Sebastian Fitzek’s Der Heimweg - 16. Jan
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Die Getriebenen: Merkel und die Flüchtlingspolitik: Report aus dem Innern der Macht Gebundene Ausgabe – 13. März 2017

4,5 4,5 von 5 Sternen 939 Sternebewertungen

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Die Buchvorlage zum ARD-TV-Highlight »DIE GETRIEBENEN«: ein Insider-Report aus dem Innern der Macht.

Die Grenzöffnung für Flüchtlinge im Herbst 2015 hat das Land gespalten – die einen preisen Angela Merkels moralische Haltung, die andern geißeln die Preisgabe von Souveränität. Doch was als planvolles Handeln erscheint, ist in Wahrheit eine Politik des Durchwurstelns, des Taktierens und Lavierens, befeuert von hehren Idealen und Opportunismus. Robin Alexander zeigt, dass die politischen Akteure Getriebene sind, zerrieben zwischen selbst auferlegten Zwängen und den sich überschlagenden Ereignissen.

Robin Alexander blickt als Korrespondent der »Welt am Sonntag« seit Jahren hinter die Kulissen des Kanzleramtes - in seinem Buch, das auf Recherchen in Berlin, Brüssel, Wien, Budapest und der Türkei basiert, rekonstruiert er minutiös die Schlüsselentscheidungen von sechs Schicksalsmonaten - und erzählt am Beispiel des wohl dramatischsten Kapitels der jüngeren deutschen Geschichte davon, wie heute Politik gemacht wird.

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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
939 weltweite Bewertungen

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Die Kunden sagen

Die Leser finden das Buch spannend und informativ. Sie loben die gute Recherche, detaillierte Informationen und den guten Einblick in die Geschehnisse vor und während der Flüchtlingskrise. Das Werk wird als aufschlussreich, informativ und sachlich beschrieben. Insgesamt handelt es sich um ein Meisterwerk und Augenöffner für jeden Erwachten Bürger.

KI-generiert aus dem Text von Kundenrezensionen.

69 Kunden erwähnen „Spannung"65 positiv4 negativ

Kunden finden das Buch spannend und gut geschrieben. Sie beschreiben es als phänomenal, interessant und ein super Buch. Außerdem loben sie die narrative Begabung des Autors, die zu hohem Lesefluss führt. Zudem wird der interessante Einblick hinter den Kulissen gelobt.

""Die Getriebenen" ist ein sehr lesenswertes Buch, dass viele Zusammenhänge der sog. Flüchtlingskrise in anderem Licht erscheinen lässt...." Mehr

"...Kritiker bezeichnen das Buch als Politkrimi, der sich wie ein spannender Roman liest. Nun ist die Flüchtlingsfrage kein abgeschlossenes Kapitel...." Mehr

"...recherchiert kausale Zusammenhänge beschreibt und dabei noch spannend geriet...." Mehr

"Es ist ein Buch, spannend geschrieben und offensichtlich gut recherchiert, was die Historiker späterer Zeiten als wichtige Quelle brauchen werden...." Mehr

23 Kunden erwähnen „Recherche"23 positiv0 negativ

Kunden sind mit der Recherche des Buches zufrieden. Sie beschreiben sie als gut, aufschlussreich und fesselnd geschrieben. Das Buch bietet viele Fakten und eröffnet Augen und Hirn für bis jetzt unbekannte Fakten. Einige empfinden es als sauber recherchiert und fesselnd gemacht.

"...kein Meinungs-, sondern ein Tatsachenbuch: Er breitet die Fakten aus, rekonstruiert das Geschehen in den Monaten der Flüchtlingskrisen 2015 oft..." Mehr

"Es ist ein Buch, spannend geschrieben und offensichtlich gut recherchiert, was die Historiker späterer Zeiten als wichtige Quelle brauchen werden...." Mehr

"...Es beleuchtet die verschiedenen politischen Abläufe sehr faktenreich, spannend geschrieben und - wie mir scheint - extrem gut recherchiert...." Mehr

"...Ich fühlte mich informiert, spannend mitgenommen und unterhalten und hatte zu keinem Zeitpunkt den Eindruck, ich werde wieder mal belehrt, erzogen..." Mehr

19 Kunden erwähnen „Informativ"19 positiv0 negativ

Kunden sind mit der Informationsqualität des Buches zufrieden. Sie beschreiben es als detailliert, klar beschrieben und gut recherchiert. Das Buch gibt einen guten Einblick in die Geschehnisse vor und während der großen Ereignisse. Die Abläufe und Entscheidungsprozesse werden minutiös geschildert.

