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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
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4,3 von 5 Sternen
Stil: Kit inkl. SEL 28-70 mm Objektiv|Ändern
Preis:1.114,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
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am 8. Mai 2017
 Da die Vor- und Nachteile der Kamera in etlichen Rezensionen bereits dargestellt werden, möchte ich noch einmal einen anderen Aspekt beleuchten. Speziell: Die Nutzung von 'kostengünstigen' und zugleich exzellenten Objektiven an dieser Kamera.

Ich habe mich für die Sony entschieden, da ich eine 'günstige' Vollformatkamera haben wollte, um mehr gestalterische Freiheiten zu haben. Zugleich hatte ich das Problem, dass die wirklich guten Linsen problemlos1.500 Euro kosten. Dank Adapter kann die Kamera auch Linsen mit fremden Bajonett verarbeiten. Ein dickes Plus der Sony.

Ich fotgrafiere sehr gerne mit sehr lichtstarken Objektiven. Genau da muss der Geldbeutel dann so richtig leiden. Bei 35 mm - eine meiner liebsten Brennweiten - gibt es im Sony-Fuhrpark ein wenig Auswahl:
Sony SEL35F28Z, Weitwinkel-Objektiv (35 mm, F2,8 ZA, Sonnar T*, E-Mount Vollformat, geeignet für A7 Serie) schwarz kostet bei Blende f/2.8 um 750 EUR
- Blende f/1.4 kostet nahezu das doppelte, z. B. Sony SEL35F14Z, Vollformat-Objektiv (35 mm, F1,4 ZA, Distagon T*, E-Mount Vollformat, geeignet für A7 Serie) schwarz.

Grund genug für mich das an meiner Canon APS-C Kamera gerne gentutzte Sigma 18-35mm F1,8 DC HSM (Filtergewinde 72mm) für Canon Objektivbajonett schwarz auszuprobieren. An der Canon ist es knackig scharf, wurde jedoch leider nur für APS-C gerechnet. Das 'leider' relativiert sich jedoch:

Stellt man die Sony-Kamera so ein, dass die Linse als Vollformat-Objektiv erkannt wird, gibt es im Weitwinkelbereich deutliche Ausschwärzungen. Bei 35 mm reicht der Bildkreis hingegen aus, um den kompletten Sensor ausnutzen zu können. Dadurch hat man an der Sony quasi eine 35 mm Festbrennweite mit Blende f/1.7 (kein Tippfehler). Und stellt man den (an der A7 sehr trägen) Autofokus ab, so kann man über Bildvergrößerungen im Live View den Schärfepunkt exakt einstellen. Sicherlich nicht für dynamische Situationen geeignet, für gestellte Portraits, Stilleben usw. jedoch sehr gut umsetzbar.

Insgesamt lässt sich sagen, dass so eine Kombination von Vollformatkamera + f/1.8er 35mm Linse für ca 1600 EUR umgesetzt werden kann. Abolut unschlagbar. Wäre der Fokus noch flotter, wären das 5 Sterne, so aber 4 Sterne. Das Freihand-Video zeigt noch einmal, wie schön sich mit der Unschärfe spielen lässt.
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am 27. April 2016
Ich habe die A7 mittlerweile seit Oktober 2014 und nutze sie als Hauptkamera neben einer Sony A3000 und einer Olympus OM-D EM5.
Zuvor besaß ich eine umfangreiche Canon DSLR Ausstattung, welche ich sehr mochte. Leider blieb diese privat (unterwegs mit Kind und Kegel) immer häufiger zuhause und die OMD ging mit (mit 2-3 Festbrennweiten bildet die OMD eine kleine und leichte, aber überaus potente Ausstattung!).
Die OMD hat mich wegen der vielen Vorteile gegenüber der klassischen DSLR fasziniert und ich habe mir diese Features immer für mein Kleinbild Equipment gewünscht (insbesondere Fokus Peaking, Display Lupe und die Bildvorschau im Sucher).
Die A7 bietet genau diese Möglichkeiten und hat bei mir damit ins Schwarze getroffen. Nach einer reiflichen Überlegung und vielen Tests, habe ich sie mir dann zur Ablösung meiner Canon gekauft.
Ich habe die A7 zusammen mit dem Kit 28-70mm erstanden. Das Kit Objektiv wollte ich ursprünglich nur für den Übergang nutzen. Es ist aber so gut, dass ich keinen Grund für einen Austausch sehe. Im Vergleich zu meinem ehemaligen Canon USM 24-105mm f4 L hat das Sony sogar die Nase vorn! Das hat mich sehr überrascht.
Auf eine Adapterlösung mit Canon Objektiven war ich wenig scharf. Mit einem entsprechenden Adapter funktioniert der AF zwar, aber doch nur arg träge. Ich habe mich daher von all meinen Canon Kameras und Objektiven getrennt und nutze die A7 vorwiegend mit nativen FE Objektiven und einigen manuellen Schätzen.
Aber nun zur A7. Was hat mich fasziniert, was ist verbesserungswürdig?
In erster Linie gefällt mir das Konzept der Kamera. Das klassisch anmutende Design, Spiegellos im Retrorgehäuse und der hervorragende Kleinbild Sensor. Dazu noch ein überragendes Preis-Leistungsverhältnis!
Die Kamera liegt gut in der Hand, ist allerdings nicht mit den großen DSLR Bodys alla 5D III oder 70D vergleichbar. Diese sind wahre Handschmeichler, so das die Kamera förmlich mit dem Fotografen verschmelzen kann. Die A7 ist da anders, eher wie eine analoge Messsucher Kamera, was mir persönlich gefällt, aber vielleicht nicht für jeden etwas ist. Bei mehrstündigen Shootings macht sich das geringe Gewicht positiv bemerkbar (kommt natürlich auch auf's Objektiv an).
Das Gehäuse ist aus Metall und fühlt sich wertig an. An die Belegung der Bedienelemente habe ich mich sehr schnell gewöhnen können, einzig der Movie Knopf ist etwas deplatziert.
Die Kamera lässt sich sehr stark personalisieren. Sogar Apps kann man installieren und damit Funktionen nachrüsten wie z.B. einen Timer für Timelaps oder Startrails, einen Facebook uploader oder Programme für umfangreiche HDR Belichtungsreihen. Ich nutze einige dieser Apps relativ häufig.
Nachdem ich meine Einstellungen gefunden hatte, habe ich daran bislang nur selten etwas geändert.
Zu Beginn empfand ich das verschieben der Fokusfelder etwas mühsam. Ich habe die Einstellungen daher so angepasst, dass ich mit dem Knopf im Drehkranz das Fokusfeld aufrufe und per Klick am Drehrad die Felder verschiebe. Eine Drehung am Rad verändert die Größe des Fokusfeldes. Damit kann ich sehr gut und zügig arbeiten.
Den Wert, den ich den Fokusfeldern zu Beginn eingeräumt habe, muss ich mittlerweile aber relativieren. Meine Art zu fotografieren, hat sich durch die Technik tatsächlich verändert.
Für Porträt Shootings nutze ich an der A7 die Gesichtserkennung! Egal wo sich das Gesicht im Bild befindet, die A7 stellt darauf zuverlässig scharf. Als DSLR Nutzer ist man es gar nicht gewohnt, dass sich die Foskusfelder bis zum Bildrand bewegen. Bei Bedarf korrigiere ich den Fokus mit der Lupe im Sucher ein wenig nach. Dies ist sehr einfach, weil man nur am Fokusring zu drehen braucht und die Lupe automatisch auf das ausgewählte Fokusfeld vergrößert. Möchte ich mit einer weit geöffneten Blende den Fokus im Gesicht des Modells sehr gezielt setzen, so ist dies mit dieser Funktion sehr schnell und zuverlässig gemacht. Einfacher und schneller, als an der DSLR extra das Fokusfeld aufs Auge zu schieben und zu hoffen, dass die Kamera trifft.
In diesen Funktionen sehe ich die größten Vorteile eines Spiegellosen Systems gegenüber einer Spiegelreflex Kamera. Die Größenunterschiede können mit entsprechenden Objektiven wieder verschwimmen.

