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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen102
4,4 von 5 Sternen
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TOP 500 REZENSENTam 7. September 2014
Man braucht bei Zoran Drvenkars neuem Thriller “Still” nur wenige Seiten um zu merken, dass man es hier mit einem ungewöhnlichen Roman zu tun hat, denn bereits in den ersten drei Kapiteln offenbart sich die originelle Erzählweise dieser Geschichte. Es gibt drei verschiedene Perspektiven: “Du”, “Sie” und “Ich” – und so wie die Kapitel überschrieben sind, so schreibt Drvenkar die folgenden Abschnitte auch: Im Singular der ersten und zweiten Person und im Plural der dritten Person. Die Rolle des Ich-Erzählers übernimmt der Lehrer Mike Stellar, der sein Leben völlig umgekrempelt und nun alles darauf ausgerichtet hat, sich bei einer Gruppe Männer einzuschleusen, die er für das verantwortlich macht, was seiner Tochter widerfahren ist – was genau das ist, darüber bleibt der Leser aber lange Zeit im Unklaren. Wer hinter den Taten, deren Ausmaße man nur erahnen kann, steckt, erfährt man aber in den “Sie”-Kapiteln – auch wenn der Autor hier ebenfalls sehr vage bleibt und keine Namen nennt.

Die wohl bemerkenswerteste Perspektive ist jedoch die der zweiten Person, in welcher die Leser gezwungenermaßen in die Opferrolle gedrängt und eins werden mit Lucia – dem Mädchen, das Unvorstellbares durchleben musste und nun seine Tage damit verbringt, aus dem Fenster ihres Klinikzimmers in die Ferne zu starren. Für Außenstehende wirkt die Überlebende so fast zwangsläufig wie ein schwerer Pflegefall, doch als Leser merkt man durch die Verschmelzung mit der Sichtweise des Mädchens, dass in Lucia immer noch Leben steckt – und ein durchaus starker Geist. Und gerade durch die direkte Ansprache werden die “Du”-Kapitel zu einem unglaublich intensiven Erlebnis, das oft nur schwer erträglich ist.

Das soll aber nicht heißen, dass der Rest des Buches ein Zuckerschlecken wäre – im Gegenteil: “Still” ist an Abgründigkeit kaum noch zu überbieten und erzielt durch ebenso simple wie geniale Mittel eine unheimlich beklemmende Atmosphäre. Drvenkars Stil ist sprachlich zugleich nüchtern und poetisch und weit entfernt von der oft rüden und billigen Effekthascherei, mit der man es in diesem Genre oft zu tun bekommt. Dies hat der Autor gar nicht nötig, denn auch ohne großes Blutvergießen, detaillierte Gewaltdarstellungen oder künstlich in die Höhe getriebenes Erzähltempo erzeugt Drvenkar eine wahnsinnige Sogwirkung, aus der es spätestens ab der Mitte des Buches schlicht kein Entkommen mehr gibt. Das liegt zum einen an der immer schlimmer werdenden Geschichte, über die man vor der Lektüre wirklich nicht mehr wissen sollte als der glücklicherweise sehr vage gehaltene Klappentext hergibt: Immer wenn man denkt, man wäre ganz unten in den Abgründen der menschlichen Grausamkeit angelangt, verpasst Drvenkar seinen Lesern einen weiteren Schlag in die Magengegend. Einen weiteren Teil seiner großen Faszination bezieht “Still” aber auch aus der Erzählkunst des Autors, der nach und nach Perspektiven und Zeitebenen zusammenbringt und es dabei immer wieder schafft, sein Publikum zu überraschen. Und dann ist da ja noch diese enorm einnehmende Atmosphäre voller Kälte, die sich nicht nur in den einsamen Landschaften aus Schnee und Eis widerspiegelt.

