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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen59
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am 6. März 2007
Die dreizehnjährige Hexe Tiffany Weh wird von ihrer Führungshexe, der hundertdreizehnjährigen Fräulein Verrat, zu einem Tanz mitgenommen, der traditionell den Wechsel vom Winter zum Sommer einleiten soll. Tiffany kann die Füße nicht stillhalten, und gegen alle Regeln tanzt sie mit. Der Winterschmied, jene Urgewalt, die für Schnee, Eis und kalte Stürme verantwortlich ist, verliebt sich in sie. Fortan gibt es Schneeflocken in Tiffanys Gestalt, Eisblumen, die ihren Namen schreiben, und Eisberge mit ihrer Kontur, an denen Schiffe zerschellen. Mehr noch: Der Winterschmied versucht, menschliche Gestalt anzunehmen. Zu allem Überfluß scheint sich Tiffany nach und nach in die gegenteilige Urgewalt zu verwandeln, die mysteriöse Sommerfrau. Aber erstens ist Tiffany alles andere als dumm, und zweitens sind da noch ein paar altbekannte Mitstreiter, nicht zuletzt Oma Wetterwachs und Nanny Ogg.

Dieses Märchen von der Scheibenwelt bietet viele der Komponenten, die ein geneigter Fan der Serie erwartet, nämlich bauernschlaue Helden, pfiffige Anmerkungen, humorige Schreibe und ein für alle gutes Ende. Manch einem, der ein Freund etwa der Nachtwächter-Serie ist, wird das ein wenig zu beschaulich daherkommen, und wirklich große Lacher gibt es auch nicht. Aber das macht nichts, denn Pratchetts Neuling ist ein gefühl- und phantasievolles, wirklich nettes, erfreuliches Buch, dem mit allem, was über ein Schmunzeln hinausgeht, auch nur geschadet würde.
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am 12. April 2007
Um's mal pauschal auszudrücken:

Der Mann ist echt ein Phänomen! Ich finde es immer wieder unglaublich, wie jemand bei über 30 Büchern über die Scheibenwelt dieses Niveau halten oder sogar noch steigern kann! (Es gibt in diesem Zyklus nur wenige Bücher, die etwas "absackten". 'Eric' und 'Heiße Hüpfer' fand ich zum Beispiel nicht ganz so stark, aber immer noch äußerst lesenswert.)

Ich muss auch einem der vorigen Rezensenten absolut recht geben: Die Spannung tritt immer mehr in den Vordergrund, ohne dass dabei allerdings das Komische zu kurz kommt: Terry dosiert dieses Verhältnis mittlerweile etwas anders als früher, aber diese Entwicklung zeichnete sich schon bei 'Der fünfte Elefant', 'Die volle Wahrheit' oder auch 'Die Nachtwächter' ab.

(Wenn man zum Beispiel den Stil von 'Wachen!Wachen!' mit 'Die Nachtwächter' vergleicht, ist das schon eine bemerkenswerte Entwicklung.)

Aber zum 'Winterschmied':

Mich würde einmal interessieren, ob Terry auch eine kleine Tochter hat oder hatte. Wenn man liest, wie einfühlsam er sich in die Probleme einer Heranwachsenden hineinversetzt –verbunden mit Bockigkeit, Besserwisserei, Sturheit, Rebellion gegen erwachsene Autorität–, möchte man das fast bejahen. Dass zu diesen "normalen Problemen" bei Tiffany noch das Problem "nebenbei auch noch Hexe" hinzu kommt, macht das Ganze nur noch reizvoller und erinnert entfernt an die Schwierigkeiten, die Oma Wetterwachs in 'Das Erbe des Zauberers' mit der kleinen Eskarina hatte.

Mit 'Der Winterschmied' ist Terry wieder einmal ein absolut spannendes, komisches und auch durchaus logisches Buch gelungen. Zumindest denkt man sich nach der Erklärung, warum der Winterschmied jetzt eigentlich wirklich hinter Tiffany her ist: "Klar! Da hätte man ja auch gleich drauf kommen können!" (Schließlich hörte sie bei dem Tanz zwei Stimmen.)

Über die "Wir-sind-die-Größten" braucht man kein Wort mehr verlieren: Diese "halb-kriminellen" Charaktere sind einmalig!

