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Kundenrezensionen

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am 4. Januar 2015
Das Buch in wenigen Worten: Meisterwerk dystopischer Literatur und eins der besten Bücher aller Zeiten
Empfehlenswerte vergleichbare Bücher: Metro 2034,Der Tag der Opritschniks,Das Haus Komarow

Die Grundlage des "Metro-2033-Universums" sieht ungefähr wie folgt aus. In der Welt hat es einen Atomkrieg gegeben, die dazu geführt hat, dass Moskau über weite Strecken vollkommen zerstört worden ist und zu einer Geisterstadt verkommen ist, in der nun unter anderem Monster hausen, menschenfressende Mutanten und ähnliches. Menschen gibt es nur noch wenige, und diese Überlebenden befinden sich nicht mehr auf der verstrahlten Oberwelt, sondern haben sich in das U-Bahn-System zurückgezogen, das als Namenspate für das Buch herhielt. Dort haben sie eine isolierte eigene merkwürdige Gesellschaft errichtet, die ständig in Bedrohungsszenarien steckt. Wie schon die Welt zuvor, entwickelt sich auch die Unterwelt so, dass es hier unterschiedliche politische Vorstellungen gibt, unterschiedliche religiöse Ansichten, Bündnisse, Freundschaften, Feindschaften, und so weiter.

Inzwischen gibt es nicht nur Computerspiele, die im Metro-2033-Universum spielen, sondern auch ein direktes Nachfolgebuch sowie viele weitere Romane, die von anderen Autoren geschrieben worden sind und die in der gleichen Welt spielen, aber mit anderen Hauptfiguren und so weiter. Mit diesem Buch hier hat alles seinen Anfang genommen. In "Metro 2033" ist die Hauptfigur ein junger Russe mit Namen Artjom. Seine Station wird von Mutanten bedroht, in dem Fall von den "Schwarzen". Ein Soldat erzählt Artjom, das er vermutlich selber für die Bedrohung verantwortlich ist, weil er als Junge mit zwei Freunden ein hermetisches Tor geöffnet hatte, um an die Oberfläche zu kommen, und es nicht rechtzeitig wieder geschlossen haben. Artjom macht sich nun auf, dabei zu helfen, die Bedrohung von oben zu bannen.

