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am 26. April 2014
Achtung dies ist ein Theaterstück. Es spielen lediglich zwei Personen und es gibt keine Verfolgungsjagten, keine Landschaftsaufnahmen, keine Toten...

Für Zuschauer die Erotik mit Pornographie gleichsetzen wird es ebenfalls eine Entäuschung geben. Es gibt nicht viel nackte Haut und keine kopulierende Schauspieler.

Für die Zuschauer bei denen Erotik im eigenen Kopf beginnt, die bereit sind die eigene Phantasie zu bemühen, wird Venus im Pelz einige Überraschungen bereit halten.

Für mich waren die Wandlungen der Personen/Rollen überaus unterhaltsam. So verwandelt sich Emmanuelle Seigner in völlig unterschiedliche Personen. Diese Verwandlung ist der Schauspielerin vielleicht sogar etwas zu gut gelungen. So gibt es Szenen in denen das Tempo der Verwandlungen den Zuschauer fordert. Auch die Dialoge sind nicht gerade langsam und bestimmt ist mir die ein oder andere Anspielung entgangen. Das ist, für mich, ein gutes Argument, dass Stück noch einmal zu sehen.

Dabei geht es in diesem Stück nicht nur um Träume, geheime Wünsche und Erotik sondern auch um Macht und Rollenverteilung, Selbstaufgabe und Verwandlung. Schauspielerisch gelingt Seigner und Amalric eine atemberaubende Darbietung. Mit viel Sarkasmus zeigt Polanski warum der Geschlechterkampf lange schon entschieden ist. Die Gewinnerinnen zieren sich den Sieg anzunehmen. Vielleicht weil die Verlierer nicht fair gekämpft haben oder weil die neue Rolle nicht nur Vorteile hat.

Das es Polanski gelingt dem Zuschauer viel Freiraum für eigene Sichtweisen und Interpretationen zu lassen, hat mir sehr gut gefallen. Venus im Pelz kommt nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, oder unnötig kompliziert daher, sondern schleicht sich sehr subtil und nachhaltig in die Gedanken des Betrachters.