Was für mich aber eines der absoluten Highlights dieses Buches ist –obwohl er nur eine ganz kleine Nebenrolle spielt–, ist Horace, der lebende Käse. Der hatte den "Größten" echt noch gefehlt! Und er ist auch wieder ein gutes Beispiel dafür, dass man wahrscheinlich mehr als nur 2 Promille im Blut haben muss, damit einem als Autor so eine Figur einfällt.

Tiffany selbst legt in diesem Buch ein großes Stück "Weg zum erwachsen werden" hinter sich zurück, und es ist absehbar, dass Oma Wetterwachs als "mächtigste Hexe der Scheibenwelt" bald erhebliche Konkurrenz bekommen wird, wenn die Kleine in diesem Tempo so weiter macht.

Was die zarte Romanze mit Roland betrifft: Vielleicht holt sich Tiffany in einem von Terrys nächsten Büchern ja auch ein paar kleine Tipps von Magrat Knobloch aus Lancre?
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TOP 1000 REZENSENTam 5. Mai 2007
Also eigentlich hat mich dieses Audiobuch zuerst nicht besonders interessiert. Das hat sich allerdings geändert, nachdem ich die Rezensionen las.
Das Hörbuch ist große klasse - für Kinder wie für Erwachsene. Teilweise lag ich auf dem Teppich vor Lachen. Ich kannte Terry Pratchett bisher nicht, darum kenne ich mich mit der Vorgeschichte und den Figuren nicht so aus. Die unerschrockenen "Wir sind die Grössten"-Kobolde ließen mich mit ihrem liebenswerten Gemüt, ihrem herrlichen Witz und ihrem beachtlichen Mut dauernd schmunzeln. Sie brachten sogar den gruseligen Fährmann der Unterwelt dazu, sie ohne Bezahlung überzuschiffen, nur, damit er ihre quierlige Gegenwart nicht länger ertragen muss.
Das Buch ist sehr intelligent gemacht und hat wirkliche Tiefe. "Was macht einen Menschen zum Menschen und was ist eigentlich menschlich?" Diese und andere Fragen beschäftigen die kleine grosse Hexe Tiffany, während der "Herr des Winters", der Winterschmied, langsam menschliche Gestalt annimmt, um ihr nahe zu sein. Er hat sich nämlich in die kleine grosse Hexe verguckt, und beschert den Menschen dadurch jede Menge Eis und Schnee, weil er ihr unbedingt zeigen will, was für tolle Sachen er kann. Auch der Winterschmied findet interessante Dinge heraus. Während er immer mehr menschliche Formen annimmt, stellt er fest, dass er von einer "Ganzheit", die er als Winter ist, zu einer "Einzelheit" wird, einem Menschen. Dazu braucht er Verstand, denn es gibt Vieles, das er nicht begreift.
Boris Aljinovic liest dieses Buch so klasse vor, dass ich meine, man sollte ihm dafür einen Orden verleihen, denn er macht das Ganze zu einem unvergleichbaren Hörvergnügen.

Wäre es möglich, würde ich diesem Hörbuch 6 Sterne geben, denn die hat es meiner Ansicht nach auch verdient. Die Geschichte ist spannend, gut geschrieben, sehr witzig, humorvoll, intelligent und rund. Der Sprecher macht daraus einen Ohrenschmaus und auch die Geräusch- und Musikunterlegung zeichnen dieses Audiobuch aus.

Und, ach ja, es könnte tatsächlich passieren, dass man am Ende singen mag: "Ein Schiff wird ko-mmen, und das bringt mir den ei-nen, den ich so lieb wie kei-nen, la la lalalala..." ,o)
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Um interessierten Eltern und Jugendlichen oder Kindern, kurz, dem Kunden, das Lesen einer vermutlich viel zu lang werdenden Rezension zu ersparen:

"Der Winterschmied" in Hörbuchform, vorgelesen von Boris Aljinovic ist ein großartiges, spannendes, kluges, witziges Hörvergnügen!

Das Hörbuch ist für Große und Kleine gleichermaßen geeignet. Der Kalauer drängt sich geradezu auf, denn eine sehr wichtige Rolle in Terry Pratchetts neuestem Scheibenwelt-Ableger Roman spielt die große kleine Hexe: Tiffany Weh, und die "Wir-sind-die-Größten" kleinen Kobolde! -Spaßige Kameraden, übrigens! Außerdem kommt darin vor ein Blauschimmelkäse, der am Ende sogar mit Sangeskunst aufwartet. Selbstverständlich die (bei Pratchett-Fans sicher sehr gut bekannte) Hexe Oma Wetterwachs und im Lauf der Handlung nimmt der "Winterschmied" - im wahrsten Sine des Wortes - so langsam Gestalt an.