Was den AF betrifft, so kann ich die oft gelesene Schellte nicht ganz teilen. Mit nativen FE Objektiven ist der AF schnell und zuverlässig. Vorausgesetzt, es ist genügend Licht vorhanden. Wird es dunkler, so kann es leicht sein, dass der AF zu pumpen beginnt, oder sein Ziel verfehlt. Lichtstarke Objektive helfen bis zu einem gewissen grad, aber hier ist definitiv eine Menge Luft nach oben.
Spielende Kinder sind auch so eine Sache. Kommt ein Kind auf den Fotografen entgegen gerannt, so sinkt die Trefferwahrscheinlichkeit rapide. Die A7 kann man also nicht gerade als Action Kamera bezeichnen.
Trotzdem, der AF ist sonst recht flott und vor allem sehr zuverlässig und wurde durch Updates von Sony im Nachhinein noch weiter verbessert. Da habe ich schon ganz andere Kameras erlebt..

Was mir gefällt
- Modernes Spiegelloses System mit all den Vorteilen eines elektronischen Suchers
- Handlich und gut durchdachtes Bedienkonzept
- WLAN Fernsteuerung und Bildübertragung
- Funktionen durch Apps erweiterter
- Erstklassige Bildqualität mit einer überragenden Dynamik und High Iso Performance.
- Hervorragende Video Leistung (1080p/60p) mit Pegeleinstellungen, brauchbarem AF und Mikrofon- und Kopfhöreranschluss

Was mir weniger oder gar nicht gefällt.
- Das Bajonett hat ein leichtes Spiel, so dass man die Objektive leicht hin und herbewegen kann. Das klingt jetzt schlimmer als es ist, handelt es sich doch um weniger als 1mm Spiel, aber es wirkt nicht 100% solide.
- Die Kamera ist nicht sofort Einsatzbereit. Geht die Kamera in Standby oder ich schalte sie ab, dann dauert es wenige Sekunden bis ich fokussieren und wieder fotografieren kann. Das nervt besonders deswegen, weil
- sich der Akku sehr schnell lehrt. Das führt dazu, dass man die Kamera nicht immer angeschaltet lässt.
- Bei der Videoeinstellung 60p, erscheint bei jedem Start ein NTSC Warnhinweis. Dieser lässt sich leider nicht abschalten und nervt auf Dauer.
- Shutter ist relativ laut, ich würde mir einen elektronischen Geräuschlosen Verschluss als Option wünschen.
- Ich würde mir einen Touchscreen wünschen
- Die Movie Taste ist deplatziert
- Der AF könnte schneller und vor allem lichtstärker sein
- Das System ist noch recht jung, die Auswahl an Zubehör fällt daher im Vergleich geringer aus.

Für 2.500€ würde ich der Kamera 3 Sterne geben. Da sie Momentan aber für weniger als die Hälfte zu erstehen ist, halte ich einen Punktabzug für ungerechtfertigt.

