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Der Käse und die Würmer - Die Welt eines Müllers um 1600 (Wagenbachs andere Taschenbücher): Die Welt eines Müllers um 1600 Erweiterte Neuausgabe mit einem neuen Vorwort Paperback – 23 Mar. 2023
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- Print length240 pages
- LanguageGerman
- PublisherVerlag Klaus Wagenbach
- Publication date23 Mar. 2023
- Dimensions12.1 x 3.3 x 19 cm
- ISBN-103803128196
- ISBN-13978-3803128195
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Product details
- Publisher : Verlag Klaus Wagenbach; Extended reissue edition (23 Mar. 2023)
- Language : German
- Paperback : 240 pages
- ISBN-10 : 3803128196
- ISBN-13 : 978-3803128195
- Dimensions : 12.1 x 3.3 x 19 cm
- Best Sellers Rank: 71,481 in Books (See Top 100 in Books)
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Reviewed in Germany on 12 February 2014Ginzburg unternimmt hier den Versuch, mit einer sehr originellen und anspruchsvollen Methode das Denken und Weltbild der einfachen Leute um 1600 zu erschließen.
Die breite Mehrheit der Bevölkerung lebte damals auf dem Lande und war direkt oder indirekt mit Landwirtschaft befasst. Nur eine Minderheit konnte lesen und schreiben und praktisch niemand aus diesem riesigen Heer der namenlosen schrieb Bücher oder führte Tagebuch. Deshalb sehen wir diese Zeit praktisch nur mit den Augen der sehr kleinen privilegierten Minderheit, die im Dunstkreis der Herrscherhäuser oder der Kirche lebte.
Wie kann man - ohne Primärquellen - dennoch einen Einblick in diese vergessene Welt gewinnen?
Ginzburg hat einen Müller ausgewählt, der lesen konnte und der über viele Jahre von Inquisitionsgerichten - genau protokolliert - zu seinem Denken befragt wurde. Natürlich sind die Gerichtsprotokolle und die Fragestellung der Inquisition alles andere als objektiv, und unreflektiert daraus entnommene Aussagen wären mehr Spekulationen als Erkenntnisse. Hier kommt Ginzburgs - fast schon geniale - Methode ins Spiel: Menocchio, der Müller zitiert explizit oder unbewusst aus zahlreichen Büchern, die er gelesen hat. Ginzburg identifiziert in bewunderungswürdiger Akribie diese Bücher, studiert sie und vergleicht das Original mit Menocchios Zitat. Die Irrtümer, Fehl- und Überinterpretationen sowie Ergänzungen die der Müller beim Zitieren macht, geben Ginzburg nun Hinweise auf das Weltbild und Denken Menocchios, das sich die Literatur auf diese spezielle Weise assimiliert hat.
Vor dem Hintergrund seiner profunden Kenntnisse der Zeit, analysiert und diskutiert er dann diese Hinweise und entwickelt einen detaillierten - und häufig überraschenden - Einblick in die Innenwelt dieses 'Mannes aus dem Volke'. Menocchio war zwar sicher nicht prototypisch für einen einfachen Menschen (er war relativ wohlhabend, zeitweise Bürgermeister und wurde von seiner Umgebung wohl häufig als Querkopf wahrgenommen) aber er und sein Denken steht dieser Schicht sehr viel näher als die dünne Elite, die sonst das Überlieferungsmonopol für diese Zeit hat.
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Reviewed in Germany on 1 June 2021Na man staune und lese ein Müller liest literarische Werke. Er ist gebildet und nimmt es mit den gelehrten Priestern seiner Zeit auf. Das Buch erklärt die einzelnen Bücher und woher sie stammen können, von wem er sie bekommen hat. Der Autor widerlegt mit diesem Werk, dass die Landbevölkerung gänzlich ungebildet war. Es gibt eben immer Ausnahmen. Man könnte schlussfolgern, dass der Müller wegen seiner sich selbst angelesenen Bildung am Scheiterhaufen brennen musste. Also zuviel Bildung ist gefährlich, zumindest im 16. Jahrhundert.
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Reviewed in Germany on 12 June 2017Ja, die ersten Seiten des Buches zeigen deutlich die Profession des Autors und setzen neben einiger Konzentration auch einen geschichtswissenschaftlichen Hintergrund voraus. Mit etwas Ausdauer und "Spucke" schafft es aber auch der engagierte Laie, die Grundaussagen der Einführung zu verstehen und das ist m. E. notwendig, um dann - mit dem eingestellten, justierten Fokus - den Rest zu lesen.
Es ist halt kein Historienroman, sondern ein sehr interessantes Lesebuch, gleichermaßen für den Geschichtswissenschaftler wie für den interessierten "Privatforscher" geschrieben.
Aus der Metaebene wird das Geschehen um den Müller Menocchio erzählt und auch erklärt. Nach jahrelanger offener Rede über seine Sicht auf Gott, die Religion und die Kirche wird er bei der Inquisition angezeigt und sein Schicksal nimmt seinen Lauf. Sein Wesen, seine Art des Denkens (im Kontext des 16. Jahrhunderts) kommt dem Leser näher, was m. E. eine gekonnte Leistung Carlo Ginzburgs darstellt.
Die Lektüre des Buchs strengt durchaus etwas an, man sollte konzentriert lesen. Es ist kein kurzweiliger Zeitvertreib im Sinne eines Urlaubsschmökers.
Wer Interesse an der Zeit und dem Leben in dieser Zeit hat und darüber hinaus die mit dieser Veröffentlichung begonnene Geschichtsdarstellung im Wahrnehmungsraum des "einfachen, gemeinen Menschen" als eine Bereicherung seiner Wahrnehmung unserer europäischen Geschichte erkennt, wird Freude an diesem Buch haben.
Wenn das Intro ein weniger allgemeinverdaulich geschrieben worden wäre, hätte dieses hoch interessante Sachgeschichtsbuch auch fünf Sterne von mir bekommen.
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Reviewed in Germany on 18 April 2023Hier wird vom Historiker Carlo Ginzburg die Welt eines Müllers um 1600 in
Norditalien beschrieben, nachgezeichnet anhand der Prozessakten.
Ein Klassiker der Geschichtsschreibung, jetzt in einer Neuausgabe mit neuem Vorwort.
Die Erstausgabe erschien schon 1976.
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Reviewed in Germany on 4 June 2023Aufwendige spannende Recherche des mittelalterlichen Lebens eines einfachen Menschen. Ein völlig neuer Blickwinkel.
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Reviewed in Germany on 25 January 2017Es ist schade....., der Text des Buches ist platzsparend gedrängt, ganz unübersichtlich beim Erfassen und kein Lesevergnügen wegen kleiner Buchstaben. Für mich unleserlich!
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Reviewed in Germany on 30 September 2015Spannend und aufschlussreich für jeden, der an der Materie Interesse hat. Wenige Wiederholungen und eingängig zu lesen, ohne zur Kolportage zu werden. Das Richtige für zwei Wochen Strand in Italien.
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Reviewed in Germany on 21 September 2010Dieses Buch war mein zweiter Kauf von Carlo Ginzburg. Dieses Buch ist gut recherchiert, die Quellen sauber zitiert und seine Argumentationskette gut nachvollziehbar (im Gegensatz zu "Hexensabbat", meinem ersten Kauf). Gleichzeitig ergeben sich viele neue Gedankengänge und Überlegungen für den Leser, da er auch Schwierigkeiten in der Quellenbearbeitung darstellt.
Es erschließt sich eine ganze Welt um 1600, da er die von ihm genutzten Quellen auch mit allgemeinen Informationen zu diesem Zeitalter verbindet. Die Konzentration auf eine einzelne Person, den Müller, macht das Ganze trotzdem sehr persönlich und anschaulich.
Ich fand es ein Buch, das nicht nur beschreibend ist, sondern auch das eigene Denken befeuert. Sehr gut!