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Der Marsianer: Rettet Mark Watney - Roman Paperback – 14 Sept. 2015
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Bei einer Expedition auf dem Mars gerät der Astronaut Mark Watney in einen Sandsturm und wird bewusstlos. Als er aus seiner Ohnmacht erwacht, ist er allein. Auf dem Mars. Ohne Nahrung. Ohne Ausrüstung. Und ohne Crew, denn die ist bereits auf dem Weg zurück zur Erde. Für Mark Watney beginnt ein spektakulärer Überlebenskampf …
- Print length512 pages
- LanguageGerman
- PublisherHeyne Verlag
- Publication date14 Sept. 2015
- Dimensions11.8 x 3.8 x 18.8 cm
- ISBN-103453316916
- ISBN-13978-3453316911
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Überleben auf dem Mars
Acht Tipps von Andy Weir für alle, die unseren Nachbarplaneten besuchen wollen
So, Sie wollen also auf dem Mars leben? Vielleicht weil Sie von der zerklüfteten Oberfläche, dem atemberaubenden Panorama oder der endlosen, unberührten Natur angetan sind? Vielleicht sind Sie aber auch nur ein total Bekloppter, der auf Survivaltrips in leblosen, öden Wüsten steht? Was auch immer Ihre Gründe dafür sind – es gibt da ein paar Dinge, die Sie wissen sollten:
1. Sie brauchen einen Druckbehälter.
Der Luftdruck auf dem Mars beträgt weniger als ein Prozent des irdischen. Also herrscht dort so gut wie keiner. Auf der Planetenoberfläche herrschen beinahe dieselben Bedingungen wie im freien Weltraum. Bringen Sie sich also lieber einen netten, widerstandsfähigen Container mit, der luftdicht ist. Oh, übrigens: Dieser Container wird für immer Ihr Zuhause sein. Suchen Sie sich also am besten denjenigen aus, der am größten ist!
2. Sie brauchen Sauerstoff.
Vermutlich wollen Sie während Ihres Aufenthaltes auf dem Mars atmen, deswegen sollte Ihr Wohncontainer alles dazu Benötigte enthalten. Glücklicherweise können Sie die Zutaten auf dem Mars selbst finden: Die Atmosphäre ist zwar dünn, aber vorhanden, und besteht zum größten Teil aus Kohlendioxid. Es gibt eine Menge Methoden, um den Kohlenstoff zu binden und Sauerstoff freizusetzen. Sie könnten also ungeheuer komplizierte Oxygeneratoren benutzen – oder einfach ein paar Pflanzen anbauen.
3. Sie brauchen einen Strahlenschutz.
Der flüssige Eisenkern im Erdinneren erzeugt ein Magnetfeld, dass uns vor dem ziemlich unangenehmen Zeug schützt, mit dem die Sonne uns bombardiert. Auf dem Mars gibt es diesen Luxus nicht. Die ganzen solaren Strahlen erreichen die Marsoberfläche. Wenn Sie kein allzu großer Fan von Krebs sind, sollten Sie dafür sorgen, dass Ihre Unterkunft ausreichend gegen Strahlung geschützt ist. Am einfachsten wäre es, Ihre Behausung im sandigen Marsboden zwischen den Felsen einzugraben. Sand ist dort nicht gerade selten, deswegen kann man ihn schön hoch auftürmen, während man sich tiefer und tiefer eingräbt, bis er ausreichend viele Strahlen blockiert.
4. Sie brauchen Wasser.
Auch das stellt glücklicherweise der Mars bereit: Vor kurzem hat die Curiosity-Sonde festgestellt, dass es ziemlich viel Eis im Boden gibt – etwa 35 Liter pro Kubikmeter. Alles, was Sie tun müssen, ist es auszugraben, aufzuheizen und es zu filtern. Wenn Sie erst einmal genug Wasser haben, erlaubt Ihnen ein simples Filtersystem, es wieder und wieder zu benutzen.
5. Sie brauchen Nahrung.
Essen Sie einfach Marsianer – die schmecken wie Hühnchen!
