiefer in die Hintergründe des Geiseldramas eintauchen. Ein Plot voll überraschender Enthüllungen und packender Wendungen entfaltet sich – das perfekte Buch für alle, die clever konstruierte Psychothriller lieben.
»Dieses Buch geht einfach unter die Haut, doch der Schluss ist einfach verblüffend. Ein Psychothriller vom Feinsten.« Der Nordschleswiger
- LanguageGerman
- PublisherKnaur eBook
- Publication date2 Oct. 2009
- File size3008 KB
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From the Publisher
»Der Anruf, der sein Leben für immer zerstörte, erreichte ihn exakt um 18.49 Uhr.«
»Bei den nachfolgenden Befragungen wunderten sich alle, dass er die genaue Uhrzeit im Gedächtnis behalten hatte. Die Polizei, sein unfähiger Anwalt und auch die beiden Männer vom Bundesnachrichtendienst, die sich erst als Journalisten vorstellten und dann das Kokain in seinem Kofferraum versteckten. Alle fragten, weshalb er sich so gut an den Zeitpunkt erinnern konnte. An etwas so Nebensächliches, verglichen mit alldem, was danach noch passieren sollte.«
Heute ist ein guter Tag zum Sterben ...
Dieser Tag soll ihr letzter sein. Die renommierte Kriminalpsychologin Ira Samin hat ihren Selbstmord sorgfältig vorbereitet. Zu schwer lastet der Tod ihrer ältesten Tochter auf ihrem Gewissen. Doch dann wird sie zu einem brutalen Geiseldrama in einem Radiosender gerufen. Ein Psychopath spielt ein makabres Spiel: Bei laufender Sendung ruft er wahllos Menschen an. Melden die sich am Telefon mit einer bestimmten Parole, wird eine Geisel freigelassen. Wenn nicht, wird eine erschossen. Der Mann droht, so lange weiterzuspielen, bis seine Verlobte zu ihm ins Studio kommt. Doch die ist seit Monaten tot. Ira beginnt mit einer aussichtslosen Verhandlung, bei der ihr Millionen Menschen zuhören ...
Der Krimi-Herbst auf SAT.1
Neben Franziska Weisz (Der Staatsfeind) und Kai Schumann (Der Minister) übernehmen Nicki von Tempelhoff, Marc Ben Puch, Eko Fresh, Christian Tramitz und Johann von Bülow weitere Rollen in der Verfilmung des Bestsellers vom erfolgreichsten Autor Deutschlands - Sebastian Fitzek!
Damit ist Amokspiel der Auftakt einer ganzen Krimi-Reihe, die SAT.1 in den Wochen vor Weihnachten ausstrahlt:
27. November: Amokspiel von Sebastian Fitzek
04. Dezember: JUNG, BLOND, TOT von Andreas Franz
11. Dezember: Zersetzt von Rechtsmediziner Michael Tsokos
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Product description
Review
From the Inside Flap
About the Author
Excerpt. © Reprinted by permission. All rights reserved.
Der Anruf, der sein Leben für immer zerstörte, erreichte ihn exakt um 18.49
Uhr. Bei den nachfolgenden Befragungen wunderten sich alle, dass er die
genaue Uhrzeit im Gedächtnis behalten hatte. Die Polizei, sein unfähiger
Anwalt und auch die beiden Männer vom Bundesnachrichtendienst, die sich
erst als Journalisten vorstellten und dann das Kokain in seinem Kofferraum
versteckten. Alle fragten, weshalb er sich so gut an den Zeitpunkt erinnern
konnte. An etwas so Nebensächliches, verglichen mit alldem, was danach noch
passieren sollte. Die Antwort darauf war ganz einfach. Er hatte kurz nach
Beginn des Telefonats auf die rhythmisch blinkende Digitaluhr seines
Anrufbeantworters gestarrt. Das tat er immer, wenn er sich konzentrieren
wollte. Seine Augen suchten sich einen Ruhepunkt. Einen Fleck auf der
Fensterscheibe, eine Falte der Tischdecke oder den Zeiger einer Uhr.