Dass das Hörbuch, beinahe so wie ein Hörspiel, stellenweise von Geräuschen untermalt wird und ganz besonders die talentierte Art des Vorlesers zeichnen dieses Hörbuch aus. Boris Aljinovic ist mir spätestens mit diesem Hörbuch als Vorleser sehr ans Herz gewachsen und ich denke, es wird den jüngeren Zuhörer ebenso Spaß bereiten, ihm zuzuhören.

Terry Pratchett hat im Rahmen der Handlung ein kluge Geschichte sehr spannend aufbereitet: Die große kleine Hexe, Tiffany Weh, hat aus Versehen an einem ganz speziellen Tanz teilgenommen und damit den bis dahin gestaltlosen "Winterschmied" auf sich aufmerksam gemacht. So, dass der sich - platt ausgedrückt - in Tiffany verknallt! Jetzt will er ein Mensch werden und fängt an Tiffany mit seinen Künsten zu umwerben. Blöd nur, dass er damit dem Rest der Welt großen Schaden zufügt: Schneestürme, Eisberge ... die Natur in der Scheibenwelt spielt verrückt! Der Kerl hat nämlich so gut wie keinen Verstand.

Für Tiffany kommt noch verschlimmernd hinzu, dass die Zeit ihrer Lehrhexe (Fräulein Verrat) abläuft und sie somit ohne Lehrstelle dasteht. Die Nachfolgerin von Fräulein Verrat, die Besserwisserin und Klugtuerin, Frau Anna Gramma, hat im Ernstfall nicht viel auf dem Kasten, stellt sich den Dorfbewohnern gegenüber dramatisch blöd an - kurz: Anna Gramma macht aber auch alles falsch! So muss Tiff sehr wichtige Entscheidungen treffen und ich glaube ich darf verraten, dass die Nachwuchshexe das mit Bravour schafft!

Mensch, ich will ja nicht zu viel verraten... das alles hört sich furchtbar spanned an! - Lasst euch von der bezaubernden Geschichte verzaubern, vielleicht sogar nebenbei belehren - am Ende summt ihr höchstvermutlich total vergnügt das Lied der "Wir-sind-die-Größten" mit: "Ein Schiff wird kommen ...!" (Genau dafür und für die tollen Stimmen, die Boris Aljinovic jedem einzelnen "Wir-sind-die-Größten", oder dem Käse, oder dem Winterschmied, oder Oma Wetterwachs .... oder, oder, oder ... gibt, möchte man ihn ganz feste umärmeln, das ist so süüüß und witzig zugleich!)

Fakten zum Hörbuch:

Die Aufmachung als ProfilePac (wunderbar Platz sparende Hochglanz-Papphülle) finde ich sehr schön, auch wenn die 5 CDs nur in Pappschlitzen verstaut sind (aber man kann trotzdem sorgsam mit seinen CDs umgehen:-). Eine CD ist in zirka vier bis fünf (relativ lange Tracks) aufgeteilt. Gesamtspielzeit: 280 Minuten. - Für eine längere Autofahrt halte ich das Hörbuch nicht für geeignet, außer man hört es (dann aber nicht als Fahrer!) mit Ohrstöppseln. - Gerade die Cover-Gestaltung finde ich entzückend sympathisch.

Auch wenn ich davon ausgehe, dass das Hörbuch eine gekürzte Fassung des gleichnamigen Romans ist, bin ich der Meinung, dass die Geschichte in der hier vorliegenden Art "sehr gut funkioniert". Leute (insbesondere Harcore-Pratchett Fans) werden hier sicher wieder greinen, weil "wichtige Details" fehlen. Wer "mehr" wissen will wird vermutlich ohnehin zuerst zum Buch greifen.

"Der Winterschmied" ist so oder so eine persönliche Empfehlung von mir!