6. Echt jetzt?
Ok, ok: Nahrungsmittel sind das Einzige, was Sie nicht auf dem Mars vorfinden werden. Sie müssen Ihre Nahrung selbst erzeugen. Doch Sie haben Glück: Mars ist praktischerweise ein idealer Ort für Gewächshäuser. Der Tag-Nacht-Rhythmus ist beinahe identisch mit dem auf der Erde, an den die irdische Flora sich in Jahrmillionen der Evolution angepasst hat. Die Sonnenenergie, die auf dem Mars ankommt, reicht für die Pflanzen zum Überleben völlig aus.
Aber Sie können nicht einfach ein paar Blumen auf einem gefrorenen Boden im Beinahe-Vakuum züchten. Selbstverständlich müssen die Pflanzen auch von einem Druckbehälter umgeben sein. Und der sollte ziemlich groß sein – stellen Sie sich nur einmal die Menge an Nahrungsmitteln vor, die Sie in einem Jahr essen, und wie viel Platz es braucht, um das alles zu züchten.
Ich hoffe, Sie mögen Kartoffeln. Die haben den besten Kalorienertrag pro Quadratmeter Ackerboden.
7. Sie brauchen Strom.
Wie auch immer Sie all das angehen, Sie werden kein eigenständiges, in sich geschlossenes System erzeugen können. Neben vielen anderen Dingen wollen Sie schließlich ihre Wohnung und die Gewächshäuser heizen. Die Durchschnittstemperatur auf dem Mars liegt bei -50° C, Sie werden also konstant heizen müssen – von den ganzen anderen Lebenserhaltungssystemen, vor allem dem Sauerstoffgenerator, mal ganz zu schweigen. Und wenn Sie bisher gedacht haben, Ihre Gewächshäuser werden die Atmosphäre schon irgendwie stabil halten, denken Sie lieber nochmal nach. Eine Biosphäre ist unter diesen Umweltbedingungen viel zu riskant.
8. Sie brauchen einen Grund, überhaupt dort zu sein.
Warum gehen Sie dorthin, um Ihr Leben aufs Spiel zu setzen? Wollen Sie den Planeten studieren? Ihre eigene Zivilisation aufbauen? Die marsianischen Ressourcen ausbeuten, um Profit zu machen? Eine Basis mit einem fetten Todesstrahl zu bauen, sodass Sie Lösegeld von der UN erpressen können, während Sie eine bedrohlich aussehende Maske tragen? Was auch immer Ihre Ziele sind, Sie sollten sich besser ganz genau darüber im Klaren sein – und es absolut ernst mit ihnen meinen. Denn letzten Endes ist der Mars ein rauer, gefährlicher Planet, und wenn etwas schiefläuft, gibt es keine Hoffnung auf Rettung. Was immer Sie dort also erreichen wollen – es sollte es wert sein!
Andy Weir hat gerade seinen Debütroman „Der Marsianer“ (im Shop) auf Deutsch veröffentlicht und dafür weltweit begeisterte Kritiken eingeheimst. Und nein, er war noch nicht auf dem Mars.
Product description
About the Author
Product details
- Publisher : Heyne Verlag (14 Sept. 2015)
- Language : German
- Paperback : 512 pages
- ISBN-10 : 3453316916
- ISBN-13 : 978-3453316911
- Original title : The Martian
- Dimensions : 11.8 x 3.8 x 18.8 cm
- Best Sellers Rank: 11,885 in Books (See Top 100 in Books)
- 490 in Science Fiction (Books)
- 5,844 in Genre Fiction (Books)
- Customer reviews:
About the author

ANDY WEIR built a two-decade career as a software engineer until the success of his first published novel, The Martian, allowed him to live out his dream of writing full-time.
He is a lifelong space nerd and a devoted hobbyist of such subjects as relativistic physics, orbital mechanics, and the history of manned spaceflight. He also mixes a mean cocktail.
He lives in California.
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Ein spannendes Hard-Science-Fiction Buch
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Ohne Nahrung und Ausrüstung? Na das stimmt wohl nicht so ganz. Mark Watney wird nach einem riesigen Marssturm für tot gehalten und bleibt so alleine auf dem Mars zurück, während sich seine Crew-Kollegen durch eine Not-Evakuierung retten können.
Andy Weit, Softwareentwickler aus Kalifornien, beschreibt von Anfang an sehr realistisch, man wird als Leser direkt angesprochen und ist auch auf anhieb Mitten im Geschehen.
