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Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen
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4,1 von 5 Sternen
James Bond 007 - Die Welt ist nicht genug
Format: DVD|Ändern
Preis:5,97 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 9. Mai 2017
Und der nächste Bond für meine Sammlung! Ein Film zur Unterhaltung, spannend, actionsreich und mit super Sound ausgestattet, wenn man Brosnan als James Bond mag.
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am 18. Juni 2017
Sehr guter und spannender 007 Film mit Pierce Brosnan und mit allen Zutaten, die ein James Bond Film braucht. Top!
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am 22. Mai 2017
Als langjähriger James Bond-Fan muss ich vorab erwähnen, dass Pierce Brosnan meiner Meinung nach der bis dato beste Darsteller dieser Kultrolle war. Daniel Craig hatte ein wahrhaft schwere Erbe angetreten, doch es gibt auch gute 007-Filme mit ihm (vgl. meine Rezensionen dazu).

Das Drehbuch ist sehr gelungen und Brosnan mit Sophie Marceau als neues Bondgirl sind ein wundervolles Gespann. Nachdem im Hauptquartier des Geheimdienstes ein Freund seiner Chefin und bekannter Ölbaron ermordet wird, ist Bond diesmal zunächst als Bodyguard für dessen Tochter vorgesehen, die sich aber erst nach und nach von seinen Qualitäten überzeugen kann. Im Laufe des Films werden beide in ein hochbrisantes Abenteuer von Sabotage, Anschlägen und wilden Verfolgungsjagden hineingezogen, da die Gegner der Öl-Pipeline mit allen Mitteln den Bau verhindern wollen und dafür zu allem bereit sind. Die Drehorte sind diesmal neben London u.a. Schottland, Aserbaidschan, Frankreich, Spanien und Türkei. Sämtliche Stunts und Actionszenen (Verfolgung per Schnellboot auf der Themse, per Ski in den Alpen, Kampf im U-Boot sowie manche Erotikszenen mit Bond sind ein wahres Erlebnis… Dies macht den Film zu einem insgesamt spannenden und unterhaltsamen Erlebnis!

Im Vergleich zum zweiten 007-Streifen mit Pierce Brosnan (Der Morgen stirbt nie) noch um einiges besser gelungen! Eine Rezension zum vierten Bond-Film (stirb an einem anderen Tag) wird folgen.

FAZIT: Klare Kaufempfehlung!
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am 4. Mai 2016
Im Hauptquartier des britischen Geheimdienstes kommt Sir Robert, Öl-Multi und alter Freund von M, bei einem Bombenanschlag ums Leben.

"Wenn man die Größe von Kings Unternehmen bedenkt, kommen viele Menschen an vielen Orten in Frage." - M: "Ich werde es nicht zulassen. Wir geben diesem feigen Terror nicht nach - der uns als Instrument benutzt, um einen Unschuldigen zu töten. Wir werden dieses abscheuliche Verbrechen sühnen. Und wenn wir die Mörder bis ans Ende der Welt verfolgen müssen, sie bekommen ihre gerechte Strafe!"

Der Geheimagent Ihrer Majestät, James Bond alias 007, soll nun den Mörder entlarven und gleichzeitig die Erbin des Milliarden-Imperiums vor internationalen Terroristen beschützen...

M: "Als Elektra King verschleppt wurde, versuchte ihr Vater die Sache allein in die Hand zu nehmen. Ohne jeden Erfolg. Also kam er zu mir. Doch wie Sie wissen, pflegen wir nicht mit Terroristen zu verhandeln. Und entgegen meiner Gefühle, meines natürlichen Instinkts, der wohl in jeder Mutter steckt, riet ich ihm von der Übergabe ab. Ich dachte auf Zeit zu spielen, wäre das Klügste." - Bond: "Sie wollten sie als Lockvogel benutzen." - "Ja." - "Die Summe in Sir Roberts Koffer entsprach verblüffend genau der Lösegeldforderung für seine Tochter. Eine Botschaft. Ihr Terrorist meldet sich zurück!"

