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Wir alle spielen Theater: Die Selbstdarstellung im Alltag | Vorwort von Lord Ralf Dahrendorf Paperback – 1 Aug. 2003

4.5 4.5 out of 5 stars 237 ratings

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An verblüffenden Beispielen zeigt der Soziologe Erving Goffman in diesem Klassiker das »Theater des Alltags«, die Selbstdarstellung, wie wir alle im sozialen Kontakt, oft nicht einmal bewusst, sie betreiben, vor Vorgesetzten oder Kunden, Untergebenen oder Patienten, in der Familie, vor Kollegen, vor Freunden.

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About the Author

Erving Goffman wurde 1922 in Manville/Alberta in Kanada geboren und starb 1982 in Philadelphia. Er war Professor für Soziologie und Anthropologie in Berkeley/Kalifornien und zuletzt an der University of Pennsylvania in Philadelphia.

Product details

  • Publisher ‏ : ‎ Piper; 31. edition (1 Aug. 2003)
  • Language ‏ : ‎ German
  • Paperback ‏ : ‎ 272 pages
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3492238912
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3492238915
  • Original title ‏ : ‎ The Presentation of Self in Everyday Life
  • Dimensions ‏ : ‎ 12 x 1.73 x 18.7 cm
  • Customer reviews:
    4.5 4.5 out of 5 stars 237 ratings

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Erving Goffman
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Erving Goffman was Benjamin Franklin Professor of Anthropology and Sociology at the University of Pennsylvania until his death in 1982. He is recognized as one of the world's foremost social theorists and much of his work still remains in print. Among his classic books are The Presentation of Self in Everyday Life; Interaction Ritual; Stigma; Notes on the Management of Spoiled Identity; and Frame Analysis. William B. Helmreich is a professor of sociology at the CUNY Graduate Center and City College. He has written Against All Odds, The Enduring Community, Saving Children, and The Things They Say Behind Your Back all available from Transaction.

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Top reviews from Germany

  • Reviewed in Germany on 18 October 2024
    Gut und eindrücklich werden die "Rollen" erklärt
  • Reviewed in Germany on 30 September 2012
    Dieses Buch ist unter Soziologen ein "Must-Have". Niemand kommt als Soziologie-Student um Erving Goffman herum. Vor allem die Medienwissenschaften entdecken ihn zur Zeit neu, denn in Zeiten von Facebook, Xing, LinkedIn, MySpca, Google+ und und und spielt die Selbstdarstellung und damit verbunden die Eindruckskontrolle (Goffman nennt dies "Impression Management") im Alltag eine herausragende Bedeutung. Die heutige Gesellschaft wird Risikogesellschaft, Spassgesellschaft oder auch Konsumgesellschaft genannt. Für mich und für Goffman ist sie eine "Inszenierungsgesellschaft". Jeder und jede erzählt alles auf Facebook. Natürlich rückt man sich und seine Fotos die man uploadet "ins rechte Licht". Wie auch immer: Web 2.0 und das Internet sind Inszenierungs- und Selbstdarstellungsagenturen par excellence... Erving Goffman - Ein Klassiker kann so ganz neu gelesen werden. Seine Theorieansätze sind für die Medienwissenschaft und die "Neuen Medien" durchaus fruchtbar.

    Aber auch sonst ist Erving GOffman ein Klassiker schlechthin (obwohl ihm das lange aberkannt wurde - Es wurde ihm vorgeowrfen ein Schriftsteller, ja ein Geschichtenerz7ähler zu sein. Bis zu einem gewissen Grad ist er das auch. Seine Berichte und Aufsätze sind sehr spannend zum lesen, ja sogar richtiggehend amüsant). Kurz: Es handelt sich beim Autor des Buches um einen soziologischen Klassiker der zweiten Generation. Er gehört zum Lehrkanon aller Universitäten und wie ich bereits gesagt habe, er gehört zum Pflichtprogramm für jeden Soziologen.

    Im Kern geht es Goffman um die sozialen Interaktionsordnungen, also wie sich Menschen in der Gegenwart anderer Menschen verhalten und sich gegenseitig beeinflussen. Menschen konstruieren jedesmal wenn sie aufeinandertreffen eine Situation, in dem sie sich darstellen. In dem sich die Menschen darstellen, erkennen sie ihre sozialen Rollen und die Situation. Ich stelle mich hier als Rezensionsschreiber an. Weil ich hier einen Kommentar poste, "lesen" sie die Situation auch als Rezension. Ich spiele meine soziale Rolle und Sie erkennen mich. Goffman geht nun davon aus, dass sich die sozialen Akteure inszenieren und selbst darstellen. Das tue ich hier auch. Ich versuche mich von der besten Seite zu zeigen, achte auf die Grammatik und schreibe keine beleidigenden Dinge. Somit sind wir auch beim Kernargument des Werkes: Die Menschen stellen sich im Alltag in Szene: Sie spielen Theater. Als Schüler, Lehrer, Mutter, Verkäufer, Ehemann: Immer spielt man auf verschiedenen Bühnen. Der Akteur stellt sich im Alltag selbst dar und er versucht sich dabei ins rechte Licht zu rücken. Er setzt sich eine Maske auf: So wie er sein möchte zeigt der Mensch sich, nicht so wie er tatsächlich ist. Der Eindruck den andere Menschen von einem Akteur haben wird kontrolliert. Dies nennt Erving Goffman "Impression Management". Dies ist dann auch das Wichtigste Kernargument des Werkes: Die Selbstdarstellung der Menschen zwecks Eindruckkontrolle.

