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Roter Hunger: Stalins Krieg gegen die Ukraine - FRIEDENSPREIS DES DEUTSCHEN BUCHHANDELS 2024 FÜR ANNE APPLEBAUM - Friedenspreis 2024 für Anne Applebaum Hardcover – 15 April 2019
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Der gegenwärtige Krieg in der Ukraine ist ohne diese historische Last nicht zu verstehen - der erzwungene Hungertod von mehr als drei Millionen Ukrainern 1932 und 1933, Holodomor genannt, war eine der größten Katastrophen des 20. Jahrhunderts. Und sie hat Folgen bis heute – Stalins „Krieg gegen die Ukraine“ hat sich tief im kollektiven Bewusstsein der osteuropäischen Völker verankert.
Pulitzer-Preisträgerin Anne Applebaum vereint in ihrer Darstellung auf eindrückliche Weise die Perspektive der Täter und jene der Opfer: Sie zeigt Stalins Terrorregime gegen die Ukraine, die Umstände der Vernichtungspolitik - und verleiht zugleich den hungernden Ukrainern eine Stimme. Ein gewaltiges Buch, erschütternd und erhellend zugleich.
- Print length544 pages
- LanguageGerman
- PublisherSiedler Verlag
- Publication date15 April 2019
- Dimensions16.3 x 4.3 x 23.2 cm
- ISBN-103827500524
- ISBN-13978-3827500526
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»Applebaum hat eine bis zu Einzelschicksalen detaillierte Geschichte des Holodomor geschrieben.« ― Frankfurter Allgemeine Zeitung, Stefan Plaggenborg
»(...) glänzend geschriebenen Studie (...)« ― Die literarische Welt, Richard Herzinger
»Die amerikanische Historikerin und Journalistin ist eine ausgewiesene Kennerin Osteuropas.« ― NZZ Bücher am Sonntag, Reinhard Meier
About the Author
Product details
- Publisher : Siedler Verlag; 4th edition (15 April 2019)
- Language : German
- Hardcover : 544 pages
- ISBN-10 : 3827500524
- ISBN-13 : 978-3827500526
- Original title : Famine: The Ukranian Genocide 1932-33
- Dimensions : 16.3 x 4.3 x 23.2 cm
- Best Sellers Rank: 91,679 in Books (See Top 100 in Books)
- 79 in History of Ukraine (Books)
- 115 in Interwar Period (Books)
- 170 in History of Russia
- Customer reviews:
About the author

Anne Applebaum is a historian and journalist. She is a staff writer for the Atlantic as well as a Senior Fellow at the Agora Institute, Johns Hopkins University. She is the author of several history books, including GULAG: A HISTORY which won the 2004 Pulitzer Prize for non-fiction; IRON CURTAIN, on the Sovietization of Eastern Europe after the war, which won the 2013 Cundill Prize for Historical Literature; and RED FAMINE, on the Ukrainian famine of 1932-33, which provides the background to today's Russian-Ukrainian conflict. In 2020 she published the bestselling TWILIGHT OF DEMOCRACY, which analyzed the appeal of autocracy to Western intellectuals and politicians.
Her newest book, AUTOCRACY, INC, published in July 2024, examines the network of dictatorships - Russia, China, Iran, Norht Korea, Venezuela, Zimbabwe and others - who now work together to support one another, preserve their power and undermine the democratic world.
Anne has been writing about Eastern Europe and Russia since 1989, when she covered the collapse of communism in Poland for the Economist magazine. She has also covered US, UK and European politics for a wide range of American and British publications. She is a former Washington Post columnist and a former deputy editor of the Spectator magazine. She is married to Radoslaw Sikorski, a Polish politician and writer, and lives in Poland and the U.S.
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Holodomor
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Reviewed in Germany on 11 January 2023Das Buch wird sicherlich zum Standardwerk zu Stalins Mordaktion durch Hunger gegenüber den Ukrainer werden. Es ist sehr gut recherchiert und behandelt das Thema facettenreich und ausführlich. Darüber hinaus ist es auch noch gut zu lesen - eben ein hervorragendes Beispiel für anglo-amerikanische Geschichtsschreibung. Ich habe es kaum aus der Hand legen können!
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Reviewed in Germany on 1 June 2019Anne Applebaum: Roter Hunger. Stalins Krieg gegen die Ukraine. 2017, 454 S.
1932/33 herrschte in der Ukraine eine Hungersnot, bei der mehr als 3 Millionen umkamen. Und dies war nicht eine Folge von Missernten, sondern Kalkül der Bolschewiken, allen voran Stalins. Alle Esswaren wurden konfisziert, Säuberungen setzten ein, die ukrainische Kultur wurde unterdrückt…. Es kam zu grässlichen Szenen, Menschen starben auf der Strasse, Tausende von Waisenkindern zogen umher, einige Eltern assen gar ihre Kinder auf.. – Anne Applebaum, geboren 1964 in Washington, D.C., ist Historikerin und Journalistin. Sie begann ihre Karriere als Korrepondentin in Warschau, schrieb die Bücher «Der Gulag» (2003) und «Der eiserne Vorhang» (2012). Kürzlich war sie Gast im Schweizer Fernsehen.