M: "Viktor Zokas alias..." - Bond: "Renard. Der Anarchist."
Tanner: "1996 war er in Moskau aktiv. Davor in Pjöngjang, Nordkorea. Außerdem wurde er in Afghanistan, Bosnien, im Irak, Iran, Beirut und Kambodscha gesehen." - Bond: "All die romantischen Urlaubsorte." - Tanner: "Der Mann stellt das Chaos an."
M: "Nach dem Gespräch mit Robert sandte ich 009 aus, um Renard zu töten. Doch bevor er zum Zuge kam, konnte Elektra entkommen. Eine Woche später führte unser Mann den Befehl aus. Er schoss ihm direkt in den Schädel. Dort steckt die Kugel immer noch."
Ärztin: "Der Arzt, der ihn versorgt hat, konnte die Kugel nicht entfernen, darum brachte Renard ihn um. Sie wandert durch das verlängerte Rückenmark [eigentlich Medulla oblongata] und zerstört seine Sinne. Tastsinn, Geschmacksinn und Geruch. Er spürt keinen Schmerz. Er ist belastbarer und zäher als jeder andere Mensch. Irgendwann wird die Kugel ihn töten, aber bis dahin nimmt seine Stärke von Tag zu Tag zu."

"Suchen Sie Elektra auf, 007!" - "Sie soll also wieder den KÖDER spielen..."

DIE WELT IST NICHT GENUG (Originaltitel: The World is not enough) ist der 19. Film der James-Bond-Reihe, die auf der Grundlage von Ian Flemings Romanen entstand. Fleming (1908-1964) war im Zweiten Weltkrieg beim Marine-Nachrichtendienst und Verbindungsoffizier zum US-Marinegeheimdienst.
Der Hintergrund der Handlung im Film ist der Bau einer Öl-Pipeline von Aserbaidschan an die türkische Mittelmeerküste (siehe BTC-Pipeline).

"Ich versuche eine 800 Meilen lange Pipeline zu bauen - durch die Türkei, vorbei an den Terroristen, den Irak, Iran und in Syrien. Im Norden haben die Russen drei Pipelines, die mit meiner konkurrieren. Sie werden alles tun, um mich zu sabotieren. Mein Vater wurde ermordet. Die Dorfbewohner rebellieren - und Sie, Mr. Bond, kommen extra angereist, um zu verkünden, dass mir eventuell Gefahr droht?"

"Meine Familie hat sich schon zwei Mal auf den MI6 verlassen. Ich mache den Fehler sicher kein drittes Mal." - Elektra King

Zum dritten Mal mit Pierce Brosnan (Remington Steele, Dante's Peak, Mamma Mia) als 007 ("Was läuft da zwischen Ihnen und Elektra?" - "Alles rein plutonisch."),
der Französin Sophie Marceau (La Boum - Die Fete, Braveheart) als Elektra ("Sie fahren hervorragend [Ski], Mr. Bond." - "Sie mögen es, wenn man hinter Ihnen her ist, was?"),
Robert Carlyle (Trainspotting, Ganz oder gar nicht, Eragon, 28 Weeks Later, Stargate Universe, Rumpelstilzchen in Once Upon A Time) als Renard [französisch FUCHS!] ("Sie wollen mich töten? Ich bin doch schon tot!")
und (leider erst nach 58 Minuten) Denis Richards (Starship Troopers, Wild Things, vier Jahre mit Charlie Sheen verheiratet) als (ach so) Nuklearphysikerin (und heißer Lara-Croft-Verschnitt) Dr. Christmas Jones (Bond: "Miss?" - "Doktor! Jones, Christmas Jones. Und bitte keine Witze. Ich kenne sie alle." - Bond: "Ich kenne keine Doktorwitze."). [Die Glaubwürdigkeit ihrer Figur brachte ihr prompt eine Goldene Himbeere ein - für andere bleibt sie eine heiße Kirsche.]

In weiteren Rollen Robbie Coltrane (Für alle Fälle Fitz, Hagrid in Harry Potter - und wie schon in Goldeneye) als Valentin Zukovsky ("Ich bin jetzt ein aufrechter Geschäftsmann."), Goldie (britischer DJ) als Bodyguard Bull, der Däne Ulrich Thomsen (Das Fest, Das letzte Schweigen, The Thing 2011, Banshee) als Sicherheitschef Davidov und die Italienerin Maria Grazia Cucinotta (Der Postmann, The Rite, Maria Magdalena in mehreren Bibel-Verfilmungen) als Auftragskillerin.

