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Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen
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am 4. Februar 2014
Ich möchte hiermit allen, die sich von den katastrophalen Einspielergebnissen abschrecken lassen, sagen, dass dieser Film absolut sehenswert ist. Die Zuschauer, die ihn leider nicht im Kino gesehen haben, können ihn ja schlecht beurteilen, aber sie haben definitiv etwas verpasst. Der Film hat ein paar Schwächen, die Handlung ist manchmal etwas wirr, und in der Mitte hängt der 2,5-Stunden-Film etwas durch, aber die Action-Szenen am Anfang und Ende machen dies mehr als wett. Was sollte man erwarten? Einen Action-Film mit sehr viel Humor, ganz im Stil von "Pirates of the Caribbean" -- schließlich ist das Team ja nahezu identisch. Auch Fans des Lone Ranger werden nicht enttäuscht sein, wenngleich ihr Idol auch tüchtig durch den Kakao gezogen wird ("What's with the mask?"). Hans Zimmer setzt die Tell-Ouvertüre gekonnt und an den richtigen Stellen ein, die Optik ist umwerfend, und alle Schlüsselemente -- von "Kemo sabe" bis "Hi-ho, Silver" -- sind vorhanden. Aber natürlich hat es einen Grund, dass Tonto hier die Hauptfigur ist und die Geschichte aus seiner Sicht (und rückblickend aus dem Jahr 1933, als der Lone Ranger erstmals im Radio auftauchte) erzählt wird: Dies ist ein Lone Ranger des 21. Jahrhunderts, mit sehr viel Augenzwinkern inszeniert, und für derartige Darstellungen ist Johnny Depp der große Spezialist. Er wiederum ließ sich offensichtlich von Stummfilmstars wie Buster Keaton ("The General") und Harold Lloyd inspirieren und wirkt in jeder Hinsicht überzeugend als Kommentator uralter Westernklischees. Aber auch die übrigen Darsteller machen ihre Sache ausgezeichnet. Standard-Bösewichte wie Bill Fichtner ("Prison Break") und James Frain ("The Tudors") sind hier noch fieser als je zuvor, und es macht einfach Spaß, ihnen zuzuschauen. Insgesamt habe ich bei diesem Film Bauchschmerzen vor Lachen gehabt, und zwar im positiven Sinn. Wen ich einen Vergleich ziehen soll: Der Film war fast so gut wie der erste "Pirates of the Caribbean" und um Längen besser als die letzten! Ich hoffe, über das Heimkino kann er noch etwas an Popularität gewinnen -- seinen schlechten Ruf hat er keineswegs verdient.
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am 9. Juni 2014
Ja, dieser Film hat schlechte Kritiken bekommen. Warum, wissen nur die Kritiker und die unterschiedlichen Geschmäcker.
Es stimmt schon, ein oder zwei Mal passt etwas nicht ganz zusammen, wenn plötzlich wirklich tragische oder dramatische Szenen gezeigt oder angedeutet werden, wo ansonsten immer ein Hauch Humor mitschwingt, der manchmal deutlich, manchmal subtil, manchmal in Worten, manchmal in Situationen und manchmal auch nur durch einen Blick oder eine Geste dargestellt wird.
Natürlich, Parallelen zu Fluch der Karibik sind etliche vorhanden; sie zu leugnen hieße, man hat weder den einen noch den anderen Film (bzw. Reihe) gesehen. Aber ist das so schlimm?
Neben Fluch der Karibik werden auch noch eine ganze Menge anderer Filme, bzw. Klischees ein wenig auf die Schippe genommen; zumindest schien mir das so und es ist immer sehr treffend gelungen.
Die Musik untermalt die Stimmung jedes Mal perfekt; sie hat einen leicht humorigen Touch, wenn zum Beispiel eine Situation etwas parodistisch dargestellt wird und beim Showdown (dessen Choreografie ich absolut genial finde) sorgt eine wohl bekannte Melodie für noch mehr Rasanz.
Johnny Depp ist zweifelsohne der Star hier und wenn er auftaucht, ist kaum Platz für jemand anderen, aber dennoch brauchen sich auch die anderen (Haupt)Darsteller nicht zu verstecken.
Einer dieser Filme, bei denen ich kein Problem habe, sie zwei Mal an einem Tag zu schauen. ;)
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am 6. Dezember 2013
Der Titel hatte ja eine etwas holprige Enstehungsphase (glaube er wurde sogar mal gestoppt und Budget stark reduziert), schaffte es aber dann doch in die Kinos - wo er ziemlich böse floppte. Werde noch ins Detail gehen, aber möchte voranstellen: Lone Ranger dauert fast 2 1/2 Stunden und mir kam trotz später Stunde nie der Gedanke: Wann is endlich vorbei. Ein sehr gutes Zeichen - sicher subjektiv, aber vielleicht sogar trotzdem aussagekräftiger, als all die Fakten, die ich aufzählen kann, warum ich den Film mochte...

