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Das Milgram-Experiment: Zur Gehorsamsbereitschaft gegenüber Autorität Taschenbuch – 1. März 1982
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- Seitenzahl der Print-Ausgabe256 Seiten
- SpracheDeutsch
- HerausgeberRowohlt Taschenbuch
- Erscheinungstermin1. März 1982
- Abmessungen12.6 x 1.36 x 19 cm
- ISBN-103499174790
- ISBN-13978-3499174797
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Produktbeschreibungen
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Produktinformation
- Herausgeber : Rowohlt Taschenbuch; 22. Edition (1. März 1982)
- Sprache : Deutsch
- Taschenbuch : 256 Seiten
- ISBN-10 : 3499174790
- ISBN-13 : 978-3499174797
- Originaltitel : Obedience to Authority
- Abmessungen : 12.6 x 1.36 x 19 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 69,447 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 53 in Sozialpsychologie (Bücher)
- Nr. 6,124 in Psychologie & Hilfe (Bücher)
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Aber im Ernst, dieses außergewöhnliche Experiment wurde schon von Anfang an missverstanden. Milgram wurde vorgeworfen, er wolle den Normalbürger als Sadist hinstellen. Außerdem gab es - auch von Anfang an - das Missverständnis, dass Milgram bei seinem Experiment sozusagen zufällig einige besonders gewaltbereite Kandidaten getestet hätte...
Alles weit gefehlt! Wer das Milgram Experiment nur vom Hören-Sagen kennt, oder von Film-Adaptionen, könnte zu diesen Fehlschlüssen kommen. Wer Milgrams Buch aber aufmerksam von Anfang bis Ende liest, kommt zu einer völlig anderen, schockierenden aber immens wichtigen Schlussfolgerung:
NIEMAND ist gegen das, was Milgram hier erforschte und herausgefunden hat immun! Es betrifft uns unweigerlich ALLE, alleine aus dem Grund, weil wir Menschen sind, und die menschliche Psyche gar nicht anders KANN, als im Falle des Anerkennens der Autorität eines anderen Menschen zu dem gefährlichen, von Milgram sogenannten "Agens-Zustand" umzuschalten.
Wie der Einzelne dann wieder aus diesem Agens-Zustand herausfindet, ist (leicht...) unterschiedlich, aber betroffen von der automatischen Umschaltung zu diesem Zustand, sobald wir einem Anderen Autorität zugestehen, sind wir tatsächlich alle!
Je mehr wir alle davon Kenntnis haben (in dem wir die im Buch vorgestellten Forschungsergebnisse studiert haben), desto eher haben wir eine Chance, diesem Agens-Zustand etwas früher zu entrinnen, als es ohne diese Kenntnisse der Fall gewesen wäre.
Darum ist dieses Buch in meinen Augen quasi eine Pflichtlektüre für jedermann!!
Faszinierend an diesem Werk ist die enorme Detailtreue und die außerordentliche Sorgfalt, die bei der Durchführung des Experiments angewandt wurde. Beim 'Milgram Experiment' handelt es sich keineswegs nur um einen einzigen Versuch. Vielmehr wurde eine ganze Testbatterie unter verschiedensten Umständen und unter sorgfältiger und diskreter Variation einzelner Faktoren durchgeführt. Wann immer das Team auf neue Ergebnisse stieß, wurden entsprechende Anschlussversuche durchgeführt, um das beobachtete Verhalten besser zu ergründen. Überraschungen waren dabei an der Tagesordnung.
So wurde das klassische Experiment, also kurz gesprochen die Situation Versuchsleiter ' Lehrer ' Schüler, wobei der Lehrer die uneingeweihte Versuchsperson darstellt, die auf Weisung des Versuchsleiters den Schüler im Laufe des Experiments immer härter mit vermeintlichen Elektroschocks bestraft, wenn dieser Fehler bei einer Lernaufgabe macht, auf vielerlei Weise abgewandelt. Mal variierte man die 'Distanz' zwischen Lehrer und Schüler, mal führte man weitere Autoritätspersonen ein, veränderte die Umgebung oder stellte der Versuchsperson weitere Menschen zur Seite. Stets achtete man penibel auf alle Details und vereinheitlichte die Farbe der Kittel, die Worte der eingeweihten Personen, den kompletten Ablauf und so weiter und sorgte so für Vergleichbarkeit.
Auf diese Weise ergeben sich eine Vielzahl faszinierender Erkenntnisse, die Milgram in seinem Buch ausführlich beschreibt, detailliert die Versuchsaufbauten erläutert und die Ergebnisse analysiert. Er tut dies auf eine so fundierte und objektive Weise, dass man den Ausführungen problemlos folgen kann und alle Analysen auf einem soliden Fundament stehen. Wenngleich sich der Autor immer wieder selbst von den Ergebnissen seines Experiments überrascht zeigt, nämlich dass normale und soziale Menschen aus allen Schichten in gewissen Situationen grausame Taten verüben, verliert er sich nicht in einseitigen und undifferenzierten Interpretationen. Häufig werden auch Dialoge zwischen Versuchsperson und Versuchsleiter oder Berichte wörtlich zitiert. Einen direkteren Einblick in das Verfahren kann es nicht geben. Tabellen und Grafiken mit den Ergebnissen zu jedem einzelnen Versuch runden die Datenbasis ab.