Außerdem (wieder grandios) Judi Dench (Philomena, Mr. Hoppys Geheimnis, Oscar-Gewinnerin 1999 für ihre Rolle in Shakespeare in Love, insgesamt 6 Oscar-Nominierungen) als resolute ("Ich lasse meine Autorität nicht untergraben, 007."), aber auch durchaus (um Bond und Elektra) besorgte M (wie Mutter),
Michael Kitchen (wie schon in Goldeneye) als Tanner, Colin Salmon (wie schon in Der Morgen stirbt nie) als Robinson, Samantha Bond (Downton Abbey) als Moneypenny (spielt die Sekretärin in allen vier Bond-Filmen mit Brosnan),
John Cleese (Fawlty Towers, Ein Fisch namens Wanda - und Mitglied von Monty Python!) als (nach Q kommt) R ("Offenbar eine verfrühte Form des Millennium-Virus.")
und leider, leider ZUM LETZTEN MAL Desmond Llewelyn (insgesamt siebzehn Auftritte) als Q ("Stopp! Stopp! Das ist noch nicht fertig!"). Er starb kurz nach der Premiere auf dem Heimweg von einer Autogrammstunde bei einem Verkehrsunfall.

Rest in peace, Quartermaster. Du hast uns jahrzehntelang viel Freude bereitet!

Regie führte im Jahr 1999 (mit einem Budget von 135 Mio. $) der Brite Michael Apted (Gorky Park, Gorillas im Nebel, Das Gesetz der Macht, Nell, Die Chroniken von Narnia: Die Reise auf der Morgenröte).

"Wenn der gefährlichste Terrorist der Welt mit sechs Kilo waffenfähigem Plutonium herumläuft, kann das nicht gut sein."

"Was brauche ich, um eine ATOMBOMBE zu entschärfen?" - Bond im Irgendwo unter Druck...
"Falls es ÜBERHAUPT möglich ist, wird BOND es schaffen. - Auch wenn ich es ihm NIE sagen würde... Er ist der Beste, den es gibt!" - M

Fazit: 128 Minuten explosiver Agententhriller (und ein bisschen Psychostudie) mit tollen Frauen und einem zersägten BMW. Außerdem einer Bootsverfolgungsjagd auf der Themse, dem Millennium Dome, einem Skirennen wie zu (naja, nicht ganz) Roger Moores Zeiten und einer Garrotte. Da bleibt einem glatt die Luft weg. Für mich sehr unterhaltsam und Note 2

Der Titelsong "The World is not enough" wird von der US-amerikanischen Rockband Garbage (übersetzt: Abfall) gesungen (Anspieltipps: Push it, Androgyny).

"Ich hätte dir die Welt schenken können." - Bond: "Die Welt ist nicht genug." - "Was für eine dumme Ansicht." - "Das Familienmotto!" [Orbis non sufficit - uns natürlich schon bekannt aus Im Geheimdienst Ihrer Majestät]

Bond-Auto ist diesmal ein BMW Z8 - laut R sogar mit sechs Getränkehaltern.

"Mir waren Männer im Rock schon immer suspekt. Ihnen nicht auch, Q?" - "Ersparen Sie mir Ihre Weisheiten, 007." - "Habe ich etwas Falsches gesagt?" - "Nein. Aber Sie haben etwas ZERSTÖRT. Mein Fischerboot. Auf dem ich meinen Ruhestand verbringen wollte. Fernab von Ihnen. Und jetzt möchte ich Ihnen gerne den jungen Mann vorstellen, den ich mir als Nachfolger heranziehe." [später] "Das mit dem Ruhestand hat noch ein bisschen Zeit, oder?" - "Jetzt hören Sie mal, 007. Ich dachte zwei Dinge hätten Sie von mir gelernt. Erstens niemals zeigen, dass Sie verwundbar sind." - "Und zweitens?" - "Immer einen Fluchtweg offen halten."

EXTRAS: Audiokommentare von Regisseur Michael Apted bzw. Peter Lamont, David Arnold und Vic Armstrong, Aus dem Geheimarchiv des MI6 (Sieben nicht verwendete und verlängerte Szenen 12:49, Die Bootsverfolgungsjagd 8:27, "James Bond Down River" Originalbericht 25:04, Geburt einer Ikone: Der Teaser-Trailer wird gemacht 4:26, Hongkong Pressekonferenz 9:46), 007 Missions-Kontrolle (Interaktive Führung durch die Welt von Die Welt ist nicht genug: 007, Die Frauen, Die Verbündeten, Die Bösewichter, Kampfverzeichnis, Das Labor von Q, Exotische Drehorte), Missions-Dossier (Making Of: Die Welt ist nicht genug 15:06, Bond-Cocktail 22:52, Nachruf aus Desmond Llewelyn 3:22, Musikvideo: "The World is not enough" von Garbage 4:01, Die Geheimnisse von 007: Alternative Video-Optionen 22:31), Propagandaministerium (Veröffentlichungs-Trailer 2:13), Bilder-Datenbank (explosive Fotogalerie)

Bond: "Auf WEIHNACHTEN in der Türkei war ich schon immer scharf." - Dr. CHRISTMAS Jones: "Solltest du nicht bald dein Geschenk auspacken?"

