Shop now Shop now Shop now Shop now Shop now Hier klicken Jetzt informieren PR CR0917 Cloud Drive Photos Learn More Mehr dazu Hier klicken Mehr dazu Hier Klicken Jetzt bestellen PrimeMusic Fußball longss17



am 13. Dezember 2015
Als Kind der 80er, das mit Actionklassikern wie 'Stirb langsam' und Verhoevens 'Robocop' groß geworden ist, muss man auch wissen, was ein Remake aus den alten genialen Werken macht. Daher hab ich mich bei einer Aktion hier entschlossen, das vielerorts als Mediabook beworbene Produkt zu erwerben.

Es ist ein eher 'kleines' Mediabook. Inhaltlich bleibt es zwar bei DVD und BD als Datenträger, doch fällt zum einen die Broschüre recht schmal aus und zum anderen liegt diese nur bei und ist nicht wie üblich eingearbeitet oder steckt in einem Seitenschuber. Die Gefahr, dass diese Broschüre herausfällt oder/und Knicke bekommt, ist recht groß. Äußerlich ist das Mediabook in seinem matten schwarz-rot sehr schick anzusehen, doch nun zum wichtigen, dem Film.

Lange hab ich gebraucht, mich an den Film heranzutrauen, weil ich mir so ungern durch neue und andere Zeiten einen tollen Film kaputtmachen lasse. Ganz so weit ging es hier nicht, aber die Einzelheiten sind schon wichtiger als ein Gesamtresümee.

Die Drehbuchautoren haben recht erfolgreich die Geschichte von damals in die heutige Zeit bzw. eine denkbare Zukunft herübergebracht und an diese angepasst. Einige längst überholte Sachen wurden durch neue Ideen ordentlich aufgepeppt und dem ganzen ein anders futuristisches Gewand verpasst, das hervorragend passt. Sehr gut!
Die Geschichte um Alex Murphy und seine Familie war im Original eher Grundlage für alles mögliche, hier ist sie Teil des Geschehens und beeinflusst den Verlauf auch weiterhin.
Die Aufbereitung politischer und wirtschaftlicher Hintergründe ist ebenfalls recht gut gelungen, wobei aber auch dies eher auf plattem Niveau erfolgt, anstatt wirklich aufzuklären oder gar wachzurütteln.
Die Zwiegespaltenheit von Dr. Nortons Handlungen sind schön anzusehen, aber dank Gary Oldman wäre hier einiges mehr drin gewesen.
Man darf aber nicht vergessen, dass es sich um einen Hollywoodblockbuster handelt, daher sind Tiefe und Mitdenken eher nicht gefragt, sondern Schauwerte. Bei diesen übertreibts der Film nicht, und klotzt auch nicht zu wenig, sondern genau richtig.

Aaber wieso bleibt dann dieser fade Beigeschmack, der mir den Film noch immer nicht richtig ans Herz wachsen lassen will? Daher MUSS ich nun vergleichen und komme recht schnell zu dem Schluss, dass mir drei Sachen in der Neuauflage gewaltig fehlen:
- Spannung: wenn ein Film wirklich gut ist, guck ich nicht alle 20 Minuten auf die Uhr. Bei dem hier hab ichs getan und nach einer Laufzeit von 64 Minuten hab ich das Ende fast herbeigesehnt, denn bis dahin plätscherte die Handlung nur so vor sich hin.
- Zynismus: das Original ist mit seinen Werbeeinblendungen und seinem ganzen eine tolle Dystopie, die genau platzierte Seitenhiebe austeilt, die den Zuschauer zu einem bösen Lachen bewegen. Im neuen Robocop ist alles auf Fakten gebügelt (Samuel L. Jacksons Auftritte), gänzlich humorfrei und komplett vorgekaut. Ich bin (außer bei Dr. Norton) weder hin- und her-, geschweige denn mitgerissen.
- Blut & Gewalt: Mir ist klar, dass der Film mit einer 12er Freigabe keine Gewalt enthalten darf, aber die Überspitzung diesbezüglich im Original machte den Reiz des Ganzen aus. Es rückte dies etwas weiter in die Ferne, was es mehr als Filmerlebnis deklarierte. Der neue versucht auf Krampf ernst und realitätsnah zu wirken. Das widerstrebt mir und funktioniert nicht.