Um es mal auf den Punkt zu bringen: Zoran Drvenkar macht mit “Still” alles richtig. Der Spannungsaufbau ist perfekt, die Atmosphäre wahnsinnig intensiv, die Charaktere gut ausgearbeitet und der Plot einfach ungemein gut konzipiert. Zudem hebt sich Drvenkar durch die sehr originelle Erzählweise, die sich schon früh als genialer Schachzug entpuppt, deutlich von anderen Thrillern ab und besticht obendrein noch durch eine präzise und wuchtige Sprache. Und obwohl die Geschichte wirklich sehr düster und schockierend ist, kommt Drvenkar über weite Strecken fast komplett ohne Blut aus, sodass sich auch in dieser Hinsicht etwas zartbesaitete Gemüter an dem Buch verlassen dürfen – doch Vorsicht: “Still” ist auch ohne Gewaltorgien schlimmer als vieles, was man in diesem Genre sonst zu Lesen bekommt. Lange Rede, kurzer Sinn: Zoran Drvenkars Roman ist das beste, was ich seit Jahren im Bereich der Psychothriller gelesen habe und genau das Buch, was ich mir seit den frühen Werken eines Sebastian Fitzek herbeigesehnt habe. Für Thriller-Fans jeder Art ein absolutes Muss!
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am 10. März 2015
Inhalt:

Im Winter wenn es schneit und alle Spuren verwischen, verschwinden immer wieder Kinder die nie mehr gesehen werden. Doch es gibt eine Ausnahme, ein Mädchen taucht wieder auf. Doch seit der Entführung sind ihre Lippen fest verschlossen und sie spricht kein Wort. Als jedoch ein Vater, der seine Tochter verloren hat, auf eigene Faust ermittelt, beginnt sie zu reden. Ein Spiel das nur den Tod mit sich bringt, beginnt.

Meine Meinung:

Ich muss sagen, das ich weder ein Fan von der Serie Stromberg bin, geschweige denn von Christoph Maria Herbst. Doch als ich dieses von ihm gesprochene Hörbuch hörte, kam mir in den Sinn, dass ich gerne mehr von ihm hören möchte. Er hat eine sehr angenehme und warme Erzählerstimme und hat "Still" gekonnt in Szene gesetzt.
Es hat mich aber nicht nur die Stimme mehr als überzeugt, sondern auch die Geschichte an sich.
Zoran Drvenkar hat mit "Still" ein Szenario erschaffen, das jedem Menschen aber ganz besonders Familienvätern, regelrecht unter die Haut geht. Sehr oft ging mir der Gedanke durch den Kopf, dass ich hoffe so etwas nie erleben zu müssen und auch niemand anderes auf der Welt.
Die Geschichte packte mich gleich am Anfang, denn sie nimmt nicht langsam an Fahrt auf, sondern der Leser oder wie in meinem Fall der Hörer, bekommt gleich die volle Ladung präsentiert.
Am Anfang konnte ich noch nicht ganz begreifen worum es sich eigentlich dreht. Kindesentführung ?
Zum Teil geht es auch darum, doch das eigentliche Thema ist noch viel schrecklicher.
Das Ende hat mich auch total überrascht, denn nichts ist so wie man es sich vorstellt.
Die Idee des Buchs finde ich sehr interessant und schrecklich zugleich. Die Umsetzung durch den Autor ist auch mehr als gelungen.
Mika ist mir von Anfang an sympathisch gewesen, denn er ist der Vater, der seine Tochter sucht.
Durch viele Recherchen kommt er einer Gruppe von Männern auf die Spur, die sich auch gerne mit Kindern vergnügen.
Zwar sind sie mir nicht unsympathisch, aber man hat immer im Hinterkopf dass sie sich an Jungen oder Mädchen im Alter von 10 bis 13 Jahren vergehen. Am sympathischsten war mir von ihnen Hagen, was sich aber gegen Ende sehr schnell ins Gegenteil umschlägt.
Franko ist der Typ Mensch, dem alle in gewisser Weise zu Füßen liegen. Daher ist er auch der Anführer der Gruppe und behält die Fäden in der Hand.
Für mich war dieses Hörbuch ein Erlebnis mit Gänsehaut Garantie und daher eine absolute Kaufempfehlung.

Mein Fazit:

Ein Hörerlebnis der Spitzenklasse. Ein Thriller vom Feinsten!
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am 29. Oktober 2015
Da jedes Wort zum Inhalt bereits zu viel verraten wäre, möchte ich mich nur auf meine Meinung zum Buch beschränken.

