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Mit Leib und Seele: Autobiographische Notizen Taschenbuch – 7. Januar 2013
- Seitenzahl der Print-Ausgabe151 Seiten
- SpracheDeutsch
- HerausgeberZambon Verlag & Vertrieb
- Erscheinungstermin7. Januar 2013
- Abmessungen14 x 1.1 x 20.5 cm
- ISBN-103889752012
- ISBN-13978-3889752017
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Über den Autor und weitere Mitwirkende
Produktinformation
- Herausgeber : Zambon Verlag & Vertrieb; 1. Edition (7. Januar 2013)
- Sprache : Deutsch
- Taschenbuch : 151 Seiten
- ISBN-10 : 3889752012
- ISBN-13 : 978-3889752017
- Abmessungen : 14 x 1.1 x 20.5 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 670,349 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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- Nr. 11,608 in Biografien von Kunst & Literatur
- Nr. 97,664 in Film, Kunst & Kultur (Bücher)
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Zambon, Frankfurt/Main, 2012.
Die unermüdliche Kämpferin für die Rechte der Palästineserinnen und Palästinenser hat ihren zahlreichen Büchern zu diesem scheinbar unlösbaren Konflikt ein weiteres hinzugefügt. Langers Stil war es immer, ihre treffenden und sachbezogenen Analysen auch aus dem Blickwinkel persönlicher Betroffenheit darzustellen. Diese Dimension, die sich oft als Empörung artikuliert, tritt in diesem neuen Buch besonders deutlich zutage, mist sie doch in einer keineswegs chronologischen Rückschau persönliche und private Erlebnisse, also autobiografische Elemente mit hoch aktuellen Fragen der Politik. So erfahren Leserin und Leser vom Glück ihrer Diamantenen Hochzeit mit Mieciu und von der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes erster Klasse an kompromisslose Kämpferin für Menschenrechte. Doch auch dort mischt sich das Private mit dem politischen Anliegen: Eine köstliche Kostbarkeit ist die Wiedergaben des Briefwechsels zwischen dem Befürworter der Preisverleihung, dem Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer, und dem wadenbeißerischen Journalisten Henryk M: Broder, der wohl zu spät von der Auszeichnung erfuhr, um unter Aufbietung seiner medialen Geschütze die Ehrung, die er „den Fall Langer“ nennt, zu verhindern.
Schlaglichtartig beleuchtet sie Stationen ihres Lebens, die sie besonders geprägt – und empört – haben: Wie sie als junge Anwältin hilflos die Zerstörung dreier palästinensischer Dörfer mit ansehen musste und sich schwor, sich mit allen ihr zur Verfügung stehenden Kräften und ihrer juristischen Kompetenz gegen Unrecht und Willkür einzusetzen. Diese Aufgabe versteht sie als moralische Verpflichtung, die aus den ihrer Familie und der ihres Mannes angetanen Morden und Brutalitäten des deutschen Faschismus resultiert. Empörung durchzieht das Buch, wenn sie über die mörderische Bombardierung der Bevölkerung des Gaza-Streifens an der Jahreswende 2008/2009 schreibt, wenn sie voller Empörung - aus ihrem Brief an den südafrikanischen Richter Goldstone zitiert, der im Auftrag der Vereinten Nationen einen Bericht über diesen „Krieg“ erstellte und die horrenden Fakten zusammentrug. Wohl unter politischem Druck distanzierte sich Goldstone später von seinem Bericht. Nicht weniger vehement kritisiert sie den Auftritt des israelischen Ministerpräsidenten und das in ihren Augen heuchlerische Verhalten der deutschen politischen Klasse.
Felicia Langer ist nicht nur eine Kämpferin, sie ist ein Stück weit auch eine internationale Institution. Davon zeugen nicht nur zahlreiche Friedens- und Menschenrechtpreise, sondern eben auch herausragende Auszeichnungen wie der alternative Nobelpreis und seit kurzem das Bundesverdienstkreuz. Diese Position nutzt sie im Einsatz für die von ihr unermüdlich vertretene Sache, um Briefe zu schreiben an wichtige politische Persönlichkeiten bis hin zu US-Präsident Obama, denen sie nicht bittstellerisch, sondern kämpferisch und auf gleicher Augenhöhe entgegentritt.
