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am 3. September 2014
Mandela – Der lange Weg zur Freiheit hat mich schon nach dem ersten Trailer für sich gewinnen können. Ich war dann auch sehr überrascht, dass der Film total unterging, obwohl er wirklich gut ist.

Eine Zusammenfassung der Handlung ist bei diesem Film wohl nicht nötig, weil jeder die Grundgeschichte um den Freiheitskämpfer Südafrikas kennt.
Regisseur Justin Chadwick (die Schwester der Königin) beleuchtet hier das Leben Mandelas von seinen Tagen als Anwalt bis hin zu seiner Freilassung Anfang der 1990er Jahre. Ich habe die Biografie, auf der dieser Film beruht, nicht gelesen und kann deshalb nicht beurteilen, wie akkurat das Leben dieses großen Mannes hier dargestellt wird.
Der Film hat mich schnell an Gandhi erinnert, weil auch hier der Fokus eindeutig auf dem Hauptcharakter liegt und er alle anderen überschattet. Dies könnte man als negativ ansehen, aber ich empfinde es als gar nicht so schlimm. Wenn ein Mann so eine Präsenz hat, dass er nur durch seine Anwesenheit die Blicke auf sich zieht, dann ist das eben so. Und Idris Elba (Luther) verkörpert diesen Mann wirklich glaubwürdig und macht genau das. Er nimmt den Film komplett für sich ein, obwohl er hier nicht die makellose Leistung eines Ben Kingsley als Gandhi oder Daniel Day-Lewis als Lincoln erreicht. Dennoch zeigt er hier wieder sein Charisma und unbestreitbares Können. Mir fiel es sehr leicht, zu verstehen, warum eine ganze Nation hinter diesem Mann stand. Die restlichen Darsteller sind allesamt solide und niemand fällt aus der Rolle, sie ergänzen den Film gut.
Trotz der tollen Leistung Elbas war es aber die Inszenierung, die mich wirklich fasziniert hat. Chadwick erzählt hier eine wahre Geschichte, wie sie inspirierender und gleichzeitig grausamer kaum sein kann. Diese Tatsache weiß er auch in sehr starken Bildern zu verdeutlichen. Oft genug zeigt er, auch mit Archivmaterial, durch welche Hölle Südafrika und Mandela gegangen sind, um sich Gleichberechtigung zu verschaffen. Manche Szenen sind hart und kalt, wohingegen andere einfach nur schön sind. Mehr als einmal durchfuhr mich eine Gänsehaut, als die afrikanischen Gesänge und Hoffnungsrufe erschallten. Diese Szenen sind einfach nur beeindruckend und tiefgehend und verdeutlichen Hoffnung in ihrer reinsten Form. Noch dazu bekommt man einige schöne Bilder Südafrikas, die den Film nur noch trauriger machen, weil sie einen so starken Kontrast zu der Situation der Menschen darstellen.
Abgerundet wird die Inszenierung aber von einem großartigen Soundtrack. Neben den gespielten Melodien gibt es auch viele gesungene Lieder von z.B. Bob Marley und U2, die hier sogar eine Oscar-Nominierung für Ordinary Love erhielten. Die Melodien, aber vor allem auch die gesungenen Lieder tragen so immens zur Stimmung und zu einigen sehr beeindruckenden Bildern bei. Einer der besten Soundtracks, die ich dieses Jahr gehört habe.

Fazit:
Mandela – Ein langer Weg zur Freiheit ist einer der am meisten unterschätzten Filme 2014.
Nicht nur liefert Idris Elba hier ein fantastisches Portrait des Nelson Mandela, sondern man bekommt auch noch eine super inszenierte, inspirierende Geschichte. Der tolle Hauptdarsteller, die 1A Inszenierung und der tolle Soundtrack machen diesen Film absolut sehenswert.
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am 7. September 2014
... Dein Volk ist stark!" An diese Worte wird sich Nelson Mandela(Idris Elba) sein Leben lang erinnern. Der Junge schafft es aus den Hütten seiner Väter in eine Anwaltskanzlei in Johannesburg. Dort kommt er 1942 das erste Mal mit dem ANC in Berührung. Er tritt der Freiheitsbewegung der Südafrikaner allerdings noch nicht bei. Nelson ist verheiratet und hat Kinder. Allerdings geht die Ehe mit der ersten Frau in die Brüche, weil Mandela alles andere als ein treuer Ehemann ist.
Mandela landet doch in führender Position beim ANC und ist am Bus Boykott beteiligt. Er wird zur Zielscheibe der Regierenden und landet kurzfristig das erst Mal im Gefängnis. Als Mandela seine spätere Frau Winnie(Naomie Harris) kennen lernt, vertiefen sich beide in den Widerstand. Der ANC verliert seine Gewaltlosigkeit und Mandela muss in den Untergrund abtauchen. 1963 wird er festgenommen und 1964 auf die Gefangeneninsel Robben Island verbracht. Dort wird Mandela die nächsten Jahre verbringen. Doc sein Widerstand ist nicht gebrochen...