"Ich hab mich in dir getäuscht." - "Ach ja, inwiefern?" - "Ich dachte Christmas kommt nur einmal im Jahr." - Bond nach dem Liebesspiel

James Bond will return... in Stirb an einem anderen Tag.
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am 25. Oktober 2016
Es vergeht nicht ein einziger Tag, an welchem ich nicht dächte, es täte dem Film besser er brächte Dalton als Hauptdarsteller mit. Gefühlt ist es der letzte Dalton, gewissermaßen gleichsam der erste Craig - oder aber Brosnan's einziger Ansatz innerhalb der Rolle, den ich wirklich bewundere, auch diesen Mut der Macher, ausgerechnet in den 90er Jahren einen Autorenfilm der Marke Bond entstehen zu lassen.

Doch damit wären wir bereits bei dem Punkt angelangt, wie "gewollt" dieser Film auf viele Zuschauer wirkt, weswegen er mich also dennoch in uneingeschränkter Form überzeugt, erfahren Sie sogleich.
Beginnend in Spanien, Stichwort Schweizer Bankiers, betrachten wir bereits spannende Sequenzen, Sir Robert King und das Geld, genau genommen verstand ich Teile dieser Szenen noch nie, doch dass sie in irgendeiner Weise mit der Entführung in Zusammenhang stehen sollen, ist auch mir nicht entgangen. Erklingend in grandioser Frank-Glaubrecht-Synchronisation, hören wir bereits erste Sprüche von Bond, leicht ironisch, aber weitaus weniger übertrieben als etwa in "Goldeneye". Das der Überschrift entsprechende Lebenszitat stammt von der Tochter von besagtem Sir Robert King, sie ist - Spoilerwarnung - gewissermaßen der einzige Hauptvillain im Bonduniversum, der wahrlich weibliche Züge annimmt, neben Robert Davi der vielleicht beste Gegenspieler. Eine äußerst lange Pre title sequence ist es, die den Film bereits anfangs im Bezug auf den Aufbau einer komplexen Geschichte auszeichnet. Dass Dalton besser in dieses Bild gepasst hätte, erwähnte ich bereits, zumindest aber hören wir zwischenzeitlich seine Synchronstimme. So stilsicher trotz aller Dialogbrillanz auch die Action umgesetzt wurde, so gewillt war man dann wohl auch, diesen 1999er Film im Jahre 2000 als Videospiel zu veröffentlichen, dieses ist jedoch höllisch schwer, ich genoss vor etwa zehn Jahren die PSone-Version und bin bis heute mit der Erstmission überfordert, insbesondere jedoch mit dem ebenfalls recht früh folgenden Ski-Part. Brosnan wirkt in diesem Bondfilm sicherer und souveräner, sich seiner Rolle bewusst seiend, nur scheint er wie so oft derart viel Ehrfurcht vor der ihm gebührenden und aufgetragenen Aufgabe zu haben, dass er außerhalb der Bondwelt oftmals "bondiger" wirkt. Selbst unterhalb der Wasseroberfläche richtet er sich die Krawatte, ob man dies nun belustigend oder eher deplatziert findet, bleibt ganz allein dem Zuschauer überlassen. Renard, gewissermaßen der Verehrer des weiblichen Zaubers innerhalb des Films, wirkt stellenweise eher jämmerlich denn bedrohlich, zwischenzeitlich kann er einem leidtun, "Kannst du das fühlen?, ich spreche von Begehren", ist da etwa eine der markanten Stellen, in welchen wir wieder das Verletzliche in ihm erkennen, nachdem der Teufel in Person sein Gift versprühte. Von dem "tatsächlichen" Bösewicht, nämlich la Marceau, wird Bond - in ähnlicher Weise wie in Skyfall von Silva - dezent/leicht/ansatzweise sexuell belästigt, beide Filme haben unzählige Gemeinsamkeiten, die hier aber in Form einer Aufzählung den textlichen Rahmen sprengen würden. Oftmals wird der Film als episodenhaft wahrgenommen, ich persönlich teile diese Meinung nur in begrenztem Maße, empfand es eher anders. Der philosophische Titel des Films, ist auf einen alten Leitspruch von Bonds Familie zurückzuführen, erfahren können Sie dies in "Im Geheimdienst Ihrer Majestät". Doch schlagen wir die Brücke erneut in Richtung des anfänglichen Beginns, denn bereits hier - erstmals sehen wir sie - beobachten wir Marceau in einem düsteren Zusammenhang, gar ausgerechnet bei einer Beerdigung begegnen wir ihrer dunklen Figur zum ersten Male, Zufall oder eher eine indirekte Anspielung auf ihr lebensfernes Wesen?