Dieses jüngste Buch ist nicht nur wie alle anderen Bücher von Felicia Langer eine kämpferische Schrift, es ist auch eine Rückblende auf ein kämpferisches Leben, ein Leben voller Mut und Kompromisslosigkeit, wenn es um das Engagement für Menschenrechte und Gerechtigkeit in Palästina geht. Vor allem aber: dieser autobiografische Rückblick auf ein Leben voller Aktionen, motiviert durch Empörung gegen Ungerechtigkeit macht Mut, strahlt ein Stück der Kraft der über 80jährigen Verfasserin auch auf den Leser/die Leserin aus. Genau dies will sie wohl als Vermächtnis weitergeben, wenn sie sich auf S. 145, fast am Ende des Buches, an die Leserinnen und Leser wendet: „Liebe Leser, … Schweigen Sie nicht, Schweigen ist eine Art Komplizenschaft.“
Langers Engagement steht mit vielen anderen israelischen Friedensaktivisten/innen für das andere" Israel. Dafür wurde sie nicht nur in Israel verleumdet, sondern noch übler in ihrer neuen Heimat Deutschland, deren Staatbürgerin sie geworden ist. Es gibt jenseits dieser Hetzer und Verleumder aber auch das gute" Deutschland, das sie mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse für ihre Verdienste und unermüdlichen Einsatz für die Menschenrechte des geknechteten palästinensischen Volkes ausgezeichnet hat.
Neben dieser Ehrung hat Frau Langer weitere zahlreiche internationale Auszeichnungen erhalten wie zum Beispiel den Alternativen Nobelpreis, auf den sie besonders stolz ist, weil dieser Preis solche Personen auszeichnet, die sich tatsächlich für den Frieden und die Erhaltung der Lebensgrundlagen der Menschen einsetzen. Oder kann man sich Felicia Langer zwischen solchen Friedensnobelpreisträgern wie Menachem Begin, Yasser Arafat, Yitzhak Rabin, Shimon Peres, Henry Kissinger oder Barack Hussein Obama vorstellen, die mit der Verleihung auch implizit für ihre kriegerischen- und terroristischen Leistungen" ausgezeichnet worden sind? Als Botschafterin für das andere Israel" fehlt nur noch der Israel-Preis.
In zwölf kurzen Kapiteln werden nicht nur persönliche Ereignisse wie die Diamantene Hochzeit", nationale und internationale Ehrungen, sondern auch ihre Anfeindungen durch Vertreter der Israellobby" und ihre politischen Interventionen wie im Falle des israelischen Massakers im Gaza-Streifen um die Jahreswende 2008/09 und ihre Enttäuschung über die Widerrufung des so genannten Goldstone-Berichts durch seinen Namensgeber beschrieben. In einem Brief an den südafrikanischen Richter schrieb Felicia Langer: Die Wahrheit ist hartnäckig, Richter Goldstone, und ihre Verfechter unermüdlich. Vergessen Sie das nicht." Die Wertschätzung, die ihr seitens des palästinensischen Volkes entgegengebracht wird, drückte die Ordensverleihung durch Präsident Mahmoud Abbas in Berlin aus.
Unermüdlich ist ihr Einsatz für die Erhaltung des Friedens, deshalb gehörte sie auch zu den wenigen Mutigen in Deutschland, die das Gedicht Was gesagt werden muss" von Günter Grass verteidigt haben. Ihre persönliche Empörung" kommt auch in ihrem Engagement gegen einen israelischen Überfall auf die Atomanlagen Irans zum Ausdruck: Benjamin Netanyahu, der Kriegstreiber, instrumentalisiert in den USA den Holocaust, um für den Angriffskrieg gegen Iran zu werben. Er missbraucht dazu unsere Toten! Ich empfinde das als Beleidigung und als tiefe Kränkung (...) Hände weg von den Toten des Holocaust, Opfer des Faschismus! Sie schänden ihr Andenken!"
Felicia Langer hat bei ihrem Einsatz für die Palästinenser immer versucht, ihnen die Pforte zur Hölle" zu versperren und die Pforte des Lebens" zu öffnen. Eine großartige Israelin und Deutsche. Eine bessere Botschafterin könnte sich der Staat Israel eigentlich nicht wünschen!
Dr. Ludwig Watzal arbeitet als Journalist und Redakteur in Bonn.