Zum Film selbst: Man merk an allen Ecken und Enden, dass hier das Team rund um Fluch der Karibik tätig war, was ja nicht schlecht ist. So ist auch Lone Ramger viel Action die immer wieder mit Slapstick und guten Stunts/Effekten angereichert wird. Und auch wenn viele den Film deswegen verissne haben (der Film weiß nicht was er sein will...musste ich oft lesen), es funktioniert. Nicht so gut wie in Fluch der Karibik 1, aber an Teil 2,3, und 4 kommt Lone Ramger locker ran. Was einmal mehr sicher am sehr gut aufgelegten Jhonny Depp liegt, der viele Szenen - die auch höchst peinlich werdne hätten könnten - gut rüberbringt. Auch der für mich absolut unbekannte Arnie Hammer passt sehr gut als leichtgläubiger Gutmensch, der mit seiner Naivität immer wieder für Lacher gut ist - und errinnert positiv etwas an Terence Hill. Und ja: Die Bösewichte sind schön fies und haben sogar eine kleine Überraschung parat. Das die Story dabei eigentlich nur um 2 sehr unterschiedliche Helden die erstmal zusammen- und zu sich selbstfinden müssen und dann den bösen Buben kräftig einheizen handelt, mag anspruchsvolle Cineasten vielleicht wirklich stören, aber so ist Popcornkino nun mal. Bei den Oscars werden wir den Film wohl nicht sehen, obwohl die Effekte schon gut sind und wie gesagt, das Heldenduo überzeugt, wenn auch Depps Indianer Tonto oft an einen Piraten Captain erinnert... aber hey Bruce Willis spielt seit 10 - 15 jahren auch eigentlich immer nur einen McClane Verschnitt....

Warum also dann doch nur 4 Sterne? Nun, ganz ehrlich habe lange überlegt, aber so im Rückblick betrachtet wäre sicher noch mehr möglich gewesen, wobei es sehr erfrischend war im Finale mal nicht alles kurz und klein zu bomben (Superman, Pacific Rim) sondern ein kleines, feines und gut koordiniertes Finale auf zwei Zügen zu erleben. Und obwohl die Story eher simpeler Natur ist, schafft sie es durch geschickte Szenenordnung immer mal wieder für ein AHA-Erlebnis zu sorgen und auch der eigentlich auf den ersten Blick verückte Tonto hat ein sehr nachvollziehbares Motiv für sein Handeln. Kein übernatürlicher, übertriebener Schmalztopf wird hier übergestülpt, sondern etwas was ich als sehr realistisch fand. Will hier nix spoilern, aber so sind Kinder nunmal ;-)