Das Buch untersucht nicht nur den erzwungenen Tod von Millionen Ukrainern in den Dreissiger Jahren, im Buch wird auch von früheren Ereignissen und der späteren Zeit berichtet (Tschernobyl, Invasion im Osten des Landes, Annexion der Krim).
Vieles von dem, was heute geschieht, versteht man nach der Lektüre des Buches
besser.
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Reviewed in Germany on 9 May 2019Wie ihre bisherigen Bücher auch schreibt Anne Applebaum sehr ansprechend. Sie schafft es erneut Geschichte und wissenschaftlich fundierte Daten in einen sehr angenehmen zu lesenden Sachbuch unterzubringen. Die Hintergründe zum Holodomor erschrecken auch nach vielen Jahren und werfen ein anderes Licht auf die aktuelle politische Situation in der Ukraine.
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Reviewed in Germany on 12 August 2020Aufschlussreich und genau recherchiert, detailreich und präzise, bedrückend je länger man es liest, anscheinend immer noch zu wenig in der Geschichte beachtet, notwendig, um die Ukraine heute besser zu verstehen,
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Reviewed in Germany on 3 September 2020Beleuchten des selben Aspektes aus immer wieder anderen Blickwinkeln führt zu ermüdenden Wiederholungen. Hab das Buch nach 80 Seiten zugeschlagen. Schade
- Reviewed in Germany on 24 July 2019ok
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Reviewed in Germany on 15 April 2019Im Frühjahr und Sommer 1933 lag über den Dörfern der Ukraine eine gespenstische Stille. Pferde und Rinder, Schweine und Hühner, Hunde und Katzen waren spurlos verschwunden. In den Häusern dämmerten ausgemergelte Gestalten dahin, denen die Kraft für die Feldarbeit fehlte. Das Ackerland blieb auch deshalb unbestellt, weil die Bauern kein Saatgut besaßen. Seit Monaten herrschte Hunger in der Ukraine, einem Land, das seit alters her für die Fruchtbarkeit und reichen Erträge seiner Böden bekannt war. Der menschliche Verstand sträubt sich gegen die Vorstellung, dass Millionen ukrainischer Bauern verhungerten. Wie konnte es dazu kommen? Anne Applebaum hat diese Frage in den Mittelpunkt ihres Buches gestellt. Wie schon in ihrem Buch über das Gulag-System führt Applebaum ihren Lesern die Schrecken der Stalin-Zeit vor Augen. Die Große Hungersnot von 1932/33 war die schlimmste humanitäre Katastrophe, die die Sowjetunion zu Friedenszeiten erlebte. Nicht nur die Ukraine war von dieser Katastrophe betroffen, sondern auch andere Regionen, der Nordkaukasus, das Wolga-Gebiet und Kasachstan. Die Zahl der Opfer kann auch nach den intensiven Forschungen der jüngeren Zeit nur annähernd bestimmt werden. Neueren Berechnungen zufolge verhungerten allein in der Ukraine rund 3,9 Millionen Menschen. Der Streit um das "richtige" historische Verständnis der Hungersnot belastet seit Jahren das Verhältnis zwischen der Ukraine und Russland. Obgleich die Hungersnot auch in der Russischen Sowjetrepublik Hunderttausende Opfer forderte, ist sie im Geschichtsbewusstsein der heutigen Russen kaum präsent. In der Hierarchie der Opfer rangieren die Hungertoten weit hinter den Gefallenen des Zweiten Weltkrieges und den Verfolgten des Großen Terrors von 1937/38. In Russland werden die bäuerlichen Opfer von Zwangskollektivierung, Entkulakisierung und Hungersnot schulterzuckend als Kollateralschäden der sozialistischen Modernisierung abgetan. Anders ist es in der Ukraine: Dort wird die Hungersnot als eine Form von Völkermord verstanden, als bewusst herbeigeführter Aderlass, der den Widerstand der Ukrainer gegen Stalins diktatorische Herrschaft brechen sollte.
