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Kommentar: OKarton / Paperback / Softcover, 14,8 x 21 cm Promedia Druck- und Verlagsgesellschaft, Wien, 2015. 224 Seiten, Guter Zustand - leichte Gebrauchsspuren: Einband an der rechten unteren Ecke leicht geknickt, Buch neu. "Mit Beiträgen von Lise J. Abid, Nikolaus Brauns, Stephan Brocza, Karin Kneissl, Tyma Kraitt, Karin Kulow, Karin Leukefeld, Norman Paech, Werner Ruf, Patrick Seale und Carsten Wieland. Seit 2011 tobt ein Bürgerkrieg in Syrien. Beginnend mit einem Aufstand gegen das Regime von Bashar al-Assad im März dieses Jahres hat sich ein Flächenbrand durch das ganze Land gefressen, dem mindestens 200.000 Menschen zum Opfer gefallen sind und der Millionen zur Flucht gezwungen hat. Die Fronten werden von Monat zu Monat unklarer, und seit der sogenannte „Islamische Staat“ im Süden und Kurdenmilizen im Norden autonome Verwaltungen und Kriegsregime aufgezogen haben, kann von einem einheitlichen syrischen Staat nicht mehr gesprochen werden. Das Land in der Levante ist von der aktuellen Berichterstattung und den politischen Auseinandersetzungen rund um die Neugestaltung des Nahen und Mittleren Ostens nicht mehr Das Buch „Syrien. Ein Land im Krieg. Hintergründe, Analysen, Berichte“ bietet einen Einblick in die vielschichtigen Aspekte der syrischen Geschichte und Gesellschaft sowie in die strukturellen Ursachen des Bürgerkrieges. Einen weiteren Schwerpunkt stellen die fragilen Nachbarschaftsbeziehungen und die oftmals unbeständigen geostrategischen Allianzen dar. Eine ausführliche Zeittafel zur Geschichte des modernen Syrien – vom Zerfall des Osmanischen Reiches bis zu den aktuellen Ereignissen – und ein Literaturüberblick runden den Band ab."(Verlagstext). Die HerausgeberInnen: Fritz Edlinger (1948-2024), geboren in Wien, war Generalsekretär der „Gesellschaft für Österreichisch-Arabische Beziehungen“. Im Promedia Verlag erschienen unter seiner Herausgeberschaft unter anderem: „Mit Pinsel und Spraydose gegen die Besatzung. Graffiti in Palästina“
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Syrien: Ein Land im Krieg. Hintergründe, Analysen, Berichte Taschenbuch – 16. Februar 2016

3,3 3,3 von 5 Sternen 15 Sternebewertungen

Mit Beiträgen von Lise J. Abid, Nikolaus Brauns, Stephan Brocza, Karin Kneissl, Tyma Kraitt, Karin Kulow, Karin Leukefeld, Norman Paech, Werner Ruf, Patrick Seale und Carsten Wieland. Seit 2011 tobt ein Bürgerkrieg in Syrien. Beginnend mit einem Aufstand gegen das Regime von Bashar al-Assad im März dieses Jahres hat sich ein Flächenbrand durch das ganze Land gefressen, dem mindestens 200.000 Menschen zum Opfer gefallen sind und der Millionen zur Flucht gezwungen hat. Die Fronten werden von Monat zu Monat unklarer, und seit der sogenannte „Islamische Staat“ im Süden und Kurdenmilizen im Norden autonome Verwaltungen und Kriegsregime aufgezogen haben, kann von einem einheitlichen syrischen Staat nicht mehr gesprochen werden. Das Land in der Levante ist von der aktuellen Berichterstattung und den politischen Auseinandersetzungen rund um die Neugestaltung des Nahen und Mittleren Ostens nicht mehr Das Buch „Syrien. Ein Land im Krieg. Hintergründe, Analysen, Berichte“ bietet einen Einblick in die vielschichtigen Aspekte der syrischen Geschichte und Gesellschaft sowie in die strukturellen Ursachen des Bürgerkrieges. Einen weiteren Schwerpunkt stellen die fragilen Nachbarschaftsbeziehungen und die oftmals unbeständigen geostrategischen Allianzen dar. Eine ausführliche Zeittafel zur Geschichte des modernen Syrien – vom Zerfall des Osmanischen Reiches bis zu den aktuellen Ereignissen – und ein Literaturüberblick runden den Band ab.
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3,3 von 5 Sternen
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Spitzenrezensionen aus Deutschland