Ich hoffe, dass meine Rezension hilfreich ist. Fragen beantworte ich gerne.
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TOP 1000 REZENSENTam 4. Mai 2015
Sony Alpha 7KB (inklusive Kit-Objektiv)

Lange habe ich überlegt, gezögert und mich nach anderen Alternativen umgesehen, bevor ich mir letztlich doch Sonys Alpha 7 zugelegt habe. Für mich entscheidend war schließlich die Kombination aus Vollformatsensor, relativ geringem Gewicht, der guten Ausstattung und dem deutlich reduzierten Preis nach der Vorstellung der Alpha 7 II.

Zum Nachfolger habe ich persönlich bewusst nicht gegriffen, da für mich lediglich der im Gehäuse integrierte Bildstabilisator das entscheidende neue Feature darstellt. Einen Aufpreis von etwa 500 Euro war mir das aber nicht wert, zumal die Alpha 7II auch noch etwas an Gewicht (ca. 140g) zugelegt hat.

Auch habe ich mich bewusst für das Kit-Objektiv entschieden. Es deckt einen üblichen Brennweitenbereich mit brauchbarer Lichtstärke ab und eignet sich daher meiner Meinung nach gut als Basisausstattung. Natürlich verspricht z.B. das Sony SEL-1670Z F4 eine deutlich bessere Abbildungsleistung, allerdings müsste man auch hier wieder einen happigen Aufpreis von knapp 500 Euro einplanen. Überhaupt sind Sonys Objektivpreise recht ambitioniert und stellen für mich den einzigen echten Nachteil an der Alpha 7 dar. Mit knapp 300 Euro für das Standardobjektiv (Unterschied Kit im Vergleich zum Body) ist der Einstieg allerdings noch bezahlbar und bietet genügend Leistung um sich mit der Kamera erst einmal anzufreunden. Nach und nach werden sicherlich noch die eine oder andere Festbrennweite und ein Zoomobjektiv angeschafft.

Meine Sony Alpha 7 wurde bereits mit der aktualisierten Firmware 1.02 ausgeliefert. Hätte zwar gerne auch mal den Vergleich zu der älteren Version gezogen, um die Verbesserungen besser einschätzen zu können, andererseits habe ich so von Anfang an ein optimales Gerät zur Verfügung.

Bildqualität:
Die Bildqualität wird natürlich immer recht unterschiedlich beurteilt und unterliegt in der Bewertung auch zum gewissen Teil den persönlichen Vorlieben. Meiner Meinung nach fallen die Ergebnisse bereits mit dem Kit-Objektiv gut - sehr gut aus.
Der Vollformatsensor mit seinen 24,3 MP bietet den einzelnen Pixeln richtig viel Platz. Das daraus resultierende extrem gute Rauschverhalten macht sich vor allem bei Aufnahmen in der Dämmerung oder bei Lichtspielen im Dunkeln bemerkbar. Aber auch bei Innenraumaufnahmen hat man einen großen Spielraum zur Verfügung. Die Sony Alpha 7 schafft es meiner Erfahrung nach bis zu ISO 6400 brauchbare Ergebnisse abzuliefern. In der Vergrößerung sieht man ab etwa ISO 3200 eine Qualitätsminderung, die lediglich bei besonders großen Ausgabeformaten relevant werden dürfte.
Genau bei den o.g. Lichtsituationen, zum Beispiel einem Candlelight-Dinner, kann man in der Vergrößerung auch gut die Qualitätsunterschiede zwischen RAW- und JPEG-Aufnahmen erkennen. Beim JPEG gehen deutlich mehr Details verloren und das Rauschverhalten fällt sichtbar schlechter aus. Die Aufnahmen sind einfach grieseliger. Bei normalen Tageslichtaufnahmen oder im Freien ist davon kaum etwas zu sehen, der subjektive Qualitätseindruck ist hier identisch. Abgesehen davon bewegen sich Dynamik (mit eingeschalteter Dynamikbereichsoptimierung/ Dynamic Range Optimizer), Rauschverhalten und Schärfe auf einem durchweg guten Niveau. Die Farben werden natürlich wiedergegeben und sind frei von Farbstichen.
Etwas nachteilig zeigt sich beim Kit-Objektiv höchstens noch, dass die Schärfe in den Ecken sichtbar abnimmt. Zudem sind Grenzen durch die eher durchschnittliche Lichtstärke von F3,5-5,6 gesetzt, die sich vor allem bei schwierigen Lichtsituationen bemerkbar machen. Beide 'Nachteile' sind natürlich Zugeständnisse an die günstigere Einstiegslösung und sollten sich wie gesagt mit Alternativ-Objektiven ganz bestimmt mindern lassen.

Hier noch einige Punkte kreuz und quer, die für manche Nutzer wichtig sein könnten:

*kein Bildstabilisator im Gehäuse, sollte man bei der Anschaffung von Objektiven ohne eigenen Bildstabilisator im Hinterkopf behalten
*Akkukapazität reicht für meine Bedürfnisse aus, dennoch empfiehlt es sich ein Kit aus Akku und separatem Ladegerät zuzulegen, da ansonsten der Akku immer per USB-Kabel in der Kamera geladen werden muss, ich habe mich für das Bundle Kit Bundlestar Akku Ladegerät 4 in 1 inkl. Ladeschale für Sony NP-FW50 + 2x PATONA Ersatzakku für Sony NP-FW50 passend zu Sony ILCE QX1 Alpha 5000 5100 6000 Alpha 7 CyberShot DSC RX10 -- Sony NEX-6 NEX-F3 NEX-7 NEX-7B NEX-7C NEX-7K NEX-3 NEX-3N NEX-C3 Nex-5...von Patona entschieden
*Akkuentladung in der ungenutzten Kamera bei mir etwa 1-2 % pro Tag
*durchweg teure Objektive
*die anfänglich magere Objektivauswahl hat Sony inzwischen verbessert
*vergleichsweise geringes Gehäusegewicht
*unterstützt meine Toshiba SDXU-016GA Exceria PRO UHS-II SDHC Speicherkarte
*hohe Serienbildgeschwindigkeit
*separater Speicherkartenslot (vorteilhaft bei Stativaufnahmen)
*schneller Autofokus (mit Firmware 1.02)
*insgesamt gute Ausstattung inklusive WLAN, NFC
*intuitive Menüführung, gute Einstellmöglichkeiten
*sehr guter Sucher, gutes detailreiches und klappbares Display (allerdings könnte der Schwenkbereich, z.B. für Selfies, größer ausfallen), sehr gut im Aussenbereich nutzbar
*kein integrierter Blitz
*etwas langsame Startzeit
*erstaunlich gute Videoqualität
*Videos können unkomprimiert per HDMI ausgegeben werden

