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am 18. Juli 2014
"Rival Queens" ist eines jener Alben, auf deren Erscheinen man sich wochenlang freut, um dann beim ersten Anhören einzusehen, dass Vorfreude doch die schönste Freude ist - und sich fragt, wie viele Sterne man denn vergeben soll.

Einen Stern gibt es auf jeden Fall für das Konzept, einmal einen Eindruck davon zu vermitteln, was Francesca Cuzzoni und Faustina Bordoni, die beiden berühmtesten Sängerinnen der Händel-Zeit, außer Händel sonst noch im Repertoire hatten, und für die gelungene Auswahl der Arien und Duette (obwohl letztere aus Opern stammen, in denen die beiden nicht gemeinsam aufgetreten sind). Ein Vergleich der hier versammelten Stücke mit jenen, die Händel für die beiden Damen schrieb (ein titelgleiches Recital ausschließlich mit Musik von Händel haben vor nicht ungeraumer Zeit Emma Kirkby und Catherine Bott vorgelegt), führt zudem auf plastische Weise vor Ohren, wie in jener sagenhaft fruchtbaren Opernzeit Komponisten und Interpreten sich wechselseitig inspirierten. Mit dabei sind auch zwei Arien aus "Astianatte" von Bononcini, jener Oper, in der sich am 6. Juni 1727 die beiden Primadonnen (von denen jede die "prima" zu sein beanspruchte) auf der Bühne des Londoner Haymarket Theatre buchstäblich in die Haare gerieten. Als hartnäckigster Ohrwurm dieser CD dürfte sich womöglich "Padre amoroso" aus "Lucio Papirio Dittatore" von Antonio Pollarolo erweisen: Der erste Takt der Melodie ist mit dem Anfang von Händels "See the conquering hero comes" identisch, ohne dass man Händel deswegen ein Plagiat anhängen müsste.

Drei weitere Sterne für Vivica Genaux, die ihre Eignung als "Faustina rediviva" bereits unter Beweis gestellt hat und auch hier beim Vortrag der sechs Arien aus dem Bordoni-Fundus wieder mit dem edlen, zartbitteren Schmelz und der bis in erstaunlich leichte Sopranhöhen reichenden Koloraturbeweglichkeit ihres schlank-sehnigen Mezzos überzeugt. Ihr zu Lauschen ist ohne Abstriche ein Genuss.

Den fünften Stern verdient sich die Cappella Gabetta für ihr ebenso dezentes wie nuancenreiches Spiel, das in idealer Weise die Funktion einer "Begleitung" erfüllt - nicht zu aufdringlich, aber auch nicht zu unauffällig und stets präzise.

Und was macht Simone Kermes aus den sechs Arien für Cuzzoni? Frau Kermes hat mittlerweile eine Art und Weise der Interpretation barocker Vokalmusik gefunden, die jede gegebene Vorlage transzendiert. Sie singt nicht mehr bestimmte Musik eines bestimmten Komponisten, sondern benutzt jede Arie als Sprungbrett, um sich in die stratosphärischen Höhen einer Gesangskunst aufzuschwingen, die ebenso unnachahmlich wie nicht nachahmenswert ist. Dabei jubiliert sie mit immer derselben - attraktiv quecksilbrigen, aber auch nahezu unveränderlichen - Stimmfarbe über alle noch so verschiedenen Gefühlslagen hinweg, so dass bei keiner Nummer auszumachen ist, welcher Grundaffekt jeweils in Musik gesetzt worden ist. Noch dazu handhabt sie ihre stupende Technik mit einer Lässigkeit, die schon an Nachlässigkeit grenzt, und greift zu stimmlichem Mummenschanz, den eine Sängerin mit ihren Mitteln nicht nötig hätte - Cecilia Bartoli lässt grüßen. Die bezaubernden melismatischen Passagen in "Villanel la nube estiva" (Giacomelli, Scipione in Cartagine) werden durch alberne Aspirierungen völlig verhunzt, "Benché l'augel s'asconda" (Leo, Ciro riconosciuto) durch zwar feurig hingeschlenkerte, aber schludrig phrasierte Koloraturen zu Konfetti zerfleddert. Der Gipfel des zweifelhaften Genusses aber ist "Nobil onda" (Porpora, Adelaide), in deren Reprise Kermes ein Sammelsurium von Staccato-Nippesfiguren in einer Höhenlage interpoliert, für die ein eigener Notenschlüssel erfunden werden müsste, ohne damit nur einen Anflug von Bewunderung wecken zu können. Man höre zum Vergleich einmal, wie diszipliniert und zugleich hoch virtuos Karina Gauvin diese Bravournummer vorträgt (ihrer Version gebührte die Krone unter den mittlerweile vier verfügbaren Aufnahmen - Manzotti, Gauvin, Bartoli und jetzt Kermes -, wäre nicht das spannungslose Dirigat von Alan Curtis).

Für den postmodernen Unfug, den Simone Kermes hier treibt, und der mit historisch informierter Aufführungspraxis rein gar nichts zu tun hat, zwei Sterne Abzug.

Unterm Strich: Eine Empfehlung für Kermes-Fans, die sie vermutlich genau dafür lieben. Und eine Empfehlung für Genaux-Fans, wegen der superb gesungenen Faustina-Arien. Nicht zuletzt ist die Platte unentbehrlich für Ariensammler wegen des hohen Raritätenanteils - zwölf der fünfzehn Nummern sind CD-Weltpremieren. Dennoch: Der Gesamteindruck bleibt zwiespältig.
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am 11. Mai 2015
Ich würde mich schon als großen Fan von Simone Kermes bezeichnen, obwohl ich bei manchen Einspielungen mit ihr durchaus auch nicht ganz zufrieden mit ihrem „Einsatz“ bin. Das liegt vielleicht manchmal am Dirigenten oder am Orchester oder am Tempo oder vielleicht auch an ihr...ich weiß es nicht genau...
Aber: Frau Kermes ist für mich einfach eine hinreißende Frau und Sängerin mit Ausstrahlung und man merkt ihr die Leidenschaft für diese Musik an. Natürlich habe ich mich gefreut, daß sie nun ein Barock-Projekt mit einer zweiten Sängerin realisiert hat. Diese CD ist, wie alle bisher mit Simone Kermes erschienenen Solo-CD's, vollgestopft mit wunder, wunderschönen Barock-Arien, die immer leidenschaftlich und kein bisschen altmodisch klingen. Hier gibt es immer was zu entdecken und je nach Tageslaune, gefällt mir mal das eine Lied mehr als das andere.
Ein bisschen „Einhören“ muß man sich aber schon bei dieser CD und ich muß es einfach sagen: Ich persönlich hätte mir gewünscht, daß sie dieses Projekt mit Sonia Prina verwirklicht, mit der sie ja auch aufgetreten ist. Ich kann mich leider auch nach mehrmaligen Hören nicht ganz mit der Stimme von Vivica Genaux anfreunden: sie klingt (in meinen Ohren) oft ein wenig herb und manchmal etwas „gaumig“. Trotzdem überzeugt sie mich als Künstlerin. Live, könnte ich mir vorstellen, können die beiden Frauen einen zu Tränen rühren und wie auf den Bildern zu sehen, mitreißend humorvoll auftreten. Dann würde ich diese Einschätzung wahrscheinlich bitterlich bereuen.
Aber an dem Thema, wer ist die bessere Sängerin, scheiden sich ja auch einige der bisherigen Rezessionen der von mir sehr geschätzten Vor-Kommentatoren. Da sieht man wieder ganz deutlich, wie verschieden doch die „Geschmäcker“ auch bei für andere leider völlig gleich und langweilig klingender Klassik-Musik sein können.
Frau Kermes hat sich auf dieser CD jedenfalls weiter entwickelt, ich glaube, sie weiß inzwischen sehr gut, wie sie ihre Stimme einsetzen kann und sollte. Und ich kann einfach nicht anders: Für meine geliebte Barock-Musik, so hinreißend vom Ensemble Capella Gabetta eingespielt, gibt es 5 Sterne!
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am 21. August 2014
Sehr erfreulich an dieser CD ist die hohe Zahl an Ersteinspielungen, obwohl es in den letzten Jahren schon zahlreiche Recitals mit Werken der neapolitanischen Schule der Zeit zwischen 1720 und 1750 gab, so dass viel von der Frische verloren ging, die diese Musik früher übermittelte, als sie ein noch rares und sehr geglücktes Gegenbild zu der monotonen Händel-Lastigkeit barocker Arienalben darstellte.
Hier allerdings schon der erste Kritikpunkt: So schön die Musik auch ist, ich hatte bei den meisten Nummern einen starken "dejà-entendu"-Eindruck von vorgefertigten, gängigen Melodie- und Harmoniemustern, wobei die großen kompositorischen Highlights fehlen, was mir besonders bei den Duetten aufgefallen ist, die eigentlich das besondere an dieser Einspielung sein sollten. Das abschließende Duett aus Hasses "Artaserse" ist in seiner monotonen Gangart sogar eines der langweiligsten Stücke, die ich von dem sonst meist höchst inspirierten "Caro Sassone" kenne, kein Wunder, dass da bei den Rivalinnen der Funke nicht überspringt.