Aus Sicht des Protagonisten Mark Watney hören wir also, wie er an SOL 5 auf dem Mars gestandet ist. Er führt auch weiterhin ein Logbuch um vielleicht irgendwann, irgendwem die Möglichkeit zu geben, herauszufinden, das er den Sturm überlebt hat und alles ihm mögliche getan hat, damit das auch so bleibt.
Mir viel Sarkasmus bringt er seine ausweglose Situation auf den Punkt, Mark Watney betrachtet sich selbst als "Im Arsch!" (Hättet ihr etwa eine bessere Bezeichnung für so etwas?)
Der Schreibstil gefällt mir außerordentlich gut und nicht bloß weil der Leser/Hörer/Zuschauer direkt angesprochen wird. Mark Watney gibt einfach nicht auf und legt immer wieder von irgendwoher eine Menge Optimismus und Hoffnung an den Tag, er reißt einen förmlich mit sich. Der von mir erwartete "Marskollar" weicht einem wild entschlossenen Aktionismus alles ihm nur mögliche zu tun um zu überleben bis Hilfe kommt. Doch was wird es ihm nutzen auf dem Mars zu überleben, wenn niemand nach ihm sucht?
Die einzelnen Kapitel sind als die Logbucheinträge an den einzelnen SOLs aufgebaut. Ein SOL bei Mark auf dem Mars entspricht übrigens knapp 24 Stunden und 39 Minuten bei uns auf der Erde.
Die Charaktere waren allesamt gut durchdacht, wenn sie auch nicht besonders in die Tiefe gehen. Das ist aber auch nicht verwunderlich, nicht nur Mark sondern auch alle andere Beteiligten befinden sich schließlich im absoluten Ausnahmemodus, dieser trägt dazu bei, das Panik gar nicht erst aufkommen kann.
Wir erfahren sehr wenig aus Mark's privatem Leben auf der Erde, die Familien der Crew-Mitglieder tauchen nur kurz als Videogruß auf und alle anderen begleiten wir hauptsächlich während der Arbeit.
"Der Marsianer" ist sehr eindrucksvoll beschreiben, aber gleichzeitig auch sehr technisch und Physiklästig. Dem ein oder anderen mag das reichlich langweilig oder Marssand trocken vorkommen, wer sich aber etwas drauf einlassen kann, der kann vielleicht sogar noch ein Fünkchen Wissen mitnehmen.
Was die Nutzung der sich auf dem Mars zurückgelassenen Ausrüstung angeht kennt Mark keine Grenzen, was da ist wird benutzt, so oder so. Viele seiner Probleme löst er mit größtem Einfallsreichtum und dem festen Willen am Leben zu bleiben, sein Proviant setzt ihm allerdings sehr bald seine Grenzen.
Obwohl die Thematik im Grunde sehr bedrückend ist, schafft Andy Weir es uns mit seiner Geschichte nicht auf Gemüt zu schlagen. Man hofft mit Mark, man lacht mit Mark und freut sich über jeden weiteren Tag. Die Spannung zieht sich teilweise ins "unermessliche" um mich mal dieser Metapher zu bedienen. Dieses Buch macht einfach süchtig, einmal angefangen wird man es beenden wollen um zu erfahren ob Rettung überhaupt möglich ist.
Was den wissenschaftlichen Teil des Buches angeht, so will und kann ich nicht sehr viel dazu sagen. Ich kann es nämlich weder be- noch widerlegen, aber das brauche ich ja auch gar nicht, schließlich lesen wir hier einen Science Fiction Roman der in der Zukunft spielt und was nicht ist, kann schließlich noch werden.
Fazit:
Für mich gehört der Marsianer zu den Highlights dieses Jahres und man sollte sich von der technischen Seite nicht abschrecken lassen. Diese "Alles geht" Atmosphäre zieht einen einfach in seinen Bann und macht süchtig. Von mir gibt es satte 5 Sterne, keine Frage.
Mit diesem Hinauszögern des Unvermeidlichen verhält man sich ähnlich, wie die Hauptfigur im Roman, Mark Whatney, der, versehentlich zurückgelassen auf dem Mars, von Misere zu Misere stolpert, in dem verzweifelten Versuch zu überleben, entdeckt und abgeholt zu werden.