Eine Geschichtsstunde der Sonderklasse hat Justin Chadwick mit -Mandela- geschaffen. Dabei lebt der Film vor allem von dieser unglaublichen wahren Geschichte. Mandela wird nicht verklärt und abgehoben, sondern mit all seinen Schwächen und Widersprüchen gezeigt. Auch die Zerrissenheit des ANC und das schwierige Verhältnis zwischen Winnie und Nelson Mandela werden authentisch dargestellt. Es gibt wenig, aber extrem gute Filmmusik, die hier und da an -Jenseits von Afrika- erinnert.

-Mandela- ist ein Lehrstück an die Beharrlichkeit sein Recht auf Freiheit zu verfolgen. Der Film zeigt, dass die Südafrikaner dafür jeden Preis bezahlt hätten, selbst ihr eigenes Leben. Chadwick hat diesen Traum der Freiheit in mitreißende Bilder verpackt. Obwohl der Film 140 Minuten dauert, vergeht die Zeit wie im Flug.

Idris Elba spielt Nelson Mandela mit Herzblut und Klasse. Einziges kleines Manko, jedenfalls meiner Ansicht nach, ist das Elba körperlich wenig Ähnlichkeit mit Mandela hat. Elbas Körper würde besser in eine Muhammad Ali - Biografie passen als in Mandelas Geschichte. Das ist aber auch schon alles, was ich zu "meckern" hätte. -Mandela- ist wichtiges, absolut sehenswertes Kino, das sie nicht verpassen sollten.
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TOP 500 REZENSENTam 1. September 2014
Viele Menschen kennen Nelson Mandela lediglich als Präsident von Südafrika, als Friedensnobelpreisträger und wissen von ihm, dass er mal im Gefängnis saß. Nur wenige, wie etwa Leser seiner Biografie, wissen mehr über sein Leben. Regisseur Justin Chadwick ("Der älteste Schüler der Welt", "Die Schwester der Königin" hat in "Mandela - Der lange Weg zur Freiheit" ein sehr emotionales, spannendes (trotz hoher Spielzeit) sowie unterhaltsames Biopic abgeliefert, dass das Leben des Südafrikaners sehr gut illustriert. Dabei wird nicht nur sein Werdegang als Mensch deutlich, sondern auch die Entwicklung zum Apartheid Gegner, zum Friedensschlichter sowie Politiker. Klar, dass der Fokus zu 99% auf dem Leben Mandelas liegt.
Da mag es vielleicht etwas verwirrend erscheinen, dass der große Idris Elba („Prometheus – Dunkle Zeichen“, „Pacific Rim“) den eher kleinen Nelson Mandela verkörpert, doch das soll an dieser Stelle nicht weiter stören. Denn schließlich ist es der Inhalt der Film sowie die Darstellung die für gute Unterhaltung sorgen. Da ist es schon fast beschämend, wie die schwarze Bevölkerung damals für eine viel zu lange Zeit ungerecht behandelt worden sind, schikaniert und tyrannisiert wurden. Auf beiden Seiten des Konflikt hat sich dabei die Gewalt immer weiter hochgeschaukelt, was anschaulich, aber doch hin und wieder bedrückend dargestellt wurde. Dabei ist auffallend, dass trotz knapp 2,5 Stunden Spielzeit eigentlich nicht wirklich Langeweile aufkommt. Im Gegenteil, denn der Film fesselt von der ersten bis zur letzten Sekunde und nimmt dabei den Zuschauer auf eine Achterbahnfahrt der Emotionen mit.
Nicht nur Idris Elba gibt sein Bestes in seiner Personifizierung des glorreichen und inspirierenden Nelson Mandela, sondern auch Naomie Harris („James Bond – Skyfall“) als dessen zweite Ehefrau Winnie. All das Leid, der Schmerz, die Wut auf die weiße Bevölkerung, die Liebe steht ihr sehr gut ins Gesicht geschrieben und wird glaubwürdig dargestellt. Aber auch die übrigen Schauspieler wie etwa Tony Kgoroge („Invictus“, „Blood Diamond“), Riaad Moosa, oder Fana Mokoena spielen ihre Rollen wirklich gut.
Der Grund weswegen der Film quasi ‚abrupt’ nach der Präsidentschaftswahl 1994 endet ist die Tatsache, dass der Film auf Mandelas Autobiografie „Long Walk to freedom“ basiert und dabei nahezu authentisch umgesetzt wurde. Klar hätte das noch ausführlicher geschildert werden können, was sich aber entweder erheblich auf den Schnitt oder die Spielzeit ausgewirkt hätte.