"...beeindruckt mich an diesem Band insbesondere aber auch der Faktenreichtum des Bandes, der zugunsten eines sehr geringen Meinungsanteils geriert...." Mehr

"...Es werden viele Details genannt, die nur aus politischen Insiderkreisen stammen können und die so noch nie in der Presse zu lesen waren...." Mehr

"...Dabei werden die Abläufe und Entscheidungsprozesse minutiös geschildert, der Fokus liegt hierbei auf den Hauptakteuren der dt. Parteienlandschaft...." Mehr

"...Großartig recherchiert und geschrieben. Klar und verständlich nachvollziehbar. Spannender als jeder Krimi. Nur leider zu real." Mehr

8 Kunden erwähnen „Sachliche Darstellung"8 positiv0 negativ

Kunden sind mit der Sachlichkeit des Buches zufrieden. Sie beschreiben die Flüchtlingspolitik als klar und brillant beschrieben, wobei viele Mechanismen und Abläufe hervorgehoben werden. Das Buch wird als packend und lesenswert empfunden, das Zusammenhänge der sog. Flüchtlingskrise in anderem Licht darstellt.

"...Buch gelesen habe, wurden mir viele Mechanismen und Abläufe der Politik wirklich klar...." Mehr

"...; ist ein sehr lesenswertes Buch, dass viele Zusammenhänge der sog. Flüchtlingskrise in anderem Licht erscheinen lässt...." Mehr

"...Die Flüchtlingspolitik ist wichtig, ich sehe die Stärke des Buches aber darin, die Funktionsweise internationaler Zusammenarbeit..." Mehr

"Super Buch. Herr Robin Alexander beschreibt sachlich und ohne große Wertung die Entwicklungen während der Krise 2015. spannend!" Mehr

7 Kunden erwähnen „Qualität"7 positiv0 negativ

Kunden sind mit der Qualität des Buches zufrieden. Sie beschreiben es als ein Meisterwerk und Augenöffner, das unbedingt lesenswert ist.

"Aus meiner Sicht ist das Buch sehr gut gelungen, es liest sich gut und zügig...." Mehr

"...Mein Fazit: Ein Meisterwerk und Augenöffner, das von jedem erwachten Bürger gelesen werden sollte, insbesondere von CDU-Wählern." Mehr

"Absolute Spitze! Pure Kompetenz" Mehr

"und gut und flüssig geschrieben, hatte es in nullkommanix durchgelesen und fühlte mich nach der Lektüre besser informiert...." Mehr

4 Kunden erwähnen „Chronologie"4 positiv0 negativ

Kunden sind mit der Chronologie des Buches zufrieden. Sie beschreiben sie als minutiös und gut recherchiert.

"...Was ist also die Essenz des Buches? Eine gute Chronologie für alle, die gerne die Abläufe, Personen und Fakten im betrachteten Zeitraum nachschlagen..." Mehr

"...Im Grund ist es eine weitgehend chronologische Reportage mit der Tiefe von 52 Ausgaben Sonntagszeitung." Mehr

"Das ganze Buch ist eine sehr genaue, zwar gut recherchierte Aneinanderreihung der Ereignisse, die jeder, der einigermaßen an den politischen..." Mehr

"...Eine hervorragende Geschichtsaufarbeitung..." Mehr

3 Kunden erwähnen „Chronische Aufarbeitung"0 positiv3 negativ

Kunden äußern sich negativ über die Chronische Aufarbeitung. Sie beschreiben sie als eine Chronik des Versagens, in der niemand Verantwortung übernehmen wollte und viele Begebenheiten mehrfach wiederholt werden.