Fazit:
Die Sony Alpha 7 bietet bereits mit dem Kit-Objektiv eine insgesamt sehr gute Bildqualität in Verbindung mit einem vergleichsweise leichten aber hochwertigen Gehäuse, vielen gelungenen Ausstattungsdetails und einem angemessenen Kit-Preis. Zudem kann sich auch die Videoqualität sehen lassen, was nicht immer eine Selbstverständlichkeit ist. Als einzigen echten Nachteil sehe ich das kostspielige Objektivprogramm, das bei späteren Ergänzungen merklich größere Löcher im Portemonnaie verursacht, als bei so manchem Konkurrenten.
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TOP 1000 REZENSENTam 12. Dezember 2015
Hallo,
erst mal eine kurze Einleitung zu meiner Person:
Ich komme eigentlich aus dem Nikon-Lager, anfänglich APS-C und irgendwann VF, dann bei Olympus und Fuji vorbeigeschaut, um dann letztendlich doch wieder beim Vollformat zu landen, ich hatte also schon einige Kameras von verschiedenen Herstellern in den Händen;)
Warum aber nicht mehr bei Nikon? Nikon tritt meiner Meinung nach seit längerer Zeit auf der Stelle, da passiert nichts wirklich außergewöhnliches und ich wollte nicht jedes Mal einen schweren Body und die schweren Objektive herumschleppen.

Dann kam Sony mit einer Vollformat-Systemkamera um die Ecke......"Meine" Erfahrung mit dieser Kamera (keine technischen Ergüsse):
1. Verarbeitung...... ist wirklich sehr gut, da knarzt nichts, wackelt nichts, die Drehräder auf der Body-Oberseite gehen angenehm schwer, da verstellt sich also auch nichts ungewollt. Der Sucher ist sehr gut, genauso das Display.
Alle Druckknöpfe an der Kamera haben einen schönen Druckpunkt, bis auf den Auslöser, der könnte nach meinem Geschmack etwas definierter sein. Zum "angeblichen" Problem mit dem Bajonett der Ersten Alpha 7-Reihe kann ich noch nichts sagen, werde das aber auf jeden Fall im Auge behalten.
Die Kamera fühlt sich im Ganzen sehr wertig an!
2. Handling...... sie liegt gut in meinen Händen, alle Knöpfe sind gut zu erreichen. Der Auslöser könnte etwas weiter vorne liegen, hier muss man mit dem Zeigefinger doch etwas nach hinten übersetzen (das wurde ja bei der A 7 II geändert).
3. Das Menü.... anfangs etwas verwirrend, aber nach einiger Eingewöhnung und mit Hilfe von Youtube auch kein Problem mehr.
4. Die Bildqualität..... hervorragend! Klasse Farben, eine wirklich sehr gute Auflösung, auch bei höheren ISO-Einstellungen und dank dem Vollformat, bei entsprechender Optik, fantastische Freistellung. Man sollte natürlich bedenken das es hierbei auch auf die Optik an der Kamera ankommt, hier macht auch das mitgelieferte Kitobjektiv keine schlechte Figur, es ist halt nur etwas Lichtschwach, aber als Urlaubs-Immerdrauf durchaus zu empfehlen.
Wer gerne manuell fotografiert, also alte, manuelle Linsen verwenden mag, ist mit dieser Kamera bestens beraten. Die Alpha 7 ist für mich bis jetzt die einzige Systemkamera mit der das manuelle fokussieren wunderbar und vor allem zuverlässig funktioniert.
Bei der Alpha 7 II ist ja nun ein 5-Achsen Bildstabi im Body verbaut, da ist natürlich eine Verwendung von alten Linsen noch viel attraktiver.

Die Alpha 7 bekommt von mir aufgrund der hervorragenden BQ und dem Gesamtkonzept 5 von 5 Sternchen

In diesem Sinne
H. Götz
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am 10. April 2017
...aber keinen Spiegel. Die Kamera macht wirklich Spaß und ich habe in kürzester Zeit 1000 Bilder gemacht. Das Hobby hat noch einmal richtig Rückenwind bekommen. Zu wenig Licht? Gibt es nicht. Körnung (Rauschen) bei 6400 ASA? Gibt es nicht.

Sony versteht es eine Klammer anzubieten zwischen modernster Autodings und Autobumms Fotografie und manueller Fotografie mit meinen alten Canon Objektiven, wie ich sie vor 40 Jahren gelernt habe. Die Belichtung ist annähernd perfekt und die Fokussierung per Sucherlupe stellt alles von Mattscheibe über Schnittbildindikator oder Mikroprismenraster usw. in den Schatten.