Einfach einen Anker, an dem sie sich festhalten konnten. So, als ob dadurch
sein Verstand wie ein Schiff im Hafen sicher vertäut und in eine
Ruheposition gebracht würde, die es ihm ermöglichte, besser zu denken. Wenn
ihn früher, lange bevor das alles passiert war, seine Patienten mit
komplizierten psychologischen Problemen konfrontierten, war der Fixpunkt
seiner Augen stets ein zufälliges Muster in der Holzmaserung der wuchtigen
Praxistür gewesen.
Je nachdem, wie das Licht durch die getönten Scheiben seiner Privatpraxis
in den gediegenen Behandlungsraum fiel, hatte es ihn an ein Sternbild, ein
Kindergesicht oder eine frivole Aktzeichnung erinnert.
Als er um 18.47 Uhr und 52 Sekunden den Telefonhörer in die Hand nahm,
waren seine Gedanken weit entfernt von einer möglichen Katastrophe. Und
deshalb war er in den ersten Sekunden nicht bei der Sache. Seine Blicke
wanderten ruhelos durch das untere Stockwerk seines Maisonette-Appartements
am Gendarmenmarkt. Alles war perfekt. Luisa, seine rumänische Haushälterin,
hatte ganze Arbeit geleistet. Noch bis letzte Woche dachte er, seine
Zweitwohnung in Berlins neuer Mitte wäre eine reine Geldverschwendung, die
ihm ein geschickter Investment-Banker aufgeschwatzt hatte. Heute war er
froh, dass es den Maklern bisher nicht gelungen war, dieses Luxusobjekt in
seinem Auftrag zu vermieten. So konnte er Leoni heute hier mit einem
Vier-Gänge-Menü überraschen, das sie auf der Dachterrasse mit Blick auf das
illuminierte Konzerthaus genießen würden. Und dabei würde er ihr die Frage
stellen, die sie ihm bislang verboten hatte.
»Hallo?«
Er lief mit dem Hörer am Ohr in die geräumige Küche, die erst vorgestern
geliefert und eingebaut worden war. So wie fast alle anderen Möbel und
Einrichtungsgegenstände auch. Sein eigentlicher Wohnsitz lag in der
Berliner Vorstadt, in einer kleinen Villa mit Seeblick nahe der Glienicker
Brücke zwischen Potsdam und Berlin.
Der Wohlstand, der ihm dieses Leben ermöglichte, beruhte auf einem
spektakulären Behandlungserfolg, den er bemerkenswerterweise noch vor
Beginn seines Studiums erzielt hatte. Mit einfühlsamen Gesprächen hielt er
eine verzweifelte Schulfreundin vom Selbstmord ab, nachdem diese durch das
Abitur gefallen war. Ihr Vater, ein Unternehmer, bedankte sich mit einem
kleinen Aktienpaket seiner damals fast wertlosen Softwarefirma. Nur wenige
Monate später schoss der Kurs über Nacht in schwindelerregende Höhen.
»Hallo?«, fragte er noch einmal. Eigentlich wollte er gerade den Champagner
aus dem Kühlschrank holen, doch jetzt hielt er inne und versuchte, sich
ganz auf die Worte zu konzentrieren, die am anderen Ende der Leitung
gesprochen wurden. Vergeblich. Die Hintergrundgeräusche waren so stark,
dass er nur abgehackte Silben verstehen konnte.
»Schatz, bist du das?«
»... tu ...eid ...«
»Was sagst du? Wo bist du denn?« Er ging mit schnellen Schritten zur
Akkuladestation des Telefons zurück, die im Wohnzimmer auf einem kleinen
Tisch stand, direkt vor den großen Panoramafenstern zum Schauspielhaus.