Auf den ersten Blick wird man sicherlich meinen, plumpe Action-Scifi vor sich zu haben. Doch "Metro 2033" ist so viel mehr als das. Das Buch ist eine unglaublich lebensnahe Beschreibung von Zuständen und von Gefahren, eine fesselnde und spannende Zukunftsvision in einer ungewöhnlichen und bedrückenden düsteren Atmosphäre, vor allem aber auch ein Buch mit sehr viel hintergründigem Gehalt. Vieles von dem, was Glukhovsky da verfasst hat, lässt sich auf die heutige Welt übertragen und das ist zweifelsohne auch so gewollt, das Buch steckt voll kluger Gedanken und voll tiefgründiger Aussage, und unterhält dabei trotzdem geradezu bombastisch. Eins meiner absoluten Lieblingsbücher, und ich finde auch vieles andere fantastisch, was im Metro-2033-Universum geschrieben worden ist. Das ist eine Welt entstanden, über die ich mir ohne nachzufragen jede neue Erscheinung direkt am Tag der Veröffentlichung zulege. Große Buchkunst!
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am 21. Februar 2009
Die Idee zu diesem Roman hat mich von Anfang an fasziniert. Die Erdoberfläche ist unbewohnbar, und nun leben die Menschen in den Schächten der U-Bahn. Der Ideenreichtum, mit dem diese Welt ausgestaltet ist, ist großartig. Wie die Menschen in den Tunneln Pilze und Schweine züchten, ihr Trinkwasser filtern, ihren Schutz organisieren und sich zu Zwergstaaten zusammenfinden, die einander bekriegen, ist ein spannendes Szenario, das so detailreich ausgestaltet ist, dass es vor allem im ersten Teil des Buches ein Vergnügen ist.
Ich habe das Buch verschlungen. Zu bemängeln sind allenfalls die Charaktere: Die junge Hauptfigur bleibt etwas blass, und die anderen Figuren sind stets so kurz Teil der Handlung, dass sie kaum Gestalt annehmen können. Besonders eigenartig fand ich, dass es überhaupt keine Frauen gab. Wo auch immer Artjom hinkommt, unterhält er sich mit Männern und wird von Jungen umringt. Erst auf Seite 562 hat zum erstenmal eine Frau einige Worte Text - eine Frau, die für ihren Mann den Tisch deckt. Moskau ist aber nicht Kabul, und so ist es verwunderlich, wieso die Metro von Moskau eine so rein männliche Welt werden soll.
Trotzdem gibt es von mir vier Punkte, vor allem auch wegen des Endes, das so überraschend ist, dass es bestimmt niemand voraussieht und das so nachdenklich stimmt, dass man es lange nicht vergisst.
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am 1. Mai 2016
Leider hat Glukhowsky mit den Nachfolgern nicht mehr ganz so ins Schwarze getroffen, aber Metro 2033 hat bereits jetzt zurecht Kultstatus. Toll, wie es auch andere Autoren inspiriert.
Zur Story ist genug geschrieben worden. Mich fasziniert die fantasievolle Erschaffung eines neuen Universums genauso und natürlich braucht dies Platz zur Genesis, daher auch so viele Seiten, um nebenbei auch noch eine individiuelle Geschichte erzählen zu können. Wie grausam und wunderbar zugleich ist das denn, dass die dringendsten Fragen: Was geschieht in den unerforschten Stationen auf der Karte? Welche geheimen Mächte steuern hier wen und was? Wie kam es zur großen Katastrophe und wer sind "die Schwarzen"? eben einfach nicht beantwortet werden? Die ultimative Herausforderung der eigenen Vorstellungskraft- und genug Materie, um Bände an Büchern damit zu füllen.
Etwas weniger gelungen finde ich die Schärfe der Charaktere, viele davon haben nicht die Gelegenheit, ein richtige Profil zu entwickeln und bevor man sich selbst sicher ob, ob man sie mag oder nicht, verschwinden sie wieder. Dem Hauptcharakter Artjom geht das sogar bis zum Schluss leider so, wie ich finde.
Ein wenig anstrengend ist von Anfang an die geografische Orientierung. Ja, die Karte hilft da ein bisschen, aber die vielen russischen Stationsnamen machen es mühsam. Man kann es ja positiv sehen: dieses Gefühl von Verirrung ist vielleicht ja gewollt. Für Leser aus Moskau ist das natürlich nicht so, sondern allenfalls amüsant.
Fazit: Danke für dieses schöne Universum voller Phantasie und mit so vielen vielen unbeantworteten Fragen, dass die Hautgeschichte fast in den Hintergrund rückt.
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am 7. August 2010
Diesem Buch kann man je nach Auffassung 3-5 Sterne vergeben. Ich habe mich für die Mitte entschieden.
Warum? Erwartet habe ich eine düstere Atmosphäre, Schrecken, apokalyptisch-übernatürliche Erscheinungen. Ein Leben in der Metro Moskaus. Angst. Schweiß. Wegrennen.

Was bekam ich?
Eine solide Geschichte. Rahmenhandlung: Nach dem 3. Weltkrieg ist die Erdoberfläche verstrahlt, die Menschen leben lediglich in den Ubahntunneln von Moskau.

Die Hauptperson, ein Junge muss die Menschen vor einer unbeschreiblichen Bedrohung warnen und reist dafür durch die Tunnel und sogar an die Oberfläche.

Was gut ist:
Die Atmosphäre. Sie ist stimmig, kommt gut rüber, man bekommt einen wirklich guten Einblick in das Leben ohne Sonne. Das Bild von Menschen, die um ein Lagerfeuer herumsitzen und sich von Mythen der Metro erzählen ist auch jetzt noch, knapp 6 Monate später nicht aus meinem Kopf verschwunden, wenn ich an dieses Buch zurückdenke.

Was ich mir mehr gewünscht hätte:
Action. Ja, ganz einfach platte Aktion. Wenn das Leben da unten so angespannt ist und jeder ums Überleben kämpft, warum bekomme ich davon so wenig mit?

Was mir im Nachhinein aufgefallen ist:
Das Buch stellt oft Fragen zum Menschen, der Menschheit und dem Mensch-sein. Hätte ich gewusst, dass es - vorausgesetzt, man liest es aufmerksam(er) - so dermaßen tiefgründig sein kann, wäre es keine Arbeit gewesen, um zum Ende zu kommen. Es wären thematische Leckerbissen, die in eine Story eingebunden sind.