Das Bild ist bis auf wenige Ausnahmen wirklich sehr gut ausgefallen. In einzelnen Momenten macht sich in dunklen Szenen leichtes Rauschen und hin und wieder leicht weichere Darstellungen bemerkbar. Abgesehen davon dominiert eine sehr gute Schärfe bei hohem Detailgrad. Der Kontrast ist gut eingestellt und ausgewogen. Die Farben, die leicht erdton-lastig und warm sind, sind stets natürlich und kräftig. In der Haft auf Robben Island zeigt sich die Koloration eher etwas kühl, aber stimmig. Der Schwarzwert ist gut und bildet ein sattes Schwarz ab, könnte aber mitunter noch etwas kräftiger sein. Die Durchzeichnung lässt nur selten leichte Details im Dunkel untergehen. Kompressionsspuren sind nicht aufgefallen.

Der Ton (Deutsch und Englisch in DTS HD Master Audio 5.1) weiß ebenfalls zu überzeugen. Dabei ist es nicht nur die dynamische und natürliche Abmischung, die punktet sondern auch die aktive Surroundkulisse, die gerade in Außenszenen sämtliche Kanäle sehr gut in das Geschehen mit einbezieht und dadurch eine wirklich tolle Räumlichkeit bietet. Die Bässe machen sich eher selten bemerkbar, was aber nicht negativ auffällt. Dafür fällt der tolle Soundtrack von Alex Heffes („The Rite – Das Ritual“) auf und bietet einen tollen, atmosphärisch stimmungsvollen Score, der die Szenen wunderbar akustisch untermalt. Die Balance ist ausgewogen, so dass auch sämtliche Dialoge stets klar verständlich sind.

Ausführliches Making Of
Making Of-Featurettes
Nelson-Mandela-Tribute-Videos
Mithäftling und Weggefährte Mandelas über Robben Island, das Massaker von Sharpeville und den Prozess
Audiokommentar des Regisseurs
Kinotrailer
Teaser

Das Bonusmaterial ist sehr umfangreich ausgefallen. Dabei liegen sämtliche Beiträge komplett in HD vor und wurden deutsch untertitelt. Neben einem mehrteiligen Making of, dass die Dreharbeiten, die Maske sowie die Darsteller u.a. etwas näher beleuchtet, gibt es noch einen Tribut an Nelson Mandela, in dem einige Zeitzeugen wie Schauspieler, Politiker wie Al Gore, oder Reporter wohlwollend und ehrfürchtig über den südafrikanischen Politiker reden. Dazu gibt es noch Kommentar von Mithäftling und Weggefährte Ahmed Kathrada einige Zeitzeugenberichte von sich gibt. Ein Audiokommentar sowie Trailer und Teaser zum Film sind ebenfalls vorhanden. Dazu gibt es noch eine Trailertshow sowie ein Wendecover obendrauf.