Nun, verabschieden wir uns einen Moment von Marceau und gehen auf die Tatsache ein, dass dieser dramatisch-düstere Bond auch ein paar warme Seiten an den Tag legt, so wäre da etwa der herzliche Abschied von Q, mündend in die Einführung von R, John konnte der Rolle jedoch nie gänzlich seinen Stempel aufdrücken. Als Fahrzeug erhält Bond einen BMW Z8, vermutlich mit Fünfliter-V8, 400 Pferdestärken habend und dem E39er M5 entsprechend. Doch das war es fast schon, was das "Vergnügen" anbelangt. Die Unannehmlichkeiten nahen, werden mit jeder Marceau-Begegnung untragbarer. Theatralische Rollen wie diese, scheinen bei ihr meist von Judith Brandt synchronisiert zu werden, die warme Klangfarbe von Irina Wanka wird wohl tendenziell eher in Sophie's "süßlicheren" Rollen eingesetzt, ein Punkt den ich einst schon anderswo zur Erwähnung brachte. Es geht in diesem Film um Vertrauen und Furcht, M wird bitter von Marceau enttäuscht, vertraute ihr, doch sie manipuliert alles und jeden, so auch M, ihr Schauspiel elektrisiert einen regelrecht. Bonds Ego wegen, so sagt es M zu Marceau, würde sie ihm nie offenbaren dass er auf seinem beruflichen Gebiet der Beste sei, doch dass dem so ist, werden wir auch in diesem Film sehen - gleichwohl er aus privaten Gründen innerlich angeschlagen ist. Marceau's Figur ist in vielerlei Hinsicht psychisch instabil, ihre Ängste werden daher in einen kompensatorischen Kontext gesetzt, was sich in ihrer Macht über die Männer widerspiegelt, die Dominanz ihrerseits kennt keine natürlichen Grenzen. Was die Geschichte bezüglich Renard anbelangt, Sie wissen schon, die Kugel im Kopfe, welche ihm unbegrenzte Belastbarkeit schenkt, aber eines Tages tödlich sein wird, so fragte ich mich einst, ob dergleichen überhaupt möglich sei? Wohl nicht gegenwärtig oder in naher Zukunft, aber ob eines Tages wirklich mithilfe eines kleinen Etwas an einer bestimmten Stelle, der Mensch "positiv" beeinflusst werden wird? Hat der Film etwas Unvorstellbares vorhergesagt, oder ist es schlicht und ergreifend gigantischer Unfug? Ich habe keinen blassen Schimmer. Sehr schön sind in dem Film auch die Skiszenen, solche gab es bereits schon lange nicht mehr, doch WARUM fahren sie Ski? "Dann hoffe ich dass Sie Ski fahren können, Mister Bond", weswegen genau sagt sie ihm das? Nun, ignorieren wir die Logik des Drehbuches und betrachten die winterlichen Szenen, erste Annäherungen zwischen Marceau und Bond, später räkelt sie sich so sehr, als sei es eine Göttin höchstpersönlich, die zu Bett ging. Aufgrund der eher privaten Geschichte, rückt der Effekt, dass ein Bondfilm immer auch ein politisches Zeitdokument ist, ein wenig in den Hintergrund, dennoch hat die Erzählung immer noch Politcharakter.
In Aserbaidschan (Pipeline) sehen wir Marceau anfangs in einem kerzenbeleuchteten Raume des Glaubens, was ihren zuvor beschriebenen Göttlichkeitscharakter nur noch verstärkt und bekräftigt, doch ihre Größe wird nur noch von der Deutlichkeit ihrer inneren Dämonen übertroffen und erweitert. Durch den bereits unlängst thematisierten Satz "Wenn man nicht fühlt dass man lebt, wird das Leben sinnlos", erkennt Bond die Verbindung zwischen Renard und Marceau, ihm geht ein Licht auf, wir hören in seinem Moment der Eingebung lustigerweise ein ähnliches Erfolgsgeräusch, wie in den Rätsalparts von "The legend of Zelda". Marceau überschwemmt uns geradezu mit theatralisch hochtrabend formulierten Anspielungen auf ihr Familienerbe, ihre Vorfahren, ..."für die Welt" sei es, so sagt sie doch gar. Der ambitionierteste 90er Bond überhaupt, die Brosnan-Ära am (bedauerlicherweise einzigen) Höhepunkt. Das weihnachtliche Ende des Films, ist nicht sehr mutig gestaltet worden, stellt aber einen Kontrast zum Hauptwerk dar. Denise Richards als Atomwissenschaftlerin zu besetzen, war wohl eine ähnliche Entscheidung wie 2003 Heidi Klum für die Rolle der Frau Dr. Nadanova in "Alles oder Nichts" zu engagieren, mehr möchte ich zu diesem Punkt nicht sagen, man muss ihn nicht zwangsläufig negativ auffassen. Der Score des Films ist stellenweise wie von Trauer durchflutet, ergänzt wird er perfekt, indem auch der eigentliche Titelsong in dieses Bild passt. Michael A., der Regisseur, wollte unbedingt einen Meilenstein ins Leben rufen, etwas Großes erschaffen. Bemüht durchaus, aber es hat sich gelohnt. Bond verliebt sich ernsthaft, ergibt sich seiner eigenen Schwäche, der dramatische Moment von Marceau's Beseitigung durch einen gezielten Schuss, ist enorm bitter für ihn - und doch vonnöten, so schwer es auch anmuten mag ihn zu verkraften.
Weitere Momente des Düsteren, offenbaren sich in der feuergleichen Hölle von Renard, in Verbindung mit der Martin-Kessler-Stimme, wirken Sätze wie "Er hat die Glaubensprüfung nicht bestanden" und "Willkommen im Atem des Teufels" nicht lächerlich, sondern sehr passend und sakral, in der Pracht des Feuers verbirgt sich Gefahr, in der sektenartigen Umgebung großes Unheil. Marceau's Kälte wird mehrfach mithilfe von Eiswürfeln symbolisiert, eisiger als selbige Gegenstände es sind, ist nur noch der Kern ihrer selbst, das Innenleben von Sophie Marceau. Ist es ein Verbrechen sich in sie zu verlieben, oder wäre es eher sonderbar ihr nicht zu verfallen? Letzteres träfe wohl zu, ersteres mitnichten!

