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Kundenrezensionen

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am 7. Mai 2013
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Gerade eine Woche ist es her, dass sich Lela Santos' beste Freundin Nadia umgebracht hat. Doch Lela, die selbst bereits einmal nach einem Selbstmordversuch gesehen hat, wo die Seelen landen, reist ihr nach, um ihre Freundin aus der grauenhaften Schattenstadt zu befreien. Doch in der Stadt warten die Wächter des Schattenlandes, die keine Seele entkommen lassen, bis sie nicht vor Gericht gestellt wurde. Besonders Malachi, der Anführer der Wächter, sieht Lelas Anwesenheit in der Stadt nicht gerne und versucht, sie zum Gehen zu bringen. Denn durch die Straßen schleichen Monster in Menschengestalt - und sie interessieren sich ganz besonders für Lela...

Sarah Fine hat mit "Innerste Sphäre - Wächter des Schattenlandes" eine spannende neue YA- Urban Fantasy Serie geschaffen, die uns in die Unterwelt entführt, in der die Selbstmörder auf Erlösung warten. Garniert wird die düstere Geschichte mit einer tollen Protagonistin, die so gar nicht der typischen Heldin entspricht, die wir sonst in Jugendbüchern immer vorgesetzt bekommen.

Lela Santos ist puertoricanischer Abstammung und hat in ihrem Leben schon viel Schlechtes erlebt. Kein Wunder, wenn man seit seinem vierten Lebensjahr von Pflegefamilie zu Pflegefamilie geschoben wird und nur Gewalt und Abweisung erfährt. Gerade deshalb vergöttert sie ihre beste Freundin Nadia, eine perfekte blonde Highschoolschönheit, die Lela akzeptiert und ihr hilft, ihr Leben auf die Reihe zu bekommen. Umso schockierter ist sie, als ihre Freundin eines Tages Selbstmord begeht. Warum hat Nadia das getan?

Seit sie selbst vor 2 Jahren versucht hat, sich das Leben zu nehmen, kennt Lela den schrecklichen Ort, an den die Seelen der Selbstmörder kommen und hat fast jede Nacht Albträume davon. Und nun sieht sie Nadia dort, die verzweifelt und allein durch diese dunkle Stadt schleicht. Für Lela steht fest: sie wird ihre Freundin dort herausholen!

Düster, faszinierend und komplex - so lässt sich Sarah Fines Weltenentwurf wohl am ehesten beschreiben. Sie katapultiert uns an Lelas Seite ins Jenseits, in die Hölle der Selbstmörder. Diese besteht aus einer riesigen Stadt, über der stets ein grauer Schleier liegt und in der nie die Sonne zu sehen ist. Eine dunkle Stadt, die wächst und wächst, angetrieben von den Wünschen und Gelüsten der Seelen, die hier leben. Egal was sie wollen, sie kriegen hier alles: eine Villa, Drogen, Besitztümer in Hülle und Fülle. Doch Erlösung finden sie erst, wenn sie erkennen, was sie wirklich brauchen, statt was sie wollen.

Neben der echt interessanten Grundidee waren es vor allem die starken Charaktere, die mich an die Geschichte gefesselt haben. Jeder hier hat eine tiefgründige und dramatische Hintergrundgeschichte (allein Malachis Schicksal ist schon heftig), die man nicht so schnell vergisst. Trotz der eher düsteren Thematik behält Sarah Fine aber stets einen humorvollen Ton bei, auch wenn man in einer Stadt voller Selbstmörder steckt, was mir sehr gefallen hat.

Und wer sich jetzt denkt: "Bäh, etwa gar keine Liebesgeschichte dabei?", den kann ich beruhigen. Denn obwohl Lela mit Männern eher schlechte Erfahrungen gemacht hat, kann sie doch nicht verhindern, dass ihr der düstere Schattenwächter Malachi mehr und mehr den Kopf verdreht.

Das Einzige, was mir bei diesem Buch gefehlt hat, war eine etwas weniger geradlinie Handlung. Viele Überraschungen und plötzliche Wendungen gab es nämlich nicht. Das ganze Buch ist bestimmt von Lelas Suche nach Nadia. Zwischendurch kämpft sie, wird von Monstern gefangen genommen, kommt wieder frei und sucht weiter, zusammen mit Malachi. Wenn man an jeder Stelle des Buches denkt: "Jetzt gehen sie bestimmt gleich da und da hin oder tun das und das" und man hat immer recht, dann kann die Spannung schon verloren gehen. So hatte das Buch zur Mitte hin ein paar Längen.