»Hörst du mich jetzt besser?«
Natürlich nicht. Mit seinem Telefon hatte er im gesamten Haus gleichmäßig
guten Empfang. Er könnte damit sogar in den Fahrstuhl steigen, die sieben
Stockwerke nach unten fahren und gegenüber in der Hotellobby des Hilton
einen Kaffee bestellen, ohne dass dabei die Verständigung abreißen würde.
Der schlechte Empfang lag unter Garantie nicht an seinem Handy, sondern an
dem von Leoni.
»... heute ... nie mehr ...«
Die weiteren Worte gingen in einem Zischlautstakkato unter, ähnlich dem
eines alten Analogmodems bei der Einwahl ins Internet. Dann hörten diese
Geräusche so abrupt auf, dass er dachte, die Leitung wäre abgerissen. Er
nahm den Hörer vom Ohr und sah auf das grünlich schimmernde Display.
Aktiv!
Er riss den Apparat wieder hoch. Gerade noch rechtzeitig, um ein einziges,
deutliches Wort zu verstehen, bevor die Kakophonie aus Wind- und
Störgeräuschen wieder einsetzte. Ein Wort, an dem er eindeutig erkannte,
dass es wirklich Leoni war, die gerade mit ihm sprechen wollte. Dass es ihr
nicht gut ging. Und dass es keine Freudentränen waren, unter denen sie die
drei Buchstaben herauspresste, die ihn in den kommenden acht Monaten jeden
Tag verfolgen würden: »tot«.
Tot? Er versuchte, dem Ganzen einen Sinn zu geben, indem er sie fragte, ob
sie damit sagen wolle, die Verabredung sei gestorben? Gleichzeitig machte
sich in ihm ein Gefühl breit, das er sonst nur von Autofahrten in
unbekannten Gegenden kannte. Ein Gefühl, das ihn an einer leeren Ampel
instinktiv die Fahrertür verriegeln ließ, wenn ein Fußgänger sich seinem
Saab näherte.
Doch nicht das Baby?
Es war erst einen Monat her, dass er die leere Verpackung des
Schwangerschaftstests im Mülleimer gefunden hatte.
Sie hatte es ihm nicht gesagt. Wie immer. Leoni Gregor war das, was er
anderen gegenüber liebevoll als »schweigsam« und »geheimnisvoll« beschrieb.
Weniger wohlmeinende Menschen würden sie »verschlossen« oder einfach nur
»merkwürdig« genannt haben.
Von außen betrachtet, wirkten er und Leoni auf andere wie ein Paar, das man
problemlos für eine dieser Fotos ablichten könnte, die häufig zur
Verkaufsförderung als Attrappe in neuen Fotorahmen steckten. Motiv:
»Frischvermähltes Glück«. Sie, die sanfte Schönheit mit rohrzuckerbraunem
Teint und dunkel gelockten Haaren, daneben der jungenhafte Mittdreißiger
mit der etwas zu korrekt geschnittenen Frisur, in dessen humorvollen Augen
ein Funke Ungläubigkeit darüber aufzublitzen schien, eine so gutaussehende
Frau an seiner Seite zu haben. Äußerlich harmonierten sie. Aber
charakterlich trennten sie Welten.
Während er ihr bereits beim ersten Date sein gesamtes Leben offenbarte, gab
Leoni kaum das Nötigste von sich preis. Nur, dass sie noch nicht lange in
Berlin lebte, in Südafrika aufgewachsen und ihre Familie dort bei einem
Brand in einer Chemiefabrik ums Leben gekommen war.
Davon abgesehen, präsentierte sich ihm ihre Vergangenheit wie ein
zerfleddertes Tagebuch mit losen Seiten.
Einige Blätter waren flüchtig beschrieben, doch teilweise fehlten ganze
Abschnitte. Und wann immer er darauf zu sprechen kommen wollte auf die
fehlenden Kinderfotos, die nicht vorhandene beste Freundin oder die kaum
sichtbare Narbe über ihrem linken Jochbein, wechselte Leoni sofort das
Thema oder schüttelte einfach nur leicht den Kopf. Auch wenn daraufhin
jedes Mal die Alarmglocken in seinem Kopf schrillten, wusste er, dass diese
Geheimniskrämerei ihn nicht davon abhalten würde, Leoni zur Frau zu
nehmen.