Sogar wer das Buch bereits gelesen hat, dürfte an dem Hörbuch trotzdem großen Spaß haben! ;-)

PS. Nicht abschrecken lassen, weil es heißt, dass das "Der Winterschmied" bereits die dritte Geschichte mit der kleinen Hexe ist. Ich kannte die anderen beiden Geschichten nicht, aber das kann man ja noch nachholen! :-)
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Um interessierten Eltern und Jugendlichen oder Kindern, kurz, dem Kunden, das Lesen einer vermutlich viel zu lang werdenden Rezension zu ersparen:

"Der Winterschmied" in Hörbuchform, vorgelesen von Boris Aljinovic ist ein großartiges, spannendes, kluges, witziges Hörvergnügen!

Das Hörbuch ist für Große und Kleine gleichermaßen geeignet. Der Kalauer drängt sich geradezu auf, denn eine sehr wichtige Rolle in Terry Pratchetts neuestem Scheibenwelt-Ableger Roman spielt die große kleine Hexe: Tiffany Weh, und die "Wir-sind-die-Größten" kleinen Kobolde! -Spaßige Kameraden, übrigens! Außerdem kommt darin vor ein Blauschimmelkäse, der am Ende sogar mit Sangeskunst aufwartet. Selbstverständlich die (bei Pratchett-Fans sicher sehr gut bekannte) Hexe Oma Wetterwachs und im Lauf der Handlung nimmt der "Winterschmied" - im wahrsten Sine des Wortes - so langsam Gestalt an.

Dass das Hörbuch, beinahe so wie ein Hörspiel, stellenweise von Geräuschen untermalt wird und ganz besonders die talentierte Art des Vorlesers zeichnen dieses Hörbuch aus. Boris Aljinovic ist mir spätestens mit diesem Hörbuch als Vorleser sehr ans Herz gewachsen und ich denke, es wird den jüngeren Zuhörer ebenso Spaß bereiten, ihm zuzuhören.

Terry Pratchett hat im Rahmen der Handlung ein kluge Geschichte sehr spannend aufbereitet: Die große kleine Hexe, Tiffany Weh, hat aus Versehen an einem ganz speziellen Tanz teilgenommen und damit den bis dahin gestaltlosen "Winterschmied" auf sich aufmerksam gemacht. So, dass der sich - platt ausgedrückt - in Tiffany verknallt! Jetzt will er ein Mensch werden und fängt an Tiffany mit seinen Künsten zu umwerben. Blöd nur, dass er damit dem Rest der Welt großen Schaden zufügt: Schneestürme, Eisberge ... die Natur in der Scheibenwelt spielt verrückt! Der Kerl hat nämlich so gut wie keinen Verstand.

Für Tiffany kommt noch verschlimmernd hinzu, dass die Zeit ihrer Lehrhexe (Fräulein Verrat) abläuft und sie somit ohne Lehrstelle dasteht. Die Nachfolgerin von Fräulein Verrat, die Besserwisserin und Klugtuerin, Frau Anna Gramma, hat im Ernstfall nicht viel auf dem Kasten, stellt sich den Dorfbewohnern gegenüber dramatisch blöd an - kurz: Anna Gramma macht aber auch alles falsch! So muss Tiff sehr wichtige Entscheidungen treffen und ich glaube ich darf verraten, dass die Nachwuchshexe das mit Bravour schafft!

Mensch, ich will ja nicht zu viel verraten... das alles hört sich furchtbar spanned an! - Lasst euch von der bezaubernden Geschichte verzaubern, vielleicht sogar nebenbei belehren - am Ende summt ihr höchstvermutlich total vergnügt das Lied der "Wir-sind-die-Größten" mit: "Ein Schiff wird kommen ...!" (Genau dafür und für die tollen Stimmen, die Boris Aljinovic jedem einzelnen "Wir-sind-die-Größten", oder dem Käse, oder dem Winterschmied, oder Oma Wetterwachs .... oder, oder, oder ... gibt, möchte man ihn ganz feste umärmeln, das ist so süüüß und witzig zugleich!)

Fakten zum Hörbuch:

Die Aufmachung als ProfilePac (wunderbar Platz sparende Hochglanz-Papphülle) finde ich sehr schön, auch wenn die 5 CDs nur in Pappschlitzen verstaut sind (aber man kann trotzdem sorgsam mit seinen CDs umgehen:-). Eine CD ist in zirka vier bis fünf (relativ lange Tracks) aufgeteilt. Gesamtspielzeit: 280 Minuten. - Für eine längere Autofahrt halte ich das Hörbuch nicht für geeignet, außer man hört es (dann aber nicht als Fahrer!) mit Ohrstöppseln. - Gerade die Cover-Gestaltung finde ich entzückend sympathisch.