Das ist aber auch mein einziger Kritikpunkt und das Ende des Buches hat es wieder etwas rausreißen können. Denn die Geschehnisse am Ende versprechen definitiv etwas mehr Abwechslung für Teil 2, der im Englischen für Oktober geplant ist. Aber auch wer keine Lust auf eine Fortsetzung hat, kann dieses Buch lesen, denn die Handlung ist eigentlich in sich abgeschlossen. Ich werde aber auf jeden Fall wieder dabei sein, wenn es mit den Schattenwächtern weitergeht :-)
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VINE-PRODUKTTESTERam 18. März 2013
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Dieses Buch ist mal wieder eine der wenigen Perlen, die es ab und an noch gibt.
Das Thema reitet nicht auf der aktuellen Welle mit, sondern bietet etwas ganz anderes. Wo landet man nach dem Tod und wo, wenn man den Tod selbst herbei geführt hat?
Nachdem ich das Buch gelesen habe, würde ich meinem Leben nicht selbst ein Ende setzen wollen ;-)))). In die dunkle Stadt würde ich um keinen Preis der Welt wollen. Nun, es sei denn ein Malachi würde dort auf mich warten, dann würde ich nochmal darüber nachdenken (lach).
Also die Story ist spannend, gefühlvoll, actionreich, humorvoll und flüssig geschrieben.
Lela war mir vom ersten Augenblick an symphatisch, ebenso Malachi.Ich konnte mich zu 100% in Lela einfühlen, auch wenn man Entscheidungen die sie traf, bei mir anders ausgefallen wären. Die Autorin hat die Protagonisten lebendig werden lassen, hat einem tiefe Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle gezeigt. Und irgendwie auch ein bisschen in die Seele der Autorin? Manche Filme oder bücher sind nicht so zu schreiben/drehen ohne das man/frau Insider ist. Dieses Buch ist mal wieder so ein Fall, wo zuviel detailliertes Wissen da ist um es nur so aus dem Ärmel geschüttelt zu haben.
Das Buch überzeugt auf ganzer Linie. Ich habe es in einem Zug durchgelesen und dafür eine Nacht "geopfert" - was ich keineswegs bereue. Es ist sowohl für Jugendliche geeignet (auch Jungs, finde ich, da der Krieger eine starke Rolle einnimmt und wegen der guseligen Mazikin), als auch für junggebliebene Erwachsene.
Die Autorin hat unglaublich viele gute Ideen, behielt den roten Faden im ganzen Buch bei und führte ihre Fäden am Ende zusammen und blieb in sich logisch.
Das Ende war ebenfalls gut gelöst und befriedigend, da es in sich geschlossen war, aber dennoch angedeutet wird das es weiter geht.
Die zarte Liebe zwischen Lela und Malachi ist nicht schmalzig und prickelnd ohne das eigentlich etwas in Worte gefasst wird. Super gelungen.

Fazit: ein wirklich ausgezeichnetes Jugend- und Erwachsenenbuch, 6 Sterne, klare Kaufempfehlung und ich freue mich auf mehr, von dieser Autorin.
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Zitat:
„Aber alles, was ich sah, war das Selbstmordtor, das sich für mich auftat, mich heimrief. Das tat mir mehr weh als er. Weil ich jetzt wusste, dass der Tod kein Ausweg war.“
(S. 21)

„Das einzige Geräusch, das mit Kraft widerhallte, war das Kreischen und Scheppern des Tors, wenn es weit aufschwang und die Selbstmörder willkommen hieß.“
(S.53)