Anders als im Theater, gelingt es der (einen) Kamera, den Zuschauer sehr dicht herran zu bringen. Dabei gibt es kein Gewackel und nicht den Hauch von Bewegungsunschärfe. Die Tonspur der Blu-ray ist das Beste was ich seit langen gehört habe. Abgesehen vom, für mich, sehr gelungenen Soundtrack, waren die Dialoge auch bei Zimmerlautstärke perfekt verständlich.
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am 8. Januar 2014
Polanski hat wieder einmal bewiesen, dass er einer der größten lebenden Regisseure ist. Was er hier mit den beiden Hauptdarstellern Emmanuelle Seigner (Vanda) und Mathieu Amalric (Thomas) in diesem Kammerspiel sich vor der Kamera abspielen lässt, ist Arthouse at its best, ist ein Blick in menschliche Abgründe. Ausgehend von Regisseur und Vorsprechtussi schlüpfen beide probeweise in zwei Rollen eines historischen Theaterstücks, das zu einer Reise in ihr jeweiliges Innenleben wird. Hier glänzt vor allem die Seigner, die von jetzt auf gleich in Tonfall und Habitus von einer kaugummikauenden, plollhaften Nachwuchsschauspielerein zu einer mondänen Dame der Gesellschaft des vorigen Jahrhunderts mutiert. Blitzschnell wechseln die Realitäten der Akteure mit den Dialogen des Stückes, ganz persönliches mit dem üblichen Theaterdonner. Und indem Vanda sich zur Domina und Göttin steigert und Thomas zum servilen Hündchen und Füßeküsser wird deutlich, dass es neben dem Lustgewinn beim Sex vor allem um Macht geht. Das macht der Rollentausch der Geschlechter deutlich, die völlige Selbstaufgabe geht mit der Unterwerfung bis zur totalen Verleugnung der eigenen Existenz. Und das bei witzig spritzigen Dialogen. (‘Und abends schaust du Arte und gehst schlafen und stirbst…‘) oder es wird mehrfach ‘Ambivalenz‘ mit ‘Ambiguität‘ verwechselt. Klar ist, dass bei Polanski die Frau als Siegerin die Manege verlässt. Selten ist ein Abspann so interessant wie hier, nachdem sich die Kamera zurückzieht d.h. die Anfangssequenz rückwärts läuft. Ein Geniestreich ohne den das Kino etwas ärmer wäre.
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am 23. Januar 2016
Ich habe den Film bei Love-Film ausgeliehen ohne mich vorher genauer zu informieren, was mich da erwartet. Ausschlaggebend war der Regisseur, das Cover und die Notwendigkeit einen Film auf die Leihliste zu bringen.
Um so mehr war ich erstaunt, was ich zu sehen bekam und das von Minute zu Minute mehr. Der Inhalt des Filmes wurde in diversen Rezensionen beschrieben, daher gebe ich das hier nicht wieder. Was mich beeindruckt hat war die Verwandlungsfähigkeit der Protagonisten, die wohltuende Langsamkeit und die immer wieder auftauchenden Irritationen, wenn mal wieder nicht klar war um was es gerade geht, um das Stück oder die entstehende "Beziehung" zwischen den beiden Akteuren. Auf jeden Fall ein Film der die Möglichkeit eröffnet selbst über die "Untiefen" in den Beziehungen zwischen Mann und Frau nachzudenken, ohne dass man zu stark von einer Betrachtungsweise beeinflusst wird. Gelungen finde ich auch das Ende des Films.
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am 11. Dezember 2015
... deklamiert Wanda(Emmanuelle Seigner) für sich. Aber kann man sich da noch sicher sein? Es wird jedenfalls schwierig. Wanda erscheint wie aus dem Nichts, als der Regisseur Thomas(Mathieu Amalric) ein Casting mit 35 Frauen in einem kleinen Theater beendet hat. Keine davon entsprach auch nur ansatzweise seinen Vorstellungen der Wanda, aus dem Stück -Venus im Pelz-, das er von dem österreichischen Schriftsteller Leopold von Sacher-Masoch adaptiert hat. Das spielt 1870, ist ziemlich gewagt und befasst sich mit Macht und Spiel in der Liebe. Eigentlich will Thomas nach Hause, doch dann erscheint diese seltsame Wanda. Sie kennt das Skript, hat den Text auf Tasche, schafft es Thomas ein paar Sätze vorzuspielen und überzeugt ihn komplett. Thomas bleibt im Theater und spielt das Stück mit Wanda durch. Die interpretiert den Stoff, ändert die Charaktere, setzt neue Akzente und sorgt dafür, dass bald nicht mehr klar ist, was ist hier eigentlich Theater und was Realität. Die Grenzen verschwimmen und Thomas verliert die Kontrolle. Ein Spiel zwischen Frau und Mann beginnt...

Einfach war das nicht. Gar keine Frage. Es geht vor allem um die Figur der Venus und das Stück von Sacher-Masoch, das es tatsächlich gibt. Man braucht schon ein wenig Zeit, um da reinzukommen und das Ende der Verfilmung erschließt sich dem Zuschauer auch nicht sofort. Roman Polanski hat in jedem Fall zwei brillante Akteure auf die Theaterbühne gestellt, die sich die lasziven Bälle der Story hervorragend zuspielen. Wie Emmanuelle Seigner ihren Charakter geradezu im Sekundentakt ändert, das hat schon was. -Venus im Pelz- unterhält auf der Theaterbühne, aber auch im Film kann der Stoff überzeugen. Für Freunde von anspruchsvollen Stücken, starken Dialogen und gutem Schauspiel ist der Film in jedem Fall sehenswert.
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am 2. November 2015
Der Film transformiert das Buch auf 2-fache Weise auf die Bühne:
- in dem für das Buch eine Darstellerin gesucht wird und Szenen aus dem Buch zwecks Vorsprechen probiert werden
- in dem die Darstellerin selbst außerhalb der Szenen eine dominante Seite aufsetzt und den Regisseur des Theaterstücks entsprechend mitspielt