Alles im allen (und nochmal wiederholt): Sicher rührt meine Begiesterung auch von den ehr niedriegen Erwartungen, aber wenn ein Film um 21 Uhr Abends 2 1/2 Sunden nie den Gedanken aufkommen läst: Wann is vorbei?, muss er doch irgendwie ganz gut sein, oder?
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am 4. April 2015
Es war ein gelungenes Feuerwerk an Erzählkunst, an Situationskomik, umgesetzt in beeindruckenden Bildern, für welche sich eine große Leinwand auch lohnt. Mancherlei Wendung war für den erfahrenen Konsumenten vs-amerikanischer Filme vorherzusehen, aber niemals hat dies gestört. An anderer Stelle wird auch schon mal mit einem Klischee aufgeräumt.
In einer frühen Szene fragt man sich, warum nur das Vorspiel der Eröffnung von Wilhelm Tell erklingt und dann abgebrochen wird. Zum Ende hin wird es klar, als Hans Zimmer sie mehr als vollständig in seine Filmmusik einwebt. Wie immer unverständlich, dass so viele Kinobesucher auch diesen Film nicht zuendeschauen, sondern beim ersten Schriftzug des Abspanns hinausrennen, als hätten sie ihre ursprüngliche Absicht vergessen, ihrer Wirklichkeit zu entfliehen. So verpassen sie nicht nur mitreißende Klänge, sondern auch die Abschlusseinstellung.
"Falscher Bruder" wäre sicherlich ein treffenderer und leichter auszusprechender Titel gewesen. So aber muss uns dieser Name für jenen Charakter genügen, der ihn vollauf verdient, wenngleich er eine zugegeben hervorragend gute Figur dabei abgibt. Eine Dummheit reiht sich an die nächste, nichts macht er richtig ohne seinen Mentor. Nicht einmal die ihn liebende Frau nimmt er an.
Kaum überbietbar genial dagegen sein Gefährte wider beider Willen - auch in seinen Fehlern. Wer würde nicht auch gern so dreinblicken können! Es ist bei aller Komik ein tiefgründiger Charakter. Der weise Komantsche sucht die Gerechtigkeit. Eigentlich müsste ihr zuliebe der Film "Tonto" lauten.
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am 3. Oktober 2015
Dieser Film ist eine Wucht. Gore Verbinsky, der Regisseur, ist ja auch der Regisseur der ersten Teile FLUCH DER KARIBIK - ein begnadeter Filmemacher, der total unterschätzt wird. Weil die Kritiken gemischt waren, habe ich mir den Film erst jetzt auf DVD geholt und nie im Kino gesehen - wie gesagt, Kritiker sind in der Mehrzahl seltsame Kreaturen, getrieben von Neid und vielleicht sogar Dummheit, Ignoranz und Unfähigkeit - ich werde nicht wieder auf sie hören.
Der Film ist genial, unterhaltsam und witzig, unterlegt mit einer tiefen Wahrheit.

Anna Susanna
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am 23. November 2014
Es ist mir unverständlich wie man diesen Film mit einem Stern bewerten kann, auf der Hülle ist ein Ranger mit Maske und ein Indianer mit einem toten Vogel auf dem Kopf zu sehen ... ALSO WAS ERWARTEN MANCHE LEUTE wenn sie sich diesen Film anschauen ?!? Hamlet im wilden Westen, Shakespeare im Tippi, den Paten auf einem Pferd ?? Der Film ist kein Meisterwerk, aber er bietet einen lustigen Filmabend mir reichlich Aktion und Humor, die Story ist nicht sehr flach und auch die Rollen sind gut besetzt !! Mich hat er überzeugt und ich bin mir sicher das ich Ihn nach einiger Zeit nochmal aus dem Schrank hole und erneut schaue ... Wer also einen lustigen Western mit Helden und Schurken sucht der ist mit dem Lone Ranger gut bedient !!!!
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am 24. August 2015
Eigentlich wollte ich ja Hohn und Spott ausgießen - aber ‚The Lone Ranger’ ist einer der besten Mainstreamfilme, die ich in den vergangenen zehn Jahre gesehen habe, wenn auch mit einigen sehr großen Schwächen!

Schon die Grundstimmung besteht in einer klassischen Western-Atmosphäre, wie ich sie seit ‚Silverado’ nicht mehr erlebt habe, also weit entfernt von jenen Pseudo- und Psychowestern der vergangenen 20 Jahre! Dabei ist 'The Lone Ranger' auch enthusiastisches Zitatenkino, bedient sich bei ‚The Last Action Hero’, ‚Little Big Man’, ‚Cat Ballou’, ‚Spiel mir das Lied vom Tod’, ‚Blueberry und der Fluch der Dämonen’. Und zwischen der eigentlichen Westernhandlung findet der Film Gelegenheit zur Kritik am aktuellen Weltgeschehen, wie ich dies von einem Film von Jerry Bruckheimer und aus dem Hause Walt Disney echt nicht erwartet hätte:Die Story der Eisenbahntycoons, die unter dem Deckmäntelchen des Fortschritts über die Leichen der Indianer gehen, um die Eisenbahnstrecke bauen zu können und nebenbei das Silber auf dem Indianergebiet abgreifen zu können, erinnert doch fatal ans moderne Weltgeschehen, bei dem Demokratie und Freiheit nur vorgeschobene, hohle Begriffe sind, mit denen die Unternehmen und Konzerne der westliche Mächte an Erdöl, Bodenschätze und seltene Erden gelangen und ihren Einfluss auf andere Länder erweiteren können.