Auch Anne Applebaum betont die politischen Dimensionen der Hungerkatastrophe. Der große Vorzug des Buches besteht darin, dass die Hungersnot nicht als isoliertes Ereignis betrachtet, sondern umfassend in die Geschichte Russlands und der Sowjetunion eingebettet wird. Sowohl die Zaren als auch die Kommunisten sahen in der Ukraine nur eine Kornkammer, die das Imperium mit Nahrungsmitteln zu beliefern hatte. Die Ukrainer galten seit jeher nicht als eigenständiges Volk. Das Recht auf staatliche Unabhängigkeit wurde ihnen abgesprochen. Zu Beginn der 1920er Jahre machten Lenin und die Bolschewiki zwar einige Zugeständnisse an das Nationalgefühl der Ukrainer, besonders im Bildungswesen und in der Kultur. Doch in Moskau herrschte stets Misstrauen gegenüber den Ukrainern. Nach den Wirren der Revolutions- und Bürgerkriegszeit stand für die Bolschewiki fest, dass die ukrainischen Bauern aufsässig und politisch unzuverlässig seien, dass die Ukraine ausländischen Feinden als Einfallstor nach Russland diene. Wachsamkeit war daher angeraten und ein energisches Vorgehen gegen jegliche Versuche der Ukrainer, die straffe Kontrolle durch Moskau zu lockern oder gar abzuschütteln. Der Gedanke, die Ukraine könnte "verlorengehen", gehörte zu Stalins schlimmsten Albträumen. Der Verlust der Ukraine hätte die Sowjetunion zweifellos nachhaltig geschwächt. Als Stalin Ende der 1920er Jahre den Entschluss zur Zwangskollektivierung der Landwirtschaft fasste, begann eine verhängnisvolle Entwicklung, die schließlich in die Hungersnot von 1932/33 mündete. In der Ukraine war der Widerstand gegen die Zwangskollektivierung besonders heftig. Für Stalin war der bäuerliche Widerstand nichts anderes als "Terror" und "Konterrevolution". Die Gewaltmaßnahmen und die ausbeuterische Politik des Regimes stürzten die Landwirtschaft in eine schwere Krise. Hunderttausende Bauern wurden deportiert. Den neugegründeten Kolchosen wurden übertrieben hohe Abliefermengen für Getreide und andere Nahrungsmittel auferlegt.
Selbst nach der schlechten Ernte von 1931 wurden die Kolchosen weiter ausgepresst, um die Versorgung der Städte und Industriezentren und den Getreideexport sicherzustellen. "Beschaffungsbrigaden" fielen über die Dörfer her. Sie raubten den Bauern alles Essbare und sogar das Saatgetreide. Stalin kannte kein Erbarmen. Im Frühjahr 1933, als die Hungerkatastrophe ihren Höhepunkt erreichte, legte der Diktator in einem Brief an den Schriftsteller Michail Scholochow seine Sicht der Dinge mit brutaler Offenheit dar: Die Bauern der Ukraine hätten einen "Krieg gegen die Sowjetmacht" vom Zaun gebrochen; sie seien an ihrem Elend selbst schuld. Seit Anfang 1932 war abzusehen, dass in der Ukraine und anderen Regionen eine Hungersnot drohte. Die Moskauer Führung tat jedoch nichts, um das Unheil abzuwenden. Weder reduzierte sie die Ablieferquoten der Kolchosen, noch schickte sie Lebensmittel in die Hungergebiete. Über den Hunger wurde öffentlich nicht gesprochen. Das Ausland wurde nicht um Hilfe gebeten (anders als bei der Hungersnot von 1921/22). Schließlich wurde die Ukraine abgeriegelt, um die verzweifelten Bauern an der Abwanderung in andere Regionen zu hindern. Stalin war überzeugt davon, dass sich in der Ukraine Bauern und Intellektuelle gegen den Sowjetstaat verschworen hätten. Deshalb führte er in den Jahren des Hungers eine Kampagne gegen alle Kräfte, die als Wortführer des ukrainischen Nationalismus galten. Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen wurden ebenso gesäubert wie die Kommunistische Partei der Ukraine, an deren Gefolgschaft Moskau zunehmend zweifelte. Stalin erreichte sein Ziel: Mitte der 1930er Jahre ging von der Ukraine keine wie auch immer geartete Bedrohung für seine Herrschaft und "sein" System mehr aus. Applebaum schließt sich jenen westlichen und ukrainischen Historikern an, die die Hungersnot als menschengemachte Katastrophe betrachten. Stalin habe die aufsässigen Ukrainer bestrafen und disziplinieren wollen. Diese Argumentation ist überzeugend. Die Quellenlage lässt eine andere Interpretation kaum zu. Jene Kapitel des Buches, die das Hungern und Sterben in den Dörfern der Ukraine schildern, bieten eine erschütternde und beklemmende Lektüre. Applebaum schöpft aus dem umfangreichen Fundus von Erlebnisberichten, die die internationale Forschung in den letzten Jahrzehnten zusammengetragen hat. Abgesehen von Kriegen und Bürgerkriegen gibt es wohl nichts, was eine Gesellschaft so sehr zerrüttet und traumatisiert wie eine große Hungersnot.
Mit ihrem Buch rückt Anne Applebaum eine Katastrophe ins allgemeine Bewusstsein, die im Vergleich mit anderen Schrecken der Stalin-Zeit noch immer zu wenig Aufmerksamkeit erfährt. Applebaum gibt den Tätern einen Namen und den Opfern eine Stimme. Das Leid der ukrainischen Landbevölkerung wird auf bedrückende Weise erlebbar; es bleibt nicht abstrakt wie in rein wissenschaftlichen Darstellungen. Es lässt sich darüber streiten, ob die vom Sowjetregime verschuldete Hungersnot in der Ukraine als Völkermord einzustufen ist. Nicht bestreiten lässt sich hingegen, dass diese Hungersnot zu den großen Tragödien des 20. Jahrhunderts zählt.