Diskutieren kann man auch über so manche Eigenheiten der Interpretation, besonders bei Frau Kermes. Natürlich verfügt die Sopranistin über ein grandioses Material , doch schlägt sie mit so manch unnötig dramatischen Manierismen, besonders in den Dacapo-Verzierungen- meinem Empfinden nach erheblich über die Stränge. Geradezu geschmacklos, da jegliche historische Quellen ignorierend, sind die Extrem-Verzierungen in Porporas herrlicher, aber schon öfters aufgenommener Arie "Nobil onda", dem kompositorisch vielleicht stärksten und innovativsten Stück des ganzen Albums, das hier aber leider zur Karikatur entartet.
Vivica Genaux lässt mehr Stilsicherheit walten, erschien mir aber im Vergleich zu früheren Referenzeinspielungen nicht 100% inspiriert und engagiert, zudem hört man ihrer immer noch grandiosen Stimme doch deutlich an, dass sie allmählich in die Jahre gekommen ist.
Leider reichlich missglückt ist die bei der neapolitanischen Schule so wichtige Orchesterbegleitung. Das Ensemble musiziert- auch hier völlig im Widerspruch zu den eindeutigen musikhistorischen Quellen- mit nur 11 Streichern in recht kleiner Besetzung, was eine viel zu dünne klangliche Basis für die großen Stimmen der Sängerinnen gibt.
So ist der Gesamteindruck dieser CD recht zwiespältig, insgesamt scheint es mir an der Zeit, den Dacapo-Arien der Zeit um 1730 und den damit einhergehenden Verzierungsexzessen einmal ein paar Jahre Pause zu gönnen und anderem zu Unrecht vernachlässigten Repertoire alter Musik zu größerer Aufmerksamkeit zu verhelfen. Cecilia Bartolis aktuelle musikalische Hinwendung gen Russland könnte hier genau das richtige Signal sein.
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am 13. Dezember 2014
Nein, ich bin kein Simone Kermes Fan. Wir haben die CD trotzdem zu Hause und ich muss sagen, ich bin positiv überrascht. Die CD hält was der Titel verspricht. Zwei Sängerinnen, die beide ihren Gesangsstil haben und die zeigen was sie können, vor allem in den Soloarien. In den Duetten harmoieren beide Stimmen wunderbar und beide nehmen sich angenehm zurück, so dass wunderschöne Klänge entstehen können.
Die Interpretation mancher Arien ist natürlich geschmackssache. Dehalb handelt es sich bei Musik ja auch um Kunst. Jeder geht an die Stücke mit einer anderen Einstellung heran und interpretiert sie nach seinem Empfinden und Können.
Das Frau Kermes da manchmal ein bisschen über das Ziel hinausschießt mag sein. Ihr Stimmumfang und was sie damit alles anstellen kann, ist trotzdem hörenswert und beeindurckend.
Frau Genaux brilliert mit ihrer warmen Stimme und ihrem Ausdruck.
Die beiden Damen schenken sich nichts und geben ihr Bestes. Wenn mann dann im Booklet noch die Hintergründe zu den Arien liest finde ich die Aufnahme eine runde Sache.
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am 21. Juni 2015
Eine wunderbare musikalische Rivalität.
Mehr muss hier nicht erwähnt werden.
Großartige Solisten + Komponisten
Kaufen, zuhören, träumen und verzückt sein.
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am 24. Dezember 2014
Ich könnte mich niederknien, soll toll ist diese CD.
#Beide Sängerinnen sind hervorragend.
Ich habe die beiden Damen in Baden Badeb erlebt. Es war toll!!
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am 1. August 2014
CD ist sehr schön für gemütliche Stunden, bei einem besonderen Abendessen zu zweit oder einfach zum entspannen. Werde mir sicher noch weitere CD`s von Queens besorgen.
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