Robocop 2014 ist insgesamt also recht gelungen, eine gute Abendunterhaltung, eine schöne Berieselung nebenbei, hat aber im Gegensatz zu seinem Original einiges eingebüßt.
Was hätten die Macher besser machen können?
Es sollte ja unbedingt eine Neuauflage sein. Hätten die Macher nur ein klein wenig weiter gesponnen und eine neue Robocop-Geschichte chronologisch nach den bisherigen angesiedelt, wäre die (Film)Welt für meine Begriffe etwas mehr in Ordnung. Im neuen patrouilliert ED-209 schließlich schon die Straßen anderer Länder, während er im Original eine Neuvorstellung war, daher wirkte das für mich eher nach einer Fortsetzung als nach einer neuen Fassung.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. Dezember 2014
der film hat mir sehr gut gefallen , er fängt etwas schleppend an , aber dann ist er sehr gut , schaut ihn euch an
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. November 2015
Ich werde hier mal nicht den 585. Vergleich mit dem Originalfilm starten - da ich letzteren auch sehr lange nicht gesehen habe, konnte ich fast ganz unvoreingenommen an das Remake rangehen. Mir scheint erstmal die Betrachtungsweise hier sehr männlich geprägt (ich bin selber von dieser Gattung). Ich finde den Film ziemlich Gewalt verherrlichend und - in dieser unblutigen und unbrutalen Weise - auch eher schädlich für den jungen Gucker, da verharmlosend.
Die "Botschaft" erinnert eher an kurzweilige Ego- oder Taktikshooter als eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem moralischen Konflikten Mensch - Maschine bzw. Emotion/Leid - Berechnung/Richten. Wozu soll bitte ein Roboter dazu programmiert werden, jemanden, der ein Messer oder eine andere lächerliche Feuerwaffe in der Hand hält (die keinerlei Bedrohung für eine solche gepanzerte Maschine darstellt) als ungehorsamen Aggressor zu identifizieren und zu eliminieren, statt ihn zu verhören, festzunehmen und einem Staatsanwalt zu geben?! In diesem Film wird aber nicht verhandelt, sondern einfach gleich geschossen (von allen Seiten), wie im wilden Westen! Der kriminelle Abschaum ist das einzig Böse, nichts Menschliches ist in ihm - wie langweilig und vorhersehbar, scheinbar willkürliche (wenn auch wenig schmerzhaft wirkende) Gewalt am fließenden Band rechtfertigend…
Die Reaktionen der Charaktere (wie z. B. Alex‘ Frau nach dem Unfall / (vermeintlichen) Toden zu Beginn und zum Ende der Geschichte, Mr. Murphy im Umgang mit seinem Zustand und seiner Familie, Beispiel Telefongespräch) sind auch nicht immer glaubwürdig und nachvollziehbar. Die Hauptdarsteller wie der Chef der Robo-Firma oder der journalistische TV-Berichterstatter übertreiben ihre Rolle fast bis zur Karikatur. Trotz deutlich gezeigter Macken haben alle Hauptpersonen kaum Sympathiepunkte von mir erhalten, sie sind mir oft zu einfältig und von ihren eigenen egoistischen Zielen und Profilierung besessen. Was soll z. B. diese selbstherrliche und vollkommen parteiische Berichterstattung mit emotionalen Ausbrüchen von einem permanent grimmig drein schauenden Samuel L. Jackson? Ist das der Journalismus der Zukunft oder wieder nur so eine merkwürdige USA-typische Show zur Generierung von Einschaltquoten?
Die graphischen Effekte sind natürlich insgesamt toll, aber ihnen fehlen die sinngebenden Anteile, um dem Film Seele zu geben (ähnlich wie in der technoktratisch verspielten Kleine-Jungs-Filmreihe Transformers). Das Design von Kleidern über Waffen bis zu Gebäuden der Zukunft wirkt teilweise sehr dröge bis militärisch (kantig / protzig männlich), aber nicht auch nur irgendwie schön. Gleichzeitig finde ich diese Robocop-Welt und Story zu bunt / wenig düster oder geheimnisvoll (wie bei den neueren der alten Batman-Filme vor der Nolan-Zeit). Und wieso bekommt Robocop nicht mal ein paar ordentliche Kleider / einen schicken Anzug, bevor er Frau und Kind wiedersieht (die sich bei seinem Metallmuskeln-Anblick nicht einmal erschrecken oder zumindest Befremdung und Berührungsängste zeigen)...?
Vieles scheint unnötig gehetzt und überstürzt in der Inszenierung der Story, worin sich letzlich der Fokus auf die seichte Action-Unterhaltung dieses Films zeigt. Die Kampfszenen nach dem Motto "wir oder sie" sind absolut vorhersehbar und gar nicht spannend, eher nervig. Ziemlich dämlich die ganzen Horden an Gegnern, die sich Robocop mühelos entgegenstellen, um sich dann willenlos (und beinahe widerstandslos) zum Fraß vorwerfen lassen. Die Charakterzeichnungen finde ich allseitig dürftig, Entwicklungen sind kaum festzustellen.
Fazit: Kurzweilig unterhaltender, (bis auf die organischen, kümmerlichen Restkörperteile von Murphy) nett anzuschauender, hollywood-typischer Materialschlacht-Heldenfilm mit dramatischem Anleihen für das Kind im Manne, jedoch weniger für die ganze Familie. Dafür die beiden Sterne. Mir fehlte allerdings eine inspirierende, philosophisch anregende Gesellschaftskritik, die sich bei diesem Thema in einem Science-Fiction-Szenario geradezu aufdrängt, bearbeitet zu werden. In der in diesem Film gezeichneten Zukunft will sicher keiner ernsthaft leben, soviel erreicht der Film dann doch - trotz spektakulärer Waffen und (merkwürdiger oder cooler?) zweiseitig-durchsichtiger Displaytechnologie mit massivem gebogenen Rand (die wiederkehrende Tendenz zu wieder größeren, aber filigranen Handtelefon-/Multimediageräten wird hier jedenfalls mal knallhart widerrufen ;) Und Schutzgefühle bei durch in den Straßen aufmarschierende Riesen-Kampfbots in Teheran? Ne, das glaubt natürlich gleich jeder im amerikanischen Fernsehen (und dass der Rest der Welt sich das gefallen lässt, nur die sich unverändert moralisch überlegen fühlende US-Regierung nicht)…
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 1. November 2014
Als der Polizist, Vater und Ehemann Alex Murphy (Joel Kinnaman), nachdem er den falschen Leuten auf die Füße getreten ist, bei einem Bombenanschlag schwer verletzt wird, erhält er durch das Unternehmen Omnicorp und deren leitenden Wissenschaftler Dr. Norton (Gary Oldman) die Chance, seinen Kampf gegen das Verbrechen und die Korruption in Detroit fortzusetzen. Streng durch seine Soft- und Hardware kontrolliert, soll der RoboCop schnell, effektiv und ohne Gefühlsduseleien seinem Job nachkommen und für messbaren Erfolg sorgen, aber unter seinem Panzer steckt noch viel zu viel von Murphy, als seinen Erschaffern lieb sein kann.