Der Film ist phantasievoll inszeniert, durchaus auch mit Liebe zum Genre, ohne jedoch zu phantastisch oder überdreht zu wirken wie einst der Heuler ‚Wild Wild West’. Die Schwäche liegt dagegen auch in der wechselhaften Inszenierung:Todernste, melancholische Szenen wechseln sich ab mit jenen Momenten, in denen Johnny Depp seinen Jack-Sparrow-Autopiloten aktiviert - beides mag nicht recht zusammenpassen. Aber die Handlung ist derart flott inszeniert, dass diese plakativ-humoristischen Elemente nicht allzu schwer wiegen, ebenso wie die ungewohnte Kleidung der beiden Helden:Da ich in meiner Kindheit die diversen, auch in Deutschland veröffentlichten ‚Lone Ranger’-Comics gelesen habe, bin ich eben noch mit dem hellblaugrauen Kostüm des Lone Ranger und Tontos lederner Fransenjacke (Hat er die später an Stewart Granger als Old Surehand weitergegeben?) gewöhnt. Deshalb war ich auch ziemlich entsetzt, als ich das erste Photo von Johnny Depp als Tonto gesehen habe und habe eben deshalb einen totalen Heuler erwartet!
Zugegeben:Wenn dann das aus der klassischen ‚Lone Ranger’-TV-Serie und diversen Filmen gewohnte ‚Lone Ranger’-Thema, die Overtüre aus Wilhelm Tell, den Showdown einläutet, haut die Neuverfilmung in die Klaviatur der Westernaction, dass es eine helle Freude ist – ‚The Lone Ranger’ zeigt, was für einen schweren Verlust der Niedergang des Western für das moderne Kino darstellt!
Außer am stimmigen ‚Lone Ranger’-Thema hätte man aber für einen solchen Film echt eine bessere Filmmusik komponieren können - ich bin echt kein Fan von diesem Hans Zimmer! Da hätte es eines Elmer Bernstein, Dimitri Tiomkin oder Jerry Goldsmith bedurft!
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am 14. März 2015
Wieso dieser Film so schlechte Kritiken bekam, kann ich nicht nachvollziehen.
Man weiß das es ein Western ist, dass Johnny Depp den Indianer Tonto spielt,
und jeder kennt auch den Lone Ranger.
Was erwartet man jetzt.

Genau, einen Western, über den Bau der Eisenbahn, über korrupte Eisenbahnfunktionäre,
über getürkte Indianerüberfälle und Silber im Indianerland.
Alles schon mal dagewesen, aber diesmal etwas anders.

John Reid, der Texas Ranger dem der Indianer Tonto das Leben rettete, versuchen
sich zusammenzuraufen, um den berüchtigt, brutalen Gangsterboss Butch Cavendish dingfest
zu machen.

Da durch die ganze Action auch die Komik nicht zu kurz kommt, kann man sich ja schon
fast selbst ausmalen, allein Johnny Depp leistet da einiges.
Man darf aber auch nicht ausser Acht lassen, dass sehr ernste Szenen vorkommen,
wie der Hinterhalt der Ranger oder das Indianermassaker.
Besonders sehenswert die Verfolgungsjagd per Zug.

Da erst am Ende ,John Reid sich so richtig mit dem Gedanken befasste, jetzt für immer als
der Lone Ranger , für Recht und Gesetz zu sorgen, könnte ich mir vorstellen das es mal eine
Fortsetzung gibt.
Mag der Film schlecht angekommen sein, bei mir ist er es nicht.
Ich schick 5 Krähen nach oben um sich einzunisten, weil ich seh ihn mir mit Sicherheit
noch einmal an.
Ich hatte 143 Min. Kurzweil und gute Unterhaltung.
Für Johnny Depp und Jack Sparrow-Fans ein Muss.
Bild und Ton waren tadellos
Bonus:
Zusätzliche Szenen
Pannen vom Dreh
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Eigentlich kann ich sie ja nicht mehr hören und lesen, die ständigen Vergleiche zwischen der inzwischen ja durchaus legendären Piratentrilogie aus dem Hause Disney und dem ebenfalls dort entsprossenen Action-Western-Komödien-Mix "The Lone Ranger". Dummerweise trifft dieser den Nagel genau auf den Kopf, denn im Grunde ist die gut 145minütige Hatz durch Prärie, Wüsten und Wild-West-Städte vom Rezept her ganz klar ein legitimer Nachfolger des "Fluch der Karibik". Erzählt wird die Geschichte des gesetzestreuen John Reid, der sich der Jagd auf den entflohenen Gesetzeslosen Cavendish anschließt. Begleitet wird er dabei durch seine Zufallsbekanntschaft Tonto, der wiederum eine alte Schuld begleichen möchte. Beide geraten in des Geflecht einer Verschwörung rund um ein verborgenes Silbervorkommen, den Eisenbahnbau und einen provozierten Konflikt mit den Indianern.