Hatte etwas Angst vor der Software und ihrer Komplexität, aber Sony hat da einen guten Weg gefunden, die Bedienung in etwa einfach zu halten. Man darf nur nicht unkontrolliert hinten an der Kamera herumfuchteln, wenn man sie um den Hals hängen hat.
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am 16. Mai 2016
Ich hab diese Kamera jetzt seit ein paar Monaten, nutze sie als Zweitkamera zu meiner Canon 6D und bin begeistert von dieser Bildqualität!
Autofokus muss ich gleich vorweg sagen nutze ich nicht, dar ich ausschließlich meine Canon EF Objektive nutze und keinen Systemwechsel machen möchte!
Ich vermisse ihn aber auch nicht denn Ich hab Peaking und Lupe.
Sportfotograf bin ich nicht und bei Porträts und Landschaftsaufnahmen habe ich jetzt aufeinmal 80% mehr scharf Fotos!
Die 24 Megapixel holen noch so einiges mehr aus meinen Objektiven als meine 6D, ausser bei höheren ISO werten da kommt an die Canon so schnell nichts anderes ran.
Was mich aber am meisten beeindruck ist der Dynamikumfang, der ist wirklich sowas von gut!
Was da mit einem RAW noch so viel mehr geht ist wahnsinn!
(siehe Foto mit Hund im Gegenlicht)
Alles in allem wusste ich was ich bekomme und das habe ich auch alles mit dem Kauf bekommen.
Diese Kamera ist definitiv eine 5Sterne Rezension wert.
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am 11. April 2016
Nach dem Kauf der A7 war ich zunächst sehr zufrieden. Leider hat sich nach ca. einem Jahr herausgestellt, dass der Bajonettring der Kamera in Kombination mit schwereren Objektiven (z.B. dem fe24-70 oder fe 16-35) nachgibt, sodass Licht in die Kamera eindringt. Dieses Verhalten wird bei längeren Belichtungszeiten in Form von Lichtstreifen auf den Fotos sichtbar.

Der Bajonettring der a7 besteht aus zwei Schichten. Die untere Schicht ist aus Plastik, welches mit der Zeit nachgiebig auf größere Objektive reagiert. Die Sony a7s und die neueren a7 Reihen (a72 etc.) haben diesen Fehler nicht mehr, weil der Bajonetring aus Metall besteht.

Kurzfristig lässt sich das "Lichtleck" z.B. mit einem Haargummi abdecken. Die Qualität der Fotos leidet aber letztendlich (verschwommene Ecken). Ich habe meine Sony a7 nun zur Reparatur zurück an Amazon geschickt und werde über den Ausgang des Problems hier weiter berichten.
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am 25. April 2017
Ich habe meine Kamera Silvester 2014 bestellt - seitdem nutze ich sie und man kann förmlich sagen, dass ich die Kamera liebe! Für mich ungeschlagen in Kombination mit dem ZEISS 55mm 1.8 und dem Sony 70-200 F4. Super scharf, immer 100% treffsicher und einsatzbereit in allen Bereichen. Ich bin hauptsächlich im Automobil-Bereich tätigt und benötige Schärfe, in allen Bereichen. Auch gibt es mittlerweile ausreichen Zubehör - das war für mich das größte Problem am Anfang. Ich nutze einen Jinbei HD-II 600 Blitz und hatte anfangs Schwierigkeiten geeignete HSS Empfänger zu erhalten. Allerdings gibt es zum Glück die Firma PIXEL KING, die für Sony Geräte ausreichend Zubehör produziert. Ich bin wirklich froh, dass ich doch den Umstieg von der Canon EOS 7D zur Sony Alpha 7 gewagt habe - und es wird nicht die letzte Sony A7 sein, die ich mir gekauft habe. Mit einem weiteren Modell liebäugle ich bereits und werde mir bald einen Zweitbody zulegen. Bis dahin nutze ich meine A7 weiter, da ich einfach zufrieden bin - und sogar mehr als das!
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Seit ich im Jahre 2001 meine erste digitale Kamera kaufte, hat mich das Thema Fotografie nie mehr losgelassen. Im Laufe der Jahre wurde die Ausrüstung immer hochwertiger (und schwerer). Meine letzte Spiegelreflexkamera war eine Nikon D7000 mit diversen Objektiven.

Als dann parallel zu D-SLRs auch hochwertige Kompaktkameras auf dem Markt kamen, hatte ich immer auch eine dieser Edel-Kompaktkameras im Bestand, um unbelastet unterwegs sein zu können. Nachdem mir irgendwann auffiel, dass ich die große Ausrüstung kaum mehr nutzte, hatte ich mein komplettes SLR-Equipment verkauft und war für eine gewisse Zeit mit einer Canon G1X wunschlos glücklich. Diese wurde dann durch eine Sony RX100 ersetzt - meine erste Kamera von Sony.

Irgendwann begann ich dann doch das kreative Spiel mit Schärfe/Unschärfe zu vermissen und fand in der Sony RX10 einen tollen Kompromiss. Nahezu grenzenlose Möglichkeiten in einem noch einigermaßen kompakten und nicht allzu schweren Format. In diesem Zusammenhang begann ich mich auch für die Sony Alpha 7 zu interessieren. Ein ähnlicher Geniestreich wie seinerzeit die RX100! Ein Vollformatsensor in einem vergleichsweise kleinen und leichten Gehäuse! Und das Ganze zu einem durchaus erträglichen Preis! So bestellte ich das Kit aus A7 in Verbindung mit dem Zoom-Objektiv 28-70 mm. Mit entsprechend großen Erwartungen fieberte ich dem Erhalt der Kamera entgegen.