Inhalt:
Lela hat so ziemlich alles mitgemacht, was man sich vorstellen kann, im negativen Sinn. Von einer Pflegefamilie zur anderen weitergereicht wurde sie misshandelt, missbraucht und war sogar im Jugendgefängnis.
An der neuen Schule sollte es anders werden. Als die Schulschönheit Nadia Hilfe braucht, steht sie ihr zur Seite – und es entwickelt sich eine Freundschaft, die über den Tod hinaus erhalten bleibt. Nadia hat Lela zu einem besseren Menschen gemacht, ihr eine Zukunft geschenkt und sie vor einer weiteren Flucht bewahrt. Lelas Selbstmordversuch vor zwei Jahren hat schreckliche Folgen. Im Beinahe-Tod hat sie die Tore jener dunklen Stadt gesehen, in der die Selbstmörder wohnen. Lela sieht die Stadt jede Nacht in ihren Träumen.
Nach Nadias Rückfall in ihren Tabletten-Konsum kommt es zu einem Streit zwischen den beiden.
Am nächsten Tag ist Nadia Tod. Sie ist in der dunklen Stadt, Lela konnte im Traum durch Nadias Augen sehen. Was dort aber vor sich geht ist düsterer als geahnt.
Lela will Nadia helfen. Dabei kommt es zu einem Unfall und sie stirbt ebenfalls. Als Unfalltote kommt sie aufs Land, quasi in den Himmel. Dennoch denkt sie an Nadia und hält an ihren Plänen, sie zu retten, fest. Nur mit welchen Konsequenzen?

Meinung:
Manche Bücher machen einfach neugierig. So ging es mir mit „Innerste Sphäre“. Die Geschichte klingt so anders und besonders, das konnte ich mir nicht entgehen lassen.

„Anders und besonders“ trifft es im Übrigen sehr gut. Eine Geschichte, die im Jenseits spielt, kann eigentlich nicht gut beginnen, oder? So war klar, dass mich die Charaktere sehr bald mit dem Tod konfrontieren.
Aber auch die Protagonistin selbst ist alles andere als langweiliger Durchschnitt.

Lela musste in ihrer Vergangenheit sehr viel leiden. So viel, dass sie als einzigen Ausweg die Flucht in den Freitod sah. Dass dieser KEIN Ausweg ist, hat sie sofort bemerkt, als die dunkle Stadt nach ihr rief. Seitdem versucht Lela stets die Kontrolle und einen klaren Kopf zu behalten, weil sonst die Stadt erneut versucht, nach ihr zu greifen.
Aufgrund ihrer Vergangenheit hängt sie an dem ersten Menschen, der an sie glaubt: Ihrer Freundin Nadia. Sie macht sich die größten Vorwürfe, dass sie Nadias Veränderung nicht mitbekommen hat und versucht sie daher zu retten.
Ihre Vergangenheit und insbesondere ihr letzter Pflegevater Rick haben dafür gesorgt, dass Lela Nähe fürchtet, Angst vor Berührungen hat. Doch bei dem menschlichen Wächter Malachi hat sie gegenteilige Wünsche. Sie sehnt sich nach Berührung, nach Nähe und stielt sich sogar einen Kuss.
Lela ist eine sehr charakterstarke Protagonistin, die eine große Entwicklung durchläuft und vor allem Selbsterkenntnis gewinnt. Sie raucht, ist in richtigem Maße sarkastisch und eine echte Kämpferin. Sie muss sich ihren größten Ängsten stellen und zerbricht nicht daran.
Lela neigt ab und an zu seltsamen Handlungen, die etwas übertrieben erscheinen könnten. Das hat mich aber kaum gestört, sollte nur kurz Erwähnung finden.

Malachi ist der Captain der Wächter. Diesen Job haben Menschen inne. Menschen, die eine spezielle Aufgabe haben. Malachi ist eine todbringende Waffe. Er hat sein Ziel und hält konsequent darauf zu… Bis Lela in sein Leben tritt und alles durcheinander bringt, seine Prioritäten neu setzt. Das interessanteste an Malachi ist seine Vergangenheit und der Aha-Effekt, als man endlich mehr über die Wächter-Sache erfährt. Ihr dürft euch freuen.

Nadia hat natürlich eine nicht ganz unwichtige Rolle in „Innerste Sphäre“, aber im Prinzip taucht sie während der Haupthandlung kaum auf.

Viel wichtiger ist die dunkle Stadt. Und das Land davor. Frau Fine hat dem Jenseits ihren eigenen Stempel aufgedrückt, ihre Welt ist so detailliert und gut durchdacht, dass man es sich sicherlich verkneifen wird, an Selbstmord auch nur zu denken.
Zahlreiche Details wie die Heraufbeschwörung von Wünschen, dem Versinken in Selbstmitleid, der Suche nach dem, was man braucht und dem Unterschied zu dem, was man will. Die Konfrontation mit den eigenen Ängsten.
Die Autorin legt sehr viel Wert auf die psychologische Seite. Auf die Gefühle und Gedanken und beschreibt diese auf großartige Weise.