»Was willst du mir damit sagen, Süße?« Er nahm den Hörer ans andere Ohr.
»Leoni, ich verstehe dich nicht. Was tut dir denn leid? Was ist nie mehr?«
Und wer oder was ist tot?, traute er sich nicht zu...
Product details
- ASIN : B004X2X6YI
- Publisher : Knaur eBook; 1st edition (2 Oct. 2009)
- Language : German
- File size : 3008 KB
- Text-to-Speech : Enabled
- Screen Reader : Supported
- Enhanced typesetting : Enabled
- X-Ray : Enabled
- Word Wise : Not Enabled
- Print length : 449 pages
- Best Sellers Rank: 5,543 in Kindle Store (See Top 100 in Kindle Store)
- 350 in Crime Fiction (Kindle Store)
- 1,627 in Whispersync for Voice
- 2,670 in Mystery & Thrillers
- Customer reviews:
About the author

Sebastian Fitzek is the most successful German bestselling author, whose works have sold more than 19 million copies and have been published in more than 36 countries. He began his career in radio, later studying law and gaining a doctorate in copyright law. In 2006, he published his first psychological thriller "Therapy", which became a bestseller, as did all subsequent books. Between 2014 and 2021, Sebastian Fitzek was the most successful German author of the year six times.
Many of his books have been successfully adapted for film and television series, such as "Therapy" (Prime Video) as a six-part mini-series, which immediately became the number one most-watched German-language series and TOP 10 hit in thirty countries for several weeks, including the USA. Sebastian Fitzek is also known for his spectacular book launches, which he stages as shows and fills Germany's largest arenas with.
He lives with his family in Berlin.
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Amokspiel
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Heute ist ein guter Tag zum Sterben
Dieser Tag soll ihr letzter sein. Die Kriminalpsychologin Ira Samin hat ihren Selbstmord sorgfältig vorbereitet – zu schwer lastet der Tod ihrer Tochter auf ihrem Gewissen. Doch dann wird sie in einen Radiosender gerufen, zu einem brutalen Geiseldrama: Ein Psychopath spielt ein makabres Spiel, bei dem er das Leben der Geiseln in die Hände wahllos angerufener Zuhörer legt. Und er verlangt, dass seine Verlobte zu ihm ins Studio kommt – doch die ist seit Monaten tot. Ira beginnt mit einer aussichtslosen Verhandlung, bei der ihr Millionen Menschen zuhören …
ERWARTUNGEN
Nach acht gelesenen Fitzek-Thrillern und der Lesefreude bei jedem einzelnen dieser packenden Bücher, kann ich wohl nur hohe Erwartungen haben. Da wären die typischen kurzen Kapitel, die überraschenden Wendungen, aber auch die Spannung mit Beginn der ersten Zeilen. Ich freu mich drauf und lese immer gern einen Fitzek, wenn ich mich bei meinem meterhohen SuB mal wieder nicht entscheiden kann.
ZITAT
„Sie verzog Ihr Gesicht. Ihr Brustkorb schmerzte mit jedem Atemzug etwas mehr, und sie fühlte sich, als drückte ein unsichtbares Gewicht ihren Körper in den Autosessel. Dann erkannte sie, dass das Gewicht einen Namen hatte. Es hieß Angst.“ (Seite 305)
MEINE MEINUNG
Kaum sind die ersten Zeilen gelesen, schon hatte Sebastian Fitzek mich schon wieder gepackt. Mit gewohnt schnellem Tempo, kurzen Kapiteln und rasantem Wendungen gelingt es ihm wieder einmal eine unglaublich packende Geschichte zu erzählen, ohne in dass sich der geübte Thrillerleser langweilt. Dementsprechend liest dich „Amokspiel“ schnell weg und glänzt dieses mal sogar mit einer kleinen aber feinen Portion Humor in Form eines doch recht merkwürdig daherkommenden Charakters.