Mit "Die Welt ist nicht genug" erschien vor nunmehr 17 Jahren einer der intensivsten Bondfilme überhaupt, einer von jenen, über welche man auch wirklich in umfangreichem Maße diskutieren kann, ohne dabei interpretatorische Grenzen gesetzt zu bekommen.
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am 3. Oktober 2017
Ich bin absolut kein Pierce Brosnan Fan. Halte ihn für den schlechtesten Bond. Doch Die Welt ist nicht genug gehört zu meinen Lieblingsfilmen der Bond-Reihe. Aber das liegt größtenteils an der zauberhaften Sophie, die hier großartig spielt. Auch daran, dass Judith Dench als M aufgrund der Story mehr einbezogen ist.
In vielen Ranglisten steht der Film eher auf den hinteren Plätzen. Für mich nicht ganz nachvollziehbar, da er spannend gemacht ist und seine Schauwerte hat. Sei es die rasante Bootsjagt gleich am Anfang, die Jagt auf Schieren, der letzte Auftritt von Q. Denise Richards als Lara Croft ist so schlecht, dass es eigentlich schon Kult ist.
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TOP 1000 REZENSENTam 13. Oktober 2011
Brosnans dritter Bond hat eine der längsten Vortitelsequenzen der Serie. Wenn Bond Geld wiederbeschaffen soll und ihm in dieser Situation auch jemand das Leben rettet, den man nicht sieht, wird schon hier ein gelunges Spannungspolster geschaffen.
Doch actionmäßig gehts direkt rund, wenn Bond sich eine Bootsjagd über die Themse liefert. Was hier abgeht, stellt die Bootsjagden in "Liebesgrüße aus Moskau", "Der Mann mit dem goldenen Colt", "Moonraker" und sogar die bis dahin Serienbeste in "Leben und sterben lassen" in den Schatten.
Titeldesign und Titelsong sind superb. Garbage ist es gelungen, einen Song zu kreiern, ganz in der Bond-Tradition.
Auch wartet der Film mit einigen gelungenen Ideen auf, wenn Bond mit einem Arm in der Schlinge mal eben bei der Missionsverteilung übergangen wird. Umso cleverer und typisch Bonds Art sich attestieren zu lassen, dass er eben doch 'in Form' ist. Gefolgt von einem genialen Kommentar von Moneypenny.
Fast erschreckend weitblickend, wenn man weiß, dass Desmond Llewelyn kurz nach den Dreharbeiten starb, mutet die Sequenz an, in der Q einen Assistenten vorstellt und wie Q hier von der Bühne abtritt.
Neu für Bond-Filme war hier der Einsatz einer Holoprojektion, aber optisch toll gemacht.
Bond-typisch toll sind mal wieder die Actionszenen im Schnee.
Auch vermag der Film mit dem Zuschauer zu spielen, wenn Elektra im Casino mal eben einen horrenden Betrag verzockt. Man sieht Bonds Misstrauen, tappt jedoch als Zuschauer hier noch genauso im dunklen wie er, was es damit auf sich hat.
Doch ist Elektra generell ein sehr vielschichtiger Charakter. Die toughe Geschäftsfrau, dann die panisch Geängstigte und im Casino die leicht Überhebliche. Aber auch Brosnan gibt Bond wieder facettenreich vom smarten Spion, bis zum Killer, wenn er Elektras Sicherheitschef ohne Vorwarnung eliminieren muss. Zudem hat man Bond selten zuvor so wütend gesehen wie hier, wenn er von Terrorist Renard ob seiner Unwissenheit verhöhnt wird. Die Folge ist das nächste Actionhighlight.