"...Das Gelesene hat mich fassungslos gemacht. Eine Chronik des Versagens, in der niemand Verantwortung übernehmen wollte...." Mehr

"...sehr gründlich recherchiert, aber zugleich werden viele Begebenheiten mehrfach wiederholt und nur aus verschiedenen Perspektiven erzählt...." Mehr

"chronische Aufarbeitung der Ereignisse..." Mehr

Spitzenrezensionen aus Deutschland

  • Bewertet in Deutschland am 2. Juni 2017
    Ich lese sehr viele politische Bücher, doch dies ist das mit Abstand Beste, das ich seit Jahren gelesen habe. Wer dieses Buch nicht gelesen hat, kann über Angela Merkel und die Flüchtlingskrise nicht mitreden.

    Seit ich acht Jahre alt bin, interessiere ich mich für Politik. Aber erst als ich dieses Buch gelesen habe, wurden mir viele Mechanismen und Abläufe der Politik wirklich klar. Der Untertitel „Report aus dem Innern der Macht“ verspricht keineswegs zu viel, denn der Leser erhält Inneneinsichten, die selbst für denjenigen, der – so wie ich – täglich mehrmals Nachrichtensendungen schaut und Zeitung liest, sehr viel Neues.

    Gauweiler plante bundesweite CSU
    Neu war für mich beispielsweise, wie konkret Vorbereitungen zur bundesweiten Ausdehnung der CSU getroffen worden waren. Die bundesweite CSU sei „kein bloßes Gedankenspiel“ gewesen. Peter Gauweiler habe bereits Zusagen für die Finanzierung eines solchen Projektes von namhaften bayerischen Familienunternehmern gehabt (S. 10). In der bayerischen Landtagsfraktion habe es auf dem Höhepunkt der Anti-Merkel-Stimmung eine breite Mehrheit gegeben, die zum offenen Bruch mit der CDU bereit gewesen wäre. „Gauweiler ist bereit, dieses Risiko einzugehen, um Angela Merkel zu stoppen. Seit drei Monaten sind Deutschlands Grenzen offen und die Kanzlerin unternimmt nichts, sie wieder zu schließen. Mit Merkel gehe das nicht. Und mit der CDU, die sie nicht stürzen will, auch nicht, argumentiert Gauweiler. Also müsse es die CSU allein versuchen.“ (S. 150) Auch Edmund Stoiber und Markus Söder seien zu dem Schritt bereit gewesen – aber Seehofer, der zunächst nicht abgeneigt gewesen sei, habe gezaudert: „Der Mann, der Angela Merkel in der Flüchtlingskrise zusetzt wie kein anderer, will sie nicht stürzen.“ (S. 151) Seehofer erscheint in dem Buch in keinem guten Licht. Jedenfalls hat sich meine eigene Bewertung (ich fand sein Agieren in der Flüchtlingskrise vor Lektüre des Buches insgesamt gut), deutlich eingetrübt, nachdem ich das Buch gelesen habe.

    Die Schwäche der Merkel-Kritiker in der Union
    Trotz seiner markigen Kritik an Merkel agierte Seehofer unentschlossen und inkonsequent, ließ sich von Merkel hinhalten: So kündigte er immer wieder an, das Bundesverfassungsgericht gegen die Politik der offenen Grenzen anrufen zu wollen. „Er setzt Merkel eine Frist bis Anfang November, um die angeblich rechtsfreie Situation an den Grenzen in Ordnung zu bringen. Die Frist verstreicht ohne Reaktion. Auch der Ende November von Seehofer angedrohte Rückzug der CSU-Minister aus dem Bundeskabinett wird nie Realität…. Stattdessen lässt er sich von Merkel wochen- und schließlich monatelang hinhalten.“ (S. 158 f.)