Ihr kurzer und prägnanter Schreibstil prägt ein klares Bild der dunklen Stadt und schafft eine düstere, bedrohliche Atmosphäre. Die depressive Art der Bewohner ist stets präsent, wie auch die der „Gegenseite“. Für die Prise Humor, die die Geschichte würzt und niemals deplatziert ist, sorgt Lelas Sarkasmus.

Den Spannungsfaden webt Frau Fine gekonnt in ihre Geschichte ein, lässt ihn niemals abreißen, gibt ihm mal mehr, mal weniger Material. Actionreiche Szenen lösen teils emotionale Momente ab, die Spannung ballt sich in Richtung Showdown und bis kurz vor Ende konnte ich nicht abschätzen, wohin mich die Geschichte führen wird.
Auch wenn das Buch als Band 1 betitelt ist, besitzt es einen sehr runden und zufriedenstellenden Abschluss und kann daher auch als Einzelband gelesen werden.

Urteil:
„Innerste Sphäre“ hat mich nicht nur mit seiner durchweg ungewöhnlichen Protagonistin überrascht. Die Welt, die Sarah Fine erschaffen hat, ist anders als alles, was ich bisher gelesen habe. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten, auch wenn das „gewisse Etwas“, der „Funke“, einfach nicht ganz überspringen wollte. Deshalb gibt es sehr sehr gute 4 Bücher für die Selbstmordstadt.

Ein Muss für alle Fantasy-Fans, die Neuem und ungewöhnlichen Geschichten offen stehen und es nicht scheuen, in eine düstere, depressive Atmosphäre einzutauchen.

Die Serie:
Innerste Sphäre
engl. Titel: Fractured
(voraussichtliches Erscheinungsdatum: Oktober 2013)

©his-and-her-books.blogspot.de
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am 30. August 2014
NUR JETZT habe ich ein Problem, da mir dieses Buch so super gefallen hat möchte ich liebend gern die Fortsetzung lesen. Es gibt sie aber leider nur auf Englisch und My English is so bad. Tolle Geschichte mit Happy end
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am 13. Juli 2014
Ich schreib ja nicht viele Rezensionen, eigentlich nur, wenn mich etwas total begeistert und ich einfach jemandem davon erzählen muss. Und genau so geht es mir mit diesem Buch.

Worum es in diesem Buch geht, steht ja oben irgendwo beschrieben, also beschreibe ich nur, warum ich die Geschichte so faszinierend und das Buch so empfehlenswert fand.
Zuerst einmal ist es wirklich gut geschrieben, lässt sich leicht lesen und ist in sich stimmig formuliert – einziges Manko (und das mag an der deutschen Fassung liegen): es fehlen ein paar Wörter, weshalb man manche Sätze zweimal lesen muss, um zu kapieren, was genau gemeint ist. Ich nehme aber wirklich an, dass da einfach unglücklich übersetzt worden ist. Ansonsten kann man sich super leicht in den Hauptcharakter Lela hineinversetzen und fühlt mit ihr und den aufreibenden Geschehnissen mit. Durch ihre Schlagfertigkeit und die bissigen Kommentare schwingt auch immer eine gute Portion Humor mit, die das Lesen noch flüssiger macht.

Weiter im Text. Die Story ist unglaublich spannend. Man könnte sagen, das Buch wäre kurz, zumindest fühlt es sich so an, wenn man Stunde um Stunde damit verbringt, diese Geschichte innerhalb eines Tages nahezu ohne Pause durchzulesen – allerdings wäre mehr sicher zu viel gewesen. Es ist genauso richtig, wie es ist. Unnötige weitere Textpassagen hätten einen nur aus dem Flow gebracht. Und das passiert hier definitiv so nicht. Hunger und andere Bedürfnisse mussten zurück gestellt werden, weil ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen. Musste wissen, wie es weiter geht. Musste wissen, ob es meinen liebgewonnen Charakteren gut geht.

Die Story hat so viele Überraschungen und Wendungen, so dass man nie lange der Meinung bleibt, zu wissen, wie es weiter geht. Ich fand es nicht vorhersehbar – und ich habe schon vieles gelesen und kann mir oft gut ausmalen, wie es wohl weiter gehen wird. Diesmal nicht. Ich hing an diesen Sätzen und konnte nicht aufhören, bis ich endlich auch das allerletzte Wort gelesen hatte.