So sehr ich als Bond-Fan Diana Rigg in "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" liebe, aber mit dem, was sich hier ca. zur 75. Filmminute in der Handlung tut, erweißt sich Elektra endgültig als die bis dahin am perfektest konzipierte Frauenfigur der Bond-Serie. Was der Film hier an Storytwist abliefert, wenn Elektras unschuldige Art in Eiseskälte umschlägt, übertrumpft der Film "In tödlicher Mission" in dem auch erst spät enthüllt wurde, wer der eigentliche Böse ist. Sophie Marceau gibt hier definitv eine grandiose Vorstellung.
Daraus resultiert etwas nie gesehenes, wenn M erstmals die Fassung verliert und Teil von Bonds Mission wird, von der man auch hier noch nicht weiß, was Bond eigentlich verhindern soll.
Doch das er recht nah dran ist, merkt man, wenn wenig später Zukovskys Kaviarfabrik im wahrsten Sinne des Wortes 'zersägt' wird. Einfach eine perfekte, innovative Actionsequenz.
Das Bond durch den ganzen Film den Ereignissen eigentlich immer hinterher rennt, führt zu einer der besten Szenen aller Bond-Filme. Wenn Elektra Bond verhöhnt in einem Mix aus Arroganz und Überheblichkeit ist Bonds prompte eiskalte Reaktion grandios und unvergesslich. Wieder ein toller Beweis, dass Bond eben bei aller Höflichkeit ein skrupelloser Killer sein kann,wenn es die Mission erfordert.
Auch das Finale ist absolut perfekt, spannend und actionreich geraten.
Man sagt, für jeden Bond-Darsteller ist sein dritter Film der Beste. Bei Sean Connery war das "Goldfinger", bei Roger Moore "Der Spion, der mich liebte". Und auch wenn ich zugeben muss, dass meine persönlichen Favoriten der besten Bond-Filme "Im Geheimdienst Ihrer Majestät", "In tödlicher Mission", "Der Hauch des Todes" und "Lizenz zum Töten" waren bis zu diesem Film, trifft es bei Brosnan absolut zu, dass sein dritter Bond sein bester ist. "Die Welt ist nicht genug" ist dramaturgisch und psychologisch perfekt durchdacht, Brosnan als Bond noch perfekter, Elektra die faszinierendste Frau aller Filme, Action, Schauplätze und Musik sind vom Feinsten.
22 Kommentare| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. März 2016
James Bond, ist immer nur so gut, wie seine Gegner böse sind- hier leider, sind die Bösewichte, eher unartige Pfadfinder- aber ein sehenswerter 007 Film, ist "DIE WELT IST NICHT GENUG" natürlich immer noch. Und James Bond, kann nichts dafür, dass ihm "Bonny&Clyde "light" hier, zur "bösen Seite" gestellt werden. Klasse Popkornkino- tolles 007 Abenteuer.
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VINE-PRODUKTTESTERam 25. Januar 2007
Im Rückblick betrachtet war Brosnans Karriere wohl doch eher ein Auf und Ab, als dass durchgehend starke und überzeugende Filme entstanden wären. So beginnt seine Zeit mit "Goldeneye", in dem er einen eleganten und agilen Eindruck hinterlässt und manchmal sogar an Roger Moores Humor anknüpfen kann. Danach folgte mit "Der Morgen stirbt nie" ein Tiefpunkt, in dem Brosnan etwas hilflos durch ein schlechtes Drehbuch irrt. Mit "Die Welt ist nicht genug" folgt aber dann einer der stärksten Bondfilme.