Toll gemacht; ich finde es spaßig.
Zumal es kein großes Brimborium drumherum gibt; es ist wie ein Kammerspiel mit 2 Schauspielern auf eine weitestgehend abgedunkelten Bühne.
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TOP 500 REZENSENTam 7. April 2015
Der Meisterregisseur Roman Polanski hat das Zweipersonendrama des Broadway-Autors David Ives als Vorlage genommen, das seinerseits auf dem Klassiker "Venus im Pelz" von Leopold von Sacher-Masoch basiert. Der Marquis de Sade (1740-1814) lieh dem Sadismus den Namen und Leopold von Sacher-Masoch (1836-1895) dem Masochismus. Im kunstvollen Kammerspiel kommt es aber kaum zu jugendgefährdenden Praktiken, eher kreist es um die Liebe und ihre kuriosen Ausprägungen. Daß Emmanuelle Seigner, die Ehefrau von Polanski, und Mathieu Amalric die psychologisch vielschichtigen Charaktere überzeugend gespielt haben, ist leicht konstatiert. Ob Polanski aber zeitweise nur ein längeres Selbstgespräch führt oder ob die Verfilmung tatsächlich Anlaß zur Zuschauereuphorie gibt, weil der Film seine Bühnen-Vorlage deutlich in den Schatten stellt, ist schwer zu sagen; dafür müßte man sich das Broadway-Stück tatsächlich einmal ansehen. Mangels Zusatzinformationen auf dem Datenträger wie etwa Interviews erhält der Zuschauer darüber leider keinen Aufschluß. Er hat aber die schöne Erkenntnis gewonnen, wie unterhaltsam ein Zweipersonen-Film vermehrt um die eigenen Fragen und Assoziationen sein kann.
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am 5. Dezember 2014
2013 produzierte der achtzigjährige Roman Polanski in einer Koproduktion von Frankreich und Polen seinen neuesten Film „Venus im Pelz“.
Nachdem „Der Gott des Gemetzels“ zwei Ehepaare eineinhalb Stunden lang in einem einzigen Zimmer aneinander geraten sind, reduziert der Regisseur das Personal nochmals:
Nach einer einleitenden Kamerafahrt durch das verregnete Paris treffen ein Mann und eine Frau in einem Boulevardtheater aufeinander.
Als Vorlage diente erneut ein Theaterstück, diesmal von David Ives, nach Leopold von Sacher-Masochs skandalösem Roman „Venus im Pelz“
Der Autor und Theaterregisseur Thomas (Mathieu Amalric ) wird nach einem anstrengenden Castingtag, als er sich auf den Heimweg machen will, von der zunächst vulgär erscheinenden, rätselhaften Schauspielerin Vanda (Polanskis Ehefrau Emmanuelle Seigner) bedrängt, die unbedingt noch für die Hauptrolle seiner geplanten Bühnenbearbeitung des Sacher-Masoch-Romans vorsprechen will.
Zunächst abweisend und ärgerlich lässt er sich schließlich darauf ein.
Die Folge ist ein sexuell aufgeladenes Machtspiel.
Fast in Echtzeit werden wir Zuschauer 96 Minuten lang diesem Spiel im Spiel aussetzt, dessen Prinzip schnell deutlich wird.

Man fragt sich, warum man sich dem unbedingt aussetzen soll.

Natürlich bietet Polanski wiederum dankbare Rollen, die auf schauspielerischen Exzesse abzielen.
Die souverän aufspielenden Schauspieler haben sichtlich ihren Spaß an den der Zerstörung ihrer Figuren.