Außerdem wurden bei mir Emotionen beim Lesen ausgelöst – Wut, Trauer, Neugierde, Freude und ja, Hoffnung – schon lange hat mich nichts mehr so in seinen Bann geschlagen wie dieses Buch. Und das schätze ich sehr. Wenn ein Buch so mitreißend ist, denn verdient es wirklich die Höchstwertung und natürlich von anderen gelesen zu werden.
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am 18. Juli 2013
Meine Meinung

Was für eine Atmosphäre! Was für ein Buch! Ganz ehrlich: Ich bin begeistert von diesem Buch. Und das beginnt wirklich schon bei der Atmosphäre, die hier geschaffen wurde. Doch auch die Themen, so beklemmend und bedrückend sie erscheinen mögen, sind schon an sich etwas Besonderes und dieser Kombination wirklich außergewöhnlich. 'Innerste Sphäre' beschäftigt sich mit dem Selbstmord von Jugendlichen und ihrem Leben nach dem Tod. Wie es ja oft im religiösen Umfeld der Fall ist, wird in dem Buch zwischen den Todesarten unterschieden. Wer den Freitod wählt, landet in der finsteren Stadt, aus der es nur einen Weg herausgibt, das Gericht. Allein schon diese Idee ist wirklich als genial zu bezeichnen, denn diese Stadt ist einfach faszinierend und beängstigend zugleich.

Lela ist die Protagonistin des Ganzen und eine wirklich taffe, starke, junge Frau, die sich durchgekämpft hat und das noch weiter tut. Sie selbst stand bereits an der Grenze der Stadt und kennt diese schon. Was an ihr so beeindruckend ist, ist ihr absoluter Wille zum Kampf für ihre beste Freundin Nadia, die Selbstmord begeht und somit ein Opfer der Stadt wird.
Ich war wirklich beeindruckt davon, wie sie sich - nach ihrem versehentlichen Tod - gegen das Paradies entscheidet und einfach in die Stadt marschiert und nach Nadia sucht. Wer hat schon eine solcher Aufopferungsbereitschaft?

Ihr Gegenpart in der Stadt ist Malachi: groß, attraktiv, stark, ein Bild von einem Kerl eben. Leider muss ich sagen, dass seine Charakterwandlung recht schnell von dannen geht, für mich der einzige kleine Wermutstropfen an der Geschichte. Lela verändert ihn ein bisschen zu schnell und überstürzt. Der Entwicklung dieses Charakters bleibt somit kein großer Zeitraum. Aber an sich ebenfalls ein wirklich toller Charakter, weder Macho noch Feigling, sondern genau das richtige Maß, auch als Partner für Lela. Perfekt getroffen!

Übrigens find ich es auch wichtig zu erwähnen, dass die Liebesgeschichte hier nicht überhand nimmt und nicht Hauptteil der Geschichte wird. Ganz im Gegenteil, sie bleibt neben der Suche nach Nadia und dem Kampf gegen das Böse in der Stadt fast nebensächlich.
Da ist natürlich nicht nur die Stadt der Selbstmörder, die an sich schon grausam und komplex genug ist. Darin gibt es neben den Selbstmördern und den Wächtern ebendieser noch eine dritte Partei, die hier wirklich schon fast als das ultimative Böse bezeichnet werden kann. Zumindest waren die sogenannten 'Mazikin' das für mich. Warum? Lest das Buch, ihr werdet es bestimmt nicht bereuen!

Fazit

Was für ein Buch! Abgesehen von Malachis Charakterentwicklung hat dieses Buch einfach alles, was ein gutes Buch braucht: Spannung, Geschwindigkeit, einen tollen Schreibstil, einen spannenden Hintergrund mit der Stadt, interessante und vor allen Dingen glaubwürdige Charaktere, eine Liebesgeschichte, einen Gegner usw. Einfach alles! Ich persönlich kann Band 2 kaum erwarten und bin gespannt, ob es das halten kann, was Sarah Fine hier begonnen hat. Band 2 erscheint im Oktober auf Englisch.
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Lela hatte es nie leicht.
Von einer Pflegefamilie in die nächste geschoben, findet sie bei ihrer jetztigen endlich das, wonach sie sich am meisten sehnt - ein zu Hause. Es scheint so, als würde es endlich bergauf für sie gehen, und auf ihrer neuen Highschool schließt Lela das erste Mal Freundschaft. Nadia ist nicht nur ihre beste Freundin, sie ist auch das genaue Gegenteil von ihr selbst - reich, beliebt, der Star der Schule. Und trotzdem sind die beiden unzertrennlich....
Bis sich Nadia das Leben nimmt und Lela's Welt erneut aus den Fugen gerät.
Was ist nur passiert? Sie wirkte doch immer so glücklich...
Heimgesucht von Visionen und Schuldgefühlen, begeht Lela einen Fehler und findet sich plötzlich im Paradies wieder. Am Rande dieses wundervollen Ortes, zeichnet sich jedoch ein dunkler Fleck ab, eine Stadt, in der alles Schöne und Friedliche einfach aufgesogen wird.
Sofort durchströmt Lela die Gewissheit: Dort muss sie hin, dort, wo alles Licht erlischt, wird sie Nadia wiederfinden und sie weiß, niemand außer ihr selbst, kann ihre Freudin retten.
Sie hätte zwar mit vielem gerechnet, aber niemals damit, dass ihr inmitten all der Dunkelheit, die Liebe begegnet...

