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am 10. August 2017
Im besten Sinne lässt Florian Illies das Jahr 1913 lebendig werden. Geschichten von wesentlichen Persönlichkeiten der Zeit, kunstvoll aufgereiht, fesseln und unterhalten gleichermaßen. Ein wenig Geschichtswissen sollte man allerdings schon mitbringen.
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am 11. Juni 2017
Unglaublich detailliert und von faszinierender Lebendigkeit. Und trotzdem kaum ein Unterschied zu heute. Außer: gab es 2013 eine ähnliche Anzahl beeindruckender Künstler/innen?
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am 26. Oktober 2014
Selten ein so unterhaltsames Geschichtsbuch gelesen. Florian Illies beschreibt Personen und Geschehnisse aus dem Jahre 1913 in einem wundervoll unterhaltsamen Ton und in einer so mitpackenden Weise, dass man das Gefühl hat, die beschriebenen Damen und Herren zu kennen. Zu neuen Mitteilungen über Franz Kafka seufzt man leicht auf, die Aktionen der "Blauen Reiter" beachtet man mit einem Lächeln und staunt über so gut recherchierte Details, dass 1913 Stalin und Hitler gleichzeitig in Wien lebten und sich bei ihren regelmäßigen Parkbesuchen vielleicht sogar begegnet sein könnten.

Ich überlegte lange, für was "1913" perfekt sein könnte, nun weiß ich es: Als idealer Absprungpunkt zu ausgiebigen Recherchen in weiterführender Lexika und in die Wikipedia. Man wünscht sich weitere Bücher in der gleichen lebendigen Berichtsweise!
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am 10. März 2016
Klug. Witzig. Nachdenklich. Ironisch. Inhaltsreich. Überraschend. Makaber. Unterhaltsam. Kurz, ein perfektes Buch. Bitte lesen, es lohnt sich jede Seite! Und manches ist danach etwas besser verständlich.
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am 18. Mai 2017
...muss hinter diesem Buch stecken. Man sieht es ja auch an dem Literaturverzeichnis. Übersichtlich in Monate gegliedert, bringt Illies etwas Ordnung in dieses vollgepackte Jahr kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Interessante Anekdoten und klare Zentren von Kunst und Kultur werden gezeigt. Das Umherspringen von Protagonist zu Protagonist empfand ich als erfrischend und unterhaltend. Der flapsige Ton ist bei einem Sachbuch selten, aber bringt einen näher an die so unterschiedlichen Charaktere heran. Man bleibt Beobachter mit dem Wissen von heute (das ist sowieso unabdingbar), doch nähert man sich diesen "großen" Figuren der Zeitgeschichte auf der gleichen Ebene, nämlich als Menschen mit sehr ähnlichen Bedürfnissen. Da macht auch das Lesen Spaß. Dass dabei keine besondere Tiefe erzeugt werden kann, muss klar sein. Es macht aber auch nichts, wenn man das Buch nimmt als was es ist, nämlich ein Ein- und Überblick über das Jahr 1913, ein wahrhaft dichtes Jahr.
Der einzige minikleine Wermutstropfen für mich war, dass die politische Bühne eher auf der Königlich-kaiserlichen Ebene verhandelt wird, was den tatsächlichen Verhältnissen nicht ganz entspricht. Allerdings, vielleicht habe ich da auch ein Manko und habe bei dieser Vorkriegszeit die Monarchie immer zuwenig wichtig genommen, da man ja zukunftsorientiert weiss, dass hier das Ende der monarchischen Verhältnisse bevorsteht.
Von daher, eine klare Leseempfehlung, nicht für geschichtlich interessierte, sondern auch für die, die die Gegenwart besser verstehen wollen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 20. September 2017
Der Reiz dieser Feuilletons besteht in ihrer fehlenden Aktualität. Wenn man 100 Jahre später kleine Miniaturen schreibt, was in Kunst und Kultur so vor sich geht, so hat sich auf Grund des zeitlichen Abstandes die Spreu vom Weizen getrennt. Und so erfährt der Leser nur noch das, was wirklich wichtig war im Jahr 1913 - was sich nicht unbedingt immer mit der Einschätzung der damals Lebenden decken muss. Illies schreibt aus der Sicht des interessierten Beobachters - mal ist er ganz dicht dabei: So sieht man ihn förmlich zwischen Thomas Mann und Alfred Kerr in den Kammerspielen des Deutschen Theaters sitzen. Der eine verfolgt mit Sorge die Premiere seines Stückes, der andere kritzelt bereits Stichpunkte für seinen Verrriß. An anderer Stelle zieht er sich dezent zurück und lässt Kafka und seine Felice allein in den Grunewald spazieren. Immer aber: ein ungemein unterhaltender Blick auf das Jahr, bevor Europa in die Hölle stürzte (N. Kershaw).
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am 2. Juli 2017
Florian Illies schreibt über das Jahr 1913, das Jahr vor Kriegsbeginn. Er erzählt vom gesellschaftlichen und kulturellen Leben und erschafft so eine sehr unterhaltsame Jahreschronik.