Dieser will sich nur nicht so recht auf mich übertragen.
Mathieu Amalric erinnert in seinem Gehabe und seiner Ausstrahlung nicht ohne Grund sehr den jungen Roman Polanski selbst. Und ein Selbstporträt soll es wohl auch sein.
Also eine Aufarbeitung seiner Obsessionen?

Vielleicht – aber so recht zünden will es bei aller Brillianz der Inszenierung nicht.
Zudem ist die Ausstattung für eine Blu-ray Disc wieder einmal ärgerlich: Außer Trailer für diesen und andere Filme Fehlanzeige! (für Ausstattung gibt also nur einen Stern!)
Trotzdem: Sehenswert ist das allemal!
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am 31. Mai 2015
SIE kommt verspätet zum Vorsprechen.
SIE hat jede Menge zu erzählen.
Und SIE nervt schrecklich.
Doch plötzlich ist da so ein Fünkchen Sympathie-
immerhin hat Vanda alles dabei..................
das komplette Textbuch, Erfahrung auf dem Strich,
und eine scheinbare Jacke aus der Epoche- so ums Jahr
1869....von Siegfried Müller aus Wien.
" Hab`ich gar nicht gesehen. Für vierzig Euro aufm Flohmarkt.
Geil, was?? "

VENUS IM PELZ ist klasse. Besitzt Klasse.
Fabelhaft auch die Synchronsprecher!!
Soweit so gut.
Dann driftet der Film ab ins Dialog- Massaker?? Nein!
DAS ist die Kunst des schauspielerns. Für manche als sinnloser
Blödsinn, langweilig und nix verstehn abgetan. Banausen! ;-)
Roman Polanskis Ehefrau Emmanuelle Seigner trägt dieses Kammer-
spiel mühelos- die Highlights sind nämlich gerade die respektlosen
Kommentare der prolligen Off- Stage- Vanda!
Und Polanski ist ein Meister in der Inszenierung von Psycho- Duellen
auf engem Raum.
Basta.

*****--------------------------------------------------------------------

Handlung:

Vanda ist grob, naiv, einfältig.
Und würde vor nichts zurückschrecken, um diese Rolle zu kriegen.
Während des Vorsprechens entwickelt sich zwischen Theater- Regisseur
Thomas und ihr ein intensives Spiel, bei dem verborgene Leidenschaften
ans Licht treten.........

----------------------------------------------------------------------*****

Mein Fazit:

Also erst einmal stelle ich keine besondere Ähnlichkeit zwischen
Roman Polanski und Mathieu Amalric fest.
Roman hat doch wohl eher das Gesichtchen einer Spitzmaus-
wogegen mich Mathieu eher an ein Rhesusäffchen erinnert. Grins und Lach.
Egal jetzt.
Des weiteren stelle ich mal klar und fest, daß wir hier ein sehr
angenehmes und niemals schmieriges Lust- Spiel über Sadismus,
Masochismus und allerlei Verwirrungen inmitten dieser Spielarten
finden. Mit doppeltem Boden sogar.
Von der dahergelaufenen Laienschauspielerin zur brutalen Göttin-
statt Fuchs- Stola einen Strickschal. Spitze.
ABER....WER...dominiert hier wohl wen??
Macht euch selbst ein Bild.
Wunderbar sarkastisch. Ein grandios gespielter Geschlechterkampf!
Schaut selber.
Absolute Kaufempfehlung und......
fünf prollige, vulgäääre Sternchen!!!
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am 23. März 2014
meine erste Filmrezension ;-)
... und ich will meine Motivation gleich voranstellen: ich bin euphorisch!
Dieses Stück hat das Zeug ein Klassiker zu werden(!) was Polanski hier vorlegt ist atemberaubend und fesselnd.

Wenn DAS "Arthouse " ist, wie einer meiner Vorredner meint, hat Arthouse einen neuen Fan. Ich bin froh das heute noch solche Filme möglich sind und (Achtung Spoiler ;-) ) danke denen auf Knien die Füße küssend die solch ein Projekt möglich gemacht haben.