  • Bewertet in Deutschland am 12. Oktober 2016
    Die Frage ist doch: Wer sagt mir was über Syrien und was stimmt dann davon wirklich? Im Moment ist es unmöglich, diese Frage sicher zu beantworten. Die Autoren dieses Buches haben das versucht und man hat nach dem Lesen den Eindruck, ein differenziertes Bild der Lage erhalten zu haben. Sehr gut gefallen haben mir die Ausflüge in die historischen Hintergründe.
    Klar ist nach der Lektüre auch: Tagesschau und Zeitungen reichen nicht aus, um sich ein Bild zu machen.
  • Bewertet in Deutschland am 29. Oktober 2014
    Sehr empfehlenswert ! Hätte nach meinem Geschmack aber noch umfangreicher und teils noch wissenschaftlicher ausgericht sein können, ansonsten sind genausolche Informationen notwenidg, die in der breiten Öffentlichkeit allzu oft unter den Teppich gekehrt werden.
    5 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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  • Bewertet in Deutschland am 1. September 2014
    Dieses Buch bringt etwas Licht in die Presseberichterstattung und setzt sich u.a. kritisch damit auseinander. Es ist topaktuell und hilft, den Konflikt seriös zu betrachten.
    3 Personen fanden diese Informationen hilfreich
    Melden
  • Bewertet in Deutschland am 21. Januar 2014
    Was in Tunesien und Ägypten so hoffnungsvoll begonnen hatte, endete mit einem Militärputsch in Ägypten, in einem sektiererischen Bürgerkrieg in Syrien und brutaler Repression in den arabischen Despotien auf der Arabischen Halbinsel. Aus dem so genannten arabischen Frühling ist ein islamischer Winter geworden. Kurz vor der Eröffnung der zweiten Syrien-Konferenz lohnt die Lektüre besonders, da sie keinen Tribut an die im Westen vorherrschende ideologische Berichterstattung geleistet hat.

    Seit dem Ausbruch des Aufstands gegen Baschar al-Assad im März 2011 vergeht kaum ein Tag, an dem es keine Meldungen über Kämpfe zwischen Regierungstruppen und islamistischen Terrorgruppen, von unzähligen Toten und enormen Verwüstungen ganzer Städte gibt. Die Dauer des Konfliktes und die Gefahren einer Destabilisierung der ganzen Region machen eine profunde Analyse dringend notwendig.

    Der Sammelband führt eine ganze Reihe renommierter Autoren/innen zusammen. Wie im Beitrag der Journalistin Karin Leukefeld deutlich wird, die als einzige deutsche Korrespondentin seit Ausbruch des Bürgerkrieges aus Syrien berichtet, ist die Berichterstattung in den deutschen Mainstream-Medien ideologisch extrem einseitig. Leukefeld wurde von Kollegen bei einigen Hörfunksendern als „Hofberichterstatterin“ Assads völlig zu Unrecht denunziert, weil ihre Berichterstattung nicht ins US-amerikanische Propagandaformat gepasst hat. Ihr Reportagebeitrag ist mitreißend geschrieben.

    Werner Ruf behandelt die Rolle der USA und der Golfstaaten, die die Hauptförderer der islamistischen Terrorgruppen sind, um ihre islamistische Herrschaft regional weiter abzusichern. Bei den Umstürzen in Tunesien und Ägypten bedienten sich die USA ihrer gewohnten Demokratierhetorik und verpassten den Islamisten das Etikett „gemäßigt“, gleichzeitig kollaborierten sie mit Vertretern des Militärs, um sie im Notfall zu einem Putsch zu animieren, wie in Ägypten geschehen.