Insgesamt empfand ich den Schauplatz des Geschehens für den Fitzek das Studio eines Radiosenders wählte, eine tolle Idee. Auf die Gefahr hin, dass ich einen Thriller in den Schatten stelle oder vergesse, möchte ich fast behaupten, dass dies (zumindest in meinem Bücherregal) etwas überraschend Neues ist. Dieser doch sehr eingeschränkte Dreh- und Angelpunkt der Geschichte, gibt dem Buch und dessen Verlauf eine spannende Nuance, wobei es zu keinem Zeitpunkt langweilig oder einseitig wirkt. Viel mehr hatte ich das Gefühl, dass den Charakteren dadurch mehr Platz gegeben wurde. Wobei wir auch schon bei den Charakteren wären.
Anfang war ich von der gescheiterten und psychisch sehr labilen Kommissarin und Protagonistin Ina zunehmest abgeschreckt. Es mag wohl an dem ein oder anderen zu viel geschauten Tatort Sonntag um 20:15 Uhr liegen, die bekanntermaßen vor gescheiterten Persönlichkeiten nur so strotzen oder einfach, weil mir Ina anfangs sehr unsympathisch war. Der Einsatz für Ihre Familie, aber auch die Liebe zu ihrem Beruf überzeugten mich im Verlauf der Geschichte dann aber doch noch. Und dies sogar so stark, dass ich mir auch weitere Bücher mit ihr als Protagonistin vorstellen kann. Insgesamt schafft es Fitzek erneut eine Flut an Charakteren zu kreieren, die mich anfangs auf Grund deren Vielzahl zwar ein wenig verwirrten, aber schlussendlich ein wunderbares Großes und Ganzes schafften. Für mich als Leser, war es eine Freude den humorvollen Radioredakteur oder auch den schroffen Einsatzleiter zu erleben. Dabei wiegt Fitzek den Leser stets in eine Form von Sicherheit, bei der man glaubt, die Geschichte nun zu durchschauen, nur um auf der nächsten Seite alle Vermutungen, Hoffnungen und Wünsche zu zerstören und die Story noch einmal komplett umkrempelt. Zwar ist dem Leser relativ zeitig klar, dass diese Geiselnahme einen größeren Hintergrund aufweist als es zunächst scheint, aber die verschiedenen Szenenwechsel und tückisch gestreuten Verdachtsmomente lassen den Leser lange im Dunkeln. Schließlich erweist sich der Amoklauf eines einzelnen Täters als eine große Verschwörung, die es gilt aufzuklären. Dabei sind die so verschieden scheinenden Charaktere ziemlich stark mit einander verflochten, was in gekonnter Fitzek-Manier natürlich erst nach und nach an die Oberfläche tritt. Noch dazu zeigt sich der eigentliche Fiesling des Buches nach vielerlei Fehlleitungen erst im letzten Drittel des Buches. Dies sind nur einige Punkte, die beweisen, wie dauerhaft spannend dieses Buch einfach ist. Diese dann doch auftretenden ganz kleinen spannungstechnischen Schwächen sind so kurz und gering gesät, dass man überhaupt nicht merkt, dass die Story kurz an Geschwindigkeit verliert.
Ein kleines Wort muss ich noch zum Titel des Buches loswerden. Die Verbindung der beiden sehr entgegenwirkenden Wörter „Amok“ und „Spiel“ hat mich anfangs wirklich verunsichert. Den wer verbindet schon einem Amoklauf mit einem Spiel? Mit Beendigung des Buches, empfand ich diesen Titel dann aber doch mehr als gelungen. Er spiegelt die perfiden Machenschaften, Verwirrungen, aber auch Überraschungen, die er Leser bei diesem Buch erlebt, perfekt wieder, bestätigt aber auch die dauerhafte Spannung.