"The Lone Ranger" ist aus meiner Sichtweise eine volle Unterhaltungsbreitseite, garniert mit zotigen Sprüchen, einem herrlichen Pferde-Sidekick und vor allem sympathischen Helden. Insbesondere Johnny Depp als Tonto ist über alle Zweifel erhaben, aber auch der mir bis dato unbekannte Armie Hammer (den ich bereits als einen weiteren typischen Hollywood-Schnösel-Schönling abgetan hatte) hat trotz mangelnder schauspielerischer Herausforderung so seine Momente. Auch die Schauwerte, so insbesondere das actiongeladene Finale und die beeindruckenden Landschaften, stimmen. Musikalisch sorgt Hans Zimmer für die passenden Klänge und auch wenn er sich offensichtlich im ganzen Westerngenre bedient und auch vor der Oper in Form der Overtüre aus "Wilhelm Tell" von Rossini nicht zurückschreckt, passt das einfach zur Gesamtpackung herausragend. Warum mittelmäßig selbst machen, wenn man gut adaptieren kann?
Das dem Streifen trotz der passenden Zutaten nicht der von Disney gewünschte Erfolg beschieden war, liegt insgesamt wohl weniger an der filmischen Unterhaltungsqualität, sondern viel mehr an dem Umstand, dass es mittlerweile generell einen zu hohen Mainstream-Anteil bei Kinofilmen gibt und die Leute trotzdem immer wieder Außergewöhnliches erwarten, was "The Lone Ranger" so gesehen nicht bietet. Vielleicht ist der finanzielle Misserfolg aber auch ein Segen, denn so muss man sich nicht auf halbgare Sequels wie bei "Fluch der Karibik" einstellen, welche aus einem herausragenden Film eine eher durchschnittliche Trilogie (eigentlich ja sogar Quadrilogie, aber den zu miesen vierten nehme ich mal raus) machten.

Technisch bietet die Scheibe, wie von Disney gewohnt, tolle Farben, super Schärfegrad und einen vernünftigen 5.1.-HD-MA-Ton - wie man es auch vom Medium erwarten kann. Die Extras sind ok, aber bieten eben nicht mehr als die obligatorischen Hintergrundinfos. "The Lone Ranger" ist unterm Strich somit weder ein genialer Western, noch ein brillanter Actionfilm oder gar eine schmissige Komödie, aber bietet durch die bunte Mixtur aller möglichen Elemente, trotz seiner mitunter als zu lang kritisierten Spieldauer, kurzweilige Unterhaltung. Wer also nach exakt dieser sucht, macht mit Disneys Wundertüte nicht viel falsch - und besser als das ähnlich unernste "Cowboys & Aliens" oder der bereits erwähnte lahme vierte Teil des Karibikfluches ist der Streifen allemal!
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am 30. März 2016
Auf einem Zug lernen sich der Anwalt John und der Indianer Tonto das erstmal kennen. Der Bruder von John ist ein Ranger, eines Tages nimmt dieser ihn zu einer Mission mit, dabei stirbt sein Bruder, der Indianer Tonto findet John aber verwundet und nimmt ihn mit, zusammen wollen die beiden den Mörder seines Bruders festnehmen.

Der will beginnt mit einer ziemlich verrückten und unrealistischen Zug Szene. Kurz danach sieht man den Indianer im Gefängnis, was mich fragt wie ist dieser aus dem Gefängnis entkommen, das wurde im Film nicht aufgelöst. Der Film ist zum Teil albern, der Indianer ist ziemlich Intelligent und der Ranger John versteht überhaupt nichts und sorgt dafür dass die beiden ständig im nächsten Chaos landen. Zum Teil ist der Film albern und dann wieder zum Teil sehr ernst, realistisch und gewalttätig. Die Schauspieler sind sehr überzeugend und die Handlung ist ziemlich gut und überzeugend. Der Humor lockert die ernste Handlung des Filmes etwas auf. Insgesamt gute mischung aus Komödie und ernster Western. Die Kulisse im Wilden Westen sieht auch sehr gut aus. Insgesamt ist das ein guter Western, der mir aber irgendwie auch nicht komplett gefallen hat, so kann ich insgesamt 4,2 von 5 Sternen geben.

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