Durch einen geheimen Geheimtipp, habe ich mich ganz spontan im Urlaub dazu entschlossen, dieses Buch zu lesen. Von der Autorin hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nie etwas gehört und auch der Titel sagte mir erstmal nichts, der Klappentext klang für mich aber schonmal sehr interessant. Das Leben nach dem Tod - ein ewiges Mysterium . So ganz unvoreingenommen und frei von bereits begeisterten oder enttäuschten Leseeindrücken anderer mit dem Buch zu beginnen, war für mich total spannend und erfrischend und so wagte ich den Sprung ins kalte Wasser.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir durch den wunderbar einfachen Schreibstil der Autorin sehr leicht. Ich hatte nicht das Gefühl eines Warteschleifen-Anfangs und schon nach kürzester Zeit, nahm die Geschichte richtig Fahrt auf. Die ganze Atmosphäre, die ich eher als düster und drückend bezeichnen würde, hat Sarah Fine hervorragend genutzt um ihre Leser zu fesseln und sie dann genau im richtigen Moment, mit in ihre selbstkreierte Hölle hinabzuziehen.

Selbstmord und das Leben nach dem Tod - zwei ungewöhnliche Themen für einen Jugend-Fantasy-Roman. Genau das macht dieses Buch aber in meinen Augen auch zu einem echten Geheimtipp, den sich Fans dieses Genre's unbedingt merken sollten! Gemeinsam mit der Protagonistin betreten wir Pfade, die uns an Abgründe führen, über die man sonst nicht so gerne nachdenkt. Sarah Fines Idee, eine Urangst der Menschen zu nutzen und daraus eine Welt zu erschaffen, die mich wirklich begeistern konnte, ist genial. Was geschieht also mit Selbstmördern? Wird ihnen vergeben? Nein. Sie erwachen vor den Toren der Selbstmörder-Stadt aus der es nur einen Ausweg gibt, der sie in das Paradies führt.

"Ja, ich weiß, warum du hier bist. Achte nur auf eins: Verwechsle nicht, was du willst, mit dem, was du brauchst."
S.194

Lela lernen wir zu Beginn als verschlossenen und aggressiven Teenager kennen - kein Wunder bei ihrer Vorgeschichte. Doch schnell wird klar, dass sie sich eigentlich wie jeder Andere, einfach nur eine Familie und Halt wünscht. Jemanden der an sie glaubt und für sie da ist. So jemanden findet sie in ihrer Freundin Nadia und zum ersten Mal ist Lela glücklich. Leider währt dieses Gefühl bekanntlich nicht lange, denn Nadia beschließt sich das Leben zu nehmen. Lela, die durch gewisse Umstände, die ich an dieser Stelle nicht verrate, Visionen plagen, weiß was ihre Freundin nun erwartet und sie entscheidet sich kurzerhand Nadia zu retten. Mir war Lela von Anfang an sehr sympathisch. Ich mag ihre taffe und kämpferische Art ebenso wie ihre verletzlichen Momente, am allermeisten jedoch gefiel mir ihr Humor - zum Schreien!
Wer sich jetzt denkt: "Hey, da fehlt doch was!"
Dem kann ich jetzt Entwarnung geben: Ja, es gibt eine Liebesgeschichte - Eine sehr schöne sogar, sei dazu gesagt. Das Objekt der Begierde: Malachi. Dieser ist einer der Wächter in der Selbstmord-Hölle und schützt deren "Bewohner" vor dem Bösen. Malachi mochte ich sofort, er ist nicht der Prototyp-Macho oder Ich-bin-so-unentschlossen-und-eigentlich-nicht-gut-genug-für-dich-Protagonist und auch sein Humor, brachte mich des öfteren zum Schmunzeln. Die beiden gemeinsam, ergeben ein starkes Team. Die Liebesgeschichte an sich nahm nicht zu viel Raum ein und zu keiner Zeit wurde der rote Faden "Nadia" außer Acht gelassen, ich empfand die Verteilung der Liebesszenen im Mittelteil für meinen Geschmack aber etwas zu gebündelt.
Das Ende verspricht uns einen tollen zweiten Teil, auf den ich schon sehr gespannt bin und den ich auf jeden Fall lesen werde. Hoffentlich schon ganz bald!