Ich liebe die Bücher von Zoran Drvenkar! Jedes Einzelne habe ich verschlungen und war immer wieder begeistert von seinem etwas anderen Stil - vor allem die "Du-Sicht", die ich in der Form bislang nur von ihm kenne, hat es mir angetan. Aber "Still" schlägt sie alle! Ich habe schon unzählige Thriller gelesen, darunter auch viele großartige Pageturner. Allerdings konnte ich es nur selten so wenig erwarten, eine Seite zu beenden, um endlich zur nächsten zu blättern. Die Spannung in diesem Buch hat mich schier umgehauen. Überraschende Wendungen, Irrungen und Wirrungen gepaart mit Drvenkars besonderem Schreibstil, ausgereiften Charakteren und einem neuen Ansatz für ein bekanntes Thema - für mich ein Thriller, den ich definitiv zu meinen bisherigen Top 3 zähle. Noch lange nach dem Lesen hat mich die Geschichte beschäftigt und mir jedes Mal aufs Neue eine Gänsehaut beschert, wenn ich darüber nachgedacht habe. Wenn ich könnte, würde ich 10 Sterne vergeben.

Sicherlich ist das Buch nichts für schwache Nerven und selbst einen hartgesottenen Thriller-Leser wie mich hat die Story ganz schön mitgenommen. Aber wer gut geschriebene, nervenaufreibende Spannung sucht, wird hier definitiv fündig.

Auch das Hörbuch, gelesen von Christoph Maria Herbst, ist eine klare Empfehlung. Sehr gut umgesetzt!
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am 2. November 2014
Zoran Drvenkar und ich waren in der Vergangenheit bisher keine Freunde. Irgendwie gab es immer etwas an seinen Büchern, das mir nicht gefiel und eine Geschichte, in die ich nicht heineingefunden habe. Mit "Still" hat er es nun aber geschafft, mich vollkommen zu überzeugen und mein Thrillerherz höher schlagen zu lassen. Zurecht wird dieses Buch bei den Kritikern gefeiert und glücklicherweise gibt der Klappentext nicht wirklich viele Informationen her. Auf dieses Buch kann man sich nicht vorbereiten, man muss sich einfach darauf einlassen.

Erzählt wird die Geschichte in drei unterschiedlichen Erzählsträngen. "Ich" ist Mika Stellar, der in Wirklichkeit ganz anders heißt und ein Mann ist, der von Rache getrieben wird. "Du" ist ein junges Mädchen, das verlassen in einem Pflegeheim sitzt und kein Wort spricht. Stumm geworden, weil Erlebnisse in der Vergangenheit sie dazu gezwungen haben. "Sie" ist eine Gruppe von Männern, die eine Tradition pflegen, die so unfassbar ist, dass man als Leser gar nicht genauer drüber nachdenken möchte. Diese drei Erzählstränge verknüpft Zoran Drvenkar so geschickt, dass am Ende ein brisanter, spannender und psychopathischer Thriller entsteht, den ich kaum zur Seite legen konnte.

"Mit oberflächlichen Wunden kann man leben. Für eine Weile zumindest. Aber jede noch so unbedeutende Wunde blutet, und so fließt jeden Tag das Leben aus uns heraus, während das Herz schlägt und schlägt und wir dabei reden, essen, lieben oder in der Sonne liegen und tun, was auch immer wir tun, weil wir es nicht besser wissen. Jahr für Jahr verläßt uns die Kraft ein wenig mehr, weil selbst die kleinste Lüge Schaden anrichtet. Ich weiß, wovon ich rede. Ich blute ohne Pause." S. 62

Drvenkars Schreibstil gefällt auf den ersten Blick vielleicht nicht jedem. So ging es mir zumindest früher. Er schreibt oft kurz und knapp, nüchtern und ausdrucksvoll zugleich. Wörtliche Rede wird nie in Anführungszeichen gesetzt und er bedient sich an der alten Rechtschreibung. Trotzdem schafft er es gerade deshalb, eine unglaubliche Sogwirkung mit seinen Texten zu erzielen. Er ist Meister der Erzählkunst, denn diese beklemmende Atmosphäre und diese furchtbare Grundstimmung, die er mit diesem Buch erschafft, ergibt sich allein durch seine Erzählung. Dieses Buch kommt ohne viel Effekthascherei und Blut aus und besticht durch Worte, die aneinandergereiht diese komplexe Geschichte ergeben. Hier ist kein Wort zu viel, kein Ablauf zu langsam. Diese Geschichte braucht Zeit und wird trotzdem an keiner Stelle langweilig. Wer viele Thriller liest der kennt sich einigermaßen im Genre aus und wird sowas trotzdem noch nirgends gesehen haben.

