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Massenmigration als Waffe: Vertreibung, Erpressung und Außenpolitik Hardcover – 18 Jan. 2016
Flüchtlinge als geopolitisches Druckmittel
Mit Massenmigration als Waffe präsentiert Kelly M. Greenhill die erste systematische Untersuchung dieses verbreitet eingesetzten, aber weitgehend unbeachteten Instruments der Einflussnahme von Staaten. Sie zeigt sowohl, wie oft diese unorthodoxe Form der Nötigung zum Einsatz kam (mehr als 50 Mal im letzten halben Jahrhundert), als auch, wie erfolgreich sie gewesen ist. Sie befasst sich zudem mit den Fragen, wer dieses politische Werkzeug benutzt, zu welchem Zweck, und wie und warum es funktioniert.
Die Urheber dieser Nötigungspolitik verfolgen das Ziel, das Verhalten der Zielstaaten zu beeinflussen, indem sie vorhandene und miteinander konkurrierende politische Interessen und Gruppen ausnutzen und indem sie die Kosten oder Risiken beeinflussen, die den Bevölkerungen der Zielstaaten auferlegt werden. Kelly M. Greenhill erläutert und untersucht ihre These anhand einer Vielzahl von Fallstudien aus Europa, Ostasien und Nordamerika.
Um potenziellen Zielen zu helfen, besser auf diese Form unkonventioneller Erpressung zu reagieren - und sich davor zu schützen - bietet Massenmigration als Waffe auch praktikable politische Empfehlungen für Wissenschaftler, Regierungsbeamte und jeden, der sich um die wahren Opfer dieser Art von Nötigung sorgt - nämlich die Vertriebenen selbst.
»Kelly M. Greenhills Buch Massenmigration als Waffe wirft ein helles Licht auf die strategisch gesteuerte Migration. Und dies ist, leider, ganz sicher keine unbedeutende Frage. Der Leser wird erstaunt sein, wie oft Staaten zu diesem Mittel gegriffen haben. Greenhill gibt dem Thema die Aufmerksamkeit, die es verdient, und erläutert akribisch, warum manche Staaten auf das Mittel der erzwungenen Migration zurückgreifen, während andere es nicht tun. Überdies offeriert sie interessante theoretische Erklärungen und leitet daraus politische Empfehlungen ab.«
Prof. Michael Barnett, Universität von Minnesota
»Kelly M. Greenhills herausragende Analyse gibt der Vorstellung von den Waffen der Schwachen eine doppelbödige Bedeutung: unbedeutende Diktatoren versuchen Verhandlungsspielraum gegenüber benachbarten Demokratien zu gewinnen, indem sie damit drohen, diese mit Flüchtlingen zu überschwemmen. Dies ist im letzten halben Jahrhundert etwa einmal pro Jahr geschehen. Jene, die an der Flüchtlingsfrage oder an kreativen Verhandlungstaktiken interessiert sind, werden von dieser Darstellung fasziniert sein.«
Prof. Jack Snyder, Columbia-Universität
»Das Buch Massenmigration als Waffe ist ein wirklich wertvoller Beitrag. Dieses scharfsinnige Buch zeigt eine unkonventionelle und nicht-militärische Methode der Nötigung unter Staaten auf - warum und wie schwache Staaten zunehmend die Drohung oder Realität einer >strategisch gesteuerten Migrationpolitischen ErpressungHeucheleikostenMichael S. Teitelbaum, Harvard-Universität
- Print length432 pages
- LanguageGerman
- PublisherKopp Verlag e.K.