Fazit:
Ein eigentlich rundum gelungenes Buch. Mir persönlich hat die Action gefehlt, das Tempo, um mich bei Laune zu halten. Wer das weiß und damit zufrieden ist, der bekommt ein einwandfreies Buch, einer der dichtesten Atmosphären, die ich kenne (Wer S.T.A.L.K.E.R. kennt, weiß, von welchem Gefühl des Allein-seins ich hier spreche).
Abschließend lässt sich noch sagen, dass ich mir ziemlich sicher bin, wenn ich dieses Buch ein 2. Mal gelesen habe, gebe ich 5Sterne.
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am 24. November 2010
Wir befinden uns im Jahr 2033 und die Welt liegt nach einem Atomkrieg in Schutt und Asche. In Moskau haben sich die wenigen Überlebenden ins Metro-Netz geflüchtet. Für den Uneingeweihten - in Moskau heisst die U-Bahn Metro. Es ist eine neue Zivilisation entstanden, die sich gegen die Widrigkeiten des Lebens unter der Erde und gegen sich selbst verteidigen muss.

Metro 2033 erzählt die Abenteuer des jungen Artjom, der von seiner Heimatstation aufbricht, um eine Aufgabe zu erfüllen. Dabei entdeckt er die Welt der Metro und ihre dunklen Geheimnisse. Ihm begegneten Verrückte, Verzweifelte, Normale, Mutanten und Kreaturen, wie sie noch nie ein Mensch zuvor gesehen hat.

Dmitry Glukhosky entführt uns in eine Parallelwelt zum Jetzt. Kleine Staaten existieren, Anarchie existiert, Wildnis existiert und überall ist Angst und viel Dunkelheit. Metro beleuchtet die dunklen Seiten der Menschheit, das Grauen und die Gier. Glukhosky versteht es, uns in den dunklen Tunnel mit dem Helden stehen zu lassen und jedes Geräusch wahrzunehmen, jeden Luftzug und jede Berührung.

Für zarte Gemüter ist vom Lesen spät in der Nacht und kurz vorm Schlafengehen abzuraten. Man träumt von der Metro und wenn man abends allein in der Wohnung ist, dann macht man doch öfters Licht als sonst. Metro ist aber kein Horror ala Stephen King und erst recht kein ekelerregenden Blutspritzwerk.

Fazit: Unbedingt lesen, wenn man Endzeitstimmung mag oder die finsteren Seiten der Menschen beleuchtet sehen möchte. Wer zu Klaustrophobie neigt, der mag kann das Buch auch zur Therapie einsetzen... Metro habe ich trotz seiner 780 Seiten in wenigen Tagen verschlungen. Man mag das Buch oft nicht weglegen, weil man unbedingt wissen will, was im nächsten Tunnel ist oder wie die nächste Metrostation aussieht und wer dort lebt.
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am 4. Februar 2015
Die meisten Rezensenten haben ja schon gründlich die Qualitäten dieses erstaunlichen Buchs beschrieben: Spannung, Anspruch, Vision. Ein erstaunliches Buch, nicht nur für SciFi Fans.

Mir hat die Reise von Artjom auch gefallen, weil der Autor viele philosophische und (oder?) ideologische Fragen geschickt in den Handlungsstrang eingeflochten hat. Nicht umsonst ist Artjom ein bisschen Candide, wenn auch wesentlich bewusster und mit anderem Ausgang.

Ergänzend wollte ich noch die außergewöhnlich gute Qualität der Übersetzung ins Deutsche loben.
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am 13. September 2012
Ich kenne Spiel und Buch,kam allerdings erst durch das Gleichnamige Spiel zum Buch.
Im Endeffekt kann ich beidem etwas abgewinnen.

Desweiteren bin ich ein großer Fan der S.T.A.L.K.E.R reihe für den Pc.

Beim vorliegenden Buch hat mich die Geschichte von Anfang bis Ende gefesselt.

Metro 2033 ist wenn man sich darauf einlässt,und aufmerksam liest eine packende sehr Athmosphärische Endzeit Geschichte,die gut und gerne auf zuviel Action verzichten kann.
Man merkt auch ohne überflüssige Action dass es eine Gefährliche Welt ist in der der Mensch nichtmehr das Alpha Tier auf Erden ist,und sich nicht alles mit Wissenschaftlichen Gesetzen erklären lässt.