Für mich war „Amokspiel“ einer der besten Fitzek-Bücher, die ich bisher gelesen habe. Ein Grund hierfür ist sicherlich auch die in meinen Augen etwas ausgeweiterte emotionale Ebene auf der sich diese Story bewegt. Dementsprechend erscheint es mir wesentlich gefühlvoller ohne dabei die Spannung und Überraschung zu vernachlässigen. Vielleicht sind es die stark verflochtenen Charaktere oder auch deren Hintergrundgeschichte, die bei mir diesen Eindruck erweckten.
FAZIT
Was soll ich noch sagen. In meinen Augen einer der besten Fitzek-Bücher überhaupt und definitiv jedem Thrillerfan zu empfehlen. Spannend von der ersten bis zur letzten Zeile, gepaart mit einer Vielzahl an Wendungen, Fehlleitungen und auch einer Portion Humor und Gefühl. Einfach grandios!
Anzahl der Sterne: 5/5
Nach seinem Debütwerk "Die Therapie", die ich begeistert gelesen habe, folgt nun sein zweites Werk, welches auch mit Psychologie zu tun hat (allerdings nicht so forciert wie bei seinem Erstlingswerk).
Es geht im weitesten Sinne um eine "normale" Geiselnahme, im engeren Sinne jedoch um Verwicklungen, psychische Abhängigkeiten und Dränge, sowie intime Wünsche.
Allein diese Tatsachen tragen einen großen Teil zum gelungenen Werk von Fitzek bei, was durch seinen sprachlichen Mix aus Schichtheit und Stimmung unterstützt wird.
Ein scheinbar irrer Geiselnehmer nimmt Geiseln in einem Berliner Radiosender und möchte seine Frau sehen, die jedoch schon seit langem tot ist - so glaubt man zumindest.
Es tun sich einige Abgründe, Verschwörungen und Verwicklungen auf, die dem ganzen einen dramatischen Verlauf verleihen.
Näheres möchte ich zum Inhalt nicht sagen, da man ansonsten zu viel der Spannung wegnehmen würde.
Was könnte ich noch dazu schreiben.. zunächst einmal muss ich ganz klar sagen, dass er die Charakterzeichnung seiner Charaktere SEHR gut macht, da sie keineswegs aufgesetzt/künstlich wirken, sondern allesamt viele viele dunkle und negative Seiten haben - eben wie im echten Leben.
Die Entwicklungen und Reaktionen seiner Charaktere sind realistisch und nachvollziehbar, ebenso die Geschichte und deren Ablauf selbst.
Der Erzählstil bzw. Schreibstil ist, noch viel mehr als in seinem ersten Buch, "filmisch". Was meine ich damit? Nun, Fitzek konzentriert sich auf Beschreibungen und Erzählungen zu Dingen, die man sowohl optisch, als auch akustisch wahrnehmen kann. Natürlich kommen auch Gedanken etc. vor, das bitte jetzt nicht falsch verstehen, aber man bekommt automatisch durch das Lesen einen kleinen Film im Kopf.
Dieser Umstand und die Meldung, dass "Die Therapie" verfilmt wird, lassen mich nun gespannt auf eine Meldung zur Verfilmung von "Amokspiel" warten, denn ich bin mir sicher, dass sich dieses Buch fast noch besser dazu eignet.
Man darf aber bitte nicht erwarten, dass es hier sehr viele abwechselnde Orte und Handlungsstränge gibt, wie hier schon negativ bewertet wurde - immerhin geht es um eine Geiselnahme, die sich nunmal an einem Ort fixiert (logischerweise). Dass solche Settings aber durchaus funktionieren können (und hier definitv tun), beweisen u.a. Filme wie "Nicht auflegen".
Von mir gibt's eine klare Kaufempfehlung, da das Werk selbst sehr gut ist und der Preis noch dazu mehr als nur fair ist. Danke Sebastian für diesen guten, packenden und mitreißenden Thriller, der auch meine private Leidenschaft "Psychologie" wieder interessant aufgreift, verpackt und involviert!