- Publication date18 Jan. 2016
- Dimensions15.4 x 3.8 x 22.1 cm
- ISBN-103864452716
- ISBN-13978-3864452710
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Product details
- Publisher : Kopp Verlag e.K.; 1. edition (18 Jan. 2016)
- Language : German
- Hardcover : 432 pages
- ISBN-10 : 3864452716
- ISBN-13 : 978-3864452710
- Dimensions : 15.4 x 3.8 x 22.1 cm
- Best Sellers Rank: 202,159 in Books (See Top 100 in Books)
- 553 in International Politics (Books)
- 3,105 in Country-Specific Government & Politics
- Customer reviews:
About the author

Kelly M. Greenhill is Associate Professor at Tufts University and Research Fellow at Harvard Kennedy School of Government's Belfer Center for Science and International Affairs. She is author of Weapons of Mass Migration (Cornell Studies in Security Affairs)--winner of the 2011 International Studies Association's Best Book of the Year Award--and co-author and co-editor of Sex, Drugs and Body Counts: The Politics of Numbers in Global Crime and Conflict (Cornell University Press) and The Use of Force: Military Power and International Politics, 8th ed. Greenhill's research has also appeared in a variety of other venues, including the journals International Security, Security Studies, Civil Wars, and International Migration, in media outlets such as the New York Times, the Los Angeles Times, Foreign Affairs, the International Herald Tribune, and the British Broadcasting Company, and in briefs prepared for the U.S. Supreme Court and other organs of the U.S. government. Greenhill is currently completing a new monograph, a cross-national, multi-method study that explores why, when, and under what conditions, contested, "extra-factual" sources of political information--such as rumors, conspiracy theories, myths and propaganda--materially influence the development and conduct of states' foreign and defense policies. Outside of academia, Greenhill serves as a consultant to agencies of the US government and to other governmental agencies and non-governmental organizations.
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Folgt man der Autorin, dann muss es einen Angreifer und ein Angriffsziel geben, Normalerweise sitzt der Angreifer in den Ländern, aus denen die Migranten stammen. Diese Staaten haben nach ihrer Theorie ein Erpressungsziel. Ein solches Ziel wurde jedoch in der sogenannten Flüchtlingskrise weder irgendwo dort benannt, wo die Migranten herkommen, noch kann man ein solches Epressungsziel aus der Situation dieser Länder und deren ganz unterschiedlichen Situationen erkennen. Insofern liegt der eigentlich interessierende Fall merkwürdigerweise außerhalb dieser Studie. Dennoch kann man aus ihr etwas lernen, wenn man sich durch sie durchquält.
Dies ist kein Buch für einen durchschnittlichen Leser, sondern eine Forschungsarbeit. Sie muss also bestimmten wissenschaftlichen Kriterien genügen und liest sich entsprechend schwer für Menschen, die den Umgang mit solchen Texten nicht gewohnt sind. Wer sich das nicht antun möchte, sollte sich das Buch borgen und allein das sechste Kapitel lesen, in dem die wesentlichen Dinge auf knapp 30 Seiten noch einmal zusammengefasst werden.
Die Autorin untersuchte weltweit 56 Fälle einer gesteuerten Migration in den Jahren von 1951 bis 2006. Einige dieser Fälle erschienen mir jedoch etwas zweifelhaft. An den grundsätzlichen Schlussfolgerungen oder der Theorie der Autorin ändern diese Zweifel aber nichts. Und im Übrigen sind die Erkenntnisse der Autorin nun auch keine weltbewegende Neuigkeit. Man kann auf sie auch durch einfaches Überlegen kommen.
Eine ganz andere Frage ist, ob man sich wirklich einen Gefallen tut, wenn man versucht, aus den einzelnen Erpressungsversuchen eine abstrakte Theorie zu entwickeln. Außer dass man eine gewisse Systematik erkennen kann, wird dabei nicht viel Neues herauskommen, weil man in einem konkreten Fall den Umständen entsprechend reagieren muss. Und tatsächlich: Selbst in ihren theoretischen Schlussfolgerungen kommt die Autorin immer wieder auf ihre konkreten Beispiele zu sprechen und vermischt sie mit ihrer Theorie. Das macht den Text auch wegen zahlreicher Wiederholungen und verschiedener Abstraktionsstufen teilweise recht diffus. Klarere und strukturiertere Aussagen ohne ein ständiges Sowohl-als-auch und ein wiederholtes Zurückgreifen auf schon einmal Besprochenes hätten diese Studie wesentlich besser gemacht.