Die Geschichte spielt im Winter, in verschneiten Wäldern rund um Berlin. Allein das Setting ist damit perfekt gewählt, denn der Leser ist mittendrin. Spürt die Schneeflocken fallen, das knirschen von Schnee unter den Schuhen, die bedrückende Stille ringsum. Und eben weil der Leser sich so gut in diese Geschichte hineinversetzten kann, diese drückende Stimmung spürt, diese Stille wahrnimmt, eben genau darum ist dieses Buch noch eine Spur grauenvoller, kälter und abschreckender.

Die Charaktere sind wahnsinnig gut ausgearbeitet und unglaublich faszinierend. Am besten haben mir hier eindeutig Mika Stellar und Lucia gefallen. Lucia ist das Mädchen, das stumm im Pflegeheim sitzt. Auf den ersten Blick betrachtet eine Verrückte, die nach den tragischen Ereignissen in der Vergangenheit den Bezug zur Realität verloren hat und von der Außenwelt zurückgezogen lebt. Der aufmerksame Betrachter wird aber bald feststellen, dass da noch so etwas wie Leben in ihr steckt und es ist unglaublich spannend zu sehen, wie Mika Stellar ihr eine Stimme gibt und sie damit die Geschichte verändert.

Fazit: "Still" ist ein Psychothriller, wie ein Psychothriller sein sollte. Er greift auf psychischer Ebene an, dringt so zum Leser vor und schafft eine beklemmende, düstere, schockierende und fesselnde Atmosphäre der man sich, einmal mit dem Buch angefangen, in keinster Weise entziehen kann. Sprachgewaltig erzählt Zoran Drvenkar diese verstörende Geschichte und begeisterte mich damit von der ersten bis zur letzten Seite. Eine absolute Leseempfehlung für Fans des Genres.
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am 9. November 2014
Zoran Drvenkar schreibt in einer eigenen Liga.

Ich musste das Buch zwischendurch aus der Hand legen, die Geschichte ist einfach zu beklemmend und manchmal nicht mehr zu ertragen. Der Autor lässt seine Protagonisten - und seine Leser- leiden. Und doch hat man nie das Gefühl, dass Drvenkar das Grauen benutzt, um den Plot zu pushen. Das hat er nicht nötig. Er hat die Gabe, Menschen und ihre Beweggründe so zu schildern, dass sie real werden. Und so müssen wir hautnah miterleben, wie ein Mädchen ihr Leben in der Psychiatrie verbringt, gefangen in sich selbst. Wie ein Vater einen wahnwitzigen Racheplan entwickelt und durchführt, dabei immer wieder an Grenzen stößt, zu scheitern droht und doch nicht aufgibt. Wir erleben am Ende eine scheinbare Gerechtigkeit, die uns dennoch nicht zufriedenstellt, weil das wirklich Böse überlebt.

Ein außergewöhnliches Buch, das zeigt, zu welchen Grausamkeiten Menschen fähig sind. Leider nicht nur im Roman.
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am 22. Juni 2016
Inhalt:
Im Winter kommen Sie und suchen sich ihre Beute. Kinder verschwinden spurlos und keines von ihnen taucht je wieder auf. Bis auf ein kleines Mädchen, welches jedoch kein Wort sagt. Ein Vater begibt sich auf die Suche und kommt den Tätern gefährlich nah. Nach und nach zieht es ihn mehr in den Abgrund…

Aufbau:
Die Geschichte wird aus drei Perspektiven erzählt:
ICH: Der Vater
DU: Das Mädchen
SIE: Die Täter
Bei einem Wechsel der Perspektive wird dieser deutlich mit einer entsprechenden Trennseite angezeigt. Die Kapitel sind zum größten Teil sehr kurz gehalten.