In einer Zeit, in der Remakes von etwas neueren Klassikern der Filmgeschichte wie Pilze aus dem Boden schiessen, ist es sehr schwer, nicht immer diese legendären Vorbilder im Kopf zu haben, wenn man sich Filme wie die Neuauflage von "Robocop" ohne irgendwelche Vorurteile ansehen will. José Padilhas Neufassung hat sicherlich ihre Reize: Zum einen sind die Möglichkeiten der Spezialeffekte alleine schon Grund genug, einen Film der einst gut war noch einmal in dieser Hinsicht verbessern zu wollen. Zum anderen ließ man die kritischen Untertöne des Originals nicht zu Gunsten einer platten Actionstory komplett aus dem Streifen heraus, was nicht unbedingt selbstverständlich ist. Auch schauspielerisch wird eine durchaus passable Leistung geboten, auch wenn die aufgefahrenen Stars der Marke Michael Keaton, Gary Oldman und Aimee Garcia (für mich als "Dexter"-Fan durchaus eine Erwähnung wert), insgesamt unter ihren Möglichkeiten zu bleiben scheinen. Die für mich negative Überraschung bestand viel mehr in den recht wenigen und wenig spektakulären Actionszenen, sowie in der dafür unnötig langen Spieldauer des Streifens, der doch einige Längen bietet.