Wer bislang noch nicht vom Leben Nelson Mandelas inspiriert oder beeindruckt wurde, sollte sich „Mandela - Der lange Weg zur Freiheit“. Wer danach noch Zweifel an der großen Bedeutung dieses Mannes hat, dem ist nicht mehr zu helfen. Idris Elba schafft es dabei in dieses Biopic eindrucksvoll diesen großen Politiker zu verkörpern. Ein emotionaler, berührender und inspirierender Film, den man gesehen haben sollte, wenn man sich für das Leben Mandelas interessiert oder generell anspruchsvolle Filme mag.
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Das erste Mal nahm ich Notiz von Südafrika als ich 1982 das Lied "BIKO" von "Peter Gabriel" hörte... Wer war dieser Mann? Was war das für ein Land? Als ein Zusammenschluß von mehreren anerkannten Musikern 1985 als "Artists United Against Apartheid" laut und erfolgreich den Song "SUN CITY" perfomten war ich noch mehr interessiert! Zeitgleich erschien "FREE NELSON MANDELA" von "The Special AKA"... Da war dieser Mann natürlich schon ein Begriff, eine Ikone des Kampfes um Gleichheit, Menschlichkeit und gegen Apartheid, ein bekannter unbekannter Held in meinem Land. Ich saß 1988 wie gebannt vorm TV, als diverse Künstler live im Wembley Stadion in London auftraten, um ein giganntisches Tribut-Konzert zu Ehren des 70. Geburtstages von Nelson Mandela der Welt zu präsentieren. Wie wir heute wissen, dauerte es ab da nicht mehr lange bis zu seiner Freiheit! Wo kam dieser Mann her, was hat ihn geprägt und zu dem gemacht, der er war? Dieser grandiose Film beleuchtet all diese Fakten und schafft ein tolles und nie langweiliges Portrait eines der Größten unserer Zeit. Vor allem Idris Elba ist eine beeindruckende Darstellung über all die Jahre gelungen, aber auch Naomie Harris spielt die Winnie in ihrer Verzweiflung großartig und glaubwürdig!
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am 25. Juli 2016
Mandela's unglaubliche Lebensgeschichte perfekt verfilmt. Ich denke der Film ist sehr nah an der Realität und gut gemacht. An manchen Stellen für mich etwas langatmig, was den geschichtlichen Inhalt widerspiegelt und daher so sein muss.
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am 31. Mai 2016
Ganz ohne Kenntnisse über Mandela sollte man an diesen Film nicht herangehen. Zu Beginn des Films fand ich alles etwas unverständlich und sprunghaft. Alles wurde nur angeschnitten, sodass man sich auch emotional nicht richtig einfühlen konnte. Doch ab der Zeit im Gefängnis ist das absolute Gegenteil der Fall: es wird emotionsgeladen, spannend und einfach rundum gut.
Eine grundsätzlich gelungene Umsetzung, die ich mir auch ein zweites Mal anschauen würde.
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am 3. Mai 2015
Was man über diesen einmaligen Mann der Geschichte weiß, wird hier sehr überzeugend und grandios dargestellt. Was für einen Weg Nelson Mandela für die Gerechtigkeit und seine Überzeugung gegangen ist, verdient allergrößten Respekt. Dass er das noch mit der Präsidentschaft krönen konnte - ein Ende, wie es schöner nicht hätte sein können, die Bestätigung für sein ganzes Leben. Voller Emotionen und ganz großes Kino! Fantastisch.
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am 16. Juni 2014
Ein absolutes "must see"!!! Ein Film mit Tiefgang, Menschlichkeit, Demut, Mut, Verzweiflung, Liebe, ...! Ein Film der nachhallt, und zwar eine lange Zeit, wer etwas anderes behauptet hat einen übermächtigen Verstand und zu wenig Herz! Der Film rührt zu Tränen.

Wunderbar in Szene gesetzt und von Idris Elba charismatisch und glaubwürdig gespielt! Ein wunderbare Schauspieler für den es sicherlich eine Ehre war, Mandela zu spielen, gleichzeitig denke ich, ist/war es für Mandela eine Ehre von diesem Schauspieler dargestellt worden zu sein! Unbeschreiblich schön!

Endlich wieder ein Film mit Tiefgang und Herz (statt dem üblichen Kriegsgelärme oder oberflächlichem Amüsement im Kino)!
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am 26. September 2014
Mit großen Vorschusslorbeeren kam Mandelas verfilmte Biografie ins Kino und jetzt als DVD in den Handel. Die Rezensionen waren in jeder Hinsicht positiv.Da ich mich sehr für Südafrika interessiere, war es für mich Pflicht, diesen Film zu erwerben, zumal Nelson Mandela zu den ganz großen Helden der neueren Geschichten gehört. Bewaffneter Kampf als ANC-Führer hin oder her.

Auf die Handlung im einzelnen möchte ich nicht weiter eingehen, die sollte hinlänglich bekannt sein. Leider hat der Film sehr wenig Tiefgang und krankt an vielem, was den modernen Film der letzten Jahre ausmacht: Große Bilder werden gezeigt, ausschnittshafte Situationen, die wenig kohärent zusammengefügt wurden. Es entsteht eine Kette von Ereignissen, die einem das Leben Mandelas zar nahebringen, jedoch keinerlei Emotionen wecken können. Die Dialoge sind eher mau geraten; zudem gelingt es nicht überzeugend, den Schrecken der Unterdrückung und das feierliche Ende der Rassentrennung zu porträtieren.