Meinung:
Ich lese viele Thriller. Und wenn sie etwas härter sind ist das bisher absolut kein Problem gewesen. Dieses Buch hat jedoch etwas geschafft, was bisher keinem Buch gelungen ist: Es hat mich fertig gemacht. Deshalb an dieser Stelle eine ganz klare Warnung:

DIESES BUCH IST NICHTS FÜR SCHWACHE NERVEN!

Allein die Tatsache, dass es um Gewalt gegen Kinder geht ist schon schwierig aber Zoran Drvenkar treibt es dabei noch auf die Spitze. Jedes Mal wenn ich dachte „Noch schlimmer kann es gar nicht mehr werden!“ hat er einen drauf gesetzt. Zusätzlich ist die Geschichte dann auch noch in eine Richtung gegangen, die ich nicht erwartet habe. Klasse!

Das Buch ließ sich super schnell lesen, was zum einem an den kurzen Kapiteln liegt (ich liebe das!) aber auch an dem flüssigen Schreibstil. Auch mit dem ständigen Wechsel der Perspektiven gab es überhaupt keine Probleme, denn deutlicher als in diesem Buch kann man so etwas wohl kaum anzeigen.

Fazit:
Ein Thriller der unter die Haut geht und einen nicht mehr loslässt! Für jeden Thriller-Fan mit sehr starken Nerven zu empfehlen!
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am 8. Mai 2016
Der Klappentext sagt alles, was es zu diesem Roman zu sagen gibt. Jedes weitere Wort wäre definitiv zu viel!

Die ganze Geschichte ist wirklich heftig. Ich habe mich immer wieder gefragt, ob ich überhaupt in der Lage bin sie zu lesen. Der Schreibstil ist leicht, flüssig und trotzdem sehr, sehr eindringlich.

Es gibt drei Perspektiven. Ich, Du und Sie. Man versteht trotzdem relativ schnell, welcher Gedanke dahinter steckt.

"Ein verzweifelter Vater beginnt auf eigene Faust zu ermitteln" wenn man das liest, denkt man direkt, dass man die Geschichte und den Verlauf wahrscheinlich sowieso schon kennt und weiß, wie alles endet, ohne das Buch gelesen zu haben.

Doch HIER ist das wirklich nicht der Fall!!

In diesem Roman steht der Spannungsbogen bereits nach der ersten Seite ganz oben und bleibt dauerhaft bestehen, weil es keine Stelle gibt, an der es keine Bewegung gibt, Im Gegenteil! Es kommen Wendungen vor, mit denen ich nicht gerechnet habe!

"Ein dunkles Meisterwerk" steht auf dem Cover. Diese Aussage würde ich blind unterschreiben. Still ist das dritte Buch, das es dieses Jahr auf meine TOP-Liste 2016 geschafft hat!

Ein absolutes Muss für jeden Thriller-Fan!!
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am 1. November 2014
Ja, das Thema, dessen der Autor sich annimmt, ist gleichermaßen verstörend wie ungewöhnlich. Ich muss gestehen, dass noch nichts Vergleichbares gelesen habe und mich dieses Buch noch lange nach dem Lesen der letzten Seite beschäftigt hat. Ich kannte den von anderen Lesern zitierten Roman " Jagdzeit" nicht, daher was es für mich absolut überraschend, auf welche Ideen der Autor kam um den Leser bei Laune zu halten. Der Stil und die Sprache sind soundso eine Klasse für sich; von den falschen Fährten und Cliffhangern ganz abgesehen. Empfehlen kann ich das Buch unbedingt, auch wenn es mir ein paar unruhige Nächte beschert hat.
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VINE-PRODUKTTESTERam 12. September 2014
Mika Stellar, ein Mann und Vater der seine seit zwei Jahren verschwundene Tochter sucht, scheut keinen Schritt mehr, um sich endlich Klarheit zu verschaffen. Er nimmt eine neue Identität an und begibt sich durch sein Vorhaben selbst auch in Gefahr. Doch das kann ihn nicht schrecken oder abhalten. Den größten Schrecken eines Vaters musste er bereits erleben: Seine Tochter ist fort, verschwunden aus dem Elternhaus. Einfach so, ohne jede Spur.