Fazit:
Fazinierend, fesselnd und komplex - so lässt sich die Welt, die Sarah Fine in "Innerste Sphäre" erschaffen hat wohl am passensten beschreiben. Neben der originellen und gut umgesetzten Grundidee, überzeugt die Geschichte durch ihre tollen Protagonisten, die mich mit ihrem herrlichen Humor bestens unterhalten haben! Die Liebesgeschichte gefiel mir vorallem durch ihre "Unaufdringlichkeit" sehr gut und unterstreicht die tolle Arbeit der Autorin. Das Ende lässt uns gespannt auf Teil 2 warten, für den ich defintiv wieder in die Hölle hinabsteigen werde!
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am 8. August 2014
Als ich vor ein paar Monaten auf der Suche nach einem neuen interessant Hörbuch war, bin ich auf diesen Roman hier gestoßen. Ich empfand es im Großen und Ganzen als eines der Besten die ich mir gekauft habe. Ich möchte hier nicht noch einmal ausführlich den Inhalt der Geschichte wiedergeben, das wurde ja bereits schon ausreichend erledigt.

Ich mache mir nur langsam Sorgen, dass der zweite Teil nicht ins deutsche übersetzt werden könnte, da dieser Roman hier bereits im letzten Jahr veröffentlicht wurde und in Kürze der dritte Teil im Original erscheinen wird!

Also liebe Leute bei Amazon, seht doch bitte zu das es hier Nachschub gibt und den am Besten auch als Hörbuch.
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am 18. März 2016
Die Story

Wir werden mitten in eine Szene geschmissen, welche durchweg gleich als Gesellschaftskritisch verstanden werden kann. Eine Jugendliche versucht Drogen bei einem Dealer in ihrer Altersklasse zu kaufen, welcher die Gelegenheit ausnutzt und direkt zudringlich wird.
Das Geschehen wird von Lela Santos beobachtet. Eine Außenseiterin die in allen Belangen des Lebens durchweg vom Pech gezeichnet ist.
Sie geht dazwischen und hilft dem Mädchen dessen Name Nadja ist wie sich später herausstellt.
Die beiden, werden die besten Freundinnen.

Doch die Idylle ist trügerisch, Nadja beamt sich regelmäßig mit Tabletten weg, bis sie schließlich eine Überdosis nimmt und stirbt.
Von diesem Zeitpunkt an, hat Lela Visionen von ihrer toten Freundin, wie diese völlig verängstigt durch eine unheimliche Stadt rennt, die der Hölle gleichkommt.
Eine Stadt welche Lela schon aus ihren Alpträumen kennt, die sie einfach nicht mehr los zu lassen scheinen. Denn auch sie hat bereits einen Selbstmordversuch hinter sich.
Durch einen dummen Zufall verliert auch Lela ihr Leben, erwacht auf dem wunderschönen Land und beschließt denn noch ihre beste Freundin aus der Hölle zu retten.

Meine Meinung

WOW! Die Stimmung ist von Anfang an präsent und wird durch die Sprecherin an deren Stimme ich mich aber erst gewöhnen musste gut übertragen.
Die Atmosphäre ist unglaublich düster und man hat die Stadt auch ohne übertriebene Umschreibungen immer vor Augen. Sie jagt einem eine Gänsehaut ein.
Auch die Gestalten die sich in ihr bewegen sind unheimlich und gleichzeitig extrem authentisch. Es tauchen überaschende Wendungen auf mit denen man nicht unbedingt gerechnet hat.
Ich bin ein unglaublicher Fan von Malachi. Er ist ein Mann wie ein Mann sein sollte. Harteschale weicher Kern und innen so sanft und süß wie Honig. Die Sprecherin kann seinen sklavischen Akzent hervorragend rüber bringen und er wird richtig lebendig.
Auch wenn die Beziehung die sich zwischen den beiden entwickelt nicht ganz so überzeugend ist wie der Rest der Geschichte.