    Mitte Oktober wurde die Kritik in der Unionsfraktion an Merkel immer entschiedener. Auf einer Fraktionssitzung fragte Merkel genervt: „Oder glaubt hier jemand ernsthaft, dass wir Flüchtlinge an der Grenze zurückweisen können?“ Daraufhin riefen gleich mehrere Abgeordnete spontan „Ja“. Der Abgeordnete Clemens Binninger, früher selbst Polizist, meldete sich und widerlegte Merkels Angaben mit zahlreichen Beispielen aus der Praxis der Nachbarstaaten. Der Abgeordnete Armin Schuster, ein langjähriger Bundespolizist, erklärte, Grenzkontrollen ohne die Möglichkeit der Zurückweisung hätten gar keinen Sinn. „Merkel wurde von den beiden regelrecht vorgeführt, berichten entsetzte Abgeordnete anschließend.“ Die Debatte dauerte mehrere Stunden. Der CSU-Politiker Hans Peter Uhl stellte sogar offen Merkels Kanzlerschaft in Frage und meinte, wenn es zu keiner Lösung komme, werde es eine „Regierungsabwahl“ geben. (S. 125)

    Das Buch verdeutlicht, dass die Stärke der Machtstellung von Merkel vor allem auf der Schwäche ihrer Kritiker beruht: „Merkel hat im elften Jahr ihrer Kanzlerschaft die CDU viel stärker auf ihre Person als Regierungschefin zugeschnitten, als dies unter Helmut Kohl je der Fall war.“ (S. 144) Da gibt es einerseits die Merkelhörigen wie Altmaier, der „auch im Gewitter mit klugen Worten darauf bestehen würde, es scheine die Sonne, wenn die Behauptung seiner Kanzlerin nützt“ (S. 144). Dann gibt es Personen wie Schäuble, der Merkels Politik kritisch gegenüberstand und sie ja auch öffentlich kritisierte, letztlich aber vor der Konsequenz zurückschreckte. Dennoch war es Schäuble – und dies ist ihm als Verdienst anzurechnen -, der eine Kehrtwende in der Flüchtlingspolitik bewirkte, wie der Autor zeigt (S. 135 ff.).

    Sicherheitsdienste verstört über Merkels Politik
    BND, Verfassungsschutz, BKA und Bundespolizei, so zeigt Alexander, reagierten „geradezu verstört“ auf Merkels Politik der offenen Grenzen. Man hielt diese Politik für gefährlich. „Und Merkels Begründung, man könne heutzutage keine Grenze mehr sichern, rührt beinahe an der Berufsehre. Der Unmut der Sicherheitsdienste über die Regierung reicht so weit, dass sie – ein einmaliger Vorgang in der Geschichte der Bundesrepublik – einen Gegenentwurf zur Politik der Regierung öffentlich zur Diskussion stellen. Offiziell tritt ein Ehemaliger als Absender auf: der Ex-BND-Chef und frühere Innenstaatssekretär August Hanning.“ (S. 145 f.) Er legte ein Papier vor, das die Meinung der Chefs der Sicherheitsdienste wiedergab: Die Kanzlerin solle sofort erklären, dass die Aufnahmefähigkeit der Bundesrepublik erschöpft sei, Asylbewerber seien an der Grenze zurückzuweisen und der Familiennachzug zu beschränken. „Zwischen dem Kanzleramt und den Sicherheitsdiensten herrscht daraufhin Eiszeit: Henning wird zur Persona non grata, der Austausch mit den amtierenden Chefs beschränkt sich auf das notwendige Minimum.“ (S. 146.)