Man kann aus der Metro vieles fürs eigene Leben mitnehmen,teilweise kommen Texte,Dialoge auf die einem noch lange im Gedächtnis bleiben,vllt sogar einem einige neue Erkenntnisse,oder gar bestätigung liefern.

Stellenweise gab es auch einen sehr extremen Gänsehautfaktor.
Es gab so einige Passagen über die ich mir noch immer meine Gedanken mache.
Und es ist sehr selten bei mir dass ich solche Wälzer innerhalb einer Woche verschlinge,da ich ansonsten mehr der Gelegenheitsleser bin.

Metro stellt fragen die wirklich tief gehen,und sich vllt auch einige Menschen stellen sollten.
Russische Autoren fesseln mich mehr und mehr.

In einer Welt in der Film,Fernseh und die Literatur teilweise immer Seelenloser werden könnte man Metro schon fast als ein Meisterwerk bezeichnen.

Metro ist was man selbst daraus macht.
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VINE-PRODUKTTESTERam 23. Mai 2015
Dystopische Romane sind meist eher schwere Kost, dass liegt wohl im Genre begründet. Zu Anfang der Geschichte dachte ich noch, dieses wird eine normale Story die über die Reise unseres Helden berichtet und seine Abenteuer schildert. Doch trat dieses im Laufe der Handlung immer mehr in den Hintergrund. Ich weiß nicht warum, aber es scheint mir so, dass russische Autoren ein Faible für philosophische Betrachtungen haben. Somit ist der Roman über weite Strecken gefüllt mit Reflektionen über das Leben und die Erfahrungen des Helden. Leider kommt dabei die eigentlich Story etwas zu kurz. Teils passiert ewig gar nichts und dann, besonders frappierend bei der Rückreise des Helden zu seiner Heimatstation geht alles wie von selbst und problemlos. Ich konnte mich also nicht so ganz dem Eindruck erwehren, dass der Autor seine Welt eher als Kulisse für seine philosophischen Überlegungen nutzt als wirklich eine Geschichte in ihr erzählen zu wollen.
Weiterhin irritierte mich die Beliebigkeit mancher Charaktere, die austauschbar wirkten und das oft auch einfach wurden. Plötzlich waren sie halt tot oder verschollen -egal, kommt halt bald ein neuer Spieler um die Ecke. Die Grundidee mit einer Zivilisation in der Moskauer Metro war grundsätzlich spannend, auch wenn ich hier und da nicht wusste, was der Autor eigentlich erzählen wollte. Es schwankte sehr zwischen dystopischer Science Fiction, Horrorroman und Fantasy. Gerade wenn ein Tunnel dann auf einmal ein unbeschreiblich böses und tödliches "Etwas" enthielt fragte ich mich, wie das nun alles zusammenpassen soll. Das Ende des Buches lässt einen dann irgendwie stehen. Alle Mühe war irgendwie umsonst, zumindest wenn man annimmt, dass die Visionen des Helden kurz vor Schluss keine perfide Täuschung seiner Feinde waren. Naja, letztlich war es ganz kurzweilig zu hören, aber ich glaube, einen weiteren Ausflug in die Welt von Metro 2033 werde ich nicht unternehmen.
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am 17. Februar 2014
Aufgrund der positiven Kritiken habe ich es heruntergeladen und auch relativ schnell durchgelesen. Eigentlich ist auch die Grundidee, die verschiedenen politischen und religiösen Weltanschauungen in die Moskauer Metro zu verlegen, gelungen. Der Schreibstil ist gut und man kann es flüssig lesen. Dennoch finde ich, dass es etwas langweilig wird, wenn man noch eine, und noch eine, und noch eine, und noch eine mehr oder weniger durchgeknallte, religiös oder politisch geprägte Metrostation passiert, zumal die Ausprägungen und die Folgen dieser Ausprägung den meisten Lesern bekannt sein dürften. Außerdem war mir immer ein bisschen zu viel Zufall im Spiel, der den Protagonisten gerettet hat. Dazu dann noch ewige Debatten über die Stationen und was wann wo war oder wie man wo hinkommt - was hat das der Story gebracht? Etwas Kürze hätte dem Fluss in der Geschichte keinen Abbruch getan. Das Ende kommt dann überraschend kurz und vieles bleibt unklar, man weiß nicht, was war Einbildung, was war real, was war / ist eigentlich nun das Ziel der Schwarzen, wie sie generiert werden und wie sie sich überhaupt an der Oberfläche behaupten können, mit all dem mutierten Viehzeug, das dort existiert.