    Der Libysche Herrscher Gaddafi wurde mit Hilfe der reaktionären Elemente der Arabischen Liga in Kooperation mit Frankreich und Großbritannien gestürzt, weil er für das „korrupte neo-koloniale System der Francafrique“ zu gefährlich geworden war. Die Demokratiebewegungen in der arabischen Welt haben das rassistische Paradigma von „Kampf der Kulturen“ und die damit einhergehende These von der Demokratieunfähigkeit der islamischen Welt widerlegt, da unterstützt der Westen gerade die reaktionärsten arabischen Regime, die das kulturalistische Paradigma nutzen, um ihre anachronistische Macht zu erhalten, schreibt Werner Ruf.

    Die auf der bevorstehenden Syrien-Konferenz auftretenden Vertreter der so genannten Freien Syrischen Armee stellen eine Mogelpackung dar, da in ihr die extremistischen Kräfte um Al-Kaida und anderer Terrorgruppen das Sagen haben. Der Beitrag von Karin Kulow zeigt, dass Russland das Nahostkonzept der USA verhindern und unterlaufen will. Sollte der Westen mit seinen reaktionären arabischen Despoten in Genf weiter darauf beharren, dass Assad einer Übergangsregierung nicht angehören darf, wird die Konferenz scheitern. Assads Tage sind noch lange nicht gezählt.

    Wer sich abseits der manipulierten Berichterstattung durch die westlichen Medien umfassend und objektiv informieren will, sollte zu diesem ausgezeichneten Sammelband greifen.

    Dr. Ludwig Watzal arbeitet als Journalist und Redakteur in Bonn.
    19 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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  • Bewertet in Deutschland am 10. Januar 2016
    Da der Krieg in Syrien nun schon mehrere Jahre dauert, gibt es inzwischen eine ganze Reihe von Büchern über diesen Konflikt. Hier ist eines der besseren zu besprechen. Hintergründe, Analysen, Berichte zu liefern - diesem selbstgestellten Anspruch im Untertitel wird das Buch gerecht.

    In dreizehn Beiträgen von Wissenschaftlern und Journalisten werden jeweils einzelne Aspekte des Konflikts beleuchtet. Da geht es etwa um die Rolle der Türkei und die Rolle Russlands im Konflikt - in der Regel werden der historische Hintergrund zumindest skizzenhaft dargestellt. Das geschieht mit guter Sachkenntnis, faktenreich und argumentativ. Die Beiträge sind kritisch gegenüber dem Assad-Regime, es wird aber nicht von vorneherein ausgeschlossen, dass ein Ende des Krieges auch die Einbeziehung des Regimes voraussetzen und einschließen könnte.

    Ausgesprochen öde ist der Begriff des Stellvertreterkrieges, den die Mitherausgeberin Tyma Kraitt, undefiniert und unreflektiert verwendet. Wer sind denn genau die Mächte, die angeblich, anscheinend von innersyrischen Kräften repräsentiert werden? Und einen gänzlich unbelegten und pauschalen Artikel des Spiegels als Beleg den Status Syriens im Jahre 1980 zu verwenden zeugt nur von Unbedarftheit.

    Das Buch ist mit 222 Seiten nicht sehr lang, aber doch sehr informativ, da die einzelnen Beträge knapp sind und jeweils einzelne Aspekte
    behandeln. Ein dreiseitiges Literaturverzeichnis mit "klassischen" und aktuellen Titeln, zwei Landkarten, eine sehr gute Zeittafel für die Ereignisse ab 1914 und die kurze Vorstellung der Autorinnen und Autoren rundet das Buch ab. Es ist durchgehend sehr sorgfältig gemacht und insgesamt ein nützlicher Beitrag zu Entwicklungen, die schwer zu verstehen sind.
    4 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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