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Wir lassen sie verhungern -: Die Massenvernichtung in der Dritten Welt Gebundene Ausgabe – 10. September 2012
Der jährliche Hungertod von mehreren zehn Millionen Menschen ist der Skandal unseres Jahrhunderts. Alle fünf Sekunden verhungert ein Kind unter zehn Jahren. Und das auf einem Planeten, der grenzenlosen Überfluss produziert. Dieser Massenvernichtung von menschlichem Leben begegnet die öffentliche Meinung mit eisiger Gleichgültigkeit – solange die alltäglichen Katastrophen nicht allzu aufdringlich »sichtbar« werden, wie etwa die Hungersnot, die seit Sommer 2011 in fünf Ländern am Horn von Afrika eine tödliche Bedrohung darstellt.
Jean Ziegler verbindet seine Erfahrungen aus acht Jahren als UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung mit seinem unermüdlichen Kampf für eine friedliche, gerechte Welt. Er erinnert an die dramatische ungleiche Verteilung von Reichtum, an die strukturelle Gewalt unserer Weltordnung, an Milliardenzocker, die Nahrungsmittel monströs verteuern, und er zeichnet das brutale Bild des Hungers.
- Seitenzahl der Print-Ausgabe320 Seiten
- SpracheDeutsch
- HerausgeberC. Bertelsmann Verlag
- Erscheinungstermin10. September 2012
- Abmessungen14.5 x 3.4 x 22.2 cm
- ISBN-103570101266
- ISBN-13978-3570101261
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Produktbeschreibungen
Pressestimmen
"Starke Worte! Das Buch ist allen zu empfehlen, die wissen wollen, warum trotz Milleniumszielen und Entwicklungshilfe immer noch Millionen Menschen an Hunger sterben." (rbb radioeins, "Die Weltverbesserungsidee der Woche")
"Ziegler ist ungemütlich, Ziegler ist laut, manchmal schrill. Aber manchmal braucht es eben Schreie, um die Ohren der Gleichgültigen zu erreichen. Provokant, wichtig, gut." (NRZ)
"So umstritten Jean Zieglers Argumente bisweilen sein mögen, seine Empörung über die Hungersnot in der Welt hinterlässt einen glaubwürdigen Eindruck." (Neue Zürcher Zeitung)
"Ziegler ist ein weiser Stratege im Kampf gegen den Hunger." (Frankfurter Rundschau)
"Jean Ziegler beklagt die Opfer und prangert die Täter an." (Bilanz)
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Jean Ziegler wurde in jungen Jahren geprägt von seiner Freundschaft zu Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir sowie durch einen zweijährigen Afrika-Aufenthalt als UN-Experte nach der Ermordung Patrice Lumumbas („Ich habe mir geschworen, nie wieder, auch nicht zufällig, auf der Seite der Henker zu stehen.“). Bis 1999 war Jean Ziegler Nationalrat im Parlament der Schweizer Eidgenossenschaft. Seine Publikationen wie »Die Schweiz wäscht weißer« und »Die Schweiz, das Gold und die Toten« haben erbitterte Kontroversen ausgelöst und ihm internationales Ansehen. Zuletzt erschien der Weltbesteller »Das Imperium der Schande«“ im C. Bertelsmann Verlag. Ziegler gehört zu den international profiliertesten und charismatischsten Kritikern weltweiter Profitgier und ist derzeit Mitglied des UN-Menschenrechtsrates.