Eine Gruppe von vier Männern, Jäger, besondere Jäger, denn ihre Beute sind keine Tiere. Sie sind sehr gut organisiert, geduldig und absolut diszipliniert. Sie jagen nur im Winter. Der Schnee und seine stille Weiße bietet ihnen den Schutz, den sie für ihre Jagd benötigen.

Ein Mädchen, mittlerweile 19 Jahre alt, sitzt in einer Einrichtung tagtäglich am Fenster, schweigend. Stumm stiert sie in die Welt hinaus. Ihre Hand liegt mit der geöffneten Handfläche nach oben auf ihrem rechten Knie. Immer. Sie wartet darauf, dass ihr endlich jemand den Schlüssel in die Hand legt, der ihre weggeschlossenen Erinnerungen befreit. Wieso versteht nur niemand diese Geste … ?

***

Ich selbst habe bislang nur einen Roman von Zoran Drvenkar gelesen. “Der letzte Engel”, sein Jugendbuch, der, wie mir eine befreundete Bloggerin erzählte, eher nicht der typische Zoran Drvenkar ist. Mir hat auch dieser Roman sehr gut gefallen und darum war ich auf dieses neue Werk natürlich gleich neugierig.

Ich habe mit STILL begonnen, las die ersten Zeilen und Seiten und ich wusste, was meine Bloggerfreundin meinte. Dieser Zoran Drvenkar ist anders. Der Schreib- und Erzählstil traf mich mit solcher Wucht, dass er mir Gänsehaut bereitet hat. Und nicht nur mir. Ich habe meinem Mann, selbst Schriftsteller, eine Stelle lesen lassen und auch er sagte nur: “Oh, Mann, ich habe eine Gänsehaut, das ist der Hammer.”

Zoran Drvenkar erzählt in mehreren Handlungssträngen und zu Anfang wusste ich noch nicht genau, wie sie miteinander zu tun haben sollen, das war mir aber auch relativ egal. Ich habe die Handlung auf mich zukommen lassen in dem Wissen, dass sich alles fügen wird und mir mit jeder Seite die Zusammenhänge klarer werden. So war es auch.

Und ich kann nur sagen: Dieser Roman ist keine leichte Kost. Das Thema schockt, erschüttert, macht wütend und stellenweise denkst du als Leser: Wie kann der Autor sich mit so abgrundtief Widerlichem nur befassen? Tja, ein solches Thema aufzugreifen und die Gratwanderung zwischen fesselnder Unterhaltung und abstoßendem Inhalt zu schaffen, das ist Kunst des Schreibens.

Ich bin sicher, Zoran Drvenkar hat es nicht leicht gehabt. Nicht mit der Recherche, nicht mit seinen Gedanken, die er als Handlung zu Papier bringen musste/wollte ohne selbst durchzudrehen.

Ich werde nicht verraten, um welches Thema es sich genau handelt, jedoch hat es mich gleich doppelt “mitgenommen”: Erstens als Mutter von vier Kindern zwischen 20 Jahren und 6 Monaten und leider werde ich auch beruflich ab und an damit konfrontiert und ich kann nur sagen: das ist mehr als schlimm.

Dieser Roman hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt, mich nicht losgelassen und die Wendungen, die Zoran Drvenkar im Laufe der Geschichte verbaut hat, die waren absolut nicht absehbar. Der Schreibstil ist, wie bereits erwähnt, sehr hochwertig und ich könnte gleich mehrere Zitate liefern, die dies belegen. Aber einfacher ist noch: Lest selbst!

Der brandneue Verlag Eder & Bach liefert auch optisch ein sehr gutes Buch: Die Klappenbroschur ist edel und hochwertig. Das Cover ist den anderen Roman von Zoran Drvenkar optisch so angeglichen, dass der Verlagswechsel im Regal nicht auffällt. Das Schriftbild, das Papier, die Kapiteleinteilung, alles wirkt sehr ansprechend.

Der Roman wurde übrigens auf ausdrücklichen Wunsch des Autors in der alten deutschen Rechtschreibung gedruckt. Es ist einfach toll,z.B. das Wort Photographie wieder mit ‘ph’ auf dem Papier zu sehen!