Technisch ist die Scheibe erwartungsgemäß gut, insbesondere die Extras (geschnittene Szenen, Hintergrundinfos zur Entstehung des Filmes, Omnicorp-Werbung...) fallen recht umfassend aus. Insgesamt bedeutet das für den Streifen gute drei Sterne, Fans des Genres (und auch die des Originals) sollten für den aktuellen Preis eines knappen Zehners durchaus gut bedient werden.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. September 2014
Ich möchte zuerst eine Sache klarstellen! Ich vergleiche NICHT Original und Remake! Beides hat seine Daseinsberechtigung!Beides hat seine Fans und schließlich liegen fast 30Jahre dazwischen! Als ich mir den Film zulegte ging es mir darum einen spannenden Actionfilm meiner Sammlung hinzuzufügen. Nun hab ich ihn gesehen und leider hat er mich nicht aus den Socken gehauen. Irgendwie konnte er mich nicht gefangen nehmen. Dabei kann man den Darstellern keinen großen"Vorwurf" machen.Sie haben sich bestimmt Mühe gegeben, aber ich konnte keine Emotionale Nähe zu den Figuren aufbauen.Für meinen Geschmack pendelt die Story unentschlossen einerseits um das Drama des Alex Murphy und seiner Familie und anderseits will er ein Actionknaller sein.Auch als Fingerzeig auf Entwicklungen der Kriegsführung kann er nicht über zeugen.Irgendwie wird alles angerissen, aber nichts richtig verfolgt und so wird alles belanglos. Genau wie auch der Film mich nicht fesseln konnte. Er lief immer mehr so neben her.Meine Aufmerksamkeit war immer dann am Größten wenn Abbie Cornish (mir vorher unbekannt) auftauchte und meine Augen sich an ihrer entzückenden Erscheinung erfreuen konnten.Weniger gut gefielen mir Teile der Kämpfe(z.B. im Omnicorp Headquarter am Ende des Films)!Manchmal wirkte es als hätte man die Kämpfe am Heimcomputer entstehen lassen! Abgehackt,unrunde irgendwie unnatürliche Bewegungen. Da ist man spätestens seit Avatar anderes gewohnt.
Fazit:Ein ziemlich öder Actionfilm der so dahinplätschert. Wenn man ihn nicht sieht hat man nichts verpasst. Aber er hat ja auch seine Fans und das ist gut so denn bekanntlich lässt sich über Geschmack nicht streiten!Trotzdem von mir gibts nur gerade noch 3*!
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. Juli 2014
Unterhaltsam, kurzweilig mit guter Action.
Für Fans von Robocop ein Film wo man nicht drum rum kommt. Einfach sehr empfehlenswert
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. Dezember 2016
Ich hatte einen kitchigen Kinderfilm der Unrealistisch und langweilig ist erwartet, haben ihn aber geguckt da er bei Amazon prime ausläuft. Nach dem Angucken bin ich doch begeistert, die Action ist einzigartig und realistisch, Robocop ist nicht unbesiegbar, sondern hat einfach nur eine schnelle Reaktionszeit und schaltet feinde so schnell aus das sie seinen Schwachpunkt im Gesicht nicht Treffen können.

Auch die Story ist gut und spannend. Sie zeichnet eine Utopie mit einigen Schattenseiten ab in der Roboter im Ausland für den Krieg eingesetzt werden und Ziviltode auf einem Minimum halten. Es gibt dennoch Verbrecher und Terroristen. Im Inland soll Robocop, ein Mensch/Roboterhybrid die Akzeptanz der Bevölkerung für Roboter verbessern damit sie endlich bei der Polizei eingesetzt werden können.

Wer scifi liebt oder einfach nur Actionfilm fan ist kommt bei dem Film sicherlich auf seine Kosten.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 18. Mai 2014
Verhovens ROBOCOP war ein Film, welcher Mitte der 80er einige Maßstäbe setzte und sehr gekonnt SF, Action und (bitterböse) Comedy miteinander verband. Das Original war ein Film, welcher auf mehreren Ebenen gleich gut funktionierte und schlichtweg auch nach mehr als einem Vierteljahrhundert noch überzeugen kann.

Leider gehe ich nicht davon aus, dass diesem Remake ein ähnliches Schicksal beschehrt sein wird - dazu fehlt es diesem neuen ROBOCOP definitiv am "gewissen Etwas", und dies war ja genau das, womit das Original Einzug in den Kanon der SF / Actionfilme finden konnte. Wenn man diesen ROBOCOP also mit dem Original vergleicht kriegt er kaum ein Bein auf den Boden - dazu mangelt es ihm an allen Ecken und Enden einfach am Besonderen, am Bemerkenswerten... und schlichtweg am Charme.