„The Martian“ ist ein packender Überlebensthriller der technischen Art. Der Leser erfährt einen Haufen authentisch wirkender Details zur Astronautik. Es gelingt dem Autor dabei in einem für normalgebildete Menschen erträglichen Rahmen zu bleiben, wodurch man nie überfordert, jedoch bestenes unterhalten und ganz nebenbei wunderbar belehrt und bereichert wird.
Das Buch ist gewissermassen ein Crashkurs in Sachen Logistik, Mechanik, Physik, Chemie und Mathematik. Aber keine Angst – Sie werden es mögen! Die Fakten, Zusammenhänge und Hintergründe werden derart geschickt in die Handlung gepackt, dass man den wissenschaftlichen Packen schluckt wie ein bitteres Medikament, das in ein leckeres Essen geschummelt wurde – plötzlich ist man erfrischt und schlauer, und wundert sich, warum man gar nicht reklamiert!
Wer sich auch nur ein bisschen für den Mars, Astronomie oder Survival interessiert, kommt an „Der Marsianer“ nicht vorbei – ich verordne das Buch regelrecht zu Zwecken der Gehirnzellenerfrischung!
Natürlich fordert der mit grossem Sachverstand geschriebene Roman einen geradezu heraus, Fehler, Unterlassungen und Plausibilitätsmängel zu finden. Es gibt eine Menge an Fragwürdigem, welches ich mir beim Lesen notierte und unten aufliste, für jene, die das Buch kennen und sich vielleicht ebenfalls dazu angerget fühlten, tiefer über all das Beschriebene nachzudenken. Trotzdem – das Buch ist uneingeschränkt empfehlenswert! Als Oberstufenlehrer würde ich es allen Schülern therapeutisch empfehlen, die Mühe haben oder Unlust verspüren im Umgang mit der naturwissenschaftlichen Materie, denn „Der Marsianer“ zeigt, wie spannend, sinnvoll und lebenswichtig es sein kann, sich mit etwas wirklich gut auszukennen und logisch denken zu können!
Liste: Unterlassungen, Fehler und Fragwürdigkeiten in „Der Marsianer“:
1. Das Buch erschien mir psychologisch zu wenig plausibel, zu wenig emotional, zu wenig „astro-romantisch“. Ich hatte nie wirklich das Gefühl, alles Geschehende ereignet sich auf dem Mars. Es wird dem Leser nicht genügend nahegebracht, wie ANDERS der Mars ist. Wäre man dort, man wäre als Mensch überwältigt und geschockt über die gravierend andere Metrik der Umgebung. Erstens: Der Horizont ist viel näher als auf der Erde, schwindelerregend näher. Vor den eigenen Augen, dahinten, viel zu nahe, biegt sich alles schon weg, stürzt nach hinten fort, krümmt sich, in beklemmender Weise, der Boden. Das wird im Buch nicht einmal erwähnt. Zweitens: Die Sonne ist fast nur noch ein Punkt am Himmel. Das wird ebenfalls nicht einmal erwähnt und ist aber ganz sicher ein einschneidendes Erlebnis für jeden Menschen, der dies zum ersten Mal erleben muss. Etwas, das einen bestimmt zutiefst erschüttern würde. Auch die Erde ist nur noch allerwinzigst am Himmel zu sehen – beängstigend! Dazu: Alles ist immer rot. Keine Pflanzen. Nur immerzu rotes Licht und rote Wüste. Das wirkt bestimmt sehr verstörend auf unser Gehirn und unseren Stoffwechsel, und ich weiss nicht, ob auch ein harter Kerl, wie ein ausgebildeter Astronaut in der Regel einer ist, das einfach so alles wegstecken kann, monatelang, sich anpasst, ohne dabei fast verrückt zu werden.
2. Mark Watney hätte in Wirklichkeit gewusst, dass der Mars von der NASA mittels Satelliten überwacht wird. Die Idee, Steinmorsezeichen zu setzen, hätte ihm schon in der ersten Stunde kommen müssen. Nicht einmal im Nachhinein verwundert es ihn, dass er daran nicht dachte.
