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am 21. Juli 2014
Absolut empfehlenswert für jeden, dem übliche Geschichtsbücher nicht ansprechen. Durch den Schreibstiel und die wertfreie Aufbereitung der Entwicklungen bekommt man einen sehr guten Eindruck von den politischen und gesellschaftlichen Einflüssen. Auf der Basis kann man sich selbst ein besseres Urteil drüber erlauben, ob alle heutigen Trends wirklich in eine prosperierende Zukunft gehen oder eher einige Traditionen und Errungenschaften geopfert werden.
Es wird nicht nur die Entstehung der Mythen von Deutscher Zucht, Disziplin und Sitte erklärt sondern auch die sehr fortschrittliche akademische und vielseits bewunderte Lernfreiheit nach Humboldt. Auf der Zeitreise sieht man, daß die heutige Form Deutschlands oft an der Grenze zwischen vollständiger Auflösung und stärkenden Veränderungen stand, deren Ergebnis aber nicht einmal ansatzweise abzusehen war.
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am 27. Januar 2014
Nachdemich "Die Schlafwandler" von Clark gelesen hatte wusste ich, dass dieser Schriftsteller die Geschichte sehr objektiv schildern kann, ohne die Ereignisse durch aktuelle Maßstäbe zu bewerten. Auch dieses Buch glänzt durch ein sehr umfangreiches Quellenmaterial und Clark gelingt es trotzdem, nicht ein farbloses Geschichtsbuch zu schreiben , sondern eine sehr lebendige Geschichtsreise, in dem die Hauptfiguren (die Hohenzollern) als Menschen mit all ihren Stärken und Schwächen in ihrer Zeit geschildert werden.
Interessant ist, dass historischen Zusammenhänge in Deutschland ihre Wurzeln im 30-Jährigen Krieg haben.
Er beschreibt, dass sich die Expansionspolitik von Preußen sich nicht auf eine militärische Machtpolitik eingrenzen lässt. Strategische Heiratspolitik und nicht zuletzt auch einfach nur glückliche Umstände sind viel entscheidender. Mit der Rolle der Kurfürsten im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation drängen sich zu die Parallelen zu heutigen Zeit, mit den Ministerpräsidenten in den Bundesländern, geradezu auf. Das sind die besonderen Stärken von Clark, dass er die geschichtlichen Ereignisse sachlich im Rahmen ihrer Zeit schildert,und das auch nocht oft sehr unterhaltsam, und den Leser mit diesem Wissen befähigt, aktuelle nationale und internationale Zusammenhänge in ihrer historischen Dimension zu verstehen.
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am 29. März 2016
... durch 350 Jahre preußische Geschichte. Selbst mir als Kenner der Geschichte dieses historischen Staates konnte Clark noch tiefere Einsichten vermitteln, wie etwa den Wert der pietistischen Bildungsanstalten des frühen 18. Jahrhunderts für das Entstehen des funktionalen Verwaltungsapparats.

Interessant war für mich auch, dass Clark das Verschwinden Preußens in Deutschland ab 1871 dargestellt hat und damit die Linien von Sebastian Haffners "Preußen ohne Legende" von 1980 nachgezeichnet, teils auch vertieft hat.

Doch an einigen Stellen des Werkes hatte ich den Eindruck, dass dem Autor die Neigung abhanden gekommen war, in die Tiefe zu gehen. Dies betrifft insbesondere die Zeit zwischen 1861 und 1870. Daher habe ich einen Stern abgezogen.