Für den unbedingten Südafrika-Fan ist der Film durchaus zu empfehlen, aber ein 2. Mal schaue ich ihn mir nicht an. Dagegen empfehle ich Cry Freedom (Schrei nach Freiheit) von Richard Attenborough, der auf grandiose Weise die wahre Geschichte von Steve Biko und Donald Woods auf die Leinwand gebracht hat.
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TOP 500 REZENSENTam 30. Januar 2016
Die Frage nach der Legitimität von Gewalt im Befreiungskampf nimmt in dieser Verfilmung des Lebens Nelson Mandelas eine zentrale Rolle ein. Der maßlose Gewalteinsatz des Burenstaates (z.B. das Massaker von Sharpeville 1960) trieb den schwarzen Rechtsanwalt in den Untergrund und in den bewaffneten Widerstand. Mandela wurde gefaßt und zu lebenslanger Haft verurteilt. Gut zwanzig Jahre später lehnte er ein Angebot des Staatspräsidenten Botha ab, das für seinen öffentlichen Verzicht auf Gewalt als politische Strategie seine Freilassung vorsah. Mandelas Tochter verlas die Ablehnungserklärung im Februar 1985 bei einer Kundgebung in Soweto. Die Kamera fängt dabei die Genugtuung im Blick seiner Frau ein. Erst fünf Jahre später wurde Mandela dann aus der Haft entlassen.

► Haß
Mandelas Frau Winnie, verkörpert von der schönen Naomie Harris, äußerte ihre Haßgefühle bereits, bevor sie das Regime während der Inhaftierung ihres Mannes unter Druck setzte und brutal drangsalierte und ihren Haß nur noch weiter anfachte. Der entlud sich auch gegenüber den eigenen Leuten. Mutmaßliche Verräter wurden - wie in einer Szene zu sehen - mit der sog. Halskrausemethode hingerichtet (mittels übergestülpter benzingetränkter Autoreifen) . Diese Lynchjustiz, zu der seine Frau aufrief, wurde von Mandela nicht gebilligt. Das schöne Paar, das sowohl in europäischer Kleidung als auch - im Film farbenprächtig inszeniert - in traditioneller Stammeskleidung geheiratet hatte, hatte sich am Ende menschlich und weltanschaulich voneinander entfernt.

► Vergebung
Der Film zeigt Mandela als staatsmännisch überlegen und einsichtsvoll, wenn er - noch als Häftling - in den ersten Gesprächen mit Regierungsvertretern, klarstellt, daß Frieden für ihn ein höheres Gut als Rache ist und daß er verstehe, daß die Angst der Buren sie zu ungerechter und brutaler Behandlung der Schwarzen getrieben hatte. Wieder in Freiheit gebot Mandela der Gewaltbereitschaft und Rachelust unter den schwarzen Südafrikanern entschieden Einhalt. Als Führer seines Volkes forderte er dessen Loyalität ein für den Friedensprozeß, zu dem es keine Alternative gebe, eine Loyalität, die er in diesem Punkt von seiner Frau nicht bekam.

FAZIT
Der lange Weg zur Freiheit hat auch einen langen Film von zweieinhalb Stunden gebraucht. Dabei wurden die geheimen Vorgespräche in England, die die Verhandlungen zwischen südafrikanischen Regierung und dem ANC anbahnten (s. Endgame) und vieles andere ausgeblendet.

Der Regisseur Justin Chadwick mußte die Autobiographie Der lange Weg zur Freiheit: Autobiographie beherzt essentialisieren, hat sich aber in manchen historischen Details wie z.B. dem eleganten Erscheinungsbild der Hauptakteure eng an Originalfotos gehalten, von denen einige im Abspann gezeigt werden.

Der Film setzt der Versöhnungsbereitschaft und dem Menschen Nelson Mandela alias Madiba Mandela, der von Ronald Reagan und Margaret Thatcher noch zwei Jahre vor seiner Freilassung als Terrorist eingestuft wurde, und drei Jahre danach zusammen mit Frederik de Klerk den (verdienten) Friedensnobelpreis erhielt, ein Denkmal mit Vorbildfunktion.
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