Produktinformation
- Herausgeber : C. Bertelsmann Verlag; 1. Auflage (10. September 2012)
- Sprache : Deutsch
- Gebundene Ausgabe : 320 Seiten
- ISBN-10 : 3570101266
- ISBN-13 : 978-3570101261
- Originaltitel : Destruction Massive
- Abmessungen : 14.5 x 3.4 x 22.2 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 172,005 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 18,977 in Politik & Geschichte (Bücher)
- Kundenrezensionen:
Informationen zum Autor

Jean Ziegler, geboren 1934 im schweizerischen Thun, lehrte bis zu seiner 2002 erfolgten Emeritierung Soziologie an der Universität Genf und als ständiger Gastprofessor an der Sorbonne/Paris, er war von 2000 bis 2008 UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, Mitglied im Beratenden Ausschuss des Menschenrechtsrats und im Beirat von "Business Crime Control". Jean Ziegler wurde in jungen Jahren geprägt von seiner Freundschaft zu Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir sowie durch einen zweijährigen Afrika-Aufenthalt als UN-Experte nach der Ermordung Patrice Lumumbas („Ich habe mir geschworen, nie wieder, auch nicht zufällig, auf der Seite der Henker zu stehen.“). Bis 1999 war Jean Ziegler Nationalrat im Parlament der Schweizer Eidgenossenschaft. Seine Publikationen wie »Die Schweiz wäscht weißer« und »Die Schweiz, das Gold und die Toten« haben erbitterte Kontroversen ausgelöst und ihm internationales Ansehen. Zuletzt erschien der Weltbesteller »Das Imperium der Schande«“ im C. Bertelsmann Verlag. Ziegler gehört zu den international profiliertesten und charismatischsten Kritikern weltweiter Profitgier und ist derzeit Mitglied des UN-Menschenrechtsrates.
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Jean Ziegler beschreibt am Ende des Buches in wenigen Worten, dass sich dass Erreichen der im Jahre 2000 definierten Millenniumsziele alleine mit einer Vermögenssteuer in Höhe von zwei Prozent auf das Vermögen der derzeit etwa 1.200 Dollar-Milliardäre finanzieren liesse. Die Zahl der Milliardäre hat sich in den letzten zehn Jahren weltweit mehr als verdoppelt und ihr Reichtum verdreifacht. Wenn man einen Hektar Ackerland (10.000 m2) für nur drei Euro Cent pro Monat pachten kann, braucht man sich nicht zu wundern, warum die einen schnell reich werden und die anderen schnell verhungern.
Das World Food Programm (WFP) früher mit sechs Milliarden Dollar pro Jahr alimentiert, muss heute mit gut der Hälfte auskommen. Nur mit dem Geld der deutschen Steuerzahler, das in der Münchner Hypo-Real Estate Bank bislang versenkt worden ist, liessen sich die Hungrigen dieser Welt jahrelang speisen.
Jean Ziegler räumt schnell mit dem Irrglauben auf, eine grössere Kinderzahl sei die Ursache für den Hunger. Die Welt könnte sogar zwölf Milliarden Menschen ernähren. Die Ursachen für den Hunger sind nicht schicksalhaft, sondern von Menschenhand begründet. Selbst wetter- oder klimabedingte Engpässe lassen sich mit geeigneten Rahmenbedingungen überbrücken.
Die Ideen des Thomas Malthus (1766 - 1836) scheinen jedoch bei denen immer noch am Leben zu sein, die dem Menschen ein Grundrecht auf Nahrung verwehren.
So schreibt Malthus in seinem Werk " Principle of Population", erschienen 1789:
"Ein Mensch, sagte er, der in einer schon okkupierten Welt geboren wird, wenn seine Familie nicht die Mittel hat, ihn zu ernähren oder wenn die Gesellschaft seine Arbeit nicht nötig hat, dieser Mensch hat nicht das mindeste Recht, irgend einen Teil von Nahrung zu verlangen, und er ist wirklich zu viel auf der Erde. Bei dem grossen Gastmahle der Natur ist durchaus kein Gedecke für ihn gelegt. Die Natur gebietet ihm abzutreten, und sie säumt nicht, selbst diesen Befehl zur Ausführung zu bringen."
Einer Bestandaufnahme gemischt mit Rückblicken in die Geschichte folgt eine Darstellung der Mechanismen, die zum Hunger auf der einen Seite und zu unerhörtem Reichtum auf der anderen Seite führen und des Einsatzes von Hunger als Waffe zur Unterdrückung und Vernichtung, der während und nach dem zweiten Weltkrieg zu einem Erwachen des Bewusstseins und zur Gründung transnationaler Vereinigungen, wie der UNO, geführt hat.