Insgesamt aber lesenswert.
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am 30. Juli 2017
sehr gut recherchiert, keine Geschichtsverfälschung,
vor allem werden, wenn überhaupt Handlungen im Kontext ihrer Zeit kommentiert
und es werden nicht Äpfel mit Birnen verwechselt und verglichen;
ein Buch so wie es sein sollte; es liest sich sehr flüssig und angenehm.
kann es jeder Freundin/Freund der Geschichte Preußens und Friedrich dem Großen nur empfehlen.
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am 29. April 2014
Ich besitze die Pantheon Taschenbuch-Ausgabe und habe mir dieses Buch als ersten Kindle Buch gekauft.
Daher war ich natürlich daran interessiert, wie die Abbildungen und Karten auf meinem Paperwhite dargestellt werden.
In der Einleitung wird "eine Geschichte von Brandenburg - Preußen in 6 Karten" wiedergegeben.
Während man in der Taschenbuch-Ausgabe die Ausbreitung des Staatsgebietes anhand unterschiedlicher Grauschattierungen problemlos nachvollziehen kann, ist dies in der Kindle-Edition absolut unmöglich, da hier die Grauschattierungen nicht dargestellt werden. Damit sind diese Karten in der Kindle-Edition wertlos.
In der Abbildung Brandenburg um 1600 kann man das Staatsgebiet anhand der Umrandung erahnen, während in der Pantheon-Ausgabe zusätzlich eine Grauschattierung sichtbar ist.
Bei diesen genannten Karten sollte die Digital-Ausgabe nachgebessert werden, da die anderen Karten die im Buch verwendeten Grauschattierungen gut wieder geben.

Die sonstigen Karten:
Die Karte "Der Jülich-klevische Erbfolgestreit"
Die Karte "Der Deutsche Bund 1815"
Die Karte zum Deutsch-Dänischen Krieg
und auch die Abbildungen sind OK.
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am 21. Mai 2016
Wie bereits mehrere andere Rezensenten erwähnt haben, ist das Buch fundiert geschrieben, aber trotzdem auch für Laien verständlich.
Es ist kein trockenes Sachbuch, das Fakt auf Fakt reiht.
Es mag ein Vorurteil sein, aber so etwas schaffen fast nur angelsächsische Autoren.
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am 1. Oktober 2015
Eine herausragende Leistung von Christopher Clark. Mit Verstand, Einfühlungsvermögen, Detailkenntnis und Urteilsvermögen wird aus einer unfassbar umfangreichen Recherche Preußen als ein Taktgeber für moderne Staats- Gesellschaftsentwicklung identifiziert. Es ist erfrischend ein geschichtliches Werk zu lesen in welchem nicht jede momentan gerade zeitgemäße Mainstreammeinung über eine Epoche als kritisches Elaborat verkauft wird. Insbesondere die Leistungen des großen Kurfürsten und Friedrichs des Großen werden wieder aus dem internationalen Nachkriegssumpf der Pauschalverurteilung gezogen und faktisch - mit Kritik und Lob - dargestellt. Wenn man Christopher Clarks Buch gelesen hat weiß man mehr, denkt man mehr und beurteilt man besser.
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am 1. Mai 2017
Toll geschrieben und super lesbar, weil chronologisch erzählt und immer wieder durch bedeutsame Anekdoten geschmückt. Neben dem politischen Hauptstrang kommen gesellschaftliche Trends, wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Innovationen der Zeit und der Handlungsdruck durch die europäischen Nachbarn ergänzend zur Geltung. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit einem allzu stereotypen Preußenbild gefällt besonders gut. Unbedingt lesen.
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am 29. Juni 2015
Clark hat wieder seine gewohnte analytische gründliche Arbeit im Detail geleistet, - beeindruckend. Es ist sehr interessant, wie alles entstanden ist, wie die Ursprünge sich zum Gesamtbild Peussens z.B. aus dem 30 jährigen Krieg bis 1947 zusammenfügen. Keine leichte Kost, aber man kann sehr viel lernen. Danke! Gert B.
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am 3. Dezember 2014
Der Autor schreibt brillant und beherrscht das Thema. Es ist immer wieder beeindruckend, wie angelsächsische Autoren-und dazu zähle ich jetzt den Australier - es schaffen, so unprätentiös zu schreiben.
Der Wermutstropfen: der Text eignet sich m.E. nur bedingt als E-Book: die Karten im Text sind im Grau in Grau kaum zu lesen. Gleiches gilt für die Abbildungen.Der Fußnotenapparat am Ende des Buches ist nur mühevoll auffindbar. Es wäre viel besser, die Fußnoten am Ende der Seiten, mindestens aber am Ende jeden Kapitels zu plazieren.
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