Kein Geheimtipp vielleicht, aber eine persönliche Empfehlung von mir!

Sogar wer das Buch bereits gelesen hat, dürfte an dem Hörbuch trotzdem großen Spaß haben.

PS. Nicht abschrecken lassen, weil es heißt, dass das "Der Winterschmied" bereits die dritte Geschichte mit der kleinen Hexe ist. Ich kannte die anderen beiden Geschichten nicht, aber das kann man ja noch nachholen! :-)
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am 21. November 2008
... oder für den langen Flug; denn man kann mit dieser Lektüre richtiggehend abheben und die Welt um sich herum total vergessen; denn dieser Roman findet schließlich auch in einer anderen Welt statt.

Terry Pratchett legt wieder einmal erstklassiges Fantasy vor: spannend, überraschend und witzig. Der in diesem Genre sonst so häufig anzutreffende Schwulst wird wunderbar vermieden durch amüsante Charaktere und ironische Seitenhiebe auf genau beobachtete und sehr realistisch beschriebene menschliche Schwächen und eingestreute, herrlich slapstickartige Szenen mitten im spannendsten Moment.

Auch ein wenig Tiefgang vermittelt das Buch. Es geht dabei um den Respekt vor dem Kreislauf der Jahreszeiten; und es gibt einige nachdenkliche Szenen über das Sterben und den Tod. Außerdem um das Tragen erster Verantwortung, was das Buch zu einer idealen Jugendlektüre macht. Besonders gefiel mir, dass in dieser Geschichte kein "Böser" durch und durch schlecht ist, und auch die "Guten" so ihre Macken und Schwächen haben. Die ganze Story bietet einige Überraschungen und trägt den Keim einer Fortsetzung in sich. Es soll zwei Vorgängerbände geben, die werde ich mir gleich besorgen, im Wetterbericht ist schließlich der erste Schnee angesagt.

Übrigens habe ich von jetzt an einen neue Lieblingshelden: den summenden, laufenden Schimmelkäse namens Horace. Schon allein für das Ausdenken einer solchen Romanfigur verdient Pratchett den Ehrenpokal für originelle literarische Erfindungen. Oder besser: die goldene Käseglocke...
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am 20. März 2007
Auch beim neuesten Produkt aus der Feder von Terry Pratchett ist der Leser wieder gut aufgehoben.

Die Geschichte um die "Hexe in Ausbildung Tiffany Weh" ist wie immer gespickt mit verblüffenden Wortspielereien (Andreas Brandhorst ist für die wie immer perfekte Übersetzung der Pratchett`chen Sprachschöpfungen verantwortlich).

Alle Liebhaber der Scheibenwelt hat Terry Pratchett schon nach wenigen Seiten wieder am Haken und lässt Sie bis zur letzten Zeile nicht mehr von demselben.

Die Kreative Energie von Pratchett ist einfach unglaublich und seine magnetisierende Wortakrobatik ist einzigartig.

Altbekannte Protagonisten und einige neue Bewohner der Scheibenwelt begleiten Tiffany Weh in einem Wintermärchen durch die skurille Scheibenwelt.

Mit seinem bekannt subtilem Humor bereitet der Autor dem Leser auch mit seinem neuestem Werk wieder vergnügliche Stunden.
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am 13. März 2007
Wieder einmal spinnt Pratchett eine seiner genialen Geschichten auf der Scheibenwelt. "Der Winterschmied" ist ein relativ ernstes Märchen um Tiffany Weh, das jedoch auch den Humor nicht vermissen lässt. Spannende Kämpfe, lebensbedrohliche Gefahren, humorvolle Kommentare und ein etwas anderes Universum verbinden sich zu einem spannenden und spaßigen Roman. Absolutes Highlight sind wieder einmal die "Wir sind die Größten", deren einzige Furcht nach der Bewältigung der Schrift lediglich daraus besteht, mit einer ungeduldigen, die Arme verschränkenden und schmollenden Kelda konfrontiert zu werden.