Hierbei werden die Konzentrationslager der Nazi-Diktatur, der Lebensmittelraub für das Deutsche Reich von Norwegen im Westen bis zum Kaukasus im Osten angesprochen. Der systematische Hungertod "Holodomor", der in den Jahren 1933/34 in der Ukraine und auch Teilen Russlands durch politische Massnahmen und Ermordung insgesamt etwa 14 Millionen Opfer gefordert hat, bleibt bei Ziegler unerwähnt,
Neben der Ukraine haben Argentinien, Australien, Aserbaidschan, Belgien, Brasilien, Ecuador, Estland, Georgien, Italien, Kanada, Kolumbien, Lettland, Litauen, Moldawien, Paraguay, Peru, Polen, Spanien, Tschechien, Ungarn, die USA und der Vatikan den "Holodomor" offiziell als Völkermord anerkannt.
Am 23. Oktober 2008 erkannte das Europäische Parlament in einer Resolution den "Holodomor" als Verbrechen gegen die Menschlichkeit an.
Schwerpunkte bei den Ursachen für den Hunger in der Welt sieht Ziegler in der Kooperation korrupter Staatslenker mit Grossgrundbesitzern, deren Investoren und Banken, neoliberaler Politik der Weltbank und des IWF, Spekulation auf Grundnahrungsmittel, sowie in der Konkurrenz von BIO-Treibstoffen und dem Abschaffen von Schutzzöllen für das Einführen von Lebensmitteln in Länder der Dritten Welt. Insbesondere durch die Vorgaben der Weltbank und des IWF können konjunkturelle Engpässe bei der Lebensmittelversorgung nicht mehr durch Subventionen und Vorratshaltung überbrückt werden. Weltbank und IWF führen ihre Kreditnehmer oftmals in eine Schuldenfalle, aus welcher sich diese aus eigener Kraft nicht mehr befreien können und auf diese Weise als demütig gehaltener Schuldner ihrer Rohstoffe und Arbeitskraft beraubt werden. Griechenland lässt grüssen.
Hinzufügen möchte ich, dass es auch ein wenig daran liegt, dass viele Rohstoffe der Dritten Welt einschliesslich der fossilen Brennstoffe in US$ gehandelt werden. Liessen sich diese Länder ihre Rohstoffe in Gold oder eigener Währung bezahlen, wären sie wesentlich unabhängiger. Solche Ideen erzürnen jedoch die Betroffenen dermassen, dass, wie im Fall Libyen, auch mit Invasion gerechnet werden muss, will man nicht nach internationaler Pfeife tanzen.
Die Hoffnung behält sich Ziegler für den Schluss auf. Der Zustand des Hungers ist reversibel. Quo bono? Wem nützt es, wenn keiner mehr hungert und wer profitiert vom Hunger? Der geneigte Leser wird Antworten hierzu in ZieglerŽs Buch finden.
Theoretisch können alle satt werden - aber nicht gleich satt. Ziegler spricht nicht an, dass derzeit 20% der Weltbevölkerung 80% der Ressourcen nutzen. Wollte noch eine Milliarde Menschen so in Saus und Braus leben, wie die meisten hier im Westen, würde das nicht funktionieren. Wir in Europa, in den USA aber auch die Inder und Chinesen haben schon lange verstanden, dass sich diese Frage demokratisch für uns schlecht lösen lässt. Die Abstimmung gegenüber zwei Milliarden Indern und Chinesen verlieren wir.
Mit anderen Worten - ohne grundlegende und vernünftige Rahmenbedingungen wird es keine Freiheit geben, sondern eine derartige ungleiche Verteilung, die nur durch das Verletzen der grundlegenden Menschenrechte möglich wird. Die zügellose, freie Marktwirtschaft, der grenzenlose Markt, der sich selbst regelt und so zu gerechter Verteilung führen soll, ist eine Illusion, die von den Kreisen verbreitet wird, die schon fast alles haben und den Rest auch noch wollen.