Für sich betrachtet ist dieser neue ROBOCOP allerdings kein übler Film: tricktechnisch gut gemacht, gut gefilmt und mit hohem Tempo sorgt er für durchaus ansprechende 2 Stunden Unterhaltung, die zwar nicht vom Hocker reist und groß im Gedächtnis bleibt, die aber auch nicht langweilt. Solange man also ausblendet das es sich hier um das Remake eines sehr bemerkenswerten Films handelt ist dieser neue ROBOCOP ein Film, den man als "solide" bezeichnen kann - er funktioniert, aber reist auch nicht zu Begeisterungsstürmen hin.
Gut fand ich die Leistungen von Joel Kinnaman und insbesondere (!) die von Gary Oldman, wobei letzterer mit seiner Rolle ein wirkliches Highlight des Filmes darstellt. Samuel L. Jackson fand ich allerdings überraschend platt.

Alles in allem: es gibt definitiv schlimmere Remakes, gerade im SF-Sektor. Relativ hierzu schlägt sich der neue ROBOCOP durchaus achtbar. Ein wirklich mitreißender Film ist er allerdings beileibe auch nicht, sondern schlicht und einfach "ganz OK". Als Genrefan kann man ihn sich durchaus mal ansehen, aber ich bezweifele, das dieser Film für einen besonderen Nachhall sorgt und in einem Jahr noch im Gespräch sein wird.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. Juli 2014
Nachdem mir das Original nicht wirklich zusagte obwohl der Gesellschaftskritische Teil gut war und auch die Action stimmte, war ich von einem Remake zuerst auch nicht sonderlich angetan. Doch der Film ist über weite Strecken sehr unterhaltsam und hat ein gutes Tempo. Er ist zweifelsohne kein Meisterwerk seines Genres aber durchaus ein sehr unterhaltsamer und guter Film.

Der junge Polizist Alex Murphy hat in seiner Heimatstadt Detroit alle Häne voll zu tun. Während er versucht die Straßen sauber zu halten, hat er mit Waffenhändlern und korrupten Beamten zu kämpfen. Als Murphy Waffenhändler Vallon zu nah auf die Pelle rückt, entschließt sich dieser den Polizisten mit einer Autobombe zu beseitigen. Den Anschlag überlebt Murphy nur knapp und auch nur durch die Entscheidung seiner Frau, ihn für die notwendige Operation in die Hände von OmniCorp zu geben. Da diese ihre Maschinen als Schutz nicht in den USA einsetzen können, erhoffen sie sich durch eine Mischung aus Mensch und Maschine doch noch Profit machen zu können.

Der Film bringt den erzeitigen Überwachungswahn sehr gut mit ein. Man liest es ja immer wieder das Leute überwacht werden, abgehört werden und dergleichen. Bestes Beispiel ist der Abhörskandal der USA. Auch im Film ist das Thema Überwachung und Kontrolle sehr präsent und wird stark kritisiert. Die Maschinen im Film gelten als Emotionslos und schalten Gefahren dementsprechend auch aus. Dies machen die ersten 10 Minuten des Films sehr, sehr deutlich. Eine angemessene Härte ist auch vorhanden. Keine Kompromisse.

Murphy hat aber im Gegensatz zu den vollständigen Robotern gewisse "Probleme" damit, sich emotionslos zu verhalten und so artet schnell alles aus und er versucht daraufhin den Mordanschlag an sich selbst aufzuklären und seine Menschlichkeit zu wahren.