Diese 'Nüchternheit' hat mich am Meisten an diesem Werk erfreut, denn immer wieder betont Milgram in seinen Äußerungen, dass es keineswegs einfach oder überhaupt möglich sei, Autorität an bestimmten Wesenszügen oder Charaktermerkmalen festzumachen. Es gibt nicht DEN sozialen und DEN destruktiven Menschen. Stattdessen beschränkt er sich strikt auf Fakten, die seine Experimente liefern und bringt diese in Zusammenhang mit historischen und alltäglichen Begebenheiten. Immer wieder wird deutlich, dass sich die Verantwortlichkeiten verschieben, die Bande mit dem Versuchsleiter wächst, der Schüler abgewertet oder ausgeblendet wird und so weiter.
Ich bin sicher, dass Sie nach der Lektüre dieses Buches gegenüber Autoritätssituationen sensibilisiert sind. Das meine ich keineswegs nur im negativen Zusammenhang, sondern auch in gewöhnlichen Situationen. Schließlich erfordert unsere Gesellschaft auch Autorität, nur ist einem dies seltener bewusst. Denn Gehorsam zuzugeben ist nicht immer einfach und nicht zuletzt dies ist der Grund für zahllose kritische Reaktionen auf dieses sehr gelungene Experiment und dieses Buch darüber. Außerordentlich empfehlenswert und heute ebenso aktuell wie zur Zeit der Durchfürhung.
Das ist schade, denn dieser sozialwissenschaftliche Klassiker bietet viel mehr als die sattsam bekannten experimentellen Beweise für die Verführbarkeit des Menschen durch Autorität - es besitzt ist in seinem ganzen Aufbau und seiner Komplexität den Rang eines Lehrbuches zur Einführung in das sozialwissenschaftliche Denken und Urteilen.
Schon die einleitenden Kapitel, in denen Stanley Milgram den operationalen Versuchsaufbau erläutert, sind ein Lehrstück für wissenschaftliche Systematik. Um die Gehorsamsbereitschaft von Menschen gegenüber Autoritäten wirklich messen zu können, wählt Milgram ein Pseudoproblem, das die Probanden komplett irreführt. Während sie denken, sie seien nur Bestandteil eines lernpsychologischen Experimentes, ist es in Wahrheit ihr Verhalten, dass in exakter Skalierung und Quantifizierung festgehalten wird. Natürlich wurden die Versuchspersonen nicht einfach nur per Zufall sondern repräsentativ ausgewählt. Um eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse zu gewährleisten, wurden Notation, Rückkopplung, Kleidung und sämtlich sprachliche Anspornmaßnahmen durch die Versuchsleitung standardisiert.
Bekanntlich waren die Befunde, die in den späten Sechziger Jahren bekannt wurden, zutiefst beunruhigend. Scheinbar im Dienst der Wissenschaft, schockten die Versuchspersonen die vermeintlich hilflosen Probanden fast zu Tode. Für viele linke Theorien, die den Menschen ohnehin nur als ein verführbares Lamm betrachten, das dringend eines klugen Schäfers bedarf, kamen diese Daten natürlich wie gerufen.
Dabei sind es gerade nicht die sattsam bekannten Standardversuche 1-4, in denen nur die Auswirkung der Rückkopplung auf die Gehorsamsbereitschaft getestet wurde, sondern die zahlreichen Variationen des Grundexperimentes, die die wahre Faszination des Buches ausmachen. Wie verhalten sich Menschen, wenn die Räumlichkeit, also die optischen Insignien der Legitimität, sich ändern(Exp. 5,9,10)? Sind Frauen gehorsamer bzw. grausamer als Männer(Exp.8)? Welche Rolle spielt die personale Darstellung der Autorität(Exp.6? Wie stellt sich die typische Gehorsamsituation des Mitläufers dar(Exp.18)? Wie verhält sich eine Versuchsperson, wenn sich zwei Autoritäten widersprechen (Exp. 14-16)? Inwieweit können oppositionelle Gruppeneffekte die Wucht der Autorität bremsen (Exp. 17)? Kann ein gewöhnlicher Mensch tatsächlich ohne weiteres in die Rolle der Autorität schlüpfen(Exp. 13 und 13a)? Und ist der Mensch wirklich ein grausames Wesen (Exp. 7 und 11)? Auf alle diese Fragen gibt das vorliegende Buch auf dem Hintergrund genialer Untersuchungsdesigns so überzeugende und bündige Antworten, wie dies im Rahmen einer sozialwissenschaftlichen Untersuchung nur möglich ist.
Natürlich darf nicht vergessen werden, dass seit den Milgram-Versuchen über vierzig Jahre ins Land gegangen sind. Ob also die Gehorsamsbereitschaft der Menschen nach den pädagogischen Umwälzungen im letzten Drittel des 20. Jhdts. und der allgemeinen Erosion der Autoritäten in allen Lebensbereichen heute noch ebenso hoch ist wie in den guten alten Sechzigern (vor der 68er Revolution), ob also alle Ergebnisse Milgrams bis auf Punkt und Komma für die Gegenwart übernommen werden können, müsste langsam mal wieder untersucht werden. Das ändert aber nichts daran, dass es sich bei dem vorliegenden Buch noch immer um eine besten Einführungen in die experimentelle und theoretische Mikrosoziologie des sozialen Verhaltens handelt, dessen Lektüre ich allen interessierten Schülern und Studenten empfehle.