Diesmal macht Brosnan wieder eine gute Figur. Schon in der Eröffnungssequenz, die mit einer furiosen Jagd zweier Boote auf der Themse in London endet, sehen wir wieder den Geheimagenten, den wir alle lieben: Physisch stark, dynamisch, nie um eine schnelle, kreative Lösung verlegen und mit mehr als einer Spur von Selbstironie ausgestattet (die Krawatte wird auch unter Wasser gerichtet). Und nicht viel später wird das eigentliche Thema eingeführt. Bond darf sich verlieben. Nein, nicht nur eine Bettgeschichte. Er ist richtig verknallt, und seine rationale Seite weis auch noch, dass diese Liebe schlecht für ihn sein wird. Und natürlich hilft ihm dieses Wissen nicht weiter. Gezwungenermaßen handelt er dann auch gegen den Befehl vom M. Und natürlich macht Liebe blind und Bond durchschaut daher nicht die Spiele der Bösen in diesem Drama.

Die Böse, soviel sei hier verraten, wird von Sophie Marceau ebenfalls überzeugend gespielt. Kaum etwas erinnert hier noch an "La Boom", in dem Sie als 14-jährige ihre erste Liebe erleben durfte. Nein, als Electra King ist sie ganz Frau, extrem erotisch, wundervoll angezogen, selbstbewusst und unberechenbar. Kein Wunder, dass Bond sich verliebt. Ich hätte es auch getan. Und wie sie sich nackt unter der Bettdecke räkelt, ohne dass man auch nur eine kritische Stelle Haut sehen kann, ist auch eine Kunst. Als es schließlich am Schluss zu einer Art Folterszene kommt, weis man nicht, was Bond mehr weh tut, der komische Stuhl oder die Tatsache, dass Sie vor dem Stuhl steht. Aber selbst das ist alles nicht ohne eine gewisse Erotik dargestellt.

Der Witz des Films besteht nun darin, dass mit dem All-American-Girl Denise Richards das maximale Kontrastprogramm zu Sophie Marceau gefahren wird. Statt der geheimnisvollen, unberechenbaren Europäerin spielt die Richards den Sexy-Kumpeltyp, statt hautengen, eleganten Abendkleidern sehen wir Hot Pants und Wet T-Shirt. Sie ist nett, sie ist ein Partner, sie ist einfach die Gute. Aber wir wissen, dass Bond zwar am Ende des Films eine Nacht mit ihr verbringen wird, vielleicht auch mehrere, aber sie sein Leben nicht wirklich beeinflussen wird. Eine Ablenkung auf Zeit, so schön sie auch sein mag.

Neben diesem Dreiergespann sehen wir noch einen für Bondverhältnisse eher durchschnittlichen Bösen. Leider liegen die Zeiten eines Curt Jürgens oder eines Gert Fröbes als Goldfinger ja schon lange hinter uns. Dafür gibt es einige herausragende Tricks, so darf hier eine Kaviarfabrik durch einen Hubschrauber überzeugend zerlegt werden. Ein BMW Z8, wirklich ein wunderschönes Auto, darf auch eine Rolle spielen. Ein Glück, dass man hier auf die Computertricks des nachfolgenden Films weitgehend verzichtet hat.

Kurz: Ich habe mich großartig unterhalten.
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am 30. Juni 2017
Bewerte NUR die Qualität von Bild und Ton der Blu-ray, Filme sind sowieso Geschmacksache!
Bild: 4 von 5 Sternen (Teilweise 2 bis 3)
Ton: 4 von 5 Sternen
____(4+4)/2 = 4,0 Sterne____
Gesamt: 4 von 5 Sternen gewählt. Bild des Films hat Priorität _1_, Ton hat Priorität _2_
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