    Die Rolle der Medien
    Obwohl all das gar nicht lange her ist, reibt man sich die Augen, wenn man liest, was die Medien in den euphorischen Tagen schrieben und aussendeten. Die Euphorie erfasste fast alle Medien – von SPIEGEL bis BILD. In einer Titelstory des SPIEGEL – und diese stand für den gesamten Medientenor damals – wurden die Flüchtlinge verklärt zum „Erlöser von schrecklicher deutscher Vergangenheit, von peinlichen ostdeutschen Landsleuten und überhaupt allen schlechten deutschen Gewohnheiten“ (S. 71). „Vergangenheitsbewältigung durch Flüchtlingshilfe“ – dieses Motiv habe auch bei Angela Merkel eine wichtige Rolle gespielt (S. 71). Tenor der Medien: „Die Flüchtlinge sollen die Deutschen nicht nur von ihrer unseligen Vergangenheit erlösen, sondern auch von ihrem zukünftigen Schicksal als überaltertes Volk… In diesen Wochen entsteht in vielen Köpfen die Vorstellung, dass es sich bei den Flüchtlingen nicht um Erschöpfte, Kranke, Traumatisierte und teilweise Radikalisierte handelt, sondern um eine Armee von fröhlichen Landärzten und künftigen Facharbeitern, die sich im Anmarsch befindet, um die Deutschen gerade rechtzeitig noch aus der demographischen Falle zu retten.“ (S. 73 f.) Natürlich stimmen auch führende Wirtschaftsvertreter naiv oder einfach opportunistisch in die Willkommenseuphorie ein. Daimler-Chef Zetsche prophezeite eine Woche nach der Grenzöffnung: „Im besten Fall kann es auch eine Grundlage für das nächste deutsche Wirtschaftswunder werden.“ (S. 74)

    Die Fakten sprechen lauter als Urteile
    Das Buch ist eine vernichtende Kritik an Merkel, an der politischen Klasse und auch an den Medien – und zwar gerade deshalb, weil der Autor sich mit wertenden Urteilen zurückhält. Dabei hat er durchaus eine eigene Meinung, die er auf S. 66 so umschreibt: „Nicht die Grenzöffnung, nicht die humanitäre Tat war ein Fehler, sondern das Versäumnis, direkt danach ein Zeichen zu setzen, dass Deutschland nicht alle Flüchtlinge aufnehmen kann. Manche glauben, es hätte Zurückweisungen an der Grenze geben müssen, andere meinen, zu diesem Zeitpunkt hätte ein einziges deutliches Fernsehstatement gereicht. Weil Merkel dieses Zeichen nicht gibt, wird die Ausnahme zum Ausnahmezustand, der fünf Monate dauern wird. Dieses Signal hätte von Merkel persönlich kommen müssen, damit es von Menschen in all jenen Ländern vom Balkan bis nach Bangladesch verstanden wird, die sich aufmachen, weil sie sich von Merkel und den jubelnden Münchnern eingeladen fühlen.“ (S. 66 f.)

    Das ist eine der wenigen Stellen, wo der Autor dezidiert selbst Stellung bezieht. Aber dies ist erfreulicherweise kein Meinungs-, sondern ein Tatsachenbuch: Er breitet die Fakten aus, rekonstruiert das Geschehen in den Monaten der Flüchtlingskrisen 2015 oft minutengenau – und diese sachliche Darstellung führt aus meiner Sicht zu einem vernichtenden Urteil über Angela Merkel und weite Teile der politischen Klasse, ohne dass es dazu dezidierter Bewertungen des Autors bedürfte.

    Ein Beispiel, wie sich der „Welt“-Journalist selbst zurückhält und doch allein die Fakten eine entlarvende Sprache sprechen: Er zeigt, wie immer wieder Merkels Begründungen für ihre Flüchtlingspolitik wechselten. So erklärte sie in einem Fernsehinterview, wenn die arabischen Flüchtlinge irgendwann in ihre Heimat zurückkehrten, hätten sie westliche Werte in ihrem Gepäck. Dann, so Merkel, werde „Demokratie über unsere Grenzen hinaus Akzeptanz finden – dann gibt es vielleicht weniger Kriege“. Der Autor kommentiert trocken: „Flüchtlingspolitik als Demokratie-Export – es war die bisher mutigste Überhöhung der Politik der offenen Grenzen.“ (S. 160) Zu Merkels Aussage in einem TV-Interview, „Sie können die Grenzen gar nicht schließen“, merkt Alexander an, diese „verlangt auch merkeltreuen Abgeordneten in den kommenden Wochen einiges an kommunikativer Disziplin ab“ (S. 111).