► Erster Eindruck, Haptik und Verarbeitungsqualität:
Der Ersteindruck war toll, kleiner und leichter als erwartet, gute Verarbeitung und Haptik, zumindest was den Body betrifft. Manche finden das Design der A7 etwas altbacken. Das ist Geschmackssache, mir gefällt es ausgesprochen gut! Die Alpha 7 wirkt toolig, gleichzeitig aber auch elegant und der Retrostyle steht ihr ausgezeichnet! Im ersten Moment hat man den Eindruck eines kompletten Metallgehäuses, was aber so leider nicht stimmt. Nur das Oberteil der Kamera ist aus Magnesium. Dieses ist aber richtig massiv und ein haptischer Hochgenuss! Sony hat die restlichen Teile der Kamera designtechnisch so geschickt gestaltet, dass die Kamera wie aus einem Guss wirkt. Somit fällt der Unterschied zur A7R, die ein komplettes Metallgehäuse besitzt, eigentlich nicht auf. Staub- und Spritzwassergeschützt sind sie beide. Mit aufgesetztem Kit-Objektiv entsprechen Abmessungen und Gewicht in etwa der RX10 und damit liegt die A7 trotz Vollformat unter einer herkömmlichen SLR mit deutlich kleinerem Sensor.

Die Griffigkeit der Kamera geht absolut in Ordnung und die Anordnung der zahlreichen Bedienelemente ist gut durchdacht. Da ich mit Sony Kameras vertraut bin, gab die Bedienung und Menüführung keine Rätsel auf. Die Schwenkmechanik des Monitors funktioniert butterweich und der Bildschirm lässt sich im Gegensatz zur RX10 direkt in die Position für Aufnahmen aus der Froschperspektive verstellen.

Der serienmäßige Lieferumfang ist etwas dürftig. In dieser Preisklasse hätte Sony durchaus ein externes Ladegerät beilegen können. Allerdings kann man für relativ wenig Geld ein Bundle eines Drittanbieters dazukaufen, welches aus einem externem Ladegerät und zwei Ersatzakkus besteht.

Leider kenne ich bei Sony mittlerweile die Unsitte, kein vernünftiges Handbuch für die Kameras zur Verfügung zu stellen. Für die Alpha 7 allerdings gibt es zumindest ein "richtiges" PDF-Handbuch, kein zusammengeschustertes Not-PDF, wie bei den kleineren Modellen. Allerdings wird man nicht fündig, wenn man auf der Supportseite nach einer Alpha 7 sucht, man muss ILCE-7 eingeben.

► Technik und Funktionen:
Die Sony Alpha verfügt über einen Vollformatsensor der Größe 35,8 x 23,9 mm mit 24 Megapixeln. Damit ist die Sensorfläche in etwa 7-mal größer, als bei den in RX100/RX10 verbauten Varianten und mehr als doppelt so groß, wie beim APS-C Format. Durch die verhältnismäßig geringe Pixeldichte und gleichzeitig große, lichtempfindliche Fläche sind beste Voraussetzungen für rauscharme und detailreiche Aufnahmen mit exzellentem Dynamikumfang gegeben. Auch das Freistellpotential vor dem Hintergrund ist deutlich besser, als bei kleineren Sensoren. Gleichzeitig sinkt aber auch die erreichbare Tiefenschärfe, das sollten etwaige Interessenten auf jeden Fall berücksichtigen.

Das Kit-Objektiv deckt den gängigsten Brennweitenbereich von 28 - 70 mm ab. Dabei ist die Lichtstärke mit F3,5 - 5,6 auf eher niedrigem Niveau. Dabei sind die optischen Leistungen für ein Kit-Objektiv gar nicht so schlecht, aber dazu später mehr.

Funktionsseitig bringt die Alpha 7 so ziemlich alles mit, was man sich derzeit vorstellen kann. Ein GPS-Modul ist zwar nicht vorhanden, dafür aber alles sonst Erdenkliche, u.a. auch ein WiFi-Modul. Aufnahmeparameter, Tastenbelegung, Display- und Sucheranzeigen, alles ist weitgehend flexibel personalisierbar. Zwar interessiert mich die Video-Funktionalität kaum, aber falls man sie nutzen möchte, wird man sich über die Möglichkeit freuen, mit 50p in Pal bzw. 60p bei NTSC in Full-HD-Auflösung filmen zu können.

Die Menüführung der Alpha 7 ist weitgehend identisch mit dem Userinterface der RX10 und ich empfinde diese im Vergleich zu manch anderem Fabrikat als Wohltat. So schnell und sicher navigiert man mit kaum einem anderen Menü durch die diversen Funktionen. Ebenfalls sehr angenehm empfinde ich die detaillierte Akkuanzeige in Prozentschritten. Seitens Stromverbrauch geht die Alpha 7 alles andere als zimperlich mit dem Akku um. Das Mitführen von 1 - 2 geladenen Ersatzakkus ist eigentlich unvermeidlich.

Der Autofokus ist gar nicht so träge, wie manche behaupten. Vielleicht liegt das an sehr unterschiedlichen Einsatzbedingungen, vielleicht wurde er auch mit dem letzten Firmwareupdate (v.1.02) verbessert. Für meine Zwecke ist er ausreichend schnell. Die A7 verfügt übrigens im Gegensatz zur A7R über einen Hybrid-Autofokus (Kontrast&Phasen-AF). Die Belichtungssteuerung der Sony Alpha 7 ist sehr ausgewogen und die Notwendigkeit von Korrekturen liegt deutlich niedriger, als ich das von meinen Nikon Kameras kannte, die fast grundsätzlich um -0,7 korrigiert werden wollten.