Der Film hat einen sehr guten Cast, wie ich finde. Joel Kinnaman ist ein sehr sympathischer Hauptdarsteller der seine Rolle glaubhaft und gut spielt. Für mich im Vorteil gegenüber Peter Weller, den ich aber als Schauspieler ebenfalls sehr schätze. Nur halt nicht in dieser Rolle. Der Supporting-Cast ist ebenfalls stark. Mit Gary Oldman und Samuel L. Jackson hat man zwei Schwergewichte mit in den Film geholt die durchaus ihre starken Momente haben. Oldman jedoch ist für den Verlauf der Geschichte wichtiger, wenn Sam Jackson eher Kommentator der Ereignisse ist. Aber auf ganz, ganz subtile Art. ;-)

Als führender Kopf der OmniCorpgesellschaft fungier Michael Keaton. Er macht seine Sache sehr solide, vermag es aber nicht wirklich herauszustechen so wie die beiden oben genannten Darsteller. Jay Baruchel & Abbie Cornisch spielen ihre Parts als OmniCorp-Mitarbeiter und leidende aber starke Ehefrau überzeugend und gut. Kleines Highlight im Film ist aber Watchmen & Elm Street-Darsteller Jackie Earle Haley. Seine Szenen sind immer ziemlich stark und interessant. Vielleicht eine der interessantesten Nebenrollen im Film.

Die Action ist gut über den Film verteilt und ausgeglichen mit der Story. In guten Abständen gibt es immer wieder gute Actioneinlagen, die aber nie zum CGI-Feuerwerk werden sondern immer recht bodenständig wirken. Unterhaltsam und gut inszeniert. Auch die Story entwickelt sich stets vorran und hat nur wenige Längen. Auch wenn sich ein paar eingeschlichen haben. Gegen Ende des Filmes nahm der Film etwas ab und gerade das Finale war etwas ermüdent. Da hätte ich mir etwas mehr erhofft. Schade drum. Auch die letzte Szene war nicht das, was ich mir da gewünscht hätte.

Der Soundtrack ist streckenweise eher unauffällig und ruhig hat aber auch 1, 2 gute Stücke. Das war es dann auch schon. Es ist sehr schade, dass das RoboCop-Theme nur 2,3 mal und sehr kurz im Film vorkam. Das hätte dem Film sicherlich gut getan und zum Feeling beigetragen. Sehr schade. Der Anzug wirkt modern, drahtiger und fieser. Im Vergleich zum Original (Das durchaus seine Würdigung bekommt) gefällt mir der neue besser. Er ist aber auch an die moderne Zeit angepasst und das war auch konsequent so.

Allgemein wurde das ganze RoboCop Thema gut ins moderne umgesetzt und mit modernen Themen ergänzt. Der Film wirkt für mich aber viel persönlicher und ruhiger als das Original, was aber ok ist. Hätte mir gewünscht das man den Gesellschaftskritischen Teil auch etwas mehr ins Zentrum rückt aber das was schon okay so. Damit kann ich leben.

Was bleibt ist ein sehr unterhaltsamer Film mit einem guten Tempo und fast keinen Längen. Gesellschaftskritisch, wenn auch nicht überwiegend viel aber dafür gespickt mit tollen Darstellern die ihre Sache größtenteils souverän meistern. Ein guter, moderner Actioner. Ob dem Film mehr härte gut getan hätte? Viele maulten ja im Vorfeld rum das Robo FSK18 sein müsste, wie das Original weil es einfach passt. Der Film ist aber sehr anders und trotzdem nicht ohne. Für einen FSK12 Film geht das schon klar. Zudem hätte explizite Gewaltdarstellung auch nicht in diesen Film gepasst.

Gute Unterhaltung, gute Darsteller. Ein gelungener Film.

7,5/10

Bild und Ton der Bluray sind Referenzverdächtig.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. November 2014
Science-Fiction-Action im Blockbuster-Format (FSK12, also kein Vergleich zum Original von Paul Verhoeven).
Mit Joel Kinnaman als Murphy, Gary Oldman als Spezialisten für die kybernetischen Prothesen, Michael Keaton (Tim Burtons Batman von 1989 und 1992) als gewissenlosen OmniCorp-Vorsitzenden, Abbie Cornish als besorgte Ehefrau, Jackie Earle Haley (Rorschach aus Watchmen und Freddy Krueger aus A Nightmare on Elm Street, 2010) als Waffenausbilder und OmniCorp-Pitbull und Samuel L. Jackson als TV-Mogul (nur in einer kleinen Nebenrolle). Nett anzuschauen, Popcorn-Kino halt. Für mich Note 2-
(Die Tragödie um Murphy und seine Familie macht den Film keineswegs zu einem Drama, sondern gehört einfach zu dieser Geschichte dazu.)
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

Hulk
2,99 €
Chappie [dt./OV]
9,99 €
Lucy [dt./OV]
3,99 €

Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken