Neu:
11,31€11,31€
GRATIS Lieferung Samstag, 8. Juni
Oder schnellste Lieferung Morgen, 6. Juni. Bestellung innerhalb 9 Stdn. 37 Min.
Auf Lager
Versand
Amazon
Verkäufer
Amazon
Rückgaben
Retournierbar innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt
Zahlung
Sichere Transaktion
Mit „Gebraucht – Gut“ sparen
2,98€2,98€
Lieferung für 4,40 € 11. - 13. Juni
Versand durch: MEDIMOPS Verkauft von: MEDIMOPS
521 m | WIEN 1060
Lade die kostenlose Kindle-App herunter und lese deine Kindle-Bücher sofort auf deinem Smartphone, Tablet oder Computer – kein Kindle-Gerät erforderlich.
Mit Kindle für Web kannst du sofort in deinem Browser lesen.
Scanne den folgenden Code mit deiner Mobiltelefonkamera und lade die Kindle-App herunter.
Bild nicht verfügbar
Farbe:
-
-
-
- Herunterladen, um dieses Videos wiederzugeben Flash Player
Dem Autor folgen
OK
Was wir sind und was wir sein könnten: Ein neurobiologischer Mutmacher Taschenbuch – 21. Februar 2013
Kaufoptionen und Plus-Produkte
Die Bibel für alle, die heute radikal umdenken wollen!
Ob im Umgang mit Kindern, mit Kollegen und Mitarbeitern, mit alten Menschen und mit uns selbst: Wir sind es gewohnt, alles als Ressource anzusehen. Kein Wunder, dass 'Burn-Out' die Krankheit unserer Zeit ist, dass wir uns vor Krisen nicht retten können. Denn auch eine Gesellschaft kann kollektiv ihre Begeisterungsfähigkeit verlieren, dann dümpelt man in Routinen dahin, man funktioniert, aber man lebt nicht mehr.
Der bekannte Gehirnforscher, Pädagoge und Autor Gerald Hüther plädiert für ein radikales Umdenken: Er fordert den Wechsel von einer Gesellschaft der Ressourcennutzung zu einer Gesellschaft der Potentialentfaltung, mit mehr Raum und Zeit für das Wesentliche. In seiner großartigen, ganz konkreten Darstellung zeigt er aus neurobiologischer Sicht, wie es uns gelingen kann, zu dem zu werden, was wir sein können.
»Das Buch ist wirklich ein Mutmacher, denn Hüther zeigt, dass es jedenfalls nicht an unserem Gehirn liegt, wenn wir auch in Zukunft glauben, so weitermachen zu müssen wie bisher.«
Michael Seyfert, RBB Kulturradio, 31.8.2011
- Seitenzahl der Print-Ausgabe192 Seiten
- SpracheDeutsch
- HerausgeberFISCHER Taschenbuch
- Erscheinungstermin21. Februar 2013
- Abmessungen12.4 x 1.27 x 18.8 cm
- ISBN-103596188504
- ISBN-13978-3596188505
Wird oft zusammen gekauft

Weitere Artikel entdecken
Jedes Kind ist hoch begabt: Die angeborenen Talente unserer Kinder und was wir aus ihnen machenTaschenbuchKOSTENFREIER Versand durch AmazonErhalte es bis Samstag, 8. Juni
Wir informieren uns zu Tode: Ein Befreiungsversuch für verwickelte GehirneGebundene AusgabeKOSTENFREIER Versand durch AmazonErhalte es bis Montag, 10. Juni
Wie kommt das Glück in den Kopf?: Gehirnforschung für KinderGerald HütherGebundene AusgabeKOSTENFREIER Versand durch AmazonErhalte es bis Samstag, 8. Juni
Raus aus der Demenz-Falle!: Wie es gelingen kann, die Selbstheilungskräfte des Gehirns rechtzeitig zu aktivierenTaschenbuchKOSTENFREIER Versand durch AmazonErhalte es bis Samstag, 8. Juni
Würde: Was uns stark macht - als Einzelne und als GesellschaftBroschiertKOSTENFREIER Versand durch AmazonErhalte es bis Samstag, 8. Juni
Rettet das Spiel!: Weil Leben mehr als Funktionieren istTaschenbuchKOSTENFREIER Versand durch AmazonErhalte es bis Samstag, 8. Juni
Produktbeschreibungen
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Produktinformation
- Herausgeber : FISCHER Taschenbuch; 10. Edition (21. Februar 2013)
- Sprache : Deutsch
- Taschenbuch : 192 Seiten
- ISBN-10 : 3596188504
- ISBN-13 : 978-3596188505
- Abmessungen : 12.4 x 1.27 x 18.8 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 14.363 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 55 in Essays (Bücher)
- Nr. 58 in Kreativität (Bücher)
- Nr. 232 in Biowissenschaften
- Kundenrezensionen:
Informationen zum Autor

Prof. Dr. Gerald Hüther zählt zu den renommiertesten Hirnforschern Deutschlands. Er wurde 1951 in Gotha geboren, hat in Leipzig studiert und in Jena promoviert, bevor er zum Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin in Göttingen wechselte. Gerald Hüther interessiert sich vorwiegend für die frühen Erfahrungen im menschlichen Leben und deren Einfluss auf die Hirnentwicklung, wozu vor allem emotionale Reaktionen wie Angst und Stress gehören. Seine Erkenntnisse veröffentlicht Hüther nicht nur für die Fachwelt, sondern auch in - auch für Laien - gut zugänglichen Sachbüchern.
Mehr über Gerald Hüther erfahren Sie unter www.gerald-huether.de
Kundenrezensionen
Kundenbewertungen, einschließlich Produkt-Sternebewertungen, helfen Kunden, mehr über das Produkt zu erfahren und zu entscheiden, ob es das richtige Produkt für sie ist.
Um die Gesamtbewertung der Sterne und die prozentuale Aufschlüsselung nach Sternen zu berechnen, verwenden wir keinen einfachen Durchschnitt. Stattdessen berücksichtigt unser System beispielsweise, wie aktuell eine Bewertung ist und ob der Prüfer den Artikel bei Amazon gekauft hat. Es wurden auch Bewertungen analysiert, um die Vertrauenswürdigkeit zu überprüfen.
Erfahren Sie mehr darüber, wie Kundenbewertungen bei Amazon funktionieren.-
Spitzenrezensionen
Spitzenbewertungen aus Deutschland
Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuche es später erneut.
Wesentliche Feststellungen:
Nicht die Gene machen aus uns, was wir sind, sondern die Umgebung. Der genetische Einfluss auf unser Verhalten ist unwesentlich, Herrschaftsdenken und Rassismus ist Unfug.
Quantität und Qualität der Inputs vernetzen unser Hirn und bestimmen unser Denken und unsere Entscheidungen: „Brauchbares“ (auch im negativen Sinn) bewirkt Datenautobahnen im Gehirn, Nicht-mit-der-Umgebung-Kompatibles wird reduziert.
Jeder Mensch wird mit einem Gehirnressourcen-Überschuss geboren und kann diese Vernetzung lebenslang steuern.
Gegenwärtige Ideologien gehen von der grundlegend falschen Annahme aus, dass der Mensch wie eine Maschine funktioniert und im Wettbewerb über sich hinauswächst. Wettbewerb erzeugt lediglich ein hohes Maß an spezialisierter Konformität, Maschinendenken reduziert den Menschen auf ein funktionsorientiertes Objekt.
Besonders aufschlussreich dazu wirkt die Darstellung des globalen Ist-Zustands im Kapitel „Clevere Rattenfänger“ (Leseprobe wird empfohlen, Anm. d. Rez.).
Begeisterung stärkt und verdickt die Vernetzung. Aus diesem Grund besitzen Kleinkinder ein diffizileres Netzwerk als Erwachsene.
Es-anderen-Recht-zu-Machen ersetzt die Begeisterung, wird zur Routine, zum Hamsterrad. Stereotype Alltagsroutinen verhindern Begeisterung.
Autopoiesis: Menschliche Gehirne funktionieren selbstgestaltend, sind für Fremdgestaltung (Kontrolle, Beschränkung…) nicht geeignet und daher auch nicht für auferlegte Alltagsroutinen. Motivation ist hirntechnischer Unsinn.
Änderungen: Verhaltensweisen, die irgendwann der konstruktiven Entwicklung gedient haben, sind, wenn sie nicht mehr ins Umfeld passen, der Entwicklung hinderlich, verstärken falsche Sicherheitsvorstellungen und müssen geändert werden.
Austauschen: Kreativ und gestaltend wird der Mensch nur beim Austauschen seiner Ideen mit anderen. Im eigenen Saft verschmort viel.
Konfliktlösungs- Planungs- und Handlungskompetenz, Beziehungsgestaltung wird in den industrialisierten Ländern vernachlässigt, nicht in Bildung integriert.
Erfahrungen sind immer auf kognitiver, emotionaler und körperlicher Ebene vernetzt. Rein kognitive Fortbildungsprogramme verändern nichts, wenn sie die emotionale und körperliche Ebene nicht erreichen.
Wer es schafft, diese Strukturebenen zu berühren, verändert eine Denkrichtung über die gesamte Vernetzung, was im positiven Sinn bedeutet, dass jemand, der diese Konstellation zu etwas Vernünftigem nutzt, damit auch Erfolg hat. (Politische Int. d. Rez.: Rassenhass, Kastenwesen und Ausbeutung haben vorgezeigt, wohin das negative Resultat dieser Denkweise führt, aber sie beherrscht noch immer gesellschaftliche Gruppierungen aller Völker. Möchte aber nicht behaupten, dass der Autor das tatsächlich auch so gemeint hat.)
Freier Wille: Die Erregungsmuster, die im Gehirn vor einer Entscheidung ablaufen und missverständlich in der wissenschaftlich orientierten Literatur als Fehlen des freien Willens interpretiert wurden, sind Aktivierungssignale der 3 Strukturebenen.
Freier Wille ist nur möglich ohne Existenzsorgen, ohne Abhängigkeit, ohne Manipulation, in verantwortlicher Verbundenheit mit der Umgebung, in individueller Souveränität.
Metarepräsentanzen: „Autopoietisch“ entwickelte Strukturen, durch die das Gehirn seinen aktuellen Zustand repräsentiert und bewusst macht. MR werden von der sozialen Umgebung nicht nur beeinflusst, sondern gebildet. Sozialisation bestimmt also den Horizont dieses Bewusstseins.
Treffendes Lorenz-Zitat: „Der Übergang vom Affen zum Menschen, das sind wir.“
Potentialentfalter: Wir sind Ressourcenausnutzer, das Ziel sind Potentialentfalter.
Ressourcen sind messbar endlich, Potentiale nicht.
Potentiale sind überreichlich vorhanden: Gehirn verfügt über riesiges Vernetzungspotential, DNA stellt Unmengen Junk-DNA als ungenutzte Reserven zur Verfügung.
Begeisterung wirkt als Potentialentfalter schlechthin, kann aber auch zu Vernebelung, rauschähnlichem, destruktivem Verhalten führen, das großen Schaden anrichtet.
Genetische Anlagen: Darwins Erkenntnisse wurden benutzt, um Rassismus und Herrschaftsprinzipien zu rechtfertigen. Wissenschaftliche Resultate seit“ Human Genome Projekt“ beweisen, dass sich der Mensch von seinem nächsten tierischen Verwandten (Affe) genetisch um genau 0,5% unterscheidet (sogar der Unterschied Mensch – Wurm ist genetisch unwesentlich).
Was der Mensch heute ist, ist er nicht aufgrund seiner Gene, sondern seiner Potentialentfaltung (Kulturtechniken…).
Arbeit ist nicht Lohnarbeit (F. Engels): A. ist psychoemotionale Entwicklung.
Lieferung von Leistung gegen Geld (gegenwärtige Definition von Arbeit) entspricht nicht der Ausrichtung des menschlichen Gehirns. Gehirn ist optimiert für Problemlösung, nicht zur Durchführung bezahlter Dienstleistungen.
Das Ergebnis von „Arbeit“ sollte persönliche Weiterentwicklung, Vervollkommnung, Potentialentfaltung sein (vgl. Humboldt).
Spiel: Zur intensivsten Form der Potentialentfaltung kommt es im Spiel. Lernen durch Spielen ist daher die optimale Konstellation.
Kritikpunkt „Märchen“: Zit.: „Märchenstunden sind die höchste Form des Unterrichtens.“
Das einfühlsame Erzählen von Geschichten unterstreicht diese Aussage, aber beim Erzählen von Märchen sollten Handlung und Kontext auf falsche und verlogene Inhalte überprüft und diese geändert werden. (Anm. d. Rez.)
Shared attention: Eine wichtige Beziehungsform, die sowohl Verbundenheit als auch Autonomie vermittelt – und daher gut als Potentialentfaltungsebene geeignet ist - ist die „geteilte Aufmerksamkeit“: das gemeinsame Erleben, Betrachten, Herstellen, Spielen…
Mangelhafte Potentialentfaltung wird im Alter zum Problem. Wenn eingefahrene Verschaltungsmuster nicht mehr gebraucht werden, das gesamte Gehirn-Netzwerk jedoch auf diese ausgerichtet ist, kann ein „schwarzes Loch“ entstehen. Es ist sinnvoll, bereits vor dem Ruhestand im Hirn für Diversität zu sorgen.
Kreativität: K. ist nicht die Erfindung von etwas Neuem, sondern eine Vernetzung von weit auseinander liegenden Gedächtnisinhalten.
Gehirne sind ähnlich aufgebaut wie menschliche Gemeinschaften: Wird Potentialentfaltung genutzt, entsteht enorme Entwicklungs-Prosperität, wird sie verhindert, entsteht Angst, Verunsicherung, Reduktion auf archaische, undifferenzierte Verhaltensmuster.
So wie ein dicht und weitläufig vernetztes Gehirn seinen Besitzer positive und konstruktive Entscheidungen treffen lässt und ihn bei der Selbstverwirklichung unterstützt, so fruchtbringend findet in einer ebensolchen Gemeinschaft Entwicklung und individuelle Entfaltung statt. Verschwindet dieser „gute Geist“ (gemeinsamer Zusammenhalt, ursprünglicher Zweck) einer Gemeinschaft, funktioniert sie nur mehr durch Druck und Kontrolle und verliert ihren Sinn und ihre Antriebskraft.
(Dazu der Schluss des Buchs im Original.)
Wenn es eine Gemeinschaft so weit gebracht hat, mag sie vielleicht noch eine Zeitlang überleben. Sie funktioniert dann aber nur noch diesem fremden Geist gemäß und entwickelt sich nicht weiter. Sie kocht im eigenen Saft und ist weit davon entfernt, die in ihr angelegten und in ihren Mitgliedern vorhan¬denen Potentiale entfalten zu können. Sie wird zu einer Küm¬merversion dessen, was sie ursprünglich einmal war und was aus ihr in Zukunft noch hätte werden können.
Unseren Kirchen ist das so gegangen, vielen Krankenhäu¬sern und Schulen auch, sogar den Universitäten und der Ar¬mee. Auch Gewerkschaften und Parteien ist ihr jeweiliger guter Geist weitgehend abhanden gekommen.
Dafür entstehen an anderen Stellen in unserer Gesellschaft andere Gemeinschaften. Und die machen sich mit einem er¬staunlich starken gemeinsamen Geist und mit sehr viel Dyna¬mik auf den Weg. Die einen wie immer rückwärtsgewandt. Die brauchen uns im Zusammenhang mit Potentialentfaltung nicht weiter zu interessieren. Regressive Entwicklungen haben nichts mit Potentialentfaltung zu tun. Und Potentialentfaltung findet auch niemals dort statt, wo sich die einen auf Kosten anderer Macht und Einfluss verschaffen wollen.