Da ich es besser als "gefällt mir nicht" finde, gebe ich gut gemeinte 3 Sterne.
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am 18. Januar 2010
Im Jahr 2033 gibt es auf der Erde kein menschliches Leben mehr, weil Atomschläge Jahre, gar Jahrzehnte zuvor alles vernichtet haben. Doch in den Katakomben und Tunneln unterhalb von Moskau, im gewaltigen, tief gelegenen Areal der ehemaligen U-Bahn existieren noch Menschen. Einzelne Stationen oder ganze Linien bilden etwas wie Nationen, die Währung besteht aus Gewehrmunition, die Menschen essen Pilze und mit Pilzen gemästete, blinde Schweine.

In einer dieser Stationen, der "WDNCh" (benannt nach dem Kürzel für die "Ausstellung der Errungenschaften der Volkswirtschaft der UdSSR"), lebt der junge Artjom. Seine Erinnerungen an die Welt oben sind spärlich. Die WDNCh ist eine der äußeren Stationen, die noch von Menschen bevölkert werden, und ihre Bewohner müssen den Tunnel regelmäßig gegen Angriffe der "Schwarzen" verteidigen, wobei es sich offenbar um Mutanten handelt, schwarzhäutige Menschen, die trotz der Strahlung oberirdisch leben können - und nun vermeintlich die Metro-Völker angreifen.
Artjom begegnet "Hunter", einem so genannten "Stalker", das sind Leute, die in Schutzanzügen und schwer bewaffnet regelmäßig an die Oberfläche gehen, um Nachschub zu besorgen. Hunter befindet sich auf einer Expedition und bittet Artjom, in eine andere, weit entfernte Station mit einer Nachricht zu reisen, sollte er, also Hunter, nicht in Tagesfrist von der Expedition zurückkehren.
Und das geschieht dann auch. Artjom wandert erstmals in seinem Leben durch das komplexe Netz der Moskauer Metro, erlebt viele Gefahren, begegnet den seltsamen "Völkern" und Bündnissen, die sich inzwischen etabliert haben (es gibt Neo-Kommunisten, bibeltreue Frömmler, ein "Viertes Reich" und vieles mehr), und steht nicht selten kurz vor dem Aus.

An diesem Roman sind zwei, nein, eigentlich drei Dinge bemerkenswert. Erstens wird ein eigentlich spannendes und originelles Setting fast zu Tode palavert. Das mag der russischen Erzähltradition geschuldet sein, aber hier nimmt es einfach überhand. Die Abläufe in den einzelnen Stationen ähneln sich, für die Handlung ist vieles bedeutungslos, und keine Gefahr, in der sich Artjom befindet, wird je wirklich greifbar, also vom Leser als gefährlich empfunden. Was anfangs noch spannend und interessant daherkommt, entwickelt sich alsbald zu nahezu belanglosem Füllmaterial; es gibt einfach zu viele Geschichten in der Geschichte. Die Entwicklungen in den diversen Bereichen der Metro werden zur Aufzählung.
Zweitens kommt die Story fast vollständig ohne weibliches Personal aus. Glukhovskys Dystopie ist eine patriarchalische, Frauen spielen lediglich Nebenrollen, und auch nur sehr wenige. Jedenfalls wird keine der "Metro-Welten" von Frauen beherrscht, und wenn ich mich recht erinnere, gibt es tatsächlich nur eine Stelle im Roman, an der eine Frau etwas sagt.
Und drittens ist "Metro 2033" bei allen Schwächen trotzdem interessant und lesenswert. Das liegt daran, dass Glukhovskys Entwurf fast bis ins Detail realistisch anmutet - die Idee ist einfach gut. Der Roman hat zwar hier und da logische Schwächen, doch das Bild von der Restzivilisation, die in lichtlosen Tunnels und auf schwach beleuchteten U-Bahn-Stationen dahinvegetiert, sich und ihre Werte aber dennoch aufrechtzuerhalten versucht, wirkt beklemmend und absolut vorstellbar. Zumal die Moskauer Metro ja tatsächlich als atombombensichere Bunkeranlage konzipiert ist.
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