Der Verlag Eder & Bach, erst dieses Jahr gegründet von Klaus Fuereder, u.a. ehemaliger Geschäftsführer bei Ullstein und dem Literaturagenten Felix Grisebach hat mit Zoran Drvenkar natürlich ein absolutes Zugpferd im Programm. Ich denke, der Verlag wird sich recht schnell etablieren, die Printausgaben liegen zumindest im Buchhandel aus und sind nicht nur online oder über den Verlag erhältlich. Das ist natürlich für einen Verlagsstart ein absoluter Pluspunkt.

Mein Fazit: Volle Punktzahl, 5 von 5 Sternen für den neuen Roman von Zoran Drvenkar, der mit einer schrecklichen Handlung den Leser überrumpelt und fesselt, ihn aber mit seinem absolut hochwertigen und tiefgründigen Schreibstil in einen Bann zieht, der dich das Buch nicht aus der Hand legen lässt.

© Buchwelten 2014
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am 22. November 2015
4,5 Sterne

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich für dieses Buch die richtigen Worte finden kann.
Anfangs hatte ich noch einen recht konfusen Eindruck, denn der Autor erzählt aus drei Perspektiven.

ICH - ist der Protagonist, der Vater, dessen Gedanken nur von Rache beseelt sind

DU - das Mädchen, dass sich in der Stille verloren hat und

SIE - die jeden Winter aufs Neue auf die Jagd gehen

Erst nach und nach kristallisiert sich heraus, was sich hinter ihnen verbirgt, auch wenn man recht schnell ahnt, um was es geht, verdichtet sich nach und nach das Grauen, das diese Menschen erlebt haben und selbst entfesseln.
Auch der Schreibstil war für mich gewöhnungsbedürftig und sehr schwer zu beschreiben - einerseits nüchtern, ja distanziert, aber gerade dadurch wird eine extrem fesselnde und verstörende Atmosphäre geschaffen, der man sich kaum entziehen kann.
Ich war immer wieder nah dran, das Buch wegzulegen und abzubrechen, weil ich über diese kühle Brutalität nicht mehr weiterlesen wollte; ich den Sinn dahinter gesucht und nicht gefunden habe. Aber meine Neugier hat mich immer weiter durch die Seiten geschleift um zu verstehen, was all diese Menschen antreibt.

Der Winter, der Schnee, das Eis; und Männer, die es mit der Grausamkeit der Natur aufnehmen und Gott spielen. In einer so verstörenden und gleichzeitig für sie ganz natürlichen, alltäglichen Art und Weise, dass einem davon beim Lesen ganz anders wird. Mir ging auch ständig durch den Kopf, wie einem nur sowas Krankes einfallen kann und ob dieses heikle Thema der Misshandlung von Kindern in dieser Form Ausdruck verliehen werden "darf". Normalerweise lese ich sehr ungerne darüber und ich hatte nicht vermutet, dass dieses Buch auf so drastische Art darauf eingeht. Wer damit nicht klar kommt, sollte vielleicht die Finger davon lassen.

Ich hab in anderen Rezensionen gelesen, dass für einige die Wendungen gegen Ende und der Schluss unglaubwürdig waren. Dem kann ich mich nur bedingt anschließen, denn während dem Lesen war ich so von der Szenerie gefangen, dass ich darüber gar nicht nachgedacht hab. Jetzt im nachhinein könnte man darüber "streiten", aber da ich beim Lesen dieses Gefühl nicht hatte, kann ich dem nicht zustimmen.

Die Bewertung fällt mir hier etwas schwer, da ich einfach mit dem Thema gehadert habe ... aber die Umsetzung war wirklich extrem gut und Zoran Drvenkar hat hiermit ein sehr beklemmendes, und außergewöhnliches Werk geschaffen.

Fazit

Ein sehr beklemmender und drastischer Thriller, der mit seiner subtilen Grausamkeit gleichzeitig Abscheu entwickelt, aber auch einen Sog, der mich nicht mehr losgelassen hat. Ein sehr intensives Leseerlebnis.

© Aleshanee
Weltenwanderer
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