Schlaue Mathematiker haben berechnet, dass sich sozialer Frieden optimal und stabil einstellt, wenn 20% der Menschen etwa 50% des Vermögens kontrollieren.
Aber Jean Ziegler hat Recht. Egal, wie wir es anstellen. Wir dürfen niemand hungern oder gar verhungern lassen. Zuerst kommen die grundlegenden Menschenrechte, zu welchen auch das Recht auf Nahrung gehört, dann erst beginnt der Bereich der persönlichen Freiheit, der freie Markt, Reichtum und Luxus.
Es wäre mir ein Vergnügen, Jean Ziegler bei Gelegenheit in Genf zu treffen. Sein Buch empfehle ich von ganzem Herzen.
Ziegler beschreibt einen Jahrhundertskandal: Noch nie verfügte die Menschheit über den heutigen Reichtum. Dennoch kämpfen 1,2 Milliarden Menschen Tag für Tag um ihr Überleben. Weltweit stehen mehr Nahrungsmittel zur Verfügung, als notwendig sind, damit alle Menschen in Fülle leben können. Dennoch sind 870 Millionen Menschen chronisch unterernährt und daran wird in der sogenannten "Finanzkrise" kräftig verdient. Hungerspekulation ist eines der lukrativsten Geschäfte unserer Zeit: Milliardengewinne mit Millionen von Hungertoten. Innerhalb eines Jahres sterben 18 Millionen Menschen durch Hunger und Unterernährung.
In seinem Buch "Wir lassen sie verhungern" berichtet Jean Ziegler aus der Praxis seiner langjährigen Tätigkeit als Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen für das Recht auf Nahrung und als Vizepräsident des beratenden Ausschusses des UNO-Menschenrechtsrats.
Ziegler beschreibt die Ursachen und die Lösungen des Unfassbaren: Der jährliche Hungertod von Millionen Menschen. Er ist überzeugt: Die Menschheit ist heute in der Lage, extreme Armut und den Hungertod von Millionen Menschen von unserem Planeten zu verbannen. Die Ursachen sind erkannt und die Lösungen sind vorhanden. Was fehlt ist der politische Wille und das Gewahrsein der Menschen, dass sie es sind, auf die es jetzt ankommt.
Noch bestehen in demokratischen Gesellschaften vielfältige Mitwirkungsmöglichkeiten, die Parlamente und Regierungen dazu bewegen können, die notwenigen Maßnahmen einzuleiten. Doch wie lange noch? Jean Ziegler warnt davor, dass die Vorherrschaft des Finanzkapitalismus den Planeten wie eine Krake in den Würgegriff nimmt: "Häufig üben die transkontinentalen Kraken einen entscheidenden Einfluss auf die Politik internationaler Organisationen und fast aller westlicher Regierungen aus." (S. 145)
Jean Zieglers Buch will wachrütteln. Seine Hoffnung ruht auf den sozialen und revolutionären Bewegungen, die von der südlichen Hemisphäre ausgegangen sind und jetzt immer mehr Unterstützung in aller Welt finden. Weltweit wächst das Bewusstsein für die gemeinsamen Bedürfnisse aller Menschen. Auch wächst das Bewusstsein für die Zusammengehörigkeit der Menschheit und die Einsicht, dass wir neue Formen des Zusammenlebens benötigen.
Jean Ziegler endet mit einem Appell: Nehmen wir uns zu Herzen, was Mercedes Sosa in ihrem wunderbaren Lied "Solo le pido a Dios" erfleht: Nur das Eine erbitte ich von Gott, dass das Leiden mich nicht gleichgültig lasse, dass der bleiche Tod mich nicht allein und leer finde, ohne dass ich getan habe, was notwendig war auf dieser Erde.