Hierbei ist seine Erzählweise besonders gelungen. Es gibt in diesem Sinne keine fortlaufende Romanhandlung. Wie in einer Art Collage werden kurze Episoden beschrieben, bisweilen nur in einem einzelnen Satz. Zwischen den Zeilen schwebt hier und da eine leise Ironie mit. Und durch all dies würde ich besonders neugierig auf das Jahr 1913. Die Atmosphäre der damaligen Zeit war zu spüren und ich habe sehr viel über die damalige Welt der Künstler gelernt. Man begegnet ihnen als Menschen, die hinter den eigenen Kunstwerken stehen.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung.
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am 2. August 2017
Fur jemanden, der sich für Kunst interessiert, sicherlich interessant. Dass es sich dabei um das Fachgebiet des Autors handelt merkt man vor allem dadurch, dass Personen anderer Gebiete durchgängig selten als auch weniger ausführlich beschrieben werden. Die Frage, die sich stellt, ist, wo der Zusammenhang zwischen der Kunstgeschichte des Jahres 1913 und dem Ausbruch des 1. WK im folgenden Jahr bestehen soll. Genauso gut hätte das Jahr 1912 oder auch 1914 beschrieben werden können.
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am 9. Februar 2014
Das Buch ist sehr gekonnt geschrieben - es liest sich leicht und heiter, an einigen Stellen vielleicht gar zu gefällig, aber immer unterhaltsam. Die Idee fand ich reizvoll: Ein Panorama zumindest der überwiegend künstlerischen Gesellschaft im Jahre 1913, also an einem Punkt der Geschichte zu zeigen, der sich ex post als Wendepunkt entpuppt hat - mit der unausgesprochenen Frage danach, wie das Gesamtbild dieser Einzelexistenzen zu lesen ist vor dem Hintergrund der politischen Entwicklungen, die unmittelbar folgten. Das Buch zeigt dabei durchaus kulturkritisch einen Mikrokosmos von ungewöhnlich begabten Individuen, die für die dämmernden Entwicklungen offenbar großteils blind, weil mit sich selbst und ihrem eigenen Leben beschäftigt waren. Allerdings ist dieser kritische Subtext nicht oberlehrerhaft - nie wird suggeriert, die Künstler und Schriftsteller hätten etwas ändern müssen oder können. Hier wird lediglich ein Panaroma aufgemacht, das in seiner Auswahl (und so vollständig das Buch sich auch zu präsentieren scheint, so selektiv sind die Episoden ausgewählt!) eine extreme Diskrepanz postuliert: zwischen der sich extrem radikalisierenden politischen Welt am Vorabend des ersten Weltkriegs und dem zumeist ebenso extrem nach innen gewandten künstlerischen Diskurs der gleichen Zeit. Das mag man teilen oder nicht, aber es ist eine interessante Note.

Was mir persönlich nicht so gefiel: Es gibt einen besonders seit Kehlmanns "Vermessung der Welt" populär gewordenen Trend in der zeitgenössischen deutschen Literatur, berühmte historische Vorlagen mit einem ironischen Augenzwinkern zu betrachten. Gewann man bei Kehlmann schon den Eindruck, sowohl Humboldt als auch Gauß seien mindestens Autisten gewesen, so übersteigert auch Illies absichtlich die lächerlichen Seiten seiner Figuren, wofür sich besonders Kafka, Musil und Rilke, wenn man den konventionellsten erhältlichen Darstellungen ihrer Person folgt, als leichte Zielscheiben anbieten, was aber auch bei der sehr selektiven Beschreibung anderer Figuren (z.B. der Geliebten Heinrich Manns und seines Verhältnisses zu ihr) extrem deutlich wird. Nun ist das nicht grundsätzlich störend, es steht Herrn Illies frei, seine Figuren so zu gestalten, aber was in dem Buch nicht recht klar wurde, ist, warum er das tut. Warum Kafka zur Witzfigur machen, die nicht bei Frauen landen kann (was, wie wir inzwischen wissen, so gar nicht stimmte)? Warum Rilke ausschließlich zur verschnupften weinerlichen Witzfigur stilisieren? Kann man ja machen, aber warum? Ironie ohne klare Zielführung wirkt ein wenig manieriert, und genauso erschien mir auch das Buch streckenweise.