    Aber das Buch bietet viel mehr! Es zeigt neben den verschiedenen Techniken der Darstellungen auch Teamarbeit auf oder wie sich Spezialrollen entwickeln. Das Buch ist ein Standardwerk, nicht nur für Soziologen zu empfehlen! Das Buch ist auch für Laien leicht verständlich und gut/einfach zu lesen. Da sich alle Menschen selbst inszenieren (ja auch Sie, ja genau Sie! Auch Sie putzen Morgens die Zähne, kaufen Kleidung die Ihnen gefällt, etc.! Auch Sie inszenieren sich!)ist das Buch auch für alle Menschen zu empfehlen ;-)

    Nein, im ernst: Es lohnt sich dieses Buch zu lesen. Auch als Nichtsoziologen! Auch die anderen Werke von Erving Goffman sind meiner Meinung nach grandios, insbesondere: Asyle: Über die soziale Situation psychiatrischer Patienten und anderer Insassen (1961), Stigma. Über Techniken der Bewältigung beschädigter Identität. (1963, Interaktion und Geschlecht (1994) sowie Das Individuum im öffentlichen Austausch: Mikrostudien zur öffentlichen Ordnung (1971).

    Das Buch ist also uneingeschränkt empfehlenswert für alle, die sich mit dem alltäglichen Leben befassen müssen/wollen/dürfen. Auch für Nichtsoziologen!
    37 people found this helpful
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  • Reviewed in Germany on 1 February 2015
    Ist zwar ein absoluter Klassiker, allerdings komplizieret als vermutet, aber eben typisch soziologisch. Vielleicht eher nur bedingt für ,,Laien" geeignet.
    One person found this helpful
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  • Reviewed in Germany on 31 August 2024
  • Reviewed in Germany on 19 March 2017
    Wir spielen zwar nicht alle Theater, aber wir führen oft ein Schauspiel auf, und sei es auch nur, dass wir einen Text aufsagen, den wir uns zurechtgelegt haben, oder schlicht eine Maske aufsetzen.
    So wie man in der Physiologie etliche Strukturen, z.B. des Nervensystems, erst sichtbar machen kann, wenn man eine bestimmte Färbe-Methode wählt (während durch eine andere wiederum Anderes sichtbar wird), so setzt man mit Goffmans Werk eine gefärbte Brille auf, mit der etliches plötzlich sehr sichtbar wird.
    Es gibt offenbar große Analogien zwischen Bühnenkunst und menschlichem Miteinander. Es gibt Masken, Rollen, Bühnen, Ensembles, Schauspieler und Zuschauer, getaktete Einsätze und unerwünschtes Aus-der-Rolle-Fallen. Vieles wird klarer, wenn man das menschliche Miteinander einmal unter diesem Aspekt deutet und damit zumindest teilweise versteht.
    Aber wodurch kommt diese starke Analogie zustande? Eine Erklärung wäre, dass jede menschliche Äußerung, alles was gesprochen wird, alles was probe-gesprochen wird (also unsere Gedanken) mitsamt unserer Gefühle (die nichts als kurzgefasstes und zusammengefasstes Denken sind), eine "politische" Dimension hat. Wir reden, denken, fühlen nicht nur "wegen" sondern vor allem "um-zu". Und dies geschieht nicht nur, oder fast nie, auf dem "geraden" Wege, sondern immer fort durch die Kunst der Verstellung, des Charmes, der Diplomatie - und des Schauspiels.
    5 people found this helpful
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  • Reviewed in Germany on 7 March 2009
    "Wir alle spielen Theater" ist und bleibt m.E. einer der wichtigsten und zugleich auch schönsten Klassiker der Soziologie und Sozialpsychologie. Der Leser wird auf sehr eingängige und unterhaltsame Weise (daher auch als Geschenk gut geeignet) in die soziologische Rollentheorie eingeführt. Über das Konzept der sozialen Rolle lassen sich die Grundlagen sozialwissenschaftlichen Denkens sehr gut erschließen. Schließlich sind die Rollen, die wir in unserem Leben einnehmen, eines wenn nicht das wichtigste Scharnier zwischen sozialen Systemen und den darin handelnden Akteuren. Das Buch ist dabei nicht allein von "theoretischem", sondern auch von höchst praktischem Nutzen, hilft es doch zuweilen das eigene oder das manchmal seltsam anmutende Verhalten unserer Mitmenschen besser zu verstehen und manch ärgerliche Situation künftig nur noch mit einem verstehenden Schmunzeln zu betrachten.

    Zu empfehlen sei an dieser Stelle auch das Buch von Berger/Luckmann: "Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit"
    15 people found this helpful
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  • Reviewed in Germany on 26 September 2022
    Sehr schwer zu lesen.
    One person found this helpful
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  • Reviewed in Germany on 20 December 2019
    Ein Muss für jeden, der sich für das Thema "Impression Management" interessiert.
    Ich habe mir dieses Buch für eine Literaturanalyse in meinem medienlastigen Studiengang zugelegt und war erstaunt, welche Thesen Goffman bereits in den 1950er Jahren bezüglich der Selbstdarstellung im Alltag niederschrieb. Auch für Nicht-Studenten geeignet, da das Buch unterhält & zum Nachdenken anregt.
    Verständlich, präzise, beispielhaft und mit Ausblicken auf andere Werke zum Thema- die Analyse werde ich rocken!
    7 people found this helpful
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