Dass Sony der A7 kein eingebautes Blitzgerät spendiert hat, finde ich sehr ärgerlich. Zwar fotografiere ich selten mit Blitz, aber wenn ich Porträtaufnahmen bei Gegenlicht machen will, brauche ich ihn durchaus. Einen Aufsteckblitz führe ich nicht mit, wenn ich unterwegs bin. So werde ich wohl oder übel zumindest den kleinen Sony HVL-F20M zusätzlich anschaffen müssen.

► Monitor und Sucher:
Der elektronische Sucher ist eine Klasse für sich! Noch besser und größer, als bei der RX10. Ich finde ihn besser und praktischer, als einen optischen Sucher. Er deckt 100% des Bildausschnitts ab und ist aufgrund der Restlichtverstärkung auch heller als ein optischer Sucher. In dunkler Umgebung wird das Ganze allerdings durch etwas Rauschen beeinträchtigt. Der Annäherungssensor funktioniert sehr zuverlässig und schaltet den Sucher beim Durchschauen automatisch ein und den Monitor gleichzeitig ab. Als Brillenträger würde ich mir allerdings ein etwas früheres Ansprechen des Sensors wünschen. Sämtliche Zusatzinfos, die man auf dem Monitor einblenden kann, stehen auch beim Sucher zur Verfügung.

Auflösung, Qualität, Homogenität und Farbtreue des Monitors sind ebenfalls auf höchstem Niveau. Allerdings verstehe ich nicht, warum Sony beim Topmodel auf einen Sensor zur automatischen Helligkeitsregelung verzichtet hat. Die RX100/RX10 verfügen über selbigen, und das möchte ich eigentlich nicht mehr missen. Bei Außenaufnahmen empfiehlt es sich, die Monitorhelligkeit manuell in den Modus "SONNIG" umzustellen. Dadurch ist die Erkennbarkeit auch in sehr hellen Umgebungen noch gut, allerdings saugt die Kamera den Akku dann umso schneller leer.

Ebenfalls nicht unerwähnt lassen möchte ich die geniale 3D Wasserwaage, welche sowohl auf dem Monitor als auch im Sucher eingeblendet werden kann.

► Bildqualität:
Wer sich für eine Vollformat-Kamera entscheidet, tut das primär wegen der Möglichkeit, ultimative Bildergebnisse erzeugen zu können. Mit entsprechend hoher Erwartungshaltung habe ich die ersten Probeaufnahmen (RAW+JPEG) gemacht.

Die Bildqualität war tatsächlich ausgezeichnet! Der Dynamikumfang fantastisch, die Schärfe absolut auf dem Punkt. Zumindest in der Bildmitte. Am Rand trotz Abblendens aber nicht besser als bei anderen hochwertigen Kameras, die ich zuvor hatte, wie z.B. einer Nikon D7000 mit Nikkor 16-85 mm. Grundsätzlich ist die Qualität des Sony-Kit-Objektivs recht beachtlich.

Eigentlich bin ich ein großer Fan des RAW-Formats. Aber hier muss ich zugeben, überzeugen auch die JPEG-Bilder direkt aus der Kamera. Die von mir testweise aus RAW generierten Ergebnisse waren nicht immer besser.

Beim Rauschverhalten muss ich zugeben, dass ich etwas enttäuscht bin. Zwar ist das Rauschverhalten das Beste, was ich bisher bei Kameras kennengelernt habe, aber es ist eben nicht in dem Maße besser, wie ich es aufgrund des vergleichsweise gigantisch großen Sensors erwartet habe. Vermutlich hatte ich hier eine überzogene Erwartungshaltung und es geht derzeit technisch einfach nicht besser. Auf jeden Fall sind auch Aufnahmen mit ISO 6.400 relativ rauscharm und detailreich. Bei High-ISO Aufnahmen lohnt sich allerdings das RAW-Format, denn hier erziele ich mittels RAW-Converter deutlich bessere Ergebnisse.

Bei Nutzung der ISO-Automatik ist auffällig, dass die A7 sehr schnell hohe ISO Einstellungen nutzt. Wo einer RX100 ISO 1.600 genügt, verlangt die A7 gleich ISO 6.400. Und so gut das Rauschverhalten der A7 auch sein mag, bei so hohen ISO-Werten ist es keinesfalls besser als bei der RX100 mit deutlich niedrigerer ISO Empfindlichkeit. Natürlich muss man hier auch die deutlich unterschiedlichen Lichtempfindlichkeiten der Objektive berücksichtigen (RX100 F1,8 im Weitwinkel). Mit einer lichtstärkeren Festbrennweite an der A7 würde das sicher anders aussehen. Mein Tipp: Manuell eine niedrigere ISO-Empfindlichkeit wählen! Der Bildstabilisator arbeitet so gut, dass auch Aufnahmen mit einer längeren Verschlusszeit noch scharf abgebildet werden. In der Regel sind 1/20s mit einer ruhigen Hand und bei unbewegten Motiven immer möglich.

Auch wenn das Gebotene sehr gut war, nach einigen Tagen stellte sich eine gewisse Ernüchterung ein und Zweifel kamen auf, ob die Anschaffung der Sony Alpha 7 sich wirklich gelohnt hat. Die Qualitätsunterschiede zu Aufnahmen meiner RX10 waren einfach nicht so riesig und gleichzeitig die Möglichkeiten hinsichtlich Brennweitenbereich sehr viel geringer.

Das alles änderte sich, nachdem ich das Kit-Objektiv durch das Carl Zeiss 24 - 70 mm (SEL2470Z) ersetzt hatte. Dieses wird sehr kontrovers bewertet, was an der Serienstreuung liegen mag. Wenn man aber ein einwandfreies Exemplar erwischt, sind die Resultate wirklich absolut überzeugend! Eine solche Schärfe und ein solcher Detailreichtum sind mir zuvor noch nie untergekommen! Dabei sind die Bilder derartig natürlich und von einer Reinheit, das hätte ich nicht für möglich gehalten!