Die anderen sind wesentlich interessanter. Zu ihnen gehören all die vielen jungen Menschen, die ganz selbstverständlich »wir« zu allen anderen Menschen sagen, mit denen sie sich verbunden fühlen, die sich gegenseitig unterstützen und keine Lust mehr darauf haben, irgendwelche Besitztümer zu verteidi¬gen. Sie finden sich in den Foren des »World Wide Web« und in den Kneipen und Cafes um die Ecke. Sie engagieren sich für den Erhalt der Vielfalt kultureller Lebensformen, für den Arten¬schutz und gegen die Absurditäten unserer gegenwärtigen Ver¬schwendungsgesellschaft.
Sie sind auf vielfache Weise miteinander vernetzt und kön¬nen, wenn sie wollen, in kürzester Zeit jede neue Information über den ganzen Erdball verbreiten. Sie lassen sich nicht ver¬einnahmen und sie lassen sich auch nicht kaufen. Manchmal bezeichnet man diese Gemeinschaften als die Bewegung der Kulturell-Kreativen. Der gemeinsame Geist, der sie zusammen¬hält, ist nicht besonders stark, aber dafür schließt er auch niemanden aus, jeder kann sich mit ihnen verbinden, überall auf unserem Planeten. Sie sind unsere gegenwärtigen Potential¬entfalter. Ihnen gehört die Zukunft.
Lese-Empfehlung ab einem Lebensalter von 20 Jahren.
... nimmt allen manchmal doch spekulativ und psychologisch unterlegten (Pseudo)Konzepten die "Argumente" - denn es soll ja auch schlecht qualifizierte Psychologen und Berater geben sowie Autor:innen
Um dieses Gerüst kann sich jeder dann seine eigenen Gedanken spinnen
Zu aller erst will ich sagen, dass das Buch einfach Klasse ist!
Nach dem Lesen der einzelnen Kapitel ergreift einem Mut und Hoffnung. Er erinnert den Leser daran, dass JEDER Mensch unheimlich viel Potential und ein ganz normales Gehirn hat. Was eben bei vielen während des Lebens dazwischen kommt, sind eben fehlende Unterstützer oder eben leider auch schlechte Unterstützer. Aber auch diese Tatsachen sind kein Grund, das Handtuch zu werfen, da man auch noch im Erwachsenenalter sein Potential freilegen kann. Ich formuliere es mal so: Man ist kein Gefangener seiner Vergangenheit. Und diese Botschaft (es ist ja eigentlich keine Botschaft, sondern ein Fakt) wird von so vielen Leuten vergessen oder verleugnet. Und das nicht nur von "Laien", sondern auch von sogenannten "Wissenschaftlern" die sich Psychologen (insbes. die Psychoanalytiker) oder sonst wie nennen. Wenn man Depressiv, Aggressiv oder sonstwas ist, sind entweder die Gene schuld oder wenn die Gene nicht schuld sind ist die so traumatische und schwierige Kindheit schuld (Gruß an viele Psychoanalytiker) - egal, in beiden Fällen ist man ja dazu bestimmt sich mit den Umständen abzufinden und die Plastizität des Gehirns zu leugnen.
Und mit diesem Murks räumt Hr. Hüther auf.
Ein kleiner Wehmutstropfen ist allerdings, dass Hr. Hüther an einigen Stellen die falschen Prioritäten setzt bzw. unzulässige Schlüsse zieht. So prangert er (zu Recht) z.B. das unzulängliche Verständnis der Mediziner vom Menschen an. Begründet wird das "meschanische" Weltbild der Mediziner mit dem großen industriellen Erfolg der Maschinen aus vergangenen Jahrhunderten. Dies kann, muss aber nicht richtig sein. Auf jeden Fall liegt hier eine narrative Verzerrung vor (wer den Begriff der narrativen Verzerrung nicht kennt, kann dies in einem Buch vom Philosophen Nassim Taleb nachlesen (z.B. im schwarzen Schwan)).
Und allgemein ist Hr. Hüther etwas zu eingeschränkt, wenn es um das Lösen von großen Problemen geht. Er bezieht sich teilweise zu sehr auf das Gehirn, nach dem Motto: "Wenn wir alle unser Gehirn nur richtig benutzen würden, dann würden wir dieses und jenes Problem gelöst haben und diese und jene tolle Sache haben".
Aber insgesamt, ist das Buch sehr gut!