Die Handlung wurde hier ja schon umrissen, daher lass ich sie mal außen vor. Was mich fasziniert hat ist die Flexibilität in der die Rollen angelegt sind und wie grandios spielerisch-virtuos sie auch umgesetzt wurden. Zeitweise beschleicht einen das Gefühl das die Beiden oder zumindest einer improvisiert. Das Theater wird zur Bühne des Kammerspiels über Kunst und Leben, Erotik und Lust, Macht und Manipulation.

Meines Wissens spielte Polanskis Ehefrau, Emmanuelle Seigner, 1999 in "Die neun Pforten" das letzte mal unter seiner Regie.
http://www.amazon.de/neun-Pforten-Blu-ray-Frank-Langella/dp/B00516WP0Q/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1395568989&sr=8-2&keywords=Die+neun+Pforten
Einziger Wermutstropfen für mich ist ihr leicht holpriges Intro. Die vulgäre, Kaugummi kauende Bewerberin gelingt Emmanuelle Seigner, meinem Gefühl nach, nicht so sehr. Sie spielt sich da noch etwas "warm" um im Theaterjargon zu bleiben. Als die keifende, überdrehte und laute Vanda nach der Stimmübung ihre Werte offenbart hat es mich fast aus den Schuhen gehoben. Da die Wendung so überzeugend gelingt und ich mir nicht sicher bin ob Polanski das nicht auch bezweckte mag ich dafür auch keinen halben Punkt Abzug geben.
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TOP 500 REZENSENTam 17. Juli 2016
Ein verregneter Tag in Paris.
Theaterautor und Regisseur Thomas ist völlig genervt vom vergangenen Casting für das von ihm adaptierte Stück Venus im Pelz.
Alle Darstellerinnen waren gelinde gesagt....nicht nach seinem Geschmack.
Kurz vor Feierabend, als nur noch Er zugegen ist, taucht die selbstbewusste und schnodderige Wanda auf.
Da er eine Verabredung mit seiner Verlobten hat will er die aufgekratzte Madame schnell loswerden.....was grandios scheitert.
Als Wanda zu spielen beginnt haut es den stoischen Zyniker aus den Schuhen.
Wanda ist wie ausgewechselt und fasziniert durch ihre Interpretation der Figur.
Thomas agiert als ihr Bühnenpartner und das Stück beginnt zu Leben.....
Allerdings verschwimmen mit der Zeit die Grenzen zwischen dem Stück und der Realität und Thomas muss sich bald die Frage stellen: Wie weit will er noch gehen denn Wanda treibt das Spiel bis an die Grenze.

Momentan ist Roman Polanski wohl dem Minimalismus verfallen.
Erst das 4 Personen Kammerspiel Der Gott des Gemetzels und nun das 2 Personen Theaterspiel Venus im Pelz aus dem Jahr 2013.
Der Logik nach dürfte sein nächster Film.......aber lassen wir das. ;-)
Venus im Pelz ist ein interessanter Arthouse Beitrag der sicher nicht viele Anhänger finden dürfte.
Er besteht im Prinzip nur aus dem Schauspiel der beiden Darsteller Emmanuelle Seignier, Polanskis Frau übrigens, und Mathieu Amalric sowie langen, Theater orientierten Dialogen.
Mehr nicht.....

Aber: Wie diese aufs absolute Minimum reduzierte Geschichte einen in ihren Bann zieht ist unglaublich.
Was Salopp und Frech beginnt entwickelt sich immer mehr zu einem Duell der beiden Charaktere in dem es um Unterwerfung und Abhängigkeit geht.
Natürlich nicht ohne die nötige Prise Erotik fehlen zu lassen.
Nicht Plump oder Offensichtlich sondern Schleichend und Subtil.
Ehrlich gesagt weiß ich nicht was was ich mehr herausheben soll....Darsteller oder Dialoge.
Ganz große Kunst die hier geboten wird.
Hätte nicht gedacht das ein Film, mit einer mir so fremden Thematik, mich dermaßen fesseln könnte.
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