3. Von Beginn weg hätte die NASA die Idee haben müssen, Ares 4 zugunsten einer wiederholten Ares 3 Mission fallen zu lassen, immerhin standen dort ja schon alle Geräte, Fahrzeuge und das Kuppelzelt. Dadurch hätte man schon in weniger als der halben Zeit eine Rettungsmission starten können! Diese Fixiertheit auf Ares 4 und das Nichterwähnen des obigen Einwandes verwundern doch sehr. Diese Unterlassung des Naheliegenden störte mich doch ein wenig.
4. Es wirkt kaum einleuchtend, dass eine Mars-Mission wegen einem etwas zu starken Sturm komplett abgebrochen wird! Schon im Vorfeld würde man auch Stürme einplanen, die besonders heftig ausfallen und dementprechend konstruktive Auffang-Lösungen finden. Der Rest des Buchs zeigt ja, wie sorgfältig alle technischen Dinge im Vorfeld der Mission durchdacht worden sind, gerade in Hinblick auf Miseren.
5. Ziemlich sicher wäre Mark nach einigen Monaten schwer strahlenkrank und dem Tode nah. Das Kuppelzelt, so wie es im Roman beschrieben wird, dürfte dem unentwegten Bombardement der Partikelstrahlen und Gammastrahlen nicht genügend Schutz bieten. Nach der sehr hohen Strahlenbelastung schon nur durch den Flug zum Mars (grösstes Problem der bemannten Missionen überhaupt!), käme dieser Faktor dann noch hinzu. Mark Watney würde seine Zeit nicht überleben, so oder so nicht. Wird im Buch nicht einmal thematisiert.
6. Die Entankerung der Iris-Vorräte-Sonde klingt an den Haaren herbeigezogen! Kurz zuvor wurde ja beschrieben, wie massiv jeder einzelne Bolzen sei. Und plötzlich halten sie doch nicht?
7. Musikdateien könnten per Funk übertragen werden. So gross sind die nicht, wenn man nicht gerade HIFI-Qualität braucht. Es reichten auch 8-Bit-Dateien für Musikgenuss.
8. Die Umkehr der „Hermes“ würde niemals stattfinden! Erstens wegen dem Strahlenproblem. Zweitens wegen der immensen Unsicherheitsfaktoren. Und drittens, weil diesen überlangen Raumschiffaufenthalt keiner der Insassen mitmachen würde. Ich glaube, das wäre allen klar, dass sie es psychisch nicht aushalten würden nochmals mehrere hundert Tage im All zu bleiben. Sie alle kämen als menschliche Wracks heim, wenn nicht sogar tot (s. Punkt 5.)
9. Die Aussage auf Seite 394, das gekochte Nahrung leichter verdaulich ist und man daher Kalorien spart, ist eine unbewiesene Theorie, keine Tatsache. Es gibt eine Gegentheorie, dass Kochen zu einem Cracking der Proteinketten führt, deren Endprodukte zu einem grossen Teil nicht über das uns genetisch einprogrammierte Enzymsystem weiterverarbeitet werden können, sondern zusätzlich und umständlich mittels Immunarbeit abgehandelt werden. Und Immunaktionen kosten zusätzliche Energie.
10. Niemand kann sich monatelang nur von Kartoffeln und Vitaminpillen ernähren und dabei leistungsfähig bleiben, noch dazu schwere Arbeiten erledigen und das alles auf dem Mars bei gleichzeitigem Bombardement kosmischer Strahlung. Mark Watney hätte massive Eiweiss-mangelsymptome, dass heisst: starken Muskelabbau und zunehmender Verlust der mentalen Leistung. Nach einigen Wochen würde er nur noch kraftlos und deprimiert in der Ecke sitzen, und dann schliesslich delieren und zu nichts mir in der Lage sein. Die wenigen Astronautik-Futter-Packs, die er über all die Monaten strecken muss, als Ergänzung zu den Kartoffeln, würden nie und nimmer diesen Ausgang verhindern können. Dafür bewegt er sich einfach zu viel, besonders draussen.
11. Ebenso floss in seine Berechnung des Kalorienverbrauchs sein Mehrverbrauch durch die mühsamen Unfall-Reparaturleistungen nicht mit ein. Bilanz: Mark Watney wäre also nach einigen Wochen mit schweren Symptomen einer Strahlenerkrankung, kraftlos und halb verrückt irgendwo im Kuppelzelt sitzend, langsam verhungert.
Trotzdem: Dank an Andy Weir für sein tolles, spannendes Buch!