Es ist unglaublich schön dass sich zwei leidende Seelen gefunden haben die sich allen Widrigkeiten entgegen stellen auch wenn es sie das eingene leben kosten könnte. Auch hier wird verdeutlicht, das Freundschaft denn noch mehr Wert sein kann als Liebe. Weil sie einfach einen anderen Wert hat.
Denn Freunde hat man immer. Liebe kann vergehen. Auch wenn das bei den Beiden nicht der Fall ist.
von solchen Geschichten brauchen wir definitiv mehr!
Auf eine gewisse Art ist es sehr Schade als die Geschichte ihr Ende gefunden hat. Das Ende ist jedoch zufriedenstellend und die Protas können sein wer und wie sie sind, auch wenn es vll. nicht unbedingt ein Happyend ist wie man es sich eigentlich vorstellt. Hier kann ich aber nicht mehr ins Detail gehen weil das einfach zu sehr spoilern würde. Gewisse Figuren will ich daher auch gar nicht erwähnen. Jeder der die Nase ein wenig voll hat, von dem All Age Einheitsbrei, der ist mit dieser Story mehr als bestens bedient. Es besteht mehr als Suchtgefahr. Irgendwann muss man einfach wissen wie die Story ausgeht , ob Lela ihre Freundin retten kann und ob sie doch noch glücklich wird.
Dieses Buch hat mehr als 5 Sterne verdient. Das Buch verdient definitiv mehr Aufmerksamkeit, genau wie es schon bei Das Auge des Nachtfalters der Fall war.
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am 29. Februar 2016
Es ist schwer in Worte zu fassen, was dieses Buch mir gegeben hat. Denn das war sehr viel mehr als ein paar Stunden Lesegenuss. Es hat mir den Glauben wiedergegeben, dass es da draußen tatsächlich noch Autoren gibt, die sich die Mühe machen, eine eigenständige Geschichte zu konzipieren, die ihre Figuren lieben und sie nicht hinrotzen, abkopieren oder Klischees anpassen, in dem Irrglauben, dass der Leser das so will und der Markt es verlangt. Sarah Fines Buch ist das beste Beispiel dafür, dass man genau das nicht tun muss, um einen großartigen Roman zu schreiben. "Innerste Sphäre" ist leise, ein Band von nur 312 Seiten Umfang und trotzdem das Wunderbarste, das ich seit langem gelesen habe. Weil die Autoren sich die Zeit nimmt, sich in ihre Figuren einzufühlen, sie lebensecht aufzubauen, sie zu hinterfragen. Ich glaube diesen Figuren jedes Wort, ich glaube ihnen, dass sie nicht anders handeln können, als sie es tun. Und vor allen Dingen: ich kann mit ihnen mitfühlen. In wievielen aktuell gehypten Fantasy-Bestsellern ist das genau anders herum? Mir fällt kein einziges gutes Beispiel ein.

Dieses Buch hätte so viel mehr verdient als dieses Schattendasein, so viel mehr als die lieblose deutsche Auflage, die Amazon ihm hat angedeihen lassen. Und vor allen Dingen hätte die gesamte Serie es verdient, ins Deutsche übersetzt zu werden, weil sie so verdammt gut ist! Ich bin fast mit Band 2 (auf englisch) fertig und bereit, Sarah Fine überallhin zu folgen.

Warum erkennt kein deutscher Verlag die Qualität dieser Serie und dieser Autorin? Blockiert Amazon, weil hier der erste Band herausgegeben wurde?

Ich kann jedem deutschen Leser, der Englisch lesen kann, nur empfehlen weiterzumachen. Wer das nicht tut, sollte zumindest "Innerste Sphäre" lesen, weil die Geschichte in sich abgeschlossen ist. Alle anderen: Nehmt euch zur Not ein Wörterbuch, beißt euch durch, lasst euch von der fehlenden Übersetzung nicht abhalten! Band 2 (Fractured) ist *noch besser* als der erste Band! Er bricht mir in der Tat in diesem Moment fast das Herz und Band 3 ist längst bestellt, damit die Wartezeit nicht zu lang wird. Ich MUSS wissen, wie das weitergeht. Was für ein wunderbarer Höllentrip! Actiongeladen und tiefgreifend
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