Die letzten beiden Sätze dieses Buches lauten: "Normen können genau wie Menschen als Druckmittel eingesetzt werden, und sie können ebenso in den Dienst wohltätiger und altruistischer Ziele gestellt werden wie auch eigennütziger und unmoralischer." Beim Einsetzen der Migrationswaffe gegen westliche Staaten werden deren angeblich hohe moralische Werte besonders gerne ausgenutzt. Die gegenwärtige Bundeskanzlerin spricht in diesem Zusammenhang immer von "europäischen Werten". Eine solche permanente Zurschaustellung der eigenen moralischen Superpotenz bildet geradezu eine ideale Angriffsfläche für eine gezielt organisierte Migration, wie die Autorin unterstreicht. Das Ziel eines solchen Angriffs sei es, verschiedene Bevölkerungsgruppen im Opferstaat gegeneinander auszuspielen oder der Regierung (eigentlich dem Steuerzahler) die Kosten der eigenen Heuchelei aufzubürden.
Offenbar konnte sich die Autorin die Dimensionen der gegenwärtigen Migration nicht vorstellen. Alle Vorgänge bis 2006, die sie ihrer umfangreichen Arbeit untersuchte, hatten niemals die Wirkung, ein ganzes Land oder gar eine künstliche multinationale Konstruktion wie die EU grundlegend zu verändern oder gar zu zerstören und direkte und indirekte Kosten zu verursachen, die mittel- und langfristig überhaupt nicht abschätzbar sind und dazu noch in katastrophale Dimensionen vordringen werden. In ihrem Buch beschreibt die Autorin nur relativ harmlose und oft auch kaum bekannte Erpressungsversuche durch eine gezielte Migration.
Wenn man sich durch dieses Buch liest, dann hofft man, dass die Autorin gewisse Strukturen und Methoden bei einem solchen Erpressungsversuch herausarbeitet, eine halbwegs verständliche Theorie entwickelt und Abwehrmechanismen findet. Das tut sie auch, leider aber nicht wirklich in der Klarheit, in der man es gerne gelesen hätte. Viel zu oft verstrickt sie sich in ihren Beispielen (Kuba-USA, NATO-Kosovo, USA-Haiti, Nordkorea-China), in Detailfragen und Einzelheiten.
Dabei scheint die Lage doch sehr einfach. Der Westen mischt sich gerne mit moralischer Scheinheiligkeit ("Menschenrechte") in die inneren Angelegenheiten anderer, meist konkurrierender Staaten ein. Die Migrationswaffe erweist sich als eine Art Konter, der genau diese Scheinheiligkeit offenlegt und ausnutzt. Man muss also nur weniger scheinheilig sein und klare Ansagen machen. Dann ist man auch nicht mehr erpressbar. Wie das gehen kann, zeigt das Beispiel Australiens ("No Way"), auf das die Autorin an einer Stelle kleinlaut kurz eingeht.
In meinen Augen rechtfertigt der Umfang und der Ansatz dieses Buches keineswegs den geringen Ausfluss an Neuem. Andererseits kann man aus ihm immerhin einen gemeinsamen Ansatz erkennen, der immer wieder in bestimmten Situationen gerne genutzt wird. Die gegenwärtige Situation in Europa fällt zwar auch irgendwie darunter, besitzt aber eine völlig andere Dimension als alles, was in diesem Buch untersucht wurde. Und es ist trotz einiger erpresserischer Trittbrettfahrer offen kein klarer Angreifer zu erkennen, wohl aber das Ziel einer politischen und ökonomischen Destabiliserung Europas.