Zweitens ist in dem Buch wenig neu. Was die Literaturwissenschaft in ihren weniger stolzen Jahrzehnten produziert hat, nämlich unkritische biographistische Forschung, die historischen Anforderungen nur am Rande genügte, wird hier wiedergegeben als Information aus dem Leben Kafkas, Thomas Manns usw. Meines Erachtens versucht der Autor auch gar nicht erst, sich durch eine kritische historische Sichtweise, die hier völlig fehlt, abzusetzen, sondern stellt hier vielmehr sein Breitenwissen eines existierenden (sehr konservativen) Diskurses zu den dargestellten historischen Figuren zur Schau. Dazu kommt, dass Illies in erstaunlicher Weise der Vorstellung von Kunst als Mimesis bis ins kleinste Detail folgt. Nun ist das Mimesiskonzept in der Tat ausgesprochen wichtig, aber gerade in der Kunst des 20. Jahrhunderts ist Vorsicht geboten mit einem konservativen Ansatz wie dem von Illies, der die vermeintliche Abbildung der Geschichte zur Geschichte selbst erhebt. Ob es Paul Klee in Gabriele Münters Pantoffeln oder Thomas Mann als heimlicher Protagonist des "Tod in Venedig" ist - immer nimmt Illies an, dass das, was uns die Kunst zeigt, genau das sein müsse, was sich abgespielt hat bzw. direkte Rückschlüsse darauf zulasse. Das verblüfft besonders, weil es von einem Mann mit einiger journalistischer Erfahrung kommt, der die Differenz zwischen Text/Bild und Realität (und noch mehr die Bedeutung von künstlerischer Lizenz) allzu gut kennen müsste.

Schließlich: So erheiternd und elegant weite Teile geschrieben waren, konnte ich mich doch des Eindrucks nicht erwehren, dass ich gerade einen ausgesprochen eitlen Text lese, der sich mit einer fast schon wieder bewundernswerten Leichtigkeit über das Postulat hinwegsetzt, dass man Bildung, genau wie Reichtum, immer mit etwas Understatement vorführen sollte. Wiederum frage ich mich: Warum? Um sich von den dargestellten Figuren abzusetzen, die statt in die Breite der gegebenen Welt nur in die Tiefe ihrer eigenen blickten? Das wäre eine mögliche Interpretation, aber sie ist vermutlich freundlicher, als Illies es verdient. Ich hatte eher den Verdacht, dass er sich diese Frage nicht recht gestellt hat.

Alles in allem würde ich sagen, vielleicht kann man nicht beides verlagen von einem Buch dieser Art - Illies bietet Breite an, oft auf Kosten der Tiefe. Einiges an diesem Buch hätte ich mir trotzdem anders gewünscht, aber ich bedauere es nicht, es gelesen zu haben - die Lektüre war in jedem Fall unterhaltsam.
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am 7. Mai 2013
Ein großes Buch in dem Versuch, quer zu allen Schicksalen und historischen Entwicklungen der Zeit vor und nach dem Ersten Weltkrieg einen "Erkundungsgraben" wie bei einer archäologischen Erfassung zu legen. In der gleichen Art geht es ja bei unserer Beobachtung der Jetztzeit um eine Erfassung verschiedenster Ereignisse, wie sie jetzt zusammen- oder gegeneinander wirken; nur fehlt uns dabei die Verfolgungsmöglichkeit in die Zukunft, von deren Reiz dieses Buch lebt. Ich verneige mich vor dem Autor, der ja alle Fäden - Persönlichkeiten und Ideengeschichten - unglaublich intensiv verfolgen musste, um ihre Gestalt im Sommer 1913 im Schnitt zu zeigen.
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