Die Bildqualität ist derartig gut, dass es sogar in Grenzen möglich ist, die Bilder hoch zu skalieren. So habe ich mir ein Bild machen wollen, wie relevant der Größen-Unterschied zu Bildern einer A7R mit ihren 36 Megapixeln ist, und einige RAW-Bilder von 6000 x 4000 Pixeln auf 7360 x 4912 Pixel hoch skaliert. Die Ergebnisse waren verblüffend. Ich glaube nicht, dass es jemandem aufgefallen wäre, dass es sich nicht um native Bilder handelt. Die hochskalierten Ergebnisse sind immer noch besser als manches Ergebnis von mittelmäßigen Kamera/Objektivkombinationen.

Physikalisch bedingt muss man natürlich auch beim SEL2470Z mit einer geringeren Randschärfe leben. Dennoch ist das Gebotene sehr überzeugend. Wer noch mehr Schärfe auch in den Ecken erzielen möchte, wird um die Anschaffung von hochwertigen Festbrennweiten nicht herum kommen.

► Fazit:
Mit der Alpha 7 steht uns Fotografen nun eine Vollformatkamera zur Verfügung, die kompakter ist, als viele D-SLRs mit APS-C Sensoren. Um nicht enttäuscht zu werden, sollten sich etwaige Interessenten darüber im Klaren sein, dass die überragenden Möglichkeiten der Sony Alpha 7 nur mit entsprechend hochwertigen Objektiven erreichbar sind und ein zusätzliches Investment verlangen. Ein weiterer Punkt, der bei Interessenten Berücksichtigung finden sollte ist die Tiefenschärfe. Bei einem so großen Sensor muss sehr stark abgeblendet werden, um die gleiche Tiefenschärfe zu erreichen, die man von Kameras mit kleineren Sensoren kennt. Im Gegenzug ist das schon erwähnte Freistellpotential natürlich eine sehr feine Sache und für viele Fotografen einer der Hauptgründe für die Nutzung des Vollformats.

Eine kleine Bitte zum Schluss: Hat Ihnen meine Rezension in irgendeiner Art und Weise weitergeholfen? Falls ja, würde ich mich über die Nutzung des Abstimmungs-Buttons freuen. Falls nein, hinterlassen Sie doch bitte einen kurzen Hinweis über die Kommentarfunktion. So habe ich die Chance, es zukünftig vielleicht besser zu machen. Ergänzende Fragen zum Produkt beantworte ich gerne, sofern ich kann.
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am 2. Dezember 2014
Es ist schon sehr viel über diese Kamera geschrieben worden, daher gehe ich nicht mehr auf alles ein bzw liste meine Punkte übersichtlich stichwortartig auf, querbeet, nicht nach pro/contra sortiert.

- Bildqualität sehr gut (subjektiver Eindruck, bin gewechselt von APS-C zu KB)

- Geringe Auswahl der Objektive bereitet mir keine Kopfschmerzen. Wozu muss ich viel Auswahl haben, wenn man eh lieber in gute Objektive investieren soll (das gilt für JEDE Kamera)? Derzeit reicht mir das sehr gut SEL55f18z , SEL35f28z und das Kit SEL2870. Dazu kommen noch 2 Objektive mit A-Mount (20mm + 70-300mm), die ich per Adapter an der A7 betreibe.

- Der "viel zu laute" Shutter gefällt mir vom Geräusch her sehr gut. Klingt "wertig"

- Komme sehr gut mit dem Elektronischen Sucher (EVF) klar. Super, dieses "What You See Is What You Get". Wenn man dann doch mal eine Situation hat, in der lediglich der externe Blitz das Motiv beleuchten soll (dh Verschlusszeit soweit runter gedreht, dass man im EVF nur noch schwarz sieht), dann schaltet man diese Vorschau im EVF aus und kann sich um die Bildkomposition kümmern, ohne im Dunkeln zu tappen.

- Die Akkulaufzeit ist so - naja - Daher auch die klare Empfehlung für einen Batteriegriff. Und Zusatzakkus für unterwegs.

- Handling der Kamera ist prima. Für meine Hände passt es noch. Ein Tipp: Die rechte Hand so anlegen, dass die Finger eher nach oben anstatt nach vorne (wie bei herkömmlichen DSLR) zeigen. Das erleichtert das Erreichen des Auslöseknopfes enorm ;)

- Endlich ein (fast) Standard-Blitzschuh. Betreibe Funkauslöser von Canon an der A7 (zusammen mit YN560 III)

- Ist keine Kamera für Sportfotografie, aber für ein umher flitzendes Kind reicht sie bei mir.

- 2 nützliche Apps, wie ich finde: Fernbedienung mit Echtzeit-Sucher-Übertragung ans Smartphone (mit entsprechender App) und eine Timelapse App.

- wenn die Objektive "wackeln", kommt durch das Bajonett, das Kunststoffteile beinhaltet....entweder bei Sony einschicken oder durch den Vollmetall Tough E-Mount (von fotodiox) austauschen, ging bei mir recht einfach.

- wenn die Kamera ohne Gurt getragen wird, und mit der Kamera gefilmt werden soll, sollte man die Ösen entfernen. Ansonsten hört man diese Ösen immer ans Gehäuse klappern.

Falls mir weiteres einfällt, werde ich meine Rezension erweitern. Würde mich über eine positive Bewertung freuen, wenn ich etwas helfen konnte.
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