    Fazit
    Der Autor erklärt in der Vorbemerkung, sowohl Merkel-Fans wie Merkel-Hasser würden von dem Buch enttäuscht sein: „Es erzählt weder eine Heiligengeschichte noch ein Schurkenstück.“ (S. 8). Ich finde jedoch, es ist gerade die Mäßigung im Ton und die Zurückhaltung mit dezidierten eigenen Bewertungen, die Merkel und große Teile der politischen Klasse viel schlechter dastehen lassen als wenn der Autor auf jeder Seite plakativ Abscheu vor Merkels Politik bekunden würde. Wenn die Fakten selbst eine so klare Sprache sprechen, dann erübrigt sich eine Bewertung durch den Autor.

    Ich bin von meiner Berufsausbildung Historiker. Was ich jetzt schreibe, habe ich noch nie über ein politisches Buch geschrieben: Dieses Buch wird mit Sicherheit noch in 100 Jahren von Historikern als wichtige Quelle herangezogen, wenn sie die Flüchtlingskrise des Jahres 2016 und Angela Merkels Politik analysieren. Das Buch hätte einen Preis verdient.
    64 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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  • Bewertet in Deutschland am 1. April 2017
    "Die Getriebenen" ist ein sehr lesenswertes Buch, dass viele Zusammenhänge der sog. Flüchtlingskrise in anderem Licht erscheinen lässt. Die Rezensenten die meinen die Regierung solle hier entlastet werden scheinen das Buch nicht gelesen zu haben. Beim Lesen verschlägt es einem nämlich regelmäßig die Sprache zu sehen, wie wenig gesunder Menschenverstand und Verantwortung und wie sehr Ränkespiele, Gesichtswahrung und Meinungsumfragen in der heutigen Politik, besser gesagt bei der Kanzlerin, im Vordergrund zu stehen scheinen. Hierzu ein paar Kostproben:

    - Merkel weigert sich vor der Krise beharrlich ein Flüchtlingsheim zu besuchen oder irgendwie mit Flüchtlingen in Verbindung gebracht zu werden. Mit Flüchtlingen ist demoskopisch kein Blumentopf zu gewinnen.
    - Nachdem Orban die erste Tranche Flüchtlinge auf den Weg bringt und nun alle Dämme brechen soll die Grenze nach einer Woche geschlossen werden. Die nötigen Vorbereitungen sind längst getroffen da die Bundespolizei sich seit Monaten auf dieses Szenario vorbereitet hat. Aber de Mazière und Merkel zaudern und gehen auf Tauchstation. Die Gründe: rechtliche Bedenken und schlechte Publicity (u.a. auch da Merkel zuvor als zu kühl gegenüber Flüchtlingen dargestellt wurde).
    - Die Regierung weigert sich sogar die Verteilung der Flüchtlinge zu organisieren und so Verantwortung für das Desaster zu übernehmen. Die Drecksarbeit dürfen Landräte und Bürgermeister in Bayern machen. Seehofer lehnt es kategorisch ab einen Bummelstreik zu führen um die Kanzlerin vor die Wand fahren zu lassen. Der Konflikt soll nicht auf dem Rücken der Flüchtlinge ausgetragen werden. Dafür wird sich Seehofer in den kommenden Monaten von der linken Qualitätspresse als inhumaner Rechtspopulist beschimpfen lassen müssen. Die humanitäre Leistung dagegen wird der Kanzlerin zugesprochen.
    - Merkel lügt und gibt andere Gründe für das Zaudern vor: Einerseits behauptet sie (die aus der DDR stammt) wiederholt, die Grenze könne nicht geschlossen. Andererseits wäre dies ethisch/moralisch verwerflich. Es ist ihr auch nicht zu verdenken, dass sie ihren Standpunkt nicht ändert, da sie auf einer beispiellosen Welle der Euphorie surft und nun Kanzlerin aller Parteien (außer der eigenen und der AfD) und der ganzen westlichen Welt ist. Leider springt dabei kein Friedensnobelpreis heraus, aber immerhin ist Merkel Person des Jahres im TIME Magazine.
    - Die von Merkel favorisierte europäische Lösung funktioniert nicht und es kommen immer mehr Flüchtlinge. Merkel verliert immer mehr Rückhalt, aber Grenzen kann man ja nicht schließen. Um ihr Gesicht zu wahren soll Erdogan den Türsteher spielen. Es folgt ein unwürdiges Theater bei dem Merkel wiederholt von Erdogan gedemütigt wird. Die Türkei hält Merkel scheinbar endlos hin denn die türkische Regierung hat es ja nicht eilig.
    - Als u.a. Flüchtlinge Merkel die Silvesterstimmung vermiesen steht sie noch mehr unter Druck da die Stimmung im Land kippt. Die seit Monaten endorphinbesoffenen Journalisten wachen zudem auch langsam auf. Die Türkei erhöht nochmals ihre Forderungen. Da kommt plötzlich ein Herr Kurz um die Ecke und bereitet die Grenzschließung in Mazedonien und anderen Ländern vor. Es folgt das absurdeste Kapitel der ganzen Krise:
    - Die türkische Regierung kriegt Panik: Wenn die Grenzen zu sind ist die Flüchtlingskrise gelöst und die Türkei steht ohne Druckmittel und mit leeren Händen da. Merkel kriegt auch Panik, denn die Grenzschließung wird funktionieren und die Flüchtlingskrise beenden. Sie steht dann als entmachtete Lügnerin da, denn Grenzen kann man nicht schließen. Es folgt ein Wettlauf mit Kurz bei dem am Ende ein absurder Deal mit der Türkei zustande kommt, der allerdings nicht wirklich zur Anwendung kommt (unter anderem wäre Deutschland zu einer Bad Bank für kriegsversehrte Flüchtlinge der Türkei geworden).
    - Die Grenzschließung funktioniert und kann auch von linken Aktivisten nicht unterminiert werden. Merkel zeigt auch kein Interesse daran die unter unmenschlichen Bedingungen in Idomeni hausenden Flüchtlinge nach Deutschland zu holen. Soweit geht der moralische Imperativ der Pfarrerstochter dann doch nicht, denn die Fähnchen im Winde der Willkommenskultur haben sich in Deutschland längst gedreht.

    Das Buch offenbart noch viele Details mehr. Ein interessanter Nebenaspekt: Um ihr Gesicht zu wahren läutet Merkel mutwillig das Ende der EU wie wir sie kennen ein. In einer Kampfabstimmung wird den anderen EU-Ländern ein Verteilungsmechanismus für Flüchtlinge aufoktroyiert indem Polen erpresst wird. Daraufhin wird die liberale polnische Regierung durch eine rechtspopulistische abgelöst, die die Demokratie des Landes teilweise untergräbt. England tritt aus der EU aus da Merkel nach ESM & co. das nächste Fass ohne Boden institutionalisieren wollte. Ironischerweise wurden bis heute keine/kaum Flüchtlinge aufgrund der Quote umverteilt. Als ungläubiger Leser bleibt man zurück mit der Frage: War es das Wert? Diese Frage wird wohl jeder für sich beantworten müssen…
    68 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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Spitzenrezensionen aus anderen Ländern

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  • BrandyAndy
    5,0 von 5 Sternen That’s exactly what happened
    Bewertet in den USA am11. April 2022
    Great story and the truth behind her famous words “wir schaffen das”
  • Wolfg.
    5,0 von 5 Sternen Empfehlenswert.
    Bewertet in den USA am30. April 2017
    Pflichtlektüre vor der nächsten Wahl.
  • HermiRei
    4,0 von 5 Sternen Spannend, interessant und lesenswert
    Bewertet in den USA am9. Juni 2017
    Eine lesenswerte Zusammenfassung der Ereignisse im Lauf der Flüchtlingskrise. Leicht zu lesen und gut aufbereitet. Leider lassen sich die Analysen des warum und wie wichtiger Entscheidungen nicht nicht klar von den Einschätzungen des Authors unterscheiden.