Die Geschichte selbst spielt mit alten Göttermythen und dem in vielen Scheibenweltromanen erwähnten Moriskentanz. Es macht viel Spaß und Freude, das kleine Universum um Tiffany Weh entwickeln zu sehen. Und welche Lehren kann der Leser daraus ziehen? Hexerei ist keine "MagieH", sondern harte Arbeit, und benötigt die richtige Menge "Buffo". Wer die Welt rettet, darf keinen Dank erwarten, sondern nur noch mehr Arbeit, und wer zu einer Hexe wird, hat wenig Freunde, sondern viele Bittsteller und kleine blaue Männer, die das geheime Tagebuch lesen.

"Der Winterschmied" ist wieder ein Beweis dafür, dass dem großen Humoristen wohl niemals die Ideen ausgehen. Und manche Dinge kann man wesentlich einfacher sagen, indem man sie in Geschichten verpackt. Bleibt nur zu hoffen, dass dies nicht der letzte Teil um Tiffany Weh bleibt, immerhin lauert dort noch eine Romanze im Hintergrund.
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TOP 1000 REZENSENTam 22. Juli 2007
Also eigentlich hat mich dieses Audiobuch zuerst nicht besonders interessiert. Das hat sich allerdings geändert, nachdem ich die Rezensionen las.
Das Hörbuch ist große klasse - für Kinder wie für Erwachsene. Teilweise lag ich auf dem Teppich vor Lachen. Ich kannte Terry Pratchett bisher nicht, darum kenne ich mich mit der Vorgeschichte und den Figuren nicht so aus. Die unerschrockenen "Wir sind die Grössten"-Kobolde liessen mich mit ihrem liebenswerten Gemüt, ihrem herrlichen Witz und ihrem beachtlichen Mut dauernd schmunzeln. Sie brachten sogar den gruseligen Fährmann der Unterwelt dazu, sie ohne Bezahlung überzuschiffen, nur, damit er ihre quierlige Gegenwart nicht länger ertragen muss.
Das Buch ist sehr intelligent gemacht und hat wirkliche Tiefe. "Was macht einen Menschen zum Menschen und was ist eigentlich menschlich?" Diese und andere Fragen beschäftigen die kleine grosse Hexe Tiffany, während der "Herr des Winters", der Winterschmied, langsam menschliche Gestalt annimmt, um ihr nahe zu sein. Er hat sich nämlich in die kleine grosse Hexe verguckt, und beschert den Menschen dadurch jede Menge Eis und Schnee, weil er ihr unbedingt zeigen will, was für tolle Sachen er kann. Auch der Winterschmied findet interessante Dinge heraus. Während er immer mehr menschliche Formen annimmt, stellt er fest, dass er von einer "Ganzheit", die er als Winter ist, zu einer "Einzelheit" wird, einem Menschen. Dazu braucht er Verstand, denn es gibt Vieles, das er nicht begreift.
Boris Aljinovic liest dieses Buch so klasse vor, dass ich meine, man sollte ihm dafür einen Orden verleihen, denn er macht das Ganze zu einem unvergleichbaren Hörvergnügen.

Wäre es möglich, würde ich diesem Hörbuch 6 Sterne geben, denn die hat es meiner Ansicht nach auch verdient. Die Geschichte ist spannend, gut geschrieben, sehr witzig, humorvoll, intelligent und rund. Der Sprecher macht daraus einen Ohrenschmaus und auch die Geräusch- und Musikunterlegung zeichnen dieses Audiobuch aus.

Und, ach ja, es könnte tatsächlich passieren, dass man am Ende singen mag: "Ein Schiff wird ko-mmen, und das bringt mir den ei-nen, den ich so lieb wie kei-nen, la la lalalala..." ,o)
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am 7. Juni 2010
Der Winterschmied ist wohl eine der humorvollsten und schönsten Wintergeschichten. Tiffany Weh spielt dabei die ideale Hauptfigur und muss sich zwischen skurrilen Hexen wie Fräulein Tick, die als Einzige keinen Tick hat, oder der strengen aber liebenswürdigen Frau Wetterwachs zurecht finden. Dabei sind die Liebesgeschenke des Winterschmieds das i-Tüpfelchen und sorgen für Lachfalten.
Seiner Überlegenheit in Sprache, Wortwitz und Fantasie bleibt Pratchett ebenso treu. Ich persönlich finde die Geschichte so schön, dass ich sie einfach nicht zu Ende lesen will, sondern mich ewig in diesem Wintermärchen am Kaminfeuer verlieren könnte...
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